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2003/2004


Trotz Überraschung ausgeschieden

Eishockey. Die Krefeld Pinguine haben als amtierender Deutscher Eishockey-Meister am hoch angesehenen Spengler-Cup in Davos teilgenommen. Johannes Wouters war für den STADT-SPIEGEL live vor Ort.

Zweifellos: Für die DEL-Cracks der Krefeld Pinguine war es eine Ehre, dass sie als Deutscher Meister 2003 in diesem Jahr vom HC Davos zu diesem seit 1923 ausgetragenen Klasse-Turnier eingeladen wurden. Gemeinsam mit einem Team Canada, Jokerit Helsinki und dem russischen Meister Lokomotive Yaroslav maßen die Krefelder seit dem zweiten Weihnachtstag ihre Kräfte – zunächst wenig erfolgreich, im dritten Spiel sorgten die Mannen aus der Seidenstadt aber für eine große Überraschung.

Den Niederlagen zum Auftakt gegen das Team Canada (2:3) und Helsinki (2:4) folgte ein sensationeller 5:2-Erfolg gegen die derzeit beste europäische Vereinsmannschaft, die Russen aus Yaroslav. Gegen Gastgeber Davos setzte es ohne Ustort (Bänderdehnung) und den grippegeschwächten Goalie Robert Müller eine 2:8-Schlappe - das bedeutete das endgültige Aus.
Die zuletzt schwachen Leistungen der Pinguine in der Liga, wo sie auf dem zwölften Tabellenplatz herum dümpeln, drangen auch bis in die Schweiz vor. Und so werden die Auftritte der Mannschaft in den Schweizer Medien und auch beim neutralen Publikum sehr kritisch gesehen. Anerkennung erhielt bislang in jedem Spiel Nationaltorwart Robert Müller, der sich in Davos nach langer Zeit wieder in Meisterschaftsform präsentierte. Insgesamt aber genossen es sowohl Spieler als auch die Verantwortlichen sehr, in Davos dabei sein zu können. Das Turnier war zwischen Weihnachten und Neujahr das Gesprächsthema Nummer eins. Nicht nur in Davos, sondern der gesamten Schweiz.

Und die Pinguine hoffen, den Schwung aus diesem Turnier (trotz Niederlagen hinterließ das Team einen frischen Eindruck) mit in die DEL-Spiele nehmen zu können.

 

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Knallharte Forderung von Haralds Vasiljevs

"Wir müssen sechs Punkte holen." Nach dem Davoser Turnier steigen die Pinguine bereits am Freitag wieder ins DEL-Meisterschaftsrennen ein.

Krefeld. Das Unternehmen "Spenglercup" liegt hinter den Krefeld Pinguinen. Jetzt gilt es im letzten Drittel der DEL-Saison 2003/04 den Versuch zu starten, mit einer Aufholjagd doch noch die Play-offs zu erreichen. Eigentlich ein nahezu aussichtsloser Versuch, denn der Abstand des Meisters beträgt zum Tabellenachten Ingolstadt 19 Punkte, und das ist bei 20 ausstehenden Spielen kaum noch zu schaffen. Trotzdem will Trainer Haralds Vasiljevs nichts unversucht lassen: "Wir müssen an diesem Wochenende sechs Punkte holen."
Leichter gesagt als getan, denn zum einen fehlen ihm mit Daniel Kunce (Schulter ausgekugelt), Stefan Ustorf (Fußverletzung), Eric Bertrand (Kieferbruch) und Adrian Grygiel (Knie) vier wichtige Spieler.
Zudem kann man am Freitag beim Tabellenletzten Wölfe Freiburg (20 Uhr) ebensowenig leicht die Punkte abholen wie am Sonntag gegen den starken Tabellenzweiten Frankfurt Lions (18.30 Uhr Rheinlandhalle). So besiegte Freiburg am vergangenen Sonntag Tabellenführer Berlin sensationell mit 10:5-Toren, und Frankfurt zeigte sich bisher sehr auswärtsstark.

"Ich denke, wir müssen in Freiburg rationell spielen. Mit drei Reihen", möchte Vasiljevs wie seinem Vorgänger Butch Goring passiert den Schwarzwäldern nicht ins offene Messer laufen (4:5-Schlappe im September 2003).
Personell bleiben dem Coach wenig Alternativen. In der Abwehr wird er die Pärchen mit Chris Luongo/Justin Kurtz, Chris Kelleher/Alexander Dück und Shayne Wright/Paul Dyck bilden.

Die erste Sturmreihe steht mit Marc Beaucage/Rob Guillet/Marcel Rodman, die zweite mit Chris Herperger/Alexander Selivanov/Terry Yake und die dritte Angriffsreihe mit Jonas Lanier/Steffen Ziesche/Pascal Appel. Einziger Überhangspieler ist Andreas Raubal. Im Tor wird trotz einer fiebrigen Erkältung Robert Müller stehen, der beim Spenglercup in Davos zum besten Torhüter gewählt wurde.

Für Vasiljevs und seine Mannen war das Turnier ein großartiges Erlebnis. Bei der Siegerehrung am Silvestertag gab es für die Rheinländer viel Beifall vom Schweizer Publikum für das engagierte Auftreten. Obwohl die Pinguine nur den fünften und letzten Tabellenplatz belegten, lieferte sie mit dem kleinsten Kader drei sehenswerte Spiele und kamen lediglich gegen Gastgeber Davos mit 2:8 unter die Räder.

Von Walther Lenders
 

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WZ-INterview mit Holger Rathke: König Palast transparent machen


Holger Rathke, der neue Arena-Direktor, über seine künftigen Ziele und Aufgaben.

Krefeld. "Bald können Sie was erleben. Sport, Shows, Events" die sechsseitige Broschüre mit eindrucksvollen Bildern, schrillen Motiven und mitreißenden Headlines liest sich verheißungsvoll und weckt Erwartungen. Der König Palast schießt aus dem Boden. Eine Multifunktions-Arena aus Glas und Stahl, neue Heimat des deutschen Eishockey-Meisters Krefeld Pinguine. Am zweiten Dezember-Wochenende 2004 ist Einweihungstermin für ein weiteres Highlight am linken Niederrhein. Einer derjenigen, der mit dafür verantwortlich ist, dass der "Erlebnis-Palast" mit Leben erfüllt wird und das hält, was er verspricht, ist Holger Rathke (40). Ab Anfang Februar wird der Medienprofi, der zuletzt als Geschäftsführer bei den Kölner Haien fungierte und etliche Jahre in Diensten von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach stand, seinen Job als neuer Hallendirektor des König Palasts antreten. Die WZ sprach mit Rathke über seine Aufgaben und Ziele.
Frage: Herr Rathke, wie lautet denn nun die genaue Bezeichnung wirklich: Hallen-Direktor, Hallen-Manager, PR-Chef?
Holger Rathke: Ehrlich gesagt, eine fest Definition gibt es noch nicht. Tatsache ist, dass ich in ein paar Tagen meinen Vertrag unterzeichne und am Montag, 3. Februar, anfange. Mein Büro werde ich fürs Erste im Seidenweberhaus beziehen.

Frage: Was ist die vorrangigste Aufgabe mit Beginn Ihrer Tätigkeit?
Rathke: Die Entstehung des König Palastes transparent zu machen und eine positive Stimmung zu erzeugen. Ich höre übrigens das Wort Arena lieber als Palast. Also die Arena bekannt zu machen. Bis hin zum einfachen Zuschauer. Das ist die Vorstufe des Unternehmens und dann gilt es, das Objekt weiter zu entwickeln. Auf allen Ebenen. Wir müssen das Spektrum der Vermarktungsstrategien maximal nutzen. Denn schließlich gehört Verkaufen mit zum Geschäft. Logen, Business-Seats, Dauerkarten. Das ganze Paket werden wir auf eine professionelle Basis stellen, in deren Mittelpunkt die Krefeld Pinguine stehen.

Frage: Eishockey bildet also auf jeden Fall den Schwerpunkt in der neuen Arena?
Rathke: Mit Sicherheit. Deshalb ist mir auch eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Pinguinen wichtig. Sie werden der Hauptpartner sein. Aber es wird auch etliche andere herausragende Veranstaltungen in der neuen Arena geben, die innerhalb kürzester Zeit in einen Konzertsaal verwandelt werden kann. Rockund Popveranstaltungen, eine große Fernseh-Show alles ist möglich, und natürlich sind auch zahlreiche andere Sportereignisse neben Eishockey ein großes Thema.

Frage: Wie wichtig ist ein starker und erfolgreicher KEV, der sich ja nach der fast sensationellen Meisterschaft momentan in einer Talsohle befindet?
Rathke: Natürlich ist es ganz wichtig, dass Trainer und Mannschaft funktionieren, das Produkt in sich stimmt und positiv ausstrahlt. Nur so ist auch eine optimale Vermarktung möglich. Deshalb hoffe ich auch um so mehr, dass die Pinguine sich noch einmal aufrappeln, Erfolg haben und die Play-off-Runde nicht aus den Augen verlieren. Noch sind 60 Punkte zu vergeben.

Frage: Wie hoch schätzen Sie das derzeitige Leistungsvermögen der Pinguine ein?
Rathke: Ich finde, dass die Leistungen beim Spengler-Cup sehr ansprechend waren und die Mannschaft das deutsche Eishockey würdig vertreten hat. Am Sonntag gegen Frankfurt komme ich in die Rheinlandhalle, um mir vor Ort ein Bild zu machen.


Von Jochen Schmitz
 

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2:8 gegen Gastgeber HC Davos

Spengler Cup: Krefeld verspielt letzte Chance

Bereits in der zweiten Minute wurde Krefeld Goalie Markus Janka mit einem Doppelschlag durch Oleg Petrow und Ambühl kalt erwischt. Foto: AP
Davos (rpo). Beim 77. Spengler Cup im Schweizer Nobel-Skiort Davos hat der deutsche Eishockey-Meister Krefeld Pinguine auch die letzte Chance auf einen Finaleinzug verspielt. Gegen den Gastgeber HC Davos setzte es eine bittere Niederlage.
Die Mannschaft von Trainer Haralds Vasiljevs unterlag zum Vorrundenabschluss am Montagabend gegen Gastgeber HC Davos 2:8 (1:3, 0:2, 1:3) und kann damit maximal noch den vierten und vorletzten Rang erreichen.

Vor 7850 Zuschauern wurden die Krefelder, die nach dem Ausfall von Nationalspieler Stefan Ustorf (Bänderdehnung) unmittelbar vor dem Spiel auch den grippekranken Torhüter Robert Müller durch Ersatzmann Markus Janka ersetzen mussten, bereits in der zweiten Minute mit einem Doppelschlag durch Oleg Petrow und Ambühl kalt erwischt. Erst in der 15. Minute gelang den Schwarz-Gelben durch Terry Yake der Anschlustreffer, den erneut Petrow (17.) allerdings noch vor der Drittelpause konterte.
 

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Spengler Cup: Krefeld verliert gegen Davos

Auch im Anschluss setzten die Gastgeber ihr überlegenes Spiel fort und landeten den verdienten zweiten Turniersieg, der sie vor dem abschließenden Vorrundenduell gegen Titelverteidiger Team Canada am Dienstag zum ersten Anwärter auf den zweiten Finalplatz macht. Die kanadische Auswahl hatte sich im ersten Spiel des Tages durch einen 6:3 (0:0, 3:1, 3:2)-Erfolg über Lokomotiv Jaroslawl für das Finale am Silvestertag (12.00 Uhr) qualifiziert.

Die Krefelder zeigten trotz der Niederlagen gegen Jokerit Helsinki, Team Canada und Davos und nur einem Sieg gegen Lokomotiv Jaroslawl eine ordentliche Leistung beim Spengler Cup und kehren mit Selbstvertrauen im Kampf um die Playoff-Plätze in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) aus der Schweiz zurück.
 

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Spengler Cup: Ungleiches Spiel um den Finaleinzug von Davos

Aus der Traum! Die Pinguine hatten bei der 2:8-Schlappe am Montag mit zu vielen Handikaps zu kämpfen.

