|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Ustorf erhöht den Erfolgsdruck
Der Kapitän der Nationalmannschaft gibt Freitag bei den Kölner Haien
sein Debüt für die Pinguine mit der Nummer 19. Die trug einst auch
Butch Goring.
Krefeld. Für Trainer Butch Goring ist es wie ein Blick in die
Vergangenheit: Er trug in seiner aktiven Zeit nur zwei
Rückennummern: die "91" in New York und die "19" in Los Angeles. Nun
tragen seine beiden Hoffnungsträger genau diese Nummern. Denn
Freitagabend bei den Kölner Haien wird Neuzugang Stefan Ustorf mit
der "19" aufs Eis gehen.
Zusammen mit seinen neuen Nebenleuten Steffen Ziesche und Pascal
Appel bildet er dann die "German Connection". Denn die "French
Connection" Guillet/Beaucage/Bertrand ist als Trio ebenso
überzeugend wie es die "NHL-Connection" um Yake/Herperger/Selivanov
andeutete. Bleibt nur die Formation vier als ein Trio der
Namenlosen: Grygiel/Lanier/Rodman.
Neuzugang Stefan Ustorf, dessen Vertrag quasi während der
Pressekonferenz am Donnerstag von KEV-Geschäftsführer Wolfgang
Schäfer gegengezeichnet wurde, bringe die Mannschaft deutlich
vorwärts, so Goring. Viel Vorschusslorbeeren für einen Akteur, der
seit vier Wochen im Zwangsurlaub ist.
Und er beschert dem Trainer ein Luxus-Problem: Zu viele Spieler für
zu wenig Plätze, sprich Konkurrenzkampf. Beispiel Alexander Dück:
Vom Trainer schon früh in der Saison als "nicht tauglich" fast
ausgemustert, soll er nun einspringen, wenn "Shayne Wright oder
Daniel Kunce unkonzentriert" seien. Dück habe in den letzten Wochen
gezeigt, was er könne, kommentierte Goring diese überraschende
Wendung.
Wenn es denn eine Wendung ist. Denn zu sehr scheint dem Kanadier ein
alter NHL-Lehrsatz in den Ohren zu liegen: "Wenn deine Top-Spieler
nicht top spielen, dann hast du als Trainer ein Problem."
Folglich schenkt er auch schwächelnden Top-Spielern viel Eiszeit.
Und so überrascht es nicht, dass Freitagabend wieder das Abwehrduo
Kurtz/Wright aufläuft. Derzeit eher zwei Hoffnungs- denn
Leistungsträger.
Gleich beides sollen aber die beiden ehemaligen Rückennummern
Gorings, beziehungsweise ihre Träger vereinen. "Selivanov ist ein
perfekter Spieler", sagt Goring. "Er ist alles andere als ein
typisch russischer Spieler", assistiert sein "Co" Gary Clark, er sei
eher gradlinig, ohne die typische Scheibenverliebtheit.
Dazu Ustorfs Einsatzfreude und Erfahrung aus unter anderem 54
NHL-Spielen für die Washington Capitals - kein Wunder, dass die
Pinguin-Fans wieder hohe Erwartungen hegen.
Was ausgerechnet Daueroptimist Goring wieder dämpft. "Wir haben
jetzt in vier Spielen zehn von zwölf Punkten geholt, aber sind immer
noch weit von den Play-off-Plätzen weg. Wir dürfen uns in Zukunft
kein Wochenende ohne Punkte erlauben, sonst ist der Rückstand auf
einmal wieder riesig groß."
Daher ist Gorings "ich hoffe auf sechs Punkte am Wochenende" nicht
wirklich überraschend. Nach dem Stoppen des freien Falles dürfe man
nun nicht wieder stolpern, um nicht ganz tief zu fallen. "Wir haben
uns selbst die Probleme geschaffen, jetzt sind wir die einzigen, die
sie auch lösen müssen."
Was seit Donnerstag umso mehr gilt. Schließlich ist Ustorf ein
wirtschaftlicher Kraftakt, der laut Geschäftsführer Wolfgang Schäfer
außerhalb des Pinguin-Etats finanziert wurde.
Auch wenn er sich beeilt zu sagen, dass "hoch gerechnet auf das, was
Ustorf bei uns erhält, ist er mit Sicherheit nicht unter den
teuersten Spielern der DEL." Wie auch immer: Mit Ustorf ist der
Erfolgsdruck für die Pinguine noch weiter gestiegen.
Von Thomas Klein
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
"Adler" Ustorf ist im Anflug
Vor Wochen bereits auf der Wunschliste, soll der Kapitän der
Nationalmannschaft helfen, die Pinguine in die Play-off-Plätze zu
führen.
Krefeld. Mit Nationalmannschafts-Kapitän und Ex-NHL-Profi Stefan
Ustorf wollen die Krefeld Pinguine noch einen neuen starken
Angriffsspieler verpflichten. Der 29-jährige Vollblutstürmer, der
bei Adler Mannheim seit 2001 unter Vertrag steht, und der vor drei
Wochen suspendiert wurde, soll dabei mithelfen, die Krefelder in die
Play-off zu führen.
Nachdem Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer Mittwoch ein
Gespräch mit Ustorf führte, will dieser am Donnerstag die Auflösung
seines Vertrages in Mannheim erreichen, um danach in Krefeld den
Kontrakt bis Saisonende zu unterschreiben. Im Sommer wird Ustorf zu
den Eisbären Berlin mit einem Dreijahres-Vertrag wechseln.
Eine Verpflichtung scheiterte jetzt, weil die Berliner kein Geld
mehr für einen neuen Mann ausgeben wollten. "Es wäre schön, wenn
Ustorf am Freitag in Köln spielen könnte, wahrscheinlicher ist aber
erst Sonntag", sagte Schäfer.
