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2004


Noch dreimal schlafen: Fröhlicher Abschied der Pinguine

Noch dreimal schlafen, dann gibt es mit der großen Rheinlandhallen-Abschiedsparty den ersten von mehreren Eishockey-Leckerbissen im Dezember - Krefeld Pinguine gegen die Adler Mannheim.

Krefeld. Der Abschied aus der Rheinlandhalle soll am Freitagabend eine festlich-fröhliche Veranstaltung werden. Aus diesem Grund wird sich ein buntes Programm, weitgehend von den Fans gestaltet, um die DEL-Partie ranken. Welche Bedeutung auch die DEL und der Privatsender Premiere diesem Spiel beimessen, lässt sich daran erkennen, dass erstmals ein DEL-Spiel in dieser Saison erst um 20.15 Uhr beginnt. Premiere sendet live. Für die Fans allerdings beginnt das Spektakel bereits um 19.30 Uhr. Und die Halle wird proppenvoll. Davon ist auszugehen.

Für die Krefeld Pinguine, die am Sonntag unglücklich bei den Hamburg Freezers verloren, ist es die letzte Möglichkeit, vor dem Umzug in den KönigPalast durch einen Sieg noch einmal die Weichen in Richtung Play-off-Plätze zu stellen. Der Treffer des Hamburgers Dave Tomlinson zum 4:3 nur drei Sekunden vor Spielende hat die Pinguine auf Platz neun zurück geworfen.

"Den Play-off-Platz holen wir uns gegen Mannheim wieder zurück", sind sich Mannschaft und sportliche Führung nach einer tristen Rückfahrt aus der Hansestadt einig. Lediglich Alexander Selivanov, der in der Scorerliste mit 24 Punkten (elf Treffer und 13 Vorlagen) in die DEL-Spitze vorgerückt ist, sah es realistisch.
"Das kommt immer wieder vor", erinnerte er sich daran, dass auch er beim Heimspiel gegen Nürnberg erst wenige Sekunden vor Spielende zum 3:2-Sieg getroffen hatte. Wie es aussieht, kann Krefeld am Freitag wieder komplett antreten, denn Ivo Jan (Rücken) und Daniel Kunce (Erkältung) gaben gestern schon wieder Entwarnung.

Der Weihnachtsmonat in der Eishockey-Metropole Krefeld hat es im übrigen in sich. Im Mittelpunkt steht natürlich der Umzug aus der Rheinlandhalle in den neuen KönigPalast. Aber schon drei Tage nach dem Abschiedsspiel wird der KönigPalast mit dem Spiel der Pinguine gegen ein All-Star-Team auch sportlich eingeweiht, ehe das erste DEL-Punktspiel am Freitag, 17. Dezember gegen die Eisbären Berlin über die Bühne geht.

Und nicht zu vergessen das Weihnachts-Schmankerl am "Zweiten" der Evergreen gegen die Kölner Haie.

30.11.04
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine fehlten drei Sekunden

Als Shayne Wright auf der Strafbank saß, erzielte Dave Tomlinson das Tor zum 4:3-Erfolg der Hamburg Freezers. Trainer Leslie: "Ich bin stolz aufs Team."

Hamburg. Nur drei Sekunden fehlten den Krefeld Pinguine zu einem Punktgewinn bei den Hamburg Freezers. Da traf Dave Tomlinson zum 4:3 für die Gastgeber.
>Mit gesenkten Häuptern schlichen die Pinguine vom Eis in der Color Line Arena. Weil sie sich aufopfernd gegen die lange drohende Niederlage nach 0:1und 1:3-Rückstand gestemmt und zumindest einen Punkt schon sicher geglaubt hatten.
Doch Shayne Wright hatte elf Sekunden vor Spielende eine Strafe nach einem Foul an Brad Purdie kassiert, und nach einer Auszeit konnten die Freezers nach Tomlinsons Tor feiern. 90 Sekunden lang hatten die Pinguine ab der 56. Minute nach Strafen gegen Steve Brule und Scott King mit drei gegen fünf tapfer das 3:3 verteidigt. Dabei waren die Voraussetzungen für die Krefelder gestern denkbar ungünstig. Die letzten fünf Spiele gegen die Freezers gingen verloren, mit Daniel Kunce (Erkältung) und Ivo Jan (Rückenprobleme) mussten zwei wichtige Akteure zu Hause bleiben.

So rückte Rainer Köttstorfer neben Guy Lehoux in die Abwehr, und für Ivo Jan spielte Adrian Grygiel neben Florian Schnitzer und Steffen Ziesche in der dritten Angriffsreihe. Doch die personelle Schwächung steckte das Team von Trainer Bob Leslie ebenso weg wie einen 1:3-Rückstand in der 27. Minute. Einmal mehr lebten die Pinguine von zwei herausragenden Akteuren. Torhüter Robert Müller ließ die Freezers oft verzweifeln, und sie konnten immer dann den Vorwärtsgang einschalten, wenn Alexander Selivanov auf dem Eis war.

Die russische Kampfmaschine war es, die nach dem 1:3-Rückstand mit dem Anschlusstreffer zum 3:2 (29.) wieder Hoffnung bei den Krefeldern aufkommen ließ. Selivanov hatte schon den Ausgleichstreffer zum 1:1 durch Justin Kurtz (10.) vorbereitet. Bob Leslie war natürlich vom Spielausgang enttäuscht: "Wir hätten sogar mehr als nur einen Punkt verdient. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die sehr gut gearbeitet hat. Ich hoffe, ich kann mein Team, das sehr niedergeschlagen ist, bis zum Freitagspiel gegen Mannheim wieder aufrichten."

Sportlicher Leiter Franz Fritzmeier trotzig: "Die sechs prognostizierten Punkte für das Wochenende waren realistisch." Hamburgs Trainer Dave King sagte: "Es war ein enges Spiel. Ich bin froh, dass wir in Überzahl mit drei Treffern effektiver waren. Das hat den Ausschlag gegeben."

29.11.04
Krefeld Pinguine
 

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2004


Selivanov behielt die Nerven

Der Russe traf im Penalty-Schießen zum 3:2-Erfolg gegen Kassel Huskies. Die Pinguine spielten gestern mut- und ideenlos.

Krefeld. Hauptsache gewonnen - allerdings mit einem kleinem Schönheitsfehler. Bei der Generalprobe, dem vorletzten Spiel der Krefeld Pinguine in der Rheinlandhalle, setzten sich die Krefelder gestern mit einem 3:2 (0:1, 2:0, 0:1/1:0)-Penalty-Sieg gegen die Kassel Huskies durch. Als Alexander Selivanov den letzten Penalty verwandelte, löste sich die Anspannung. Wenn die Krefelder morgen bei den Hamburg Freezers gewinnen wollen, müssen sie wesentlich mehr zeigen, als gestern Abend.
Die Pinguine fanden gegen eine gut gestaffelte Abwehr des Tabellenletzten kaum ein Durchkommen. Sie spielten allerdings auch ein zu statisches Eishockey und lediglich Selivanov ließ einige Male mit seinen Dribblings Freude aufkommen. Das erste Drittel gehörte den Gästen. Der 1:0-Vorsprung (6.) resultierte aus einem Überzahltreffer, als Ted Drury nach einem Schuss von Valenti den Abpraller verwandelte.

