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2004


Krefeld PinguineKEV besiegt Wolfsburg deutlich mit 6:1


2690 Zuschauer ließen nach dem 6:1 der Pinguine gegen die Grizzlys aus Wolfsburg Interimstrainer Franz Fritzmeier in der Rheinlandhalle hoch leben.

Krefeld. "Wir wollen den Trainer sehen", skandierten die 2 690 Zuschauer gestern Abend nach dem 6:1 (2:1, 2:0, 2:0)-Erfolg über die Grizzly Adams Wolfsburg. Doch der Interimstrainer ließ sich lange bitten, folgte dann aber doch dem Ruf der Menge, die ihn lautstark feierte. Die Fans fügten hinzu: "Oh Franz, wir sagen Danke schön." Jubelchöre also für Franz Fritzmeier, dessen kurze und erfolgreiche Zeit als Trainer schon wieder zu Ende ging. Denn ab sofort (siehe Einspalter sechste Kolumne) übernimmt der Kanadier Bob Leslie das Kommando.
Friede, Freude, Eierkuchen in der Krefelder Rheinlandhalle. Endlich haben die Krefeld Pinguine auch ihren Kantersieg in dieser Saison, nachdem es bis dato überwiegend deftige Schlappe gegeben hatte und konnten mit dem 6:1 über den Liga-Neuling aus der Autostadt auch ihre Torbilanz erheblich verbessern. Es war ein hochverdienter Erfolg vor einer abermals mageren Kulisse. Denn nach dem ersten Spielabschnitt waren die Gäste nur noch Sparringspartner für die Krefeld Pinguine und letztlich nur noch auf Schadenbegrenzung aus. Ihr forscher Auftritt über weite Strecken des ersten Aktes war letztendlich nur Strohfeuer.

Die Begegnung es war übrigens die Sechstletzte in der Rheinlandhalle begann fürwahr gar nicht so berauschend für die Pinguine. Die ersten beiden Torchancen hatte der Gast aus Wolfsburg bereits in der Anfangsminute, und ehe die Krefelder das 1:0 durch Stefan Schröder in der 13. Minute markierten, hätte es auch 2:0 oder 3:0 für Wolfsburg stehen können.

Ruhiger wurde es auf den Tribünen nach einer Viertelstunde Spielzeit, als die Gäste durch einen verdeckten Schuss von Alexander Genze den Ausgleich erzielten. KEV-Keeper Robert Müller schaute dem Puck nur noch verdutzt hinterher. Doch dann hatten die Autostädter, die später mehr Kuschelbären als Grizzlies waren, eigentlich schon ihr Pulver verschossen. Abwehrspieler Shayne Wright brachte demnach folgerichtig die Krefelder in der 17. Minute mit dem zweiten Tor in Führung. Von da an war der Siegeszug der Pinguine nicht mehr zu stoppen. Sie hätten gestern auch zehn Treffer erzielen können. Publikumsliebling Alexander Selivanov erhöhte gleich zu Beginn des zweiten Drittels auf 3:1.

Und als die Duisburger Leihgabe Martin Schymanski auf 4:1 erhöhte (28.), gingen auch die Fans mit ihren Jubelgesängen begeistert mit. Der Rest war dann eine einzige Freudenfeier mit zwei weiteren locker herausgespielten Toren der Gastgeber.

STATISTIK

Pinguine - Grizzly Adams Wolfsburg 6:1 (2:1, 2:0, 2:0)
Pinguine: Müller - Kunce/Kurtz, Dyck/Lehoux, Köttstorfer/Wright, Selivanov/King/Ziesche, Guillet/Brule/Schnitzer, Schröder/Jan/Grygiel, Schymainski/Dück/Gosdeck
Tore:
1:0 (12:50) Schröder (Grygiel/Jan),
1:1 (14:35) Genze,
2:1 (16:59) Wright (Grygiel/Guillet),
3:1 (20:42) Selivanov (Köttstorfer/Ziesche),
4:1 (27:25) Schymainski (Grygiel),
5:1 (41:06) Ziesche (Selivanovw/King),
6:1 (46:29) Brule (Schnitzer/Guillet)
Schiedsrichter: Martin Reichert (Lindau)
Zuschauer: 2690
Strafminuten: Krefeld 12, Wolfsburg 14

31.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Gegen Wolfsburg ist ein Sieg Pflicht


Der Aufsteiger gibt heute um 19.30 Uhr seine Visitenkarte in der Rheinlandhalle ab. Ein Spiel Sperre für Herperger und keine Impulse aus dem Fan-Hearing.

Krefeld. Faktisch sind die Grizzly Adams Wolfsburg der Aufsteiger. Doch finanziell und sportlich haben sie sich schnell im Mittelfeld der DEL etabliert. Heute gibt das Team aus der VW-Stadt, gesponsort von Skoda, erstmals seine Visitenkarte in der Rheinlandhalle ab (19.30 Uhr). "Das wird ein ganz schweres Spiel, und keineswegs leichter als zuletzt die Begegnungen gegen die großen Drei", warnt Interimstrainer Franz Fritzmeier, und verweist auf die mannschaftliche Stärke und die Erfahrung, die im Team der Grizzlys stecken. Per Video hat sich der Trainer über den neuen DEL-Klub informiert.
Zehn neue Akteure spielen im Team des Aufsteigers, der auf Platz elf mit 14 Punkten steht, und seine drei Auswärtspunkte mit dem 3:1-Sieg in Kassel holte. Im eigenen Eispalast kamen die Grizzlys unter Trainer Stefan Mikes schon zu elf Zählern und vier Siegen. Ivan Ciermik aus der AHL (Washington), Oldtimer Ladislav Karabin und Xavier Deslisle (aus Augsburg) sind erfolgreiche Stürmer, der slowakische Weltmeister Petr Smerek ist der beste Abwehrspieler, dazu noch der aus Schweden gekommene Per Anton Lundström. Bei den Pinguinen fehlt der für ein Spiel gesperrte Chris Herperger. Seinen Platz im ersten Sturm wird Steffen Ziesche einnehmen.

Ansonsten gibt es keine Änderungen. Fritzmeier will mit vier Angriffsreihen und drei Abwehrblöcken spielen. Vadim Slivchenko wird noch nicht dabei sein, steht aber möglicherweise am Dienstag im Heimspiel gegen die Augsburg Panther wieder auf dem Eis. Fritzmeier urteilte: "Wer in die Play-off will, und das wollen wir, muss ein solches Spiel gewinnen." Alle Krefelder Neubürger erhalten beim Heimspiel gegen die Augsburger Panther am Dienstag, 2. November (19.30 Uhr) eine Freikarte für den Stehplatz (Erwachsene) auf der Oberen Westtribüne. Gegen Vorlage des Schreibens der Stadt in Verbindung mit dem beiliegenden Gutschein sowie dem Personalausweis kann die Karte an der Abholkasse am Spieltag entgegen genommen werden.

Weder klüger oder gar überzeugter gingen die rund 100 Fans nach dem zweistündigen Fan-Hearing heim. Die Chance für die Pinguine, diese "Multiplikatoren" für sich und ihre Sache zu motivierren, wurde schlicht vertan. Denn fast in Büßerpose durfte Geschäftsführer Wolfgang Schäfer die teilweise heftigen Attacken auf die "Wirtschaftspolitik" der Pinguine einstecken. Seine "sportliche Begleitung", Interimstrainer Franz Fritzmeier und Spieler Steffen Ziesche, hatten nach den erfolgreichen Spielen der letzten Woche gute Karten bei den Fans. Dabei rechnete man es bei den Anhängern Schäfer durchaus hoch an, dass "Sie sich stellen, Gesellschafter aber nicht".

Die unverhohlene Kritik am Aufsichtsrat und Generalbevollmächtigten Wilfrid Fabel war unüberhörbar. "Es gibt ja noch jemand ganz anderen zu fragen, der aber leider nicht anwesend ist", so ein Fan unter lautem Applaus. Die Fragen waren harsch bis deftig: Was wurde getan, um Fans an den Klub zu binden? Wie will man die Halle voll bekommen? Wer ist für Marketing verantwortlich bei den Pinguinen? Ist es nicht peinlich für die Pinguine, dass jetzt die Fanklubs Plakate machen müssen? Die Antworten waren "dröge" bis unbefriedigend, Nur einmal wehrte sich Schäfer, deckte dabei die Machtverhältnisse bei den Pinguinen unfreiwillig auf: Bei der Vermarktung der Meisterschaft habe man auf eine Düsseldorfer Agentur gesetzt, für die sich ein Gesellschafter stark gemacht habe.

"Herausgekommen ist dabei Null." Vorwürfe, dass er und die Geschäftsstelle einfach zu wenig Initiative zeigten, konterte Schäfer sichtlich angefressen: "Wir können gerne mal sehen, was Sie mit gleichen Mitteln und Voraussetzungen erreichen würden." Fazit eines Fans nach zwei Stunden Austausch von bekannten Positionen ohne zukunftsweisende Visionen: "Solange sich da oben nichts tut, werden die Zuschauer auch nicht in Mengen zum KEV strömen." Den Lacher des Abends leitete Sportchef Fritzmeier mit dem nur einem "noch jungen Pinguin" nachzusehenden Satz ein, dass die Pinguine doch mit einer Stimme sprächen. "Aber die ist heute gar nicht da", fabulierte da ein Fan lauthals.


29.10.04
Von Thomas Klein und Walther Lenders

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2004


"Ordnende Hand bei Krefeld Pinguinen"

Leserbrief zum Thema: "Ordnungsdienst bei Krefeld Pinguinen"

Zu: Stadionverbot für Würstchenessen auf der Tribüne.
Was mir im letzten Heimspiel des KEV`s widerfahren ist, habe ich in meiner 30-jährigen Eishockeyzeit (seit 1974 Dauerkartenbesitzer) noch nicht erlebt. Unser Sohn (9 Jahre) hatte sich eine Bockwurst mit Brötchen (ohne Ketchup/Senf) geholt und diese, zum ersten Mal überhaupt, auf der Südtribüne gegessen. Als die Ordnerin, die auf der Haupttribüne stand, dies sah, gestikulierte sie mit ihren Armen, um uns anzudeuten, dass er in der Raucherzone essen sollte. Sie hielt es nicht für nötig, zu uns zu kommen, und mit uns zu sprechen. Wir reagierten nicht.
Nach einer Weile kam Herr Hoffmann (Fa. control) auf uns zu und wies auf das "Gesetz" hin, dass auf den Tribünen Essverbot für Pommes, Schnitzel und Würstchen herrsche. In einem Atemzug sagte er auch, dass jedoch Brezel, Chips oder Ähnliches und auch Getränke aller Art auf den Tribünen verzehrt werden dürfen. Ich fragte: kann man denn mit diesen Sachen nichts versauen? Wo besteht da ein Unterschied? Begründung: es könnten Essensreste in den Boden getreten werden und die Rheinlandhalle wäre bereits von Ratten befallen. Ich frage mich, wie kann man etwas in einen Betonboden eintreten?

Als Herr H. unseren Sohn aufforderte, die Tribüne zu verlassen (Wurst war bereits aufgegessen, er hielt nur noch das Brötchen in der Hand), widersetzte sich mein Mann der Anordnung dieses Ordners. Daraufhin zog Herr H. von dannen, um in der zweiten Drittelpause mit zwei weiteren Ordnern und drei Polizisten im Schlepptau meinem Mann Stadionverbot zu erteilen. Wie ein Schwerverbrecher (es fehlten nur noch die Handschellen) wurde mein Mann aus dem Stadion geführt. Die Leute, die dieses Spektakel mitbekamen, schüttelten nur mit dem Kopf und tippten sich an die Stirn.

Es ist wirklich traurig, wie ein Verein sich von so einer Firma die Zuschauer vergraulen lässt, insbesondere diejenigen, die auch in schlechten Zeiten zum Verein stehen und noch immer wiederkommen. Es ist auch nicht das erste Mal, dass sich Zuschauer über diesen Ordnungsdienst beschweren. Schade nur, dass meine Familie eine Dauerkarte für diese Saison besitzt, sonst wäre es bestimmt vorerst der letzte Besuch für uns in der Rheinlandhalle gewesen.

Fazit: auch eine rote Karte für diesen Ordnungsdienst.
Petra Cremer
Heyenbaumstraße 102
Krefeld

28.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


"Einer kostenlos zum Spiel"

Leserbrief zum Thema: "Leere Halle bei den Krefeld Pinguinen".

