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2004


Drei Spiele in drei Tagen

Ab Freitag geht es für die Krefeld Pinguine in einen echten Härtetest. Simioni: Wir sind eine gute Gruppe.

Krefeld. Der Sieg gegen den Erzrivalen Düsseldorf war Balsam für die durch Führungs-Chaos gepeinigten Seelen der Pinguine. Doch Trainer Mario Simioni trat sofort nach dem Abpfiff auf die Euphorie-Bremse. Zu deutlich hatte sich in der Schlussphase des 2:0-Sieges der Kräfteverschleiß bei den Pinguinen bemerkbar gemacht. Sportleiter Franz Fritzmeier jedenfalls hat ein bis zwei Ergänzungen für diese Woche angedeutet, was wohl in Richtung eines bei den Hamburg Freezers ausgemusterten Schröder-Zwillings deuten dürfte.

Nötige Ergänzungen, denn ab Freitag geht es in einen echten Härtestest. Drei Spiele in drei Tagen in Iserlohn und in Essen, sowie dazwischen am Samstag in der Rheinlandhalle gegen die Hamburg Freezers fordern schon einer "normal" starken DEL-Truppe alles ab.
Wenn sich aber die Last auf so wenige DEL taugliche Schultern wie jetzt bei den Pinguinen verteilt, dann geht es an die Substanz. Aber Klagen über die ohne die jetzige sportliche Führung und dem jetzigen Kader wohl nicht angemessene Vorbereitung kommen Simioni nicht über die Lippen: Er sieht es lieber positiv: "Wir sind mittlerweile zu einer guten Gruppe mit sehr guter Arbeitseinstellung geworden."

Dass freilich auch die beste Arbeitseinstellung bei einer solchen Belastung nur bestenfalls zwei Spiele überbrücken kann, verschweigt er lieber.

Zudem einige Akteure noch sichtbar "Platz für Steigerungen" haben. Neuzugang Steve Brule wirkt im Spiel eher blass, obwohl er vor dem Tor kleine Glanzlichterchen zeigen konnte. Martin Hyun hat ebenfalls noch eine ganze Menge Raum zu queren, um den Sprung in die DEL zu schaffen, nicht ganz so viel Florian Schnitzer oder der Slowene Ivo Jan. Überraschend positiv die Vorstellungen von Carsten Gosdeck und auch Shayne Wright.

Dessen Kollege Justin Kurtz, bei der Vorstellung im Hansa-Centrum noch von den Fans mit "Wir wollen dich kämpfen sehen" begrüßt, nahm dies wörtlich: Er zeigte die erste richtige Boxeinlage der Saison, darf aber schon am Freitag wieder "zuschlagen."

31.08.04
Von Thomas Klein

 

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2004


Pinguine setzten erste Duftmarke gegen die DEG

Das war ganz nach dem Geschmack der Pinguine-Fans. Der Erzfeind DEG Metro Stars wurde in einem Testspiel mit 2:0 besiegt. Da gab es sogar eine Ehrenrunde.

Krefeld. Die ersten "Duftmarken" im Duell der beiden rheinischen DEL-Rivalen Krefeld Pinguine und DEG Metro Stars sind gesetzt. Und sowohl was die Tore anbelangt als auch in der körperlichen Auseinandersetzung lagen die Vorteile beim gestrigen Krefelder Saisoneröffnungsspiel klar auf Seiten der Pinguine. Kein Wunder, dass die 2 855 Zuschauer in der Rheinlandhalle nicht nur ihre helle Freude am verdienten 2:0-Sieg ihrer Pinguine hatten, sie übten auch schon für die am 17. September beginnenden Punktespiele Ehrenrunde und Siegertänzchen nach dem Vorbereitungsspiel.
Wenn Pinguine-Trainer Mario Simioni trotz dieses Achtungserfolges nicht in Freude ausbrach, dann darum, weil er nicht nur den Erfolg, sondern auch die Mängel sah. "Wir müssen in jedem Spiel härter arbeiten als der Gegner", wird er nicht müde, darauf hinzuweisen, dass sein Team für den langen DEL-Kampf mit 52 Rundenspielen personell nicht ausreichend besetzt ist. Doch in diesem Punkt stößt er (bisher) an seine Grenzen, denn die Pinguine-Kasse ist völlig leer. Die Gesellschafter nicht bereit, weiteres Geld für dringend notwendige Spieler bereit zu stellen, bzw. nicht in der Lage, Sponsoren zu gewinnen.

Gestern allerdings zeigten die Simioni-Schützlinge, dass sie ihrem Trainer folgen wollen, so lange die Kräfte reichen. Der Spielauftakt war im ersten Drittel furios, der Rest in den beiden weiteren Abschnitten harte Arbeit und Einsatz. Allerdings entpuppte sich der ohne seine vier deutschen Nationalspieler angetretene Nachbar als spielund kampfschwach, ist sicherlich noch meilenweit von seiner Bestform entfernt. Weiterer Vorteil der Krefelder: der junge, ehrgeizige Christian Rohde präsentierte sich als Müller-Ersatz gegenüber der Düsseldorfer Torwart-Legende Andrej Trefilov als der bessere Goalie. Personell hatte Simioni auch während des Spielverlaufs noch seine Sorgen. Abwehrspieler Rainer Köttsdorfer fiel schon beim Warmlaufen mit einer Fußverletzung aus. Zudem trafen die Spieldauer-Disziplinarstrafen für Justin Kurtz und Chris Herperger nach Faustkämpfen mit den Düsseldorfern Andrew Schneider und Alexander Sulzer den ohnehin kleinen Pinguine-Kader recht heftig, so dass am Ende praktisch nur noch zwei die letzten Kräfte mobilisierenden Reihen den knappen Sieg einfuhren. Aber das machten sie bravourös.

Ließen die 2 855 Zuschauer gestern auch Pinguine-Kassierer Dieter Nohr ob der Einnahme strahlen, so war die vor dem Hansa-Center am Samstag abgespulte Saison-Eröffnung nicht der Renner. Knapp 600 Fans, unter denen die Jugend zum Glück die Stimmung während der Präsentation hochhielt, ließen sich durch KFC-Pressesprecher Rolf Frangen die Spieler vorstellen. Unterhaltsam: die musikalischen Einlagen von Martin Hyun und Chris Herperger. Schade nur, dass die Pinguine-Führung durch Abwesenheit glänzte.

30.08.04
Von Walther Lenders und Thomas Klein
 

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Illusionen um das neue KEV-Team

Ab morgen präsentieren sich die Pinguine in Krefeld ihren Fans.

Krefeld. Im Hansa-Centrum stellen sich die Cracks ohne Kufen bei der Saisoneröffnung um 18 Uhr vor, schon um 16 Uhr startet das bunte Unterhaltungsprogramm mit Live-Musik. Nach der Präsentation der Pinguine gibt es dann Feiern für Fans und Freunde mit der Band "Update". Am Sonntag dann um 16 Uhr müssen die Cracks auf dem Eis zeigen, was sie "drauf" haben ausgerechnet gegen den "Lieblingsfeind" Düsseldorfer EG. Vor diesem Härtetest ist es schon eine wunderschöne Steilvorlage, wenn am Samstag ein "Illusionist" so seine offizielle Berufsbezeichnung die Mannschaft der Pinguine vorstellt.
Magisch sollen die KEV-Spieler in Szene gesetzt werden. Bleibt zu hoffen, dass diese Illusionen nicht nur einen Tag halten und von der DEG geraubt werden. Wie auch immer als Zauberkünstler versteht sich Trainer Mario Simioni nicht. Und Illusionen sind auch nicht sein Ding. "Wir sind halt nur eine Drei-Reihen-Mannschaft, die anderen haben da mehr zu bieten und dadurch klare Vorteile. Aber wir müssen das Beste daraus machen." So lautet denn das Ziel pragmatisch: "Wir müssen immer die Mannschaft sein, die am besten gearbeitet hat." Sprach`s und arbeitete weiter am Teambuilding sowie den Akteuren, die in der letzten Spielzeit arg gescholten waren, neues Selbstvertrauen zu vermitteln.