Davos. Es war Montag beim traditionellen Spenglercup in der ausverkauften Eishalle von Davos ein ungleicher Kampf um den Finaleinzug und damit den Gegner für Team Canada: Auf der einen Seite der gastgebende HC in Bestbesetzung und mit lautstarker Unterstützung der über 7000 engagierten Zuschauer. Demgegenüber das dezimierte und gebeutelte Team des Deutschen Meisters Krefeld Pinguine, das gleich gegen fünf Handicaps ankämpfen musste. So war der Ausgang mit dem 8:2 (3:1, 2:0, 3:1) für die Gastgeber praktisch vorbestimmt.
Handicap eins: Die schon dezimiert angereisten Pinguine mussten nicht nur die im Turnier verletzten Daniel Kunce und Stefan Ustorf antreten, sie "verloren" auch den bis dahin überragenden Torhüter des Turniers, Robert Müller, durch eine Magen-Darm-Infektion. Handicap zwei: Es war für die Pinguine das vierte Spiel innerhalb von vier Tagen, während Gastgeber Davos ausgeruht in die Partie gehen konnte.

Handicap drei: Die Gastgeber hatten sich die Creme de la Creme an Gastspielern gesichert, wobei der überragende Oleg Tetrov vom HC Geneve-Servette auch zum bisher erfolgreichsten Torschützen avancierte. Handicap vier: Das enthusiastische Publikum, in Blau und Gelb gekleidet, stand bei dieser für den HC Davos wichtigen Partie wie eine Wand hinter den Spielern.

Handicap fünf: Die Krefelder traten zum Turnier mit dem kleinsten Kader aller fünf Mannschaften an und hatten pro Spiel mindestens vier Ausfälle zu verzeichnen. Unter diesen Umständen konnte das Unternehmen Endspiel, das bei einem Sieg über die Schweizer in Reichweite gewesen wäre, einfach nicht gelingen. Trotzdem, Hut ab, denn die Pinguine schüttelten sogar den 0:2-Rückstand innerhalb von zehn Sekunden weg (2.). Der noch immer angeschlagene Ersatzkeeper Markus Janka sah freilich dabei nicht gut aus.

Dienstag können die Pinguine ausspannen und bei einer Bergtour frische Luft schnuppern. Nach vier Spielen in vier Tagen kehrt wieder etwas Ruhe ein. Pünktlich zum Jahreswechsel ist die Mannschaft von Haralds Vasiljevs wieder in der Seidenstadt und kann sich auf die beiden ersten DEL-Begegnungen im Neuen Jahr vorbereiten.

STATISTIK

HC Davos - Krefeld Pinguine 8:2 (3:1, 2:0, 3:1)
Pinguine: Janka - Kurtz/Luongo, Dyck/Wright, Raubal/Lambrecht, Kelleher/Dück - Guillet/Beaucage/Rodman, Yake/Herperger/Selivanov, Appel/Lanier/Ziesche, Vitolins/Lüber/Camichel
Tore: 1:0 (1:47) Petrov, 2:0 (1:57) Ambühl, 2:1 (14:35) Yake (Selivanov), 3:1 (16:42) Petrov, 4:1 (22:15) Petrov (Penalty), 5:1 (39:26) Hauer, 6:1 (41:06) Heberlein, 6:2 (55:43) Dück, 7:2 (46:12) Landry, 8:2 (58:56) Landry
Schiedsrichter: Brent Reiber (Schweiz)
Zuschauer: 7 580 (ausverkauft)

Von Walther Lenders
 

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Krefeld Pinguine verspielen Finalchance - 2:8 gegen Davos

Davos (dpa) - Der deutsche Eishockeymeister Krefeld Pinguine hat seine letzte Finalchance beim Spengler-Cup verspielt. Die Deutschen kassierten gegen Gastgeber HC Davos mit 2:8 (1:3, 0:2, 1:3) die dritte Niederlage.
Mit nur einem Sieg in vier Spielen konnten die stark ersatzgeschwächten Krefelder nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Die Treffer gegen Davos erzielten Alexander Seliwanow (1:2/14. Minute) und Alexander Dück (2:6/46.).

Als erster Finalist des Traditionsturniers stand das Team Canada (6 Punkte) nach dem 6:3-Sieg über den russischen Meister Lokomotiv Jaroslawl bereits fest.
 

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Krefeld entzaubert russischen Meister beim Spengler-Cup

Davos (dpa) - Der deutsche Eishockeymeister Krefeld Pinguine hat bei seiner ersten Teilnahme am Spengler-Cup überraschend den russischen Titelträger Lokomotiv Jaroslawl mit 5:2 (2:1, 1:0, 2:1) bezwungen und damit im dritten Spiel den ersten Sieg geschafft.
Zuvor hatten die Pinguine bei der 77. Auflage des bedeutendsten Vereinsturniers der Welt in Davos mit 2:4 gegen Jokerit Helsinki und mit 2:3 gegen das Team Canada verloren.

In der Auseinandersetzung mit dem Top-Team aus der russischen Superliga erwischten die Krefelder einen perfekten Start und gingen früh durch Alexander Seliwanow (5.) und Alexander Dück (7.) in Führung. Die technisch starken Russen verkürzten zwar noch im ersten Drittel durch David Moravec (19.) auf 1:2, doch im zweiten Durchgang stellte Marcel Rodman (31.) mit dem 3:1 den alten Abstand für den Champion der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wieder her. Im Schlussabschnitt erhöhten die Schwarz-Gelben noch einmal das Tempo und sorgten durch Jonas Lanier (42.) und Robert Guillet (47.) bei einem Gegentreffer von Anton But (43.) für den 5:2-Endstand.

Die Pinguine treten am 28. Dezember in ihrem letzten Gruppenspiel gegen den Schweizer Vertreter HC Davos an. Das Finale findet 31. Dezember statt.
 

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Spengler Cup: Paukenschlag der Pinguine

Im dritten Spiel beim Spengler-Cup landeten die Krefelder mit dem 5:2-Erfolg gegen Lokomotiv Yaroslavl den ersten Sieg.

Davos. Das hätte dem arg gebeutelten Team der Krefeld Pinguine kaum einer zugetraut. Mit einem 5:2 (2:1, 1:0, 2:1)-Sieg gegen den russischen Meister Lokomotiv Yaroslavl erfreute das Team von Trainer Haralds Vasiljevs Sonntag nicht nur die 150 mitgereisten Pinguine-Fans der Deutsche Meister überraschte auch die in Davos anwesende europäische Eishockey-Prominenz. Zudem war es ein verdienter Sieg gegen die derzeit als beste Vereinsmannschaft Europas bezeichneten Russen, weil die Pinguine konsequent ihre Chancen nutzten und mit einem überragenden Robert Müller den Turm in der Brandung hatten und mit dem Sieg vorübergehend auf Platz zwei der Tabelle kletterten.
Montag spielen die Krefelder ihr letztes und viertes Spiel innerhalb von vier Tagen gegen Gastgeber HC Davos (20.45 Uhr). Das "Häuflein der Aufrechten" schickte Trainer Vasiljevs nach den beiden Auftakt-Niederlagen gegen Team Canada (2:3) am Freitag und dem 2:4 gegen Jokerit Helsinki aufs Eis. Kapitän Steffen Ziesche konnte zwar sein zweites Turnierspiel bestreiten, und auch Alexander Selivanov, Pascal Appel und Marcel Rodman kehrten ins Team zurück. Doch dafür fehlten Adrian Grygiel, Chris Kelleher und Terry Yake. Nach dem ersten Spieldrittel fiel auch Daniel Kunce aus, der sich den Arm ausgekugelt hatte.

Doch die Pinguine warfen allen Ballast ab, spielten, wie Torhüter Robert Müller zur ersten Pause versicherte, ohne Druck und frei von der Leber weg. Befreit vom Schusspech, das den Krefeldern in den beiden ersten Spielen zugesetzt hatte, und ohne Angst vor den großen Namen im russischen Team, legten die Pinguine munter los.

Alexander Selivanov traf bei Überzahl zur Führung (5.), der junge Alexander Dück legte nach Vorlage von Daniel Kunce mit dem 2:0 (7.) nach. Bei Überzahl kam Yaroslavl zum Anschlusstreffer, aber die Pinguine blieben weiterhin gut im Spiel. Den wohl schönsten Spielzug der Krefelder über Robert Guillet und Marc Beaucage schloss der gestern gut aufspielende Marcel Rodman mit dem 3:1 (31.) ab.

Da staunten die Besucher auf den vollbesetzten Tribünen nicht schlecht, als Jonas Lanier rotzfrech den russischen Keeper mit dem 4:1 überraschte. Das 2:4, der Puck wurde unerreichbar für Müller abgefälscht, nahmen die Krefelder gelassen hin. Mit dem 5:2 machte Guillet auf Vorlage von Rodman den Sieg perfekt.

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Lokomotiv Yaroslavl 5:2 (2:1, 1:0, 2:1)
Pinguine: Müller - Kurtz/Luongo, Dück/Kunce, Wright/Dyck, Raubal/Lambrecht - Guillet/Beaucage/Ziesche,Ustorf/Herperger/Selivanov, Appel/Lanier/Rodman, Vitolins/Lüber/Camichel
Tore: 1:0 (4:27) Selivanov, 2:0 (6:57) Dück (Kunce), 2:1 (18:00) Moravec (Hlavacka), 3:1 (30:40) Rodman (Guillet/Beaucage), 4:1 (41:38) Lanier (Ziesche), 4:2 (42:15) But, 5:2 (46:26) Guillet (Rodman)
Schiedsrichter: Brent Reiber (Schweiz)
Zuschauer: 7 580 (ausverkauft)
Strafminuten: Krefeld 20, Jaroslavl 10

Jokerit Helsinki - Krefeld Pinguine 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)
Pinguine: Müller - Kurtz/Luongo, Dück/Kunce, Lambrecht/Dyck - Guillet/Beaucage/Yake, Ustorf/Herperger/Ziesche, Raubal/Lanier/Wright, Vitolins/Lüber/Camichel
Tore: 0:1 (4:41) Koivisto, 1:1 (14:16) Kunce (Ustorf), 1:2 (31:01) Gardner, 2:2 (36:24) Wright (Raubal/Lanier), 2:3 (53:27) Hentunen, 2:4 (59:42) Peltonen
Schiedsrichter: Kurmann (Schweiz)
Zuschauer: 7 580 (ausverkauft)
Strafminuten: Krefeld 8, Helsinki 10

Von Walther Lenders
 

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Pinguine tanken in der Schweiz neuen Mut für die DEL

Krefelder können in Davos ihre derzeit missliche Situation in der Deutschen Eishockey Liga aus den Köpfen verbannen.

Davos. Mut wird oft belohnt. Das galt auch gestern beim Spengler Cup für die mutigen Krefelder Pinguine, die den russischen Meister Lokomotiv Jaroslavl mit 5:2 besiegen konnten. Held des Tages dabei einmal mehr Torhüter Robert Müller. Heute gegen den HC Davos geht es wohl nur noch um die Ehre. In Davos nehmen die Pinguine derzeit eine erholsame Auszeit von der Punkterunde. Und siehe da, das Team von Trainer Haralds Vasiljevs schlug sich im erlesenen Eishockey-Kreis prächtig. Die beiden ersten Spiele brachten zwar mit dem 2:3 gegen das Team Kanada und dem 2:4 gegen das finnische Spitzenteam Jokerit Helsinki trotz guter Leistungen keine Punkte-Ausbeute, aber viele Sympathien. Krefeld, schon dezimiert angereist, wurde zudem brutal vom Verletzungspech heimgesucht, hatte bis zu sechs Stammspieler im Lazarett, verlor praktisch bei allen Spielen einen oder zwei Akteure unglücklich durch Verletztungen.
"Es ist eben keine gute Saison für uns", nahm Meistergoalie Robert Müller das Pech gelassen, konzentriete sich auf die Spiele, denn auch er war durch den krankheitsbedingten Ausfall von Ersatzkeeper Markus Janka zu Dauerleistungen verurteilt. Und da forderte Müller immer wieder den Beifall der Zuschauer in der ausverkauften Davoser Eishalle mit prächtigen Reaktionen und gutem Stellungsspiel heraus. Gestern wurde er dafür auch als bester Spieler in der Partie gegen die Russen ausgezeichnet.

Noch ein Spieler hatte ganz viel Spaß an der Eisarbeit an traditioneller Stelle: Stefan Ustorf. "Endlich einmal Eishockey ohne ständiges Haken und Halten", lobte er das Turnier, und war auch selbst gut drauf. Und schon vor dem Ausscheiden bemerkte der vor kurzem von Krefeld nachverpflichtetete Nationalmannschafts-Kapitän: "Das macht Spaß und bringt hoffentlich Spielfreude und Motivation für das Restprogramm in der DEL."

