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2004


Im KönigPalast dominierten Lions-Böller

3:4 einen Tag vor Silvester verloren die Pinguine ihren Play-Off-Platz an Augsburg.

Krefeld. Das war weiß Gott kein schöner Jahresabschuss für die Krefeld Pinguine. Nach der gestrigen 3:4 (2:3, 0:1, 1:0)-Niederlage gegen den Deutschen Meister Frankfurt Lions kassierten die Schützlinge von Trainer Bob Leslie nunmehr vier Niederlagen in Folge. Damit wird der Kampf um einen Play Off-Platz wieder ganz eng für den KEV. Gestern verloren die Gastgeber ihn erst einmal. Denn jetzt ist Augsburg Achter.

Am Sonntag haben die Pinguine allerdings die Chance, bei den Kölner Haien (18.30 Uhr) Revanche zu nehmen und wieder zu Boden gut zu machen. Der Verlust der Punkte kam nicht unerwartet, denn mit Alexander Selivanov und Chris Herperger, beide gesperrt, fehlten die zuletzt besten Torjäger der Krefelder. Auch auf Shayne Wright, der ebenfalls nach einer Zeitstrafe pausieren musste, wurde ein wichtiger Abwehrspieler vermisst.

Im Duell der Meister von 2003 und 2004 hatten die Gäste den besseren und glücklicheren Start. Bereits nach 119 Sekunden lagen sie mit 2:0 vorne. Den ersten Treffer durch den Ex-Krefelder Marc Beaucage verursachte Abwehrspieler Daniel Kunce durch eine schlampige Abgabe.
Das zweite Tor der Gäste, nur 44 Sekunden später, durch den DEL-Torschützenkönig Patrik Lebeau war etwas unglücklich, weil ein Schuss von Stephane Robidas durch Lebeau unerreichbar für Torhüter Robert Müller abgefälscht wurde.

Doch das dezimierte PinguineTeam gab, unterstützt durch die Fans der Nordtribüne, nicht auf und wurde zwischen der 9. und 11. Minute belohnt. Zuerst war es Abwehrspieler Tom Preissing, der in Überzahl den Puck vorbei am Frankfurter Torhüter Ian Gordon zum Anschlusstreffer einschob. 92 Sekunden später gelang Scott King der viel umjubelte Ausgleichstreffer.

Aufregung auf dem Eis und auf den Tribünen, als Daniel Kunce in der 18. Minute nach einer Rangelei mit einem Lion-Abwehrspieler alleine vom Eis geschickt wurde und die Gäste in Überzahl kamen. Das nutzte ausgerechnet Marc Beaucage zur 3:2-Drittelführung.

Im Mittelabschnitt waren die Pinguine oft dem Ausgleich nahe, doch die Gäste sorgten in der 30. Minute für die Vorentscheidung. Krefeld in Überzahl, Marc Beaucage schneller von der Strafbank zurück als die Krefelder Abwehr wieder hinten und der starke Ex-Pinguine-Torjäger machte seinen dritten Treffer.

Im letzten Abschnitt kämpften die Pinguine, fantastisch angefeuert durch die Fans, um den Anschluss und schafften den auch in der 59. Minute durch Scott King. Zu spät: Die Kraft reichte nicht mehr zum Ausgleich.

STATISTIK
Krefeld Pinguine-Frankfurt Lions 3:4 (2:3, 0:1, 1:0)
Krefeld Pinguine: Müller Preissing/Kurtz, Kunce/Dück, Lehoux/Dyck, Jan/Hyun; Guillet/King/Brule, Slivchenko/Gosdeck/Schröder, Grygiel/Ziesche/Schnitzer, Köttsdorfer
Tore:
0:1 (1:15) Beaucage,
0:2 (1:59) Lebeau,
1:2 (8:46) Preissing (Kurtz/Guillet),
2:2 (10:18) King (Guillet),
2:3 (19:13) Beaucage, 2:4 (29:24) Beaucage,
3:4 (58:16) King (Guillet/Brule)
Zuschauer: 5 476
Schiedsrichter: Gerhard Lichtneckere (Lenggries)
Strafzeiten: Pinguine 10, Frankfurt 16

31.12.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Woche der Entscheidungen

Jetzt müssen die Pinguine Gas geben. Ein Zuschauer wurde vom Puck getroffen.

Krefeld. Trainer Bob Leslie machte nach der Niederlage in Optimismus. "Wir müssen einen Weg finden, um wieder vorwärts zu kommen", meinte der Kanadier. "Das vierte Tor, als Beaucage direkt von der Strafbank nach unserem Powerplay gekommen ist, hat der Mannschaft sehr weh getan." Sein Sportleiter, Franz Fritzmeier, meinte: "Man hat gesehen, das Selivanov und Herperger uns doch fehlen."

Allerdings muss der Weg, mit dem Trainer Leslie aus dem Tal finden will, möglichst schnell gefunden werden. Denn sofort mit Jahresbeginn geht es Schlag auf Schlag weiter, und es wartet eine Woche der Entscheidungen mit vier Spielen in sieben Tagen darunter drei sogenannte Sechs-Punkte-Spiele gegen Hannover, Iserlohn und Wolfsburg, also Mannschaften, gegen die man unbedingt gewinnen muss.

Für eine Schrecksekunde bei den Verantwortlichen sorgte eine Szene im ersten Drittel. Da traf ein abgefälschter Puck einen Zuschauer auf den Seitentribünen am Kopf.
Problematisch: Eigentlich sollten im KönigPalast Sicherheitsnetze gespannt sein, um genau dieses zu verhindern. Die Netze seien aber dem Vernehmen nach auf Wunsch des Vereins nicht aufgehängt worden. Der getroffene Zuschauer wurde ins Krankenhaus transportiert.

31.12.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine: Umbau im Neubau

Mit Selivanov und Herperger fehlen heute gegen Meister Frankfurt ausgerechnet die beiden Stürmer, die bisher im KönigPalast ins gegnerische Tor trafen.

Krefeld. Können die Krefeld Pinguine die Niederlagenserie mit drei Spielen in Folge heute gegen die Frankfurt Lions stoppen? Diese Frage werden sich die Zuschauer heute im KönigPalast stellen, wenn Schiedsrichter Gerhard Lichtnecker die Begegnung (19.30 Uhr) des Meisters von 2003 gegen den Meister von 2004 anpfeift. Der Heimvorteil spricht für die Krefelder, das kompaktere und personell besser besetzte Team sind hingegen die Gäste vom Main. Beide verloren ihre letzten Spiele, stehen also unter Druck.

Die Pinguine treten mit einem erheblichen Handicap an. Der Berliner Schiedsrichter Heiko Dahle schickte am Dienstag in Augsburg (0:4) gleich drei Krefelder Akteure mit Dauerstrafen vom Eis, alle drei werden heute fehlen. Mit Chris Herperger und Alexander Selivanov traf es dabei nicht nur zwei absolute Führungsspieler der Krefelder, die beiden sind bisher auch die einzigen, die im KönigPalast Torerfolge verzeichneten. Herperger erzielte drei Treffer, Selivanov steuerte einen Penalty hinzu.

Gestern ließen die Pinguine-Spieler die umstrittenen Szenen noch einmal per Video Revue passieren. "Da hätte es in der NHL nicht einmal zwei Minuten gegeben" war sich Selivanov mit seinen kanadischen Mitspielern einig.
Die Matchstrafe von Abwehrspieler Shayne Wright hingegen wurde akzeptiert, hatte der deutsche Nationalspieler doch einen regulären Faustkampf ohne Handschuhe und mit Treffern gegen seinen Augsburger Kontrahenten Robert Busch geführt.

Sportlicher Leiter Franz Fritzmeier meinte: "Wir spielen derzeit nicht bissig und konzentriert genug. Das muss in den kommenden Spielen unbedingt besser werden." Daher war gestern eine Mannschaftssitzung anberaumt.

Die Lücke die der Ausfall von Herperger und Selivanov im Angriff reißt, wird schwer zu schließen sein. Zumal der Sturm in den letzten Spielen Ladehemmung hatte, und in fünf Spielen nur neun Treffer erzielte.

Mit Scott King, Robert Guillet und Steve Brule hat Trainer Leslie jetzt die erste Angriffsformation umgebaut. Steffen Ziesche spielt mit Adrian Grygiel und Florian Schnitzer und in der dritten Angriffsreihe werden Carsten Gosdeck, Florian Schnitzer und Vadim Slivchenko sich um Angriffsschwung bemühen. Für den gesperrten Shayne Wright wird Alexander Dück voraussichtlich in die Abwehr rücken.