Zu: "Krefeld Pinguine"
" Das ständige Gejammer der Verantwortlichen mangels Zuschauern und daraus resultierend mangels Finanzen kann ich nachvollziehen. Darum möchte ich versuchen, Ihren Geist ein wenig zu erhellen und Ihnen die Umstände zu erläutern. Ein wesentlicher Grund für die schwache Resonanz dürfte in der Ansetzung der Sonntagsspiele um 14.30 Uhr liegen. Es wäre zweckmäßig gewesen, wenn Sie sich vor solch einer Entscheidung bei ihrer "Kundschaft" einmal erkundigt hätten, wie deren Meinung zu einer Verlegung auf 14.30 Uhr ist.
Darüber hinaus haben Sie nicht damit gerechnet, dass es auch in unseren Breitengraden im September und Oktober noch sonnig und warm ist. Da müssen Sie akzeptieren, wenn junge Familien mit ihren Kindern andere Aktivitäten an der frischen Luft einem Nachmittag in der Eishalle vorziehen. Aber auch bei den anderen Fans lautet der Tenor ganz klar: "Viel zu früh, der ganze Tag ist somit verplant!"

Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing wird schon seit langem kritisiert, Werbeplakate für die einzelnen Spiele habe ich eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Die diversen Entlassungen verschiedener Trainer und die begleitenden Umstände waren nicht gerade dazu angetan, die Stimmung bei den Fans zu verbessern. Aktionen während der Drittelpausen Fehlanzeige! An den fehlenden Komfort in der Halle hat man sich schon gewöhnt. Wer jetzt aber glaubt, dass irgendeine Reaktion Ihrerseits auf die ausbleibenden Zuschauer erfolgt, der sieht sich schwer getäuscht.

Was halten Sie davon, der guten alten Rheinlandhalle ihre letzten Tage ein wenig zu verschönern. Warum folgen Sie nicht dem Beispiel anderer DEL-Vereine, die ihren zahlenden Kunden als Bonbon anbieten, eine begleitende Person kostenlos mit zum Spiel zu bringen. Der Biss in diesen Apfel scheint auf den ersten Blick sauer, weil kein Geld in die leere Kasse kommt, aber ungenießbar ist er nicht, denn vielleicht kommt der ein oder andere danach häufiger zum Eishockey.

Und das sollte in Anbetracht des bevorstehenden Umzugs in die neue Arena doch nicht uninteressant für den Verein sein. Denn Sie werden hoffentlich nicht im Ernst glauben, dass mit dem Umzug in die neue Halle automatisch 4000 bis 6000 Zuschauer oder mehr zu den Spielen kommen. Also meine Herren, bevor die Krefeld Pinguine vor nahezu leeren Rängen spielen müssen, heben Sie Ihren Allerwertesten und kommen endlich in die Puschen!

Christiane Kersting
Hermann-Löns-Straße 2,
47877 Willich.

28.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


Heute Entscheidung um Trainer

Kim Collins oder Lubomir Pokovic? Die Führung der Pinguine ringt darum, den geeigneten Mann für die Mannschaft zu verpflichten.

Krefeld. Ob sich Butch Goring an alte Zeiten erinnern wollte? Auf jeden Fall war der DEG-Trainer am Dienstag in der KölnArena an dem Ort, an dem er seinen größten (Finale um Deutsche Meisterschaft) und einen seiner letzten Siege mit den Pinguinen feiern durfte. Seinen Nach-Nach-Nach-Nachfolger dürfte er zumindest teilweise beneidet haben. Teilweise, weil zum lobenswerten Kampfgeist bei der vermeidbaren 3:4-Niederlage in Köln auch das kam, was auch schon Goring erzürnte: dummes Zweikampfverhalten.
Zweifelhafter Höhepunkt: die ungestüme Attacke des gerade erst wieder genesenen Chris Herperger zum Kopf von Lewandowski. "Das wird hoffentlich nur zwei Spiele Sperre geben", sagt Fritzmeier mit dem Wunsch als Vater des Gedankens. Sollte was nicht ungewöhnlich wäre der Langzeitverletzte Vadim Slivchenko noch nicht fit sein, dann müsste der neue Trainer am Freitag gegen Wolfsburg wieder mit einem Rumpfteam antreten. Denn, "das ist schon einer, der sofort anpacken will", so charakterisiert Fritzmeier den "Neuen". Ob dessen Name nun Kim Collins (Ex-Trainer in Schwenningen) oder Lubomir Pokovic (Ex-Trainer in Tölz und Assistent bei slovakischer Nationalmannschaft) sein wird, das entscheidet heute der Aufsichtsrat mit Generalbevollmächtigtem Wilfrid Fabel.

Auch wenn Fritzmeier betont, dass seine sportliche Auswahl die Vorgabe wäre. Denn eines ist klar: Der Mann muss mehr sein, als nur ein Trainer. Er trägt schon vor der ersten Sekunde die Bürde, auch ein Signal zu sein, wie ernst es die Gesellschafter noch mit den Pinguinen meinen. Gestern war trainingsfrei, um die Köpfe frei zu pusten, heute beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Wolfsburg am Freitag. Nach dem Training folgt am Abend das Fan-Hearing im Bowlingcenter Königshof (19 Uhr). "Ich hoffe, Vadim Slivchenko kann am Wochenende noch einmal ausgiebig trainieren, ich rechne in der nächsten Woche mit seinem Einsatz", sagte Fritzmeier.

Es habe ja auch in Köln nach dem Ausscheiden von Herperger geklappt und hofft, trotzdem am Freitag vier Sturmreihen gegen die Grizzly Adams Wolfsburg in der Rheinlandhalle (19.30 Uhr) aufbieten zu können. Vielleicht folgen die Fans diesmal vermehrt (zuletzt nur 1836 Zuschauer) der Hoffnung von Trainer und Mannschaft, zahlreicher in der Rheinlandhalle zu erscheinen.

28.10.04
Von Thomas Klein und Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


3:4 - Pinguine verspielten Führung in Köln

Bei der 3:4-Niederlage im Rheinderby bei den Kölner Haien fehlte den Krefeldern gestern Kraft und Konzentration, um den 3:2-Vorsprung zu verteidigen.

Krefeld. Mit etwas Glück und weniger Müdigkeit hätten die Krefeld Pinguine gestern in der Köln Arena auch das dritte Spiel gegen einen Top-Klub gewinnen können. Am Ende waren die Kölner Haie froh, dass sie ihr Jubiläumsspiel in der Köln-Arena (200.) mit 4:3 (2:1, 0:2, 2:0) gewinnen konnten. Die Pinguine mobilisierten nach den Erfolgen in Mannheim und gegen Ingolstadt noch einmal die letzten Kraftreserven, doch es reichte nicht ganz.
94 Sekunden lief die Begegnung vor 14177 Zuschauern, als es zum ersten Mal im Tor der Haie klingelte. Bei Überzahlspiel servierte Alexander Selivanov den Puck maßgerecht auf den Schläger von Scott King, und der hatte keine Mühe, den KEV in Führung zu bringen. Das blieb allerdings in den ersten 20 Minuten die einzig gute Aktion der Pinguine in der Offensive. Einen Bärendienst erwies Chris Herperger dem Team, als er sich in der neunten Minute mit einem Revanchefoul gegen den Kölner Lewandowski eine bittere Strafe einfing. Sein Check gegen den Kopf des Kölners ahndete Schiedsrichter Heiko Dahle mit fünf Minuten Strafe plus einer Matchstrafe. Damit wird Herperger auf jeden Fall in den beiden nächsten Heimspielen fehlen. Die Kölner nutzten die fünf Minuten Überlegenheit zu zwei Treffern durch Colin Beardsmore (12.) und Dave McLlwain (13.).

Im Mittelabschnitt waren die Krefelder clever im Ausnutzen ihrer Torchancen. Zwei Chancen zwei Tore. Das 2:2 (25.) war eine feine Einzelleistung von Steve Brule, der völlig unbehindert das Kölner Tor umfahren durfte und gegen Torhüter Thomas Greiss per Bauerntrick einlochte. Die 3:2-Führung der Pinguine besorgte wiederum Steve Brule in Überzahl nach guter Vorarbeit von Shayne Wright.

Im Schlussabschnitt, als die Kölner wieder Stammtorhüter Chris Rogles in den Kasten stellten, hatten die Krefelder nicht mehr die Kraft und Konzentration, die Führung über die Zeit zu bringen. Bei Kölner Unterzahl gestatteten sie Mirko Lüdemann einen Alleingang, den auch Torhüter Robert Müller nicht stoppen konnte. Den Siegtreffer erzielte Stephan Julien, bei Kölner Überzahl, mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie. Den durchaus möglichen Ausgleich verhinderte Rogles in der Schlussminute bei einem Schuss von Daniel Kunce.

STATISTIK

Kölner Haie - Krefeld Pinguine 4:3 (2:1, 0:2, 2:0)
Pinguine: Müller - Kunce/Kurtz, Wright/Köttstorfer, Lehoux/Dyck, Huyn/Dück Selivanov/King/Herperger, Guillet/Brule/Schnitzer, Ziesche/Jan/Grygiel, Schröder/Gosdeck/Schymainski
Tore:
0:1 (1:34) King (Selivanov),
1:1 (11:22) Beardsmore (Blank/Adduono),
2:1 (12:58) McLlwain (Hicks),
2:2 (24:24) Brule (Schnitzer/Guillet),
2:3 Brule (Wright/Ziesche),
3:3 (45:10) Lüdemann (Lewandowski/Boos),
4:3 (49:21) Julien (Adduono)
Schiedsrichter: Dahle (Berlin)
Zuschauer: 14 177
Strafminuten: Köln 12, Krefeld 15 plus 10 Minuten für Köttstorfer und Matchstrafe für Herperger

27.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Trikot-Sonderedition: "Good-Bye-Rheinlandhalle"

Es gibt ein besonderes Fan-Trikot zum Abschied aus der Kultstätte.

Krefeld. "Good-Bye-Rheinlandhalle" heißt es auf einem Fan-Trikot der Krefeld Pinguine, das in einer Sonderedition an 68 Jahre Eishockeysport in der altehrwürdigen Rheinlandhalle erinnern soll. Auf dem Trikot sollen die Namen aller Spieler sowie die offiziellen Vereinslogos des KEV und der Krefeld Pinguine seit 1936 verewigt sein. Jeder Fan kann sich ein Stück Rheinlandhalle sichern, heißt es in der Werbeschrift.
Zum Preis von 50 Euro sind die Trikots über die Geschäftsstelle der Krefeld Pinguine und bei den Heimspielen bis 5. November zu bestellen. Die Ausgabe der Trikots erfolgt am 3. Dezember beim letzten Heimspiel der Pinguine in der Rheinlandhalle gegen Mannheim. "Dieses Trikot ist historisch wertlos", urteilt ein Fan im Internet kompromisslos. Ihm fehlt bei einer Rheinlandhallen-Würdigung die Zeit des KTSV Preußen Krefeld mit der deutschen Meisterschaft 1951.

Schließlich haben die Schwarz-Gelben 1971 Preußen Krefeld komplett übernommen und damit auch diesen Teil Eishockey-Geschichte in Krefeld.

27.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


Trainersuche und Tölzer Treff

Pinguine spielen heute in Köln, dabei messen erstmals Fritzmeier und Zach die Kräfte an der Bande. Donnerstag stellen sich drei Kandidaten dem Aufsichtsrat.

Krefeld. Er mühte sich, das Ganze herunter zu spielen, doch den persönlichen Reiz des heutigen Trainerduells am Rande des Pinguin-Gastspiels in Köln (19.30 Uhr) konnte Franz Fritzmeier nicht verbergen. Dort der etablierte und selbst ernannte Trainer-Guru Hans Zach, hier der erst durch die Pinguin-Krise an der Bande gespülte Interims-Coach Fritzmeier, der noch vor zwei Jahren in der dritten Liga arbeitete. Dass beide zudem aus Bad Tölz stammen und beide die Diplomtrainer-Lizenz besitzen, seien aber laut Fritzmeier die einzigen Gemeinsamkeiten. Ansonsten habe er, so machte er einmal deutlich, nichts mit dem bekennenden Alpenvulkan gemein.
Obwohl, so ganz ohne Temperament ist Fritzmeier an der Bande auch nicht. Besonders, wenn er den Seinen das einfache Spiel einbläuen will. "Das mögen manche gar nicht, denn dabei kann man sich nicht verstecken. Da sieht jeder, wer den Fehler gemacht hat." Für den "Noch-Coach" hängt heute alles ab von der Laufbereitschaft. "Wir müssen bereit sein, auch am Ende der Kraft noch die nötigen Schritte zu tun." Aber ob dies nach den beiden Kampf-Siegen gegen den Ersten und Dritten der DEL nun kräftemäßig auch noch gegen den Zweiten reicht? "Köln spielt anders", sagt Fritzmeier und zielt damit auf das vorsichtig formuliert zurückhaltende Offensivspiel der Haie ab. So dürfte die Fans wohl eine gehörige Portion Eis-Schach in einem engen Spiel erwarten.