Stefan Ustorf, der in der letzten Saison 14 Tore und 15 Assists bei
Mannheim hatte und in den bisher für die Adler 15 absolvierten
Spielen erst einen Treffer und neun Vorlagen erreichte, wird ohne
Familie nach Krefeld kommen. Frau und Kinder fliegen in die USA, wo
die Ustorfs ein Anwesen haben und werden erst zur nächsten Saison
wieder nach Deutschland kommen.
Über die Gründe zur Trennung von den Adlern wollten sich weder
Ustorf noch Mannheims Manager Markus Kuhl konkret äußern. Die
Kontakte zu Ustorf und dessen kanadischen Manager Brad Kellington
hatte Pinguine-Aufsichtsrats-Vorsitzender Wolfgang Schulz geknüpft,
der sich auch um die Finanzierung des Gehaltes kümmern will.
Schäfer zur Finanzierung des Transfers: "Unser Etat ist völlig
ausgereizt, die Verpflichtung von Alexander Selivanov war nur durch
einen zusätzlichen Kraftakt der Gesellschafter und durch die
Einsparung bei Thomas Brandl möglich. Das Gehalt von Ustorf muss
erst einmal außerhalb des Etats liegen." Die Größenordnung dürfte
bei rund 120 000 Euro brutto für die vier Monate von Dezember bis
März liegen.
Für Trainer Butch Goring, der in die anstehende Verpflichtung
eingebunden ist, ergibt sich nun die sportliche Möglichkeit, mit
drei starken Angriffsreihen die Aufholjagd auf die Play-off-Ränge
anzugehen. Denn nur das Ziel Play-off und die Tatsache, dass man vor
dem Einzug in die neue Arena im Dezember 2004 sportlich auch
attraktiv bleiben will, sind der Hintergrund für den zusätzlichen
Kraftakt.
HINTERGRUND
Folgt man der Bewertung der Fachzeitschrift "Eishockey-News" haben
die Pinguine bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft nur
mittelmäßig eingekauft. In der Analyse wird deutlich, wo der Schuh
drückt in der Abwehr.
Von den 13 bewertete Neuzugängen werden Beaucage, Guillet, Appel und
Kelleher als "Guter Griff" eingestuft. "Im Soll" liegen Bertrand,
Herperger und Janka. Unter "Enttäuschung" geführt werden Kurtz,
Wright, Luongo und Dück, "Fehleinkäufe" sind Yake und Rodman. Als
Top-Einkauf ist keiner genannt.
Von Walther Lenders
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
KEV: Playoff-Plätze noch in weiter Ferne
Der kurze Höhenflug der Pinguine
bringt nur minimale Fortschritte in der DEL-Tabelle.
Krefeld. Wie eminent wichtig die zehn Punkte aus den letzten vier
Spielen für die Krefeld Pinguine mit Blick auf die Play-offs waren,
verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle. Mit 30 Punkten und 23
absolvierten Spielen liegen die Pinguine immer noch sieben Zähler
hinter dem begehrten achten Platz. Berücksichtigt man zudem, dass
die Krefelder schon ein Spiel mehr Vorgriff auf den Spengler-Cup
Ende Dezember absolviert haben, so kann der Abstand noch anwachsen.
Gorings Truppe ist also auch in den nächsten Spielen zum Siegen
verdammt, will sie nicht erneut zurückfallen. Mut für die Operation
"Playoff" macht die deutlich bessere spielerische Leistung gegenüber
den Begegnungen bis Mitte November.
"Wir sind wieder zurück, was die wichtigen Dinge im Spiel angeht",
freut sich Trainer Butch Goring, "wir spielen disziplinierter,
stehen besser in der Abwehr und haben nach vorne mehr
Durchschlagskraft." Der Russe Alexander Selivanov, der als letzter
Ausländer in der Vorwoche die noch freie Kontingentstelle belegte,
ist für Goring ein echter Gewinn: "Er wird uns helfen, denn jetzt
haben wir zwei spielstarke Angriffsreihen."
Aus den nächsten drei Spielen erwarten die Pinguine wieder
mindestens sechs Punkte, um dran zu bleiben. Dazu führt der Weg
zuerst am Freitag nach Köln, wo es eine Neuauflage des
Play-off-Finales in der Arena geben wird. Danach folgen die
Heimspiele gegen Kassel Huskies (Sonntag, 30. November) und gegen
die Iserlohn Roosters (Freitag, 5. Dezember).
Dazu könnte das Team, vorausgesetzt keiner verletzt sich, endlich
wieder komplett spielen. Justin Kurtz wird nach seiner
Adduktoren-Verletzung am Freitag wieder dabei sein, hinter dem
Einsatz von Pascal Appel (Blinddarmoperation) steht noch ein kleines
Fragezeichen.
Von Walther Lenders
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Goring nüchterner Sieger
Der Trainer der Pinguine hat das geforderte Ultimatum übertroffen.
Mit dem 4:3-Penaltysieg gegen Augsburg holte er einen Punkt mehr als
gefordert.
Krefeld. Ein 4:3-Penaltysieg gegen die Augsburger Panther rundete
die erfolgreichste Woche der Krefeld Pinguine in dieser Saison ab:
Vier Siege und zehn Punkte aus vier Spielen. Das vor zehn Tagen von
den Gesellschaftern gestellte Ultimatum mit sechs Punkten aus den
drei Spielen gegen Iserlohn, Berlin und Augsburg hat Goring mit
sieben Zählern sogar übertroffen. Sein "Trainer"-Stuhl ist wieder
fest geschraubt.
Letzte Zweifel an dem Aufwärtstrend der vergangenen Tage beseitigte
die Mannschaft mit zwei guten Spieldritteln gegen die Panther,
honoriert von den Fans mit dem Gesang: "Ole` super KEV" und der
Begeisterung bei der Ehrenrunde. Besonders gefeiert wurden dabei "Penaltykiller"
Robert Müller und der neue Stürmer Alexander Selivanov.