Selbst bei einer fünf zu drei Überzahl, 46 Sekunden lang in der 13. Minute, erspielten sich die Pinguine keine klare Torchance. Hoffnung kam im Mitteldrittel auf, als Chris Herperger nach guter Vorarbeit von Alexander Selivanov den Ausgleich (28.) erzielte. Von da an spielte bis zur zweiten Sirene nur noch Krefeld. In der 39. Minute war es erneut Herperger, diesmal im dritten Nachschuss, nachdem es zuvor Justin Kurtz und Steve Brulé versucht hatten, der den ausgezeichneten Kasseler Torhüter Corey Hirsch überwinden konnte.

Wer auf eine weitere gute Vorstellung der Pinguine gehofft hatte, wurde im Schlussabschnitt bitter enttäuscht. Vielmehr musste Torhüter Robert Müller wieder sein ganzes Können aufbieten, um den Vorsprung zu retten. Aber auch er war machtlos, als bei Krefelder Unterzahl Ivo Jan saß in der Kühlbox Daniel Corso zum 2:2 traf. Müller hatte zuvor einen Schuss von Christian Laflamme abwehren können. Gegen den Nachschuss war er machtlos. Damit war der Wunsch von Franz Fritzmeier, am Wochenende sechs Punkte einzufahren, nicht mehr erfüllbar.

Sechs Sekunden vor Spielende hätte es sogar bei einem Schuss von Drury eine Niederlage geben können, doch erneut fing Müller prächtig. Beim Penalty-Schießen waren die Krefelder treffsicher Ivo Jan, Steve Brulé, Scott King und Alexander Selivanov versenkten ihre Penaltys. Kassel hatte hingegen zwei Fehlschüsse.

27.11.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


"Sechs-Punkte-Wochenende wäre nötig"

KEV-Sportleiter Franz Fritzmeier stellt Rechenbeispiele auf: Ein Sieg gegen Kassel ist heute Pflicht. Dann ist eine Schlappe am Sonntag quotentechnisch zu verkraften.

Krefeld. Folgt man Sportleiter Franz Fritzmeier, dann sind Plätze in den Play-off ein Rechenexempel. "Ein sechs-Punkte-Wochenende wäre jetzt mal nötig", sagt der Tölzer, "dann wären wir im Soll." Der Schnitt, das ist eine Quote von mindestens 1,5 Punkten pro Partie. Diese reichte in der Vergangenheit aus, um in die K.o.-Runde einzuziehen.
Folglich ist ein Sieg heute um 19.30 Uhr im vorletzten Spiel in der Rheinlandhalle gegen die Kassel Huskies Pflicht. Dann wäre eine Schlappe am Sonntag (14.30 Uhr) bei den Hamburg Freezers zumindest quotentechnisch zu verschmerzen.

Doch der vermeintlich leichtere Gegner Kassel hat einen bösen Haken: Die Nordhessen haben erst jüngst den Trainer gefeuert, kommen mit Interimscoach Milan Mokros und sind als "angeschlagener Gegner" besonders gefährlich. "Die haben mehr Potenzial in der Mannschaft, als die Tabellenposition andeutet", verdeutlicht Fritzmeier seinen Respekt.

Etwas mehr auf Angriff will Trainer Bob Leslie am Wochenende setzen und testet neue Formationen. Er formt nunmehr zwei offensivstarke Reihen, da er den Langzeitverletzten Vadim Slivchenko als Außenstürmer neben Scott King und Rob Guillet positioniert.

Der bislang in dieser Reihe als Defensiv-Absicherung agierende Florian Schnitzer wechselt zu Ivo Jan und Steffen Ziesche in Block drei. In Sturm eins sollen die etablierten Scorer Selivanov/Herperger/Brulé für Tore sorgen.

Diese Cracks sind es auch, die bei der Schlüsselsituation Überzahl zuletzt eklatante Schwäche der Pinguine zum Zuge kommen sollen. Dabei ist es erneut Rob Guillet, dem eine wichtige Rolle zukommt. Er und Tom Preissing sind die Spielmacher von Block eins an der blauen Linie, für Block zwei sind es Justin Kurtz sowie entweder Daniel Kunce oder Shayne Wright.

Warum der Trainer umbaut? Leslie: "Wir müssen sehr aufpassen, denn Kassel steht mit dem Rücken zur Wand. Von einigen unserer Spieler muss einfach mehr kommen." Wobei er freilich einschränkt, dass beispielsweise für Tom Preissing (erst sechs Spiele Wettkampfpraxis) oder Vadim Slivchenko ("Jemand, der acht Wochen verletzt war, braucht einfach Anlaufzeit.") noch Geduld nötig ist.

Die Geduld, die auch nötig ist, wenn man, wie die Pingune, die Spiele bis zum Schluss eng halten will. Dann ist, wie der Endspurtsieg von Frankfurt zeigt, es auch beispielsweise in Hamburg möglich, die Fritzmeiersche Quote zu erfüllen.

26.11.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

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2004


Geschäftsstelle zieht um

Der Umzug der Krefeld Pinguine in den KönigPalast Krefeld steht bevor.

Krefeld. Auch die Geschäftsstelle der KEV Pinguine Eishockey GmbH bekommt ein neues "Zuhause". Daher bleibt die Geschäftsstelle vom 29. November bis 3. Dezember geschlossen. Vorbestellungen der Eintrittskarten für das letzte Spiel in der Rheinlandhalle (3.12. gegen Adler Mannheim) sind über die Geschäftsstelle nur noch bis zum 29. November möglich.

Die Geschäftsstelle öffnet wieder am Dienstag, 7. Dezember. Die neue Adresse lautet: KEV Pinguine Eishockey GmbH Westparkstraße 111, 47803 Krefeld. Öffnungszeiten (neu): Dienstag bis Donnerstag (10-16 Uhr), Freitag (10-13 Uhr), Montag geschlossen.
Der Verkauf der Einzeltickets für die Heimspiele im KönigPalast startet am Mittwoch, 8. Dezember. Fanartikel und Karten sind zukünftig im KEV-Shop (Öffnungszeiten: Die.-Fr., 11-18 Uhr, Sa., 10-14 Uhr) des KönigPalastes sowie an allen am CTS-Ticketsystem angeschlossenen Vorverkaufsstellen zu beziehen. Die bisherigen Vorverkaufsstellen entfallen.

Die Dauerkarten-Ausgabe für den KönigPalast ist an den Kassenhäuschen der Rheinlandhalle: Samstag, 11.12, von 11-15 Uhr und Montag, 13.12., von 18-20 Uhr.

26.11.04
Krefeld Pinguine

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2004


Kehrtwende: Pinguine spielen wieder abends

Für drei Spiele im neuen Jahr ist der Anpfiff bei den Sonntagsspielen um 18.30 Uhr. Das Gros der DEL-Vereine mit Multifunktionshallen wollte um 14.30 Uhr.

Krefeld. Kommando zurück. Der ohnehin nur halbherzig betriebene Versuch der Krefeld Pinguine, die Heimspiele sonntags schon um 14.30 Uhr auszutragen, ist zumindest teilweise vom Tisch. Die Begegnung am 2. Weihnachtstag gegen die Kölner Haie, die am 30. Januar gegen Nürnberg und am 27. Februar gegen Kassel werden nach einer Info des Klubs nunmehr um 18.30 Uhr im KönigPalast beginnen. Für die beiden weiteren Sonntagsspiele des Saisonrests (20. Februar gegen Iserlohn und 6. März gegen Mannheim) stehen allerdings noch die erforderlichen Zustimmungen der Gästemannschaften sowie der Ligenleitung noch aus, so Geschäftsführer Wolfgang Schäfer.
Neben der Frage, warum die Pinguine nicht zunächst auch noch die beiden fehlenden Zustimmungen einholten, um einen einheitlichen Spielbeginn präsentieren zu können, hat die Verlegung auch noch eine DEL-interne Pikanterie: Hamburgs Geschäftsführer Boris Capla preschte nämlich bei der jüngsten Gesellschafter-Versammlung der DEL mit dem Wunsch vor, doch generell die Anfangszeit auf 14.30 Uhr sonntags festzuschreiben. Eine Zeit, die den in Multifunktionshallen spielenden Klubs offensichtlich besser ins Veranstaltungskonzept passt.