Sofort nach dem Abpfiff heute Abend gilt dann Fritzmeiers Augenmerk wieder verstärkt der Suche, nach seinem Nachfolger an der Bande. Am Donnerstag soll dem Vernehmen nach die "Trainerfindungs-Kommission" (Aufsichtsrat und Wilfrid Fabel) drei Kandidaten unter die Lupe nehmen und sich dann entscheiden. Bleibt zu hoffen, dass die Herren nunmehr ihre Auswahlkriterien etwas modifiziert haben. Denn bislang zeichneten sich ihre Personalentscheidungen (der Neue wäre Trainer Nummer sechs in 11 Monaten) vor allem durch hohe Folgekosten in Form von Abfindungen aus. Jeweils als "menschliche Enttäuschungen" bezeichnete Generalbevollmächtigter Wilfrid Fabel die Fehlgriffe. Da lässt nur die Aussage von Fachmann Fritzmeier hoffen: "Mein Favorit dürfte sicherlich an der Spitze stehen."

Am Donnerstag sollen sich Fritzmeier, Geschäftsführer Schäfer und Steffen Ziesche den Fans bei einem Hearing im Bowlingcenter Bode, Kölner Str. 234, ab 19 Uhr stellen.

26.10.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

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2004


Dilemma durch Fritzmeiers Siege

Sportleiter oder doch Trainer? Das ist die Frage.

Krefeld. Der Verlierer wirkte gefasster als der Sieger. Während Ingolstadts Ron Kennedy Krefelds kämpferische Leistung und Goalie Robert Müller für den knappsten aller möglichen Erfolge verantwortlich machte, sprudelte es aus Franz Fritzmeier nur so heraus. Er hatte immer noch den Ärger im Hals, dass seine Mannschaft "nicht das Tempo gegangen sei, wie in Mannheim".
"Wir haben viel zu viele Leichtsinnsfehler gemacht", so der Interimstrainer mit immer noch sichtbarer Aufregung. Der allerdings nicht vergaß, sich bei den Fans zu bedanken, die in der Tat mit ihren Anfeuerungsrufen der Mannschaft im letzten Drittel "das letzte Fitzelchen Kraft abgerufen haben". Also alles eitel Freude, Sonnenschein? Nun ja, denn Erfolg schafft Begehrlichkeiten. "Wir leben in der DEL, da kann einer allein den Job nicht machen", so Fritzmeier zu den fast natürlichen Gedanken, warum man denn nun eigentlich einen neuen Trainer braucht, wenn der Sportliche Leiter doch so schön gewinnt.

Ob denn zumindest das Terrain für den "Neuen", der laut Geschäftsführer Wofgang Schäfer in dieser Woche kommen soll, nun gut bestellt sei? "Der wird auch noch genügend Probleme bekommen", schätzt Fritzmeier die Truppe richtig ein. Aber für eines ist er "verantwortlich": einen auch als Trainer erfolgreichen Sportlichen Leiter im Nacken.

25.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


Immer wieder Müllers Fanghand

Nach dem 4:2-Erfolg in Mannheim setzten die Krefeld Pinguine nach und gewannen auch gegen den Tabellendritten Ingolstadt vor nur 1838 Zuschauern mit 1:0.
Krefeld. Respekt, Respekt! Zwei Tage nach dem sensationellen 4:2-Erfolg in Mannheim setzten die Krefeld Pinguine noch einen drauf und schickten auch den Tabellendritten ERC Ingolstadt mit einer Niederlage nach Bayern zurück.
Der Sieg der Pinguine fiel zwar mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) äußerst knapp aus, aber er war nach der aufopfernden Arbeit des gesamten Teams mit herausragenden Reaktionen von Torhüter Robert Müller nicht unverdient. Können die Mannen von Interimstrainer Franz Fritzmeier jetzt noch einen draufsetzen und am Dienstag in der Kölnarena (19.30 Uhr) auch den Tabellenzweiten Haie bezwingen?

Nur 1838 Zuschauer fanden bei sommerlichen Temperaturen den Weg in die Rheinlandhalle. Aber die, die gekommen waren, halfen mit lautstarker Unterstützung vor allem im Schlussdrittel mit, den knappen Sieg über die Zeit zu bringen.

Die bange Frage, die sich Fritzmeier während der letzten Minuten immer häufiger wohl gestellt haben mag, bezog sich auf das Durchhaltevermögen seiner Mannschaft. Doch gerade in diesem Punkt ließen ihn seine Schützlinge nicht im Stich. Sie kämpften aufopfernd und ließen sich auch nicht durch die Intensität und Schnelligkeit der Gäste beeindrucken.

Und im Gegensatz zu den Spielen vor einigen Wochen, als man weder einen Vorsprung über die Zeit bringen noch im Schlussspurt Reserven mobilisieren konnte, übersteht das Pinguine-Team derzeit auch die letzten Minuten manchmal mit Glück, aber immerhin. Das mussten auch die vom NHL-Crack Marco Sturm geführten Gäste anerkennen, die immer wieder am glänzenden Torhüter Robert Müller scheiterten. Er hat endlich seine alte Stärke wieder erlangt.

Während am letzten Sonntag ein Müller-Fehler die 0:1-Niederlage gegen die Hamburg-Freezers besiegelt hatte, passierte dieses Malheur dem bisher so hochgelobten Jimmy Waite im Tor der Ingolstädter. Er ließ einen Puck nach Schuss von Adrian Grygiel (34.) durch die "Hosenträger" ins Tor trudeln, war aber auch ansonsten nicht so souverän wie sein Antipode Robert Müller.

Belebend machte sich die Rückkehr von Chris Herperger bemerkbar, der seine Schädelverletzung wohl endgültig überwunden hat und nach sieben Spielen Pause wieder dabei war. War das Auftaktdrittel teilweise noch langweilig, so erhöhten sich Tempo und Druck vor allem von Ingolstadt im Mittelabschnitt zusehends.

Im Schlussabschnitt durften die Zuschauer sich über eine Partie freuen, die von Minute zu Minute spannender wurde, da die Gäste noch einmal das Tempo erhöhten. Aber die Pinguine hielten dagegen, und wenn es brenzlig wurde, dann war die Fanghand von Robert Müller Endstation.

24.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine siegen 4:2 beim Spitzenreiter

Sensation bei den Adlern in Mannheim: Gäste vom Niederrhein gewannen beim Spitzenreiter verdient mit 4:2-Toren. Morgen (14.30 Uhr) kommt der ERC Ingolstadt in die Rheinlandhalle.

Mannheim. Das ist nach dem bisherigen Saisonverlauf eine echte Sensation. Acht Spiele war der alleinige Tabellenführer Adler Mannheim unbesiegt, drohte mit seinen NHL-Stars, einen Alleingang zu starten, und dann kamen die so arg gebeutelten Pinguine aus Krefeld. Und siehe da, der Wunsch von Interimstrainer Franz Fritzmeier: "Jede Serie geht einmal zu Ende" erfüllte sich, und nach dem 4:2 von Kassel am letzten Freitag gewann sein Team gestern in Mannheim mit dem gleichen Resultat. Hochverdient, denn die Pinguine hatten eine Vielzahl von guten Chancen, spielten engagiert und blieben auch im Schlussabschnitt cool und clever.
Als die Adler nach 148 Sekunden das 1:0 durch John Tripp erzielten, da skandierten die Mannheimer Fans: "Nur noch neun." Doch die Pinguine gaben eine andere Antwort, denn in der 8. Minute konnte Rob Guillet nach Zuspiel von Justin Kurtz und Scott King den Ausgleich markieren. Und das Team von Trainer Franz Fritzmeier blieb am Drücker, holte sich die erste Drittelführung durch einen Treffer von Scott King. Mannheims hochgelobter Torhüter Cristobal Huet hatte hinter dem Tor die Scheibe an Steve Brule verspielt, der schob zu King und der traf ins leere Tor.

Zum Entsetzen der 5700 Mannheimer Zuschauer erhöhte Steve Brule in der 23. Minute nach feiner Vorarbeit von Alexander Selivanov auf 3:1. NHL-Crack Jochen Hecht blieb zwar in der 37. Minute vorbehalten, auf 2:3 zu verkürzen, doch eine anschließende Prügelei mit Shayne Wright führte für beide zu einer Spieldauer-Disziplinarstrafe und zum frühzeitigen Duschen. Da durfte sich auch noch der Mannheimer Steve Kelly in der Pause anschließen, den Schiedsrichter Awizus nach einem heftigen Wortwechsel in die Kabine schickte. Kurz vor dem Seitenwechsel fiel das 4:2 durch Scott King.

Im letzten Abschnitt hätte der KEV erhöhen müssen, doch Selivanov traf nur den Pfosten. Ansonsten hielten die Pinguine die ausgebufften NHL-Cracks gut in Schach, und wenn einmal Gefahr drohte, dann war Robert Müller im Gästetor ein großer Rückhalt. Morgen/Sonntag müsste die Rheinlandhalle gegen Ingolstadt wieder "brummen". Heute stellt sich übrigens mit dem NHL-Spieler Casey Hankinson (28) aus Kanada ein weiterer Testspieler vor.

STATISTIK

Adler Mannheim - Krefeld Pinguine 2:4 (1:2, 1:2, 0:0)
Pinguine: Müller - Kunce/Kurtz, Wright/Köttstorfer,Lehoux/Dyck - Selivanov/King/Ziesche, Guillet/Brule/Schnitzer, Gosdeck/Herperger/Dück, Schröder/Jan/Grygiel
Tore:
1:0 (2:28) Tripp (Healey/Blank),
1:1 (7:29) Guillet (Kurtz/King),
1:2 (17:17) King (Brule/Guillet),
1:3 Brule (22:36) Guillet/Schnitzer),
2:3 (36:40) Hecht (Edgerton/Podollan),
2:4 (39:06) King (Selivanov/Kunce)
Schiedsrichter: Frank Awizus
Zuschauer: 5700
Strafminuten: Mannheim 15 plus Spieldauer Hecht und Kelly, Krefeld 21 plus Spieldauer für Wright.

23.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


KEV nun gegen die großen Drei

Stehen Pinguine gegen das Top-Trio der DEL auf verlorenem Posten oder ist ein Coup drin?

Krefeld. "Es muss für jeden Spieler ein Ansporn sein, gegen die Spitzenteams zu spielen", sagte gestern Pinguine-Interimstrainer Franz Fritzmeier. Und so hofft er darauf, dass seine Schützlinge auch beim Kampf gegen die großen Drei nicht völlig leer ausgehen. Die großen Drei: Das sind in der Reihenfolge heute beim Spitzenreiter Adler Mannheim (19.30 Uhr), das Sonntags-Match in der Rheinlandhalle (14.30 Uhr) gegen den Tabellendritten ERC Ingolstadt und am Dienstag die Begegnung in der Kölnarena (19.30 Uhr) beim jetzigen Tabellenzweiten Kölner Haie. "Hammerhart" meinte Fritzmeier dazu, aber auch "eine echte Herausforderung."
Da kam gestern das Signal von Stürmer Chris Herperger: "Trainer , ich werde es versuchen, es geht mir besser", zum richtigen Zeitpunkt. "Ich werde Chris, der problemlos mittrainiert hat, erst einmal sporadisch einsetzen", will Fritzmeier heute in Mannheim seinen Stürmerstar noch nicht voll belasten, sondern erst einmal testen. Klappt es, dann soll Herperger am Sonntag wieder mit Alexander Selivanov ein hoffentlich erfolgreiches Pärchen beim Heimspiel bilden. Und da mit Vadim Slivchenko ein weiterer Stürmer wieder im Training ist, könnte sich die personelle Situation verbessern.