Als krasser Turnier-Außenseiter hatte man den Pinguinen gegen den russischen Meister Jaroslavs, der Gastgeber Davos mit 5:2 besiegt hatte, keine Chance gegeben. Doch gerade ohne Chance wuchs das dezimierte Pinguine-Team bisher über sich hinaus. Da schmeckte am späten Abend im Fünf-Sterne-Lokal Bellvedere das von einem begeisterten Pinguine-Fan spendierte Fünf-Gänge-Menü noch einmal so gut.

Von Walther Lenders
 

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Spengler Cup: Herperger, Kunce und Müller waren die Besten

Die Pinguine-Spieler bedankten sich nach dem Schlusspfiff beim 5:2-Erfolg gegen Lokomotiv Yaroslavl bei Torhüter Robert Müller.

Davos. Der Meister-Goalie hatte mit teilweise sensationellen Reflexen die Elitestürmer schier zur Verzweiflung gebracht. Verdienter Lohn seiner Leistung war die Ernennung zum besten Akteur der Pinguine. Zuvor waren von den Krefeldern bereits Chris Herperger gegen Team Canada und Daniel Kunce gegen Jokerit Helsinki als beste Akteure ihres Teams ausgezeichnet worden. Kunces Verletzung ist offensichtlich nicht so schwer, wie anfangs befürchtet. Er wird heute gegen Davos pausieren, kann aber am Wochenende wieder spielen.
Stefan Ustorf lieferte gute Leistungen ab. "Hier macht es Spaß, da wird nicht so viel gehakt und gehalten wie in der DEL", lobte er die Spielweise. Sonntagabend durfte diePinguine im noblen Fünf-Sterne-Hotel Bellvedere ein feudales Abendessen genießen. Es wurde von einem Edelfan und Sponsor, der nicht genannt werden wollte, spendiert. Wenn Felix Magath, Ex-Managers des FC Bayer Uerdingen und Bundesligatrainer des VfB Stuttgart, Montag noch eine Karte ergattert, will er abends den Pinguinen gegen den HC Davos die Daumen drücken. Magath verbringt seine Flitterwochen im noblen Wintersportort in Graubünden.

Nach der "Spätvorstellung" am Montag gegen Gastgeber Davos (20.45 Uhr) haben die Pinguine Dienstag spielfrei. Ob sie bei einem Sieg gegen Davos als Voraussetzung noch eine Chance auf das Endspiel haben, hängt von den anderen Ergebnissen ab.

Die Teilnahme an der Siegerehrung Silvester nach dem Endspiel (12 Uhr) ist für alle Teams eine Pflichtveranstaltung. Der Rückflug nach Düsseldorf ist Silvester von Zürich gegen 21 Uhr aus. So können die Spieler noch mit den Familien ins neue Jahr zu feiern.

Krefeld Pinguine
 

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Spengler Cup: Krefelds Eifer nicht belohnt

veröffentlicht: 27.12.03 -17:51 Uhr

Bisher hatten die Pinguine aus Krefeld beim Spengler Cup nichts zu bestellen. Foto: AP
Davos (rpo). Auch im Samstags-Spiel des Spengler-Cups in Davos haben die Krefelder Pinguine nicht in die Erfolgsspur zurückgefunden. Trotz gefälligen Spiels setzte es gegen den finnischen Club Jokerit Helsinki die zweite Niederlage im zweiten Spiel.
Die Schwarz-Gelben kassierten im zweiten Spiel eine 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)-Niederlage gegen den finnischen Klub Jokerit Helsinki und haben damit kaum mehr Chancen auf den Final-Einzug der beiden Erstplatzierten am Silverstertag. Bereits zum Auftakt waren die Pinguine dem Titelverteidiger Team Canada mit 2:3 unterlegen.

Vor 7580 Zuschauern in der erneut ausverkauften Eissporthalle wussten die Krefelder trotz der Ausfälle von fünf verletzten Spielern aber durchaus zu gefallen. Aus einer dicht gestaffelten Defensive sorgten die Westdeutschen stets für Gefahr und steckten zweimal einen Rückstand weg.

Treffer von Koivisto (5.) und Gardner (32.) konnten Daniel Kunce (15.) und Shayne Wright (37.) jeweils egalisieren. Nachdem Robert Guillet mit einem verschossenen Penalty im Schlussdrittel die große Chance zur erstmaligen Krefelder Führung vergab, war es Hentunen, der für die Finnen in der 55. Minute den Treffer zum 3:2 erzielte. Unmittelbar vor der Schlusssirene markierte Peltonen das vierte Tor für Helsinki.

Ihren dritten Auftritt haben die Krefelder am Sonntag in der Partie gegen Lokomotiv Yaroslavl aus Russland (15.30/live bei Premiere). Zum Abschluss der Gruppenspiele wartet am Montag Gastgeber HC Davos.

STATISTIK

Eishockey, 77. Spengler Cup in Davos/Schweiz
2. Spieltag:

Krefeld Pinguine - Jokerit Helsinki 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)
Lokomotiv Yaroslavl - HC Davos 5:2 (0:0, 2:1, 3:1)

Die Tabelle:

1. Lokomotiv Yaroslavl 1 1 0 5:2 2

2. Team Canada 1 1 0 3:2 2

3. HC Davos 2 1 1 6:6 2

4. Jokerit Helsinki 2 1 1 5:6 2

5. Krefeld Pinguine 2 0 2 4:7 0
 

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Krefeld startet mit zwei Niederlagen in den Spengler-Cup

Davos (dpa) - Der deutsche Eishockeymeister Krefeld Pinguine ist bei seiner ersten Teilnahme mit zwei Niederlagen in den Spengler-Cup gestartet.
Die Pinguine verloren in Davos trotz starker Leistung mit 2:4 (1:1, 1:1, 0:2) gegen Jokerit Helsinki auch ihr zweites Spiel. Tags zuvor unterlagen sie dem Team Canada mit 2:3 (1:0, 1:2, 0:1). Gegen die Kanadier reichte den Krefeldern auch eine zweimalige Führung durch Chris Herperger (1:0, 9.) und Robert Guillet (2:1, 35.) nicht zum Sieg.

Der deutsche Meister agierte wieder stark, obwohl er auf sechs Stammspieler verzichten musste und nur drei Abwehrreihen aufbot. Der stark aufspielende Verteidiger Daniel Kunce (1:1, 14.) und Shayne Wright (2:2, 37.) glichen zwei Mal die Führung des finnischen Meisters aus, der bei der Auswahl seiner Gast-Spieler ein glückliches Händchen bewies: drei von ihnen trafen gegen die kampfstarken Pinguine. Krefelds Stürmer Robert Guillet vergab hingegen vier Minuten vor Schluss einen Penalty.

Artikel vom 27.12.03 18:25
 

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Pech für die Pinguine - 2:3 gegen Team Canada

Zum Auftakt des Spengler-Cups mussten sich die Krefelder Freitagabend nur knapp geschlagen geben. Die Tore von Herperger und Guillet reichten nicht.

Davos. Als Freitag um 20.45 Uhr das Spiel des Deutschen Meister Krefeld Pinguine gegen Titelverteidiger Team Canada als zweites Spiel beim Spengler-Cup angepfiffen wurde, da gab es im vollbesetzten Stadion auch eine lautstarke Fanecke mit schwarz und gelben Insignien. Rund 100 Pinguine-Anhänger hatte sich in den Schweizer Nobel-Wintersportort aufgemacht. Der Fanklub "Flying Penguins" hatte sogar über 50 Fans per Bus ins schweizerische Graubünden gekarrt, andere reisten per Flieger, Bahn oder PKW an.
Pinguine-Trainer Haralds Vasiljevs musste bei der 2:3-(1:0, 1:2, 0:1)-Niederlage gegen das Team Canada auf den zu Hause gebliebenen Eric Bertrand (Kieferbruch), sowie Kapitän Steffen Ziesche, Chris Kelleher (beide Adduktorenverletzung) Pascal Appel (fiebrige Erkältung) und Marcel Rodman und Markus Janka (beide Magen-Darm-Probleme) verzichten. Mit einem guten ersten Drittel warteten die Krefeld Pinguine in der ausverkauften Eishalle auf und gingen bei Überzahl durch einen Treffer von Chris Herperger (9.), den Daniel Kunce vorbereitet hatte, verdient in Führung. Diese hätten die Pinguine ausbauen können, doch Robert Guillet scheiterte mit einem Alleingang am kanadischen Keeper Jamie Hodson (10.), ebenso wie Chris Herperger (15.). Machtlos wäre allerdings Pinguine-Keeper Robert Müller (13.) gewesen, als ein Schuss von Jeff Shantz gegen den Pfosten krachte.

Auch im Mittelabschnitt fielen alle drei Tore in Überzahl. Die Kanadier waren spielerisch überlegen und in ihren Aktionen zwingender und schneller. Die Krefelder allerdings hatte die besseren Torchancen doch die Kanadier trafen durch ihren besten Spieler Jean-Guy Trudel zum 1:1 (27.). Nachdem Selivanov, Beaucage und Guillet an Torhüter Jamie Hodsen gescheitert waren, brachte Guillet nach schönem Zuspiel von Yake die Krefelder erneut in Führung (35.). Doch Kanada nutzte sein Powerplay durch Pollock zum 2:2-Ausgleich (40.).

Im Schlussdrittel setzten die Kanadier dann den entscheidenden Treffer durch Sarault (43.) zum 3:2-Erfolg. Trainer Vasiljev meinte: "Ich bin zufrieden. Die Einstellung der Mannschaft stimmt." Im Auftaktspiel gewann Gastgeber HC Davos gegen Yokerit Helsinki 4:1 (0:0, 1:1, 3:0).

STATISTIK

Team Canada - Krefeld Pinguine 3:2 (0:1, 2:1, 1:0)
Pinguine: Müller - Kurtz/Wright, Dück/Kunce, Luongo/Dyck, Lambrecht/Lüber - Guillet/Beaucage/Yake, Ustorf/Herperger/Selivanov, Grygiel/Lanier/Raubal, Vitolins/Camichel/Schocher
Tore: 0:1 (8:54) Herperger (Kunce), 1:1 (26:14) Trudel (Roest/Domenichelli), 1:2 (34:34) Guillet (Yake), 2:2 (39:28) Pollock (Toms), 3:2 (42:07) Sarault (Belanger)
Zuschauer: 7 580 - ausverkauft -
Schiedsrichter: Brent Reiber (Schweiz)
Strafminuten: Team Canada 8, Krefeld 10

SPENGLER CUP-SPLITTER

Die Mannschaft der Pinguine wird begleitet von den Aufsichtsratsmitgliedern Wolfgang Schulz und Helmut Borgmann sowie Generalbevollmächtigtem Wilfrid Fabel.
Fünf Gastspieler sind bei den Pinguinen im Einsatz: Pascal Lamprecht (HC Lausanne), Philipp Lüber (SC Rapperswill), Harijs Vitolins (HC Thurgau), Corsin Camichel (HC Ambri Piotta) und Mario Schocher (EC Olten).
Das Antrittsgeld bei freier Übernachtung und Kost fürs Team beträgt 10 000 Schweizer Franken. Der Turniersieger erhält neben dem Pokal auch 100 000 Schweizer Franken.
In Davos wohnt die Mannschaft im offiziellen Turnierhotel Arabella Sheraton.

Walther Lenders
 

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2003/2004


Canada - Krefeld (3:2)

Team Canada schlägt Krefeld 3:2

Gelungener Auftakt für den Spengler Cup-Titelverteidiger: Team Canada bezwang den Deutschen Meister aus Krefeld mit 3:2. Die "Pinguine" erwischten zunächst den besseren Start und lagen nach dem ersten Drittel durch ein Powerplay-Tor von Chris Herperger mit 1:0 in Führung. Die kanadische Auswahl kam jedoch mit fortdauernder Spielzeit besser in die Partie und erzielte ebenfalls in überzahl nach einer schönen Kombination über Stacey Roest und Hnat Domenichelli den Ausgleich, Torschütze war Jean-Guy Trudel. Auch die nächsten beiden Treffer fielen bei numerischer überlegenheit: Zunächst erzielte Robert Guillet die erneute Führung für Krefeld, dann sorgte Canadas Jamie Pollock mit gewaltigem Schlagschuss für den 2:2 - Zwischenstand nach dem zweiten Drittel. Die Entscheidung folgte gleich zu Beginn des Schlussabschnitts, als Yves Sarault mit dem ersten Treffer bei "Fünf gegen Fünf" auch den Siegtreffer markierte. Krefeld erspielte sich in der Folgezeit zahlreiche Torchancen und nahm in der Schlussminute Torhüter Robert Müller zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch Team Canada rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.