Spielern wie Justin Kurtz, der jetzt mit Daniel Kunce ein Powerplay-Pärchen bildet, oder Shayne Wright. Der hatte gestern bereits sein Erfolgserlebnis. Nachdem sich per Amtshilfe auch Sportdezernent Gregor Micus einklinkte, erhielt der mit einer Krefelderin verheiratete Verteidiger gestern den Deutschen Pass. Nunmehr wäre eine weitere Ausländer-Lizenz beim KEV frei. Wäre, denn was nutzt eine Lizenz ohne Geld.

27.08.04
Krefeld Pinguine
 

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Die Pinguine und die "Pommes-Buden-Leitung"

Sie lassen nicht nur keine Fettnäpfchen aus, sie machen auch noch große Frittüren daraus die Köpfe der Krefeld Pinguine. Jüngstes Beispiel: die Saisoneröffnung. Nur der Vernunft des KEV-Fanprojekts verdanken es die Pinguine, dass nicht parallel zur Veranstaltung im Hansa-Centrum eine eigene Fete der Fans stattfindet.

Krefeld. Im offiziellen Internetforum der Pinguine lief diese schon unter der Überschrift "Gegenveranstaltung". Nur, weil man den Kontakt zu den Fans Tel. sprich den treuesten Kunden nicht gesucht hatte. Zum Beispiel bei turnusmäßigen Fanprojekt-Treffen. Erst die Intervention von Oberfan "Ömmes" einte Anhänger und Klub Anfang der Woche. Der allerdings wusste da immer noch nicht von offizieller Seite, was genau am morgigen Samstag geplant sein sollte. Schon eine bemerkenswerte Art, genau die Stammkunden zu pflegen, die der Partner Hansa-Centrum als "Mitbringsel" der Pinguine für die Veranstaltung erwartet.
Oder Stichwort Gesellschafter. Die "Schweigemauer" um das Manöver mit dem GmbH-Stammkapital, das nun statt ehemals 751 000 Mark nur noch 40 000 Euro beträgt, nährte schon viele böse Interpretationen. Dass aber nun die Namen "Frau Dr. Fabel" und "Luca Schulz" im Handelsregister stehen, ihre Ehemänner beziehungsweise Väter aber nicht das dürfte in Ermangelung offizieller Erklärungen bösen Spekulationen um einen leisen Ausstieg der Gesellschafter Tür und Tor öffnen. Sind die beiden Herren doch Generalbevollmächtigter und AufsichtsratsChef. Die weiteren sechs Gesellschaften sind wie folgt angegeben: dbWohnbau GmbH (Dieter Berten), Herr Borgmann, Herr Köser, Heinz-Josef Fabri, Herr Hendricks und Herr Christoph Schuberth.

Beispiel Pressesprecher: Der alte, Lutz Lenders, wurde auf Beschluss des Aufsichtsrates kurzfristig entlassen, der designierte neue (Alexander Morel), war aber ebenso im Urlaub wie sein "Dienstherr", Geschäftsführer Wolfgang Schäfer und wurde bis heute nicht inthronisiert. Folge dieser Hau-Ruck-Aktion nach Gutsherrenart: Eine Ewigkeit Funkstille.

Weiteres Indiz für die Planlosigkeit in der Führungsetage: Die offizielle Internetdomain der Pinguine, www.kev.de , ist auf damaligen Wunsch der Pinguine im Besitz des Pivatmanns Lutz Lenders. Die unbedachte Folge: Man hat derzeit kein Instrument, um offizielle Informationen via Internet zu publizieren. Wie sehr der Ruf der Pinguin-Oberen ramponiert ist, das zeigt ein Blick ins Internet-Fanforum des Klubs. Selbst bei den "Gusseisernen", den Fans, die sprichwörtlich schon dann in die Halle kommen, wenn man nur das Licht anmacht, kursiert das böse Wort von einer "Pommes-Buden-Leitung".

27.08.04
Krefeld Pinguine
 

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Wright (29) bald eingebürgert?

Die Einbürgerung von Pinguine-Verteidiger Shayne Wright schreitet voran.

Krefeld. Mittlerweile haben die kanadischen Behörden alle notwendigen Formulare geprüft und diese an ihre deutschen Kollegen geschickt. In Deutschland müssen in den kommenden Tagen die Angaben erneut überprüft werden. Unmittelbar nach Einsicht der vorliegenden Schriftstücke dürfte Wright (geboren am 30.06.1975) seine Einbürgerungsurkunde in den Händen halten, und somit nicht mehr unter den Kontingentspieler-Status fallen. Die Pinguine hoffen, dass dies rechtzeitig bis zum Saisonstart am 17. September der Fall sein wird.
Die Heimspiele bestreiten die Pinguine wie bisher in ihren gelben Heimtrikots. Beim ersten Testmatch gegen die DEG Metro Stars am Sonntag (16 Uhr) läuft die Mannschaft jedoch in den dunklen Auswärtstrikots auf, weil an den gelben Jerseys zurzeit kleinere Veränderungen vorgenommen werden.

26.08.04
Krefeld Pinguine
 

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2004


Mercure Cup: Windstille im KEV-Sturm

Gegen die gastgebenden Ice Tigers gab es eine 0:3-Niederlage. Trotzdem reichte es für Rang zwei beim Turnier.

Nürnberg. Die Krefeld Pinguine konnten auch im zweiten Anlauf nach 2003 nicht das Turnier um den Mercure-Cup in Nürnberg gewinnen. Das Team von Trainer Mario Simioni ging zwar nach einem 3:2-Sieg über Servette Genf und einem 2:2 gegen Slavia Prag mit guten Aussichten ins "Endspiel" gegen die Nürnberg Ice Tigers, doch da hatten sie gestern vor 2 510 Zuschauern wenig zu bestellen und verloren gegen den Klassenrivalen sang- und klanglos mit 0:3 (0:0, 0:1, 0:2).
Nach der Devise wer keine Torchancen erarbeitet, kann auch nicht gewinnen konnten sich die Ice Tigers gegen den harmlosen KEV den Luxus erlauben, viele gute Möglichkeiten ungenutzt zu lassen, um dann doch als klarer Sieger das Eis zu verlassen.

Es wäre allerdings falsch, mit den Pinguinen zu hart ins Gericht zu gehen, denn zum einen stehen sie am Beginn der Vorbereitung für die Saison 2004/05, aber Trainer Simioni arbeitet und taktiert auch nicht für Tore und Siege, sondern arbeitet hart daran, das Team zu einer Einheit zu formen. Und das wird in Anbetracht der dünnen Spielerdecke und der (noch) fehlenden spielerischen Klasse noch hart genug. Aber die Spiele gegen Genf und vor allem die ansehnliche Partie gegen das tschechische Spitzenteam Slavia Prag lassen darauf hoffen, dass noch Hoffnung besteht.