Wegen der Flutkatastrophe in Südost-Asien werden die Fans der Krefeld Pinguine in Verbindung mit action medeor eine Spendenaktion während des DEL-Spiels durchführen. Auch das Pinguine-Team wird sich an dieser Aktion beteiligen.

30.12.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Hyun in der koreanischen Botschaft

Pinguin-Stürmer Martin Hyun nahm am "2. Forum junger Koreaner in Deutschland" in der Botschaft seines Landes teil.

Krefeld. Pinguin-Stürmer Martin Hyun wurde eine besondere Ehre zuteil. Der Angreifer weilte anlässlich des "2. Forum junger Koreaner in Deutschland" in der Koreanischen Botschaft in Berlin. Auf Einladung des Botschafters Young-Min Kwon sowie des Generalkonsuls Yun-Soo Cho sprach Hyun in einer kurzen Rede über sein Leben in Deutschland und seinen Weg zu den Krefeld Pinguinen. Als Gastgeschenk überreichte der Stürmer ein Trikot der Krefeld Pinguine an den Botschafter.

Für das Heimspiel der Krefeld Pinguine im KönigPalast am Donnerstag (19.30 Uhr) gegen die Frankfurt Lions wurden über 4 100 Karten verkauft. Tickets können über den KönigPalast sowie über die bekannten CTS-Vorverkaufsstellen bezogen werden.

29.12.04
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine-Stars spielten mit Fäusten

Bei der 0:4-Niederlage in Augsburg, der dritten in Folge, kassierten Selivanov und Herperger Spieldauerstrafen, Wright eine Matchstrafe.

Augsburg. An Niederlagen im Augsburger Curt-Frentzel-Stadion sind die Krefeld Pinguine gewöhnt. Was sich aber am Dienstag beim 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)-Erfolg der Panther abspielte, löste bei den rund 50 mitgereisten Krefelder Fans Kopfschütteln und später Entsetzen aus. Das Team von Trainer Bob Leslie ließ sich über weite Strecken des Spiels vorführen.
Mit Alexander Selivanov und Chris Herperger durften nach einer Schlägerei zwei Führungsspieler der Pinguine fünf Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig duschen gehen, sie werden am Donnerstag beim Heimspiel gegen die Frankfurt Lions gesperrt fehlen. Zu allem Übel kassierte Abwehrspieler Shayne Wright im Schlussabschnitt nach einer Prügelei mit Robert Busch eine Matchstrafe und dürfte damit voraussichtlich sogar zwei Spiele fehlen.

Es gingen zwar stets auch Augsburger Spieler mit vom Eis: Ronny Arendt, Steve Bancroft und Rob Busch, aber das kann kein Trost sein. Immerhin hat Trainer Leslie jetzt Not, morgen gegen den Deutschen Meister ein Team mit Erfolgsaussichten aufzustellen.

Dabei hätten die Pinguine wissen sollen, dass der Berliner Schiedsrichter Heiko Dahle hart durchgreift, hatte er Chris Herperger Ende Oktober in Köln schon einmal mit Matchstrafe vom Eis geschickt.

Die personelle Dezimierung mag für die nächsten Spiele Folgen haben, an der verdienten Niederlage der Pinguine ändert dies nichts. Bis auf den erneut sicheren Torhüter Robert Müller spielte das gesamte Team schwach und ohne Biss.

Hatte man gegen Köln zuletzt noch ausreichend Chance, um ein Spiel zu entscheiden, so fehlte es diesmal auch an den Tor-Möglichkeite. Die Abwehr war meist offen wie ein Scheunentor und verließ sich zu sehr auf die Fangkünste von Robert Müller. Der war schuldlos an allen vier Toren der Panther.

Die beiden ersten Treffer durch Francois Fortier (19.) und Manuael Kofler (29.) fielen bei fünf gegen fünf Spieler auf dem Eis, der dritte Panther-Treffer durch Shawn Carter (30.) sogar bei Augsburger Unterzahl und lediglich das vierte Tor durch Rick Girard (45.) erzielten die Augsburger bei eigener Überzahl.

Lediglich im ersten Abschnitt hatten auch die Pinguine gute Einschussmöglichkeiten, doch da zeigte sich Augsburgs Torhüter Jean-Francois Labbe als Mann mit Klasse.

Pinguine-Trainer Bob Leslie kommentierte: "Der Sieg ist verdient. Über die Strafen möchte ich mich nicht äußern." Franz Fritzmeier, Sportlicher Leiter: "Die Strafe für Wright war in Ordnung. Bei Selivanov und vor allem bei Herperger hätten es auch zweimal zwei Minuten getan." Chris Herperger meinte: "Ich wollte Selivanov nur helfen."

STATISTIK
Augsburg Panther - Krefeld Pinguine 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)
Krefeld Pinguine: Müller Preissing/Wright, Kunce/Kurtz, Lehoux/Dyck, Dück; Brule/Herperger/Selivanov, Guillet/King/Grygiel, Slivchenko/Ziesche/Schnitzer, Schröder/Gosdeck
Tore:
1:0 (18:59) Fortier (Pudlick/Methot),
2:0 (28:42) Kofler (Miner),
3:0 (29:47) Carter (Moeser),
4:0 (44:03) Girard (Rekis)
Zuschauer: 3 732
Schiedsrichter: Dahle (Berlin)
Strafzeiten: Augsburg 31 plus jeweils Spieldauer; für Bancroft, Arendt und Busch, Krefeld 27 plus jeweils Spieldauer; für Seliwanow, Herperger plus Matchstrafe Wright

29.12.04
Krefeld Pinguine

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2004


KönigPalast ein Zuschauer-Magnet

7868 die vier Zahlen sorgen zum Jahresausklang für heitere Mienen bei den Verantwortlichen der Krefeld Pinguine. 7548 Zuschauer kamen zur Premiere gegen die Eisbären Berlin in den KönigPalast, 8188 Besucher waren es am 2. Weihnachtstag gegen die Kölner Haie im Schnitt sind das 7868 Besucher, die die Kasse haben klingeln lassen.

Krefeld. Nun weiß auch Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer, dass die vierstellige Zahlenfolge nicht mehr allzu lange von der Ziffer sieben angeführt werden wird. Nach dem Gastspiel des Deutschen Meisters, den Frankfurt Lions (30.12.), stellen sich auch Gegner mit weit weniger Zugkraft auf den Zuschauer im KönigPalast vor: die Wölfe Wolfsburg (4.1.) oder die Hannover Scorpions (7.1.) etwa. Danach wird sich zeigen, wie lange sich der Zuschauer über den Neuigkeitsgehalt des KönigPalastes ans Eishockey binden lässt.
In der Rheinlandhalle waren nur rund 2700 Besucher im Schnitt zu den Spielen der Pinguine gekommen. Das waren weit weniger als die 3500 Besucher, von denen der Klub erhofft hatte, dass sie ihren Anteil zum Saisonetat beisteuern würden. Das Minus in der Kasse aus der ersten Saisonhälfte ist also beträchtlich gut 200 000 Euro.

Das gilt es auszugleichen. Die einfache mathematische Formel lautet: Der KönigPalast muss doppelt so viele Zuschauer anziehen, wie es die Rheinlandhalle zuletzt konnte. Statt 2700 müssen es 5400 Besucher sein. Da im KönigPalast die Kosten für die Pinguine höher sind als in der Rheinlandhalle (u.a. Miete, Ordnungsdienst), benötigt die GmbH die Einnahmen von durchschnittlich 4500 Besuchern im KönigPalast, um die im Etat angesetzten Zahlen erfüllen zu können. Die Seidenweberhaus GmbH als Betreiber der Arena ist erst finanziell an den Zuschauereinnahmen beteiligt, wenn sie über der kalkulierten Marke von 4 500 Besuchern liegt. Ist das der Fall, steigt der finanzielle Anteil des Betreibers mit zunehmender Zahl der Zuschauer.

Momentan verhandeln die Pinguine mit der Seidenweberhaus GmbH darüber, ob der KönigPalast auch ständige Trainingsstätte sein wird aus sportlichen Gründen durchaus sinnvoll, wenn es sich denn rechnet.

28.12.04
Von Stephan Esser
Krefeld Pinguine

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2004


Film "Eiszeiten" zweiter Teil

Nach dem Erfolg der Filmdokumentation "Eiszeiten 1936-1978" arbeitet Stephan Kraus am zweiten Teil der Krefelder Eishockeygeschichte von 1978 bis zum Abschiedspiel der Rheinlandhalle vor einigen Wochen.