Dringend erforderlich, denn seit 146 Minuten sind die Krefeld Pinguine ohne Torerfolg, rechnet man die 0:6-Pokalpleite vom Dienstag in Hannover mit hinzu. In der Abwehr wird sich gegenüber den vergangenen Spielen wenig ändern, denn vor Torhüter Robert Müller stehen die drei Paare, die auch schon am letzten Wochenende ordentlich arbeiteten. Die Adler aus Mannheim sind auch für Fritzmeier derzeit das kompakteste Team der Liga. "Wenn man NHL-Cracks wie Torhüter Christobal Huet, Jochen Hecht und Sven Butenschön im Team hat und zudem aus dem Vollen schöpfen kann, dann ist man als Trainer in einer beneidenswerten Lage", blickt Fritzmeier auf seinen Mannheimer Kollegen Helmut de Raaf.

Ähnliches gilt für den ERC Ingolstadt, der am Sonntag mit seinem überragenden NHL-Stürmer Marco Sturm in die Rheinlandhalle kommt. Aber vielleicht können die Pinguine auch noch auf einen NHL-Crack hoffen, der finanziell aufgrund des doch wohl lange dauernden Spielerstreiks billiger und damit auch für die schmale Pinguine-Kasse bezahlbarer geworden ist. Aber da soll bekanntlich der neue Trainer mitsprechen. Und der kommt voraussichtlich erst in der kommenden Woche.


22.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


0:6 - Pinguine aus dem Pokalrennen

Pokalaus für die Krefeld Pinguine, denn sie verloren gestern in Hannover mit 0:6 (0:1, 0:4, 0:1)-Toren gegen die Scorpions.

Hannover. Ein Ausscheiden, das Interimstrainer Franz Fritzmeier ärgerte: "Ich bin nicht hierher gefahren, um so zu verlieren." Bei den Krefeldern fehlten neben den beiden Verletzten Vadim Slivchenko und Chris Herperger auch Torhüter Robert Müller und Stürmerstar Alexander Selivanov.
Ersterer, weil er eine schöpferische Pause haben soll, Letzterer, weil er nach seinem Nasenbeinbruch von Sonntag (Schuss des Mitspielers Martin Schymainski) geschont werden sollte. Beide sind am Freitag in Mannheim und am Sonntag gegen Ingolstadt wieder mit dabei.

Das erste Drittel konnten die Pinguine noch gut überstehen. Lediglich Todd Hlushko überwand Torhüter Christian Rohde in der 17. Minute. Scott King und Daniel Kunce scheiterten aussichtsreich. Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts fiel das 2:0 der Scorpions, erneut durch Hlushko in Überzahl. Den dritten Treffer markierte der Ex-Pinguin Jonas Lanier in der 30. Minute.

Danach war es Robert Hock, der mit den Treffern vier (32.) und fünf (39.) den Pinguinen den K.o. versetzte. Dazwischen lagen eine Faustkampf-Einlage des Hannoveraners Marian Cisar und des Krefelders Shayne Wright, die beide duschen gehen durften, sowie ein Wechsel im Krefelder Tor, denn Markus Janka kam in der 35. Minute. Den Schlusspunkt setzte Mario Deydar (50.) im letzten Abschnitt. 6:0. Dann war Schluss!

20.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


Gemischte Gefühle vor Pokalspiel in Hannover

Mit eher gebremstem Schaum werden heute um 19.30 Uhr die Pinguine im Pokalspiel bei den Hannover Scorpions antreten.

Krefeld. Interimscoach Franz Fritzmeier hatte schon vor Tagen mit Blick auf die "kanadischen Wochen" und den kleinen Kader die Partie nicht gerade zu einem Schicksalsspiel hochstilisiert.So erhält Alexander Selivanov aufgrund seiner gebrochenen Nase eine Auszeit, Keeper Robert Müller gönnt dem Duo Markus Janka/Christian Rohde einen Arbeitsnachweis.
Da zudem noch die Langzeitverletzten Chris Herperger (dessen Erholungszeit nach seiner Gehirnerschütterung ist offensichtlich nur schwer voraussagbar) und Vadim Slivchenko (Muskelriss) fehlen, springen die Duisburger Martin Schymainski, Daniel Pietta und Thomas Fritzmeier ein, "um in Hannover mit vier Reihen spielen zu können", so Fritzmeier senior. Der muss übrigens auf seine "Ablösung" an der Bande noch etwas warten.

Wahrscheinlich würde es bis Mitte nächster Woche dauern, so Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer, bis man einen neuen Trainer vorstellen könne. Schließlich seien die Entscheider (Aufsichtsrat und Generalbevollmächtigter) erst am Wochenende wieder zurück in Krefeld. Mit einem trockenen "dummes Zeug" kommentierte Schäfer Gerüchte, über den KönigPalast würden neue Mittel zum KEV fließen. "Woher soll das neue Geld denn kommen? Wenn dort Sponsoren mit uns werben, dann gehört das Geld ohnehin uns." Und von Sponsoren außerhalb des Pinguine-Umfeld sei ihm nichts bekannt. "Aber ich gebe gerne unsere Kontonummer."

Horst Driever, Geschäftsführer der Seidenweberhaus GmbH, meinte zu diesem Thema: "Davon wüsste ich. Schließlich gehen Überweisungen jeglicher Art über meinen Schreibtisch." Der Vertrag zwischen den Krefeld Pinguinen und der Seidenweberhaus GmbH steht nach Informationen unserer Zeitung vor dem baldigen Abschluss.

19.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


Interimstrainer Franz Fritzmeier und seine Pinguine überzeugten kämpferisch.
Ein Tor und dann ging nichts mehr

Pinguine unterlagen 0:1 gegen Hamburg Freezers. Müllers Fehlgriff bedeutete das Tor des Tages, doch Kampfgeist versöhnte die 2 065 Fans in der Rheinlandhalle.

Krefeld. Die Fans - immerhin noch 2065 an der Zahl - brachten es nach dem Spiel auf den Punkt: "Ihr habt gekämpft, wir haben`s gesehen", skandierten sie nach 60 Minuten vergeblicher Versuche der Pinguine, ein Tor zu schießen. Auf der Gegenseite stellten sich die Hamburg Freezers eigentlich nicht geschickter an, doch sie machten immerhin aus einer "Nicht-Chance" den Treffer des Tages.
Hauptdarsteller dabei: Pinguine-Torhüter Robert Müller. Wem er eigentlich etwas getan habe, wiederholte Trainer Franz Fritzmeier kopfschüttelnd den Wutausbruch des Torhüters, der sich nach 17 Sekunden im zweiten Drittel eine "Kirsche" der bitteren Art einfing. Kaum jemand hatte hingeschaut, als Hamburgs Reid mehr pflichtbewusst als torhungrig das Krefelder Aufbauspiel störte, den Schläger in einen Pass hineinreckte, und urplötzlich die Scheibe einen verschlungenen Weg zwischen Müllers Schläger, Schonern und Torpfosten über die Linie fand.

Ein "komisches Tor", musste auch Hamburgs Co-Trainer Mike Schmidt einräumen. Aber positiv für die treuen Anhänger die Pinguine versuchten alles, um die Begegnung noch zu drehen. Wenn auch die spielerischen Mittel unübersehbar beschränkt waren, Hamburg läuferisch und spielerisch deutlich besser wirkte, es blieb denkbar knapp. Ins Bild der Kampf-Pinguine passte dann auch Stürmerstar Alexander Selivanov. In der 31. Minute schoss Mannschaftskamerad Martin Schymainski bei einem Befreiungsschlag den Puck unglücklich auf die Pinguine-Bank, Selivanov zuckte zwar noch zurück, rettete aber nur noch Gesicht, nicht mehr die Nase.

Aber im letzten Drittel ging der Russe wieder aufs Eis das gebrochene Nasenbein hinter einer Gittermaske geschützt. Er unterstützte das Anrennen der Pinguine, die versuchten, das Blatt zu wenden. "Wir haben uns das Leben selbst schwer und den Sack nicht rechtzeitig zu gemacht", analysierte Freezers Geschäftsführer Boris Capla. Denn die Pinguine hatten ab der 52. Minute die Riesenchance zum Ausgleich, als sie 78 Sekunden mit fünf gegen drei stürmten. Doch so hübsch das Powerplay auch anzusehen war, es blieb brotlose, und daher punktlose Kunst. "Wir haben unsere Chancen nicht verwertet", haderte Interims-Coach Fritzmeier, "man muss manche Dinger auch mit Gewalt reindrücken."

Dies ärgerte den Tölzer, der sich artig bei den Zuschauern für die Unterstützung bedankte. Richtig fuchsig machte ihn aber die Situation eine Minute vor Schluss: "Es war alles besprochen. Warum da einer so unsinnig aufs Eis springt, ist mir ein Rätsel." Der Tölzer rettete sich zwar nach der Rage in "Übereifer", doch der "blinde Eifer" brachte eine Strafzeit, kostete die Pinguine immerhin die letzte Chance auf den Ausgleich. Dennoch wollte Franz Fritzmeier Positives sehen: "Wir haben auch im letzten Drittel noch gute Füße gehabt, und jeder hat versucht, das Spiel zu drehen." Ob das morgen im Pokalspiel bei den Hannover Scorpions reichen wird?

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Hamburg Freezers 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

Schiedsrichter: Lichtnecker (Lenggries) -
Zuschauer: 2065
Tore:
0:1 Reid (20:17)
Strafminuten: Krefeld 10, Hamburg 14

18.10.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine unterliegen Freezers 0:1

Auch mit Interimstrainer Fritzmeier können die Pinguine auf heimischen Eis nicht gewinnen.

Krefeld. (dpa) - Die Krefeld Pinguine unterlagen im ersten Heimspiel nach der Entlassung von Trainer Mario Simioni gegen die Hamburg Freezers 0:1 durch ein Tor von Brandon Reid (21.). Erneut fanden Sonntagmittag (Anstoß war um 14.30 Uhr) nur knapp 2000 Fans den Weg in die Rheinlandhalle.
Die Kölner Haie haben das Spitzenspiel in der Deutschen Eishockey-Liga gewonnen und sich den zweiten Tabellenrang zurückgeholt. Der deutsche Pokalsieger kam am Sonntag zu einem 1:0 (0:0, 1:0, 1:0)-Heimerfolg über den bisherigen Zweiten ERC Ingolstadt. Nach diesem Ergebnis steht fest, dass die Adler Mannheim unabhängig vom Ergebnis am Abend zu Hause gegen Aufsteiger EHC Wolfsburg Tabellenführer vor Köln (24) und Igolstadt (22) bleiben. Die Eisbären Berlin leisteten sich nach vier Siegen hintereinander eine 0:2 (0:2, 0:0, 0:0)-Niederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers und fielen mit 19 Zählern hinter dem Gast (20) auf Rang fünf zurück.

Butch Goring feierte als Trainer der DEG Metro Stars den ersten Sieg, nachdem zuvor in Wolfsburg 2:6 verloren worden war. Während die Düsseldorfer beim 5:3 (2:1, 2:0, 1:2) über die Augsburger Panther den ersten Erfolg im fünften Heimspiel verbuchten, warten die Gäste immer noch auf den ersten Auswärtssieg. Düsseldorf bestrafte bis zum 3:1 Strafminuten von Augsburg mit zwei Gegentoren. Danach setzte die Mannschaft, bei der sich Matt Herr als zweifacher Torschütze auszeichnete, auch spielerische Akzente und holte einen verdienten Sieg heraus. Mit zwölf Punkten fanden die Metro Stars Anschluss zum unteren Mittelfeld.

Köln fand nach der überraschenden 5:6-Niederlage am Freitag in Augsburg wieder in die Erfolgsspur zurück. Vor 10 053 Zuschauern waren in einem schnellen und sehenswerten Spiel Brad Schlegel (37.) in Überzahl und David McLlawaine (60.) die Torschützen. Der zweite Treffer fiel sieben Sekunden vor dem Ende, als Ingolstadt in den letzten 90 Sekunden den Torhüter ausgewechselt hatte.

Nürnberg bleibt für die Eisbären ein Angstgegner, gegen den schon in der abgelaufenen Saison alle vier Partien verloren wurden. Der Gast störte früh und erlaubte den Berliner damit keinen Spielaufbau. Selbst bei vier Mal Überzahlspiel und 36 Sekunden 5 gegen 3 gelang den Gastgebern kein Tor. Nach den Toren von Herbert Vasiljevs (10.) und Stefan Schauer (20.) vergab Tomas Martinec (26.) eine klare Chance und Brad Tapper (29.) traf den Pfosten, so dass der Sieg auch verdient war.

