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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Kontakt zu den eigenen Fans nicht verlieren
Ohne Beaucage und Bertrand, aber mit Brandl so wollen die Krefeld
Pinguine am Freitag die Hürde Hannover nehmen.
Krefeld. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos! Diese banale
Aussage trifft auf den Deutschen Eishockey-Meister Krefeld Pinguine
als Drittletzter der DEL zu, bevor er am Freitag (31.10.) um 20 Uhr
gegen die Hannover Scorpions und Sonntag um 18.30 Uhr beim ERC
Ingolstadt seine beiden letzten DEL-Spiele vor der Länderspielpause
absolviert.
Da müssen einfach sechs Punkte her, will man den Kontakt zu den
Play-off-Plätzen, aber was genau so wichtig ist, zu den eigenen
Zuschauern nicht verlieren. Und ausgerechnet in dieser brenzligen
Situation muss Trainer Butch Goring auf sein bisher wichtigstes
Faustpfand, die "french connection" (20 der 37 Tore), verzichten.
Die Spielsperren für seinen besten Torjäger Marc Beaucage und den
Top-Assistenten Eric Bertrand das Duo erzielte zusammen mehr als ein
Viertel der insgesamt 37 Tore schmerzen und bringen dem Coach
Aufstellungssorgen. Da muss er schon seinen erst für nach der
Länderspielpause wieder vorgesehenen und noch nicht ganz genesenen
alten Recken Thomas Brandl vorzeitig ins Spiel bringen, will er die
Lücke zumindest ein wenig schließen.
Ob Brandls lädierte Schulter da mitspielt, bleibt abzuwarten. Egal,
wie er es in den neu zu formierdenden Sturmreihen anstellt, er wird
es schwer haben, vier Blöcke gegen die giftigen Scorpione zu
stellen. Vielleicht muss Nachwuchsspieler Daniel Pietta aushelfen.
Und im Tor? Marcus Janka in seinem dritten Einsatz oder wieder
Robert Müller? Man darf davon ausgehen, dass Müller wieder zwischen
den Pfosten steht, auch wenn Janka gegen Nürnberg und in Hamburg
nicht schlecht gestanden hat. Im übrigen dürfen sich die Spieler von
Sonntagabend an auf fünf freie Tage (3. bis 8. Nov.) freuen. Nur
Robert Müller (Deutschland), Marcel Rodman (Slowenien) und Chris
Kelleher (USA) haben Länderspiel-Aufgaben. Am 11. November steht
dann mit dem Pokalspiel gegen Nürnberg Ice Tigers die nächste
Aufgabe an, am Freitag, 14. November geht es in der DEL mit dem
Spiel in Frankfurt weiter.
Da sollten sich die Akteure in den kommenden beiden Spielen
überlegen, ob sie diese freien Tage durch vermeidbare Niederlagen
aufs Spiel setzen. Denn irgendwann wird auch der sanftmütigste
Pinguine in der Chefetage so gereizt, dass er zu unpopulären
Maßnahmen greifen wird. Und die können dann nur heißen "freie Tage"
opfern und trainieren. Aber soweit muss es ja nicht kommen.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Erstes Saison-Drittel verpatzt
"Uns laufen die Zuschauer weg", sagt KEV-Geschäftsführer Schäfer
nach den ersten 16 Spielen.
Krefeld. Wie lange können es sich die Pinguine-Verantwortlichen noch
leisten, in Meisterschafts-Euphorie zu schwelgen und die Augen vor
der Realität verschließen? Die harte Realität: Sechs Punkte aus den
letzten zehn Spielen, Platz zwölf in der Tabelle, gar Platz 13 in
der Torschützenliste, beängstigender Zuschauerschwund, angekündigte
Fanproteste, ein immer nervöser reagierender Sportdirektor/Trainer
Butch Goring. Und wie reagiert die Pinguine-Führung darauf? Mit
Gesprächen. Pinguine-Boss Wilfrid Fabel: "Ich war einige Tage nicht
da. Ich werde ein Gespräch mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden suchen
und die Thematik ansprechen."
Die Dramatik der Situation offensichtlich besser erkannt hat
Geschäftsführer Wolfgang Schäfer: "Uns laufen die Zuschauer weg.
Gegen Nürnberg haben wir schon draufgelegt, was gegen Hannover
passiert, daran wage ich gar nicht zu denken." Das Argument der
Zuschauerflaute hat im übrigen bereits Doug Mason und Chris
Valentine das Amt gekostet. Das kann Butch Goring wohl nicht
passieren. Er ist mit einem Vertrag ohne Klauseln als Sportdirektor
und Trainer bis 2005 ausgestattet, und er hat dazu noch Optionen für
weitere Jahre. Und damit alle sportliche Macht. "Ich will mich nicht
in meiner Arbeit von den Unwägbarkeiten der Tabelle abhängig
machen", verdeutlichte Goring im Sommer, warum er auf einem
langfristigen Kontrakt bestanden hatte. Gegen den erklärten
Widerstand einiger "Erfahrener" in der Pinguin-Teppichetage wie
Geschäftsführer Wolfgang Schäfer, denn bereits bei den Vorgängern
hatte dies hohe Abfindungen gekostet.
Schwachpunkt dabei: "Seine Mannschaft", für deren Zusammenstellung
und Leistung er die Verantwortung übernommen hat, bleibt hinter
allen Erwartungen zurück. Goring, aber auch die Krefeld Pinguine und
ihre Fans, sind auf Gedeih und Verderben (nur noch eine
Ausländer-Lizenz frei) auf diese Mannschaft, die sichtbar nicht das
Format des Meisterteams hat, angewiesen.