Bester Spieler Krefeld: Chris Herperger

Bester Spieler Team Canada: Jamie Pollock

Tore:

0:1 (08:54) Herperger (Kunce),
1:1 (26:14) Trudel (Roest/Domenichelli),
1:2 (34:34) Guillet (Yake),
2:2 (39:28) Pollock (Toms),
3:2 (42:07) Sarault (Belanger)
 

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Schöne Bescherung: 13 Punkte zurück

Nach der 2:4-Heimpleite Dienstagabend gegen die Hamburg Freezers wächst bei den Pinguinen die Gewissheit, die Play-off-Runde abzuschreiben.

Krefeld. Das war es wohl. Der Eishockey-Meister 2003 ist geschlagen und verlässt das Jahr des größten Triumphs mit gesenktem Haupt und der zunehmenden Gewissheit, im kommenden Jahr nicht im Konzert der Großen mitspielen zu dürfen. Mit der 2:4 (1:0, 0:0, 1:4)-Heimniederlage gestern Abend gegen die Hamburg Freezers, gaben die Pinguine die wohl letzte Chance aus der Hand, ihren Titel verteidigen zu dürfen. Nach dieser Niederlage ist der Abstand zu den Play-off-Plätzen auf 13 Punkte angewachsen. Nur noch unverbesserliche Optimisten glauben, 2004 in die Play-off-Ränge rutschen zu können. Denn bis zum Jahreswechsel wird sich der Abstand noch vergrößern, da die Pinguine ab dem 2. Weihnachtstag am Spengler-Cup teilnehmen, während die DEL weiter läuft.
Dabei war diese Pleite gegen die Hamburger unnötig, denn bis zur der 42. Minute führten die Krefelder 2:0 durch Tore von Paul Dyck (16.) und Terry Yake (41.). Dann aber brachen alle Dämme. Durch individuelle Fehler und nachlassende Kraft der Pinguine kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Peacock verkürzte zum 1:2 (43.), beim Ausgleichstor durch Robert House deutete sich die Niederlage an. Nachdem Marc Greig die Freezers mit 3:2 (52.) in Führung gebracht hatte, bäumten sich die Krefelder noch einmal auf. Als Trainer Haralds Vasiljevs, der ohne die Verletzten Steffen Ziesche und Pascal Appel auskommen musste, Robert Müller für einen sechsten Feldspieler vom Feld nahm (59.), war es ausgerechnet der ehemalige Pinguine-Meisterspieler Brad Purdie, der ins leere Tor zum 4:2-Endstand traf.

Pinguine-Trainer Haralds Vasiljevs war enttäuscht: "Bis zum 2:0 haben die Kräfte gereicht. Dann haben sich Fehler eingeschlichen, die bei Hamburger Überzahl zum Ausgleich geführt haben. Entscheidend war das zweite Tor, das wir uns selber zuzuschreiben haben. Wir haben damit eine gute Chance vergeben."

Hamburgs Trainer Dave King sagte: "Krefeld hat mit viel Energie gespielt. Die Überzahl im letzten Drittel war die Entscheidung für unseren Sieg. Ich bin glücklich hier gewonnen zu haben."

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Hamburg Freezers 2:4 (1:0, 0:0, 1:4)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Dyck/Luongo, Dück/Kunce, Wright - Guillet/Beaucage/Yake, Ustorf/Herperger/Selivanov, Rodman/Lanier/Grygiel, Raubal
Tore: 1:0 (15:04) Dyck (Grygiel/Lanier), 2:0 (40:37) Yake (Guillet), 2:1 (42:14) Peacock (Abstreiter), 2:2 (46:10) House (Plachta), 2:3 (51:27) Greig, 2:4 (58:58) Purdie (Schneider)
Zuschauer: 3 039
Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)
Strafminuten: Krefeld 14, Hamburg 16

Von Walther Lenders
 

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Trennung von Butch Goring ist in Arbeit

Die Krefeld Pinguine arbeiten emsig an einer endgültigen Trennung von Butch Goring. Der ehemalige Meistertrainer, am Sonntag an der Brehmstraße bei der DEG noch auf der Tribüne, hat Weihnachtsurlaub eingereicht.

Krefeld. Seit Diesntag (23.12.) ist der auf seine Aufgaben als Sportdirektor reduzierte und hoch dotierte Angestellte in New York. Seine Rückkehr ist für die erste Januar-Woche vorgesehen. Dann sollen die bereits geführten Gespräche zur Auflösung des Vertrags fortgesetzt werden. Versüßt wird Goring der Abgang aus der Seidenstadt mit einer dicken Abfindung. Die ist vertraglich fixiert, soll bei 160 000 Euro liegen, bei einer Trennung im ersten Jahr der Vertragslaufzeit. Ganz so viel dürfte er nicht einstreichen, womöglich ist der Weihnachtsurlaub bereits mit einem Nachlass gewehrt. Immerhin drängt es Goring zu seiner Freundin Paula nach New York.
Dienstag meldete Premiere, die das Spiel live übertrugen, die Trennung der Pinguine von Goring als perfekt. Das allerdings verneinte Geschäftsführer Wolfgang Schäfer vor laufenden Kameras, wie auch Aufsichtsrat-Vorsitzender Wolfgang Schulz auf Nachfrage der WZ.

Derweil arbeitet der ehemalige sportliche Leiter Rüdiger Noack wieder für die Pinguine. Er sichtet den Markt, um Talente zu erspähen, vielleicht wie einst Purdie und Brandner. Karel Lang hat als "Nachfolger" des zum Pinguine-Coach beförderten Haralds Vasiljevs dessen Aufgaben beim KEV `81 übernommen.

Krefeld Pinguine
 

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Alibi-Eishockey - Vasiljevs tobte

Nach der 3:6-Pleite in Düsseldorf stehen die Pinguine am Dienstag gegen die Hamburg Freezers unter Druck gewinnen zu müssen, um die Chance auf die Play-off zu wahren.

Krefeld. "Es ist das wichtigste Spiel überhaupt, wenn wir noch in die Play-off kommen wollen", sagte Trainer Haralds Vasiljevs vor dem Heimspiel gegen die Hamburg Freezers (Dienstag 23.12., 19.30 Uhr). Nach der 3:6-Pleite in Düsseldorf geht es wieder gegen einen direkten Rivalen. Da muss gewonnen werden im letzten DEL-Spiel des Jahres. Vasiljevs war auch Montag noch angefressen, und hegte Groll gegen etliche Spieler, die bei der DEG unter Form gespielt hatten und nur Alibi-Eishockey zeigten. "Wenn ich keine 100-prozentige Einstellung und Leistung sehe, dann wird das Team dies auf der Schweiz-Reise spüren", deutete er an, sich eine solche schwache Vorstellung wie in Düsseldorf nicht mehr gefallen zu lassen.
Gegen Hamburg will Vasiljevs mit vier kompletten Blöcke spielen. Dazu muss es neben Andreas Raubal, der in Düsseldorf wegen einer Zahnbehandlung fehlte, auch Förderspieler Thomas Fritzmeier (Duisburg) aufbieten. "Hamburg spielt mit vier kompletten Reihen, das müssen wir auch", sieht er im Spieltempo eine Möglichkeit, den personell stärkeren Gegner zu packen. "Ich will Tempo und Dynamik sehen."

Sorgen macht sich Vasiljevs um Kapitän Steffen Ziesche, der mit Leistenbeschwerden gestern das Training abbrechen musste. Noch nicht wieder ganz fit ist Alexander Selivanov, dessen Arm nach einem Stockschlag von Robert Hock am Freitag noch schmerzt, und zudem Probleme mit der Schulter hat. Aber der Russe will auflaufen. Vorteile haben die Hamburger bei den "Special Teams". Sowohl bei Überals auch bei Unterzahl ist das Spiel der Freezers erheblich effizienter. Und die "Kühlschränke" haben mit nur 70 Gegentreffern die wenigsten Tore aller DEL-Ligisten kassiert. Das Spiel beginnt um 19.30 Uhr, weil Premiere es live zeigt.

Definitiv ausfallen wird Eric Bertrand nach seinem Kieferbruch. Der robuste Stürmer ist froh, wenn er über Weihnachten wieder feste Nahrung zu sich nehmen kann, nachdem sein Kiefer gerichtet worden ist.

Von Walther Lenders
 

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Spengler Cup: Vier Spiele in vier Tagen

Fünf Gastspieler sind auf der Schweiz-Reise bei den Pinguinen im Kader. Zwei stehen fest: Pascal Lambrecht und der Lette Harrys Vitolins

Krefeld. Vier Spiele in vier Tagen bestreiten die Pinguine beim "Spengler-Cup" in Davos, ehe Silvester die Finalspiele anstehen. Die Krefelder sind als Deutscher Meister dabei, zudem spielen Team Canada, Jokerit Helsinki (Finnland), Yaroslav (Russland) und der HC Davos. Die Mannschaft fliegt am ersten Weihnachtstag nach Zürich, von dort geht es nach Davos. Trainer Vasiljevs nimmt den kompletten Kader mit.
Hinzu sollen fünf Gastspieler kommen, zwei - Pascal Lambrecht und der Lette Harrys Vitolins - stehen fest. Premiere wird alle vier Spiele der Krefelder live übertragen.

Pinguine - Team Canada (26.12., 20.45 Uhr), Pinguine - Jokerit Helsinki (27. 12., 15.30 Uhr), Pinguine - Yaroslav (28.12., 15.30 Uhr), HC Davos - Pinguine (29.12., 20.45 Uhr).
 

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Tannenbäume für einen guten Zweck

4000 Euro kamen auf der Benefizfeier zu Gunsten krebskranker Kinder Krefeld mit den Krefeld Pinguine zusammen. Gefeiert wurde auf dem Nilges-Hof.

Krefeld. Der Zufahrtsweg zum Bauernhof der Eheleute Josef und Ulrike Nilges in Fischeln war am Samstag, vier Tage vor dem Weihnachtsfest, ein riesiges Portal zur großen Bescherung für krebskranke Krefelder Kinder. Zum neunten Mal stellten die "Nilges", natürlich auch die Zwillingssöhne Andreas und Thomas, Haus und Hof sowie die große Bewegungshalle für Pferde in den Dienst der guten Sache. Bei Kassensturz durfte Hans-Werner Reinartz, Vorsitzender des Fördervereins zu Gunsten krebskranker Kinder Krefeld, einen Betrag von 4000 Euro in Empfang nehmen.

In den Jahren des Bestehens dieser außergewöhnlichen Weihnachtsfeier hinter dem Freibad des SV Neptun und abseits der Kimplerstraße gingen 29 000 Euro an die segensreiche Einrichtung in der Kinderklinik. Ulrike Nilges: "Nachdem meine Schwester Gertrud an Lungenkrebs gestorben ist, haben wir diese Feier der besonderen Art ins Leben gerufen, die einfach nicht mehr wegzudenken ist."

Mit den gespendeten Geldern hat der 200 Mitglieder zählende Förderverein die Einrichtung mit Laptops und Internetanschluss auf modernsten Kommunikationsstand gebracht, stellt etwa eine Ferienwohnung zur Erholung der ganzen Familie in den Behandlungspausen zur Verfügung, kümmert sich um die freundliche Gestaltung der Krankenzimmer in der Station und leistet, wenn möglich, Unterstützung bei der Ausrüstung mit medizinischen Geräten.

Seit Bestehen der Feier ist der KEV mit von der Partie. Kein Wunder, sind doch Josef und Ulrike Nilges eingefleischte Fans der Kufenflitzer. Natürlich war die gesamte Mannschaft mit neuem Trainer Vassiljew auch diesmal vor Ort. Die Cracks begleiteten den hoch zu Ross einreitenden Nikolaus auf die Bühne und stellten dann ihr Talent beim Verkauf von Weihnachtsbäumen unter Beweis.
Anschließend waren sie für die in den gelb-schwarzen Vereinsfarben gekleideten Fans "zum Anfassen" da und gaben mit fröhlichen Mienen reichlich Autogramme nach dem langersehnten 6:0-Sieg über die so flügelgestutzten Adler aus Mannheim. Die vielen Krefelder "Hände zum Himmel" sind offenbar erhört worden.