Krefeld. Filmmaterial der großen Erfolge des KEV, wie den Wideraufstieg 1991 oder die Deutsche Meisterschaft 2003, erhält Kraus von Premiere und dem WDR. Gesucht werden auch Privatvideos und Fotos, die das Geschehen neben der Eisfläche dokumentieren. Kraus: "Interessant sind Aufnahmen, die von den kleinen Geschichten nebenher erzählen. Ob Fanreise zum Auswärtsspiel, KEV-Weihnachtsfeier, oder Camping vor dem Vorverkaufsschalter.
Die Geschehnisse am Rande der Eisfläche sind es, die den Eishockeysport zum gesellschaftlichen Ereignis in Krefeld gemacht haben und auch davon möchte ich erzählen."

Kontakt per E-mail:
KEV@radioviktoria.de.

29.12.04
Krefeld Pinguine

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2004


Grygiel rückt zu King und Guillet

Mit der Umstellung in der zweiten Sturmreihe will Pinguine-Trainer Bob Leslie heute bei den Augsburger Panther mehr Durchschlagskraft im Angriff sehen.

Krefeld. Play-off-Platz sichern: Das ist derzeit die wichtigste Aufgabe der Krefeld Pinguine. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn heute muss das Team von Trainer Bob Leslie bei den angeschlagenen Panthern in Augsburg (19.30 Uhr) antreten, und am Donnerstag (19.30 Uhr) kommen die Frankfurt Lions in den KönigPalast. Der Deutsche Meister dürfte trotz seiner 3:4-Niederlage nach Penaltys am Sonntag in Berlin ein ähnlich dicker Brocken wie die Kölner Haie sein.
Eine wichtige Voraussetzung, die beiden Spiele zum Jahresausklang erfolgreich abschließen zu können, ist, dass Trainer Leslie sei Team, dem derzeit der letzte Biss und die Aggressivität zum Erfolg fehlt, entsprechend puschen kann. Gegen Köln waren es in vielen Situationen nur Kleinigkeiten, die ausschlaggebend für den Kölner Erfolg waren. Ähnlich verhielt es sich bei der 1:3-Niederlage in Düsseldorf.

Leslie reagiert darauf mit einer Umstellung. heute in Augsburg stürmt neben Scott King und Robert Guillet der junge Adrian Grygiel, der mehr "Dampf" in den zweiten Sturm bringen soll. Vadim Slivchenko, optisch zwar oft gefällig, aber nicht effektiv genug, hatte zu wenig Durchsetzungsvermögen. Verzichten müssen die Pinguine weiterhin auf den schnellen und dynamischen Ivo Jan, der gestern das Training erneut abbrechen musste, weil er eine Gehirnerschütterung immer noch nicht ganz auskuriert hat, und Kopfschmerzen bekam. Fehlen wird auch Rainer Köttstorfer wegen einer fiebrigen Grippe.

"22 Schüsse und nur ein Tor aus dem Spiel heraus, das ist zu wenig", sieht Leslie in der unzureichenden Chancenverwertung einen Grund für die beiden letzten Niederlagen. Auch hier müssen sich Robert Guillet und Scott King angesprochen fühlen, denn sie sind seit November ohne Torerfolg.

Augsburg hatte einen ausgezeichneten Saisonstart, zeigte aber in den letzten Spielen deutliche Schwächen. Am Sonntag kam das Team beim Spitzenreiter Nürnberg mit 2:9 unter die Räder, auch ihr letzten Heimspiele 4:6 gegen Mannheim und 3:4 gegen Ingolstadt verloren die Panther und büßten den Play-off-Platz ein. Um den Anschluss in der Tabelle nicht zu verlieren, ist ein Sieg gegen die Pinguine erforderlich. Die erste Partie im Curt-Frentzel-Stadion hatte Augsburg im September mit 5:1 für sich entschieden.

28.12.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Haie nutzten Lehouxs Strafzeit zum Doppelschlag

Die Pinguine unterlagen auch im zweiten Rhein-Derby innerhalb von vier Tagen. Beim 2:4 im ausverkauften KönigPalast waren die Kölner das bessere Team.

Krefeld. Das war kein schönes Weihnachtsfest für die Krefeld Pinguine. Nachdem sie einen Tag vor Heiligabend in Düsseldorf bei den DEG Metro Stars eine 1:3-Niederlage hatten kassieren müssen, verloren sie auch gestern im zweiten rheinischen Duell gegen die Kölner Haie mit 2:4 (0:1, 1:2, 1:1)-Toren. Und das vor 8 188 Zuschauern, womit der KönigPalast seit seiner Eröffnung Anfang Dezember erstmals ausverkauft war. Es war eine verdiente Niederlage, denn die Kölner spielten cleverer, schneller und zielstrebiger. Die Pinguine vergaben die große Möglichkeit, in ihrer neuen Heimstätte für Furore zu sorgen.
Schon im ersten Abschnitt war zu spüren, dass die Mannschaft, ähnlich wie in Düsseldorf, nur schwer ins Spiel kam. Zudem fehlten in vielen Szenen die Harmonie. Und trotzdem hätten die Krefelder in Führung gehen können. Doch Selivanov, Kurtz und Slivchenko vergaben in aussichtsreicher Position. Ein Abwehrfehler der Krefelder nutzte Colin Beardsmore hingegen bei einem Konter konsequent zur Kölner 1:0-Führung (18.).
Im Mittelabschnitt zeigten die Pinguine die besten Szenen. Als Chris Herperger in Überzahl auf 1:1 (25.) verkürzen konnte, stimmte auch plötzlich die Kulisse. Doch die Kölner blieben unbeeindruckt, spielten ihre ganze Cleverness aus, nahmen immer wieder das Tempo aus dem Spiel, um selbst kontern zu können. In der 37. Minute wurden die Pinguine für eine Revanchefoul von Kapitän Guy Lehoux bestraft. Dave McLlwain erzielte in Überzahl das 2:1. Als er mit Hilfe des Krefelders Carsten Gosdeck den Puck zum 3:1 (40.) ins Krefelder Tor bugsierte, schien die Partie entschieden.
Die Pinguine bekamen noch einmal eine Chance, als Alexander Selivanov in aussichtsreichster Position von Mirko Lüdemann von den Beinen geholt wurde, und der Russe den fälligen Penalty sicher zum 2:3 (50.) verwandelte. Doch die Pinguine hatten gestern nicht das Format und auch nicht die Entschlossenheit, um sich gegen die Niederlage noch einmal entscheidend aufzubäumen. Den Schlusspunkt setzte erneut Colin Beardsmore mit dem 4:2 (55.).
Jetzt müssen die Pinguine an einem versöhnlichen Jahresabschluss arbeiten in den beiden noch ausstehenden Spielen, am Dienstag in Augsburg und Donnerstag gegen Frankfurt.

STATISTIK
Krefeld Pinguine - Kölner Haie 2:4 (0:1, 1:2, 1:1)

Krefeld Pinguine: Müller - Preissing/Wright, Kunce/Kurtz, Lehoux/Dyck, Köttstorfer/Hyun; Guillet/King/Slivchenko, Brule/Herperger/Selivanov, Grygiel/Ziesche/Schnitzer, Schröder/Gosdeck/Dück
Tore:
0:1 (17:22) Beardsmore,
1:1 (24:25) Herperger (Selivanov/Brule),
1:2 (36:10) McLlwain (Julien),
1:3 (39:19) McLlwain (Beardsmore),
2:3 (49:58) Selivanov (Penalty),
2:4 (54:37) Beardsmore (McLlwain)
Zuschauer: 8 188 Schiedsrichter: Langer (Zweibrücken)
Strafzeiten: Krefeld 12 plus 10 Disziplinarstrafe Schröder, Köln 14

STIMMEN

Das Bild sprach Bände. Nach dem Einlaufen der Spieler sank der überdimensionale Pinguine ganz langsam zusammen, als hätten ihm die gerade auf das Eis gekommenen Kölner die Luft raus gelassen - was sich danach wohl auch auf dem Eis abspielte. In der Nachbetrachtung allerdings sah man deutlich, dass Pinguine-Trainer Bob Leslie kräftig die Luft anhielt. Denn auch ihm ist sicher nicht verborgen geblieben, dass die Niederlagen in den beiden rheinischen Derbys gegen Mannschaften erfolgten, die das entscheidende bisschen härter kämpften.

So wie es Köln-Trainer Hans Zach formulierte: "Wir waren bissiger und hungriger im Zweikampf." Er lobte allerdings genauso wie Leslie die Leistung von Haie-Torhüter Rogles, der so Leslie, "überragend gehalten hat". Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften sei nicht groß gewesen, meinte Leslie. Man habe in den beiden Spielen zu wenig Tore geschossen. Nur einmal rutschte ihm die Sicht der Dinge heraus, die er eigentlich verschweigen wollte: "Im zweiten Drittel waren wir es selber schuld, und haben auch eine dumme Strafzeit kassiert." Weiter wollte er aber nicht auf die wahrscheinlich spielentscheidende Szene mit dem unnötigen Foul von Kapitän Guy Lehoux eingehen.