Und da heißt es: Ärmel hochkrempeln, arbeiten, arbeiten. Und da
trifft es sich gut, dass nach den beiden Wochenendspielen die
Länderspielpause (zwölf Tage) kommt. Irritierend allerdings: Derzeit
hat Trainer Butch Goring in dieser Phase für eine Woche eine
USA-Reise angekündigt . . .
Von Walther Lenders und Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
KREFELD PINGUINE
Häufiger so orientierungslos wie Lanier wirkten die Pinguine
Freitagabend insgesamt in der Partie gegen Nürnberg.
Pinguine gegen Nürnberg lange Zeit enttäuschend
Erst nach einem 1:3-Rückstand wachte das Team von Butch Goring auf,
erkämpfte sich den Ausgleich, um am Ende doch nach Penalty mit 3:4
den Kürzeren zu ziehen.
Krefeld. So ein Pech! Da hatten sich die Krefeld Pinguine nach
schwachem Start durch eine engagierte Leistung auf 3:3 herangekämpft
und mussten den Zusatzpunkt beim Penalty-Schießen doch den Nürnberg
Ice Tigers überlassen. Steve Larouche war der Glückliche, der als
einziger bei den zehn geschossenen Penaltys traf: Endstand 3:4. Die
Krefeld Pinguine begannen die wichtige Heimpartie gegen die Nürnberg
Ice Tigers zeitweise wie eine Nachwuchsmannschaft. In den ersten
zehn Minuten wurden sie nach Strich und Faden ausgespielt und hätten
deutlicher als nur 0:1 in Rückstand geraten können.
Das Team von Meistertrainer Butch Goring spielte zumindest im ersten
Drittel oft nur eine Statistenrolle gegen die agilen und
kombinationssicheren Nürnberger. Und doch holte es ein 1:1, weil die
"French Connection" wieder einmal glänzte (16.). Eric Bertrand
bediente Robert Guillet und der hatte keine Mühe, den Nürnberger
Torhüter Michaud auszuspielen.
Die kalte Dusche kam dann eingangs des zweiten Abschnitts, als der
Tscheche Marian Cesar in der 21. und 24. Minute das Franken-Team mit
3:1 in Führung brachte. Entnervt verließ Nationaltorhüter Robert
Müller daraufhin das Krefelder Gehäuse und machte erstmals in dieser
Saison Platz für Markus Janka. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste
das spielbestimmende Team in der Rheinlandhalle und führten zu
Recht. Erst als die Krefelder von der 35. Minute an auf Kampf und
Einsatz umschalteten, wurden sie zum gleichwertigen Gegner. Die
Nürnberger stellten zwar weiterhin das technisch versiertere Team,
aber die Mannen von Butch Goring wusste nun mit ihrer kämpferischen
Note die Partie auszugleichen.
"Wir wollen euch kämpfen sehen", erscholl es anfangs in der
Rheinlandhalle, und die Stimmung war auf dem Nullpunkt beim Stande
von 1:3. Erst als Eigengewächs Adrian Grygiel in der 46. Minute auf
2:3 verkürzen konnte, wurden die 3 116 Fans, die zuvor mit
zahlreichen hämischen Rufen eher den Gegner als die eigene
Mannschaft unterstützt hatten, wach und standen wieder hinter den
Pinguinen. Und in der 55. Minute fiel dann in Überzahl der erlösende
3:3Ausgleichstreffer. Chris Herperger war der Torschütze, bedient
von den schwachen Abwehrspielern Shayne Wright und Justin Kurtz. Von
jetzt an spielten nur noch die Krefelder, belagerten in den letzten
fünf Minuten permanent das Nürnberger Gehäuse, doch der erlösende
Siegtreffer wollte in der regulären Spielzeit nicht mehr fallen.
Für diese engagierte Leistung, wozu die Goring-Schützlinge
allerdings die "Brechstange" auspacken mussten, gab es dann am Ende
noch verhaltenen Beifall von den Rängen. "Wir haben uns zuletzt
immer selber ein Loch gegraben und sind erst danach besser
geworden", resümierte Pinguine-Coach Butch Goring, "wir müssen
einfach selbstbewusster werden, mehr Emotionen über 60 Minuten
zeigen, um Erfolg zu haben."
SPIEL-STATISTIK
Krefeld Pinguine - Nürnberg Ice Tigers 3:4 (1:1, 0:2, 2:0, 0:1) n.P.
Pinguine: Müller (ab. 24. Janka) - Kurtz/Wright, Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher
-Bertrand/Beaucage/Guillet, Appel/Yake/Herperger, Grygiel/Lanier/Raubal,
Rodman/Ziesche/Dück
Tore: 0:1 (4:04) Rumrich, 1:1 (15:58) Guillet (Bertrand/Luongo), 1:2
(20:57) Cisar, 1:3 (23:4) Cisar, 2:3 (45:05) Grygiel (Kurtz), 3:3
(54:38) Herperger (Wright, Kurtz), 3:4 Larouche.
Zuschauer: 3 116
Schiedsrichter: Awizus (Bad Kissingen)
Strafminuten: Krefeld 26, Nürnberg 22
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Ein Wochenende der Wahrheit
Eishockeymeister Krefeld Pinguine muss Freitag gegen Nürnberg und
dann in Hamburg Farbe bekennen.
Krefeld. "Wir stehen vor einem sehr, sehr wichtigen Wochenende",
ließ Pinguine-Trainer Butch Goring gestern wissen. Ein Satz, der
auch schon vor den beiden letzten Spielen gefallen war, und die
derzeit brenzlige Situation des Deutschen Meisters beschreibt. Platz
zwölf mit zwei Punkten Abstand zu den Play-off-Plätzen, das
vorletzte Wochenende vor der Länderspielpause (3. bis 14. November),
die Spiele gegen Nürnberg Freitag in der Rheinlandhalle (20 Uhr) und
am Sonntag bei den Hamburg Freezers (14.30 Uhr) werden
voraussichtlich, wie auch Goring äußerte, auf längere Sicht
richtungsweisend sein.