Das belebende Element einer zweiten guten Sturmreihe mit Terry Yake,
Chris Herperger und Alexander Selivanov und die Disziplin, von
Trainer Butch Goring gefordert und vom Team eingehalten, sind die
Garanten für den Aufwärtstrend der Pinguine. Ohne die Verdienste der
"French Connection", die auch am Sonntag wieder mit viel Eiszeit den
Gegner durcheinander wirbelte, zu schmälern das Pinguine-Team spielt
jetzt mit mehr Kreativität und Durchsetzungsvermögen.
Das Tor des Tages blieb dem Youngster Adrian Grygiel überlassen. Er
verdiente sich "standing ovations" der Fans, als er in der 16.
Minute aus dem eigenen Drittel heraus einen furiosen Angriff
startete, die gegnerische Abwehr überlief und Torhüter Magnus
Eriksson überwand. Da wurden Erinnerungen an den früheren
"Eishockey-Gott" Johnny Walker wach, der zu seiner Glanzzeit
ähnliche Treffer als Markenzeichen hatte.
Das war im ersten Drittel, welches von beiden Teams dynamisch,
rasant und fesselnd gestaltet wurde es war der beste Spielabschnitt
der Saison in der Rheinlandhalle. Da kann man das schwächere
Mitteldrittel mit zwei Augsburger Treffern verzeihen. Im
Schlussabschnitt steigerten sich die Pinguine, spielten mit viel
Eifer und Einsatz und trafen durch Robert Guillet bei Überzahl zum
3:3.
Trainer Goring, sichtlich vom packenden Spiel mit glücklichem
Ausgang gezeichnet, fand lobende Worte für sein Team: "Wir haben
auch nach dem Rückstand nicht aufgegeben, Charakter gezeigt und uns
den Zusatzpunkt verdient. Augsburg war ein sehr starker Gegner."
Statistik
Krefeld Pinguine - Augsburg Panther 4:3 (2:1, 0:2, 1:0/1:0) n.P.
Pinguine: Müller Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher, Wright/Dück Bertrand/Beaucage/Guillet,
Yake/Herperger/Selivanov, Grygiel/Lanier/Ziesche, Rodman, Raubal
Tore: 1:0 (2:41) Herperger (Bertrand/Yake), 1:1 (8:19) Lukes
(Anderson/Arendt), 2:1 (15:05) Grygiel (Dyck/Ziesche), 2:2 (22:30)
Wren (Moeser/Barta), 2:3 (38:25) Delisle (Fortier/Beardmore), 3:3
(50:45) Guillet (Herperger/Selivanov), Penaltyschießen Guillet
Zuschauer: 3 287
Schiedsrichter: Deubert (Schweinfurt)
Strafminuten: Krefeld 8, Augsburg 6
Von Walther Lenders
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Selivanov, die II.: Russe im Anflug
Die Krefeld Pinguine buhlen um den russischen Stürmer und wollen
heute in Iserlohn weiter Boden gut machen.
Krefeld. Bekommen die Krefeld Pinguine doch noch einen russischen
Stürmer mit der Rückennummer 77? Am Montagverdichteten sich die
Gerüchte, dass der früher bei den Frankfurt Lions (61 Scorerpunkt in
2001/2002) spielende Alexander Selivanov, der im August einen
Kontrakt beim russischen Erstligisten Magnitogrosk Metallurg
vorgezogen hatte, doch noch zu den Pinguinen wechselt. Angeblich
soll sich Selivanov derzeit in seiner russischen Heimat nicht
wohlfühlen: Er will zurück in die DEL. Pinguine-Trainer Butch Goring
sagte: "Ich wollte Selivanov schon im Sommer haben."
Als sein Name dann aber durch eine Indiskretion Selivanov tauchte im
Fanshop schon mit dem Trikot 77 auf schon vorzeitig bekannt wurde,
gab es weitere Interessenten und die Pinguine schauten in die Röhre.
Goring: "Ein interessanter Mann, der uns verstärken würde."
Offiziell wurde der mögliche Wechsel noch nicht bestätigt, aber auch
nicht in Abrede gestellt.
Gorings Konzentration gilt erst einmal der heutigen Partie bei den
Iserlohn Roosters: "Ein sehr wichtiges Spiel, das uns bei einem Sieg
wieder auf die Play-offs hoffen lässt." Drei Punkte fordert der
Trainer also. Iserlohn verlor am Sonntag nach 2:0-Führung in
Nürnberg mit 2:7 und steht da, wo die Pinguine zuletzt waren, auf
dem vorletzten Tabellenplatz. Die heutige Begegnung ist vorgezogen
worden, weil die Pinguine zum Jahreswechsel am Spengler-Cup in Davos
teilnehmen.
Personelle Änderungen gibt es nur in der Abwehr, da Chris Kelleher
aus dem Babyurlaub heute zurück kommt und am Abend in Iserlohn (20
Uhr) spielen soll. Fehlen wird noch Justin Kurtz, der nach seiner
Adduktorenzerrung frühestens in der nächsten Woche wieder auflaufen
soll. "Wir müssen weniger Fehler machen und mehr Selbstbewusstsein
zeigen", hofft Butch Goring, dass sein Team die Hürde Iserlohn
nehmen kann.
Und dann lobt er: "Chris Herperger hat gegen Freiburg ein sehr gutes
Spiel gemacht. Ich hoffe, dass er auch in Iserlohn wieder trifft."
Und Gary Clark, sein Assistent ist sicher: "Wenn wir so gut wie am
letzten Freitag in Frankfurt bei der 2:3-Niederlage spielen, dann
werden wir in Iserlohn gewinnen."
Eine Verbesserung in der Tabelle würde ein Sieg noch nicht mit sich
bringen, aber der Abstand zu den Play-off-Plätzen könnte auf zwei
Punkte schmelzen. Dass Butch Goring auch in Iserlohn arg unter Druck
steht, macht den Trainer nicht nervös. "Ich habe schon kritischere
Situationen gehabt und überstanden."