In den Dienst der guten Sache stellten sich ferner die Band The Bea Fore (Essen), die zuletzt mit Beatles-Sound der 60-er Jahre im "Cavern-Club" in Liverpool auftrat, die talentierte Krefelder Mädchen-Gesangsgruppe The Young Generation unter der Leitung von Volkmar Tegethoff, die Freiwilligen Feuerwehren aus Fischeln und Uerdingen, der Fanshop der IG Pinguine und die Jiu-Jitsu-Schule von Rudi Pross. Hits bei den Kindern: Schminken und Malen mit dem Bügeleisen.

Von Wilfried Tokarski
 

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Kraftlose Pinguine gehen bei der DEG unter

Nichts gab Sonntag an der Düsseldorfer Brehmstraße zu holen: Der Deutsche Meister unterlag dort den DEG Metro Stars mit 3:6 (0:3, 1:2, 2:1).

Düsseldorf. War der 6:0-Sieg gegen Adler Mannheim nur ein Strohfeuer bei den Krefeld Pinguinen? Sonntag, als rund 1500 mitgereiste Fans in SchwarzGelb hofften, dass die Pinguine an der Düsseldorfer Brehmstraße nachlegen würden, gab es eine enttäuschende, aber verdiente 3:6 (0:3, 1:2, 2:1)-Schlappe bei den DEG Metro Stars. Mit einer völlig indiskutablen Leistung zog sich das Team von Trainer Haralds Vasiljevs den Zorn seiner Fans zu, und wurde später zum Gespött des Düsseldorfer Anhangs.
Hatten die Pinguine am Freitag nach drei Minuten mit 3:0 schon eine frühe Entscheidung gegen Mannheim erzwungen, so brauchten die Düsseldorfer gestern 18 Minuten, um mit 3:0 die Weichen auf Sieg zu stellen. Als Clayton Young in der 23. Minute auf 4:0 erhöhte, war das Debakel beim Deutschen Meister perfekt. Zumal sich auch Torhüter Robert Müller von seinen Vorderleuten anstecken ließ und Fehler machte. So brachte das letzte Drittel, in dem die Pinguine dann endlich ordentliches Eishockey spielten, nur noch Ergebnis-Kosmetik.

Dabei stiegen die Erwartungen der Krefelder, auch auswärts wieder zu punkten, vor der Partie, als der Russe Alexander Selivanov erklärte: "Ich kann spielen." Am späten Freitagabend war von einem Unterarmbruch die Rede gewesen, später von einer starken Prellung. Am Samstag kam die Hoffnung auf, dass der neue Star-Stürmer der Pinguine doch mitmischen könnte. Und Sonntag stand er auf dem Eis. Aber auch Selivanov blieb wirkungslos. Trainer Vasiljevs haderte: "Vielleicht wäre es besser gewesen, er hätte nicht gespielt und sich geschont." Doch auf eine Schwachstelle mehr oder weniger kam es nicht an: Alle Akteure blieben unter ihren Möglichkeiten.

Torjäger Marc Beaucage, als Ex-Düsseldorfer gnadenlos ausgepfiffen, setzte sich nur durch unnötige Fouls in Szene, Robert Guillet am Freitag dreifacher Torschütze -, stocherte ebenso unbeholfen über das Eis wie Stefan Ustorf. Und die Mannen in der Abwehr waren wieder das, was der neue Trainer Vasiljevs schon bemängelt hat: viel zu langsam. Da fällt es auch nicht weiter ins Gewicht, dass Schiedsrichter Gerhard Lichtnecker mit peinlich kleinlichen Entscheidungen und Strafzeiten irgendwie dem Niveau der Krefelder Mannschaft entsprach.

Dienstag haben die Pinguine im letzten DEL-Spiel des Jahres gegen die Hamburg Freezers (19.30 Uhr) die wohl letzte Chance, noch einmal Play-Off-Hoffnungen zu wecken.

STATISTIK

DEG Metro Stars - Krefeld Pinguine 6:3 (3:0, 2:1, 1:2)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Dyck/Luongo, Kunce/Dück - Guillet/Beaucage/Yake, Ustorf/Herperger/Selivanov, Appel/Ziesche/Grygiel, Wright/Lanier/Rodman
Tore: 1:0 (0:48) Vikingstad (Thuresson/Molin), 2:0 (5:34) Thuresson (Vikingstad/Unterluggauer), 3:0 (17:26) Jung (Jörg/Kreutzer), 4:0 (22:46) Young (Mikesch/Kreutzer), 4:1 (25:49) Selivanov, 5:1 (30:21) Brännström (Hart/Brittig), 6:1 (43:06) Pellegrims (Thuresson/Tory), 6:2 (54:45) Grygiel (Guillet/Kelleher), 6:3 (56:37) Kurtz (Guillet/Kelleher)
Zuschauer: 7 286
Schiedsrichter: Lichtnecker (Lengries)
Strafminuten: DEG 16, Krefeld 18 plus 10 Minuten Beaucage

Von Walther Lenders
 

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Stimmen zum Spiel: DEG freut sich über frühe Fest-Gaben

Hier kommen die Trainer Komma (DEG ) Und Vasiljevs) sowie KEV-Sportdirektor Butch Goring zu Wort.

Düsseldorf. Krefelds Trainer Haralds Vasiljevs war stocksauer. "Freitag haben wir Geschenke von Mannheim bekommen, heute haben wir diese gleich an die DEG weitergegeben. Ich habe kein Verständnis dafür, dass meine Mannschaft nicht zumindest die Chance genutzt hat, nach 30 Minuten aufzuholen, als die DEG Schwächen zeigte. Uns fehlt insgesamt eine echte Checking-Line, aber heute hat uns noch viel mehr gefehlt. Ich hoffe nur, dass es am Dienstag wieder besser aussieht."
Sportdirektor Butch Goring, der die Partie auf der Pressetribüne verfolgte, meinte: "Es waren einige dumme Tore dabei. Leider hat sich die Mannschaft zu spät gewehrt."

Michael Komma, Trainer der DEG Metro Stars, war natürlich zufrieden: "Wir hatten Ausfälle und mussten verletzte Spieler einbauen. Ich bin happy über diesen wichtigen Sieg, bei dem wir anfangs jedoch auch etwas Glück hatten."
 

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Toll: 6:0 Blitzsieg dank Robert Guillet

Mit drei Toren war der Pinguine-Stürmer beim Kantersieg gegen Mannheim am Freitagabend der Matchwinner.

Krefeld. Das Krefelder Eishockey lebt wieder. Eindrucksvoll meldeten sich die Pinguine mit einem 6:0 (3:0, 2:0,1:0)-Triumph gegen Adler Mannheim in der DEL zurück. Das Team von Trainer Haralds Vasiljevs nutzte die beinahe letzte Chance, wieder Play-off-Hoffnung zu schöpfen. Ein furioser Auftakt riss die 2 821 Zuschauer von den Sitzen. Nach 2:47 Minuten stand es 3:0 für die Pinguine nach Toren von Guillet (2) und Selivanov. Ein überragendes Torjägerduo mit dem dreifachen Torschützen Robert Guillet und Marc Beaucage, der sich nach seiner Verletzungspause eindrucksvoll zurückmeldete, waren die Garanten für den überzeugenden und deutlichen Sieg.
Bereits nach 30 Sekunden klingelte es im Kasten von Nationaltorhüter Marc Seliger, der sich im zweiten Abschnitt nach fünf Gegentoren entnervt auswechseln ließ. 33 Sekunden später legte der Russe Alexander Selivanov mit dem 2:0 nach und dabei freute sich besonders der Ex-Mannheimer Stefan Ustorf, der die glänzende Vorlage lieferte. Die Mannheimer kamen nur zu einer einzigen Chance in der 17. Minute, als Ren&é Corbet den Pfosten traf.

Im Mittelabschnitt fuhr das Team der Pinguine, das gestern mit vier Blöcken durchspielte, verständlicherweise ein nicht mehr ganz so hohes Tempo, blieb aber weiter überlegen. Und dies zeichnete sich mit zwei weiteren Toren aus. In der 29. Minute war es erneut Guillet, der mit seinem dritten Treffer zum 4:0 erfolgreich war. Und nur 49 Sekunden später erhöhte sein Sturmkollege Marc Beaucage bei einer 5:3-Überzahl auf 5:0.

Im Schlussabschnitt ließ Krefeld gegen die zuletzt erfolgreichen Mannheimer nicht nach. In der 50. Minute konnte Alexander Selivanov mit seinem zweiten Treffer sogar auf 6:0 erhöhen. Dieses Tor musste der Russe allerdings teuer bezahlen, denn er wurde nach einem üblen Stockschlag eines Mannheimer Gegenspielers mit Verdacht auf Unterarmbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Sollte sich die Diagnose bestätigen, würde dies sicherlich etwas vom Glanz des Kantersieges nehmen. Am Ende durfte dann auch Robert Müller den dritten Shot-out der Saison feiern.

Jetzt darf man gespannt sein, ob die Krefelder Sonntag um 14.30 Uhr im Rhein-Derby bei den DEG Metro Stars nachlegen können.

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Adler Mannheim 6:0 (3:0, 2:0, 1:0)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Dyck/Wright, Kunce/Dück, Luongo/Raubal - Guillet/Beaucage/Yake, Ustorf/Herperger/Selivanov, Appel/Ziesche/Grygiel, Lanier/Rodman
Tore: 1:0 (00:32) Guillet (Beaucage/Yake), 2:0 (1:03) Selivanov (Ustorf), 3:0 (2:47) Guillet (Yake/Beaucage), 4:0 (28:03) Guillet (Kurtz/Herperger), 5:0 (28:54) Beaucage (Kelleher/Yake), 6:0 (49:36) Selivanov (Ustorf)
Zuschauer: 2 821
Schiedsrichter: Schurr (Bad Wörishofen)
Strafminuten: Krefeld 16, Mannheim 18 plus 10 Disziplinarstrafe für Goc

Von Walther Lenders
 

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Traumreise, die über die Schmerzgrenze geht

Den Pinguinen steht eine schweres Programm ins Haus: Freitag gegen Mannheim, Sonntag bei der DEG und Dienstag gegen Hamburg Freezers.

Krefeld. Können die Pinguine über sich hinauswachsen? Das ist notwendig, um die Hoffnung auf die Play-off-Teilnahme 2004 mit in die Weihnachtstage zu nehmen. Der erste Teil der dreiteiligen "Traumreise" ist Freitag um 20 Uhr in der Rheinlandhalle gegen die Adler aus Mannheim. Sonntag geht es zum Rhein-Rivalen DEG Metro Stars (14.30 Uhr Brehmstraße) und Dienstag (20 Uhr) kommen die Hamburg Freezers zur letzten DEL-Aufgabe des Jahres in die Rheinlandhalle. Ab dem 26. Dezember spielen die Pinguine den Spengler-Cup in Davos (26.-31. Dezember).
Mindestens sechs Punkte brauchen die Pinguine aus den drei DEL-Spielen, um die Minimalchance einer Play-off-Beteiligung zu wahren. "Wir spielen gegen einen Gegner, der personell stärker besetzt ist und zu den besten Mannschaften der Liga zählen", hat Trainer Haralds Vasiljevs heute mächtig Respekt vor den Mannheimern, die von den letzten neun Spielen acht gewannen. Aber nur Respekt, keine Angst. "Mannheim spielt mal ganz groß, mal aber auch unter Form", sagte Vasiljevs.

Von seiner Mannschaft fordert er: "Wir müssen über die Schmerzgrenze gehen, dürfen uns aber auch nicht von der Härte der Mannheimer provozieren lassen." Vasiljevs hat in der Kürze der Zeit einige Defizite ausgemacht: "Unsere Abwehr ist ein bisschen zu langsam, wir haben nur wenige Verteidiger, die ein variables Spiel beherrschen." Vasiljevs ist mit der personellen Situation nicht glücklich, gleichwohl will er mit vier Blöcken spielen. Für den für mindestens drei bis vier Wochen verletzten Eric Bertrand (Kieferbruch) rückt Terry Yake in die erste Sturmreihe mit dem wieder genesenen Marc Beaucage und Rob Guillet.

Viel versprechen sich die Pinguine von der zweiten Sturmreihe, in der mit Chris Herperger und Stefan Ustorf zwar zwei Mittelstürmer stehen, aber mit dem Russen Alexander Selivanov bilden sie eine Formation, die der Schrecken für jede Abwehr sein müsste. Die "Arbeitsreihe" steht mit Steffen Ziesche, Pascal Appel und Adrian Grygiel. Wer zu Jonas Lanier und Marcel Rodman als dritter Stürmer rücken soll, will sich Vasiljevs noch überlegen.