Dass Butch Goring sich mit den drei Punkten zwei in Iserlohn, einer
gegen die DEG vom letzten Wochenende im Prinzip zufrieden gab, zeigt
auf, dass die Ansprüche derzeit nicht allzu hoch sind. Darum heißt
auch die Devise "dranbleiben", denn Top-Leistungen kann man von dem
Team derzeit nicht erwarten. Zudem fehlt immer noch die Harmonie und
das Zusammenspiel, darüber hinaus ist man bei den so genannten "special-teams"
bei Über- und Unterzahl nicht konstant genug. Zudem hängen einige
Akteure, wie die Abwehrspieler Justin Kurtz, Shayne Wright und die
Stürmer Marcel Rodman und Terry Yake noch beträchtlich hinter den
Erwartungen zurück.
Personelle Sorgen hat Goring nicht, denn bis auf den verletzten
Thomas Brandl sind alle Akteure einsatzbereit. "Von der zweiten
Offensivreihe mit Terry Yake, Marcel Rodman und Chris Herperger
erwarte ich mehr Tordrang. Sie hat bei fünf gegen fünf erst ein
einziges Tor erhielt", analysiert der Coach. Zufrieden stellt in der
Offensive eigentlich nur die "french-connection".
Gegner Nürnberg Ice Tigers gehört bisher zu den positiven
Überraschungen der Liga. Er rangiert auf Platz vier, hat auch
auswärts schon gut gepunktet. Mit 14 neuen Spielern hat Trainer Greg
Poss, der zuvor bei den Iserlohn Roosters arbeitete, das Team
verjüngt und schneller gemacht. Davon haben auch die Pinguine
profitiert, denn Rob Guillet und Terry Yake spielten in der letzten
Saison noch auf Nürnberger Seite. Die Bilanz sieht nicht sonderlich
gut aus, denn von den letzten sechs Heimspielen konnten die Pinguine
nur eines für sich entscheiden. Aber diesmal muss es klappen, denn
noch tiefer nach unten darf der Meister nicht fallen. An einen neuen
Spieler denkt Goring nach eigener Aussage derzeit nicht. "Es sei
denn, wir finden einen, der ständig 30 Tore in der Saison macht und
bezahlbar ist." Aber daran glaubt auch der Trainer nicht.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Bloß nicht noch tiefer rutschen
Nach knapp einem Viertel der Saison sind die Krefeld Pinguine (noch)
nicht im Soll. Kann ein neuer Torjäger helfen?
Krefeld. Am Freitag wird für die Krefeld Pinguine mit dem Spiel
gegen die Nürnberg Ice Tigers das erste Viertel der Spielzeit
2003/04 abgeschlossen. Kein guter Saisonauftakt, denn der Deutsche
Meister liegt auf Platz zwölf, und mit 16 Punkten deutlich hinten
den Erwartungen zurück. Sechs Niederlagen aus den letzten sieben
Spielen haben die Talfahrt des Meisters bewirkt. Doch noch herrscht
keine Alarmstimmung, denn der Abstand zu den begehrten
Play-off-Plätzen beträgt derzeit "nur" zwei Punkte.
Trainer Butch Goring und sein Team wissen allerdings, dass man den
Kontakt zu den vorderen Plätzen nicht zu weit abreißen lassen darf.
"Wichtig ist, dass wir nach fünf Niederlagen wieder gepunktet
haben", glaubt Nationaltorhüter Robert Müller an das Team, weiß aber
auch, "in den nächsten Spielen müssen wir höllisch aufpassen.
Ob er damit seine Vorderleute meint? Es waren zuletzt fast nur
persönlichen Fehler, die zu den Gegentoren führten. Und hier sind
vor allem die beiden Abwehrspieler Shayne Wright und Justin Kurtz zu
nennen, die derzeit unter ihren Möglichkeiten spielen. Vielleicht
sollte Goring dieses "Pärchen" trennen.
Allerdings wäre es falsch, die Talfahrt nur der Abwehr zuzuschieben.
Mit lediglich 32 Treffern stellen die Pinguine den zweitschwächsten
Angriff hinter Ingolstadt (29 Tore). Auch gegen die DEG Metro Stars
war es die schlechte Chancenauswertung, die vor allem im ersten
Spielabschnitt auffiel. Lediglich der frühere Düsseldorfer Marc
Beaucage mit sieben und sein Ex-Nürnberger Kollege Rob Guillet vier
Treffer sind im Soll.
Zusammen mit Eric Bertrand (drei Tore) bilden beide die "french
connection", der bisher einzig überzeugenden Sturmreihe der
Pinguine. Da klingt der Ruf nach einem neuen, treffsicheren Stürmer
verständlich. Aber den Pinguinen fehlt das Geld für einen
hochkarätigen Topstürmer. Und nur ein solcher würde helfen. Also
müssen die Krefelder in dieser Saison andere Tugenden wie Teamwork
und Kampfkraft zeigen, um zum Erfolg zu kommen.
In diese Beurteilung passt auch, dass Nationaltrainer Hans Zach in
den Kader für die nächsten Länderspiele nur Torhüter Robert Müller
eingeplant hat. Ansonsten ist kein Pinguin im Aufgebot zu finden.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
6. Dezmeber 2004: Pinguine-Tag
An der neuen Arena an der Westparkstraße wird am 14. November der
Grundstein gelegt. Betrieb startet am Nikolaustag 2004.