Denn dem Vernehmen nach kam Widerstand gegen diesen Vorschlag eher aus traditionellen Standorten. Die frühe Anspielzeit hatte seit Beginn der Saison in Krefeld für Unmut gesorgt, da man der Uhrzeit den Zuschauerschwund zuschrieb. "Das hat uns Holger Rathke eingebrockt", schimpfte Pinguin-Generalbevollmächtigter Wilfrid Fabel in Richtung des ehemaligen KönigPalast-Managers. Der allerdings wehrt sich vehement gegen die Schuldzuweisungen.

Es sei aufgrund der guten Erfahrungen in Köln seine Idee gewesen, "aber die Entscheidung über die Vorverlegung hat Herr Fabel getroffen". Thema getroffen. Das sollen vom Puck künftig weniger Zuschauer mit Hilfe des Regelwerks. Denn nunmehr wird jeder Spieler, der den Puck absichtlich aus dem Spielfeld (Bande oder Plexiglasumrandung) schießt, mit einer Zwei-Minuten-Strafzeit belegt.

Offizieller Grund: Spielverzögerung, realer Hintergrund: rechtliche Aspekte bei der Gefährdung der Besucher durch auf die Tribünen fliegende Pucks. Dazu wurde einfach die internationale Regel 554 c mit einer neuen Interpretation versehen. Was deutlich umsetzbarer ist, als Sicherheitsnetze rundum die Eisfläche.

25.11.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

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2004


3:4 - Pinguine zu spät aufgewacht

Kein Penaltyglück für die Krefeld Pinguine. Bei den Hannover Scorpions traf gestern nur Ivo Jan. Zu wenig! Die Gastgeber siegten mit 4:3 (1:0, 2:2, 0:1, 1:0)

Hannover. Es wurde nichts mit dem dritten Krefelder Sieg in Folge. In der TUI-Arena in Hannover sahen die 5850 Zuschauer bei der letztlich knappen Penalty-Entscheidung Treffer ihrer Scorpions durch Patrik Augusta und Alexander Serikov (2). Das reichte für Hannover, um die Krefelder nur mit einem Punkt nach Hause zu schicken und ihrem Interimstrainer Jari Pasanen bei seinem Intermezzo an der Bande eine Freude zu machen.
Und der Zähler war eigentlich für Krefeld noch glücklich, denn bis zur 30. Minute hätte der wieder erstarkte Tabellenletzte eigentlich statt 3:0 mindestens mit 5:0 oder 6:0 führen müssen. Trost für die Pinguine: Durch die Niederlage der DEG Metro Stars bleiben sie auf einem Play-off-Rang. Bis auf den an der Leiste verletzten Stefan Schröder fuhr Trainer Bob Leslie mit seiner kompletten Pinguine-Crew nach Hannover, konnte mit vier Blöcken agieren. Die Gastgeber traten mit einem neu formierten Angriff an, in dem sich vor allem der Ex-Kasseler Alexander Serikov mit zwei Treffern bestens einführte.

Und auch Wayne Hynes, der kurzfristig aus Hamburg nach Hannover gewechselt war, machte ein gutes Spiel. In den ersten 30 Spielminuten waren Trainer Bob Leslie, Sportlicher Leiter Franz Fritzmeier hinter der Bande und Robert Müller im Tor die agilsten Pinguine. Die restlichen Pinguine watschelten bedächtig über das Eis der TUI-Arena und lagen völlig verdient mit 0:3 zurück. Alexander Serekov in Überzahl (5.) und der Ex-Meisterpinguin Patrik Augusta (21.) konnten mit ihren Treffern die Krefelder nicht wachrütteln, und erst als Serikov auf 3:0 erhöhte (26.), kam langsam Leben in die Pinguine-Crew.

Rob Guillet weckte seine Kameraden mit dem Treffer zum 3:1 in der 29. Minute dann auf. Von da an waren die Pinguine zumindest gleichwertig. Guillet markierte in Überzahl den Anschlusstreffer (37.), und als Alexander Selivanov in der 47. Minute sogar den 3:3-Ausgleich erzielte, war in den verbleibenden 13 Minuten sogar ein Krefelder Siegtreffer möglich. Doch der wäre nicht verdient gewesen. Ebenso wie ein Krefelder Penaltysieg, denn auch am Schussverhältnis von 37:15 lässt sich die spielerische Überlegenheit der Gastgeber ablesen.

Beim Penaltyschießen legte Ivo Jan mit dem ersten Treffer vor, den Patrik Augusta egalisierte. Rob Guillet scheiterte ebenso am Scorpions-Keeper Ilpo Kauhanen wie Alexander Selivanov. Da aber auch auf Hannovers Seite Alexander Serikov und Robert Hock Pinguine-Keeper Robert Müller nicht bezwingen konnten, war letztlich Andreas Morczinietz der glückliche Schütze des Siegtreffers, da auch Ivo Jan seinen Penalty nicht unterbringen konnte.

22.11.04
Krefeld Pinguine

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2004


Beifallsstürme für die Pinguine

Und mitten drin Adrian Grygiel, dem zweifachen Torschützen beim 3:1-Sieg gegen Iserlohn.

Krefeld. Wie schön, dass die Krefeld Pinguine einen Youngster mit Namen Adrian Grygiel in ihren Reihen haben. Das 21-jährige Eigengewächs war mit zwei blitzsauberen Toren maßgeblich am Erfolg gegen die Iserlohn Roosters beteiligt. Beinahe hätte Grygiel die Partie im Alleingang entschieden, doch 55 Sekunden vor Spielende durfte Rob Guillet noch zum 3:1 ins leere Iserlohner Gehäuse einlochen. Gästecoach Doug Mason hatte zwei Minuten vor Spielende seinen Torhüter Dmitrij Kotschnew gegen einen sechsten Feldspieler ausgetauscht.
Held des Abends bei der Ehrenrunde war natürlich Adrian Grygiel. Er genoss das Bad in der Menge. Pinguine Trainer Bob Leslie hatte vorher geunkt: "Wir stehen vor schweren Spielen." Er sollte zumindest für die gestrige Partie gegen den Tabellenelften Iserlohn Roosters Recht behalten. Über weite Strecken war es ein Spiel, das von Kampf und Taktik geprägt war.

Spielerischen Elemente gab es kaum, weil beide Mannschaften die Räume sehr eng machten. Zudem ließ der Schweizer Gast-Schiedsrichter Brent Reiber eine rustikal-robuste Spielweise zu. Kleinlich wurde er lediglich, wenn die Spieler ihre Stöcke einsetzten. Da kannte er kein Pardon, pfiff auch das kleinste Vergehen hüben wie drüben ab.