27.12.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine wachten viel zu spät auf

Schöne Bescherung: Die 1:3-Schlappe bei der DEG passte den Gästen überhaupt nicht in den Kram.

Düsseldorf. "Ja ist den heut` schon Weihnachten?", freuten sich die Spieler und Fans der DEG Metro Stars gestern Abend nach dem 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)-Erfolg über die Krefeld Pinguine. Ein verdienter Sieg der Gastgeber vor 6 056 Zuschauern, weil Düsseldorf mit Herz spielte und viel Kampfgeist investierte. Derweil die Krefeld Pinguine viel zu spät aufwachten und dagegen hielten.
Das Team von Trainer Bob Leslie hatte wohl gedacht, es könnte nach den beiden Erfolgen gegen Berlin und Nürnberg die Partie an der Brehmstraße im Schongang gewinnen. Von wegen: Denn das kleine, dezimierte Team der Metro Stars spielte bei nur 16 Feldspielern mit großer Leidenschaft und mit letztem Einsatz. Krefelds Sportleiter Franz Fritzmeier hatte im Vorfeld richtig gemutmaßt, als er prophezeite: "Die werden sich den A.... aufreißen." Taten die Düsseldorfer dann auch, während etliche Krefelder Spieler sich gefallen lassen müssen, dass sie nicht ihr volles Leistungspotential abgerufen haben. Das war die Enttäuschung des Abends.

Dazu gehört vor allem die Angriffsreihe mit Scott King, Rob Guillet und Vladim Slivchenko, die weit unter ihrer Form blieb. Man kann sich im übrigen nicht oft genug wiederholen: Robert Müller ist derzeit der mit Abstand beste und konstanteste Krefelder Akteur. Er blieb auch in vielen brenzligen Situationen Herr der Lage und war schuldlos an den beiden Gegentreffern. Beim dritten Tor der Düsseldorfer, das 24 Sekunden vor Spielende fiel, war er für einen sechsten Feldspieler auf die Bank gefahren.

Schon nach zehn Spielminuten sahen viele Krefelder Anhänger es waren rund 1500 an der Brehmstraße das Unheil auf ihre Mannschaft zukommen, denn sie spielte viel zu verhalten und setzte den Mannen von DEG-Trainer Butch Goring nicht genug Power und Einsatz entgegen. In der 16. Minute klingelte es dann auch folgerichtig im Krefelder Tor, als Tommy Jakobsen bei Überzahl abzog. Im Mittelabschnitt wachte zumindest ein Teil der Krefelder Mannschaft auf, kämpfte sich ins Spiel zurück, aber das reichte nicht, um die wie entfesselt kämpfenden Gastgeber in Schach zu halten. Martin Ulrich besorgte nach Vorarbeit von Herr das 2:0 (37).

Hoffnung keimte bei den Krefeldern auf, als Steve Brule bereits nach 24 Sekunden des Schlussdrittels den Anschlusstreffer markierte. Doch die DEG verteidigte mit Mann und Maus und einem guten Torhüter, namens Alexander Jung, den Vorsprung, baute ihn schließlich noch aus. 24 Sekunden vor dem Abpfiff fiel das 3:1. Die endgültige Entscheidung.

STATISTIK
DEG Metro Stars - Krefeld Pinguine 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)

Krefeld Pinguine: Müller -Preissing/Wright, Kunce/Kurtz, Lehoux/Dyck, Köttstorfer/Hyun; Guillet/King/Slivchenko, Brule/Herperger/Selivanov, Grygiel/Ziesche/Schnitzer, Schröder/Gosdeck/Dück
Tore:
1:0 (16:27) Jakobsen,
2:0 (36:05) Ulrich,
2:1 (40:24) Brule (Selivanov),
3:1 (59:36) Herr
Zuschauer: 6 056
Schiedsrichter: Frank Awizus (Berlin)
Strafzeiten: DEG 8, Krefeld Pinguine 18

STIMMEN ZUM SPIEL

Er ließ keinen Zweifel offen: "Das ist ein ganz, ganz besonderes Spiel für mich, gegen meine alte Mannschaft, mit der ich Meister geworden bin. Wenn man da nicht ganz besonders motiviert ist, dann hat man kein Herz", sagte Krefelds Meistermacher Butch Goring, der nun bei der Düsseldorfer EG an der Bande steht, vor der Partie. Während des Spiels war dem Kanadier deutlich anzumerken, dass er "unter Dampf" stand. Wollte man ihn in den letzten Minuten in der Partie beschreiben, dann trifft das Bild, des an seinem Käfiggitter hinund her schleichenden Tigers, wohl am besten.
Vor dem Spiel hatten die Krefelder Fans noch ein Transparent hochgehalten: Butch, so eine Sch.... hast du nicht verdient. Und spielten auf die sportliche Pleitenserie der Düsseldorfer an. Sein Gegenüber, Krefelds Bob Leslie, sah das ganze viel nüchterner: "Butch war hoch motiviert, aber er hat ja nicht gespielt." Man gewänne eben kein Spiel, wenn man auswärts nur ein Tor schießt. Kritik an mangelndem letzten Einsatz seines Teams wies er zurück. – Schon am zweiten Weihnachtstag können die Krefelder im zweiten rheinischen Derby die Scharte im heimischen KönigPalast wieder auswetzen.

24.12.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Krefeld hängt die Metro Stars ab

Vor dem heutigen Spiel bei der DEG gelten die Pinguine als Play-off-Kandidat, der auf ein funktionierendes Umfeld bauen kann.

Mannschaft: Nach Schwächephase gleich zu Saisonstart nun auf Play-off-Kurs. Obwohl nicht sehr ausgeglichen besetzt und mit "konzeptionellen Löchern" in der Team-Zusammenstellung (beispielsweise läuferisch und spielerisch nur durchschnittliche Verteidiger) erstaunlich homogen. So mutierte Stürmerstar Alexander Selivanov vom Einzelkämpfer zum Führungsspieler.
Trainer: Bob Leslie ist ein Vertreter der leisen Welle. Hat die Mannschaft so stabilisiert, dass sie ihr Potential als ernsthafter Kandidaten für Play-off-Ränge ausschöpft.

Management: Sportleiter Franz Fritzmeier, ohne Liga-Erfahrung zu Saisonbeginn gekommen, hat nach seiner Siegesserie als Interimscoach bei den Fans "einen Stein im Brett". Die Nagelprobe als Sportchef steht aber noch aus: das Zusammenstellen einer neuen Mannschaft. Wirtschaftlich trägt Geschäftsführer Wolfgang Schäfer offiziell die Verantwortung. Er muss die Kosten von rund 3,5 Millionen Euro Stand Saisonbeginn, zuzüglich eine Trainer-Abfindung (für Kurzzeit-Coach Mario Simioni) und mit Vadim Slivchenko beziehungsweise Tom Preissing zwei neue Spieler decken.

Arena: Anfang Dezember wurde der KönigPalast (Baukosten rund 30 Millionen Euro, Kapazität beim Eishockey: 8100 Zuschauer) eingeweiht. Zum ersten Pflichtspiel gegen Berlin am letzten Freitag kamen mit fast 8000 mehr Fans, als zuvor in drei "normalen" Ligaspielen zusammen. Allerdings: Der Reiz des Neuen muss lange wirken, denn für die noch ausstehenden zwölf Spiele im KönigPalast müssen die Pinguine einen Schnitt von mindestens 4500 Zuschauer erreichen.

Zuschauer: Für die Pinguine hätte der KönigPalast nicht auch nur einen Monat später kommen dürfen. Denn nach verpatztem Saisonstart dümpelten die Zuschauerzahlen in der Rheinlandhalle trotz verbesserten Leistungen mit rund 2700 weit unterhalb des notwendigen Schnitts von 3500.

Auf bis zu 25 000 Euro "Miese" pro Heimspiel addierte sich laut Generalbevollmächtigtem Wilfrid Fabel der Verlust, offen sprach er noch vor Wochen auch ein Pinguin-Ende durch dieses Ausbluten an. Erst Rheinlandhallen-Abschiedsstimmung und der Reiz des Neuen lockten wieder Fans in Mengen.

Etat: Um die 3,7 Millionen Euro. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt beim KEV derzeit.