Gegen die gastgebenden Ice Tigers standen die Pinguine von Beginn an auf verlorenem Posten. Sie beschränkten sich weitgehend auf die Defensive, hatten im 19-jährigen Torhüter Patrik Koslov, der für den im Nationateam eingesetzten Robert Müller von Duisburg ausgeliehen war, einen guten Rückhalt. So dauerte es bis zur 25. Minute, ehe Konstantiv Firsanov in Überzahl das erste Tor für Nürnberg erzielte.

Im letzten Abschnitt konnten die überlegenen Nürnberger noch Treffer durch Tallaire (41:27) und Bombis zum letztlich verdienten 3:0-Sieg beisteuern. Krefeld konnte sich mit dem zweiten Turnierplatz trösten.

STATISTIK

Nürnberg Ice Tigers - Krefeld Pinguine 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

Krefeld: Tor: Koslov Abwehr: Kunce/Kurz, Dyck/Köttsdorfer, Dück/Lehoux; Angriff: Selivanov/Herperger/Grygiel; Gosdeck/Brule/Guillet; Ziesche/King/Jan; Stehle/Huin/ Schnitzer.
Schiedsrichter: Vogel
Zuschauer: 2510

Strafzeiten: Nürnberg: 16 plus 10 Minuten für Sanos; Krefeld: 28 plus je 10 Minuten Herperger und Kunce.

23.08.04
Von Florian Jennemann
 

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Auftaktsieg für Pinguine

Beim Mercure-Cup in Nürnberg gewann Krefeld gestern das Schweizer Spitzenteam Servette Genf mit 3:2 (1:2, 0:0, 2:0)-Toren. Den Siegtreffer erzielte Steve Brule.

Nürnberg. Erster richtiger Härtetest für das neue Pinguine-Team. Beim Mercure-Cup der Nürnberg Ice Tigers traf das Team von Trainer Mario Simioni gestern auf das schweizerische Spitzenteam. Mit 3:2 1:2, 0:0, 2:0) ging der Sieg knapp, aber verdient an die Krefeld Pinguine, die im letzten Drittel mächtig aufdrehten. Trainer Mario Simioni musste auf Torhüter Robert Müller verzichten, stellte Markus Janka ins Tor und durfte zufrieden sein. In der Abwehr fehlte der erkrankte Paul Dyck, aber mit sechs Verteidigern wurden drei Abwehrpärchen gebildet.
Aus Duisburg hatte er mit Fritzmeier, Stähle, Schnitzler und John vier junge Leute für den vierten Sturm ausgeliehen. Ansonsten ließ er die Angriffsreihen wie in Duisburg spielen und stellte jeweils neben zwei Ausländern einen deutschen Spieler. Die mitgereisten 40 Krefelder Fans unter den 500 Zuschauern waren im ersten Drittel noch nicht zufrieden. Der KEV ging war durch Chris Herperger (6.) mit 1:0 in Führung, doch Bezina (13.) und der von Genf ausgeliehene Ex-Krefelder Bertrand sorgten für eine Führung der Schweizer.

Nach mäßigem Mittelabschnitt drehte Krefeld dann im letzten Drittel auf und kam durch Selivanov (45.) nach schöner Vorarbeit von Adrian Grygiel zum 2:2-Ausgleich. Neuerwerbung Steve Brule hämmerte dann den Puck in der 46. Minute bei Unterzahl auf Vorlage von Carsten Gosdeck zum verdienten Siegtor in die Maschen. Alexander Selivanov musste nach einer Keilerei dann noch vorzeitig unter die Dusche. Schiedsrichter Aumüller pfiff sehr kleinlich, so dass es 61 Strafminuten für Genf und 47 für Krefeld gab.

Heute geht es gegen Slavia Prag (15 Uhr) weiter, morgen ist Nürnberg der Abschlussgegner.

20.08.04
Von Peggy Werner
Krefeld Pinguine
 

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Neue Pinguine sind noch nicht drin

Das Eishockey-Team der Krefeld Pinguine spielt ab morgen in Nürnberg beim Mercure-Cup.

Krefeld. Mit dem Mercure-Cup in Nürnberg von morgen bis Sonntag steht die erste Bewährungsprobe für die Krefeld Pinguine an. In Gastgeber Nürnberg, Slavia Prag (Tschechien) und Servette Genf (Schweiz) spielt das Team des neuen Pinguine-Trainers Mario Simioni gegen hochkarätige Eishockey-Teams. Nach dem ersten Vorbereitungsspiel am vergangenen Sonntag mit einem mäßigen 4:4 n Duisburg hat Trainer Mario Simioni bereits erste Eindrücke, aber will das Turnier in Nürnberg abwarten, ehe die Schwerpunkte für die restliche Vorbereitungszeit bis zum Saisonstart am 17. September gegen Köln festgelegt werden.
Handicap: Nationaltorhüter Robert Müller fehlt, der mit der Nationalmannschaft in der Vorbereitung für den Weltcup (30. August bis 14. September) ist. Das gibt allerdings Markus Janka und Christian Rohde die Möglichkeit, sich im Kasten der Pinguine auszuzeichnen. Keine Bewegung gibt es in Anbetracht des Geldmangels an der "Spielerfront". Der Sportliche Leiter Franz Fritzmeier hat etliche Namen für dringend erforderliche Verstärkungen im Notizblock, aber ihm sind die Hände gebunden. Auch deshalb, weil sich die komplette Pinguine-Führungsriege im Urlaub befindet.

Spielplan: Freitag, 16 Uhr: Servette Genf - Krefeld Pinguine, Samstag, 15 Uhr: Slavia Prag - Krefeld Pinguine; Sonntag, 18.30 Uhr: Nürnberg Ice Tigers - Krefeld Pinguine.

19.08.04
Krefeld Pinguine
 

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2004


Es brodelt weiter - Pressesprecher muss gehen

Das Hauen und Stechen hinter den Kulissen der Krefeld Pinguine geht weiter. Jüngstes Opfer: Pressesprecher Lutz Lenders.

Krefeld. Der soll, so ein Bericht in der heutigen Ausgabe des Fachblattes Eishockey-News, mit sofortiger Wirkung freigestellt worden sein. Geschäftsführer Wolfgang Schäfer war für einen Kommentar über die Beweggründe der KEV-Führungsspitze nicht zu erreichen, da er sich im Urlaub befindet. Lenders selber - der ebenfalls gerade einen zweiwöchigen Urlaub antrat - mochte die Meldung mit Hinweis auf ein schwebendes Verfahren ebenfalls nicht kommentieren.
Nachfolger soll dem Vernehmen nach mit Alexander Morel - ein Freund der Familie des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Wolfgang Schulz - werden. Morel ist derzeit übrigens ebenfalls im Urlaub.

17.08.04
Krefeld Pinguine
 

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2004


Beim 4:4 in Duisburg ärgerte sich Trainer Simioni über "Auszeit" einiger Spieler.

Duisburg. Pluspunkte verbuchte beim ersten Saisontest der Krefeld Pinguine nur Pinguine-Trainer Mario Simioni. Der neue Coach suchte nach der mäßigen Vorstellung des DEL-Ligisten Krefeld Pinguine beim Zweitligisten Duisburg keine Beschönigungen oder Ausflüchte: "Einige Spieler hatten sich heute eine Auszeit genommen und boten eine undiskutable Leistung."
Beim 4:4 (1:3, 1:1, 2:0) vor 1578 Zuschauer im Duisburger Wedaustadion gebührte ansonsten nur den mitgereisten rund 500 Fans aus Krefelder Sicht ein Kompliment, denn der gelb-schwarze Anhang ließ sich auch durch das zeitweise Gegurke der Pinguine nicht um die gute Laune bringen. Sportleiter Franz Fritzmeier assistierte Simioni: "Wir dürfen nicht zufrieden sein, weder mit der Leistung noch mit dem Ergebnis. Wir stehen zwar erst am Anfang der Vorbereitung, aber Einsatz und Leistungsbereitschaft sollten schon da sein." Das war auf die nach einem ordentlichen ersten Drittel nachlassende Kondition und Konzentraition gemünzt, die das Gastgeberteam von Trainer Didi Hegen (übrigens mit nur zwei Tagen Trainings mehr als der KEV ) immer besser ins Spiel kommen ließ. Und am Ende durften sich die Duisburger Füchse dann auch über eine verdienten Punkteteilung freuen.