Krefeld. Nachdem vor einigen Wochen der erste Spatenstich für die
Arena "König Palast Krefeld" an der Westparkstraße gegenüber der
Rheinlandhalle erfolgte (die WZ berichtete), ist mittlerweile mit
dem Baugrubenaushub begonnen worden. Noch im Laufe dieses Monats
werden erste Stützen und Fertigteile montiert. Der Geschäftsführer
der Krefelder Bau-GmbH, Hubertus Hirsch: "Damit kann wie geplant am
14. November der Grundstein gelegt werden."
Bei der Beauftragung der "Hochtief-Construction-AG" als
Generalunternehmer hat die Krefelder Bau-GmbH vertraglich
vereinbart, dass bei der Beauftragung von Nachunternehmern auch
regionale Unternehmen aufzufordern sind. Als erstes Ergebnis dieser
Vereinbarung wird das Krefelder Bauunternehmen Karl Heuck aus Linn
den Auftrag für die Rohbauarbeiten mit einem Volumen von etwa zwei
Millionen Euro erhalten.
Am Nikolaustag 2004 soll der "König Palast Krefeld" in Betrieb
gehen. Die Arena wird 116 Meter breit, 93 Meter tief und 19 Meter
hoch und damit eines der größten Gebäude in Krefeld. Fassade und
Dach sollen ab 1. März gebaut werden, parallel läuft dann der
technische und Innenausbau. Die Gesamtinvestition wird von der
Bau-GmbH mit 29,6 Millionen Euro beziffert.
Die GmbH ist Bauherr und Investor für die neue Mehrzweckhalle. Als
Architekten zeichnet das Büro Rhode, Kellermann und Wawrosky aus
Düsseldorf verantwortlich, für die Landschaftsplanung sind es Rheims
und Partner aus Krefeld. Primär wird die dreistöckige Halle für
Eishockey genutzt, darüber hinaus für Großveranstaltungen aller Art,
Tagungen, Kongresse, Aus-stellungen, andere Sportveranstaltungen,
Konzerte. Der Umbau ist innerhalb von zwölf Stunden möglich. Das
Fassungsvermögen liegt bei 8000 Zuschauern, bei Einbeziehung des
Innenraums bei 9000.
Insgesamt gibt es 2500 Stehplätze, 24 Logen, einen Business-Club für
440 Besucher und 5500 Sitzplätze. Je nach Zugkraft einer
Veranstaltung ist die Halle durch mobile Vorrichtungen auch
abtrennbar. Ein Teil der Tribünen ist mobil, so dass für
Veranstaltungen ein erhebliches Potenzial an multifunktional
nutzbarer Fläche entstehen kann. Parkplätze werden sowohl im Vorfeld
der Halle an der Westparkstraße als auch im Zusammenhang mit der
benachbarten Niederrheinhalle sowie an der Girmesgath hergerichtet.
Das Finanzierungskonzept ruht auf vier Säulen. Die Banken geben
einen durch eine Bürgschaft der Stadt für die Bau GmbH gedeckten
Kredit von 14,5 Millionen, die Stadt selbst gibt einen Zuschuss von
6,1 Millionen und die Bau-GmbH investiert 3,3 Millionen Euro.
Betreiber und Pächter ist die Seidenweberhaus-GmbH. Die bringt über
die Vergabe von Nutzungsrechten und das Marketing der Halle, den
Verkauf der Logen und Business-Seats den "Rest" auf.
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Grünes Licht für Stürmer?
Zuerst Jubel, dann etwas Frust, am Ende doch Zufriedenheit: Die rund
200 Düsseldorfer Fans lebten den rheinischen Schlager später in
Polizeibegleitung auf dem Heimweg aus. Zu Zwischenfällen kam es
nicht.
Krefeld. Vor dem Spiel hatte es eine große Sympathiebekundung für
eine beispielhafte Fan-Aktion gegeben. Der 14-jährige Pinguine-Fan
Niko, der im Klinikum wegen Nierenkrebs behandelt wird, hatte von
den Ärzten "Stadion-Erlaubnis" erhalten. Die Fans machten mit
Wunderkerzen und aufmunternden Gesängen Mut. Nicht kommentieren
wollte Pinguine-Chef Wilfrid Fabel die Tagung mit der sportlichen
Führung am letzten Freitag.
Es sickerte aber durch, dass Trainer Goring offensichtlich doch
grünes Licht für eine weitere Spieler-Verpflichtung erhalten soll.
An einen dringend benötigten Torjäger ist dabei gedacht. Goring
selber dementierte vehement jegliche Absicht, Krefeld zu verlassen.
"Das sind alles nur Gerüchte, an denen nichts dran ist", ließ der
Pinguine-Coach wissen.
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Aufholjagd gegen DEG halbwegs belohnt
Mit einem furiosen Endspurt holten die Krefeld Pinguine nach einem
0:3-Rückstand gegen die DEG ein 3:3, verloren aber nach Penalty den
Zusatzpunkt.
Krefeld. Das war ein glücklicher Punkt. Im Rheinischen Duell gegen
die DEG Metro Stars hatte der Gast aus der Landeshauptstadt bis zur
58. Minute drei Punkte mit einer 3:1-Führung sicher, dann schafften
die Krefeld Pinguine innerhalb von 60 Sekunden noch durch zwei
Treffer den 3:3-Ausgleich. Beim Penaltyschießen fehlte dann
offensichtlich die Konzentration, um noch den Zusatzpunkt zu
schaffen, den sich die Gäste aufgrund des Spielverlaufes verdient
hatten.
Es wurde erneut deutlich, dass sich die Krefeld Pinguine spielerisch
noch mächtig steigern müssen, wenn sie wieder die Play-off-Plätze
erreichen wollen. Sechs Punkte hatte Trainer Butch Goring nach den
fünf Niederlagen in Folge von diesem Wochenende erwartet, drei
wurden es nur. Leistungsmäßig hatten die Krefelder auch nicht mehr
verdient, benötigten in beiden Spielen auch etwas Glück, um
Rückstände in letzter Sekunde noch ausgleichen zu können.