Zur Chronologie: In der sechsten Minute nahm sich der 21-jährige Grygiel auf der rechten Seite ein Herz, tankte sich bei Unterzahl durch und überraschte den Iserlohner Torhüter mit einem fulminanten Schlagschuss in den oberen linken Winkel. Dieser Treffer hatte bis zur 49. Minute Bestand, denn zum einen waren beide Torhüter bei brenzligen Situationen immer auf dem Posten, zum anderen sorgten die Abwehrreihen mit konsequentem Pressing, dass es nicht zu viele Chancen gab.

Doch plötzlich belebte sich die Partie, nachdem der Iserlohner Goldmann mit einem ähnlich gezirkelten Schuss wie Grygiel zu Beginn erfolgreich war und Robert Müller das Nachsehen hatte. Das Ausgleichstor sorgte für eine spannende und gute Schlussphase. In der erzielte Adrian Grygiel, diesmal von links kommend, erneut mit einem Schlagschuss in den Winkel die 2:1-Führung der Krefelder.

Nun warf Iserohn alles nach vorne, brachte die Krefelder mit einem Schlussspurt arg in Verlegenheit, ehe Guillet das erlösende 3:1 erzielte. Neuerwerbung Tom Preissing lieferte ein solides Spiel, fiel allerdings in einer disziplinierten Krefelder Mannschaft, die spielerisch sicher noch mehr bieten kann, nicht sonderlich auf.

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Iserlohn Roosters 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)
Krefeld Pinguine: Müller Preissing/Wright, Kunce/Kurtz, Lehoux/Dyck, Hyun; Slivchenko/Herperger/Selivanov, Guillet/King/Schnitzer, Grygiel/Jan/Ziesche, Köttstorfer/Gosdeck/Dück
Tore:
1:0 (05:31) Grygiel,
1:1 (48:30) Goldmann,
2:1 (51:26) Grygiel (Ziesche),
3:1 (59:05) Guillet (Herperger)
Schiedsrichter: Brent Reiber (Basel/Schweiz)
Zuschauer: 2855
Strafminuten: Krefeld Pinguine 8, Iserlohn 12

20.11.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Die Bürde des Favoriten

Die Krefeld Pinguine stehen jetzt vor drei lösbaren Aufgaben. Doch Trainer Bob Leslie warnt: "Es gibt keine leichte Gegner. Jeder kann jeden schlagen."

Krefeld. Blickt man vor dem 18. Spieltag auf die Tabelle, so müssten die Krefeld Pinguine eigentlich vor drei lösbaren Aufgaben stehen. Drei der vier abgeschlagenen Ligakonkurrenten sind jetzt die Gegner. Begonnen wird heute um 19.30 Uhr in der Rheinlandhalle mit der Begegnung gegen den Tabellenelften Iserlohn Roosters. Am Sonntag geht es dann zum Tabellenletzten Hannover Scorpions, und am nächsten Freitag kommt der Vorletzte, die Kassel Huskies in die Rheinlandhalle.
Trainer Bob Leslie will allerdings nicht so weit nach vorn blicken: "Die beiden kommenden Spiele sind erst einmal sehr wichtig für uns. Da können wir den Abstand nach unten vergrößern und möglicherweise mit Erfolgen in die Play-off-Ränge springen." Doch er warnt auch: "Keinen Gegner in der Liga darf man nach dem Tabellenstand einschätzen, denn jeder kann jeden schlagen." Das lässt sich auch aufgrund der bisherigen Ergebnisse ablesen.

Personell hat er für die heutige West-Begegnung gegen die Kampfhähne aus dem Sauerland nicht die großen Probleme, aber der gesperrte Steve Brule fehlt ihm nach dessen Spieldauer-Disziplinarstrafe von Frankfurt doch sehr. Gibt dem Trainer andererseits aber auch die Möglichkeit, seine erste Sturm-Formation mit Chris Herperger, Alexander Selivanov und dem wieder genesenen Vadim Slivchenko zu testen. Fehlen wird neben Brule auch Stefan Schröder, der an einer Leistenzerrung laboriert.

Somit ändern sich die weiteren Angriffsreihen. Scott King wird zusammen mit Rob Guillet und Florian Schnitzer auflaufen, Adrian Grygiel geht mit Ivo Jan und dem frisch gebackenen Vater Steffen Ziesche Sohn Phillip kam gesund auf die Welt aufs Eis, und im vierten Sturm wird neben Carsten Gosdeck und Alexander Dück voraussichtlich mit Rainer Köttstorfer ein weiterer Abwehrspieler agieren.

Zufrieden war der Trainer mit dem Einstand des neu verpflichteten NHL-Abwehrspielers Tom Preissing. "Tom hat viel Spielübersicht und wird sicherlich noch besser spielen als in Frankfurt. Auf jeden Fall ist er mit Sicherheit eine große Verstärkung für uns. Er ergänzt sich sehr gut mit Shayne Wright." Sportlicher Leiter Franz Fritzmeier steht im übrigen vor der Frage, ob er die Probeverträge von Martin Hyun, Carsten Gosdeck und Stefan Schröder verlängern wird. "Schau`n mer mal", meinte er gestern.

19.11.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Neues, starkes Duo

Stürmer Vadim Slivchenko und Abwehrspieler Tom Peissing haben dem Team der Krefeld Pinguine neue Impulse gegeben.

Krefeld. Trainer Bob Leslie durfte nach dem 2:1-Sieg in Frankfurt strahlen, und genoss die Rückfahrt nach Krefeld. Sieben von zwölf möglichen Punkten hat er aus den vier Spielen geholt, seitdem er an der Pinguine-Bande steht. "Jetzt müssen wir den Sieg von Frankfurt morgen im Heimspiel gegen Iserlohn bestätigen", forderte Leslie. Wichtig für die Pinguine war, dass sie nach dem verkorksten Saisonstart unter ihrem neuen Trainer gut aus der Länderspielpause gekommen sind. Leslie: "Ich bin froh, dass wir gleich nach der Pause unseren Rhythmus gefunden haben. Alle haben hart gearbeitet. Vor allem bei den fünf Minuten Unterzahl haben sie konzentriert gespielt."
Zufrieden durfte der Coach auch mit dem Einstand der beiden Neuen sein. Neben dem in der letzten Woche verpflichteten Verteidiger Tom Preissing freute sich vor allem Vadim Slivchenko über sein Siegtor. Er hatte nach seinem Debüt im ersten Spiel gegen Köln für die Pinguine nur wenige Minuten auf dem Eis gestanden. Seine Leistenverletzung zwang ihn zu einer achtwöchigen Pause. "Ich denke, die Verletzung ist ausgestanden", sagte er nach seiner soliden Leistung. "Schön, dass ich auf Anhieb erfolgreich war." Slivchenko war erst in den letzten zehn Minuten, als Steve Brule wegen eines Stockfouls zum Duschen geschickt worden war, in den ersten Sturm neben Selivanov und Herperger gerückt, hatte aber zuvor schon neben Steffen Ziesche und Ivo Jan gut gearbeitet.

Auch Tom Preissing, der seine Lockout-Zeit in Krefeld verbringen wird, war mit seinem Debüt zufrieden: "Es hat Spaß gemacht. Gut, dass ich beim Deutschland-Cup Spielpraxis bekommen habe, damit ist mir die Umstellung leichter gefallen." In der Tat zeigte der gute Schlittschuhläufer eine solide Abwehrleistung.

18.11.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine sind nun komplett

Besonders die Abteilung Powerplay soll von Neuzugang Tom Preissing und dem "Ex-Dauerverletzten" Slivchenko heute in Frankfurt profitieren.