Auch wenn es noch viel zu früh für eine Beurteilung der Neuzugänge ist, so zeigte lediglich der Ex-Iserlohner Scott King zeitweise gute Ansätze. Die weiteren neuen Angreifer Steve Brule, Ivo Jan und Carsten Gosdeck blieben ohne "Aha-Effekt" blieben. Den kassierten eigentlich nur Torhüter Robert Müller, der die Pinguine vor einer Niederlage bewahrte und in den ersten zehn Minuten Alexander Selivanov mit schönen Aktionen und Tricks. Aber auch der russische Publikumsliebling passte sich später dem müden und farblosen Geplänkel.

Ob Mario Simioni mit dem aus dem Versuch, drei vermeintlich starke Angriffsprächen zu bilden und jeweils einen deutschen Stürmer hinzu zu stellen, richtig liegt, müssen die erste Testspiele gegen DEL-Klubs am kommenden Wochenende beim Mercury-Cup in Nürnberg zeigen. Diesmal waren eben alle Angreifer zu schwach, setzten nicht einmal Akzente beifünf gegen drei Duisburger Feldspieler. Offensichtlich allerdings schon jetzt: das dramatische Leistungsgefälle in der Mannschaft, die mangelnde Tiefe des Kaders und die nicht besetzten Schlüsselpositionen (beispielsweise spielstarker Verteidiger). Hier scheint dringend Nachbesserung angesagt.

STATISTIK

EVD "Die Füchse" - Krefeld Pinguine 4:4 (1:3, 1.1, 2:0)
Tore:
0:1 (8:08) Grygiel (Kunce/Herperger),
0:2 (14:35) Selivanov
0:3 (16:42) King (Ziesche/Jan),
1:3 (19:52) Sebastian (Sundblad/Puhakka),
2:3 (27:00) Johannsson (Sundblad/Schütz);
2:4 (33:32) Wright (Lehoux/King),
3:4 (49:55) Waginger (Schütz/Seifert),
4:4 (56:07) Johansson (Kienaß/Puhakka).
Zuschauer: 1578
Schiedsrichter: Axel Rademaker (Krefeld)
Strafzeiten: Duisburg 25 plus Disziplinarstrafe für Busch nach Verletzungsfoul an Köttsdorfer, Krefeld 24.

16.08.04
Von Walther Lenders
Krefeld Pinguine

 

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2004


Erster Test für neue Pinguine

Samstag um 17.30 Uhr steigt das schon fast traditionelle erste Vorbereitungsspiel in Duisburg. Trainer Simioni setzt auf drei Duos mit Ergänzungen.

Krefeld. Schon seit vier Jahren eröffnen die Pinguine die Eishockey-Saison mit einem Gastspiel beim Zweitligisten Duisburger Füchse an der Wedau. Aber wohl selten dürfte man in KEV-Kreisen mit so gemischten Gefühlen an die Wedau gereist sein, denn zu unsicher ist man sich über das Leistungsvermögen der Pinguine. Die stehen schon ab dem ersten Bully unter dem Druck, die vergangene Pleitensaison vergessen machen und Fans zurück gewinnen zu müssen.
Keine leichte Aufgabe für Neu-Trainer Mario Simioni und seinen Sportleiter Franz Fritzmeier. Letzterer allerdings kennt die Truppe von Füchse-Trainer Didi Hegen aus dem Effeff, hat er den Aufstiegsaspiranten doch bis Juni noch selbst gemanagt. Für Simioni dürfte indes wohl weniger der Gegner als sein eigenes Team spannend sein. Lässt er so spielen wie im Training, dann setzt er auf drei Duos im Sturm mit je einem Deutschen als Ergänzung.

Das NHL-Duo Alexander Selivanov/Chris Herperger mit Adrian Grygiel, das "Franzosen"-Duo Steve Brule/Rob Guillet mit Carsten Gosdeck und das "Wusel"-Duo Ivo Jan/Scott King mit Steffen Ziesche. Auch in der Abwehr gibt es "Doppel": Doppel-K für das Paar Daniel Kunce/ Justin Kurtz und Doppel-D für Paul Dyck/Alexander Dück. Paar drei heißt Shayne Wright/Guy Lehoux.

Auf dem Prüfstand stehen vor allem aber die deutschen Akteure, deren Leistungsvermögen zumindest nach der Papierform eher am unteren DEL-Niveau angesiedelt wird. Daher auch Simionis Schachzug, mit den drei Duos zumindest drei schlagkräftige Reihen zu formen.

14.08.04
Krefeld Pinguine
 

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KEV wird neu eingekleidet

Gelb und schwarz auf dem Eis, anthrazitfarbene Hose und dunkelblaues Sakko bei offiziellen Anlässen, lässige Jeans und karofarbenes Hemd für die Freizeit - die Krefeld Pinguine, Eishockey-Meister der Saison 2002/2003, präsentieren sich in der neuen Saison wie aus dem Ei gepellt.

Krefeld. Möglich macht das neue Dress der KEV-Spieler der Adler Modemarkt im Hansacenter. Nach der ersten Anprobe stellte Pinguine-Manager Franz Fritzmeier zufrieden fest: "Wir freuen uns riesig. Die Sachen von Adler sind nicht nur modisch, sondern auch pflegeleicht. Das ist sehr wichtig, wenn man so viel unterwegs ist wie wir." Der erste öffentliche Auftritt der neu eingekleideten Pinguine wird am 28. August zur Saisoneröffnung im Hansa-Center sein. Auf einer Bühne vor dem Modemarkt stellt das gesamte Team dann den neuen Pinguine-Look vor, stehen die Spieler und Trainer für Autogramme und Interviews zur Verfügung.

Ob dann auch Birgit Schrowange kurz vorbei schaut und Modetipps gibt? Der attraktive TV-Star ist die Anchor-Frau von Adler und Mitte September auf jeden Fall ein Farbtupfer auf der größten Straßenmodenschau der Welt in Krefeld.

12.08.04
Krefeld Pinguine
 


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2004


Schweiß tropft aufs Eis: Der KEV trainiert


In der "Kühlkammer" der Rheinlandhalle begannen die Krefeld Pinguine gestern bei erfrischendem Besuch mit den Vorbereitungen auf die neue Saison.

Krefeld. Einige Wasserpfützen auf dem Eis der Rheinlandhalle lassen derzeit erahnen, dass bei ungewöhnlich hohen Temperaturen der Schweiß auch in der "Kühlkammer" der Krefeld Pinguine reichlich fließt. "Es ist schon ganz schön warm im Dress", meinte Torhüter Robert Müller nach der ersten offiziellen Trainingseinheit am gestrigen Montag, wozu sich immerhin rund 150 Zaungäste eingefunden hatten. Zuvor hatte man schon unter Ausschluss der Öffentlichkeit ersten Eiskontakt gehabt.

