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2004


Nach frühem Tor in Augsburg eingeknickt

Die Pinguine verloren beim Tabellenletzten Augsburg Panther mit 1:5, nachdem Chris Herperger nach 46 Sekunden das Führungstor erzielt hatte.

Augsburg. Ein Drittel lang durften die Krefeld Pinguine auf das erste Sechs-Punkte-Wochenende hoffen dann wurden sie im Augsburger Curt-Frentzel-Stadion aus allen Träumen gerissen. Ein schwaches Mitteldrittel ergab nach der 1:0-Führung der Pinguine durch drei Treffer eine beruhigende 3:1-Führung für die Hausherren. Diese Führung ließen sich die Panther im Schlussabschnitt nicht mehr nehmen, auch wenn der 5:1-Sieg letztlich um einige Tore zu hoch ausfiel.
Pinguine-Trainer Mario Simioni ließ die gleiche Aufstellung wie am Freitag aufs Augsburger Eis, vertraute also auch auf Torhüter Christian Rohde, und ließ Robert Müller noch einmal hinter der Bande auf der Bank. Rohde war an allen fünf Treffern schuldlos, es war diesmal die Abwehr, die patzte.

Bereits nach 46 Sekunden klingelte es im Kasten des Augsburger Torhüters Jean-Francois Labbé. Chris Herperger narrte seinen Gegenspieler und den Torhüter. Bis zum ersten Seitenwechsel dominierten die Pinguine, hatten zahlreiche Chancen das Resultat zu verbessern. Ganz schwach hingegen war die Leistung, als Krefeld zwischen der 15. und 19. Minute mit fünf gegen drei Augsburger nicht traf.

Das rächte sich im Mittelabschnitt, wo die Krefelder stark abbauten und unkonzentriert spielten und schossen. Das machten die Gastgeber besser, denn sie nutzten die Krefelder Schwächen schonungslos aus und kamen durch drei Tore zur beruhigenden Führung. Adrian Grygiel leitete den Ausgleichstreffer durch einen Fehlpass ein und Björn Barta ließ mit einem Alleingang seinem früheren Kameraden Rohde keine Chance. Beim 2:1-Führungstreffer durch Robert Brezina sah die Pinguine-Abwehr schlecht aus, bekam den Puck nicht aus der Gefahrenzone, und dann war Rohde beim dritten Nachschuss machtlos. Das 3:1 (32.) erzielte Francois Fortier bei Augsburger Überzahl. Pinguine-Kapitän Guy Lehoux saß in der Kühlbox.

Im Schlussabschnitt fehlte den Krefeldern die Kraft, sich noch einmal aufzubäumen. Sie scheiterte aber auch bei einigen Versuchen am ausgezeichneten Augsburger Schlussmann Labbé. Während Shawn Carter mit dem vierten Treffer (55.) alles klar machte, war der Schlusspunkt mit dem fünften Treffer ins leere Krefelder Tor Rohde war gegen einen sechsten Feldspieler getauscht worden nur noch Ergebnis-Kosmetik.

Statistik
Augsburg Panther - Krefeld Pinguine 5:1 (0:1, 3:0, 2:0)

Pinguine: Rohde - Kunce/Kurtz, Wright/Lehoux, Dück/Dyck, Köttstorfer - Selivanov/Herperger/Gosdeck, King/Guillet/Brule, Ziesche/Jan/Schröder, Grygiel/Schymainski/Schnitzer
Tore:
0:1 (0:46) Herperger,
1:1 (23:47) Barta (Brezina),
2:1 (27:28) Brezina (Felsner/Pudlick),
3:1 (31:12) Fortier (Moeser),
4:1 (54.:20) Carter (Bancorft),
5:1 (59:51) Fortier
Schiedsrichter: Tomas Turcan (Tschechien)
Zuschauer: 3 640
Strafminuten: Augsburg 18, Krefeld 12

Stimmen zum Spiel

Pinguine-Trainer Mario Simioni sah einen Grund für die Niederlage im schwachen Powerplay: "Wir haben es mit fünf gegen drei Spieler nicht verstanden, ein Tor zu erzielen. Damit hätten wir uns im ersten Drittel einen größeren Vorsprung sichern müssen. Die ersten 15 Minuten im Mittelabschnitt waren wir unkonzentriert und nicht auf dem Eis. Kompliment an den Augsburger Torhüter Labbé , der weitere mögliche Treffer für uns verhindert hat."
Auch Augsburgs Trainer Benoit Laporte stellte Labb als den wichtigsten Spieler seines Teams heraus. "Er hat in den entscheidenden Phasen sehr gut gehalten. Das Ergebnis ist zu hoch, auch wenn der Sieg in Ordnung geht."

27.09.04

Krefeld Pinguine

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2004


KEV siegt im Duell der Meister

Die Pinguine bezwingen vor einer dürftigen Kulisse den amtierenden Champion, Frankfurt Lions, mit 4:1. Außerdem: Hier lesen Sie die Spielstatistik und die Stimmen zum Spiel.

Krefeld. "Der KEV ist wieder da" jubelten die Fans gestern Abend in der Rheinlandhalle. Und sie hatten allen Grund dazu, denn im Duell der Meister von 2003 und 2004 behielten die Krefeld Pinguine gegen den amtierenden Meister Frankfurt Lions letztlich klar die Überhand. Schade, dass nur 3002 Zuschauer das Meisterduell sehen wollten, das die Krefelder verdient mit 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) gewannen. Man fragt sich bei dieser geringen Resonanz, was die Pinguine noch bringen müssen, um eine große Kulisse zu bekommen und Spitzeneishockey in der Seidenstadt halten zu können.
In den entscheidenden Phasen spielte das Team von Mario Simioni, dem man ein großes Kompliment für die bisherige Leistung zollen muss, wie aus einem Guss und hatte auch das Quäntchen Glück, das man für solche Erfolge braucht. Die Gäste vom Main waren im ersten Spielabschnitt spielerisch und läuferisch deutlich überlegen, aber das Tor zur ersten Führung machten die Krefelder. Im Kasten hielt bei der Drangperiode der Hessen der junge Christian Rohde wahrlich meisterlich und seinen Kasten blitzsauber. Kurz vor dem ersten Wechsel durfte der Pinguine-Anhang erstmals jubeln. Bei fünf zu drei Überzahl war das Tor durch Ivo Jan 39 Sekunden vor der Sirene sauber herausgespielt.

Im Mittelabschnitt kamen die Gäste durch ihren Torjäger Patrick Lebeau bei Überzahl der Lions zum Ausgleich. Ein kurioses Tor gab es dann bei Krefelder Unterzahl (37.). Frankfurts NHL-Neuerwerbung Stephane Robidas vertändelte vor dem eigenen Kasten den Puck, Alexander Selivanov stocherte mit langem Schläger dazwischen und über Torhüter Ian Gordon trudelte die Hartgummischeibe ins Lions-Gehäuse. Von diesem Schock erholten sich die Löwen nicht mehr und durften froh sein, dass Krefeld bei drückender Überlegenheit nur noch zu zwei weiteren Überzahltoren kam. Das 3:1 markierte der letztjährige Pinguine-Torschützenkönig Rob Guillet (43.) und den krönenden Abschluss besorgte Neuerwerbung Scott King vier Minuten später.

Beide Treffer fielen erneut in Überzahl, was verdeutlicht, dass die Pinguine bisher ein recht ordentliches Power-Play aufziehen. Während vor dem Spiel NHL-Crack Christian Ehrhoff bejubelt wurde, gab es nach dem glänzenden Erfolg vor allem viel Applaus für Torhüter Christian Rohde.