Von Walther Lenders
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Nagelprobe für Meistertrainer
Das Ultimatum für Krefelds Coach Butch Goring wurde nach dem 5:3
gegen Freiburg verlängert. DEG gewinnt 2:1.
Krefeld/Mannheim. Dem Mann war es sichtlich unangenehm: Als die
KEV-Fans Sonntag Abend bei der Ehrenrunde auch den Trainer aufs Eis
riefen, da stellte sich Butch Goring schüchtern lächelnd und leicht
winkend an den Bandenrand. Denn der mühevolle 5:3-Erfolg (3:0, 1:2,
1:1) in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen Schlusslicht
Freiburg war keineswegs der erhoffte Befreiungsschlag für die
angeschlagenen Krefeld Pinguine geschweige denn für den Trainer.
Pinguin-Boss Wilfrid Fabel stellte klar: "Die nächsten Spiele in
Iserlohn und in Augsburg werden die Nagelprobe sein."
Sechs Punkte aus drei Spielen, heißt die Messlatte. Ultimatum
verlängert nicht zurückgenommen. Denn wie die Pinguine nach einer
schnellen 4:0-Führung (Grygiel, Beaucage, Herperger, Betrand) durch
einen einzigen Gegentreffer ins Wanken gerieten, das konnten nur die
eingefleischtesten Fans mit dem Argument "Hauptsache gewonnen"
übertünchen. Beide Mannschaften ließen nur selten Zweifel aufkommen,
warum sie ganz am Ende der DEL-Tabelle stehen. Erst Herpergers
zweiter Treffer (42.) sorgte etwas für Ruhe allerdings wohl nur für
die vor dem nächsten Sturm.
Indes: Meistermacher Goring kann immer noch auf seinen Bonus bei den
Zuschauern zählen, wenn auch ihre Anfeuerungen etwas wie das Pfeifen
im Walde klangen. Da trafen sich Fans und Idol. Goring: "Wir
brauchten den Sieg dringend, hoffentlich gelingt es uns auch in
Iserlohn am Dienstag." Hoffen tun sie nun alle in Krefeld, aber
immer mehr Anhängern fehlt der Glaube an den Meistermacher.
Dagegen liegen die DEG Metro Stars momentan in der Erfolgsspur. Nach
dem verpatzten Saisonstart kam das Team von Trainer Michael Komma am
Sonntag zum fünften Sieg in Serie. Obwohl die Düsseldorfer beim
2:1-Sieg nach Penaltyschießen in Mannheim ohne ihren grippekranken
Coach Michael Komma auskommen mussten, der zu Hause "mitfieberte",
setzte sich die DEG auch bei dem angeschlagenen Mitfavoriten um den
DEL-Titel durch.
An der Bande stand Co-Trainer Walter Köberle, der seinen Chef
gewohnt souverän vertrat. "Wir hätten auch sechs Tore kassieren
können. Aber die Leistung von Andrej Trefilov war sensationell. Am
Ende hatten wir den Sieg dann auch verdient", sagte Köberle. Der
34-jährige Trefilov war nach auskurierter Steißbein-Operation ein
absolut starker Rückhalt.
Der Russe im DEG-Tor entschärfte nicht nur mehrere hundertprozentige
Chancen der Adler, sondern hielt auch alle Penalties. Nachdem
Düsseldorfs Hohenberger (50.) die Mannheimer Führung durch Corbet
(28.) ausgeglichen hatte, verwandelte DEG-Nationalspieler Daniel
Kreutzer den entscheidenden Penalty.
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Pinguine-Sieg mit Hängen und Würgen
Die Durststrecke ist beendet: Am Sonntagabend gab es in der
Rheinlandhalle einen glanzlosen 5:3-Erfolg gegen den Tabellenletzten
der DEL.
Krefeld. Am Ende zählte nur der Sieg. Als der schwache
Schiedsrichter Heiko Dahle aus Berlin nach 60 Spielminuten die
Abstiegspartie gegen Freiburg in der Rheinlandhalle abpfiff, da fiel
den Verantwortlichen der Krefeld Pinguine erst einmal ein Stein vom
Herzen und die Fans jubelten, als hätten die Krefeld Pinguine gerade
die Play-off-Teilnahme erreicht. Die Ansprüche sind bescheiden
geworden. Natürlich wussten auch die Fans, dass dieser Sieg alles
andere als klangvoll war, aber es war eben ein Sieg nach langer
Durststrecke, der zumindest etwas Hoffnung aufkeimen lässt. Und so
wurde bei der abschließenden Ehrenrunde auch Trainer Butch Goring
aufs Eis gebeten und bejubelt. Ein wenig Meisterbonus steckt da doch
noch drin. Und natürlich die Hoffnung auf bessere Eishockey-Zeiten.
Legt man die Messlatte bei der eigentlich vor der Saison erhofften
Spitzengruppe an, so muss man von einer grottenschlechten Partie
sprechen. Geht man aber vom Tabellenstand der beiden Kontrahenten
aus und spürt, dass beiden trotz der frühen Saison das
Abstiegsgespenst schon im Nacken steckt, dann fällt das Urteil
sicherlich milder aus. Man kann keine schwache Leistung verstecken,
aber Fehler und Mängel sind in dieser Situation verzeihlicher. Die
Nagelprobe kommt für die Pinguine noch früh genug, und beginnt
bereits am Dienstag beim Tabellennachbarn Iserlohn.
Dabei war der Auftakt vor 2884 Zuschauern dank Fehler der Freiburger
Wölfe und der Überzahltore zumindest für die Zuschauerränge recht
ansprechend. 3:0 hieß es nach 15 Minuten durch Tore von Adrian
Grygiel (4.), Marc Beaucage (14.) und Chris Herperger (15.), doch
dann waren die Pinguine mit ihrer Spielkunst am Ende. Zuerst fielen
sie ins Mittelmaß, später teilweise ins Zweitligaformat zurück, und
machten sich fortan das Leben selber schwer.