17.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine haben sich wieder erholt - 4:2 in Kassel

In Kassel erzielten die Krefelder einen 4:2-Sieg.

Kassel/Krefeld. Mit Interims-Coach Franz Fritzmeier an der Bande zeigten sich die Krefeld Pinguine am Freitag Abend in Kassel wieder von einer besseren Seite. Nationalkeeper Robert Mülelr rettete mit Glanzparaden in der Schlussphase den 4:2 (3:0, 1:2, 0:0)-Erfolg in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) durch Treffer von Selivanov, Jan, King und Schnitzer. Immer wieder kristallisiert sich heraus, dass der neue KEV-Trainer (fast) der alte ist: Bill Stewart.
In der letzten Saison als Retter geholt, wird der exzentrische Kanadier Stweart nun als Nachfolger seines am Dienstag entlassenen Nachfolgers Mario Simioni immer lauter gefordert, auch von Spielern der Pinguine. Der als "harter Hund" berüchtigte Stewart hatte im Frühjahr die Pinguine vor den Play-Downs bewahrt uund noch auf Rang zehn gebracht.

Für die vehement ins Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik geratenen Gesellschafter der Pinguine wäre Stewart indes eine kleine Peinlichkeit: Im Frühjahr war er ihnen noch zu teuer. Jetzt müssten sie ihn trotzdem bezahlen - dazu aber noch die Abfindung für dei "Billiglösung" Simioni. Ein weiterer Kandidat , Ex-Trainer Mike Zettel, wird laus Aussage seines Klubs in Graz seinen Kontrakt dort erfüllen.

Statistik

Kassel Husskies - Krefeld Pinguine 2:4 (0:3, 2:1, 0:0)
Pinguine: Müller - Kunce/Kurtz, Wright/Köttstorfer, Lehoux/Dyck - Selivanov/King/Ziesche, Guillet/Brule/Grygiel, Jan/Gosdeck/Schnitzer, Schymainski/Schröder/Dück, Hyun
Tore:
0:1 (4:39) Selivanov (Guillet),
0:2 (8:20) Jan (Gosdeck),
0:3 (15:33) King (Kunce, Ziesche),
1:3 (24:50) Greig,
1:4 (25:49) Schnitzer (Lehoux),
2:4 (36:16) Furey (Retzer)
Schiedsrichter: Willi Schimm, Waldkraiburg
Zuschauer: 3575
Strafminuten: Kassel 4 plus 10 Minuten Disziplinarstrafe für Melanson, Krefeld 6, plus fünf und Spieldauer-Diziplinarstrafe für Alexander Dück

16.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


Fritzmeiers Spagat - punkten und suchen

Bei den Bemühungen, einen neuen Trainer zu finden, handelten sich die Pinguine eine Absage von Erich Kühnhackel ein. Heute mit neuen Reihen in Kassel.

Krefeld. "Gut punkten und einen neuen Trainer finden." Das ist der Wunsch und die Aufgabe des sportlichen Leiters der Krefeld Pinguine Franz Fritzmeier für die nächsten Tage. Für den Wunsch trägt er seit vorgestern die Verantwortung. Nach der Beurlaubung von Trainer Mario Simioni hat er als Interimscoach die sportliche Verantwortung zumindest für die Spiele heute in Kassel (19.30 Uhr) und am Sonntag gegen die Hamburg Freezers (14.30 Uhr, Rheinlandhalle). Bei der Aufgabe, einen neuen Trainer zu finden, sind Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen.
Denn die Liste der Bewerber wird stündlich länger, aber es reduzieren sich auch die in Frage kommenden Kandidaten durch Absagen von beiden Seiten. "Zwei der fünf bis sechs Kandidaten, die wir im Auge haben, haben abgesagt", sagte Fritzmeier. "Ein oder zwei Kandidaten sind sehr interessant. Das könnte was werden", meinte er. Ins Anforderungs-Profil des neuen Trainers gehört nicht nur eine starke Persönlichkeit, auch Ligakenntnisse oder Erfahrungen auf DEL-Niveau sind erforderlich. Ausschließen konnte Fritzmeier Namen wie Ex-DEG-Coach Michael Komma, den Duisburger Didi Hegen oder Peter Ihnacak.

Zu Bill Stewart, der gestern noch in Krefeld weilte, bemerkte Fritzmeier: "Mit ihm ist bisher nicht gesprochen worden." Ebenso wenig wie mit Gunnar Leidborg, der bei den Hannover Scorpions auf der Kippe stehen soll. Gesprochen wurde hingegen mit Eishockey-Denkmal Erich Kühnhackl, der aber bei seinem derzeitigen Zweitliga-Klub Regensburg nicht weg will und kann. "Ich brauche auch einen, der mit vollem Herzen zu uns kommt", sagte Fritzmeier. Der neue Mann könnte auch aus dem benachbarten Ausland, etwa der Schweiz oder Österreich kommen. Drei Trainingseinheiten hatte Fritzmeier Zeit, das Team etwas mehr auf Vordermann zu bringen.

Denn mehr Leistungsbereitschaft und Engagement wurden nicht nur von Geschäftsführer Wolfgang Schäfer eingefordert, auch der sportliche Leiter sieht dies so. "Es sind einige kleine Dinge, die wir im Spiel-System verändern", sagte er. So wird es bei Unterund Überzahl neue Variationen und Zusammenstellungen geben. Bei den Reihen, vier Stürme, drei Abwehrpärchen, soll ein besseres Abwehrverhalten im Vordergrund stehen. Daniel Kunce und Justin Kurtz, Shayne Wright und Rainer Köttstorfer sowie Guy Lehoux und Paul Dyck sollen verteidigen, die Sturm-Reihen werden voraussichtlich gebildet mit Scott King, Alexander Selivanov und Steffen Ziesche, mit Steve Brule, Robert Guillet und Adrian Grygiel, mit Ivo Jan, Florian Schnitzer und Carsten Gosdeck sowie mit Stefan Schröder, Martin Hyun und Alexander Dück.

Im Tor ist Robert Müller weiterhin klar die Nummer eins. Fehlen werden weiter Chris Herperger nach seiner Schädelprellung und Vadim Slivchenko, der seine Leisten-Verletzung fast auskuriert hat. Am Samstag soll er wieder das Eistraining aufnehmen.

15.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Simioni: Rausschmiss im Hinterzimmer

Trainer Mario Simioni musste für die 1:7-Heimschlappe der Pinguine im Prestigeduell gegen Düsseldorf büßen. Franz Fritzmeier ist Interimscoach.

Krefeld. Wie schon bei Doug Mason, Chris Valentine und Butch Goring vollziehen die Verantwortlichen der Krefeld Pinguine das Szenario bei Trainerentlassungen in der Pistenbar der Rheinlandhalle. Auch Mario Simioni rutschte auf diesem Eis aus. Der 41-Jährige musste gestern nach 26 Tagen DEL-Spielzeit seine Koffer packen.
Begonnen hatte die Trennung auf Raten bereit am Samstag, als bei einem Treffen in der Geschäftsstelle die Situation nach der 1:5-Niederlage in Iserlohn besprochen wurde. Dabei erwartete man zwei Siegen aus den Spielen gegen Hannover Scorpions und DEG Metro Stars als Zielvorgabe. Eine erste Hürde schaffte Simioni mit dem 5:4-Sieg gegen Hannover am Sonntag, an der zweiten scheiterte er mit der blamablen 1:7-Schlappe gegen die DEG.

Schon während des Spieles, bei dem Pinguine-Boss Wilfrid Fabel lauthals auf der Tribüne schimpfte, orderte er Geschäftsführer Wolfgang Schäfer zu sich. Kaum war die Pressekonferenz vorbei, in der Simioni von einer peinlichen Vorstellung seiner Mannschaft sprach, schlug die Tür der Pistenbar im Vip-Bereich ins Schloss. Gesellschafter Josef Fabri, Wilfrid Fabel sowie Helmut Borgmann als Vertreter des Aufsichtsrates trafen die Entscheidung gegen Simioni.

Gesellschafter Hugo Hendricks, der im Vip-Raum war, wurde nach eigener Aussage, nicht in die Abstimmung einbezogen. Auch Gesellschafter Luca Schulz, der für seinen Vater Wolfgang (Geschäftsreise nach Brasilien) seit Juli der KEV Pinguine Eishockey GmbH angehört, wurde nicht dazu gerufen. Geschäftsführer Wolfgang Schäfer und der sportliche Leiter Franz Fritzmeier saßen ebenfalls am Tisch, nahmen allerdings nicht an der Abstimmung teil. Mit drei zu null Stimmen soll die Entscheidung gefallen sein, und Wolfgang Schäfer, der noch versucht hatte, die Entscheidung in emotional ruhigere Zeiten am nächsten Tag zu vertagen, wurde beauftragt, Simioni zu unterrichten.

Gestern um 11.20 Uhr kam Simioni zur Rheinlandhalle, packte seine Sachen, verabschiedete sich von der Mannschaft. "That`s Life", sagte er nüchtern gegenüber der WZ.

14.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Neuer Trainer, neuer Spieler, alte Sorgen


"Auf geht`s Buam", zeigte sich Franz Fritzmeier gestern tatendurstig. Um 11 Uhr trat er seinen neuen Job als Interimstrainer der Krefeld Pinguine an.

Krefeld. Kurz zuvor hatte Geschäftsführer Wolfgang Schäfer die Spieler in die Pflicht genommen: "Ich habe deutlich gemacht, dass es so nicht weitergeht. Ein Alibi gibt es ab sofort nicht mehr. Wir erwarten schon am Freitag in Kassel eine deutliche Leistungssteigerung von jedem Einzelnen." Die Antwort: eisiges Schweigen und gesenkte Häupter.
Wolfgang Schäfer war von den Fans als Sündenbock ausgemacht worden, wehrte sich nun: "Ich kann viel einstecken. Aber ich bin nur das ausführende Organ. Die Entscheidungen treffen andere." Noch am späten Freitagabend hatte er sich wüste Beschimpfungen anhören müssen, nachdem Fans zur Mannschaftskabine gezogen waren und dort ihren Unmut äußerten.

Für die Pinguine muss das Ziel jetzt heißen, möglichst schnell aus dem Schlamassel heraus zu kommen auf dem Eis und hinter der Bande. Zur Verstärkung des Kaders stellte sich gestern der 23-jährige slowakische Verteidiger Rene Vydareny zum Probetraining vor, der in der letzten Saison bei den Hamilton Bulldogs in der AHL spielte und dort in 13 Spielen zu drei Torverlagen kam. Vydareny hatte schon vor der Saison bei den Nürnberg Ice Tigers ein Probetraining absolviert, war dort aber nicht verpflichtet worden. Tigers-Trainer Greg Poss hält ihn trotzdem für DEL-tauglich, so ließen die Pinguine verlauten.

Wer Nachfolger von Mario Simioni auf dem Trainerstuhl werden soll, ist völlig offen. Bill Stewart, der am Dienstag überraschend auf der Tribüne saß: "In Kanada war es mir ohne Eishockey zu langweilig", dürfte zu teuer sein und auch kaum in Frage kommen, weil der Aufsichtsrat eine Weiterverpflichtung im Frühjahr abgelehnt hatte.

14.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


KEV entlässt Trainer Mario Simioni


Nach der 1:7-Pleite am Dienstagabend gegen den rheinischen Rivalen Düsseldorf hat der ehemalige Deutsche Meister die Reißleine gezogen und sich von Coach Mario Simioni getrennt.

Krefeld. Vorerst wird das Team vom Sportlichen Leiter Franz Fritzmeier trainiert. Der 41-jährige Simioni hatte im Sommer 2004 einen Einjahresvertrag beim Meister von 2003 unterschrieben. Der Italo-Kanadier verbuchte mit den Pinguinen in den ersten zehn Saisonspielen nur drei Siege. Nach der Niederlage gegen die DEG rutschte der KEV weiter in der Tabelle ab.
Die Demission von Simioni ist die zweite Trainerentlassung der laufenden Saison. Vor einer Woche hatte sich die DEG von Michael Komma getrennt.

13.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


Hühnerhaufen und kein Konzept

Die Krefeld Pinguine blamierten sich am Dienstag Abend mit einer 1:7-Niederlage gegen die DEG Metro Stars.