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Frankfurt Lions 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)
Pinguine: Rohde - Kunce/Kurtz, Wright/Lehoux, Dück/Dyck - Selivanov/Herperger/Gosdeck, King/Guillet/Brule, Ziesche/Jan/Schröder, Grygiel/Schnitzer/Schymanski
Tore:
1:0 (19:21) Jan (Selivanov/Herperger),
1:1 (25:30) Lebeau,
2:1 (36:11) Selivanov,
3:1 (42:01) Guillet (Wright/Dück),
4:1 (46:13) King (Brule/Guillet)
Schiedsrichter: Christian Oswald (Waldkraiburg)
Zuschauer: 3002
Strafminuten: Krefeld 10, Frankfurt 18 und 10 Minuten Disziplinarstrafe Bresagk und Ratchuk

STIMMEN zum SPIEL

Frankfurts Manager Lance Nethery fühlte sich an Kaiser Franz Beckenbauer erinnert: "Ja, is` den heut` schon Weihnachten", fiel ihm als Beschreibung für das kuriose, aber spielentscheidende Tor von Alexander Selivanov zum 2:1 nur noch ein. Sein Trainer Rich Chernomaz gab sich überaus unzufrieden: "Ich bin enttäuscht. Wir waren einfach nicht gut genug. Besonders geärgert hat mich die fehlende Disziplin im letzten Drittel. Krefeld wurde nach dem ersten Drittel immer besser, während wir einfach nicht hart genug gearbeitet haben."
Krefelds Coach Mario Simioni war deutlich zufriedener: "Unser Power-Play lief sehr gut, und es hat sich heute schon ausgezahlt, dass wir großen Wert auf Disziplin legen, unseren Spielern keine Revanchefouls durchgehen lassen. Dadurch gaben wir uns keine Blöße. Im ersten Drittel hat uns Christian Rohde im Spiel gehalten, denn da waren die Abwehrspieler bei weitem noch nicht so gut wie in der Folgezeit."

25.09.04
Von Walther Lenders

Krefeld Pinguine

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2004


KEV-Altstars kommen für Lothar sofort

Der verstorbene Lothar Kremershof hatte die Idee, ein Wiedersehen alter Weggefährten zum 25. Jubiläum der Vizemeisterschaft zu organisieren.

Krefeld. Decloe, Stanfield, Walker, Sills und, und, und fast auf den Tag genau einen Monat vor dem ersten Eishockeyspiel im neuen KönigPalast öffnet die Rheinlandhalle ihre Tore zu einer Zeitreise. Ein Wochenende lang (6./7. November) geben sich alle, die im und um das Krefelder Eishockey einen Namen haben in der alten Dame die Ehre. Oder genauer gesagt nicht sich, sondern ihrem alten Freund und Weggefährten Lothar Kremershof, der im letzten Dezember verstorben ist. "Es war Lothars Wunschtraum, ein solches Wiedersehen auf dem Eis zum 25. Jubiläum der Vizemeisterschaft zu organisieren", erinnert sich Witwe Ruth an die Anfänge.

Diesen Pass der "Nummer 7" im KEV-Trikot haben wie schon so oft früher Mitstreiter wie Uwe Fabig und Uwe Schaub aufgenommen, die im Krefelder Traditionsteam "Big Old Boys" dem Puck nachjagen. Die Resonanz bei den allen Kämpen sei "überwältigend" gewesen, sagt Mitorganisator Hans-Peter Brux. "Beim ersten Anruf haben spontan alle zugesagt", beschreibt KEV-Ehrenkapitän Uwe Fabig die Reaktionen in Deutschland und Übersee. "Für Lothar sofort", sei die Standard-Antwort gewesen.

Und so formiert sich nun eine Mannschaft als "Lothars Dreamteam", die mehr als nur das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. An der Spitze die legendäre Torfabrik Vic Stanfield und Dick Decloe, Wuseler Jimmy Hoffmann ist genauso dabei wie Flügelflitzer Peter Jedrus, Frank Sills und Johnny Walker dürfen mit Wolfgang Hellwig stürmen, Bobby Fischer mit Martin Gebel vor Karel Lang verteidigen. Gegner in diesem Highlight ist eine Auswahl bundesdeutscher Eishockey-Legenden mit Peppi Heiss, Didi Hegen oder Rick Amann.

"Dieses Spiel wird wohl eine einmalige Veranstaltung bleiben", sagt Brux mit Blick auf den hohen Organisationsaufwand und das steigende Alter der "alten Kämpen". Mehr Zukunftschancen hat da schon der Rahmen, das 1. Lothar-Kremershof-Cup. Dort gehen Samstag und Sonntag insgesamt acht "Ehemaligen-Mannschaften" aus traditionellen KEV-Gegnerstädten wie Füssen, Kaufbeuren, Köln oder Riessersee. Ab kommenden Mittwoch sind die Karten bei den "alten KEV-Vorverkaufsstellen" erhältlich, auch die Preise klingen wie aus der guten alten Zeit von vier bis zwölf Euro.

Und damit man endgültig in Eishockey-Nostalgie schwelgen kann: "Wir holen uns auch die Ordner von früher", sagt Uwe Fabig. Übrigens: der Erlös geht ganz im Sinne von Lothar Kremershof in den Eishockey-Nachwuchs des KEV.

24.09.04

Von Thomas Klein

Krefeld Pinguine

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2004


Beaucage kündigt Treffer an

Meister Frankfurt kommt am Freitag mit dem Ex-Pinguine Mittelstürmer. Christian Rohde steht erneut für Robert Müller im Tor.

Krefeld. Der Liga-Alltag hat die Pinguine wieder obwohl der Vergleich am Freitag in der Rheinlandhalle schon reizvoll ist. Um 19.30 Uhr trifft der Überraschungsmeister 2003 auf den von 2004. Doch die Frankfurt Lions kommen optimistisch nach Krefeld, denn sie mussten nicht nach dem Titel einen ähnlichen Aderlass wie die Pinguine durchmachen. Und sie haben einen in ihren Reihen, der auf jeden Fall mindestens ein Tor schießen will. "Bisher habe ich noch immer gegen einen Ex-Klub getroffen", kündigt der bei den Pinguinen in Ungnade gefallene Mittelstürmer Marc Beaucage an.

Das soll erneut Christian Rohde verhindern. Der etatmäßige Reserve-Torhüter wird zumindest heute noch National-Keeper Robert Müller vertreten, dem Trainer Mario Simioni weitere zwei Tage zum Auskurieren seiner Verletzung geben will. Erst am Sonntag beim Gastspiel in Augsburg wird erstmals der "Stamm-Torhüter" wieder zwischen den Pfosten stehen.

Der 21-jährige Rohde hat allerdings beim Sieg in Düsseldorf gezeigt, dass man mit ihm durchaus auch schwere Spiele gewinnen kann. "Ich war zufrieden mit der Torhüterleistung in Düsseldorf, und sehr zufrieden mit unserem Unterzahlspiel", bilanziert Trainer Simioni. Kein Wunder, schossen doch seine Pinguine bei Unterzahl zwei Tore durch Dyck und Brule und kassierten nur deren eines.

Das er auch trotz vieler Strafzeiten kein Disziplinproblem sieht, macht der Kanadier an einem Beispiel fest. In der heißen Schlussphase gegen Düsseldorf habe Steve Brule einen Faustschlag einfach "weggesteckt", sich nicht "bedankt" und dadurch eine mögliche Strafzeit in der entscheidenden Phase für das Team vermieden.

Viel geändert habe er nicht, so Simioni vor dem zweiten DEL-Wochenende. Was auch mangels personeller Alternativen kaum möglich wäre. Neuzugang Vadim Slivchenko wird dem Pinguin-Sturm noch mindestens sechs Wochen nach seiner Adduktorenverletzung fehlen. Für ihn rückt wieder Carsten Gosdeck neben Selivanov und Herperger. Auf Stürmer Nummer zwölf neben Grygiel und Schnitzer wollte sich Simioni nicht festlegen, nur dass der "Martin" heißen werde. Was allerdings auf die beiden Kandidaten Hyun und Schymainski zutrifft.