Mehr als die Hälfte des Spieles war schon vorbei, ehe der erste
Torschrei kam. Zwar verhalten, denn nur knapp 200 Düsseldorfer Fans
unter den 5048 Zuschauern durften jubeln, als Pat Mikesch in
Überzahl eine Vorlage von Daniel Kreutzer zur DEG-Führung nutzen
konnte. Lange Gesichter auf den Tribünen, als Abwehrspieler Justin
Kurtz mit einem verhängnisvollen Fehler das 2:0 durch Trond
Magnussen einleitete. Der Norweger konnte alleine auf und davon
ziehen und auch Torhüter Robert Müller versetzen.
Früh verließen zahlreiche enttäuschte Zuschauer die Rheinlandhalle,
als Daniel Kreutzer gar auf 3:0 für die Gäste erhöhte (43.). Die
Pinguine, vorher spielerisch den Gästen unterlegen, zeigten nun
zumindest Moral, kämpften endlich um jeden Puck und wurden in der
Schlussphase auch belohnt. Das 3:1 durch den Ex-Düsseldorfer Marc
Beaucage brachte die DEG noch nicht aus dem Tritt, als aber in der
Schlussphase auch die Gangart der Pinguine etwas rustikaler wurde,
schlich sich Nervosität bei den Gäste ein und Chris Luongo (58.) mit
einem Distanzschuss und Marc Beaucage praktisch mit der letzten
Kraftanstrengung 60 Sekunden später sorgten noch für den
überraschenden 3:3-Ausgleich.
Bei den abschließenden Penaltys traf dann nur noch Beaucage, Wright,
Guillet, Yake und Appel scheiterten. Die DEG hatte mit Pellegrims
und Keutzer zumindest zwei Torschützen und kassierten den
Zusatzpunkt. Zufrieden sein konnte Trainer Butch Goring nicht mit
der Leistung seines Teams, denn lediglich in kämpferischer Hinsicht
ist eine Besserung zu verzeichnen. Es fehlt das spielerische
Verständnis und der Feinschliff.
SPIEL-STATTISTIK
Krefeld Pinguine - DEG Metro Stars 3:4 (0:0, 0:2, 3:1/0:1) nach
Penaltyschießen
Pinguine: Müller - Kurtz/Wright, Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher -
Bertrand/Beaucage/Guillet, Herperger/Yake/Rodman, Grygiel/Lanier/Raubal,
Appel/Ziesche/Dück
Tore: 0:1 (35:06) Mikesch (Kreutzer/Pellegrims), 0:2 (38:29)
Magnussen, 0:3 (42:24) Kreutzer (Mikesch/Tory), 1:3 (43:37) Beaucage
(Guillet/Bertrand), 2:3 57:47) Luongo (Grygiel), 3:3 (58:57)
Beaucage (Guillet/Kelleher), 3:4 Penalty Kreutzer
Zuschauer: 5 048 Schiedsrichter: Harald Deubert (Bad Kissingen)
Strafminuten: Krefeld 12, Düsseldorf 12
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Endlich: Sieg in Iserlohn - Guillet behielt die Nerven
Die Pinguine setzten sich mit 4:3 im Penaltyschießen bei den
Iserlohn Roosters durch.
Iserlohn. Die Serie von fünf Niederlagen beendeten die Krefeld
Pinguine gestern bei den Iserlohn Roosters. Doch nicht mit drei
Punkten sondern mit einem mühsamen 4:3 (1:0, 1:2, 1:1,
1:0)-Penalty-Sieg. Zufrieden können die Krefelder erst sein, wenn
sie Sonntag (18.30 Uhr) in der Rheinlandhalle gegen die DEG Metro
Stars siegen, die am Freitag Augsburg mit 7:1 deklassierten.
Kämpferisch zeigte das Team von Trainer Butch Goring gestern
zeitweise eine ansprechende Leistung, spielerisch blieb es
allerdings einiges schuldig. Zudem machten sich die Pinguine durch
völlig unnötige Strafen das Leben selber schwer, mussten einen 2:0
Vorsprung im Mittelabschnitt wieder hergeben und waren am Ende froh,
dass sie nach dem 2:3 Rückstand durch ein Tor von Chris Kelleher
(57.) noch den Ausgleich schafften. Beim Penalty-Schießen waren
Torhüter Robert Müller, der erneut glänzend hielt, und Robert
Guillet, der zwei Penaltys verwandelte, die Matchwinner. Insgesamt
waren auf jeder Seite sechs Penaltys notwendig, weil beide Teams
zweimal trafen. King und Bartolone für Iserlohn, sowie Guillet und
Yake.
Der Auftakt war typisch für ein Team das zuletzt so oft in Rückstand
geraten war. Kaum Bewegung nach vorne, nur Absicherung. Erst als die
Pinguine spürten, dass die Gastgeber spielerisch nicht besser
konnten, wagten sie sich nach vorne. Abwehrspieler Chris Kelleher
erzielte bei Überzahl die Führung (9.). Zum Ende des Drittels wurden
die Pinguine leichtsinnig, mussten eine 3:5 Unterzahl überstehen.
Als Chris Herperger auf 2:0 (30.) erhöhte, schien alles gelaufen.
Doch dann zerstörten die Roosters durch zwei Treffer erst einmal die
Hoffnungen. Kurios der 2:2-Ausgleich als Bryan Adams in Überzahl
einen Puck an Freund und Feind vorbei hob und die Scheibe sich in
der allerletzten Drittelsekunde ins lange Eck senkte. Henderson
(49.) und erneut Kelleher markierten die weiteren Tor zum 3:3.