Krefeld. Oh je, das tut weh. Nach der 1:7 (0:3, 1:2, 0:2)-Pleite am Dienstag gegen die DEG Metro Stars befinden sich die Krefeld Pinguine auf einem Tiefpunkt. Nur 2 816 Zuschauer sahen die Demütigung durch eine nicht einmal furios aufspielende Düsseldorfer Mannschaft, die die katastrophalen Fehler der Krefelder Abwehr schonungslos bestrafte. "Nächste Woche seht ihr uns nicht mehr", und "wir lassen uns nicht verar . . ." schütteten die Fans Häme über das Team aus.

An der Bande wirkte Trainer Mario Simioni hilflos. Nationaltorhüter Robert Müller zeigte eine indiskutable Leistung und verließ nach dem fünften Gegentreffer (39.) resigniert das Eis. Die Abwehr verdiente den Namen nicht, und lud schon in der Anfangsphase die Gäste zum Toreschießen ein. Der Angriff war nur ein laues Lüftchen.

Aber nicht nur die Stehplatzbesucher machten sich Luft mit deftigen Sprüchen. Auch auf der Haupttribüne gab es reichlich Verärgerung. Pinguine-Boss Wilfrid Fabel schrie und gestikulierte, Gesellschafter Hugo Hendricks sprach von einer riesen Blamage und Schiedsrichterlegende Jupp Kompalla urteilte treffend: "Die spielen wie ein Hühnerhaufen, völlig ohne Konzept."

Mit 41 Gegentreffern sind die Pinguine die Schießbude der DEL. Was mag da im Kopf von Bill Stewart vorgegangen sein, der auf der Tribüne saß und den die Fans als Retter der letzten Saison noch in Erinnerung haben?

Die Düsseldorfer erwischten einen Auftakt nach Maß mit den Toren von Jeff Tory und Patrick Reimer innerhalb von 15 Sekunden zum 2:0 (6.) Als Shayne Wright in Überzahl den einzigen Krefelder Treffer markierte, flackerte kurz Hoffnung auf. Doch Kathan (27.) sorgte mit dem 4:1 für die Entscheidung, die am Ende zum Debakel für die Pinguine wurde.

Trainer Mario Simioni sagte: "Düsseldorf war sehr stark. Von den ersten drei Schüssen waren zwei im Tor. Es war ein peinlicher Abend für uns."

DEG-Interimstrainer Walter Köberle: "Ein toller Ausstieg für mich, am Freitag wird Butch Goring an der Bande stehen."

STATISTIK
Krefeld Pinguine - DEG Metro Stars 1:7 (0:3, 1:2 0:2)
Pinguine: Müller (39. Rohde) Kunce/Kurtz, Wright/Lehoux, Dück/Dyck, Selivanov/Brule/Ziesche, King/Guillet/Schnitzer, Jan/Gosdeck/Grygiel, Köttstorfer/Schröder/Hyun
Tore:
0:1 (5:14) Tory (Schneider),
0:2 (5:29) Reimer (Brittig/Young)
0:3 (13:55) Magnussen (Schneider),
1:3 (21:49) Wright (Guillet/King),
1:4 (26:11) Kathan (Kreutzer/Pöttinger),
1:5 (38:13) Kreutzer (Jakobsen),
1:6 (47:23) Kühnhauser (Pellegrims),
1:7 (57:25) Sulzer
Schiedsrichter: Awizius (Berlin)
Zuschauer: 2 816
Strafminuten: Krefeld 16/Düsseldorf 21 plus 5 Disz. plus Spieldauerdisziplinarstrafe Tory

13.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Mark McKay auf dem Eis


Krefeld. Ein weiteres Highlight präsentierten die Organisatoren des 1. Lothar-Kremershof-Cup am 6./7. November in der Rheinlandhalle. Zum All-Star Game des Turniers am Samstag (18 Uhr) hat sich weitere Prominenz angesagt. Die „German Selects“, das All-Star-Team aus den beteiligten Turniermannschaften, wird von Ex-Nationalmannschaftskapitän Marc McKay unterstützt.

Karten können an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden.

13.10.04
Krefeld Pinguine

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2004


Derby mit anderen Vorzeichen

Überlebenskampf statt Prestige-Duell unter dieser Devise steht das rheinische Eishockey-Derby zwischen dem KEV und der DEG heute in der Rheinlandhalle.

Krefeld. Auf einmal ist alles anders. KEV gegen DEG wer hätte gedacht, das dieses Derby einmal unter der Überschrift "Duell der Kellerkinder" stattfinden würde. Der Elfte gegen das Schlusslicht heißt es heute um 19.30 Uhr in der Rheinlandhalle, nachdem die Pinguine am Sonntag die Rote Laterne an die Düsseldorfer weiterreichten. Als ob dort nicht nach dem Rauswurf von Trainer Mike Komma nicht schon genügend brennen würde. Auch ein Novum: Früher freute sich Pinguin-Kostenwart Wolfgang Schäfer auf jedes Derby und den damit verbundenen "warmen Regen" für die leeren Kassen. Heute dürfte jeder Fan oberhalb der kalkulierten 3 500 Zuschauer Saisondurchschnitt Schäfer zum Strahlen bringen.
Kein Wunder, hat man doch erst den Tiefschlag des All-Time-Minus in der DEL von 1634 Fans verdauen müssen. Ja, sogar die "Lieblingsfeindschaft" zur jeweils anderen Rheinseite steht heute ganz im Schatten einer beide Fanlager erschreckenden Realität: Überlebenskampf statt Prestige-Duell.

Während zumindest Fachleute die Platzierung der Pinguine in zweistelligen Tabellenrängen nicht wirklich überrascht, hatten sich die Metro Stars bei denen auch der Ex-KEV-Coach Butch Goring im Gespräch ist im Kampf um die Meisterschaft gewähnt. Da schmerzt der Absturz naturgemäß doppelt, zumal er mit abstürzenden Zuschauerzahlen einhergeht. Und so darf man sich heute wohl kaum auf Eishockey-Feinkost freuen. Vollkorn mit Schwarzbrot ist angesagt. Denn die Pinguine müssen siegen, um verspielten Kredit bei den Fans zurück zu gewinnen. Und die Düsseldorfer dürfen aus gleichem Grund nicht verlieren.

Krefelds Coach Mario Simioni muss dafür vor allem eines aus den Köpfen seiner Spieler herausbekommen. Die Angst vor der nachlassenden Kraft. Wie gebannt schlichen die Pinguine nämlich in der Schlussphase gegen Hannover übers Eis, nur darauf wartend, dass nun erneut das Unheil über sie hereinbrechen würde. "Hoffentlich hat uns dieser Sieg mehr Selbstbewusstsein gegeben", sagt Simioni, der das regelmäßige Einbrechen nicht nur im ungesunden Qualitätsgefälle seines Teams, sondern auch in der angeknacksten Psyche sieht. "Wir haben bewiesen, dass wir auch eine Partie nach Hause bringen können."

Dabei wird nun doch nicht der 23-jährige Stürmer Pavel Brendl helfen. "Wir sind gemeinsam zu der Entscheidung gelangt, dass wir lieber einen Spieler holen, der uns für die gesamte Saison zur Verfügung steht", erklärte der Sportliche Leiter Franz Fritzmeier angesichts der Rückkehrpflicht des NHL-Spielers in die USA bei einem Streikende. "Die Situation in Übersee ist zu unsicher." Zumal auch fraglich ist, ob ein Torjäger wirklich die offenkundigen Abwehr-Probleme von bislang schon 34 Gegentoren hätte lösen können. Aber immerhin scheint nun die Einsicht, dass der Kader dringendst einer Verbesserung bedarf, auch in die Führungsetage vorgedrungen zu sein.

12.10.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine-Sieg vor Mini-Kulisse


Ist jetzt der Bann gebrochen? Vor dem rheinischen Derby gegen die DEG morgen Abend gewannen die Krefelder gegen die Hannover Scorpions mit 5:4-Toren.

Krefeld. Endlich wieder Jubel nach dem Schlusspfiff bei den Krefeld Pinguinen. Mit 5:4 (3:1, 1:1, 1:2) besiegte das Team von Trainer Mario Simioni die Hannover Scorpions hauchdünn und kam nach fünf teilweise blamablen Niederlagen wieder zu drei Punkten. Und damit konnte Krefeld gerade noch rechtzeitig vor dem Rheinduell (Dienstag, 19.30 Uhr) gegen die DEG Metro Stars die "rote Laterne" abgeben. Allerdings wurden die Pinguine hart abgestraft, denn nur noch 1634 Zuschauer wollten die gestrige Nachmittagspartie sehen. Das ist seit der Gründung der DEL Minusrekord in der Krefelder Rheinlandhalle.
Es besteht eigentlich überhaupt kein Grund zum Überschwang, denn zum einen war die Partie über Strecken schwach und von Zufallstreffern geprägt. Zum anderen verspielten die Pinguine, wie schon in den vorherigen Begegnungen, eine Führung, die diesmal mit 4:1 eigentlich recht komfortabel war. Aber wieder einmal war es das verflixte letzte Drittel, in dem die Krefelder patzten. Zum Glück rettete sie Torhüter Robert Müller bei einem von Frederik Öberg geschossenen Penalty in der 52. Minute beim Stande von 4:3 mit einer sauberen Abwehrleistung. Und es war Neuzugang Steve Brule, der in der 56. Minute mitten in die Drangperiode der Scorpions hinein mit einem tollen Rückhand-Tor das zwischenzeitliche 5:3 erzielte. Dass das Nervenkostüm der Pinguine trotzdem weiterhin angespannt ist, zeigte die Schlussphase, als eine Minute vor Spielende Andreas Morczinietz noch auf 4:5 verkürzte, und Robert Müller wenige Sekunden vor Spielende den knappen Sieg mit einer guten Parade rettete.

Unverständlich, dass ein 4:1-Vorsprung aus der 27. Minute erneut nicht reichte, um einen Sieg nach Hause zu bringen. Dabei muss allerdings positiv festgehalten werden, dass diesmal die Angriffsleistung besser war als in den letzten Spielen. Wie wichtig die beiden kanadischen Stürmer Rob Guillet und Steve Brule für die Offensive sind, zeigten deren Tore. Allerdings half auf beiden Seiten auch der Zufall, denn sowohl das 1:1 durch Scott King in der 10. Minute als auch das 4:1 von Adrian Grygiel (27.) resultierten aus abgefälschten Schüssen. Das Glück der fremden Hilfe hatte auch Hannover beim 4:3 (50.) durch Jason Cipolla.
Eine Zentnerlast fiel Trainer Mario Simioni nach dem Schlusspfiff von den Schultern: "Ich hatte vor dem Schlussdrittel die Angst in meinem Team gespürt und versucht, den Druck von ihm zu nehmen. Teilweise ist mir dies wohl gelungen." Und Hannovers Trainer Gunnar Leidborg bekannte: "Wir haben im ersten Drittel geschlafen. Das eine Tor war Krefeld am Ende dann glücklicher."

Statistik
Krefeld Pinguine - Hannover Scorpions 5:4 (3:1, 1:1, 1:2)

Pinguine: Müller - Kunce/Kurtz, Wright/Lehoux, Dyck/DückZieschen/Brule/Selivanov, Schnitzer/King/Guillet, Jan/Gosdeck/Grygiel, Köttstorfer/Schröder/Hyun
Tore:
0:1 (2:10) Morczinietz (Lambert/Köppchen),
1:1 (9:07) King (Dyck/Guillet),
2:1 (9:52) Grygiel (Jan/Gosdeck),
3:1 (12:37) Guillet ((King/Dyck),
4:1 (26:33) Grygiel (Jan/Lehoux),
4:2 (26:58) Nemirovsky (Köppchen),
4:3 (49:32) Cipolla (Hock/Röthke),
5:3 (55:20) Brule (Dück/Selivanov)
5:4 (59:00) Morczinetz (Öberg/Wilson)
Schiedsrichter: Tomas Andersson (Schweden)
Zuschauer: 1 634
Strafminuten: Krefeld 14, Hannover 10

11.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Versuchung ist groß

Kommt NHL-Stürmer Pavel Brendl zu den Pinguinen?