Ein Glück, dass in der 23. Minute Eric Bertrand noch in Überzahl das
4:0 markieren konnte. Die Freiburger Wölfe wurden nicht besser, aber
die Pinguine schlechter. Und so schrumpfte glatte Vorsprung durch
zwei Gegentreffer bis zur zweiten Drittelsirene auf 4:2 zusammen.
Dumme Fehler, beide aus Nachlässigkeit der Abwehr.
Mit seinem zweiten Treffer erlöste Chris Herperger nicht nur die
Fans, auch Trainer Butch Groing eingangs des Schlussabschnittes. Die
Partie war damit gelaufen, auch wenn Freiburg 83 Sekunden vor
Spielende noch zu seinem dritten Treffer kam. Bei den Pinguinen
fehlte neben Pascal Appel (Operation) und Chris Kelleher
(Babyurlaub) am Sonntag auch noch Justin Kurtz mit Adduktorenzerrung.
Aber wie sagt man: "Es ist noch einmal gut gegangen."
Krefeld Pinguine - Wölfe Freiburg 5:3 (3:0, 1:2, 1:1)
Pinguine: Müller Wright/Luongo, Dyck/Kunce, Raubal/Dück Bertrand/Beaucage/Guillet,
Ziesche/Herperger/Yake, Rodman/Lanier/Grygiel
Tore: 1:0 (3:34) Grygiel (Lanier/Dyck), 2:0 (13:31) Beaucage (Herperger/Yake),
3:0 (14:25) Herperger (Guillet), 4:0 (22:46) Bertrand (Wright/Beaucage),
4:1 (31:32) Boon (Mares/Bousquet), 4:2 (36:31) Stas (Mares/Spylo),
5:2 (41:09) Herperger (Wright/Yake), 5:3 (58:37) Zelenka (Faith/Korinek)
Zuschauer: 2 886
Schiedsrichter: Dahle (Berlin)
Strafminuten: Krefeld 24, Freiburg 26 plus 10 Disz. für Bousquet
ERHÄLT GORING VERSTÄRKUNG ?
Krefeld. Trainerfreundin Paula strahlte, Butch lächelte und Wolfgang
Schultz atmete tief durch: Der 5:3-Sieg über die Freiburger Wölfe,
ein Pflichtsieg und die vorläufige Rettung von Trainer Butch Goring,
wie Wilfrid fabel und Wolfgang Schultz bestätigten. Jetzt hat der
Coach, der am Sonntag selber sagte: "Wenn man mich feuern will, dann
feuert man mich, so ist Eishockey", wieder eine Schonfrist von drei
Spielen. "Erst nach dem Heimspiel gegen Ausgburg werden wir beraten,
wie es weitergeht" versicherte Wilfrid Fabel und Geschäftsführer
Wolfgang Schäfer meinte: "Sechs Punkte erwarten wir schon aus den
drei Spielen in Iserlohn, in Berlin, gegen Augsburg." Für Goring ist
im übrigen, wie die WZ erfuhr, im Vertrag eine Abfindung bei einer
Trennung eingebaut, die unabhängig vom Zeitpunkt der Beurlaubung
ist. Doch Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz hofft, dass man
um einen Rausschmiss des von den Fans auch am Sonntag gefeierten
Trainers: "Wenn Goring gehen muss, gehen wir auch" (noch)
herumkommt.
Dafür möchte man, wenn es klappt, noch in dieser Woche mit einem
neuen, torgefährlichen Stürmer aufwarten. Der Name ist noch "top-secret".
Wenn alles klappt, könnte der schon am kommenden Wochenende spielen.
Hoffnung also mit Butch Goring , auf Punkte und auf einen "Neuen."
Von Walther Lenders
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
2:3 - Pinguine mit leeren Händen
Die erste ordentliche Leistung nach langer Durststrecke wurde nicht
belohnt. Bei den Lions verlor der Deutsche Eishockey-Meister mit
2:3. Am Sonntag folgt das Schicksalsspiel.
Frankfurt. Das war bitter. Die Krefeld Pinguine lieferten beim
Spitzenreiter Frankfurt Lions ein ordentliches Spiel ab, doch am
Ende verließen die Spieler und Trainer Butch Goring mit hängenden
Köpfen das Eis. Zweimal hatten die Gäste geführt, doch am Ende
blieben die drei Punkte in der Main-Metropole. Der 3:2 (0:1, 2:1,
1:0)-Sieg der Frankfurter vor 6 200 Zuschauern war etwas glücklich.
Jetzt müssen die Pinguine am Sonntag im Heimspiel gegen den
Tabellenletzten Freiburg (18.30 Uhr) nicht nur engagiert
auftrumpfen, sondern auch einen glatten Sieg landen, wollen sie den
"Kopf" ihres Trainers Butch Goring noch retten.
So jedenfalls sieht es ein Ultimatum vor, das von den
Gesellschaftern der Pinguine ausgegeben wurde. Gegen den Aufsteiger
Freiburg, der bisher nur zehn Punkte sammeln konnte, hatte für
Krefeld Ende September die lange Niederlagenserie begonnen.
"Vielleicht klaut Robert Müller den Frankfurtern die Punkte", hatte
der kanadische Cheftrainer des KEV, der weiter mächtig unter Druck
steht, sich vor der Partie gewünscht. Der Meistergoalie wartete dann
auch mit einer guten Leistung auf, doch er konnte die knappe und
unglückliche Niederlage letztlich auch nicht verhindern, weil der
Frankfurter Robert Reichel ihn in der 55. Minute mit einem
"Bauerntrick" zum 3:2-Endstand überraschte.