24.09.04

Von Thomas Klein

Krefeld Pinguine

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2004


Müller: Es kribbelt schon wieder

Am Freitag, wenn Eishockey-Meister Frankfurt in Krefeld gastiert, will der Nationalkeeper wieder im Tor stehen.

Krefeld. Am letzten Wochenende musste Robert Müller noch mit ansehen, wie seine jüngeren Konkurrenten mit tollen Leistungen aufwarteten, am Freitag und Sonntag will der Nationalkeeper nun beweisen, dass er weiterhin die unumstrittene Nummer eins im Tor der Krefeld Pinguine ist. Seit Dienstag fließt bei dem 24-jährigen Rosenheimer wieder der Trainingsschweiß und es sieht so aus, als hätte er die Fußverletzung, die er sich beim World-Cup zugezogen hatte, tatsächlich auskuriert.
"Es kribbelt schon wieder. Ich muss wieder rein in den Kasten", hatte er schon am Sonntag auf der Tribüne in Düsseldorfer verkündet. Und was kann einen ehrgeizigen Goalie mehr reizen, als sein Können gleich gegen den Deutschen Meister zu zeigen. Denn die Frankfurt Lions als Champion 2004 treffen am Freitag, 19.30 Uhr, in der Rheinlandhalle auf den Meister 2003.

Beste Voraussetzungen also für eine proppenvolle Halle. Die Pinguine hoffen bis auf den verletzten Neuzugang Vadim Slivchenko in Bestbesetzung antreten zu können, denn Torjäger Rob Guillet zeigte in Düsseldorf beim 3:2-Sieg der Pinguine, dass er wieder fit ist. Und zusammen mit dem neuen Torjäger Steve Brule und dem quirligen Scott King hofft er auf ein Trio mit großem Tatenund Tordrang.

Guillet will gegen den Meister seinen ersten Saisontreffer markieren, nachdem er in Düsseldorf zumindest mit einem Zuckerpass auf Brule glänzen durfte.

Das Verwirrspiel der Torhüter hat so manchen Eishockeyfan irritiert. Für den sportlichen Leiter Franz Fritzmeier gibt es da keine großen Probleme: "Robert Müller und Markus Janka stehen bei Krefeld unter Vertrag und sind die Nummer eins und zwei. Christian Rohde und Patrick Koslow sind Torhüter des Zweitligisten und Kooperationspartners Duisburg und verdienen auch dort ihr Geld. Hinzu gesellt sich noch der junge Ken Passmann, der beim Neusser EV in der Regionalliga NRW gemeldet ist."

So weit, so gut, aber das Wechselspielchen wird weitergehen. Markus Janka soll in der 2. Bundesliga Spielpraxis bekommen, und wird auch in nächster Zeit seinen Platz als "Backup-Goalie" in der Rheinlandhalle an Christian Rohde oder Patrick Koslow abgeben.

Die Interessenten für Sitzplatzkarten müssen auch beim Spiel gegen Meister Frankfurt noch auf den Vorverkauf verzichten. Es gibt Sitzplatzkarten nur an der Tageskasse. Allerdings kann man sich über die Geschäftsstelle Plätze reservieren lassen. Oder eine Dauerkarte kaufen, was weiterhin möglich ist.

22.09.04

Von Walther Lenders

Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine mit eiskalten Kontern

Die Krefelder fühlten sich gestern an der Brehmstraße pudelwohl. Beim 3:2-Sieg holte sich das Team von Trainer Mario Simioni die ersten Saisonpunkte.
Krefeld. Immer wieder gerne fahren die Krefeld Pinguine zur Düsseldorfer Brehmstraße, denn in keinem anderen Stadion wird von Seiten der Krefelder so oft gejubelt, wie bei den DEG Metro Stars. So ließen die rund 600 mitgereisten Fans nach dem knappen, aber nicht unverdienten 3:2-Sieg ihre Lieblinge hochleben. Besonders im Blickpunkt der 21-jährige Christian Rohde, der im Tor der Pinguine eine einwandfreie Partie spielte und mit gutem Stellungsspiel auch brenzligste Situationen meisterte.
Was half es gestern, dass die Metro Stars über Strecken das flüssigere Eishockey zeigten. Sie wurden von den Pinguinen eiskalt ausgekontert und ausgebremst, zeigten sich aber auch in der Abwehr oft schwach, löchrig und unkonzentriert. Das schlug sich für die Landeshauptstädter in zwei Unterzahltoren der Krefelder nieder. Beim ersten Treffer durch Paul Dyck sah die Torwart-Legende Andrej Trefilov beim Schuss von der blauen Linie nicht glücklich aus. Beim zweiten durch Krefelds neuen Goalgetter Steve Brule ließ er sich klassisch ausspielen. Und damit nicht genug: Auch beim Siegtor sah der DEG-Keeper richtig alt aus, als ihn erneut der kaltblütige Brule auszockte.
Da half es der DEG auch nicht, dass sie in der achten und neunten Minute die frühe Führung der Krefelder durch Treffer von Alexander Sulzer bei Überzahl und Klaus Kathan in einen 2:1-Vorsprung umdrehte. Das Team von DEG-Trainer Michael Komma spielte gestern in der Abwehr einfach zu hektisch, wusste gegen die auch nicht gerade sattelfeste Krefelder Abwehr zu wenig Druck aufzubauen. Und man hatte die Fangkünste des jungen Krefelder Backup-Torhüters Christian Rohde unterschätzt. Nationalkeeper Robert Müller zollte seinem Vertreter von der Tribüne aus artig Lob und meinte: "Der Junge ist wirklich gut, aber bald stehe ich wieder im Tor." Krefelds Trainer Mario Simioni ist es aber recht, dass er sowohl am Freitag mit dem jungen Patrick Koslow und gestern mit Christian Rohde zwei ehrgeizige junge Keeper einsetzen kann.
Freude haben dürften die Krefelder Fans auch an der Angriffsreihe mit Steve Brule, Rob Guillet und Scott King, die gestern schon andeutete, dass hier drei Goalgetter zusammengefunden haben. Die Zornesröte trieb es Trainer Mario Simioni einige Male ins Gesicht, als sich seine Abwehrspieler unnötige Strafzeiten einholten. Aber beim Unterzahlspiel hielten sich die Krefelder clever in Position und ließen die Düsseldorfer fast verzweifeln. Unschön: Eine Matchstrafe kassierte der DEG-Abwehrspieler Tommy Jakobsen nach einem "Check von hinten" am Krefelder Carsten Gosdeck.

STATISTIK

DEG Metro Stars -  Krefeld Pinguine 2:3 (2:2, 0:0, 0:1)

Pinguine: Rohde - Kunce/Kurtz, Wright/Lehoux, Köttstorfer/Dyck, Selivanov/Herperger/Gosdeck, King/Guillet/Brulé, Ziesche/Jan/Schröder, Grygiel/Dück/Schymanski, Hyun
Tore:
0:1 (4:18) Dyck (Herperger/Selivanov),
1:1 (7:26) Sulzer (Davidson/Kreutzer),
2:1 (8:03) Kathan (Davidson/Schneider),
2:2 (14:02) Brulé (Guillet/Selivanov),
2:3 (41:09) Brulé.
Schiedsrichter: Willi Schimm (Waldkraiburg)
Zuschauer: 6 749
Strafminuten: Düsseldorfer EG 19 plus Matchtrafe für Jakobson, Krefeld 22

20.09.04
Von Walther Lenders

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2004


Vadim Slivchenko schon verletzt

Wenn man kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech hinzu. Nur wenige Minuten dauerte der erste Auftritt der "Last-Minute-Verpflichtung" Vadim Slivchenko am Freitag, dann kam die kalte Dusche: "Muskelriss im Adduktorenbereich", so die Diagnose.