Pinguine Trainer Butch Goring sagte: "Heute zählten nur die Punkte."
Iserlohns Trainer Doug Mason meinte: "Ich habe in der Schweiz
vergessen, wie die Schiedsrichter in Deutschland sein können",
kommentierte er ironisch die Strafzeitenflut.
SPIEL-STATISTIK
Iserlohn Roosters - Krefeld Pinguine 3:4 (0:1, 2:1, 0:1/0:1)
Pinguine: Müller - Kurtz/Wright, Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher -
Bertrand/Beaucage/Guillet, Herperger/Yake/Rodman, Grygiel/Lanier/Raubal,
Dück/Ziesche/ Appel
Tore: 0:1 (8:20) Kelleher (Ziesche/Beaucage, 0:2 (29:02) Herperger
(Rodman), 1:2 (32:21) King (Black), 2:2 (40:00) Adams, 3:2 (48:49)
Henderson (Cipolla/Black), 3:3 (56:02) Kelleher (Yake/Kurtz),
Penaltyschießen: Guillet
Zuschauer: 3 002 Schiedsrichter: Chvatal (Waldkraiburg)
Strafminuten: Iserlohn 18, Krefeld 22
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
NHL: Duell Brandner gegen Ehrhoff
Schon nach wenigen Tagen sollten sich zwei deutsche Meister in
Nordamerika beim Abenteuer NHL auf dem Eis begegnen.
Krefeld. Doch am dritten Spieltag lief nur Ex-Pinguine-Torjäger
Christoph Brandner für seine Minnesota Wild gegen die San José
Sharks auf. Verteidiger Christian Ehrhoff war nicht im Kader. Dafür
gelang Brandner im dritten Spiel sein erstes Tor, als er die Wild
vor 18 569 Zuschauern im heimischen Xcel Energy Center in Führung
brachte. Pech für den Österreicher: Nach der ersten Drittelsirene
stand es schon 1:3, zudem saß Brandner beim dritten Gegentreffer in
der Kühlbox. Und sein Team konnte nur noch auf 2:3 verkürzen.
San José gewann im fünften Duell in Minnesota zum ersten Mal und
feierte auch gleich den ersten Saisonsieg. Nach drei Spielen holten
beide Teams nur einen Sieg.
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Neuer Sturm gegen Tor-Flaute
Trainer Goring stellt Rodman zu Yake und Herperger. Die Pinguine
spielen am Freitag (17.10.) in Iserlohn.
Krefeld. "Ich habe nach den letzten Trainingseindrücken die Ansicht,
dass die Mannschaft heiß auf dieses Wochenende ist", sagt
Pinguine-Trainer Butch Goring zuversichtlich vor den beiden
wichtigen Spielen in Iserlohn (Freitag, 19.30 Uhr) und gegen die DEG
Metro Stars (Sonntag, 18.30 Uhr) in der Rheinlandhalle. Goring
bekannte aber auch: "Es ist ein richtungsweisendes Wochenende für
uns." Folgen Niederlage sechs und sieben, dann kann der Meister auf
lange Sicht Abschied nehmen vom Anspruch Play-off-Ränge. Für sein
Fernbleiben bei der Pressekonferenz in der vergangenen Woche
entschuldigte sich der Trainer: "Es war eine Irritation. Das wird
nicht wieder vorkommen."
Die kommenden Spiele seien eine besondere Herausforderung. "Wir
haben in den letzten Spielen mehr komische Gegentore erhalten als
man sonst in einer Saison bekommt", so Goring und spielt dabei auf
durch Schläger und Schlittschuhe abgefälschte Pucks an, die den Weg
ins Tor fanden. Da kommt die Begegnung gegen die Iserlohn Roosters
gerade recht, um solcherlei Missgeschick abzustellen. "Ich hoffe
nicht, dass uns so etwas noch mal passiert, außer, wenn wir danach
Meister werden", sagt Goring scherzend auf die 1:8-Pleite der
Pinguine beim letzten Gastspiel angesprochen. Es war das letzte
Rundenspiel vor den Meister-Play-off der vergangenen Saison.
Die Iserlohner sind heimstark und werden unter ihrem neuen Trainer
Doug Mason sicherlich besonders motiviert sein. Bei den Iserlohnern
stehen mit Chris Bartolone und Kapitän Lars Brüggemann zwei
Ex-Krefelder im Team, die zu Masons Zeit bei den Pinguinen beim
Holland-Kanadier in Ungnade gefallen waren. Goring erwartet von
seiner neu formierten zweiten Angriffsreihe mit Terry Yake, Chris
Herperger und Marcel Rodman, dem neuen Mann in dieser Linie, mehr
Offensive und Laufbereitschaft. "Sie müssen unsere Paradereihe
entlasten und Tore erzielen", fordert er. Immerhin haben die
Pinguine die zweitwenigsten Tore aller DEL-Ligisten erzielt.
Möglicherweise kann Paul Dyck nach der langen Verletzungspause
bereits heute wieder gegen sein früheres Team auflaufen. "Das wäre
wichtig, auch für seinen Partner Daniel Kunce", glaubt Goring. Das
letzte Wort über den Einsatz hat allerdings Dyck nach Rücksprache
mit den Ärzten. Thomas Brandl wird erst nach der Länderspielpause
Mitte November wieder mit spielen können.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Ziesche: Im Team braucht nichts gekittet zu werden
Die sportliche Talfahrt mit fünf Niederlagen sorgt für Unruhe rund
um die Pinguine. Die WZ sprach mit Kapitän Steffen Ziesche.