Neu-Trainer Mario Simioni kann und will keine Rücksicht auf hoch sommerliche Temperaturen nehmen, und lässt seine Schützlinge zweimal am Tag (jeweils 10 und 17 Uhr) antreten. Kondition und Grundschnelligkeit stehen erst einmal im Vordergrund. Während die eine Hälfte des Kaders auf dem Eis arbeitet, müssen die anderen auf die Laufstrecke oder die Trimmräder.
Assistiert wird Simioni dabei vom sportlichen Leiter Franz Fritzmeier, der meist mit aufs Eis geht. Gastspieler ist derzeit Christian Ehrhoff, der sich bei seinem früheren Verein schon eine Grundkondition aneignen will, auch wenn der Startschuss bei seinem NHL-Klub San Jose Sharks erst am 15. September erfolgt.

Dann soll sich auch erst entscheiden, ob die NHL in der kommenden Saison spielt oder gestreikt wird. "Ich würde bei einem Streik schon gerne für die Krefeld Pinguine spielen, aber ob ich das darf oder in der AHL im Farmteam der Sharks spielen muss, entscheidet allein mein jetziger Klub."

Bis zum kommenden Samstag will Mario Simioni dann einen ersten Überblick über seinen Kader und die zu erwartenden Spielblöcke haben, denn dann steht schon das erste der insgesamt neun Vorbereitungsspiele auf dem Plan. Und das führt traditionsgemäß zum Zweitligisten Duisburger EV (Samstag 17.30 Uhr) in die Eishalle am Wedaupark.

Einen Härtetest gibt es dann vom 20. bis 22. August beim Mercury-Cup in Nürnberg mit den international starken Teams aus Genf, Prag und Nürnberg.

Bis zum ersten Spiel in der Rheinlandhalle müssen sich die Fans noch in Geduld üben (Sonntag, 29. August um 16 Uhr gegen Ligakonkurrent Metro Stars Düsseldorf). Bis dahin wird noch viel Schweiß auf das Eis der Rheinlandhalle tropfen.

10.08.04
Von Walther Lenders
 

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Alt-Stars treffen sich auf dem Eis


Anfang November treten in der Rheinlandhalle acht Traditions-Teams mit Eishockey-Legenden aus vergangenen Jahrzehnten gegeneinander an.

Krefeld. "Gänsehaut pur" erwartet alle Krefelder Eishockey Fans am ersten November-Wochenende in der Krefelder Rheinlandhalle. Das KEV-Traditionsteam "Big Old Boys", mit ehemaligen Spielern wie Karel Lang und Uwe Fabig, veranstaltet ein Ehemaligentreffen bekannter Eishockeystars. Zu Ehren der Krefelder Eishockey-Legende mit der Nr. 7 ist das erste "Lothar-Kremershof-Gedächtnis-Turnier" geplant. Bei diesem treten acht Traditionsteams gegen die "BOBs" an, unter anderem aus Düsseldorf, Köln, Riessersee, Kaufbeuren und Füssen.
Diese spielen voll gepackt mit "Altinternationalen" in Turnierform gegen das in der letzten Saison gegründete Team aus Krefeld um den Sieg.
Die Idee dazu entstand bereits vor einigen Monaten in den Köpfen der Initiatoren Uwe Fabig, Uwe Schaub und Teamleiter Dieter Leenders. Seither glühen die Telefondrähte in die ganze Bundesrepublik sowie nach Kanada.

Die Mannschaftsaufstellungen werden bei den meisten Fans Erinnerungen an brillante Zeiten des Krefelder Eishockeys hervorrufen. Höhepunkt des Wochenendes ist ein "Promi-Spiel" am 6. November, bei dem ein Krefelder Team ehemaliger Eishockey-Legenden auf ein "All-Star-Team" der beteiligten Turniermannschaften trifft.

Aus den 70-er Jahren haben Vic Stanfield und Dick Decloe ihre Teilnahme bereits zugesagt, aus den 80-er Jahren Jim Hoffmann, Steve McNeil und Kenny Brown. Die 90-er werden unter anderem durch Johnny Walker, Francois Sills und Karel Lang repräsentiert. "Natürlich werden noch weitere bekannte Namen folgen", so Ex-Kapitän Uwe Fabig, selbst Mitglied des legendären Aufstiegsteams von 1991.

Bei den "All-Stars" werden Namen wie Peppi Heiß, Uli Hiemer, Chris Valentine und Rick Amann auch den Krefelder Fans nicht ganz unbekannt sein. Grund genug für alle Eishockeyfans, in Erinnerung an Lothar Kremershof diesem einzigartigen Spektakel beizuwohnen.

Für weitere Fragen steht Heinz-Peter Brux von der Firma Brux Event Service telefonisch unter Telefon 573017 zur Verfügung.

07.08.04
Krefeld Pinguine
 

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Schnitzer beim medizinischen Check bestohlen

Die medizinische Untersuchung am Mittwoch wird Pinguine-Neuzugang Florian Schnitzer lange in Erinnerung bleiben.

Krefeld. Nach dem ärztlichen Check musste der Stürmer feststellen, dass in die Umkleide eingebrochen und seine sämtlichen Wertsachen gestohlen wurden. Darunter der Autoschlüssel und, wie sich wenig später dem Parkplatz herausstellte, auch sein Wagen, in dem sich ein Teil der Ausrüstung befand. Der schwarze Golf Variant mit Kennzeichen KR-EV 358 ist durch die Beschriftung klar als Fahrzeug der Krefeld Pinguine auszumachen.
Wer das Fahrzeug seit Donnerstag Abend gesehen hat oder sieht, möchte sich schnellstmöglich mit der nächsten Polizeidienststelle in Verbindung setzen.

Die Pinguine werden ihre Heimspiele weiterhin in gelben Trikots bestreiten. Die Deutsche Eishockey Liga hatte auf einer Gesellschafterversammlung entschieden, dass Heimmannschaften in der kommenden Saison mit dunklen Trikots spielen sollen. Auf Sponsorenwunsch haben die Krefeld Pinguine einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt, dem die DEL-Klubs stattgaben.
Damit werden die Schwarz-Gelben in der Saison 2004/2005 bei Heimspielen in gelben Trikots und bei Auswärtsspielen in dunklen Trikots oder hellen Trikots spielen. Die dunklen Trikots werden bei den Klubs getragen, die ebenfalls eine Sondergenehmigung beantragt hatten.

07.08.04
Krefeld Pinguine
 

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2004


Steve Brule - der Erbe von Francois Sills

Der Franko-Kanadier aus Montreal bekommt die Rückennummer 21, die einst Publikumsliebling Francois Sills trug.

Krefeld. Wenn der 29-jährige kanadische Vollblutstürmer Steve Brule in der kommenden Saison bei den Krefeld Pinguinen auf Torejagd geht, dann werden Erinnerungen an einer der erfolgreichsten Stürmer vergangener Jahre wach. Mit der Nummer 21 war viele Spielzeiten Francois Sills aufgelaufen, jetzt trägt der aus Montreal stammende Franco-Kanadier die Nummer.
Obwohl erst einige Tage in Krefeld, hat Brule sich gut eingelebt, und freut sich auf die beginnende Eisarbeit. 29 Treffer hatte der Center, dem Mannschaftsarzt Dr. Martin Wazinski nach der sportärztlichen Untersuchung gute Werte bescheinigte, in der letzten Saison für den AHL-Klub Hershey Bears erzielte und ebenso viele Vorlagen gegeben.