Krefeld. Sportleiter Franz Fritzmeier ließ an seiner Einschätzung keinen Zweifel: Die Pinguine seien nunmehr "komplett", sagte er vor dem heutigen Gastpiel in Frankfurt mit Blick auf den Kader. Denn erstmals steht nach seinem Pannenauftakt sein Debüt endete nach wenigen Minuten mit einem Muskelriss im Adduktorenbereich Vadim Slivchenko auf dem Spielberichtsbogen. Zu dem 34-jährigen Stürmer kommt dann auch noch der am Wochenende verpflichtete 25-jährige Offensiv-Verteidiger Tom Preissing vom NHL-Klub San Jose Sharks.
Beide dürften vor allem beim Überzahlspiel eine erhebliche Verstärkung bedeuten, gelten sie doch als Spezialisten für dieses Special Team. Dennoch will Trainer Bob Leslie die beiden Neuen nicht unter allzu hohen Druck setzen, beide bräuchten noch Zeit. "Slivchenko hat seit März kein Spiel mehr gamacht." Und Preissing beispielsweise hat bislang erst drei Wochen Training mit seiner Universitätsmannschaft sowie die drei Spiele mit dem Team USA beim Deutschland Cup auf "dem Buckel". Aber er machte kein Hehl daraus, dass er sich auf das andere Hockey in Deutschland freue.

"Hier hat man mehr Zeit, etwas mit dem Puck zu machen, das Spiel zu gestalten", so Preissing. In der NHL kann ein Verteidiger so gut wie nie, die Scheibe länger als einige Sekunden halten, bevor er heftigst attackiert wird. Andererseits, eine Schonzeit soll es nicht geben. "Wir brauchen von beiden Leistung." Denn nur so kann die übergeordnete Saisonaufgabe gelöst werden: "Wir müssen unseren Punkteschnitt verbessern. Für einen Play-off-Platz müssen wir mindesten 50 Prozent der möglichen Punkte holen", gibt Sportleiter Fritzmeier die Marschroute aus.

Dazu muss man in Frankfurt vor allem eines tun: die ersten zehn Minuten unbeschadet überstehen. Leslie: "Da ist Frankfurt besonders druckvoll."

So will der KEV spielen: Müller (Rohde); Preissing/Wright, Kunce/Kurtz, Lehoux/Dyck, Köttsdorfer; Guillet/King/Schnitzer, Brule/Herperger/Selivanov, Slivchenko/Ziesche/Jan, Grygiel/Gosdeck/Dück.

16.11.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

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2004


Rechtsschütze gefunden

Pinguine wollen Tom Preissing für die Zeit des NHL-Streiks. US-Verteidiger verdrängte Christian Ehrhoff als bester Neuzugang der San Jose Sharks.

Krefeld. Haben die Krefeld Pinguine jetzt auch "ihren" NHL-Lockout-Spieler? Während gestern noch Sportleiter Franz Fritzmeier dementierte, dass der Vertrag mit US-Verteidiger Tom Preissing unterschrieben ist, meldeten die Nachrichtenagenturen bereits den Vollzug. Aber: "Ich denke, dass wir uns so schnell einigen, dass er am Dienstag für uns spielen kann", so Fritzmeier.
Der 26-jährige Abwehrspieler passt sehr präzise in das bereits seit Monaten definierte Suchschema der Pinguine aufbaustark und rechts schießend. Auch ist er so gut, dass er bei den San Jose Sharks Krefelds Export Christian Ehrhoff den Rang als bester Neuling ablief. Während Ehrhoff ins Farmteam geschickt wurde, absolvierte Preissing 69 Spiele (zwei Tore, 17 Beihilfen) in der NHL, inklusive elf Play-off-Partien.

Preissing war über die Verbindung Ehrhoff/Noack bereits im Sommer ein Thema bei den Pinguinen. Ehrhoff hatte den aus der College-Liga emporgekommenen 1,84 Meter großen Preissing, der auch im Sturm spielen kann, wärmstens empfohlen. Damals aber mochte man beim KEV noch nicht in die Tasche greifen. "Der Vertrag wird nur für die Zeit des Streiks in der NHL gelten", so Fritzmeier zu dem US-Boy, der beim Deutschland-Cup von ihm und Trainer Bob Leslie beobachtet wurde.

Dort schoss sich Preissing mit dem Tor zum 4:1 gegen Deutschland und einer Beihilfe auf Platz 15 der Scorerwertung. Auf Platz drei der Gesamtscorerwertung landete sein neuer Krefelder Klubkamerad Scott King mit zwei Toren und vier Assists. Ebenfalls erfolgreich Chris Herperger, der einen Treffer und drei Beihilfen für das Team Canada verbuchte. Weniger toll war das Debüt von Shayne Wright, der im schwachen DEB-Team nicht punkten konnte.

15.11.04
Krefeld Pinguine

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2004


Debüt für Shayne Wright

Shayne Wright wird beim Turnier in Hamburg und Hannover sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft geben.

Krefeld. Torhüter Robert Müller und Abwehrspieler Shayne Wright von den Krefeld Pinguinen sind von Bundestrainer Greg Poss ins Aufgebot der Eishockey-Nationalmannschaft für den Deutschland-Cup (10.-14.11.) berufen worden. Shayne Wright wird beim Turnier in Hamburg und Hannover sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft geben. Der 29-Jährige besitzt seit Ende August die deutsche Staatsbürgerschaft und spielte bereits 48 Mal für das Team Canada. Pinguin-Stürmer Scott King steht im Aufgebot vom Team Canada.

09.11.04
Krefeld Pinguine

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2004


Kurtz` Fehler und vier kapitale Schnitzer

Einen Play-off-Platz können die Krefeld Pinguine nicht mit in die Länderspielpause nehmen. Bei den Berliner Eisbären gab es eine 2:4 (2:1, 0:1, 0:2)-Niederlage.

Berlin. Bis zur 55. Minute durften die Krefeld Pinguine gestern zumindest auf einen Punkterfolg im Wellblechpalast in Berlin-Hohenschönhausen hoffen. Da stand es 2:2 und mit Glück und großem Können von Robert Müller hatte das Team von Trainer Bob Leslie den Gleichstand verteidigt, doch dann führten persönliche Fehler doch noch zur 2:4-Niederlage gegen die Eisbären. "Ein richtiges Ergebnis, denn Berlin war besser" urteilte auch Krefelds Coach Bob Leslie nach dem Schlusspfiff. Aber er resümierte: "Ich bin jetzt drei Spiele in Krefeld, wir haben vier Punkte geholt, wir müssen nicht traurig sein."
Und er versprach: "Wir werden in der Länderspielpause an der Taktik und Ausdauer arbeiten. Dann sehen wir weiter." Nach dem überraschenden 3:2-Erfolg über Nürnberg vom Freitag war die bange Frage: Reichen die Kräftenoch gegen die starken Berliner? Bei etlichen Akteure kann man dies bejahen, bei einigen muss ein klares nein stehen. Zwei kapitale Fehler von Justin Kurz führten zu Gegentreffern und vier (!) dumme Strafzeiten von Florian Schnitzer raubten den Pinguinen die Kräfte, die beim Berliner Schlussspurt fehlten. Doch Leslie wollte nicht schimpfen: "Wir haben unser Potential abgerufen, aber es hat nicht gereicht, Wir haben zu viele Strafen genommen.