Mit Rob Guillet (gesperrt) Pascal Appel (operiert) und Chris
Kelleher (Babyurlaub) fehlten Goring am Freitag drei Stammspieler.
Die mitgereisten Krefelder Fans staunten nicht schlecht. Im ersten
Spielabschnitt waren ihre Pinguine das spielbestimmende Team, gingen
auch verdient in der 12. Minute durch Marc Beaucage (8.
Saisontreffer) mit 1:0 in Führung. Eric Bertrand hätte bei zwei
guten Möglichkeiten die Führung noch erhöhen können, doch da war
Lions-Keeper Ian Gordon auf dem Posten. Bertrand holte das Tor aber
in der 29. Minute zum 2:1 für die Pinguine in Überzahl nach.
Dazwischen lag der 1:1-Ausgleich durch Paul Stanton. Als Daniel
Kunce in der 38. Minute in der Kühlbox saß, konnte Peter Ratchuk mit
dem zweiten Überzahltor der Gastgeber den 2:2-Ausgleich markieren.
Erstaunlich selbstbewusst spielten die Krefelder eingangs des
Schlussdrittels, hatten mehrere gute Möglichkeiten zur erneuten
Führung. Doch Chris Herperger scheiterte freistehend ebenso wie Eric
Bertrand. So tickte die Uhr gegen den Meister. Eine Sekunde vor
Spielende nahm Frankfurts Trainer Chernomaz noch eine Auszeit. Aber
da war es für die unglücklichen Krefelder schon zu spät.
Pinguine-Trainer Butch Goring registrierte einen Aufwärtstrend.
"Meine Mannschaft hat gut gefightet, auch nach dem Rückstand. Leider
sind wir nicht belohnt worden. Sein Frankfurter Kollege Rich
Chernomaz bemerkte: "Im ersten Drittel waren wir schwach. Dann haben
wir uns die Tabellenführung wieder zurück erobert."
Statistik
Frankfurt Lions - Krefeld Pinguine: 3:2 (0:1, 2:1, 1:0)
Pinguine: Müller Kurtz/Luongo, Kunce/Dyck, Wright/Dück Bertrand/Beaucage/Raubal,
Herperger/Yake/Ziesche, Grygiel/Lanier/Rodman
Tore: 0:1 (11:52) Beaucage (Bertrand), 1:1 (27:45) Stanton (Lebeau/Ratchuk),
1:2 (28:59) Bertrand (Rodman/Wright), 2:2 (37:11) Ratchuk, 3:2
(54:30) Reichel
Zuschauer: 6 200
Schiedsrichter: Petr Chavtal (Waldkraiburg)
Strafminuten: Frankfurt 20, Krefeld 16
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Gorings "Schicksalsspiele"
Entscheiden die Spiele Freitag gegen den Primus der DEL, Frankfurt,
und am Sonntag gegen Freiburg, über die Zukunft des
Pinguine-Trainers?
Krefeld. Die Uhr tickt unbarmherzig gegen Butch Goring. Laut und
auch nicht mehr abzustellen. Doch der Meistertrainer klammert sich
an den letzten Strohhalm. "Robert Müller muss den Frankfurtern die
Punkte stehlen", hofft er, dass sein Goalie wieder solch überragende
Leistungen im Pinguine-Tor bringt wie bei den entscheidenden
Play-off-Begegnungen der letzten Saison. Und der 54-jährige Kanadier
ahnt auch: "Wenn wir am Sonntag gegen Freiburg nicht gewinnen, dann
gibt es keine Entschuldigung mehr."
In dieser äußerst prekären Situation darf natürlich die Forderung
nach Verstärkungen nicht fehlen. "Ein, zwei neue Spieler hätte ich
schon gerne. Namen habe ich auch schon genannt. Aber es ist
offensichtlich kein Geld da", glaubt Goring derzeit nicht daran,
dass ihm die Gesellschafter die Forderung nach neuen Spielern
erfüllen werden. Andererseits lobt er auch den Kader trotz der
schwachen spielerischen Vorstellung: "Die Jungs arbeiten hart, sind
leistungsbereit. Es fehlt halt auch ein Quäntchen Glück."
Dabei wäre alles so einfach: Zwei oder drei Punkte aus Frankfurt und
ein glatter Sieg gegen Schlusslicht Freiburg, und die Trainerfrage
würde vorerst wieder verstummen. Doch daran vermag selbst Goring
nicht zu glauben, bemüht sogar das Glück: "Auch wir könnten mal ein
paar Abpraller gebrauchen, die zu Toren werden." Hilflosigkeit in
der Wortwahl, Platitüden aus dem Sportler-Sprachschatz.
Rückblickend auf das Ausscheiden im Pokal (2:4-Niederlage gegen
Nürnberg) resümierte Goring: "Nach einem guten ersten Drittel haben
wir uns eigentlich selber geschlagen. Wenn wir weiter solche Fehler
machen, dann können wir auch nicht gewinnen."
In der Realität sieht es überhaupt nicht gut aus für den
Tabellen-Vorletzten. Drei Blöcke bekommt Goring noch für Freitag
zusammen, und schon jammert er wieder: "Ich muss ständig umstellen."
In der Abwehr bilden sich die Pärchen mit Shayne Wright und Justin
Kurtz, mit Paul Dyck und Daniel Kunce sowie Alexander Dück und Chris
Luongo.
Im Angriff heißen die Reihen: Marc Beaucage, Eric Bertrand und
Andreas Raubal, Jonas Lanier, Marcel Rodman und Adrian Grygiel,
Terry Yake, Chris Herperger und Steffen Ziesche.
Das Fehlen von Rob Guillet wegen einer Disziplinarstrafe hat bei
Goring auch Wirkung gezeigt. "Wir haben mannschaftsintern für
Disziplinlosigkeit Geldstrafen vereinbart." Neben Guillet fehlen
noch Pascal Appel (Blinddarmoperation) und Chris Kelleher
(Babyurlaub).