Perspektiven: Sportlich hat die jüngste Vertragsverlängerung mit Nationaltorhüter Robert Müller Symbolwert. Er soll Eckpfeiler für das Team der Zukunft sein, aber eben auch in der "Jetztzeit" Garant für das Erreichen der Play-off sein. "Uns fehlen noch 40 Punkte dafür" sagt der Tölzer und will sich nicht auf den bereits gewonnenen 44 Zählern ausruhen. Vor allem nicht gegen die DEG. Denn "wenn die Düsseldorfer heute nicht rennen, wann dann?"

23.12.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

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2004


Leslie: "Team spielt ganz clever"

Dennoch warnt der Pinguine-Trainer vor dem heutigen Rhein-Derby an der Brehmstraße vor den Unwägbarkeiten, die solchen Spielen eigen sei.

Krefeld. "Die werden sich den A . . . aufreißen, um endlich wieder zu punkten", blickt Pinguine-Sportleiter Franz Fritzmeier dem heutigen Rhein-Derby an der Brehmstraße (19.30 Uhr) mit etwas Skepsis entgegen. Die DEG Metro Stars stehen vor einem Schicksals-Wochenende mit den Spielen gegen Krefeld und Sonntag in Iserlohn, bei dem es womöglich um die letzte Chance geht, die Play-offs mit derzeit elf Punkte Rückstand zu erreichen.
Pinguine-Trainer Bob Leslie hat auch ein wenig flaues Gefühl im Magen. "Die Ausfälle von Torhüter Andrej Trefilov und Stürmer Tore Vikingstad sind für uns kein Vorteil. Ich hätte lieber gesehen, dass Trefilov statt Alexander Jung im DEG-Tor steht." Die Frage, ob Pinguine-Meistertrainer Butch Goring als DEG-Coach eine weitere mögliche Schlappe als Trainer der Metro Stars überstehen kann, spielt für die Krefelder keine Rolle. "Wir müssen gewinnen, um unseren Platz zu verteidigen" sagte Torhüter Robert Müller. Ihn kümmern die Personalfragen der Düsseldorfer nicht.

Selbst wenn es im Derby auch um das Schicksal von Butch Goring an der Brehmstraße geht. Auch Leslie ist von der Unruhe bei der DEG unberührt: "Ich habe so viele Derbys gehabt, in Köln, in Österreich und England. Da weiß ich, dass bei diesen Spielen nicht immer der Tabellenstand und die Form entscheidet. In solchen Spielen weiß man nie, was Unwägbares passieren kann." Leslie vertraut auf die mittlerweile gewonnene Stärke und Konstanz.

"Das Team spielt ganz schön clever. Das hat es am letzten Wochenende gegen die Favoriten gezeigt." Leslie kann das Siegerteam von Nürnberg (3:2) auf das Eis an der Brehmstraße schicken, wo es schon beim ersten Vergleich am 19. September einen 3:2-Erfolg der Pinguine gab. "Das 1:7 in Krefeld vom Oktober ist aus den Köpfen", sieht Leslie diesmal seine Mannschaft in die Favoritenrolle gedrängt. Lediglich Ivo Jan fehlt nach der Gehirnerschütterung von einem Check aus dem Spiel gegen Berlin. Deshalb braucht Leslie auch seine Reihen nicht zu ändern, hat in diesen Tagen lediglich ein wenig Feinschliff (Über- und Unterzahl) vorgenommen.

Im übrigen wurde gestern erstmals im KönigPalast trainiert, nachdem das Eis am Dienstag noch zu weich war. Für das zweite Derby am 2. Weihnachtstag gegen die Kölner Haie (18.30 Uhr) deutet der Vorverkauf auf eine ausverkaufte Halle. Noch rund 1200 Tickets verschiedener Kategorien sind im KönigPalast, wo der Vorverkauf läuft, erhältlich.

Vertrag mit Trainer Simioni aufgelöst

Die unglückliche Liäson zwischen den Pinguinen und Ex-Trainer Mario Simioni ist beendet. Beide Seiten haben sich auf eine Auflösung des Vertrags verständigt. Simioni, der nach schwachem Saisonstart beurlaubt wurde, kehrt zurück nach Dänemark und soll wieder in Odense anheuern.

23.12.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Hyun spielt Weihnachtsmann


In der Kinderkrebsstation des Krefelder Klinikums spielt Pinguine-Stürmer Martin Hyun am Freitag den Weihnachtsmann.

Krefeld. Pinguine-Stürmer Martin Hyun spielt Weihnachtsmann. Gemeinsam mit Schwimm-Star und Olympia-Teilnehmerin Anne Poleska und Pinguin-Maskottchen "Kevin" wird Hyun morgen um 9 Uhr der Kinderkrebsstation des Krefelder Klinikums einen Besuch abstatten.
Die Besucher haben natürlich zahlreiche Geschenke für die Kleinen dabei. "Die Kinder dürfen nicht nach Hause, daher gehen wir dort hin, um Ihnen Weihnachten ein wenig zu verschönern", erklärte Martin Hyun, der als Geschenk kleine Pinguin-Plüschtiere eingepackt hat.

23.12.04
Krefeld Pinguine

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2004


Derby-Fieber

Krefeld. Wer am 2. Weihnachtstag beim rheinische Derby zwischen den Krefeld Pinguinen und den Kölner Haien (18.30 Uhr) im KönigPalast dabei sein will, muss sich sputen. Gestern gab es laut KönigPalast noch 1 400 Tickets. Verkauft werden Karten am Mittwoch und Donnerstag (13-18 Uhr) an den Kassen des KönigPalastes. Die Geschäftsstelle der Pinguine hat derzeit keinen Kartenverkauf.

22.12.04
Krefeld Pinguine

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2004


Sensations-Sieg an der Noris

Das war der Eishockey-Knaller des Wochenendes: Die Pinguine gewannen in der Nürnberg-Arena gegen die Ice Tigers mit 3:2. Am Donnerstag geht es zur DEG.

Nürnberg. Die Sensation des 28. Spieltages gab es in Nürnberg, wo die Krefeld Pinguine den Tabellenführer und hohen Favoriten gestern mit 3:2 (1:1, 0:1, 2:0) besiegten. Damit fuhr der KEV zum zweiten Mal an einem Wochenende sechs Punkte ein und setzte sich mit dem siebten Platz in den Play-off-Rängen fest. Der wieder einmal glänzende und nahezu fehlerfreie Robert Müller im Tor und eine Abwehr, die nicht nur vor dem Pinguine-Kasten aufräumte, sondern auch durch Guy Lehoux (20.) und Shayne Wright (46.) zwei Treffern erzielte das waren die Trumpf-Asse. Bevor Scott King mit dem dritten Treffer in der 50. Minute den Sieg sicherte.
Nach einem kräftezehrenden 2:1-Sieg vom Freitag im KönigPalast gegen Berlin hatte kaum einer den Pinguinen bei den zuletzt so souveränen Franken einen Erfolg zugetraut. Zudem war die 1:8-Schlappe aus der ersten Begegnung vom 1. Oktober noch in Erinnerung. Doch die Krefelder Akteure hatten diese bisher höchste Saison-Niederlage offensichtlich verdrängt und überließen den Ice Tigers nur im ersten Abschnitt und in den Schlussminuten die Eis-Hoheit vor 4116 Zuschauern. Und noch eine Überraschung lieferte das Team von Trainer Bob Leslie. Es zeigte sich bei Unterzahl diesmal stabil und sicher. So konnten die Nürnberger nur einmal eine 5:3-Überzahl nutzen, als sie durch Yan Stastny in der 13. Minute das 1:0 erzielten. Zwei weitere Dezimierungen mit nur drei Feldspielern überstanden die Krefelder auch dank der Glanzparaden von Robert Müller.

Der Mittelabschnitt, ansonsten das stärkste Drittel der Krefelder, blieb diesmal torlos. Als Tomas Martinec die Ice Tigers in der 34. Minute mit 2:1 in Führung brachte, schien für die Franken alles nach Plan zu laufen. Zumal die Pinguine Glück hatten, als eine Attacke von Carsten Gosdeck mit Verletzungsfolge ohne Strafe blieb und auch der Faustkampf zwischen dem Nürnberger Martinec und dem Krefelder Lehoux nicht wie erwartet für beide unter der Dusche endete, sondern nur mit je zehn Minuten Disziplinarstrafe belegt wurde. Schiedsrichter Christian Oswald aus Bad Wörishofen war danach der Buhmann für die Fans.

Im Schlussabschnitt setzten die Pinguine dann die Akzente. Nachdem Shayne Wright den Ausgleich erzielt hatte, ließ Scott King die rund 30 mitgereisten Krefelder Fans mit dem Siegtreffer jubeln. 28 Sekunden vor Spielende stockte ihnen ein weiteres Mal der Atem, als Rob Guillet alleine auf das leere Nürnberger Tor zulief, und nur den Pfosten traf. Aber die Krefelder haben ja ihren Robert Müller, denn der war zehn Sekunden vor Spielende zur Stelle, als Martinec noch einmal abzog und den Nürnberger Zuschauerm der Torschrei im Halse stecken.