Von Walther Lenders
 

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Pinguine für guten Zweck im Einsatz

Die Krefeld Pinguine sind am Samstag zu Gast beim Weihnachtsfest der Familie Nilges.

Krefeld. Der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf für einen guten Zweck findet ab 11 Uhr auf dem Bauernhof an der Kimplerstraße 255 in Fischeln statt. Der Erlös der Veranstaltung ist bestimmt für den Förderverein zu Gunsten krebskranker Kinder Krefeld, der seit Jahren von den Krefeld Pinguinen unterstützt wird.
Die Spieler der Pinguine werden nicht nur Weihnachtsbäume für diesen guten Zweck verkaufen und eine Autogrammstunde geben, sondern auch selbst das reichhaltige Angebot nutzen und sich mit ihren Familien auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen.
 

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Spengler-Cup als Experimentierfeld


Kein guter Einstieg für Haralds Vasiljevs: Pinguine-Niederlage in Hannover, der Ausfall von Eric Bertrand, und jetzt kommen drei hammerharte Spiele.

Krefeld. Der Einstieg bei den Krefeld Pinguinen war für den 51-jährigen lettischen Trainer Haralds Vasiljevs als Nachfolger von Meistercoach Butch Goring alles andere als erfreulich. Beim Tabellenvorletzten der DEL, Hannover Scorpions, kassierten die Krefelder eine 2:3-Niederlage. Dadurch vergrößerte sich der Abstand zu den begehrten Play-off-Plätzen auf elf Punkte.
Frage: Herr Vasiljevs, ist das überhaupt noch aufzuholen? Haralds Vasiljevs: Natürlich wird durch jede Niederlage die Chance geringer. Aber wir haben noch 23 Spiele. Ich bleibe dabei: Wenn wir zwei Drittel der restlichen Spiele gewinnen, dann erreichen wir auch die Play-offs.

Frage: Wie kam es zu der Schlappe in Hannover? Vasiljevs: Die Niederlage war absolut unnötig. Meine Mannschaft hat im Mitteldrittel sehr gut gespielt und ist mit 2:1 in Führung gegangen. Das hat uns etwas leichtsinnig gemacht, und wir sind durch die kämpferisch starken Scorpions bestraft und besiegt worden.

Frage: Fehlte die Einstellung? Vasiljevs: Nein, die war schon vorhanden. Aber wir agierten im letzten Drittel etwas zu offensiv.

Frage: Gab es auch positive Erkenntnisse für Sie? Vasiljevs: Durchaus. Der junge Alexander Dück hat sehr gut gespielt. Herperger, Ziesche, Appel und einige andere waren sehr einsatzfreudig.

Frage: Aber Eric Bertrand blieb auf der Strecke? Vasiljevs: Leider war das ein unglücklicher Ausfall. Bertrand wird nach dem Bruch des Unterkiefers (Schultercheck) mindestens drei bis vier Wochen fehlen. Das tut weh. Ich hoffe aber, dass am Freitag gegen Mannheim Marc Beaucage wieder spielen kann.

Frage: Gegen Mannheim, nach Düsseldorf und nächsten Dienstag gegen Hamburg. Ein hartes Programm vor Weihnachten. Was ist drin für den KEV? Vasiljevs: Wir können es uns nicht aussuchen. Allerdings sind das drei Konkurrenten im Kampf um die Play-off-Plätze. Da müssen wir schon punkten, wenn wir unsere Chance behalten wollen.

Frage: Danach geht es zum Spengler-Cup nach Davos in die Schweiz. Eine ehrenvolle Aufgabe, aber nicht gerade glücklich zu diesem Zeitpunkt? Vasiljevs: Wieso? Es gibt Spiele gegen Spitzenteams, bei denen wir auch experimentieren können. Außerdem habe ich Zeit, viele Einzelgespräche zu führen. Und wir werden in Davos trainieren. Ich denke, wenn wir die nächsten drei Spiele gut überstehen, dann ist der Spengler-Cup für uns die richtige Vorbereitung für die Aufholjagd.

Frage: Werden Sie auch auf Gastspieler zurückgreifen? Vasiljevs: Ich denke, wir werden zwei, drei Talente einsetzen und testen. Aber das ist nicht meine Hauptsorge.

Frage: Zurück zur DEL. Wie ist die Zusammenarbeit mit Gary Clark als Co-Trainer? Vasiljevs: Ich bin sicherlich ein anderer Trainer als Goring. Aber keine Sorge, wir werden schon zusammenfinden. Schließlich haben wir alle das gleiche Ziel, die Pinguine wieder nach oben zu führen.

Von Walther Lenders
 

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KREFELD PINGUINE

Rassiger Zweikampf Sonntagabend im Icehouse Mellendorf zwischen dem Krefelder Chris Kelleher (links) und einem Hannoveraner. In der Mitte KEV-Torschütze Chris Herperger.
Pinguine verlieren in Hannover - Auch Haralds Vasiljevs ohne Fortune

Das war kein guter Einstand für den neuen Pinguine-Trainer: Der KEV verlor in Hannover 2:3.

Hannover. Neue "Besen" sollen im Sport bekanntlich gut kehren. Nicht so bei den Krefeld Pinguinen denn erstmals stand Haralds Vasiljevs an der Bande der Krefeld Pinguine, doch er musste eine bittere 2:3 (0:1, 2:0, 0:2)-Schlappe beim Tabellenvorletzten Hannover Scorpions hinnehmen. Nur im Mittelabschnitt setzten die Pinguine zeitweise die Anweisungen ihres Coachs um, doch das reichte nicht für einen Sieg im Mellendorfer Icehouse, wo die Scorpions vor allem im Schlussabschnitt giftiger und druckvoller waren.
Vor einem Jahr hatte Butch Goring bei seinem damaligen Amtsantritt er löste Chris Valentine ab mehr Glück, gewann sein erstes Spiel bei den Berliner Eisbären. Damals war es die Wende und endete später mit dem Meistertitel. Jetzt, ein Jahr später, werden die Wolken immer düsterer, zeigt das Team auch nach der Trainer-Auffrischung nicht, dass es bereit ist, um Siege und bessere Platzierungen zu fighten. Personell hatte der neue Coach alles aufgeboten, was er hatte. Nur der verletzte Marc Beaucage fehlte und so spielten die Pinguine gestern mit vier Blöcken. Aber aus ihrer personellen Überlegenheit schlugen sie kein Kapital, waren zeitweise zu pomadig und brav.

Entsprechend enttäuscht war Haralds Vasiljevs auch nach dem Spiel. "Das ist nicht das, was ich erwartet habe. Einige haben wohl offensichtlich noch nicht verstanden, wie sie Eishockey spielen sollen. Es war eine bittere Lehrstunde und ich werde alles daran setzen, dass die Spieler aus diesen Fehlern lernen."

Herbe Worte eines enttäuschten Trainers, der mit ansehen musste, wie seine Mannschaft einen im ordentlichen Mitteldrittel erkämpften 2:1-Vorsprung durch Justin Kurtz (29.) und Chris Herperger (40.) wieder leichtfertig verspielte. Hannover war im Schlussabschnitt bissiger, torgefährlicher und auch in den Zweikämpfen aggressiver. Und das wurde letztlich auch mit den beiden Toren von Franzen (46.) und Nedved (57.) zum Sieg belohnt. Das letzte Aufbäumen der Pinguine blieb hingegen ohne Früchte. Während die drei ersten Tore jeweils in Überzahl fielen, sicherten sich die Scorpions den letztlich verdienten Sieg durch zwei Treffer beim Fünf gegen Fünf. Krefeld kam zwar 23 Sekunden vor Spielende noch zum Ausgleich durch Selivanov, doch Schiedsrichter Heiko Dahle erkannte zu Recht auf hohen Stock. Eine Entscheidung, die er auch schon bei einem Tor von Alexander Dück (29.) getroffen hatte.

Bitter für die Pinguine zudem, dass ausgerechnet mit Patrik Augusta ein ehemaliger Meister-Pinguin zum auffälligsten Spieler mit drei Torvorlagen wurde. Ex-Coach Butch Goring hatte vor der Saison eine Weiterverpflichtung des Tschechen abgelehnt. >Nach der Niederlage hat sich der Abstand zu den Play-off-Rängen auf neun Punkte vergrößert. Die Aufholjagd wird jetzt immer schwieriger.

SPIEL-STATISTIK

Hannover Scorpions - Krefeld Pinguine 3:2(1:0, 0:2, 2:0)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Wright/Dyck, Luongo/Raubal, Dück/Kunce - Guillet/Herperter/Bertrand, Selivanov/Ustorf/Grygiel, Ziesche/Yake/Appel, /Lanier/Rodman
Tore: 1:0 (4:32) Jakobsen (Nedved/Augusta), 1:1 (28:27) Kurtz (Bertrand/Herperger), 1:2 (39:39) Herperger (Kurtz/Guillet), 2:2 (45:13) Franzén (Nedved/Augusta), 3:2 (56:27) Nedved (Augusta)
Zuschauer: 2 439
Schiedsrichter: Heiko Dahle(Berlin)
Strafminuten: Hannover 12, Krefeld 10

Krefeld Pinguine
 

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Vasiljevs ist neuer Chef

Trainerwechsel bei den Pinguinen: Der 51-jährige Lette löst Butch Goring an der Bande ab.

Krefeld. Mit dem 51-jährige Letten Haralds Vasiljevs steht Sonntag in Hannover ein neuer Cheftrainer an der Bande der Krefeld Pinguine. Das Rätselraten wann, wie und wo Butch Goring die Verantwortung für das Krefelder Eishockey entzogen werden soll, ist damit vorbei. Assistenztrainer Gary Clark wird Vasiljevs bei dem Bemühen, wieder besseres und erfolgreiches Eishockey zu zeigen, weiterhin als Co-Trainer helfen. Butch Goring behält seine Funktion als Sportdirektor, wird innerhalb der Geschäftsstelle unter Federführung von Geschäftsführer Wolfgang Schäfer ein neues Aufgabengebiet übernehmen, das noch genau zu definieren ist.
Haralds Vasiljevs, der Freitag bereits die Trainingsarbeit übernahm, verspricht den Krefelder Eishockeyfans mehr offensives Eishockey: "Wer Tore und damit Siege verteidigen will, der muss die Tore erst einmal schießen." Und ergänzt: "Unser Spiel muss offensiv ausgerichtet sein. Wenn wir es schaffen, zwei Drittel der noch ausstehenden Punkte 24 Spiele stehen noch an (Anmerkung der Redaktion) zu holen, dann erreichen wir noch die Play-offs. Das ist das Mindestziel", möchte Haralds Vasiljevs nicht noch einmal, wie 1999 bei der Ablösung von Doug Mason für die restlichen neun Spiele, am Ende mit leeren Händen dastehen. "Das Team ist stark genug, um die Play-offs noch zu schaffen. Ich spüre auch, dass die Jungs bereit sind, mitzuziehen." Das Handicap, mit mehr als einem halben Dutzend Top-Stürmern nur 66 Tore und damit die wenigsten der Liga erzielt zu haben, will der Lette möglichst schnell ausmerzen.

Ob das schon Sonntag bei den Hannover Scorpions mit den ersten drei Zählern für die Aufholjagd so sein wird, darauf wollte sich Vasiljevs nicht festlegen, aber er versprach: "Die Jungs müssen um jeden Puck und jeden Zentimeter Eis kämpfen. Das erwarte ich von allen, die aufs Eis gehen. Und ich denke, dass alle auch spielen werden." Nicht mit dabeiist allerdings Torjäger Marc Beaucage, dessen Knieverletzung noch nicht auskuriert ist.

Nach einem artigen Lob an seinen Vorgänger Butch Goring: "Hat mit der Meisterschaft Tolles geleistet", ließ er die Änderungen anklingen. So wird in der Abwehr Justin Kurtz neben seinen kanadischen Kollegen Chris Kelleher rücken, spielt Daniel Kunce mit dem jungen Alexander Dück und Shayne Wright mit Paul Dyck. Chris Luongo übernimmt den freien Part.