Von Walther Lenders
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Ultimatum für Butch Goring
Der Meister-Trainer der Pinguine ist zum Erfolg verdammt, um in
Krefeld überwintern zu können.
Krefeld. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie ist auch der Strohhalm, an
den sich Trainer Butch Goring, Pinguine-Gesellschafter und die Fans
klammern. Die Hoffnung freilich, dass die Länderspielpause der
verunsicherten Mannschaft den Kopf frei pusten konnte und geholfen
hat, aus der Krise auszusteigen, ist nach der indiskutablen Leistung
bei der 2:4-Pokal-Niederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers schnell
verflogen.
Gedemütigt von einem Gegner, der, nachdem er den Rückstand in eine
Führung umgewandelt hatte, mit halber Kraft spielen konnte. Verhöhnt
von den Fans nur 698 waren gekommen , spürte man, dass viele
Pinguine-Spieler nichts mehr herbeisehnten, als den Schlusspfiff. Es
ist müßig, nach dem Pokal-Aus in Einzelkritik zu gehen. Entscheidend
waren die verheerenden Stockfehler, vor allem in der Abwehr. Die
Pinguine deuteten nur im ersten Drittel eine Besserung an,
spätestens aber, als der DEL-Tabellenzweite aus Nürnberg Tempo und
Kampfkraft forcierte, fielen sie in altes Phlegma und alte Fehler
zurück. Das galt auch für die erste Sturmreihe mit Guillet, Beaucage
und Bertrand, die nur selten Torgefährlichkeit entwickelte. Da
passte es ins Bild, dass sich Beaucage einen üblen Stockstich
erlaubte, eine Spieldauer-Disziplinarstrafe kassierte, die durch das
Pokal-Aus aber ohne Folge bleibt.
Beim ersten DEL-Spiel nach der Pause am Freitag beim Tabellenführer
Frankfurt Lions (19.30 Uhr) muss das Team nach dem Abgang von Thomas
Brandl auch auf Pascal Appel (Blinddarm-Operation) verzichten. Hinzu
kommt, dass Rob Guillet wegen einer Spieldauerstrafe in Ingolstadt
pausieren muss, und damit die erste Sturmreihe erneut gesprengt
wird. Chris Kelleher fehlt bis nächsten Mittwoch, also bei den
Spielen in Frankfurt, gegen Freiburg (So.) und in Iserlohn
(Dienstag), weil er seine schwangere Frau besucht.
Das sportliche Dilemma hat natürlich auch für die Zukunft von Butch
Goring als Trainer Bedeutung. Denn aus dem Aufsichtsrat, der am
Montag getagt hatte, war deutlich zu vernehmen, dass es ein
Ultimatum für Goring gibt. In den nächsten sechs Spielen mit vier
Auswärts-Begegnungen spielt das Team auch um den Arbeitsplatz des
Trainers und Sportdirektors. Nur positive Ergebnisse können Goring
retten. Da tickt die Uhr beim Tabellenvorletzten Krefeld auch gegen
den Meistertrainer unaufhörlich am Freitag der kommenden Woche jährt
sich für Goring der Tag seines Dienstantritts als Sportdirektor bei
den Pinguinen mit dem Spiel bei den Eisbären in Berlin. Dort feierte
er seinen ersten Sieg als Trainer.
Von Walther Lenders
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Brandl: Ende mit Kosten
Die Pinguine haben dem Dauerverletzten den Ausstieg mit Geld
"erleichtert".
Krefeld. Als seine Kameraden bei der 2:4-Schlappe gegen Nürnberg
hilflos übers Eis rutschten, saß Thomas Brandl fest am grünen Tisch.
Zusammen mit seinem Anwalt und dem Pinguin-Generalbevollmächtigten
Wilfrid Fabel wurde zu später Stunde die Ehe zwischen dem Stürmer
und dem KEV geschieden.
Wie immer bei Trennungen, so Fabel, habe man sich die Lasten
geteilt. Im Klartext: Die Pinguine haben dem Dauerverletzten den
Ausstieg mit Geld "erleichtert". "Uns nutzt nur ein gesunder Brandl,
ein verletzter ist viel zu teuer." Ganz offensichtlich fürchtete
Fabel aber, dass mit einem gesunden Brandl nicht mehr zu rechnen sei
und vergoldete den Abschieds-Handschlag. Devise: Besser ein Ende mit
Kosten, als Kosten bis zum (Vertrags-)Ende.
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Schwaches Spiel mit drei Punkten belohnt
Die Krefeld Pinguine waren das stärkere von zwei schlechten Teams.
Pascal Appel zeigte eine starke Leistung und schoss das
entscheidende 3:2 gegen Hannover.
Krefeld. Die Krefeld Pinguine können doch noch gewinnen. Nach langer
Durststrecke gab es am Freitag (31.10.) in der Rheinlandhalle einen
3:2 (2:1, 0:1, 1:0)-Sieg über die Hannover Scorpions. Allerdings ein
Dreier, der mit viel Mühe erkämpft wurde. Das Team von Trainer Butch
Goring blieb auch gestern spielerisch vieles schuldig, aber
zumindest stimmte die kämpferische Linie. Schütze des Siegtores war
mit Pascal Appel auch der beste Akteur im schwarz-gelben
Pinguine-Dress. Es bleibt zu hoffen, dass die Krefelder am Sonntag
beim ERC Ingolstadt ihren kleinen Aufwärtstrend fortsetzen können.
Kampf und Einsatz von der ersten Sekunde an hatten die Krefeld
Pinguine für die Partie gegen die Hannover Scorpions versprochen.
Sie konnten dieses Versprechen nur teilweise einlösen, weil sie im
Bemühen um eine kämpferische Note meist die spielerische Linie
versäumten. So sahen die 2884 Zuschauer in der Rheinlandhalle nur
eine mäßige Partie zweier Teams, die von der Leistung her ihren
derzeitigen Tabellenstand in der unteren Region entsprachen. Sehr
viel Klein-Klein, viele Fehlpässe auf beiden Seiten. Nur selten kam
ein gutes Kombinationsspiel zustande.