STATISTIK
Nürnberg Ice Tigers - Krefeld Pinguine 2:3 (1:1, 1:0, 0:2)

Krefeld Pinguine: Müller - Preissing/Wright, Kunce/Kurtz, Lehoux/Dyck, Köttstorfer/Hyun; Brule/Herperger/Selivanov, Guillet/King/Slivchenko, Schnitzer/Ziesche/Grygiel, Dück/Gosdeck/Schröder
Tore:
1:0 (12:44) Stastny,
1:1 (19.36) Lehoux (Guillet/King) ,
2:1 (33:08) Martinec,
2:2 (45:51) Wright (Slivchenko/King),
2:3 (4916) King (Slivchenko/Guillet).
Zuschauer: 4116
Strafminuten: Nürnberg Ice Tigers 10 + 10 für Martinec, Krefeld Pinguine 24 + 10 für Lehoux

20.12.04
Von Patrik Walther
Krefeld Pinguine

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2004


Robert Müller verlängert Vertrag bis 2007

Schon vor dem Spiel hatten die Pinguin-Fans die Nachricht des Tages mit tosendem Applaus gefeiert.

Krefeld. Geschäftsführer Wolfgang Schäfer verkündete, dass Nationaltorhüter Robert Müller seinen Vertrag um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2007 verlängert hat. Damit ist das Werben der Kölner Haie um Krefelds Rückhalt für den KEV gut ausgegangen. "Robert Müller ist ein Schlüsselspieler für die Zukunft. Er gehört zu den besten Torhütern Europas und ist gleichzeitig Identifikationsfigur für die Fans", so Sportleiter Franz Fritzmeier.
Auch sein Trainer Bob Leslie fand nach dem Premierenspiel nur lobende Worte für den Schlussmann: "Er war einfach sehr gut. Wir haben heute vielleicht etwas Glück gehabt, aber das hatten wir halt in den letzten Spielen nicht. Es war einfach ein tolles Spiel, in einer fantastischen Halle."

Ein Sonderlob gab es auch für den Doppeltorschützen Chris Herperger. "Ein besonderes Kompliment für seine Leistung gilt auch ihm", sagte Leslie.

19.12.04
Krefeld Pinguine

 

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2004


Premierenfieber im KönigPalast

Heute, 19.30 Uhr, ist es endlich soweit. Für die Pinguine beginnt nun ein neuer Zeitabschnitt.

Krefeld. Premieren-Stimmung bei den Krefeld Pinguinen: Heute ist DEL-Einzug in den KönigPalast. Wenn Schiedsrichter Petr Chvatal um 19.30 Uhr das Spiel der Pinguine gegen die Eisbären Berlin freigibt, dann soll für Krefeld eine neue Eishockey-Ära beginnen.
>Zumindest, was die Zuschauerzahl angeht, wird dies ohne Wenn und Aber zutreffen. Denn der Deutsche Eishockey-Meister von 2003 rechnet mit einer ausverkauften Arena. Und die fasst 8 100 Zuschauer. Bis gestern waren rund 6 500 Tickets abgesetzt, der Rest soll heute über den Ticketservice oder an den Abendkassen verkauft werden.
Wenn dann die Tribünen prall gefüllt sind, soll die "Post abgehen" und die Halle beben. Das wünschen sich jedenfalls Sportdirektor Franz Fritzmeier und Cheftainer Bob Leslie. "Ich hoffe, dass wir in der nächsten Woche dann ganz in den KönigPalast übersiedeln können", sagt Fritzmeier. Noch pendeln die Cracks ständig zwischen Rheinlandhalle und dem Königpalast, weil die Eiszeiten für die Spieler noch nicht endgültig fixiert sind. So gab es bisher erst eine richtige Trainingseinheit auf "königlichem" Eis.

Personell bleibt bei den Pinguinen fast alles beim alten. Lediglich Carsten Gosdeck "grippelt" etwas, alle anderen Akteure wollen heute Abend das erste "Palastfeuer" abbrennen. Bob Leslie: "Ich brauche wenig umzustellen, nur Stefan Schröder rückt wieder ins Team, voraussichtlich in den vierten Sturm. Es gibt lediglich einige kleine, feine Änderungen bei Unterund Überzahl."

Vom Gegner Berlin, in dieser Saison noch nicht die dominierende Mannschaft, hat Leslie den Eindruck, dass er offensiv und aggressiv nach vorne spielt, aber in der Abwehr doch anfällig zu sein scheint. Und das sollen seine Sturmreihen gnadenlos ausnutzen. Auch die Eisbären treten in Bestbesetzung an. Trainer Pierre Page hat Respekt vor den Krefeldern: "Das wird ein ganz heißer Tanz. Der KEV hat schon etlichen Titelanwärtern ein Bein gestellt. Die Mannschaft spielt defensiv und geduldig."

Am Sonntag müssen die Pinguine dann beim souveränen Tabellenführer Nürnberg Ice Tigers antreten. An der Noris gab es beim ersten Gastspiel eine böse 1:8-Schlappe. Die Mannschaft von Greg Poss befindet sich in einer blendenden Verfassung. Empfehlung an alle Pinguine-Fans: Weil es in der organisatorischen Abwicklung noch Probleme gibt, ist es bei der heutigen Premiere gegen die Eisbären ratsam, rechtzeitig zum Spiel anzureisen.

17.12.04
Von Walther Lenders

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2004


Der KönigPalast ruft

Schon 6500 Tickets sind weg: Pinguine rechnen gegen Berlin mit einer randvollen Arena.

Krefeld. Riesen-Interesse für den DEL-Auftakt im KönigPalast. "Ich rechne mit einer ausverkauften Arena", gibt sich Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer zuversichtlich. Das erste Punktespiel im Palast zwischen den Krefeld Pinguinen und den Eisbären aus Berlin (morgen, 18.30 Uhr) ist gefragter denn je, ja, löst eine neue Eishockey-Euphorie aus. Rund 6500 Tickets 8100 gehen rein waren bis gestern verkauft. Der Vorverkauf an der Pinguine-Geschäftsstelle im KönigPalast läuft und läuft und läuft.
Die preiswerteren Sitzplatzkarten und Familienkarten waren gestern Nachmittag restlos ausverkauft, Stehplätze und die oberen Preis-Kategorien im Sitzplatzbereich sind hingegen noch zu haben. Auch Karten für die beiden nächsten Heimspiele am 26. Dezember (2. Weihnachtstag) gegen die Kölner Haie und am 30. Dezember gegen den Deutschen Meister Frankfurt Lions werden allmählich rar. Dabei hatte es im Vorfeld einige Probleme im Ticket-System gegeben. "Das war keine Schuld der Pinguine, aber wir arbeiten daran, dass bald künftig alles reibungslos läuft", erklärte Schäfer. So musste die Pinguine-Geschäftsstelle, worüber der Großteil der Karten abgesetzt wurde, Sonderschichten fahren.

Heute wird sicherlich auch der Karten-Restbestand weitgehend über die Theke gehen, so dass voraussichtlich nicht mehr viele Tickets an die Abendkasse kommen. Die Berliner haben das morgige Spiel als Fan-Jahrestour auserkoren und wollen mit rund 1000 Zuschauern anreisen. Sportlich können die Pinguine dem Match zuversichtlich entgegen sehen. Carsten Gosdeck plagt sich mit einer Grippe, will aber gleichwohl einen Einsatz wagen.

Nach seiner Leistenverletzung ist auch Stefan Schröder wieder im Training. Ansonsten absolviert der Kader heute Vormittag komplett das Abschlusstraining im KönigPalast.

16.12.04
Von Walther Lenders

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2004


Platz neun ist für Leslie eine Herausforderung

Der Pinguine Schwäche auf der Zielgeraden. Ärgerlich, doch die Führungscrew des DEL-Clubs schaut zuversichtlich nach vorn.