Im Angriff gibt es mit Stefan Ustorf, Alexander Selivanov und Adrian Grygiel eine neue erste Reihe, rückt Chris Herperger zwischen Rob Guillet und Eric Betrand, bilden Steffen Ziesche, Pascal Apppel und Terry Yake die dritte, und Jonas Lanier, Marcel Rodman und Andreas Raubal die vierte Reihe. "Mehr offensives Verhalten, mehr Tordrang", das sind Forderungen des neuen Coachs für die vier Spiele bis Weihnachten, in denen vor allem die Begegnungen gegen die Play-off-Konkurrenten Mannheim und Düsseldorf wichtig sind.

Haralds Vasiljevs - Zur Person -

Der 51-jährige Lette Haralds Vasiljevs lebt Eishockey: Mit neun Jahren schnürte er die ersten Eishockeystiefel, spielte zehn Jahre für seine Heimatstadt Riga in der höchsten russischen Liga. Seinen Trainerschein machte er beim berühmten Viktor Tichanov, seine deutsche A-Lizenz kam 2000. Assistenztrainer war Vasiljevs bei Mike Zettel (vor 1995) und Doug Mason (1999 bis 2001), den er für die letzten neun Saisonspiele 2001 ablöste. Vier Jahre trainierte er Dortmund, kam dann zur Jugendabteilung des KEV 81. Vasilijevs ist verheiratet, hat zwei Söhne: Herberts spielt in der russischen Liga, Robert ist Sportwissenschaftler und Tennistrainer.

Von Walther Lenders
 

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2003/2004


Pinguine setzen Butch Goring auf die Strafbank

Der Meistermacher ist jetzt Sportdirektor. Nun soll Haralds Vasiljevs als Trainer den Sturz des Krefelder Eishockeys bremsen.

Krefeld. Der Berg kreißte und gebar ein Mäuschen. Mit einer Notlösung wollen die Verantwortlichen den Sturzflug der Krefeld Pinguine stoppen. "Nachwuchs-Trainer Haralds Vasiljevs ist Head-Coach für den Rest der Saison", verkündete Freitag (12.12.) Geschäftsführer Wolfgang Schäfer die erwartete Ablösung von Meistermacher Butch Goring. Ein eher blasser "Vereins-Soldat" tritt an die Stelle des strahlenden Stanley-Cup-Stars. Mal wieder. Denn der ehemalige lettische Nationaltrainer (der 51-Jährige coachte bei der WM 2000 und 2001) war schon einmal "Notnagel".
Vor drei Spielzeiten sollte er für den gefeuerten Doug Mason neun Spiele vor Saisonende noch acht Punkte Rückstand auf die Play-off-Ränge aufholen und scheiterte. "Damals lief es nicht ganz so gut. Jetzt haben wir mehr Rückstand, aber auch mehr Spiele", so Vasiljevs. Bei seinem ersten DEL-Auftritt als Chef hatten ihn die damals und heute Verantwortlichen als "harten Hund" angekündigt, im Nachhinein aber als "Übergangslösung" tituliert. So ganz hat er dies wohl nicht ablegen können.

Denn: "Andere Trainer waren wirtschaftlich nicht machbar", so Geschäftsführer Wolfgang Schäfer. Der versuchte auch gleich in einem anderen Segment gegen zu steuern. Es dürfe keine Nationalitäts-Ressentiments zwischen den kanadischen Spielern und dem Ost-Trainer geben. Vielleicht bleibt deshalb auch "Co" Gary Clark und weil Vasiljews kein Englisch spricht. Der nur Englisch sprechende Meistermacher Goring soll nun als "Sportdirektor" Aufgaben erhalten, die nichts mit der aktuellen Mannschaft zu tun haben. Unverholen indes mit dem Ziel, dem gescheiterten Meistermacher keinen Vor-Ruhestand in seinem fünfjährigen Rentenvertrag zu gönnen.

Sonntag in Hannover steht das Trainer-Duo Vasiljevs/Clark an der KEV-Bande.

Von Thomas Klein
 

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2003/2004


Goring nicht mehr Trainer in Krefeld

Lette Vasiljevs übernimmt Meister-Team

Mit dem neuen Trainer soll es beim Meister wieder aufwärts gehen. Foto: Archiv
Krefeld (rpo). Es war nur noch eine Frage der Zeit: Der deutsche Eishockey-Meister Krefeld Pinguine hat Erfolgstrainer Butch Goring von seinen Aufgaben entbunden. Goring bleibt allerdings Sportdirektor. Als neuer Headcoach fungiert bis zum Saisonende der frühere lettische Nationaltrainer Haralds Vasiljevs.
Der deutsche Eishockey-Meister Krefeld Pinguine hat wie erwartet die Konsequenzen aus dem schlechten Saisonverlauf gezogen und Butch Goring am Donnerstagabend von seinen Aufgaben als Cheftrainer entbunden. Der Kanadier, der am 21. November 2002 als Nachfolger von Chris Valentine den Posten an der Bande übernommen hatte und die Rheinländer in der vergangenen Saison zum zweiten Meistertitel der Klubgeschichte geführt hatte, bleibt vorläufig allerdings noch als Sportdirektor bei den Pinguinen tätig.

Als neuer Headcoach fungiert bis zum Saisonende der frühere lettische Nationaltrainer Haralds Vasiljevs aus der Jugendabteilung des Krefelder EV. Der 51-Jährige war bereits in der Saison 2000/2001 nach der Entlassung des damaligen Cheftrainers Doug Mason als Interimscoach für die restlichen sieben Spiele bis zum Saisonende eingesprungen. Co-Trainer bleibt Gary Clark. Vasiljevs leitete bereits am Freitag das erste Training der Pinguine. Erstmals wird der Lette am Sonntag im Auswärtsspiel bei den Hannover Scorpions an der Bande stehen.

Quelle RP-Online.de

 

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2003/2004


Gorings Tage als Trainer der Pinguine sind gezählt


Vereinsbosse der "Mannschaft des Jahres" suchen nach der neuerlichen Heimpleite nach einer internen Lösung.

Krefeld. Mit dem Ingolstädter Günter Oswald versetzte ein ehemaliger "Meisterschüler" seinem "Meistertrainer" Butch Goring bei der 2:4-Niederlage den voraussichtlich entscheidenden Stoß. "Ossi" setzte am Dienstag in der Rheinlandhalle mit zwei Treffern alle Signale bei den Pinguine-Verantwortlichen auf Trainer-Rausschmiss. Auch wenn sich die KEV-Bosse Mittwoch noch zierten und zurückhielten die Tage (Stunden) des kanadischen Meistertrainers an der Pinguine-Bande scheinen endgültig gezählt zu sein.
"Es muss etwas geschehen, ansonsten verpassen wir nicht nur die Play-offs, sondern verspielen auch den letzten Rest Kredit bei unseren Zuschauern", ließ Geschäftsführer Wolfgang Schäfer gestern gegenüber unserer Zeitung keinen Zweifel daran, dass die Zeit zum Handeln (über-)reif ist. Pinguine Boss Wilfrid Fabel, der schon lange vermutet: "Goring ist in Gedanken zu oft bei seiner Freundin Paula in New York", wollte Mittwoch noch keine endgültige Entscheidung verkünden: "Aufsichtsrats-Vorsitzender Wolfgang Schulz kommt erst kommenden Montag von einer Dienstreise aus Brasilien zurück. Danach werden wir beraten und handeln."

Also ein Rausschmiss auf Raten oder, wie man vermuten könnte, eine krampfhafte Suche nach einer möglichst preiswerten "Lösung" des teuren "Falls" Goring. Der hatte im Überschwang der Meisterschaft in seiner Doppelfunktion als Sportdirektor und Trainer einen "Rentenvertrag" über zwei Jahre plus dreimaliger Option (bei jeweiligem Erreichen der Play-offs) bis 2008 bei den freudetrunkenen Pinguinen-Machern und Mäzenen durchgesetzt. Und als I-Tüpfelchen noch eine fest geschriebene Abfindung.

"Ich gehe davon aus, dass Goring am Sonntag noch an der Bande steht", sagte Fabel, "es sei denn, Schulz kehrt vorzeitig aus Südamerika zurück. Dann setzen wir uns direkt zusammen und suchen nach einer Lösung." Dass die Zuschauer von WDR 3 das Meisterteam der Krefeld Pinguine vom 21. April zur "Mannschaft des Jahres 2003" wählten, kann die Gesichter rund um die Rheinlandhalle in Anbetracht der trostlosen sportlichen Lage auch nicht mehr erhellen. Trotzdem alle Achtung: Die Pinguine ließen bei der Abstimmung sogar die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft hinter sich, die in den USA Weltmeister wurde.

Ob sich die Robert Müller, Paul Dyck, Daniel Kunce, Adrian Grygiel, Steffen Ziesche, Andreas Raubal, Jonas Lanier und auch Trainer Butch Goring über die Sympathie der Sportfans in Westdeutschland so richtig freuen können, hängt sicher auch vom Ergebnis im Icehaus Mellendorf ab, wo sie am Sonntag, ab 18.30 Uhr, auf den Tabellenvorletzten Hannover treffen.

Von Walther Lenders
 

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2003/2004


Pinguine weiter in der Bredouille

Der Deutsche Eishockey-Meister enttäuschte sein Publikum beim 2:4 gegen Ingolstadt zum wiederholten Mal.

Krefeld. Eigentlich sind Pinguine in ihrem Element, wenn die Temperaturen sinken. Das trifft allerdings nicht auf die Eishockey spielenden Krefeld Pinguine zu. Diese sorgten am Dienstag Abend lediglich dafür, dass den treuen 2302 Zuschauer die Zornesröte ins Gesicht stieg. Zumindest was die beiden ersten Spielabschnitte betraf, ließen die Schützlinge von Trainer Butch Goring zu keiner Phase erkennen, dass sie den Kampf um das Erreichen der Play-offs leidenschaftlich aufnehmen und mit Verbissenheit führen wollen.
Oft viel zu pomadig und in der Abwehr unkonzentriert, ließen sie den etwas schnelleren Gästen viel Platz auf dem Eis der Rheinlandhalle.
Bezeichnend das 1:0 für Ingolstadt: Krefeld spielte in Überzahl, als sich der Ex-Meister-Pinguin Günther Oswald die Scheibe schnappte, alleine auf Torhüter Robert Müller zulief und den Krefelder Goalie mit einem geschickten Schuss schlecht aussehen ließ. Der Ausgleich kurz vor der Drittelsirene, bei Überzahl der Krefelder, durch Justin Kurtz wirkte da noch wie eine Erleichterung.

Im Mittelabschnitt schienen die Pinguine von allen guten Geistern verlassen zu sein, denn sie kassierten zwei überflüssige Tore durch Nachlässigkeiten in der Abwehr. Zuerst war es der oft hektische und überharte Gäste-Spielmacher Cameron Mann, der Müller mit einem Distanzschuss zum 2:1 (22.) bezwang. Dann konnte Glen Goodall aus einem Gewühl heraus die Scheibe erneut im Krefelder Gehäuse unterbringen.

Ein Glück für die Pinguine, dass zumindest Alexander Selivanov die Übersicht behielt und nach guter Vorarbeit von Daniel Kunce und Stefan Ustorf in der 39. Minute auf 3:2 verkürzte.

Im Schlussabschnitt besannen sich die Krefelder zunächst auf ihren Kampfgeist und Einsatz. Und plötzlich ging die Post in Richtung Ingolstädter Tor ab. Doch in dem stand mit Jimmy Waite ein fangsicherer Keeper zwischen den Pfosten, der bei Schüssen von Herperger, Guillet und Silvanov auf dem Posten war. In dieser Phase fehlte den Pinguinen Torjäger Marc Beaucage, der entgegen vorheriger Ankündigungen passte, weil er sich nach seiner Knieverletzung noch nicht fit fühlte. Dochder kurzzeitige Elan des KEV war schnell wieder verpufft.

Als die Krefelder am Ende mit 6:4-Spielern Strafe für Ingolstadt und Müller ging raus aus dem Tor den allerletzten Versuch starteten, zum Ausgleich zu kommen, war es ausgerechnet Günther Oswald, der mit einem Weitschuss ins leere Krefelder Tor zum 4:2 alles klar machte. Aus! Eine bittere, aber verdiente Niederlage. Wird sie Konsequenzen haben? Meister-Trainer Butch Goring wirkte nach der Partie ein wenig hilflos, rang nach Worten. "Ingolstadt hat verdient gewonnen", erkannte er den Erfolg der Süddeutschen neidlos an.