Krefeld. Können die Krefeld Pinguine die Niederlagenserie stoppen
und wieder punkten? Diese Frage beschäftigt die Fans, Mannschaft und
Verantwortliche der Pinguine vor den Spielen gegen die
Tabellennachbarn Iserlohn (Freitag, 19.30 Uhr in Iserlohn) und
Düsseldorf (Sonntag, 18.30 Uhr Rheinlandhalle). Iserlohn hat auf
Platz zehn 14 Punkte, Düsseldorf wie Krefeld auf Platz elf 13
Punkte. Bevor die beiden sportlichen Aufgaben anstehen, wird es
morgen ein von Pinguine-Boss Wilfrid Fabel angeregtes Treffen mit
dem Aufsichtsrat unter Leitung von Wolfgang Schulz, Geschäftsführer
Wolfgang Schäfer und dem Sportdirektor und Trainer Butch Goring um
12 Uhr geben. Themen die sportliche Situation und andere Probleme.
Die WZ sprach im Vorfeld mit Kapitän Steffen Ziesche über die
Situation.
Frage: Vor Jahresfrist standen die Pinguine in ähnlicher Situation.
Damals hatte das Team unter Chris Valentine nach zwölf Spieltagen
14, heute 13 Punkte. Geht es jetzt, wie im Oktober 2002, aufwärts?
Steffen Ziesche: Ich hoffe es, und das Team hofft es. Und natürlich
die Fans. Jede Saison läuft anders, aber es stimmt, damals standen
wir mächtig unter Druck. Und heute auch.
Frage: Mit fünf Siegen ging es seinerzeit wieder aufwärts. Ist daran
jetzt zu denken? Ziesche: Es wäre schön, wenn uns das auch diesmal
gelingen würde. Aber so weit will ich nicht denken. Wir müssen an
diesem Wochenende punkten, und ich bin sicher, das schaffen wir
auch.
Frage: Wie ist die Stimmung im Team? Ziesche: Es ist manches falsch
in das Team hineininterpretiert worden. Wir haben keine
Grüppchenbildung, sind eine Mannschaft. Wir arbeiten hart, wir
wollen gewinnen. Das steht erst einmal ganz oben.
Frage: Und der Teamgeist? Ziesche: Wir hatten am Dienstag einen
gemeinsamen Bowlingabend. Der war lange geplant, kam natürlich
gerade recht. Aber es war kein Abend, um etwas zu kitten, sondern
nur um noch mehr Gemeinschaftsgefühl zu finden. Es war ein netter
Abend, mal ohne Arbeit auf dem Eis.
Frage: Hat er dazu beigetragen, den sportlichen Tiefpunkt zu
überwinden? Ziesche: Das hoffe ich doch. Den Tiefpunkt hatten wir
gegen Köln. Es soll keine Entschuldigung sein, doch das sehr harte
Training zwei Tage vor dem Spiel hatte uns sehr zugesetzt. Wir waren
im Kopf nicht frei, hatten müde Beine. Aber das liegt hinter uns,
wir blicken nach vorne.
Frage: Das Team hat den zweitschwächsten Angriff, gemessen an den
erzielten Toren. Viele Torchancen wurden vergeben, dazu wurde die
Abwehr löchrig. Wie kann man das abstellen? Ziesche: Alle müssen
sich steigern. Jeder Spieler ist gefragt, egal wo er spielt. Aber
ich habe gespürt, dass diese Bereitschaft auch da ist. Ich denke,
jetzt liegt es alleine an uns, wieder nach oben zu kommen.
Frage: Wie entscheidend sind die beiden Spiele für den weiteren
Saisonverlauf? Ziesche: Mit Blick auf die Tabelle zumindest ganz
wichtig. Mein Wunsch ist, in Iserlohn zu punkten und dann mit
unseren Fans im Rücken am Sonntag auch die DEG zu schlagen.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Großalarm bei Pinguinen
Die sportliche Bilanz mit dem Fehlstart liegt auf dem Tisch. Jetzt
ist die Zeit der Gesprächsrunden eingeläutet. Elefantenrunde tagt am
Wochenende.
Krefeld. Nur 13 Punkte aus zwölf Spielen, ein Torverhältnis von
24:30, Platz zwölf in der Tabelle und sinkende Zuschauerzahlen bei
den Heimspielen: Die Krefeld Pinguine haben nach ihrer Deutschen
Meisterschaft im April 2003 einen klassischen Fehlstart hingelegt.
Ungewöhnlich? Nein!
Wie sich die Bilder gleichen. Auch in der vergangenen Spielzeit sah
die Bilanz nur unwesentlich anders aus: Nach zwölf Spielen
rangierten die Pinguine mit 14 Punkten und 21:33-Tore ebenfalls
fernab der Play-off-Ränge. Damals, im Oktober 2002, Trainer Chris
Valentine stand in der Kritik, hatte aber Rückendeckung der
Gesellschafter und des Aufsichtsrates, folgten aus den nächsten
sechs Spielen fünf Siege. Ein goldener Oktober führte die Pinguine
wieder nach oben in die Play-off-Plätze.
Doch wie aus der aktuellen, misslichen Situation sich befreien,
lautet die Kardinalfrage, auf die Trainer, Mannschaft,
Geschäftsführung und Gesellschafter Antworten geben müssen.
Pinguine-Boss Wilfrid Fabel hatte nach der blamablen 2:6-Niederlage
gegen die Kölner Haie am vergangenen Donnerstag formuliert: "Wir
wollen attraktives Eishockey. Und das mit Meistertrainer Butch
Goring."
Der Coach, nach den fünf Niederlagen in Folge natürlich in Sorge,
ließ seine Cracks gestern erstmals an dem üblicherweise freien
Montag antreten und trainieren. Eine Maßnahme, die auch auf eine
härtere Gangart hinweist. Denn es gibt viel zu tun. Mit nur 24 Toren
haben die Pinguine hinter Ingolstadt die schlechteste Trefferquote,
Überund Unterzahlspiel funktionieren nicht, die Pinguine haben keine
guten "Special-Teams" mehr auf dem Eis.