Man spürte bei den Krefeldern die Belastung, die nach den vielen
Niederlagen und der herben Kritik auf der Mannschaft lagen. Zudem
machte sich auch das Fehlen der beiden Top-Scorer Eric Bertrand und
Marc Beaucage (gesperrt) bemerkbar. So hatten die neuformierten
Angriffsreihen doch recht viel Mühe, zueinander zu finden. Es gab
folgerichtig reichlich Abspielfehler. Ein Glück, dass auch die Gäste
aus Hannover derzeit kein gutes Eishockey spielen, ansonsten wären
die Pinguine sicherlich erneut unter die Räder gekommen.
Schade, dass Trainer Butch Goring nicht mehr Akteure vom Format
eines Pascal Appel zur Verfügung hat. Der junge Ex-Frankfurter war
der beste Akteur im Krefelder Team, stand aber mit seinen Aktionen
meist allein auf weiter Flur. Trotzdem verdiente er sich mit seinem
engagierten Offensivdrang den Beifall des Publikums. Nach langer
Verletzungspause war Routinier Thomas Brandl gestern wieder dabei.
Dass man von ihm er machte schließlich erst sein drittes Spiel in
diesem Jahr keine Wunderdinge erwarten durfte, war klar. Aber er
brachte zumindest häufig etwas Ruhe in das Krefelder Spiel. Im
letzten Spielabschnitt waren beide Teams bemüht, den entscheidenden
Treffer zu markieren. Doch bei der hohen Fehlerquote im Zuspiel gab
es nur wenig Torraumszenen. Erlösender Jubel auf den Rängen, als in
der 55. Minute das erlösende 3:2 fiel. Das schöne Ergebnis eines
schwachen Spiels.
SPIEL-STATISTIK
Krefeld Pinguine - Hannover Scorpions 3:2 (2:1, 0:1, 1:0)
Pinguine: Müller (Janka) - Kurtz/Dyck, Kunce/Wright, Luongo/Kelleher
- Brandl/Yake/Guillet, Ziesche/Herperger/Appel, Raubal/Lanier/Grygiel,
Dück/Rodman/Dietta.
Tore: 0:1 (7:21) Christian, 1:1 (12:52) Rodman (Lanier, Kelleher),
2:1 (16:33) Herperger (Kurz, Brandl), 2:2 (27:27) Soccio, 3:2
(54:21) Appel (Herperger/Ziesche).
Zuschauer: 2884
Schiedsrichter: Sander (Veiting)
Strafminuten: Pinguine 2, Hannover 6.
Von Walther Lenders
|
|
Pressemitteilungen
2003/2004 |
Butch Goring: "Das Problem liegt im Kopf"
Im folgenden Interview sagt Pinguine-Trainer Butch Goring, wie er
den Deutschen Eishockey-Meister aus seiner tiefen Krise führen kann.
Krefeld. Die Pinguine stehen unter mächtigem Druck, insbesondere
natürlich Trainer Butch Goring. Der kanadische Meistermacher muss
beweisen, dass er eine Mannschaft auch aus einer tiefen Krise führen
kann. Nach 16 Spieltgen stehen die Meister-Pinguine nur auf dem
drittletzten Platz und haben mit nur 37 geschossenen Treffen ein
augenscheinliches Angriffsproblem.
Frage: Wie wollen Sie die Niederlagenserie durchbrechen?
Butch Goring: Wir müssen unbedingt das erste Tor schießen, das erste
Drittel gewinnen, das erste Spiel seit langem wieder gewinnen. Denn
unser Problem liegt im Kopf. Wir sind im Augenblick zu verunsichert.
Ich bin sicher, dass nach dem ersten Erfolg vieles von ganz allein
läuft, was jetzt enfach nicht klappt.
Frage: Aber dieser Erfolg muss ja irgendwie "erzwungen" werden,
oder?
Goring: Wir haben in dieser Woche ganz konsequent daran gearbeitet,
unser Aufbauspiel schneller zu machen. Bewegung, Bewegung, Bewegung
das habe ich den Spielern gepredigt.
Frage: Was sagen Sie zu den Vorwürfen, dass die Mannschaft müde
wirke?
Goring: Wie könnten wir dann ausgerechnet bei den letzten Spielen im
Schlussdrittel uns noch so aufbäumen. Also, an der Kondition liegt
es nicht. Aber erst wenn wir nichts mehr zu verlieren haben, dann
spielen und kämpfen wir unbelastet.
Frage: Der in Mannheim geschasste Nationalstürmer Stefan Ustorf sei,
so Geschaftsführer Wolfgang Schäfer, ein Thema. Sie hätten das
Interesse bekundet, man müsse nun Gespräche aufnehmen. Stimmt das?
Goring: Ich kenne Ustorf aus Nordamerika, er wäre eine echte
Verstärkung. Daher ist klar, dass die Führungs-Crew ausloten muss,
ob man zusammen kommen kann.
Frage: Wie reagieren Sie auf die Sperren der Topscorer?
Goring: Thomas Brandl und Terry Yake rücken für Betrand und Beaucage
in die erste Reihe. Wir werden nur mit drei Linien operieren. In der
Abwehr mische ich die beiden wenig überzeugenden Formationen neu.
Shayne Wright geht jetzt zu Daniel Kunce, Justin Kurtz zu Paul Dyck.
Frage: Die Trainingspause in der Länderspielpause wurde heftig
kritisiert. Ändern Sie etwas?
Goring: Nein, wir brauchen fünf Tage ohne Eis zur Auffrischung, da
wir danach bis Ende Januar durchspielen.
Von Thomas Klein
|
|
[zurück] |