Keine Frage, die Pinguine sind, was die Play-off-Runde betrifft, in der jetzigen Verfassung mehr als nur ein Wackelkandidat. Tristesse statt Euphorie das ist die Stimmungslage und das Bild beim Meister in diesen Tagen.

Statistik

Krefeld Pinguine - Ingolstadt 2:4 (1:1, 1:2, 0:1)
Pinguine: Müller Kurtz/Wright, Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher Guillet/Ustorf/Bertrand, Selivanov/Herperger/Yake, Ziesche/Raubal/Appel, Grygiel/Lanier/Rodman
Tore: 0:1 (13:42) Oswald, 1:1 (18:18) Kurtz (Selivanov/Herperger), 1:2 (21:03) Mann, 1:3 (31:11) Goodall, 2:3 (38:17) Selivanov (Ustorf/Kunce), 2:4 (59:51) Oswald.
Zuschauer: 2 302
Schiedsrichter: Awizus (Berlin)
Strafminuten: Krefeld 8, Ingolstadt 12

Von Walther Lenders
 

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2003/2004


Kehrt mit Beaucage der Erfolg zurück?

Pinguine müssen Dienstagabend gegen Ingolstadt punkten. Vielleicht kommt zudem die schlappe Offensive (nur 64 Treffer) endlich einmal auf Touren.

Krefeld. Es ist schon eine Partie von besonderer Bedeutung, wenn es Dienstag um 20 Uhr in der Rheinlandhalle zum Aufeinandertreffen der Krefeld Pinguine mit dem ERC Ingolstadt kommt. Nur ein Sieg über den derzeitigen Tabellen-Neunten der DEL hält die Hoffnung des deutschen Meisters auf eine Play-off-Teilnahme im Jahre 2004 aufrecht, denn der Abstand zu Platz acht beträgt nach der Pleite in Mann-heim sieben Punkte. Und die Pinguine haben in Vorarbeit auf die Teilnahme am Spengler-Cup zum Jahresende in Davos/Schweiz zwei Spiele mehr absolviert.
Der Gegner aus Süddeutschland kommt heute mit der Empfehlung eines beachtlichen 3:2-Sieges am Sonntag bei den Nürnberg Ice Tigers, und zeigte sich in den letzten Wochen stabil und spielfreudig. Ausreden gibt es für die Goring-Truppe gleichwohl nicht, denn mit der Rückkehr von Marc Beaucage, der seine Knieprobleme überstanden hat, in die "French connection" ist der Mannschaftskader wieder komplett.

Und es sieht ganz so aus, als würde der Trainer auch wieder die NHL-Reihe mit Stefan Ustorf und den beiden Außenstürmern Chris Herperger und Terry Yake agieren lassen. Das ist auch wichtig, denn experimentiert wurde in den letzten Spielen genug. Ohne Erfolg. Zudem muss sich auch endlich auszahlen, dass mit Alexander Selivanov und Stefan Ustorf zwei Topstürmer im November nachverpflichtet wurden. Bisher zeigte das sicher exzellente Duo nur ansatzweise, was in ihm steckt. Dass der Schuh vornehmlich im Angriff drückt, beweist die Tatsache, dass die Pinguine bisher mit 64 Treffern den schlechtesten Angriff der Liga stellen. Aber um die Wende in Richtung Play-off zu schaffen, muss durch die ganze Mannschaft ein Ruck gehen. Das ist nicht nur Sache von Selivanov und Ustorf.

Während die Gäste in Aussicht stellen, dass bei einem Erfolg der Vertrag mit Trainer Ron Kennedy vorzeitig verlängert wird, kämpft Butch Goring bei den Pinguinen weiterhin um seine Akzeptanz in dieser Saison. Der Glanz der Meisterschaft 2003 ist verflogen, von der Verteidigung des "Potts" spricht keiner mehr. Dafür wackelt der Trainerstuhl des Kanadiers wieder heftiger, wird das Murren auch in der Chefetage immer lauter. Also helfen wieder einmal nur Erfolge.

Von Walther Lenders
 

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2003/2004


Pinguine spielten zu passiv

Die Luft wird dünner für das Krefelder Eishockey. Nach der 1:2-Niederlage in Mannheim steht das Goring-Team am Dienstag gegen Ingolstadt weiter unter Druck.

Mannheim. Das Friedrichspark-Stadion in Mannheim ist keine gute Adresse für die Krefeld Pinguine. Das zeigte sich auch gestern, als die Adler vor 4600 Zuschauern letztlich verdient mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) als Sieger vom Eis gingen. Die Rechnung von Pinguine-Trainer Butch Goring, es mit viel Defensive und gelegentlichen Kontern zu versuchen, ging nicht auf. Das Torschuss-Verhältnis von 50:13 zu Gunsten der Gastgeber sagt im Übrigen auf, in welche Richtung das Spiel meist lief. Da ist es nicht verwunderlich, dass Robert Müller der beste Akteur auf dem Eis war und eine deutlichere Niederlage verhinderte.

Die Tabellen-Situation für die die Pinguine ist eng: Obwohl sie zwei Spiele mehr absolvierten, liegen sie schon wieder sieben Punkte hinter dem Tabellenachten Hamburg. Da wird ein Sieg morgen um 20 Uhr gegen den gestrigen Nürnberg-Bezwinger Ingolstadt schon zur Pflicht, will man nicht vorzeitig die Play-off-Hoffnungen begraben.

Ohne Torjäger Marc Beaucage versuchte es Goring am Sonntag wieder mit Terry Yake zwischen Rob Guillet und Eric Bertrand. Doch außer einem Überzahltreffer durch Rob Guillet (11. Tor) sprang nicht heraus. Mit Pfiffen wurde der Ex-Mannheimer Kapitän Stefan Ustorf, der gestern blass blieb, empfangen. Da erfuhr Robert Müller als früherer Mannheimer mehr Sympathiebeweise.

Das erste Drittel brachte Langeweile-Eishockey von beiden Seiten. Erst als Mannheim in der 38. Minute bei Überzahl das 1:0 durch Sascha Goc erzielte, und Rob Guillet zwei Minuten später mit dem Ausgleichstreffer, ebenfalls in Überzahl, nachlegte, kam etwas Stimmung auf. Ansonsten stand meist Robert Müller im Brennpunkt und ließ die Gastgebern verzweifeln.

Etwas ungehalten wurde Butch Goring, als Justin Kurtz in der 50. Minute wegen eines Remplers auf die Strafbank musste, und die Adler diese Gelegenheit zur 2:1-Führung nutzten. Podollon schoss scharf, Müller wehrte ab, und Corbet verwandele per Nachschuss. Danach blieb allerdings die Reaktion der Krefelder aus, und Mannheim konnte mehr oder minder gelassen den knappen Vorsprung nach Hause bringen. Von den Krefelder Angriffsspielern setzte sich am Sonntag keiner gut in Szene, die gut gestaffelte Abwehr der Adler war jederzeit Herr der Lage.
Erst in der letzten Minute versuchten es die Pinguine mit einem sechsten Feldspieler für Müller, aber Marc Seliger im Kasten der Mannheimer wurde nicht mehr ernsthaft geprüft.

Am Dienstag kommen die Ingolstädter Panther, die ebenso wie die Pinguine derzeit nach den Play-off-Plätzen schielen, aber mit fünf Punkten mehr und zwei weniger absolvierten Spielen bessere Bedingungen haben. Butch Goring haderte mit Schiri Oswald: "Die Spiele sollte nicht der Schiedsrichter entscheiden."
 

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2003/2004


Trommeln schwiegen zu knappem Sieg

Gedenkminute für Lothar Kremershof und tiefe Betroffenheit. Pinguine mit schwer erkämpftem Penalty-Sieg gegen tapfere Iserlohner Roosters. Böser Butch Goring.

Krefeld. "Lother Kremershof hat immer mit ganzem Herzen für das Krefelder Eishockey gelebt. Wir werden ihn nie vergesen." Als KEV-Stadionsprecher Rolf Frangen mit diesen Worten das Eis in der Rheinlandhalle freigab, standen allen eingefleischten Krefelder Eishockey-Fans die Tränen in den Augen. Zu Ehren des in der letzten Woche verstorbenen Eishockey-Idols ließen die Einpeitscher auf der Nordtribüne im ersten Drittel ihre Trommeln schweigen eine tolle Geste. Pinguine-Boss Wilfrid Fabel: "Ich kannte Lothar Kremershof ewig. Er war ein großer Eishockey-Fan. Ich bin sehr traurig."
Lothar Kremershof war am Freitag unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen worden.

Das Spiel des Deutschen Eishockey-Meisters trug ebenfalls nicht dazu bei, die Stimmung der 3 284 Zuschauer 48 Stunden vor dem zweiten Advent aufzuhellen. Denn bereits nach zehn Sekunden stockte den KEV-Fans der Atem, als der Iserlohner Verteidiger Erich Goldmann frei vor Pinguine Keeper Robert Müller auftauchte. Doch der Nationaltorwart blieb Sieger in diesem Duell. Überhaupt war es Müller, der die Pinguine in den desolaten und enttäuschenden ersten beiden Dritteln im Spiel hielt.
Im Angriff brachten die Pinguine nichts, aber auch gar nichts Konstruktives zu Stande. Es gab einfach keine Glanzpunkte. Wären auf Seiten der Krefelder nur halb so viele Torschüsse wie Iceings zu verzeichnen gewesen dann hätte man einen unterhaltsamen Abend erlebt. So tauchte in 40 Minuten lediglich Eric Bertrand zweimal (12./38.) aussichtsreich vor dem Iserlohner Tor auf.

"Schießen, Schießen" skandierte die Nordtribüne, nachdem sie zunächst noch einigermaßen geduldig die schlappe Vorstellung der Schwarz-Gelben ertragen hatte und der KEV versuchte im letzten Drittel diesen trefflichen Rat dann auch zu beherzigen. Zunächst prüfte Daniel Kunce (42.) Schlussmann Dimitrij Kotschnew. In der 50. Spielminute hatte Neuzugang Alexander Selivanov die Führung auf dem Schläger, scheiterte jedoch zweimal hintereinander freistehend vor Kotschnew.

Als eine Minute später Erich Goldmann auf der Strafbank saß, war es endlich so weit: Luongo versenkte einen platzierten Nachschuss im Iserlohner Gehäuse. Doch die Freude über die Führung währte nur kurz. Roosters Verteidiger Dean Melanson egalisierte mit einem Schlagschuss die KEV-Führung (54.). So musste das Penalty-Schießen die Entscheidung bringen. Da der überragende Müller keinen Treffer zuließ, sicherte das Tor von Alexander Selivanov dem KEV den schmeichelhaften Zusatzpunkt.

Während der Ex-Krefelder Coach Doug Mason sich über den tollen Empfang ("Danke, ein tolles Gefühl") sichtlich freute, wirkte Butch Goring (KEV) etwas angefressen ob der Unmutsäußerungen der KEV-Anhänger: "Das ist wohl der europäische Weg, die eigene Mannschaft anzufeuern. Fakt ist, wir spielen genau so wie Iserlohn um unser Leben."

Statistik

Krefeld Pinguine - Iserlohn Roosters 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) n.P.
Pinguine: Müller Kurtz/Wright, Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher Guillet/Yake/Bertrand, Lelilvanov/Herperger/Rodmann, Ziesche, Ustorf/Grygiel, Appel/Lanier/Raubal Tore: 1:0 (51:14) Luongo (Guillet), 1:1 (53:04) Melanson, 2:1 Selivanov nach Penalty
Zuschauer: 3 284
Schiedsrichter: Lichtnecker (Rosenheim)
Strafminuten: Krefeld 10, Iserlohn 12

Aus der Rheinlandhalle berichtet Marco Obermann
 

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2003/2004


Scharte gegen Kassel auswetzen


Vor dem schweren Gang nach Mannheim ist Freitagabend für die Pinguine ein Sieg gegen Iserlohn ein Muss.

Krefeld. Schaffen es die Krefeld Pinguine, sich für ihren zuletzt eher schwachen Heimauftritt gegen die Kassel Huskies (1:3) vor eigenem Publikum zu rehabilitieren? Gesellschafter, Geschäftsführung und Fans jedenfalls fordern das Freitagabend gegen die Iserlohn Roosters (20 Uhr, Rheinlandhalle). Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen: Ein Sieg über die "Hähnchen" vom Seilersee ist Pflicht. Cheftrainer Butch Goring bekräftigte gestern: "Unser Schiff fährt in die richtige Richtung."

Dennoch ist Vorsicht geboten, denn die von