Krefeld. Wie ärgerlich! Innerhalb von 16 Sekunden haben die Krefeld Pinguine in ihren beiden letzten DEL-Auswärtsspielen insgesamt vier Zähler verschenkt. Drei Sekunden fehlten beim Stande von 3:3 in Hamburg am Unentschieden und damit am Penaltyschießen. 13 Sekunden waren es auch in Wolfsburg bei einer 4:3-Führung bis zur Schlusssirene. Vier Zähler waren also möglich, letztendlich gab es nur einen. Play-Off-Platz ist in Reichweite, aber es war mehr drin. Sportdirektor Franz Fritzmeier bekennt: "Wir sind trotzdem nicht unzufrieden. Nach dem holprigen Saisonstart und dem mäßigen Beginn hat die Mannschaft gut aufgeholt und sich zwischendurch auch schon ordentlich positioniert."
Der erfahrene Eishockey-Experte weiß auch: "Der Kampf um den Play-off-Strich für die Endrunde ist brutal. Wir sind dran, aber im Augenblick nicht drin." Für die Niederlagen sieht er im Augenblick ein "falsches Strickmuster". "Zuerst geraten wir in Rückstand, lassen uns überrumpeln, dann kommt in der Mitte eine gute Aufholjagd und sogar die Führung, doch danach sind wir auswärts nicht abgeklärt und vielleicht auch noch nicht stark genug, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. An dieser Schwäche müssen wir arbeiten." Fritzmeier weiter: "Im eigenen Stadion gelingt dies zum Glück, deshalb sind wir auch dran an den Play-off-Plätzen."

Für Trainer Bob Leslie, der gestern zu seiner erkrankten Frau in die Schweiz musste, ist die Ausgangsposition eine Herausforderung. "Wir richten den Blick nach oben und wollen uns auch so schnell wie möglich wieder in die Play-off-Ränge bringen. Dafür müssen wir jetzt hart arbeiten." Blickt man in der Halbzeit auf die Statistik, so dürfen die Pinguine nicht zufrieden sein. Mit 2834 Zuschauern liegt der Klub auf dem vorletzten Platz beim Besucherschnitt.

Nur Wolfsburg mit seiner kleinen Halle hat weniger Resonanz. Und jetzt, da es in den KönigPalast geht, gibt es vor den ersten Heimspielen Ärger ob des noch nicht optimal funktioniernen Ticket-Systems. Deshalb darf man gespannt sein, wie sich die "neue Eishockey-Euphorie" auswirkt. Wird trotz aller "Wirren" die Hütte bei den drei Heimspielen 2004 gegen Eisbären Berlin (17. Dezember), Kölner Haie (26.) und Frankfurt Lions (30.) gar voll?

Blickt man in die Statistik, dann sieht es nicht besonders gut bei Überund Unterzahl aus. Bei Überzahl kommen die Pinguine noch auf den zehnten Platz, bei Unterzahl sind sie hinter Kassel zweitschwächstes Team der Liga. Bester Torschütze ist Alexander Selivanov mit 12 Treffern, mit 26 Punkten auch bester Scorer.

13.12.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Grizzlys machen Pinguinen Angst

Doch das schreckt das Team von Bob Lesley nicht ab. Der KEV will am Freitag Abend in Wolfsburg gewinnen und dann vor 8000 Fans im KönigPalast spielen.

Krefeld. Grizzlys sind gewaltige, Furcht einflößende Bären, die mit ihren Pranken heftig zuschlagen können. Die Grizzly Adams aus Wolfsburg haben dies in der letzten Woche erbarmungslos getan, als sie nach einer äußerst knappen 1:2-Niederlage in Köln bei den Eisbären Berlin mit 4:2 die Punkte entführten, und anschließend Augsburg in der Autostadt mit 5:4 besiegten. Am Freitag nun will der kecke DEL-Aufsteiger die Krefeld Pinguine (19.30 Uhr) als weiteren "Leckerbissen" vernaschen.
"Aber ohne uns, die Punkte nehmen wir aus Wolfsburg mit", gibt sich sportlicher Leiter Franz Fritzmeier zuversichtlich. "Wir sind vorgewarnt, aber wir werden unsere eigenen Stärken ausspielen", hat Trainer Bob Leslie den unerwartet starken Liganeuling gründlich studiert und wird seine Mannschaft entsprechend einstellen.

"Sie sind in Topform, aber auch wir auch in guter Verfassung", erhofft er sich ein leichtes Übergewicht seiner Pinguine, die bis auf den weiter an der Leiste verletzten Stefan Schröder in Bestbesetzung antreten können.

Den Optimismus begründet der Pinguine-Coach auch mit drei Top-Angriffsreihen, die er ins Rennen schicken kann. Neben der Paradeformation mit Chris Herperger, Alexander Selivanov und Steve Brule, hat er noch die Powerreihe mit dem schnellen Ivo Jan, dem kräftigen Steffen Ziesche und dem neuen, jungen Torjäger Adrian Grygiel anzubieten.

Da muss sich die Formation mit Scott King, Vadim Slivchenko und Rob Guillet schon anstrengen, wenn sie mithalten will. Und als Entlastung kommen dann Carsten Gosdeck, Florian Schnitzer und Alexander Dück aufs Eis. Die Abwehrpärchen bleiben wie zuletzt zusammen.

Bei den Gastgebern, die nach den Erfolgen in den letzten Spielen mit einer ausverkauften Halle 2700 gehen in den alten Eispalast rechnen, ist der NHL-erfahrene Slowake Ivan Ciernik, der schon 14 Treffer und 24 Scorerpunkte auf seinem Konto hat, der Star des Ensembles. Aber auch der US-Boy Ladislav Karabin ist mit acht Treffern und 13 Vorlagen in guter Verfassung.

Auf die Treffsicherheit des Tschechen Jan Zurek (neun Tore) ist ebenfalls Verlass. Aber die Grizzlys verlassen sich nicht nur auf die Torjäger, sondern zeigten zuletzt viel Homogenität und Kampfkraft. Und schließlich haben sie bereits 18 Auswärtspunkte eingefahren, darunter Siege in Berlin, Düsseldorf und Ingolstadt. In der Rheinlandhalle verloren sie allerdings die erste Begegnung gegen die Pinguine glatt mit 1:6-Toren.

Für die Pinguine dürfte sich bei gutem Abschneiden am Freitag in Wolfsburg der erste DEL-Auftritt im neuen KönigPalast am kommenden Freitag gegen die Berliner Eisbären schon bezahlt machen. Gut möglich, dass die Arena ausverkauft sein wird.

10.12.04
Von Walther Lenders

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2004


Erster Sirtaki und Karels Soloeinlage

Vereint und bester Laune nach einer rundum gelungenen sportlichen Eröffnung des KönigPalastes mit über drei Stunden kurzweiliger Unterhaltung tanzten die Pinguine und die KEV-All-Stars den ersten Sirtaki in der neuen Eishockey-Sportstätte der Stadt.

Krefeld. Und dann forderten die Fans der Nordtribüne ihr Idol Karel Lang noch einmal auf zum Tanz. Der Hexer ließ sich nicht zwei Mal bitten, präsentierte seine Soloeinlage und gönnte den Anhängern ihren Spaß. Mit großem Applaus wurde unter den All Stars neben Lang vor allem auch Johnny Walker von den fast 8 000 Besuchern empfangen. Am 9. Februar 2005 wird Krefeld erstmals seit 1993, dem 5:4-Erfolg gegen die USA, wieder Spielort eines Länderspiels sein. Deutschland spielt gegen Kanada im KönigPalast.

08.12.04
Krefeld Pinguine

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2004


Eishockey-Herzen schlugen höher

Eröffnungsspiel im KönigPalast wurde zu einem denkwürdigen Ereignis. Wehmütige Augenblicke prägten den gestrigen Abend vor fast 8000 Besuchern.

Krefeld. Am 6. Dezember, also gestern um 20.36 Uhr, war es soweit: Der Puck, mit dem die Pinguine die Rheinlandhalle verlassen haben, wurde auf das Eis ihrer neuen Heimstätte, dem KönigPalast geworfen. Verantwortlich für diese erste Eisberührung waren Oberbürgermeister Gregor Kathstede und Hans-Werner Münstermann, Sohn des Rheinlandhallenerbauers Willi Münstermann. Kenner der Historie frotzelten, dass man die "Münstermänner" und die Stadt Krefeld wohl selten in solch trauter Einigkeit erlebt habe.
Doch wie auch alle anderen 7995 Zuschauer beim Eröffnungsspiel des KönigPalastes fand man sich in freudiger Eishockeystimmung an diesem denkwürdigen Nikolaustag zusammen. Schon lange vor dem Anpfiff hatten die schwarz-gelben Fan-Scharen den Palast erkundet und in Besitz genommen. Als Oberbürgermeister Kathstede die "magischen Worte" sprach, tobte gewaltiger Jubel durch das Rund: "Ich übergebe hiermit ganz offiziell den KönigPalast dem Eishockey." Horst Driever, Chef des Hallenbetreibers Seidenweberhaus GmbH, kommentierte einige "Baulücken" im Palast: "Wir sind noch nicht ganz fertig, stolpern Sie bitte nicht über die Handwerker."