05.08.04
 

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2004


Vaterfreuden und Schmetterlinge im Bauch

Gestern war das erste Treffen der Pinguine-Mannschaft bei Kleinlosen. Neuzugang Lehoux musste viele Hände nach Geburt von Tochter Janie schütteln.

Krefeld. Dem neuen Pinguine-Abwehrspieler Guy Lehoux galt beim ersten Kennenlernen die Aufmerksamkeit. Der Neuzugang konnte einen Neuzugang vermelden. Als Vater einer gesunden Tochter Janie (3 000 Gramm., 50 cm), die am Samstag im Uerdinger Krankenhaus zur Welt gekommen war, hatte er viele Hände zu schütteln. "Mutter Nathalie und Tochter sind wohlauf", konnte er im Garten von Haus Kleinlosen vermelden.
Viele der neuen Pinguine sahen sich gestern zur Nachmittags-Kennenlernparty zum erstenmal bei Spare-Rips und gebackenen Kartoffeln. Nicht verwunderlich, denn die Kanadier waren erst am Vormittag angereist, Nur Paul Dyck fehlten noch, weil sein Flieger außerplamäßige Verspätung hatte. Dafür waren aber alle Neuen dabei, als Sportlicher Leiter Franz Fritzmeier den ersten Wochenplan verteilte. Demnach ist heute Einrichtung der Mannschaftskabine, stehen Mitte der Woche die medizinischen Tests auf dem Plan und soll es zum Wochenende aufs Eis der Rheinlandhalle gehen.

Gesund und optimistisch sind sie alle, die gestandenen Cracks und die jungen Nachwuchsleute, die gerne in das DEL-Team der Pinguine reinwachsen möchten. Natürlich wird da auch das Erreichen der Play-off als wichtigstes Saisonziel genannt. Realität klingt durch, wenn National-Torhüter Robert Müller äußert: "Ich denke wir haben eine gute Chance, die Play-off zu erreichen."

Der Meistergoalie von 2003, auf dem auch in der kommenden Saison große Hoffnungen ruhen, wird im übrigen nur ein Testspiel der Pinguine mitmachen: "Am 20. August muss ich zur Nationalmannschaft." Nicht mehr im Ländertrikot wird Daniel Kunce auftreten: "Die Weltmeisterschaft in Prag war mein Schlusspunkt als Nationalspieler. Ich werde mich ganz auf die Pinguine-Saison konzentrieren."

Trainer Mario Simioni bekannte sich zu den "Schmetterlingen im Bauch". Das Kribbeln sei natürlich, und auch die Spielerbäuche dürften nicht frei von "Bewohnern" sein. Er sei froh, dass es jetzt nun endlich losginge. Er endlich die Spieler in Aktion sehen kann, die er bis dato nur vom Video und aus Gesprächen kannte. "Ich möchte die Vorbereitungszeit nicht nur zum Training, sondern immer wieder auch zu Teambuilding-Maßnahmen nutzen. Schließlich sind sieben Wochen bis zum ersten Punktspiel lang. Da muss man die Jungs auch ,hungrig` halten." Da habe er schon einige "hübsche" Ideen, sagt der Kanadier. Und ein solches Auftakttreffen passe ihm schon sehr gut ins Konzept.

Montag - 02.08.2004
Von Thomas Klein und Walther Lenders
 

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2004


Erstes Treffen

Pinguine kommen morgen zum ersten mal vor dem Saisonstart zusammen.

Krefeld. Bei den Krefelder Pinguinen läuft der Countdown für die Vorbereitung auf die Saison 2004/2005. Zum ersten Mal wird sich die Mannschaft morgen treffen. Danach aber wird`s schon hektisch. Für Montag steht das Ausrüsten der Spieler an.
Für Dienstag und Mittwoch sind medizinische Untersuchungen bei Dr. Martin Wazinski sowie Kraftund Muskeltests im Physiotherapiezentrum "fysion" geplant. Bis zum Wochenende stehen noch mehrere Krafttrainingseinheiten und der offizielle Fototermin auf dem Programm.

Am Montag, 9. August, bitten Trainer Mario Simioni und der sportlicher Leiter, Franz Fritzmeier, das Team der Krefeld Pinguine zum offiziellen Trainingsauftakt aufs Eis.

Während Verteidiger Guy Lehoux und Ehefrau Nathalie Dubois noch auf die Geburt ihres Kindes warten, erledigt die sportliche Leitung mit dem Festzurren der Trainingspläne ihre letzten "Hausaufgaben".

Samstag - 31.07.2004
 

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2004


Heimtrikots doch in Gelb?

Die Pinguine sind aus der Sommerpause aufgetaucht und stellten den Fans ihre neuen Trikots im Autohaus Borgmann vor.

Krefeld. Knapp 200 KEV-Anhänger ließen sich die neuen Trikots zeigen, plauderten mit Spielern. Bereitwillig antwortete auch Sportleiter Franz Fritzmeier. Trainer Mario Simioni wird demnach heute eintreffen; die Mannschaft trifft sich erstmals am Montag, 1. August, wenn auch der neue Stürmerstar Steve Brule angereist ist; und am 9. August geht es aufs Eis. Etwas nervös stellte sich der neue Abwehrspieler Guy Lehoux vor. "Meine Frau ist ausgezählt. Wir erwarten stündlich die Geburt unserer ersten Tochter."
Aber er vergaß nicht, artig seine neue Umgebung zu loben: "Eine prima lebenswerte Stadt mit sehr viel Grün und Flair", gab es für Krefeld ein Kompliment. Und stellt auch klar: "Wir kommen auf jeden Fall in die Play-offs." "Da wollte Publikums-Liebling Alexander Selivanov noch einen drauf setzen: "Und spielen um den Meistertitel." Lautstark begrüßt wurde auch NHL-Spieler Christian Ehrhoff

Ob die Krefeld Pinguine ihre Heimspiele in den neuen und vor allem auf der Pinguine-Homepage heiß diskutierten Trikots, in gelb oder schwarz bestreiten, steht noch nicht fest. Hauptsponsor RWE möchte Gelb als Heimfarbe haben und deshalb wurde die DEL um eine Ausnahmegenehmigung gebeten. Franz Fritzmeier gab sich zuversichtlich: "Ich denke, den erhofften starken Offensiv-Verteidiger können wir auch noch vor dem Trainingsstart präsentieren. Dann haben wir ein Play-off-Team zusammen."

Montag - 26.07.2004
 

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2004


Ehrhoff im WZ-Interview: "Mit 35 Millionen ein kleiner NHL-Klub"

Christian Ehrhoff und die "anderen Dimensionen" in Nordamerika. Bei befürchtetem Streik voraussichtlich ein Engagement in der AHL.

Krefeld. Als Meisterpinguin der Krefeld Pinguine und Krefelder Eigengewächs war Christian Ehrhoff bei seinem Besuch anlässlich der Trikot-Präsentation von Auto Borgmann ein gefragter Autogrammschreiber. Der 22-jährige Abwehrspieler der San Jose Sharks absolvierte in seiner ersten NHL-Saison 41 Spiele, erzielte einen Treffer und gab elf Torvorlagen.
WZ: Herr Ehrhoff, wenn es zum Streik (Lockout) in der NHL kommt, wo spielt Christian Ehrhoff dann?
Christian Ehrhoff: "Voraussichtlich bleibe ich in der AHL, denn da bleibt die Nähe zur NHL Sollte ich dort nicht spielen können, weil es die Regeln so sagen, dann komme ich nach Deutschland und Krefeld ist als Heimatverein meine erste Adresse. Aber die letzte Entscheidung darüber wird frühestens Mitte September fallen.