Krefeld. Rund sechs Wochen Pause die Konsequenz, und eine versteinerte Miene bei Trainer Mario Simioni. Ohne Fremdeinwirkung beim Aufwärmen hatte sich der 34-Jährige verletzt, es aber noch ein Drittel lang probiert. Bitter für die Pinguine, denn eigentlich braucht man jeden Mann, um den kleinen Kader zu verstärken. Zumal das Ganze einige Frage aufwirft. Eine solche Muskelverletzung ohne Gegnereinwirkung gilt in Sportkreisen als Folge schlechten Trainingszustandes oder einer Vorschädigung.
"Eine solche Vorschädigung hätte man bei der Voruntersuchung am Donnerstag eigentlich erkennen müssen", so Mannschaftsarzt Dr. Martin Wazinski. Bleibt also die Frage, ob man entgegen der Ankündigung von Sportleiter Franz Fritzmeier doch jemanden aus dem Sommerurlaub verpflichtet hat. Fritzmeier: "Da hilft jetzt nichts, dass muss man akzeptieren." Gut für die Pinguine, dass zumindest in Sachen Ersatz-Torhüter sowohl Patrick Koslow als auch Christian Rohde sich in bestem Trainingszustand zeigten.

20.09.04
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine unterliegen den Haien 1:2

Ohne Nationaltorhüter Robert Müller verloren die Pinguine gestern Abend zur Saisonpremiere gegen die Kölner Haie unglücklich mit 1:2 Toren.

Krefeld. Schade! Die Saisonpremiere der Krefeld Pinguine im Prestige-Duell gegen die Kölner Haie ging knapp verloren. Das Zach-Team aus der Domstadt war gestern vor 4062 Zuschauern in der Krefelder Rheinlandhalle beim 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)-Sieg über die Pinguine um das eine entscheidende Tor reifer und homogener. Dem neuformierten Team von Trainer Mario Simioni bleibt allerdings der Trost, sich achtbar verkauft zu haben und bis zum Schlusspfiff munter mit gefightet zu haben. Ein bisschen mehr Tordrang und Abgeklärtheit und der KEV wird sicherlich bald auch jubeln können.
Die Krefelder traten mit dem Handikap an, ohne ihren Nationaltorhüter Robert Müller und ihren Top-Torjäger Rob Guillet spielen zu müssen, die beide noch verletzt sind. Dafür lief am gestrigen Vormittag verpflichtete 33-jährige Ukrainer Vadim Slivchenko mit der Nummer 19 auf, spielte allerdings nur knappe 30 Minute und zeigte noch deutliche Anpassungsschwierigkeiten.

Probleme bekamen die Krefelder immer dann, wenn die erste Kölner Reihe mit Alex Hicks, Dave McLlwain und Jean-Yves Roy auf dem Eis war. Lediglich den tollen Abwehraktionen des jungen Torhüters Patrick Koslow war es zu verdanken, dass zum Beispiel Torjäger Alex Hicks bei zwei Alleingängen leer ausging. Der junge Müller-Ersatz machte seine Arbeit sehr gut und hielt sein Team trotz der beiden Kölner Treffer bei Krefelder Unterzahl bis zum Schluss im Spiel.

Mit der Laufleistung und mit dem Einsatz der 44 Akteure konnten die Zuschauer zufrieden sein, denn beide Teams zeigten bis zum Schluss Einsatz und Eifer. Es klappte halt noch nicht so recht mit der Zusammenarbeit, und beide Teams haben auch noch Schwierigkeiten mit dem Torabschluss. Bei den Krefeldern waren dann am Ende auch Verschleißerscheinungen zu spüren, die allerdings mit aufopferndem Einsatz wett gemacht wurden.

In der 17. Minute gingen die Kölner durch Jean-Yves Roy nach Vorarbeit von David McLlwain in Führung. Bei dem Schuss von der blauen Linie war Torhüter Koslov die Sicht versperrt. Roy konnte dann auch bei einer weiteren Überzahl in der 33. Minute das 2:0 für Köln vermelden und war dann für den Rest des Mitteldrittels, wie Pinguine Trainer Mario Simioni anmerkte fast ohne Krefelder Gegenwehr bestimmend. Hoffnung kam auf, als Alexander Selivanov zwei Sekunde vor Ende des Mittelabschnitts bei 5:3-Überzahl eine Vorlage von Shayne Wright zum Krefelder Anschlusstreffer verwertete.

Doch im Schlussdrittel-Abschnitt fehlte den Pinguinen die Kraft und Konzentration, um den durchaus möglichen Ausgleich noch zu erzielen. Das Team von Hans Zach brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Der Kölner Trainer meinte: "Ein sehr enges Matsch und für den Saisonstart ein gutes Spiel. Krefeld hat mir gut gefallen."

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Kölner Haie 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)
Pinguine: Koslow - Kunce/Kurtz, Wright/Lehoux, Köttstorfer/Dyck. Dück/Schymanski - Selivanov/Herperger/Slivchenko, King/Schnitzer/Brulé, Ziesche/Jan/Schröder, Grygiel/Hyun/Gosdeck

Tore:
0:1 (16:26) Roy (McLlwain, David),
0:2 (32:12) Roy (Hicks, Schlegel,
1:2 (39:58) Selivanov (Wright, Herperger)
Schiedsrichter: Petr Chvatal (Waldkraiburg
Zuschauer: 4 062
Strafminuten: Krefeld 20 + 10 Disz. für Lehoux, Köln 24 + 10 Disz. für Hicks

18.09.04
Von Walther Lenders

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2004


Pinguine wollen wieder siegen

Heute Abend, 19.30 Uhr, geht es los. Erster Gegner für die Krefeld Pinguine in der Rheinlandhalle sind die Kölner Haie.

Die Domstädter sind seit Gründung der DEL (Saison 1994/1995) zweimal Meister geworden und werden nur noch übertroffen von Adler Mannheim (vier Titel). Unvergessen: Die Meisterschaft der Pinguine in der Spielzeit 2002/2003. Die Sensation schlechthin in zehn Jahren DEL. Gegründet wurde die DEL nach dem Muster des nordamerikanischen Profisports. 14 Klubs spielen in der DEL, die in der Hauptrunde je vier Mal gegeneinander antreten. Damit kommt es zu 52 Saisonspielen, in denen es um die begehrten Play-off-Plätze die ersten acht Teams geht.
Für einen Sieg gibt es drei, für einen Sieg nach Penalty zwei Punkte. Eine Niederlage nach einem Penalty wird mit einem Punkt gewertet. Die beiden letztplatzierten Mannschaften ermitteln den Absteiger (Play-down).

In der vergangenen Saison belegte der KEV Rang zehn mit 64 Punkten und 127:149-Toren. Den Verein verlassen haben: Thomas Brandl, Stefan Ustorf, Jonas Lanier, Pascal Appel, Marc Beaucage, Marcel Rodman, Terry Yake, Eric Bertrand, Chris Luongo, Chris Kelleher, Andreas Raubal, Neuzugänge: Christian Rohde (Hannover) fürs Tor, Guy Lehoux (Nürnberg, Verteidiger) sowie die Stürmer Scott King (Iserlohn), Ivo Jan (Graz/Österreich), Florian Schnitzer (Straubing), Carsten Gosdeck (Bad Nauheim), Martin Hyun (Chiefs Leuwen/Belgien), Steve Brulé (Hershey Bears/Kanada AHL), Stefan Schröder (Hamburg)

Der jüngste Spieler im Pinguine-Kader ist Förderspieler Daniel Pietta (geb: 9.12.1986), der älteste Alexander Selivanov (23.03.1971). Den höchsten DEL-Sieg feierte das Team von der Westparkstraße am 27. November 1994 mit 13:4 bei den Berliner Eisbären, die höchste Schlappe datiert vom 23. Februar 1999 (0:7 gegen die Eisbären). Die Pinguine haben in 580 DEL-Spielen 307 Siege geholt, 16 Unentschieden und 247 Schlappen kassiert.