Krefeld. Die "Versuchung sei groß", so kommentierte Sportleiter Franz Fritzmeier eine mögliche Verpflichtung des NHL-Stürmers Pavel Brendl. Der 23-jährige Tscheche trainierte am Samstag schon einmal "auf Probe" mit, eine Entscheidung, ob der 1,90-Meter-Mann für die Dauer des NHL-Streiks verpflichtet wird, soll heute Mittag fallen. Das hoch eingeschätzte Talent Brendl schaffte trotz 76 NHL-Spielen nicht den Durchbruch, gilt als sehr torgefährlicher, aber auch launiger Spieler.
Fritzmeier könnte sich mit einer zeitlich befristeten Verpflichtung durchaus anfreunden. Trainer Mario Simioni indes wollte wohl lieber statt eines Torjägers einen kampfstarken Führungsspieler haben, hat sich aber noch kein abschließendes Urteil gebildet. Und Geschäftsführer Wolfgang Schäfer hätte gerne jemanden, der den einen oder den anderen Kandidaten bezahlt: "Denn ich kann nichts aus meinem Etat bezahlen."

11.10.04
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Absturz der Pinguine ans Tabellenende

Auch in Iserlohn setzte es eine 1:5-Pleite. Erneut hatte das Simioni-Team im letzten Drittel nichts mehr hinzuzusetzen.

Iserlohn. Welch eine Blamage, was für eine Pleite. Im Stadion an der Seilersee in Iserlohn gingen die Krefeld Pinguine gestern Abend völlig unter. Mit 1:5 (1:0, 0:1, 0:4) blamierte sich das Team von Trainer Mario Simioni bis auf die Knochen. 30 Spielminuten lang hielten die Krefelder Kräfte, und durch ein Tor von Igor Jan (17.) führten sie sogar mit 1:0, doch im Schlussdrittel brachen alle Dämme Absturz auf den letzten Platz in der DEL.
Die Roosters kamen erst 29 Sekunden vor dem letzten Wechsel zum Ausgleich durch Mark Etz, doch danach ging es nur noch in eine Richtung. Dabei wurde im Schlussdrittel wieder das alte Leiden der Schwarz-Gelben gnadenlos offenbart. Es hatte sich schon in den letzten Spielen angedeutet, ja gezeigt. Es fehlt die Grundschnelligkeit, hinzu kommen Müdigkeit und Unkonzentriertheit, und prompt fangen sich die Pinguine sage und schreibe vier Gegentore in kurzer Zeit ein.

Das 2:1 für Iserlohn (45.) durch Mike York eröffnete den Torreigen der Gastgeber. Der Krefelder Torschütze Igor Jan vertändelte dabei hinter Müllers Kasten den Puck: York ließ sich die Chance nicht entgehen. Danach war es vorbei. In der 51. Minute erhöhte Brad Lysak (Nr. 11) auf 3:1 und nur 16 Sekunden später fiel bereits der vierte Treffer für die Gastgeber. Ausgerechnet Franz Fritzmeier, der gleichnamige Sohn des sportlichen Leiters der Krefelder, durfte über das 4:1 jubeln. Und nur knapp eine Minute später gab es die fünfte Klatsche durch Brian White. Damit war das Schicksal der Krefeld Pinguine besiegelt.

Am Ende hatte das völlig deprimierte Team aus der Seidenstadt weder die Kraft noch den Mut, sich noch einmal aufzubäumen. Die Gastgeber begnügten sich dann auch mit dem deutlichen Erfolg und machten einen Sprung nach vorn, den eigentlich die Pinguine im Auge hatten. Doch der Schuss ging nach hinten los. Schlusslicht!

Man fragt sich jetzt vor den beiden Heimspielen gegen die Hannover Scorpions am Sonntag (14.30 Uhr) und die DEG Metro Stars (Dienstag, 19.30 Uhr) in der Eishockey-Metropole Krefeld, wie es weiter geht, wie man aus diesem Schlamassel herauskommen will. Es sieht fast so aus, als würden die Krefelder mit ihrem kleinen Kader arge Probleme bekommen.

Die Partie in Iserlhn begann übrigens mit 23 Minuten Verspätung, weil Schiedsrichter Petr Chvatal aus Wald Kraiburg nicht angereist war. Er saß zu Hause in dem Glauben, der Schwede Tomas Andersson würde die Partie leiten. Nach längerer Beratung einigten sich die beiden Trainer darauf, das Spiel durch die beiden Linienrichter Gregorius und Jablickov leiten zu lassen. Und die machten ihre Sache auch recht ordentlich.

STATISTIK

Iserlohn Roosters - Krefeld Pinguine 5:1 (0:1, 1:0, 4:0)
Pinguine: Müller - Kunce/Kurtz, Wright/Lehoux, Dyck/Köttstorfer, Hyun -Gosdeck/Jan/Selivanov, King/Brulé /Guillet, Grygiel/Schnitzer/Schröder, Pietta/Fritzmeier/Dück
Tore:
0:1 (16:48) Jan (Dück/Selivanov,
1:1 (39:11) Etz, 2:1 (44:00) York,
3:1 (50:11) Lysak,
4:1 (51:17) Fritzmeier,
5:1 (52:42) White
Schiedsrichter: Die Linienrichter Gregorius und Jablickov (Berlin) vertraten Referee Petr Chvatal
Zuschauer: 3 573
Strafminuten: Iserlohn 14, Krefeld 12

09.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


KEV sehnt sich nach einem Erfolgserlebnis

Wie kommen die Pinguine endlich wieder auf die richtige Spur? Heute in Iserlohn, Sonntag gegen Hannover, schließlich gegen die DEG - dann wissen wir`s.
Krefeld. Vom Prinzip Hoffnung getrieben schicken sich die Krefeld Pinguine heute im Stadion an der Seilersee in Iserlohn an, den bisher misslungenen Saisonstart mit nur sechs Punkten aus sieben Spielen ein wenig zu korrigieren. Trainer Mario Simioni will schon in den beiden letzten Spielen (3:4 gegen Berlin, 1:3 in Ingolstadt) die Ansätze dazu gesehen haben, wie seine Mannschaft endlich wieder in die Erfolgsspur kommen kann. Dringend erforderlich, denn insgesamt vier Niederlagen in Folge haben auch am Nervenkostüm gezerrt.
Konzentration, Disziplin und Geduld sind die Attribute, mit denen die Pinguine in den drei nächsten Spielen bestehen und sich die Basis zum Erfolg verschaffen wollen. Konzentration über 60 Spielminuten, und nicht nur zwei gute Drittel das ist die erste Forderung. Disziplin, um unnötige Fehler und Strafen zu vermeiden, die zuletzt oft zu Gegentoren führten. Und Geduld, auch mit einem 0:0 oder 0:1 ins letzte Drittel zu kommen und dieses dann wiederum konzentriert zu überstehen. "Wir müssen 60 Minuten gut spielen, und nicht nur 40", ist die Grundforderung des Trainers. Doch Hindernisse sind da nicht nur das zeitweise Fehlverhalten einzelner Spieler, auch die schon fast ständige Umordnung aufgrund von Verletzungen. Der Einbau von jungen, teilweise noch unerfahrenen Aushilfsspielern erschweren das Bemühen.

So bangt Simioni noch um Chris Herperger, der nach seiner Schädelprellung zwar schon wieder trainiert, aber erst kurz vor dem Spiel entscheiden wird, ob er spielen kann. "Er hat noch kein richtiges Gefühl für das Tempo und die Entfernungen", ließ der sportliche Leiter Franz Fritzmeier wissen. Mit dabei ist nach überstandener Knieverletzung Abwehrspieler Alexander Dück, während Stürmer Steffen Ziesche zumindest heute noch fehlen wird. Also muss wieder in Duisburg ausgeliehen werden, um vier Angriffsreihen zu formen. Angefordet sind Martin Schymainski und Thomas Fritzmeier.

Heute um 19.30 Uhr ist der Auftakt zum "Dreier" bei den bisher noch nicht sehr heimstarken Iserlohn Roosters erst zwei Punkte aus drei Spielen. Am Sonntag kommen dann um 14.30 Uhr die erstaunlich starken Scorpions aus Hannover in die Rheinlandhalle. Den Abschluss bildet der rheinische Schlager gegen die DEG Metro Stars am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr. "Ich träume von neun Punkten, sechs sollten es aber auf jeden Fall sein", sehnt sich Simioni endlich wieder nach Erfolgserlebnissen. Nicht nur er...

08.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Dick Decloe für Lola wieder am Puck

Die Krefelder Eishockeyfans der älteren Generation werden in nostalgischen Erinnerungen schwelgen, wenn Sie den Namen Dick Decloe hören.
Krefeld. Der "Gerd Müller" des deutschen Eishockeys in den 70-er Jahren bildete ein gefürchtetes Duo mit Lothar Kremershof in der damaligen Bundesliga. Und für den im vergangenen Dezember verstorbenen "Lola" kommt Dick Decloe nach vielen Jahren gerne wieder nach Krefeld. Er steht im telefonischen Kontakt mit den Initiatoren des 1. Lothar-Kremershof-Cup in der Rheinlandhalle am 6./7. November. An beiden Tagen treffen sich erstmals acht Traditionsteams zu einem Oldtimer-Turnier.
Höhepunkt ist das All-Star-Spiel mit Lothard's Dream Team, einer Auswahl von Mitspielern aus der langen Karriere, sowie einem All-Star-Team der beteiligten Turniermannschaften.

Neben den bereits bekannten Stars aus Übersee wie Vic Stanfield, Francois Sills oder Johnny Walker stehen auch Krefelder Urgesteine im Kader von Lotharxd4 s Team. Namen wie Uli Wiefels, Thomas Mirwa, Hans-Willi Mühlenhaus, Michael Tack, Martin Gebel und Dirk Kuhnekath prägten das Krefelder Eishockey in den 80-er Jahren.

Karten sind übrigens ab sofort in allen bekannten Vorverkaufsstellen des Krefelder EV erhältlich.

07.10.04
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Pinguine hoffen auf die neue Arena als Rettungsanker

Die Eishockey-Klubs in Krefeld und Düsseldorf gehen schweren Zeiten entgegen. Michael Komma steht bei den Metro Stars vor dem Rauswurf.

Krefeld. Ernüchterung statt Euphorie das ist die Stimmungslage bei den Eishockeyfans in Krefeld und Düsseldorf nach nur sechs Spieltagen. Bei den DEG Metro Stars steht Michael Komma, Trainer und Manager in Personalunion, bereits auf der Kippe, bei den Pinguinen werden, je näher die Einweihung des KönigPalastes Anfang Dezember rückt, die Sorgenfalten tiefer. Dort lautet die Frage: Kann die neue Eis-Arena zum Rettungsanker für den ins Schliddern geratenen KEV werden?
"Der sportliche Erfolg der Pinguine ist unwichtig. Sollen wir denn jetzt aufhören zu bauen?", fragt der Geschäftsführer der Hallen-Betreibergesellschaft, Horst Driever. Allerdings sitzen Betreiber und Nutzer ab Dezember in einem (Zuschauer-)Boot. Auch wenn Driever betont, dass der "Mietvertrag mit den Pinguinen läuft" und eine Zuschauerklausel ein Bonus "oben drauf" sei. Nach Informationen unserer Zeitung soll die Halle erst ab 4000 Zuschauern mitverdienen.

Drievers ehemaliger Hallenmanager Holger Rathke (gestern übrigens nach einem Arbeitsgerichts-Vergleich in Höhe von 20 000 Euro von der Seidenweberhaus GmbH geschieden) hatte schon seit dem Frühjahr stets betont, wie wirtschaftlich wichtig es sei, den Umzug der Pinguine auf einer Woge der Euphorie zu gestalten. Doch wie soll man das machen mit einem Team, das sich in den zweistelligen Tabellenrängen einsortiert hat? Wie in einer Stadt, die vor rund 18 Monaten die Meisterschaft feierte?

Die Zuschauerzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Nach drei Heimspielen, darunter gegen den amtierenden Meister und Vizemeister, liegt der Durchschnitt bei 3200 statt der kalkulierten 3500. Für den KönigPalast hat Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer sogar mit 4500 Besuchern pro Spiel kalkuliert. Der Pinguine-Geschäftsführer sieht sich außer Stande, den Teufelskreis zu durchbrechen, Verstärkungen einzukaufen. Denn der warme Regen von 110 000 Euro des TV-Senders Premiere wird schon von der Unterdeckung bei den Zuschauerzahlen aufgefressen. "Ich kann nur hoffen, dass die Mannschaft bessere Leistungen bringt."

Es könne doch nicht sein, dass die Mannschaft regelmäßig im letzten Drittel einbräche, so Schäfer zu den jüngsten Niederlagen (1:5 in Augsburg, 1:8 in Nürnberg und 3:4 gegen Berlin). Er wolle abwarten, wie die sportliche Führung das Problem abstellen wolle. Die wiederum Trainer Mario Simioni und Sportleiter Franz Fritzmeier beklagt, dass zu wenig DEL-taugliche Spieler im Kader seien. Aufgrund der Finanzlage, womit man wieder am Anfang wäre.