WZ: Wie sind die Eindrücke nach dem ersten Jahr drüben?
Christian Ehrhoff: "Überwältigend. Es ist sehr intensiver, hochklassiger Eishockeysport, der einen neun Monate komplett in den Bann zieht."

WZ: Wieviel Jahre NHL folgen noch?
Ehrhoff: "Ich habe noch bis 2006 Vertrag bei den San Josexab Sharks. Aber ich hoffe, dass ich viele Jahre in Nordamerika spielen kann. Ich traue es mir nach dem erfreulichen Auftakt auch zu."

WZ: Was ist drüben anders als in der DEL?
Ehrhoff: "Die Intensität ist wesentlich höher. Vier Spiele in einer Woche sind keine Seltenheit. Man ist manchmal acht Tage an einem Stück auf Reisen, durch quert den Kontinent. San Jose hat sogar einen eigenen Jet, wo der ganze Tross mit Management und Presse mitreist."

WZ: Andere Dimensionen?"
Ehrhoff: "Wir sind ein verhältnismäßig kleiner NHL-Klub, mit nur 35 Millionen Dollar Spieleretat. Das Stadion fasst 18 000 Zuschauer; der Schnitt lag bei 16 500. Der Klub hat rund 100 Angestellte. Auch rund um die Mannschaft gibt es eine große Crew."

WZ: Und wie sieht es mit der Popularität aus?
Ehrhoff: In San José kann ich zum Glück noch spazieren gehen, ohne angesprochen zu werden. In den USA ist das Eishockey-Interesse nicht ganz so groß wie in Kanada, wo jeder Spieler in der Öffentlichkeit steht."

WZ: Wie ist die Akzeptanz in der Mannschaft?
Ehrhoff: "Ich denke, die ist gut. Marco Sturm hat mir am Anfang sehr geholfen. Mit meinem Abwehrpartner (Wilson) verstehe ich mich prima und teile auch das Zimmer. Sollte die nächste Spielzeit dann endlich stattfinden, dann werde ich um einen Stammplatz kämpfen."

WZ: Wird man auch privat vom Klub umhegt?
Ehrhoff (lächelnd): "Klub ist Klub und privat ist privat. Jeder Spieler muss sich um Wohnung, Auto und Sonstiges alleine kümmern. Das ist ganz anders als inder DEL. Ich wohne mit meiner Freundin immer noch im Hotel. Dafür verdient man in der NHL auch mehr. Allerdings lässt sich die AHL in etwa mit der DEL vergleichen, was die Gehälter angeht."

WZ: Christian Ehrhoff auf dem Weg zum Millionär?
Ehrhoff (schmunzelnd): "Die Stars verdienen Millionen. Das ist bekannt. Aber dahinter wird gerechnet. Natürlich möchte ich mich weiter entwickeln und auch mal ein Star-Verteidiger werden und bis zu 30 Minuten pro Spiel auf dem Eis stehen. Aber das sind noch Zukunftsträume und ferne Ziele."

WZ: "Zurück zum Ausgangspunkt. Die Krefeld Pinguine hatten nach der Meisterschaft eine schwache Saison 2003/04. Haben Sie Eindrücke darüber, wie stark das neue Team ist?
Ehrhoff: "Das ist noch zu früh. Es gibt gute neue Spieler. Mal sehen, wie die Vorbereitung läuft unter dem neuen Trainer. Erst dann lässt sich sagen, wie die neuen Pinguine spielen werden."

Montag - 26.07.2004

Von Walther Lenders
 

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Steve Brule: Zuverlässiger Torschütze

Die Pinguine haben eine der beiden letzten Schlüsselpositionen vergeben. Samstag (11 Uhr) wird im Autohaus Borgmann das neue Spielertrikot präsentiert.

Krefeld. Mit dem 29-jährigen Kanadier Steve Brule sicherte man sich für ein Jahr die Dienste eines überaus zuverlässigen Tor- und Punktesammlers in der AHL. Seit sieben Jahren verbuchte der 1,83 Meter große, bullige Rechtsaußen beziehungsweise Mittelstürmer mindestens 20 Tore und 58 Punkte in der nordamerikanischen zweiten Liga. Seine Bestmarke sind 42 Treffer und satte 90 Punkte in einer Spielzeit.
Er hält noch heute den Vereinsrekord von Albany mit 155 Toren und 369 Punkten in insgesamt 395 Begegnungen. Vor einem Jahr trat er zu den beiden einzigen NHL-Partien seiner Karriere im Trikot der Colorado Avalanche an. Damit kann Trainer Mario Simioni nun auf vier Angriffsformationen beim Training bauen. Gesucht wird jetzt noch ein spielstarker, rechtsschießender Abwehrspieler, der dann die elfte und letzte Ausländerlizenz erhalten soll.

Der vorläufige Kader der Pinguine (Spieler mit Ausländerlizenzen kursiv):
Tor: Robert Müller, Markus Janka, Christian Rohde.
Abwehr: Paul Dyck, Daniel Kunce, Justin Kurtz, Shayne Wright (Deutscher Pass beantragt), Rainer Köttsdorfer, Guy Lehoux, Alexander Dück.
Angriff: Steve Brule, Adrian Grygiel, Robert Guillet, Chris Herperger, Alexander Selivanov, Steffen Ziesche, Ivo Jan, Scott King, Florian Schnitzer, Carsten Gosdeck, Martin Huyn.

Die Krefelder Pinguine, das Autohaus Borgmann und Metzen Athletic München laden zur Präsentation der neuen Spielertrikots ein. Am Samstag geht es um 11 Uhr los, und zwar im Autohaus Borgmann, Blumentalstraße 151-155. Mit dabei: Adrian Grygiel, deutscher Meister 2003, Guy Lehoux, Neuzugang von den Nürnberger Ice Tigers, sowie Alexander Selivanov. Stargast des Events: NHL-Spieler Christian Ehrhoff von den San Jose Sharks. Im Rahmen der Veranstaltung werden 150 Trikots der anwesenden Spieler (inklusive großem Plüsch-Pinguin) angeboten. Preis: 80 Euro.

Freitag - 23.07.2004
 

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Simioni mit Sonderlizenz

Montag kommt der neue Pinguine-Trainer. Gesellschafter sprachen Geschäftsführer Wolfgang Schäfer das Vertrauen aus. Trainingsstart ist am 9. August.

Krefeld. Am Montag trifft der neue Pinguine-Trainer Mario Simioni in Krefeld ein und nimmt seinen Dienst auf. Sportlicher Leiter Franz Fritzmeier möchte ihm dann gerne einen neuen kanadischen Stürmer präsentieren, Doch nach der Absage des heißen Kandidaten Josh Holden, einem NHL-erfahrenen Center, der einen neuen Vertrag in der NHL erhofft, muss einer der ausgesuchten Kandidaten erst einmal ja sagen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir bis zum Wochenende fündig werden", hofft Fritzmeier auf Vollzugsmeldung.

Mario Simioni wird in der kommenden Saison allerdings ohne den erforderlichen Trainerschein an der Pinguine-Bande stehen, erhält aber von der DEL eine Ausnahmegenehmigung für eine Spielzeit. Man darf gespannt sein, ob der noch DEL-unerfahrene Coach, der aus Dänemark kam, die Forderung von Pinguine-Boss Wilfrid Fabel: "Er muss schnell Deutsch lernen" einlöst.