Durchschnittsalter der Pinguine: 27,38 Jahre, Durchschnittsgröße: 1,81m, Gewicht: 86,1 Kilo. Im KEV-Kader spielen zwölf Deutsche und sieben Kanadier. Drei Spieler haben NHL-Erfahrung (199 Einsätze). Die letzte Partie für die Pinguine in der altehrwürdigen Rheinlandhalle gibt es am 3. Dezember gegen Adler Mannheim. Das erste Spiel im KönigPalast steigt am 17. Dezember gegen die Eisbären Berlin. Die Hauptrunde endet am 13. März mit der Begegnung bei Aufsteiger Grizzly Wolfsburg.

Höhepunkt der Saison ist das DEL Allstar-Game: Die besten Akteure der Deutschen Eishockey Liga fordern in der Hamburger Color Line Arena die Nationalmannschaft heraus. Gewählt wird das Allstar-Team von den Eishockey-Fans, die auf www.del.org abstimmen.

17.09.04
Krefeld Pinguine

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2004


Pinguine bitten zum Fisch-Essen

Mit dem Derby gegen die Kölner Haie startet der DEL-Klub heute in die neue Spielzeit.

Krefeld. Wie könnte eine neue Spielzeit besser beginnen, als mit einem echten Derby. Und wenn, wie heute für die Krefeld Pinguine mit den Kölner Haien der Derby-Gegner auch noch der Endspielgegner aus dem Meisterjahr 2003 ist, dann müsste die Halle eigentlich gleich aus den Nähten platzen. Aber in Krefeld beginnt für viele die Eishockeyzeit erst, wenn es draußen kalt wird. Und so schwanken die Prognosen über die Kulisse zwischen 4 000 und 5 000 Besucher.
Die Kölner Haie kommen gerne in die Rheinlandhalle, denn von insgesamt 21 Spielen haben sie dort bereits zwölf gewonnen, und nur neunmal blieben die Pinguine Sieger. Auch im Krefelder Meisterjahr 2003 gewannen die Kölner das vierte Play-off-Endspiel in der Verlängerung mit 3:2-Toren, unterlagen dann aber in Spiel fünf mit 1:3 in Köln. Bei den Domstädtern lief es in der Vorbereitung nicht nach Wunsch. Trainer Hans Zach, der sich nach seinem Ausstieg als Nationaltrainer ganz auf die Aufgabe bei den Haien konzentrieren will, hat klar das Saisonziel ausgegeben: "Wir wollen Meister werden." Und danach fiebern die Haie-Fans auch, von denen über 6 000 Dauerkarten orderten. Da nehmen sich die knapp 1000 Dauerkarten der Pinguine recht bescheiden aus.

Das neue sportliche Gespann der Pinguine will nicht zurück, sondern nach vorne blicken. Trainer Mario Simioni und der sportliche Leiter Franz Fritzmeier stehen aber heute morgen noch vor drei Entscheidungen, ehe um 19.30 Uhr das erste Bully erfolgt. Die mögliche Neuerwerbung Vadim Slivchenko, der gestern erst mit Verspätung aus Pittsburgh (USA) kommend in Frankfurt landete, muss nach dem medizinischen Test heute beim Warm-up zeigen, ob er auch konditionell in guter Verfassung ist. Er wird die Nummer 19 erhalten. Gestern wurden die Formalitäten erledigt, Slivchenko kann also spielen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Torhüter Robert Müller und von Torjäger Robert Guillet.

Beide wollen unbedingt dabei sein, doch der letzte Test muss Klarheit bringen, ob ohre Blessuren einen Einsatz zulassen. Vom möglichen Einsatz von Slivchenko und Guillet hängt auch die Besetzung der Blöcke ab.

Mit folgender Aufstellung ist zu rechnen: Tor: Müller (Rhode) Abwehr: Kunce/Jurtz, Wright/Dyck, Köttstorfer/Lehoux Angriff: Selivanov/Herperger/Grygiel (Slivchenko), King/Guillet/Brulé; Ziesche/Jan/Schröder, Schnitzer/Hyun/Gosdeck, Dück

17.09.04
Von Walther Lenders

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2004


Ukrainer Slivchenko soll KEV weiter verstärken

Pinguine schlagen kurz vor dem Saisonstart noch einmal auf dem Transfermarkt zu. Der Ex-Freiburger Torjäger will morgen gegen die Kölner Haie sein Debüt geben.

Krefeld. Wenn alles klappt, dann werden die Krefeld Pinguine morgen zum Saisonauftakt 2004/05 doch noch mit einem neuen Angriffsspieler auflaufen. Vadim Slivchenko (34), der in der letzten Spielzeit bei DEL-Absteiger Wölfe Freiburg zweitbester Scorer war, trifft heute in Krefeld ein. Der Sportliche Leiter Franz Fritzmeier wird den ukrainischen Außenstürmer (vor Freiburg in Schwenningen und Frankfurt) in der Früh` am Flughafen (kommt aus Pittsburgh) abholen, ihn zum Training und schließlich zum medizinischen Test bringen. Danach sollen die Passformalitäten erledigt werden, um den schnellen Rechtsaußen spielberechtigt zu bekommen. Die Fans dürfen sich auf eine neue Angriffsreihe mit den Osteuropäern Alexander Selivanov und Vadim Slivchenko sowie Center Chris Herperger freuen. Adrian Grygiel wird in die dritte Sturmreihe rücken.
Zwei Fragezeichen stehen außerdem noch auf dem Spielerzettel des Pinguine-Trainers. National-Torhüter Robert Müller hat seine Knieverletzung auskuriert, aber erst beim heutigen Härtetest wird sich herausstellen, ob er schon wieder zwischen die Pfosten rücken kann. "Ich bin schmerzfrei", meinte Müller, schränkte aber ein: "bisher nur außerhalb der Eisfläche." Klappt es nicht, dann wird Müller auch am Sonntag in Düsseldorf (14.30 Uhr, Brehmstraße) noch pausieren und erst am zweiten Spielwochenende einsteigen.

Zudem ist denkbar, dass Rob Guillet, der beim Hannover Gastspiel nach einem Check von Lars Brüggemann eine Schulterverletzung erlitt, doch schneller wieder gesundet als vermutet wurde. "Vielleicht kann Rob doch schon am Freitag mitspielen, aber nur, wenn er wieder fit ist", hat Simioni die Hoffnung, im Auftaktspiel mit seinem kompletten Kader antreten zu können.

Dass die Pinguine mit den Heimspielen gegen Köln, Frankfurt und Berlin sowie den Reisen nach Düsseldorf, Augsburg und Nürnberg ein ganz schweres Auftaktprogramm haben, ist für den Sportlichen Leiter Franz Fritzmeier eine große Herausforderung. "Dann wissen wir, wo wir stehen", pocht er auf den Ehrgeiz der Mannschaft. Nach dem erfolgreichen Vorbereitungsprogramm mit fünf Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen, davon eine nach Penalty, sind die Pinguine selbstsicher genug, um auch dem alten Rivalen aus der Domstadt Paroli bieten zu können.

16.09.04
Von Walther Lenders

Pressemitteilungen
2004


Es regiert das Prinzip Hoffnung

Geld oder Goals? Das ist hier die Frage. Die Vorfreude auf den DEL-Start hält sich (noch) in Grenzen.