Am Ende konnte uns auch Robert Müller, der fantastisch gehalten hat, nicht retten." Dabei lief zuerst alles nach Plan für das defensiv eingestellte Krefelder Team. Schon in der 3. Minute fiel das 1:0 für den KEV, als Chris Herperger und Steffen Ziesche einen Schuss von Shayne Wright abfälschten und Ziesche letztlich als Torschütze gemeldet wurde. Nach dem Berliner Ausgleich durch Sven Felski führte der KEV dann noch einmal in der 16. Minute durch einen fulminanten Schlagschuss von Daniel Kunce mit 2:1. Ein kapitaler Schnitzer von Kurtz ermöglichte den Eisbären den Gleichstand (23.). Damnach begann die Abwehrschlacht der Pinguine, die nur bis zur 55. Minute hielt.

Gegen Walsers Nachschuss aus Kurzdistanz nach Abwehr eines Ustorf-Schussses war Müller machtlos, den Schlusspunkt durfte der Rankel setzen, nachdem ihn ein hilflos stolpernder Kurz hatte ziehen lassen. Von heute an stehen drei harte Trainingstage mit sechs Einheiten auf dem Programm, ehe es dann drei freie Tage gibt. Für Bob Leslie, sechster Trainer bei den Pinguinen innerhalb von elf Monaten, die Möglichkeit, dem Team nunmehr seine Handschrift zu verpassen.

08.11.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine
 

Pressemitteilungen
2004


Rheinische Rivalen sind zum Erfolg verdammt

DEG und Krefeld können sich in der DEL wirtschaftlich keine Fehler mehr erlauben. Am Freitag siegten die Pinguine 3:2 gegen Nürnberg, die DEG unterlag Hamburg 2:5.

Düsseldorf/Krefeld. Die Machtverhältnisse am Rhein sind in der Deutschen Eishockey Liga eindeutiger denn je. Während die Kölner Haie als Klassenprimus Oberwasser haben, sind die DEG Metro Stars und die Krefeld Pinguine mehr oder weniger auf Tauchstation. Beide Teams waren mit großen Ambitionen in diese Spielzeit gestartet, beide legten einen Fehlstart hin, beiden zeigten und zeigen die Fans die kalte Schulter, und bei beiden begannen die Sponsoren ob der Talfahrt zu murren.

Weil die wirtschaftlichen Vorgaben von der Realität überholt wurden, musste man in den Führungsetage reagieren. Auf die flugs entlassenen Trainer Michael Komma (Düsseldorf) und Mario Simioni (Krefeld) folgten Butch Goring und Bob Leslie. Des einen Pech ist für den anderen eine neue Chance auf der sportlichen Kommandobrücke.
Mit der Hoffnung der Eishockey-Klubs, dass es wirtschaftlich und sportlich wieder bergauf geht, denn Zuschauer- und Sponsoreneinbrüche wachsen schnell zu einem Millionenloch an. Und das kann man sich mit Blickrichtung auf die neuen Arenen in beiden Städten nicht erlauben. Beide Teams sind zum Erfolg verdammt.

Der KönigPalast in Krefeld (9000 Plätze) eröffnet im Dezember, die neue Düsseldorfer Eisarena (12 000 Plätze) wird 2006 fertiggestellt. Punkte, Tore, Meisterschaft das war einmal. Heute heißt der Auftrag: Siege, Tickets und Sponsoren.

So soll ein möglichst hohe Zuschauer-Auslastung der alten Hallen in die neuen Domizile transportiert werden. Davon sind Pinguine (39 Prozent) und Metro Stars (61 Prozent) weit entfernt. "Wir mussten unser Saisonziel nach unten korrigieren. Für uns ist wichtig, dass wir in die Play-offs kommen", gestand DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp vor dem Einstand von Trainer Butch Goring ein, nachdem der Rückstand auf die Top-Plätze erschreckend groß geworden war.

Bei Goring stand nach fünf Siegen in Serie mit dem 0:6 bei den Nürnberg Ice Tigers vor knapp einer Woche die erste Pleite ins Haus. Auch gestern erwischte es die DEG nach einer schwachen Leistung. Gegen die Freezers gab es vor 6114 Fans eine bittere 2:5-Pleite.

Bei den Krefeld Pinguinen feuerte ausgerechnet die DEG den entscheidenden Schuss zur Trainer-Entlassung auf den DEL-unerfahrenen Mario Simioni mit dem 7:1-Triumph in der Rheinlandhalle ab. Daraus lernte die Teppich-Etage, holte mit Bob Leslie (54) einen Mann für die Eis-Ebene, der zumindest in der DEL seit seiner Arbeit bei den Kölner Haien kein Unbekannter mehr ist.

"Wir brauchen Erfolg, Siege und Zuschauer, daher können wir uns keinen Fehler mehr erlauben", so Geschäftsführer Schäfer, warum das Krefelder Trainer-Such-Kommando (TSK) so lange umherirrte. Dass dann Aufsichtsrat-Chef Wolfgang Schulz kurzerhand das TSK von Leslie "überzeugte", ist indes typisch für Krefelder Verhältnisse.

Leslie hat schon bei seinem Debüt feststellen müssen, wie rutschig das Eis ist. Er schrammte bei der Penalty-Niederlage gegen Augsburg knapp an einer Blamage vorbei, brachte sich durch die von ihm verschuldete Bankstrafe die nutzte Augsburg zum Ausgleich gleich in die Schusslinie. Dazu nur noch 2 159 Zuschauer, trotz einer Freikartenaktion. Und schon war er wieder da, der Druck von allen Seiten. Am Freitag hielten die Pinguine diesem Druck stand. Gegen Nürnberg gab es nach einem 0:1-Rückstand noch einen 3:2-Erfolg.

06.11.04
Von Rainer Wallasch und Thomas Klein
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Selivanovs Konter stachen

Der russische Top-Stürmer der Pinguine ebnete am Freitag mit zwei Toren den Weg zum 3:2-Erfolg der Krefelder gegen die Nürnberg Ice Tigers.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine kämpften am Freitag vor 2 287 Zuschauern in der Krefelder Rheinlandhalle den Tabellenzweiten Nürnberg Ice Tigers nieder und gewannen nach einer spannenden Begegnung mit 3:2 (0:0, 2:1, 1:1)-Toren. Der umjubelte Schütze des Siegtreffers 22 Sekunden vor Spielende war Alexander Selivanov, der zuvor schon kurz vor dem zweiten Seitenwechsel das 2:1 markiert hatte. Beide Treffer hatten Paul Dyck und Chris Herperger vorbereitet.

Die bange Frage vor dem Spiel lautete, können die zuletzt arg strapazierten Pinguine gegen das hochgelobte Team von Bundestrainer Greg Poss mithalten oder sogar punkten. Sie bewiesen in den 60 Spielminuten was mit leidenschaftlichem Kampf und hohem Einsatz alles erreicht werden kann. Nur selten ließen sie den technisch versierten und schnellen Franken Spielmöglichkeiten.
Und sie hatten mit Robert Müller wieder einen ausgezeichneten Torhüter zwischen den Pfosten, der seinem gegenüber Adam Svoboda, der ebenfalls sein ganzes Können aufbieten musste, nicht nachstand.

Im ersten torlosen Drittel boten beide Mannschaften den Zuschauern ein schnelles und sehenswertes Spiel. Nürnbergs Torhüter Svoboda wäre in der dritten Minute machtlos gewesen, hätte nicht der Pfosten nach einem Scharfschuss von Robert Guillet für ihn gerettet. Auf der Gegenseite wusste aber auch Robert Müller bei guten Kombinationen der Ice Tigers zu glänzen.