Zwei Torhüter, sieben Abwehrspieler und zehn Stürmer sind unter Vertrag. Von der Masse und der Klasse noch zu wenig für Krefelder DEL-Ansprüche und so sollen noch zwei hochkarätige Ausländer die Lücken auffüllen. Eine dritte Ausländerstelle würde frei, wenn es endlich mit der Einbürgerung von Abwehrspieler Shayne Wright klappen würde. Doch es steht noch die Zustimmung aus Kanada aus.
Die Formalitäten in Deutschland sind erfüllt. Das Kontingent der deutschen Spieler hat sich durch die Verpflichtungen von Carsten Gosdeck (Bad Nauheim) und Martin Hyun (Belgien) auf neun Deutsche im 17er-Kader erhöht.

Pinguine Geschäftsführer Wolfgang Schäfer konnte in den letzten Tagen wieder ungestört und konzentriert arbeiten, nachdem sein Kontrahent Holger Rathke als Hallen-Manager der Seidenweberhaus GmbH zuerst gekündigt hatte und dann fristlos entlassen wurde. Rathke hatte Schäfer schaft attakiert.

"Ich habe die Rückendeckung und das Vertrauen der KEV Pinguine Eishockey GmbH und das ist für meine Arbeit in der Sache wichtig. Ich befürworte die neue Halle ohne Abstriche, halte sie für die Zukunft des Krefelder Eishockeys für unverzichtbar" will Schäfer nicht nachkarten.

"Die kommende Saison werden wir mit einem leicht redzierten Etat (3,3 statt 3,8 Mio Euro) angehen. Die Hauptsponsoren, einschließlich RWE, werden voraussichtlich bleiben, leichte Abstriche sind wichtig. Unser Faustpfand für die kommende Saison werden die Zuschauereinnahmen sein. Das sportliche Ziel bleibt das Erreichen der Play-offs, setzt Schäfer die Eckdaten.

Mittwoch - 21.07.2004

Von Walther Lenders
 

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2004


Hyun wieder ein Pinguin

Der Stürmer wechselt aus Belgien in seine Heimatstadt und bekommt einen Ein-Jahres-Vertrag.

Krefeld. Mit Martin Hyun haben die Krefeld Pinguine einen weiteren Stürmer verpflichtet. Hyun erhält einen Jahresvertrag mit klubseitiger Option für ein weiteres Jahr. Im Vertrag wurde eine dreimonatige Probezeit festgeschrieben. Der 25-jährige Deutsch-Koreaner wechselt vom belgischen Klub Chiefs Leuven zurück in seine Heimatstadt.
Bereits 1995/96 und 1996/97 spielte er für die Pinguine. Danach ging er zur Ausbildung in die USA, wo er für Benilde St. Margaret`s, Northwood Pep und St. Michael`s College spielte. Nach sechs Jahren absolvierte er in St. Michaels sein Vordiplom und ging nach Belgien und machte in Brüssel seinen Magister in internationalen Beziehungen.

Samstag - 17.07.2004
 

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2004


Neue Chance für Gosdeck

Die Krefeld Pinguine haben Carsten Gosdeck verpflichtet.

Krefeld. Der 25-jährige Deutsche, der vom EC Bad Nauheim wechselt (17 Tore/13Vorlagen), erhält einen Jahresvertrag mit klubseitiger Option für ein weiteres Jahr. Gosdeck spielte in der DEL bereits für die Revier Löwen (97-02) und die Iserlohn Roosters (02/03).
Gosdeck wird heute in Krefeld eintreffen, am Wochenende zieht er mit seiner Verlobten Cathrin und Sohn Lucas (6) um.

Donnerstag - 15.07.2004
 

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2004


Fritzmeier der Tüftler aus Tölz

Der neue Sportliche Leiter der Krefeld Pinguine hofft bei der Suche nach den beiden letzten freien Plätzen im Team auf ein glückliches Händchen.

Krefeld. Am liebsten würde er Kästchen ausmalen. Doch dies kann sich Franz Fritzmeier, seit Monatsanfang als Sportlicher Leiter bei den Krefeld Pinguinen, derzeit schenken das haben zuvor schon andere getan. "Im Normalfall hänge ich ein großes weißes Blatt ins Büro, darauf stehen in Kästchen die jeweiligen Anforderungsprofile sowie die Preisschilder für die einzelnen Positionen in der Mannschaft." Konkrete Namen und Kandidaten, so Fritzmeier, müssten erst eine ganze Reihe von Schritten später ergänzt werden.
Funktionen und Positionen statt Stars und Statistiken. Ein sinnmachender systematischer Ansatz, der allerdings bei den Pinguinen derzeit kaum mehr zum Tragen kommen kann. Denn der KEV-Kader bietet kaum noch Gestaltungsmöglichkeiten. Fritzmeier: "Um so wichtiger ist es, die letzten zwei Ausländer-Lizenzen optimal zu nutzen." Doch wie? Beispiel Abwehr. Gesucht wird ein spielstarker, schussgewaltiger, schneller, Europa erfahrener Rechtsschütze, der zudem zwar günstig sein, aber auch schon erfolgreich sein muss. Alles klar? Doch alle sechs bisher verpflichteten Verteidiger schießen links, "das ist gerade im Überzahlspiel ein großer Nachteil". Doch dem gebürtigen Tölzer scheint dieses Tüfteln Spaß zu machen. Thema Tölz.

Fritzmeier betont gern, dass er außer der Heimatstadt nicht viel gemeinsam mit Ex-Bundestrainer Hans Zach habe. Als Diplomtrainer indes teilt er mit dem Kölner Coach die höchste Lizenz und hat damit die formale Qualifikation als Bundestrainer. So ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass er gern mit aufs Eis beim Training von Mario Simioni gehen wird. "Ich bin halt ein Trainer." Was er unter anderem als Coach der Mannheimer Jungadler unter Beweis stellte, oder als "Macher" eines Jugendteams, das sich als European Pioneers ein Jahr durch nordamerikanische Jugendcamps kämpfte.

Damals dabei: Dennis Seidenberg, der sich heute in Nordamerika etabliert hat. Nachvollziehbar, dass er ein besonderes Auge auf den Nachwuchs richtet. Von einer Fördergruppe, die bereits jetzt unter Haralds Vasiljews im Sommertraining steht, bis zur Suche nach Kooperationspartnern, bei denen die Jugendlichen den Sprung ins Senioren-Eishockey wagen können. Ein Reizthema in Krefeld, über das sich Berater Rüdiger Noack und Gesellschafter Hugo Hendricks öffentlich in die Haare gerieten.

Worte wie "verscherbeln" des Nachwuchses an unterklassige Vereine, die per bitterbösem Brief kursieren, zeugen von dem Zwist. Fritzmeier sieht das Ganze pragmatisch. "In Mannheim waren wir am erfolgreichsten, als die Jungadler in der Oberliga spielten. Dann versuchte man den Sprung von der DNL, und jetzt sucht man wieder die Kooperation mit einem unterklassigen Klub wie Heilbronn."

Aus der Jugend in die Erwachsenenwelt sei kein körperliches "Wachstum" sondern "eines im Kopf". "Wenn eine Jugendmannschaft verliert, arbeiten die Trainer den Lernaspekt heraus, in der Liga ist man nach einem Fehler der Depp. Damit muss man umgehen lernen." Folglich will er den ambitionierten KEV-Nachwuchs partiell mit der DEL-Mannschaft trainieren lassen, ausreichend "Platzierungsmöglichkeiten" bei Klubs schaffen, um den Lerneffekt im Seniorenbereich im Wettkampf überprüfen zu können.

Donnerstag - 08.07.2004

Von Thomas Klein