Krefeld. Sie ist eine Mischung zwischen Hoffen und Bangen, die Vorfreude auf die neue Saison der Pinguine. Geschäftsführer Wolfgang Schäfer erinnerte gar die konsternierten Fans an die Situation "damals mit Miro Berek". Damals, das war, als die Gesellschafter mit Müh` und Not den Spielbetrieb sicherten, das Spielen einer Krefelder Mannschaft in der DEL schon die Leistung der Saison war.
Nun, zehn Jahre und eine Meisterschaft später, sind die Pinguine nach Schäfers Darstellung "Das ist die schwierigste Saison seit damals" wieder da angekommen, wo sie begonnen haben. Damals wie heute geht es mehr um Geld als um "Goals".

Wie kann das sein, nur 19 Monate nachdem in Krefeld der "schwarz-gelbe Wahnsinn" grassierte, mehr als 20 000 Fans den Meister auf dem Theaterplatz feierten? Die Antwort ist simpel: Die Sünden der Vergangenheit haben die Pinguine eingeholt. Die unbedacht ausgehandelten Prämien für die Meisterschaft schlugen 2003 ins Kontor (300 000 Euro Minus, so Schäfer).

Ein erhoffter Ausgleich durch gesteigerte Marketing-Einnahmen blieb aus. Dazu addierten sich die Kosten aus der vergangenen Pleitensaison 2004 und für die Verpflichtungen von Stefan Ustorf sowie Alexander Selivanov, von denen sich Letzterer als Glücksfall erwies.

Der Sündenfall liegt weiter zurück: Als nämlich Aufsichtsratchef Wolfgang Schulz im Sommer 2001 das Ziel Halbfinale ausgab und für die Gesellschafter mehr sportliche Einflussnahme reklamierte: "Wir lassen uns nicht länger aus der Verantwortung drängen."

Bis dahin hatten die Pinguine von der Schnäppchen-Nase und der konzeptionellen Linie des Sportlichen Leiters Rüdiger Noack profitiert. Der hatte Spieler "auf dem Weg nach oben" Beispiel Christoph Brandner zum KEV gelotst, dabei für wenig Geld viel Leistung ergattert, einen guten Namen für ambitionierte Spieler erworben und dadurch auch dem Klub bei limitiertem Etat sportliche Qualität beschert.

Ein wirtschaftlich stimmiges Konzept. Seitdem dieser Opfer von Eifersüchteleien wurde, gab es ein hektisches Wechselspiel in Sachen Konzeptionen und auf den sportlichen Schlüsselpositionen:

Mario Simioni ist Trainer Nummer fünf in zwei Jahren (Vorgänger: Chris Valentine, Butch Goring, Haralds Vasiljevs, Bill Stewart). Franz Fritzmeier ist Sportleiter Nummer drei seit Noack (Rick Amann, Butch Goring), nachdem man diese Position zeitweilig sogar völlig verwaisen ließ.

Geholt wurden aus der Verantwortung für Verpflichtungen machen die Pinguine ein großes Geheimnis nun vermehrt Spieler auf der "anderen Seite" der Leistungsund Alterskurve (Shannon, Severyn, Luongo, Yake).

Die verschlechterten kontinuierlich das Preis-Leistungsverhältnis. So forderte beispielsweise Ex-Kapitän Gary Shuchuk die Kosten für die internationale Schule seiner beiden Kinder von 10 000 Euro jährlich. Nicht verwunderlich, dass Kritiker so über die Pinguine urteilten: "Zusammengekaufte Einzelspieler, kein Team."

Trainer Simioni hat nun die Aufgabe, aus diesen Einzelspielern ein schlagkräftiges Pinguin-Team zu formen. Seine Leistungen sollen 3500 Besucher in die Rheinlandhalle und ab Dezember 4500 (im Durchschnitt) in den Königpalast locken.

Geschäftsführer Schäfer lässt keinen Zweifel daran, dass die Zuschauereinnahmen beim 3,5 Millionen-Etat über Wohl und Wehe der Pinguine entscheiden. Keine Frage: Es regiert das Prinzip Hoffnung.

15.09.04
Von Thomas Klein

Pressemitteilungen
2004


Die "neuen" Pinguine

Es ist weit mehr als ein Make up. In dieser Saison ist einfach vieles neu bei den Krefeld Pinguinen.

Krefeld. Neben etlichen frischen Gesichtern im Kader ist es der Trainer zum Beispiel, Mario Simioni, oder der Manager namens Franz Fritzmeier. Ein Duo, das ab sofort für die sportlichen Ziele gerade stehen muss. Neu ist auch der Pressesprecher. Alexander Morel löste Lutz Lenders ab. Weiteres Novum: Der KEV darf nur noch 13 Heimspiele in der altehrwürdigen Rheinlandhalle austragen. Dann taucht er in eine neue Welt ein, steht der Umzug in die Arena schräg gegenüber dem alten Zuhause an.

Geblieben sind freilich die Strippenzieher des Eishockey-Unternehmens an der Westparkstraße, die Köpfe hinter den Kulissen, die die Politik bestimmen und für das Wohlergehen des Vereins schlechthin verantwortlich sind. Geblieben ist sicher auch die grundsätzliche Begeisterung für hoch klassiges Eishockey am Niederrhein und die Hoffnung der vielen Pinguine-Fans auf eine spannende Saison.
Doch auch in diesem Punkt sind Bedenken angebracht, bedarf es dringend eines Rucks nach vorn. Denn die Pinguine hatten als amtierender Meister die zweitschlechteste Zuschauerquote in der DEL 2003/2004. Da ist von allen Seiten Aufbauarbeit vonnöten, eine klare Linie, Glaubwürdigkeit durch mehr Transparenz und ein vertrauensvolles, konstruktives Miteinander.

15.09.04
Von Jochen Schmitz

Pressemitteilungen
2004


Pinguine nahmen Pokalhürde in Freiburg

Die Krefeld Pinguine sind für den Saisonstart am Freitag (19.30 Uhr gegen die Kölner Haie) gerüstet. Gestern gab es einen 4:1-Pokalsieg beim Zweitligisten Freiburg.

Freiburg. Mit einiger Mühe und mit Hilfe einer ausgezeichneten Leistung von Torhüter Christian Rhode zogen die Krefeld Pinguine durch einen 4:1 (0:0, 3:1, 1:0)-Sieg beim Zweitligisten Wölfe Freiburg in die zweite Pokalrunde ein. Am Ende setzte sich die reifere Spielweise der Krefelder durch, allerdings fiel der Sieg um ein bis zwei Treffer zu hoch aus. Krefeld musste ohne den verletzten Rob Guillet in den Schwarzwald reisen. Der Torjäger muss zehn Tage nach seiner Schulterverletzung aus dem Spiel gegen Hannover vom Freitag pausieren.
Die Kernspin-Tomografie ergab eine Überdehnung der Trapezmuskeln in der rechten Schulter. Seine Position übernahm Florian Schnitzer in der ersten Sturmformation. Im ersten Drittel konnte der Zweitligist, der mit sechs Juniorenspielern antrat, gut mithalten, weil auch die Krefeld Pinguine nicht die Initiative ergreifen wollten und wenig aufs Tempo drückten. Erst als die Wölfe in der 26. Minute durch Robert Paule mit 1:0 in Führung gingen, erwachten die Pinguine. Von der 30. Minute an übernahmen die Pinguine dann das Kommando und wurden schon in der 32. belohnt, als Adryan Grygiel einen abgewehrten Herperger-Schuss zum Ausgleich nutzte.

Der K.o. für die Hausherren kam dann in der 39. Minute mit einem Doppelschlag der Krefelder. Zuerst war es Ivo Jan, der in Überzahl nach einem Zuspiel von Justin Kurtz das 2:1 markierte, und 26 Sekunden später erhöhte Scott King nach Vorarbeit von Steve Brule und Florian Schnitzer auf 3:1. Im Schlussabschnitt hatten die Hausherren die besseren Szenen und jetzt war es wieder Christian Rhode, der die Pinguine vor durchaus möglichen Gegentreffern bewahrte. Dann aber genügte das 4:1 durch Chris Herperger aus Zuspiel von Alexander Selivanov in der 50. Minute, um den Einzug in die nächste Pokalrunde unter Dach und Fach zu bringen.