In Düsseldorf scheint die sportliche Führung bereits nach sechs Spieltagen gescheitert zu sein. Nach dem 2:4 gegen Hannover steht Trainer-Manager Michael Komma vor dem Aus. Der 39-Jährige hat im Umfeld und bei den Fans hohe Erwartungen geweckt, der Start verlief aber mit drei Heimpleiten mehr als enttäuschend. Die Fans gingen auf die Barrikaden, der Coach bekommt das Team nicht in den Griff. "Unsere Situation steht auf der Kippe", bestätigt Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp. Heute soll es eine Entscheidung geben, ob Komma auch im Heimspiel am Freitag im Lokalderby gegen die Kölner Haie hinter der Bande stehen darf.

05.10.04
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Pinguine ohne Ziesche und Dück

Vor dem heutigen DEL-Meisterschaftsspiel beim Tabellendritten Ingolstadt schrumpft der Kader der Krefelder bedenklich. Auch Herpergers Einsatz ist fraglich.

Krefeld. Als Trainer Mario Simioni am Sonntag nach der bitteren 3:4-Niederlage gegen die Eisbären Berlin ankündigte, in Ingolstadt mit vier Angriffsreihen durch zu spielen, um die schwindenden Kräfte nicht weiter zu strapazieren, da ahnte er noch nicht, dass sein Kader weiter schrumpfen würde. Verletzungsbedingt werden Steffen Ziesche (Knieprobleme) und Alexander Dück (Bluterguss im rechten Knie) nicht mit nach Ingolstadt aufbrechen (Abfahrt 9 Uhr). Auch hinter dem Einsatz von Chris Herperger steht nach dessen Schädelprellung am Sonntag ein dickes Fragezeichen.
Erst kurz vor der Abfahrt wird entschieden, ob Herperger die Busreise nach Ingolstadt mitmacht. Und auch Torhüter Robert Müller ist nicht ganz schmerzfrei, will aber unbedingt spielen. Zählt man noch Vadim Slivchenko hinzu, dessen Adduktoren-Verletzung noch drei Wochen Pause erfordert, so darf man nach sechs Spieltagen schon von einem "Lazarett" bei den Krefeld Pinguinen sprechen.

Aus Duisburg wurden für das heutige Spiel (19.30 Uhr in der Saturn-Arena) Daniel Pietta und Martin Schymainski angeheuert, doch der Wunsch von Simioni, vier komplette Reihen zu spielen, wird wohl nicht in Erfüllung gehen. Die Gastgeber, die bis zum Sonntagspiel gegen Nürnberg Tabellenführer der DEL waren, wollen mit einem Erfolg gegen die Krefelder wieder die Nummer eins sein.

Den Eishockey-Meister von 2003 sieht man im übrigen gerne in der Saturn-Arena, konnten die Panther dort bisher alle vier Spiele gewinnen. Und mit ihrem NHL-Starspieler Marco Sturm sind die von Ron Kennedy trainierten Panther noch stärker geworden und gelten als sicherer Play-off-Kandidat. Dies ließ auch Pinguine-Trainer Mario Simioni erkennen, der von einer der heimstärksten Mannschaften der ganzen Liga sprach. Da droht den Krefeldern die vierte Schlappe in Folge.

Das Gastspiel der Pinguine bei den Kölner Haien am 2. Januar 2005 findet nicht um 14.30 Uhr, sondern um 18.30 Uhr statt. Die Kölnarena muss nach einem Konzert von André Rieu umgebaut werden.

05.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


"Billardtor" schockt Pinguine

Nach einer 3:0-Führung mussten sich die Krefelder gestern mit 3:4 gegen die Eisbären Berlin geschlagen geben.

Krefeld. Wer kein Glück hat, dem ist auch noch Pech beschieden bis zur 31. Minute führten die Pinguine mit 3:0, ließen zudem ein halbes Dutzend weiterer hochkarätiger Torchancen aus, und mussten sich durch ein "Billardtor", wie man es unglücklicher nicht fangen kann, mit 3:4 gegen die Eisbären Berlin geschlagen geben. Der Berliner Abwehrspieler Micki DuPont knallt bei 54:06 Minuten von der blauen Linie aus den Puck gegen die Plexiglasscheibe hinter dem Krefelder Gehäuse, die Hartgummischeibe prallt zurück und so unglücklich in den Rücken von Torhüter Christian Rohde, dass sie vom Beinschoner des Krefelder Torhüters zum Siegtor eintrudelt. Tragisch für den nahezu fehlerfrei und toll reagierenden Rohde und das an seinem 22. Geburtstag.
Die bittere Niederlage hingegen war abzusehen, nachdem die Pinguine von der 30. Minute an kräftemäßig abbauten und am Ende nicht mehr die Energie hatten, sich aufzubäumen. Nur 2 683 Zuschauer wollten die Nachmittags-Vorstellung sehen. Das ist nicht nur auf die 1:8-Niederlage vom Freitag in Nürnberg zurückzuführen, denn letztlich waren die Spiele gegen Berlin immer Highlights.

Die Pinguine begannen im ersten Drittel schwungvoll und führten verdient mit 2:0 durch Überzahltore von Ivo Jan und Shayne Wright. Als Alexander Selivanov mit einem Bauerntrick auf 3:0 (26.) erhöhte, war die Eishockey-Welt in der Rheinlandhalle in Ordnung auf den Rängen wurden die ersten Siegesgesänge angestimmt. Das erste dumme Gegentor in der 31. Minute und die Standpauke von Trainer Pierre Pagé rüttelte offenbar das Berliner Star-Ensemble wach. Plötzlich legten die Eisbären ein höllisches Tempo vor und steigerten sich im letzten Abschnitt.

Gleichzeitig wurden die Beine der Pinguine schwerer, es schlichen sich mehr und mehr Fehler ein, mehr und mehr Zweikämpfe wurden verloren und auch die Rettungstaten von Christian Rohde halfen nicht mehr. Denis Pederson (46.) und Alexander Barta (50.) sorgten für den 3:3-Ausgleich. Und dann ließ letztlich DuPonts Billardtor alle Krefelder Hoffnungen auf zumindest einen Punkt zerplatzen.

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Eisbären Berlin 3:4 (2:0, 1:1, 0:3)

Pinguine: Rohde - Kunce/Kurtz, Dück/Lehoux, Dyck/Wright - Köttstorfer, Selivanov/Herperger/Ziesche, King/Brulé /Guillet, Gosdeck/Jan/Schröder, Hyun/Fritzmeier/Grygiel
Tore:
1:0 (10:01) Jan (Selivanov/Kurtz),
2:0 (15:44) Wright (Herperger/Jan),
3:0 (25:13) Selivanov,
3:1 (30:33) Shearer (Ustorf),
3:2 (45:24) Pederson (Walser),
3:3 (49:03) Barta (Busch/Ustorf),
3:4 (54:06) DuPont
Schiedsrichter: Martin Reichert (Lindau)
Zuschauer: 2 683
Strafminuten: Krefeld 18, Berlin 20

04.10.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Bedarf, eine freie Lizenz und jetzt Geld

Trainer Mario Simioni kritisierte Spieler: "Müssen cleverer spielen und mehr den Kopf benutzen".

Krefeld. Trainer Mario Simioni ließ nach der 3:4-Schlappe die Journalisten lange warten. Und auch dann konnte er nicht verbergen, wie "angefressen" er war, wie tief ihn die Niederlage getroffen hatte. Das 1:8 in Nürnberg sei "beschämend" gewesen, für das Spiel gestern hatte er nur die Worte übrig, die im amerikanischen TV immer mit Piepgeräuschen übertönt werden. "Wir hätten mindestens den einen Punkt verdient gehabt", haderte er mit dem kuriosen Glücksschuss zum Berliner Sieg. Der Rest des Statements war wieder Piep bedürftig.
Allerdings, nur mit dem Schicksal mochte Simioni nicht hadern. Auch seine Spieler bekamen ihre "Piepser" ab. "Es darf nicht sein, dass wir in der Schlussphase im eigenen Drittel niedergekämpft werden." Und: "In diesen Situationen müssen wir cleverer spielen und mehr den Kopf benutzen", ärgerte er sich, wie man einen 3:1-Vorsprung ohne "Zähne und Klauen" aus der Hand geben konnte. Für ihn der Knackpunkt: das 3:2. "Das ist zu früh gefallen."

Allerdings durfte man schon nach rund 30 Minuten konstatieren: am Ende der Kraft war noch so viel Spielzeit übrig. Unübersehbar ist der Leistungseinbruch bei den Pinguinen. Später noch verstärkt durch der Ausfall von Chris Herperger mit einer Brustprellung. Damit reduzierte sich das keuchende und schnaubende Häuflein der Pinguine weiter. Denn auf des Messers Schneide mochte Simioni nicht mehr zur Entlastung seine Ergänzungsspieler einsetzen die Achillesferse der mangelnden Kadertiefe wurde überdeutlich.

"Wir müssen halt mit drei Reihen auskommen", gab sich der Kanadier fatalistisch. Dabei könnte sich ein Hoffnungsschimmer durch den jüngst abgeschlossenen Fernsehvertrag zeigen, dessen 175 000 Euro nicht im bisherigen Etat enthalten sein sollen, so Pinguin-Generalbevollmächtigter Wilfried Fabel. Bedarf, Geld und eine freie Lizenz eigentlich sollte alles auf die Verpflichtung des gesuchten rechtsschießenden Offensiv-Verteidigers hinauslaufen. Aber eben nur eigentlich, denn bei den Pinguinen ist vieles möglich.

04.10.04
Von Thomas Klein
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Kräfteverschleiß niedrig halten

Auf die Krefeld Pinguine folgen jetzt fünf "kanadische Wochen" in Folge mit 16 Spielen innerhalb von 38 Tagen.

Krefeld. Ganz dick kommt es in den nächsten Wochen für die Krefeld Pinguine mit fünf "kanadischen Wochen" und 16 Spielen in 38 Tagen. Da ist es nicht verwunderlich, wenn Trainer Mario Simioni peinlich darauf achten will, dass der Kräfteverschleiß seines relativ kleinen Kaders nicht zu groß wird.
Aber ob sich dies steuern lässt, hängt auch von denn Gegnern ab, und die ist nicht von "Pappe". Schon der Auftakt mit den Spielen heute (19.30 Uhr) in Nürnberg und Sonntag (14.30 Uhr) gegen die Eisbären hat es in sich, denn beide Mannschaften zählen zu den sicheren Play-off-Kandidaten, wobei die Berliner Titelansprüche gleich mit anmelden.

Da ist es wichtig, wie die vierte Angriffsreihe aussieht. Zweitligist Duisburg hat Erstrechte am jungen, talentierten Martin Schymainski. Und der wird am Wochenende den Krefeldern fehlen, weil ihn Duisburgs Trainer Didi Hegen in seinen Zweitligaspielen braucht.

Simioni hat mit Martin Hyun, Rainer Köttstorfer und dem jungen Duisburger Thomas Fritzmeier drei Ersatzleute, aber Simioni würde lieber Schymainski haben. Man sieht, es sind möglicherweise die kleinen Dinge, die eine Rolle spielen können.

Dies gilt auch für die Besetzung der Special Lines. Unter- und Überzahl sind strapaziös, und da könnten sich die Top-Cracks des Teams schnell auslaugen. Deshalb wäre es schon wichtig, wenn er seine vermeintlichen Torjäger aus dem Unterzahlspiel heraushalten könnte. Aber mangels Masse . . . ?

Eines ist sicher: Nationaltorhüter Robert Müller kehrt an seinen angestammten Platz zurück, hat, wie das gestrige Training noch einmal zeigte, seine Verletzung überwunden. Denn die Pinguine benötigen im strapaziösen Rundenkampf nicht nur einen guten, sondern einen überdurchschnittlich guten Goalie. Und es ist wichtig, dass es keine weiteren Verletzungen gibt.

Prognosen wollte Simioni für die beiden Spiele nicht abgeben. Nur so viel das Team muss geschlossen auftreten, kämpfen, unnötige Strafen vermeiden und ein wenig Glück haben. Warum soll Krefeld nicht, wie Kassel auch, die Nürnberger schlagen.

Den Berliner Eisbä