Erst Überzahlsituationen brachten im Mittelabschnitt die Tore. Petr Fical nutzte ein fünf zu vier Überzahlspiel zur Führung der Gäste (29.). Auf der Gegenseite war es Ivo Jan der das 1:1 (30.) bei Krefelder Überzahl markierte. Sehenswert war das Kontertor durch Alexander Selivanov 30 Sekunden vor der Drittelsirene, als er von Paul Dyck vorbildlich losgeschickt wurde und den Nürnberger Torhüter Svoboda austrickste.

Im Schlussabschnitt erhöhten beide Teams noch einmal das Tempo und es waren zuerst die Nürnberger, die jubelten, als ihr Torjäger Pascal Trepanier zum 2:2 (46.) mit einem Schuss aus dem Handgelenk erfolgreich war.

Mitten in die furiose Schlussoffensive der Gäste setzten die Krefelder immer wieder Konter. Der letzte war dann der erfolgreiche. 22 Sekunden vor Spielende ließ Selivanov mit seinem zweiten Treffer zum 3:2-Erfolg die Rheinlandhalle zum Tollhaus werden. Der hohe Favorit war besiegt von einem Team, das mit Leidenschaft und großem Einsatz sich den Erfolg verdient hatte.

Pinguine-Trainer Bob Leslie meinte nach dem Spiel erleichtert: "Das war ein Sieg der gesamten Mannschaft, die vorbildlich gekämpft hat."

Am Sonntag spielen die Krefelder bei den Eisbären Berlin um 14.30 Uhr im Wellblechpalast in Hohenschönhausen.

STATISTIK

Krefeld Pinguine Nürnberg - Ice Tigers 3:2 (0:0, 2:1, 1:1)
Pinguine: Müller Kunce/Kurtz, Dyck/Lehoux, Köttstorfer/Wright Hyun Selivanov/Herperger/Brule, Guillet/King/Schnitzer, Ziesche/Jan/Grygiel, Dück/Gosdeck/Schröder
Tore:
0:1 (28:22) Fical,
1:1 (29:35) Jan (Brule/Herperger),
2:1 (39:30) Selivanov (Dyck/Herperger),
2:2 (46:00) Trepanier (Tapper),
3:2 (59:38) Selivanov (Dyck/Herperger)
Schiedsrichter: Willi Schimm (Waldkraiburg)
Zuschauer: 2 287
Strafminuten: Krefeld 14, Nürnberg 10

06.11.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Legenden und Gänsehaut


Die Mischung macht Gänsehaut-Feeling. Daher wird das Oldie-Turnier wohl der Abschied, den die Rheinlandhalle verdient hat.

Krefeld. Namen, die in den letzten Jahrzehnten von Tausenden Fans lautstark skandiert wurden, gibt es noch einmal auf diesem Eis in Aktion zu sehen. Und wahrscheinlich noch einmal die Schlachtrufe, mit denen die Fans von Schwarz-Gelb das Dach von den Wänden der Rheinlandhalle `runter brüllten.

Noch gibt es rund 1 000 Stehplatz-Karten (6 Euro für beide Tage), die heute ab 7.30 Uhr an der Halle zu ergattern sind. Der Erlös des ersten Lothar-Kremershof-Cups geht in die Jugend-Arbeit des KEV, so wie es sich sein vor einem Jahr verstorbener Namensgeber gewünscht hätte. Dessen "Dream-Team" ist etwas, was man so wohl nie wieder in Krefeld auf dem Eis sehen wird. Ein absolutes Muss für Nostalgiker, aber vor allem für Autogramm-Jäger. Denn wie will man sonst die Schriftzüge von den KEV-Legenden ergattern. Beispielsweise von der "unglaublichen Tormaschine" Dick Decloe, Stanley-Cup-Sieger Uwe Krupp, Johnny Walker, Jimmy Hoffmann oder Vic Stanfield. Der Verteidiger, der ein Stürmer war, ist schlicht Legende. So wie Karel Lang Symbolfigur für den Bundesliga-Aufstieg ist, war "kleines dickes Vic" die Symbolfigur für die "Auferstehung" nach dem Crash 1976, als sich der KEV aus den untersten Ligen nach oben spielte. Als ein Star ohne Allüren prägte er eine ganze Generation von Eishockey-Fans in Krefeld.

Legende sind seine Alleingänge. Sein schaukelnder Laufstil wirkte wie eine Flut von Körpertäuschungen. Irgendwann entschied sich jeder Abwehrspieler für eine Seite und Stanfield lief einfach weiter geradeaus.

06.11.04
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Ein teuflisch gutes Powerplay

Der neue Pinguine-Trainer Bob Leslie hat allerhöchsten Respekt vor dem heutigen Gegner in der Rheinlandhalle, den Ice Tigers aus Nürnberg.

Krefeld. Kein leichter Einstand nach der 4:5-Penalty-Niederlage gegen Augsburg für den neuen Pinguine-Coach Bob Leslie. Mit den Spielen gegen die Nürnberg Ice Tigers (heute um 19.30 Uhr Rheinlandhalle) und bei den Eisbären Berlin (Sonntag 14.30 Uhr) stehen vor der Länderspielpause noch zwei ganz dicke Brocken auf dem Spielplan. Aber vielleicht liegt, wie Leslie es formulierte, gerade in solchen Aufgaben der besondere Reiz, wird die Mannschaft zusätzlich motiviert. Und das solche vermeintlich übermächtigen Gegner doch zu "knacken" sind, haben die Pinguine vor zwei Wochen mit den Erfolgen in Mannheim (4:2) und gegen Ingolstadt (1:0) unter Franz Fritzmeier bewiesen.
Großen Respekt hat Bob Leslie vor dem heutigen Gegner Nürnberg. "Die schnellste und kompakteste Mannschaft der Liga", zollt er dem Team von Trainer Greg Poss Anerkennung. Gestern studierte er noch einmal akribisch Videos der Nürnberger und suchte nach Lücken und Schwächen. Und fand sie im Prinzip nicht. Leslie weiß: "Sie spielen ein teuflich gutes Powerplay, sind mit vier kompletten Blöcken auch in der Lage, über 60 Minuten hohes Tempo zu gehen, und verstehen es hervorragend, zen." Aber er merkte an: "Auch wir spielen ein gutes und erfolgreiches Powerplay. Und wir haben Robert Müller."

Leslie hat Vertrauen zu seinem eigenen Team, weiß, dass die 1:8-Schlappe vom 1. Oktober in Nürnberg noch nicht aus den Köpfen seiner Spieler ist. "Die Stimmung war beim Training gut, und ich spüre auch viel Selbstbewusstsein im Team. Wir wollen aggressiv und kompakt spielen. Ich denke, alle meine Spieler wissen, dass sie alles geben müssen." Und ein Sonderlob hat er auch für die Fans. "Es war schon fantastisch, wie sie uns nach dem 1:3-Rückstand gegen Augsburg nach vorne gepeitscht haben. Ich hoffe, wir können auch gegen Nürnberg auf eine stimmgewaltige Unterstützung hoffen."

Gemeinsam will man also den Nürnbergern den Sprung an die Tabellenspitze heute vermiesen. Sportlicher Leiter Franz Fritzmeier lobte die Leistungssteigerung der Youngster: Adrian Grygiel, Florian Schnitzer, Stefan Schröder und Rainer Köttstorfer. Alle haben in den letzten Spielen leistungsmäßig zugelegt und waren auch erfolgreich. "Sie haben allesamt mehr Selbstbewusstsein bekommen", stellte Fritzmeier fest. An den Blöcken angesichts der beiden starken Gegner ist es Pflicht, mit vier Blöcken zu spielen will Bob Leslie nicht viel ändern.