Trainer Mario Simioni zeigte sich mit dem Spiel seiner Schützlinge überhaupt nicht zufrieden. "Es war das schwächste Spiel der Vorbereitung. Wir müssen uns bei Christian Rhode bedanken, dass wir nicht in Schwierigkeiten gekommen sind." Freiburg legte nach dem Spiel Protest ein, weil Martin Schymainski mit der Nummer 14 auflief, auf dem Spielbogen aber unter der Nummer 85 geführt war. Zu einer Neuansetzung wegen des Formfehlers dürfte es allerdings nicht kommen.

Am Freitag gegen Köln dürfte allerdings wieder Robert Müller im Tor der Pinguine stehen. Der Nationalkeeper hat seine Verletzung auskuriert, nimmt in dieser Woche wieder am Training teil und dürfte am Freitag gegen den Erzrivalen aus der Domstadt wieder erste Wahl sein.

Die Dauerkarten für den ersten Saisonteil in der Rheinlandhalle (13 Spiele) werden heute und morgen jeweils von 18 bis 20 Uhr an den Kassen der Rheinlandhalle angeboten.

13.09.04
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Zwei Tests noch: Zeit des Spekulierens ist vorbei

Am Freitag Abend spielen die Scorpions in der Rheinlandhalle, und am Sonntag geht es für den KEV nach Freiburg.

Krefeld. Das Wochenende bringt für den DEL-Ligisten Krefeld Pinguine die letzten Härtetests vor dem Saisonstart am 17. September (gegen die Kölner Haie). Am Freitag trifft das Team von Trainer Mario Simioni auf den Liga-Konkurrenten Hannover Scorpions (19.30 Uhr, Rheinlandhalle), während am Sonntag (18 Uhr) beim Zweitligisten Freiburg ein Pflichtspiel der ersten Pokalrunde ansteht. Für das Gespann mit Trainer Simioni und den sportlichen Leiter Franz Fritzmeier ist die Zeit des Spekulierens vorbei.
"Der jetzige Pinguine-Kader ist auch der Kader, mit dem wir in die Saison einsteigen", stellte Fritzmeier am Donnerstag klar. Und Trainer Simioni nickte dazu.

Dass es (noch) kein Wunschkader ist, daraus machten die Verantwortlichen auch keinen Hehl, aber finanziell sind derzeit die Hände fest gebunden, und spontane Einkäufe, wie teilweise in der Vergangenheit, will man nicht tätigen. "Wir entscheiden aus sportfachlicher Sicht, wer bei uns spielt", ließ Fritzmeier keinen Zweifel daran, dass er sich keine Spieler von außen aufs Auge drücken lassen will selbst wenn die Kandidaten über den Aufsichtsrat aus der nordamerikanischen Liga angeboten werden. So bleibt es dabei: Am 17. September können 22 Akteure auf dem Spielbogen stehen, sofern alle gesund und fit sind.

Leider wird wohl auch nichts aus dem Deal, NHL-Spieler Christian Ehrhoff aufgrund des drohenden Spielerstreiks in Nordamerika zu verpflichten. "Man hat mir keine großen Hoffnungen gemacht", meldete Franz Fritzmeier nach Kontakten zu den San Jose Sharks, wo Ehrhoff unter Vertrag ist. Der Abwehrspieler muss wohl in der AHL bei Farmteam in Cleveland antreten.

Für das Wochenende gibt es noch einige Fragezeichen. Torhüter Robert Müller unterzog sich gestern einer Kernspintomographie (Bänderdehnung), will aber auf jeden Fall bis zum Saisonstart dabei sein. Bei den Backup-Goalies hapert es. Heute wird ein Nachwuchs-Keeper auf der Bank sitzen, denn es steht nur Christian Rohde zur Verfügung.

"Drei von fünf möglichen Torhütern sind krank oder verletzt", meinte Fritzmeier zur Situation und bat um Nachsicht, dass er die Torhüter für das Pokalspiel am Sonntag noch nicht benennen kann.

Dafür rückt der robuste Guy Lehoux wieder in die Abwehr, der seine Verletzung überstanden hat. Alle anderen Feldspieler sind gesund, so dass der Trainer mit vier Angriffsreihen auflaufen kann. Dazu gab es (erst) gestern die Unterschrift von Stefan Schröder (bisher Hamburg) unter einen auf zwei Monate befristeten Vertrag.

Umstellungen in den Reihen soll es heute nicht mehr geben, aber Mario Simioni behält sich für Sonntag eventuell neue Erkenntnisse vor. Dann will er im Pokal beim DEL-Absteiger Freiburg, wo die Pinguine noch nie gewonnen haben, sein Team auf Herz und Nieren geprüft wissen. "Natürlich ist der Pokal wichtig, aber es ist kein Beinbruch wenn man im Schwazrwald verliert."

10.09.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

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2004


Testspiele des KEV lassen hoffen

Auch das Duell gegen die Hamburger "Kühlschränke" war siegreich Doch den 3:0-Sieg sahen bei den sommerlichen Temperaturen nur 902 Zuschauer.

Krefeld. Wenn die letzten Testspiele der Krefeld Pinguine als Maßstab gelten, kann das sportliche Führungsgespann mit Trainer Mario Simioni und dem Sportlichen Leiter Franz Fritzmeier zufrieden sein. 2:0 gegen die DEG Metro Stars, ein Punkt bei der 2:3-Penalty-Niederlage am Freitag in Iserlohn und ein 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)-Sieg über die Hamburg Freezers am Samstag können sich sehen lassen.
Jetzt steht also der letzte Test gegen den Liga-Konkurrenten am Freitag gegen die Hannover Scorpions (19.30 Uhr) an, ehe am Sonntag mit dem ersten Pokalspiel beim Zweitligisten Freiburg der "Ernst der Saison" beginnt. Nur 902 Zuschauer wollten bei hochsommerlichen Temperaturen das Duell mit dem Hamburger "Kühlschränken" sehen. Es wurde dann auch in der Tat meist nur Sommer-Eishockey gespielt, denn nach knapp zwei Stunden konnten die Gäste von der Alster, die am Samstag bei der DEG mit 2:5 verloren hatten, ihre Heimreise antreten. Sie hatten mit dezimiertem Kader einen verdienten 3:0-Erfolg der Krefelder zugelassen, weil sie nahezu körperlos spielten. Was auch Ex-Meisterpinguin Brad Purdie, der von den Fans bejubelt wurde, bestätigte.

Für Pinguine-Trainer Mario Simioni gab es durch die Verpflichtung des 22-jährigen Ex-Hamburgers Stefan Schröder und dem Einsatz der beiden Duisburger Youngster Martin Schymainski und Vitaij Stähle zumindest die Möglichkeit, mit vier Blöcken anzutreten. Mit Rob Guillet, Scott King und Steve Brule bot Simioni eine komplette Ausländer-Reihe als erste Formation auf, die gut harmonierte. Allerdings muss Steve Brule noch das Tempo steigern. Auch die zweite Formation mit Alexander Selivanov, Chris Herperger und Adrian Grygiel dürfte für die Punkterunde gewappnet sein, während die dritte Reihe mit Steffen Ziesche, Ivo Jan und Stefan Schröder trotz eines überraschenden Tores von Ziesche noch hinterher hinkt.

Schröders erster Auftritt war blass, beim Slowenen Ivo Jan muss man abwarten. Das 1:0 (18.) durch Steve Brule bei Überzahlspiel hatte Bestand bis zur 47. Minute, als Steffen Ziesche einen Schuss von Ivo Jan unhaltbar einlenkte. In der letzten Spielminute durfte dann auch noch Adrian Grygiel jubeln. Nationalkeeper Robert Müller verletzte sich beim Worldcup-Einsatz und muss einige Tage pausieren. Für den Punktestart hofft der Meister-Goalie aber wieder fit zu sein.