Nach dem offiziellen Teil wurde es wehmütig. Nachdem zum ersten Mal die aktuelle PinguinMannschaft durch ihr übergroßes Maskottchen auf das Eis gerufen wurde, schlug das Eishockeyherz langjähriger KEV-Fans höher, als Träger klangvoller Namen wie Johnny Walker, André Kovalev oder die immer noch überaus beliebte "Arbeitsbiene" Sté phane Barin aufs Eis gerufen wurden. Das All-Star-Team ist zwar altersmäßig wohl etwas in die Jahre gekommen, was ihrer Beliebtheit aber keinesfalls Abbruch tut. Alte Meriten rosten nicht.

Zum ersten Mal durften die Eishockey Fans nach 25 Sekunden den Blick vom Eis auf den neuen Videowürfel richten, wo Chris Herperger als Schütze des ersten Pinguintores im KönigPalast genannt wurde. Besonderes Schmankerl: Dank moderner Technik konnte der Fan auch erfahren, dass dieser Treffer nach genau 25 Sekunden und 3/10 Sekunden gefallen ist. In der Folgezeit entwickelte sich ein weniger munteres, nostalgisches Spielchen, bei dem alle Akteure lieber einen extra Kringel für die Galerie riskierten. Einziger "Schwachpunkt" Schiedsrichter Jupp Kompalla, der eine klare Strafzeit für die Pinguine nicht pfiff und von den Fans ausgebuht wurde.

Um 22.26 Uhr ertönte die Schlusssirene . . .

Statistik
Krefeld Pinguine - All Stars 8:8

Pinguine: Müller - Preissing/Wright, Kunce/Kurtz, Lehoux/Dyck, Köttstorfer; Brule/Herperger/Selivanov, Guillet/King/Slivchenko Grygiel/Ziesche/Schnitzer, Hyun/Gosdeck/Dück
All Stars: Lang (Bielke) Rauball/Spry, Micheller/Krahwinkel, Meyer/Brux, v.d. Thillart, Kovalev/Eisenhut/Oswald, Walker/Hartogs/Rymsha, Barin/Ihnacak/Pyka, Reuter.

07.12.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine
 

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2004


Abschiedsgala mit Adler-Rupfen

Im letzten Spiel in der alten Dame Rheinlandhalle siegten die Krefeld Pinguine mit 3:2 gegen Mannheim. Das entscheidende Tor schoss Adrian Grygiel.

Krefeld. Einen schöneren Abschied hätte es für die Krefelder Rheinlandhalle nach 68 Jahren nicht geben können. Mit einem 3:2 (0:2, 3:0, 0:0)-Erfolg über Adler Mannheim verabschiedeten die Krefeld Pinguine die altehrwürdige Halle in den verdienten Ruhestand. Gefeierte Stars in einer sehr guten und kämpferisch starken Mannschaft waren der wieder einmal überragende Torhüter Robert Müller und der am Freitag beste Feldspieler Adrian Grygiel.

Die Eishockeystadt Krefeld präsentierte sich zum Abschied der Rheinlandhalle wieder einmal in bester Verfassung. Mit 6252 Begeisterten Fans war die Halle nahezu ausverkauft, die Stimmung auf den Rängen gigantisch und das Geschehen auf dem Eis spannend wie ein Krimi. Eishockey, was willst du noch mehr? Da kommt trotz der Abschiedsvorstellung von der Rheinlandhalle riesige Freude auf, denn vom 17. Dezember an geht es gegenüber im neuen KönigPalast munter weiter.

Vertrauen haben die Krefelder Fans auch in ihr Team. Als die Mannschaft von Bob Leslie nach dem ersten Drittel mit 0:2 hinten lag, da waren es die Fans, die ihre Pinguine im Mittelabschnitt wieder nach vorne und zum Erfolg peitschten. Vergessen waren die dummen Tore aus dem ersten Drittel. Zunächst profitierten die Adler von einer sehr unglücklichen Situation: Die Scheibe prallte von der Plexiwand zurück auf den Schläger von Jochen Hecht. Danach bescherte ein Abwehrfehler der Krefelder den Gästen in der 10. Minute sogar noch das 2:0.

Mit Adrian Grygiel war es ein Krefelder Eigengewächs, das für die Wende sorgte und die Stimmung auf den Rängen anheizte. Zuerst war Publikumsliebling Alexander Selivanov in der 23. Minute erfolgreich, der einen Schrägschuss beim NHL-Torhüter Christobal Huet unterbringen konnte, dann kamen die zwei glänzenden Auftritte von Adrian Grygiel.
In der 25. Minute bereitete er mit einem glänzenden Slalomlauf durch die Mannheimer Abwehr den Ausgleichstreffer von Justin Kurtz (25.) vor, dann durfte "Addi", wie er liebevoll von seinen Anhängern genannt wird, in der 29. Minute selber jubeln. Geschickt hatte er sich durchgetankt und zog mit einem Schuss aus dem Handgelenk fast von der blauen Linie ab, und Christobal Huet verließ entnervt das Adler-Gehäuse.

Für ihn rückte Steven Passmore in den Kasten. Im Schlussdrittel ein verbissener Kampf beider Mannschaften, die jetzt gut in der Deckung standen.

Über Premiere ließ Krefeld dann die zweijährige Verlängerung der Verträge vom Sportlichen Leiter Franz Fritzmeier und Daniel Kunce um 22 Uhr verkünden. Gesellschafter Wilfrid Fabel plauderte dies vor laufender Kamera aus, was sein Geschäftsführer vorher zum großen Geheimnis gemacht hatte und erst nach dem Spiel verkünden wollte.

04.12.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Abschiedsstimmung und Eishockey pur

Am Freitag steigt das vermutlich letzte Spiel der Krefeld Pinguine in der guten, alten Rheinlandhalle. Es wird ein Abend der Emotionen und Erinnerungen.

Krefeld. Der Druck auf die Pinguine ist riesig: Alles andere als ein Sieg am Freitag Abend ab 19.30 Uhr gegen die Mannheimer Adler wäre ein nicht wieder gutzumachender Fauxpas. Denn eine Niederlage wäre ein schwacher Abschied und schlechter Dank an die "alte Dame" Rheinlandhalle. Und, da es das letzte DEL-Spiel der Pinguine ist, würde in der Historie eine Schlappe als Schlusspunkt einer langen und erfolgreichen Rheinlandhallen-Geschichte verewigt. Das muss nicht sein.

"Das Spiel ist natürlich ein Teil der Geschichte", sagt Trainer Bob Leslie. Obwohl er sportlich dem Ganzen normale Sachlichkeit entgegenbringt, allein schon aus organisatorischen Gründen wird sein Team nicht unberührt vom Abschieds-Feeling bleiben. Denn die Cracks werden erst ab 20.15 Uhr spielen können. Zuvor haben die Fanklubs in Abstimmung mit dem ebenfalls scheidenden Stadionsprecher Rolf Frangen etwas einfallen lassen.

Die, die seit Jahrzehnten für die einzigartige Stimmung in der Halle und ganz besonders auf der Nordtribüne sorgten und sorgen, wollen auf ihre Weise Servus sagen und dies fan-typisch alles andere an leise. Mit Live-Musik, Fahnen, Aktionen und Einlagen aus den verschiedenen Epochen und Sportarten soll das Ende der Ära Rheinlandhalle stimmungsvoll begangen werden.

Es dürfte spannend sein, was heute mehr im Blickpunkt steht: Eishockey oder Abschied? Dabei ist auch das Spiel keineswegs unattraktiv. Denn mit den Mannheimer Adlern kommt eine Truppe, die hinter den Erwartungen zurückblieb und prompt seit Dienstag einen neuen Trainer hat.
Was Sportleiter Franz Fritzmeier nur noch säuerlich lächeln ließ: "In den letzten Spielen haben wir es schon drei Mal mit Mannschaften zu tun gehabt, die gerade einen neuen Trainer bekommen haben. Da sind wir im Training." In Mannheim ist es Ex-Verteidiger Stephane Richer, der Ex-Nationaltorhüter Helmut de Raaf ablöste.

Und der hatte Ende der vergangenen Saison Bill Stewart in Mannheim abgelöst, der wiederum dann in Krefeld Haralds Vasiljevs "beerbte". So etwas nennt man Trainerkarussel.

Zwei KEV-Cracks können nicht den Rheinlandhallenabschied auf dem Eis feiern: Stefan Schröder leidet an einer Leistenund Ivo Jan an einer Rückenverletzung. Aber sie haben zumindest im Vergleich zu ihren Kameraden zumindest mehr Muße, den Abschied zu genießen.

03.12.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

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