Auch bei Über- und Unterzahl soll es erst nach der Spielpause mögliche Änderungen geben. Ob Martin Schymainski wieder von Duisburg ausgeliehen werden kann, entscheidet sich erst heute. Nicht dabei ist auf jeden Fall Vadim Slivchenko, der erst nach der Länderspiel-Pause zum Einsatz kommen soll. Alle anderen Pinguine sind fit und heiß auf das Spiel.

05.11.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Nur ein Punkt im Premierenspiel

4:5-Penalty-Schlappe: Vor 2 159 Fans in der Rheinlandhalle ging das erste Spiel für den kanadischen Trainer in Diensten der Pinguine, Bob Leslie, daneben.

Krefeld. Die Premiere für den neuen Trainer Bob Leslie ging daneben. Mit einer 4:5 (0:0, 1:2, 3:2, 0:1)-Penalty-Niederlage gegen die Augsburg Panther kamen die Krefelder gestern Abend lediglich zu einem mageren Pünktchen. Die Pinguine drehten nach einem 1:3-Rückstand im Schlussdrittel zwar noch einmal auf und erreichten nach 60 Spielminuten ein 4:4, doch den entscheidenden Penalty versenkten die Augsburger durch Francoise Methot im sechsten Versuch. Die Kulisse war mit 2159 Zuschauern erneut sehr dürftig.
Obwohl die Krefelder jedem zahlenden Besucher, egal ob Tagesoder Dauerkarte, eine zusätzliche Freikarte spendierten, ließ die Resonanz deutlich zu wünschen übrig. Doch das hatte seinen Grund, denn die Freikartenaktion war erst kurzfristig durch den Aufsichtsrat eingeleitet worden und verpuffte. Da muss man den Fans demnächst wohl etwas zeitiger Bescheid sagen, will man neue Zuschauer in die Halle locken und neues Interesse wecken. Die Begegnung gestern Abend wurde praktisch erst im Schlussdrittel interessant. Im ersten Abschnitt spielte der KEV verhalten und teilweise auch pomadig. Das spürten dann auch die Gäste schnell und legten im Mittelabschnitt einen Zahn zu.

Und das wurde belohnt, denn sie gingen in der 27. Minute durch Brian Felsner bei Überzahl mit 1:0 in Führung. Dem 23-jährigen Florian Schnitzer blieb es zwar noch vorbehalten, bei 5:3 Überzahl der Krefelder in der 33. Minute den Ausgleich zu kassieren, doch dann setzten sich die Gäste mit einem Doppelschlag in Szene. Zuerst besorgte Björn Barta (35.) nach einem forschen Angriff die erneute Führung der Gäste, und schließlich erhöhte Brian Felsner (38.) sogar auf 3:1. War das die Vorentscheidung. Das wird sich auch der neue Trainer Bob Leslie gefragt haben.

Wie toll die Krefelder Fans sein können, bewiesen sie erneut im Schlussdrittel. Unaufhörlich trieben sie mit ihren Gesängen die Schwarz-Gelben nach vorne und die spielten plötzlich wie entfesselt auf und drehten den Spieß um. Florian Schnitzer markierte in der 46. Minute das 2:3 und Adrian Gygiel glich die Partie wenig später mit dem 3:3 aus. Als dann Chris Herperger mit dem 4:3 in der 54. Minute sogar die Führung erzielte, schien alles nach Wunsch zu laufen. Doch Brian Felsner zerstörte die Hoffnungen mit dem 4:4 Ausgleich (56.). Beim Penaltyschießen zielten die Krefelder nicht gut genug, denn nach Treffern von Rob Guillet und Ivo Jan und zwei Penalty-Erfolgen der Gäste war es Francois Methot, der im sechsten Versuch seinen Panthern den Zusatzpunkt sicherte.

"Ich hatte mehr erhofft. Schade für die fantastischen Fans", meinte Bob Leslie in der Pressekonferenz.

STATISTIK

Pinguine - Augsburg 4:5 (0:0, 1:2, 3:2, 0:1) n.P.
Pinguine: Müller Kunce/Kurtz, Dyck/Lehoux, Köttstorfer/Wright, Dück/Hyun Selivanov/Herperger/Brule, Guillet/King/Schnitzer, Ziesche/Jan/Grygiel, Schymainski//Gosdeck/Schröder
Tore:
0:1 (26:20) Felsner,
1:1 (32:23) Schnitzer (Kurtz/Guillet),
1:2 (34:48) Barta,
1:3 (37:57) Felsner,
:3 (45:34) Schnitzer (Guillet),
3:3 (51:32) Grygiel,
4:3 (53:56) Herperger,
4:4 (55:20) Felsner
Schiedsrichter: Martin Deubert (Bad Kissingen)
Zuschauer: 2 159
Strafminuten: Krefeld 12, Wolfsburg 14

03.11.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Preiswertes Debüt von Trainer Leslie

Pinguine erwarten Dienstag die Augsburger Panther in der Rhenlandhalle.

Krefeld. Wenn Dienstag (19.30 Uhr) die Krefeld Pinguine gegen die Augsburger Panther spielen, dann dürften die Tribünen trotz des Dienstagspiels gut gefüllt sein. Da ist zum einen das Interesse am neuen Trainer Bob Leslie, der erstmals als Coach an der Bande stehen wird. Dazu gibt es eine Aktion der Marke "zwei Karten für den Preis von einer". Wer im Besitz einer Eintrittskarte für das Spiel ist, bekommt kostenlos eine zweite Karte gleicher Kategorie dazu. Die zweite Karte wird allerdings erst vor dem Spiel an besonders ausgewiesenen Kassen der Rheinlandhalle ausgegeben.
Zurück ins Pinguine-Team kehrt nach abgelaufener Sperre Chris Herperger und wird mit Alexander Selivanov und Scott King den ersten Sturm bilden. Vadim Slivchenko (Leistenverletzung) wird noch geschont, und soll frühestens am Freitag gegen Nürnberg auflaufen. Mal wieder für Wirbel sorgte das Geschehen hinter den Kulissen. Pinguin-Boss Wilfrid Fabel ließ sich in einer Boulevard-Zeitung zitieren, dass derzeit jedes Spiel dem Klub ein Minus von 25 000 Euro einbrächte. Addierte man die letzten enttäuschenden Besucherzahlen, dann ergäbe dies allein schon ein Minus von weit über 100 000 Euro. "Und die Gesellschafter sind nicht mehr bereit, aus ihrer Privatschatulle für mehr als 1 000 Zuschauer, die nicht kommen, zu bezahlen."

Und drohte dann erstmals unverhohlen mit einem Crash während der aktuellen Spielzeit: "Wenn die Zuschauer kein Eishockey mehr in Krefeld sehen wollen, dann sollen sie so weiter machen. Dann ist hier in drei bis vier Monaten Schluss." Starker Tobak, doch ob das der richtige Ton für zu umwerbende Kunden ist? Vor allem, wenn man vor der eigenen Haustür so viel zu kehren hätte. Beispielsweise, dass die an sich gute Aktion mit der kostenlosen Zusatzkarte so dilettantisch vorbereitet wurde, dass man selbst weder mit Handzetteln noch Stadiondurchsagen dafür am Freitag werben konnte.

02.11.04
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004