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Hamburg Freezers 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)
Pingine Tor: Koslow;
Abwehr: Wright/Köttstorfer, Kurtz/Kunce, Dyck/Dück, Schymainski/Stähle;
Angriff: Guillet/King/Brule, Selivanov/Herperger/Grygiel, Ziesche/Jan/Schröder, Schnitzer/Gosdeck/Hyun.
Tore:
1:0 (18:00) Brule (Wright),
2:0 (46:07) Ziesche (Jan),
3:0 (59:00) Grygiel (Kurtz)
Schiedsrichter: Peter Chvatal (Waldkraiburg),
Zuschauer: 902
Strafzeiten: Krefeld 8 Min., Hamburg 6 Min.

06.09.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Härtetest und Personalgerangel

Drei Spiele in drei Tagen bestreiten die Pinguine heute Auftakt in Iserlohn. Lehoux fällt mit Bänderdehnung aus. Trainer Simioni hat Bertrand im Auge.

Krefeld. Ein Härtetest im Dreierpack steht den Krefeld Pinguinen am Wochenende bevor. Heute (19.30 Uhr) bei den Liga-Konkurrenten Iserlohn Roosters und morgen (18 Uhr) in der Rheinlandhalle gegen die Hamburg Freezers sowie am Sonntag beim Oberligisten Essen Moskitos (18.30 Uhr) mussen das Team von Trainer Mario Simioni zeigen, ob es zwei Wochen vor dem Meisterschaftsstart gegen die Kölner Haie am Freitag, den 17. September und eine Woche vor dem Pokalspiel am 12. September in Freiburg bereits ausreichend Grundkondition und Spielvermögen besitzt.

Der Sportliche Leiter Franz Fritzmeier mutmaßt: "Es wird sehr schwer für uns, das Team bis zum Ligastart auf seinen Level zu bringen." Gleichwohl sieht er allerdings deutliche Fortschritte und erhofft sich durch die extreme Belastung mit den drei Begegnungen am Wochenende weitere Aufschlüsse.
"Wir sind zwar auf dem richtigen Weg, aber was wir nicht gebrauchen können, sind weitere Ausfälle", meinte Fritzmeier, denn Abwehrspieler Guy Lehoux fehlt am Wochenende mit einer Bänderdehnung im Knie.

Weil Trainer Mario Simioni aber mit vier Angriffsreihen und sechs Verteidigern spielen möchte, haben sich die Pinguine für die drei Spiele zwei jungen Spielern aus Duisburg ausgeliehen. Vitali Stähle und Martin Schymainski sollen im Angriff aushelfen. Mit dabei nach ihren Verletzungen sind zudem wieder Torhüter Christian Rohde und Abwehrspieler Rainer Köttstorfer.

Ergebnisse sind für den Trainer zweitrangig, aber Simioni will bei allen Akteuren genau hinsehen, wie sie die Belastung der drei Spiele aufnehmen und wegstecken. "Ich könnte mit den Ausländern zwei starke Angriffsreihen bilden, aber das ist zu wenig. Also werde ich auch weiterhin einen deutschen Stürmer neben die ausländischen Spieler stellen", sagte der Coach und will aber auch innerhalb der Reihen wechseln.

Auch wenn es seitens der Führung der Pinguine immer noch kein Geld für weitere Verpflichtungen gibt, hält Fritzmeier im In- und Ausland Ausschau nach Verstärkungen. Der Ex-Hamburger Stefan Schröder ist ein Kandidat, eine weitere denkbare Verstärkung wäre ein Duisburger Spieler Daniel Pietta oder Martin Schymainski, beides Ex-Krefelder. Und auf eine der drei Ausländer-Kontingentstellen kann der Ex-Pinguin Eric Bertrand hoffen, der beim Mercure-Cup in Nürnberg im Trikot von Servette Genf einen guten Eindruck auf Simioni gemacht hat, und preiswerter geworden sein soll. Kostspieligere Verpflichtungen wären für die offensichtlich weiterhin klammen Kasse der Pinguine unrealistisch.

Mit dem 28-jährigen Alexander Morel wurde gestern, wie die WZ bereits vor Wochen angekündigt hatte, ein neuer Pressesprecher offiziell vorgestellt.

03.09.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

 

Pressemitteilungen
2004


Kokol fragt, wer Gespräche geführt hat

Klaus Kokol, Mitglied des Aufsichtsrates der Seidenweberhaus GmbH, hat den Vorsitzenden des Gremiums, Wolfgang Feld, aufgefordert, mitzuteilen, wer "sondierende" Gespräche zwischen der Seidenweberhaus GmbH (SWH) und der KEV Pinguine GmbH über eine mögliche Lizenzübergabe geführt hat.

Krefeld. Anlass ist die Berichterstattung der vergangenen Tage. Wilfried Fabel, Generalbevollmächtigter der Pinguine hatte angesichts der finanziellen Probleme erklärt, da der Gesellschaftervertrag von 1995 Ende dieser Saison ablaufe, sei es gut möglich, dass dann vielleicht die Seidenweberhaus GmbH als Betreiber des König-Palastes die DEL-Lizenz übernehme. "Vielleicht verschenken wir die Lizenz", sagte Fabel.
Daraus lasse sich, so Kokol schließen, dass es Gespräche zwischen Seidenweberhaus GmbH und KEV Pinguine GmbH über eine mögliche Lizenzübergabe gegeben hat. Es sei nur schwer vorstellbar, dass Herr Fabel ohne entsprechenden Hintergrund die Seidenweberhaus GmbH öffentlich ins Gespräch bringt. Sollte es diese Gespräche nicht gegeben haben, interessiert Kokol, wie Feld auf die Presseberichterstattung reagieren will.

"Es scheint mir an der Zeit, die Beziehung zwischen SWH und Pinguine GmbH klar zu definieren", folgert Kokol.

02.09.04
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004


Für Aufsichtsrat ist das Maß voll

Der Aufsichtsrat der Krefeld Pinguine reagierte auf die redaktionellen Veröffentlichung und Fan-Leserbriefe in der WZ mit einem eigenen Leserbrief.

Zu: Krefeld Pinguine, Artikel und Leserbriefe vom 27.8., 30.8., und 31.8.
Es ist nicht mehr erträglich, was die Westdeutsche Zeitung über die Gesellschafter der Pinguine GmbH an Vermutungen, Unterstellungen, Halbwissen und Unwahrheiten verbreiten. Hier kann man nicht mehr vom sauberen recherchierten Journalismus sprechen, sondern man muss dies einfach mit Schreiberei/Wichtigtuerei bezeichnen, denn mehr ist es nicht.

Was soll man davon halten, wenn in einem Zeitungsartikel Familienangehörige von Gesellschaftern genannt werden, die aus welchen Gründen auch immer im Handelsregister stehen, was hat das mit Pinguine-Führung zu tun?

Was soll man davon halten, wenn Firmen namentlich genannt werden, deren Inhaber bzw. Geschäftsführer oder Prokuristen alles für den Erhalt der KEV-Pinguine tun und lieber im Interesse der Sache ungenannt oder im Hintergrund bleiben wollen?

Was soll man davon halten, wenn in einem Artikel bewusst D-Mark mit Euro verglichen wird, um spektakulär einen Unterschied darzustellen?

Was soll man von diesem ganzen negativen Gerede halten, das für die Gesellschafter beleidigend und für manchen nahezu geschäftsschädigend ist und vor allen Dingen nur negativen Einfluss hat auf alle am Erhalt der KEV-Pinguine-Interessierten (Verantwortliche wie auch Fans)?

KEV Pinguine GmbH
Aufsichtsrat: Berten, Borgmann, Schulz

02.09.04
Krefeld Pinguine

Pressemitteilungen
2004