Nach dem Training hatten Goring und Clark ein Gespräch mit
Geschäftsführer Wolfgang Schäfer, bei dem Irritationen ausgeräumt
wurden. Bei dem Gespräch vereinbart wurde auch eine Gesprächsrunde
mit der Mannschaft. Auch Kapitän Steffen Ziesche war gestern zu
einer Visite bei der Geschäftsführung. Darüber hinaus soll eine
"Elefantenrunde" mit Pinguine-Boss Wilfrid Fabel, sportlicher
Leitung, Geschäftsführung und Aufsichtsrat nach Rückkehr des
Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Schulz am Wochenende stattfinden.
Gary Clark: "Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, dann wird sich
sicherlich manches leichter gestalten." Personell wird sich
gegenüber dem letzten Wochenende wenig ändern. Thomas Brandl und
Paul Dyck sind zwar auf dem Eis, aber bis zum kommenden Wochenende
dürfte ein Einsatz zu früh kommen.
Wegen der Teilnahme der Pinguine am Spengler-Cup wurden folgende
Spiele verlegt: in Nürnberg (26.12. auf 27.1.), gegen DEG (28.12 auf
2.3.), in Iserlohn (30.12. auf 18. 11.). Das Pokalspiel gegen
Nürnberg am 11. November ist um 20 Uhr.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Wer bremst den Fahrstuhl?
Das war der "fünfte Streich" der Pinguine - mit 1:3 verloren die
Krefelder bei den Kassel Huskies und rutschten auf den drittletzten
Tabellenplatz ab.
Kassel. Die Talfahrt des Deutschen Meisters geht weiter. Bei den
Kassel Huskies setzte es am Sonntag Abend mit 1:3 (1:1, 0:0, 0:2)
die fünfte Niederlage in Folge. Damit rutschte das Team von Trainer
Butch Goring in der Tabelle auf den zwölften Platz ab, hat jetzt nur
noch Freiburg und Ingolstadt hinter sich. Zwei Drittel lang hielten
die Krefelder im Aue-Stadion vor 4 125 Zuschauern mit einem
zwischenzeitlichen 1:1 noch mit, mussten sich aber mit zwei Toren im
Schlussabschnitt geschlagen geben. Dabei hatte das Pinguine-Team
entgegen der letzten Niederlagen endlich einmal kein schnelles
Gegentor kassiert. Dennoch gerieten die Krefelder in Rückstand.
Ein abgefälschte Schuss von Ted Cordwell (14.) traf die Krefelder
wie ein Keulenschlag. Doch im Auftaktdrittel stimmte die Moral, denn
Rob Guillet konnte eine Kombination der "French-Connection" zum 1:1
(19.) abschließen. Hoffnung keimte auf, als auch der Mittelabschnitt
ohne Rückstand verlief, obwohl Kassel die besseren Chancen hatte.
Doch stets war Torhüter Robert Müller zur Stelle, wenn es brenzlig
wurde.
Das Unheil kam im letzten Spielabschnitt. Bei einem Schuss von Nick
Naumenko bei Überzahl der Huskies war ein Krefelder Schläger
dazwischen, der Puck trudelte unhaltbar an Robert Müller vorbei zum
1:2 ins Krefelder Gehäuse. Als dann der Österreicher Matthias
Trattnig, am Sonntag der beste Stürmer auf dem Eis des Aue-Stadions,
in der zum 3:1 (47.) traf, war das Spiel entschieden. Den Pinguinen
fehlte, wie schon in den letzten Begegnungen, die Kraft, aber auch
das Spielvermögen, sich noch einmal auf zu bäumen.
Nimmt man das Schussverhältnis mit 31:26 für Kassel und notiert auch
noch zwei Pfostenschüsse, so geht der Sieg für die Hessen in
Ordnung.
Pinguine-Trainer Butch Goring war trotz der Niederlage nicht
unzufrieden. "Es war ein gutes Spiel, das über zwei Drittel
ausgeglichen war. Ich bin zufrieden mit unseren Anstrengungen." Axel
Kammerer, Trainer der Huskies, sagte: "Wir hatten die bessere
Kampfmoral und auch die entsprechend gute Einstellung."
Für die arg gebeutelten Pinguine geht es jetzt am Freitag zu den
unter ihrem neuen Trainer Doug Mason gestern mit 6:3 gegen Hannover
siegreichen Iserlohn Roosters, ehe am Sonntag dann das Nachbarduell
gegen die DEG Metro Stars in der Rheinlandhalle ansteht. Beide
Gegner zogen gestern in der Tabelle an den Krefeldern vorbei.
Statistik
Kassel Huskies - Krefeld Pinguine 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)
Pinguine: Müller Kurtz/Kunce, Luongo/Kelleher, Wright Bertrand/Beaucage/Guillet,
Herperger/Yake/Rodman, Ziesche/Lanier/Raubal, Grygiel/Appel/Dück
Tore: 1:0 (13:45) Crowley (Walberg), 1:1 (18:07) Guillet (Bertrand/Beaucage),
2:1 (44:10) Naumenko (Robitaile/Serikow), 3:1 (46:30) Trattnig (Serikow/Walberg)
Zuschauer: 4 125
Schiedsrichter: Gerhard Müller (Schierke)
Strafminuten: Kassel 8, Krefeld 12
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Das eigenwillige Spiel mit den Händen
Es knistert bei den Pinguinen: Geschäftsführung und Trainer sind
sich nicht mehr grün, Gesellschafter ohnmächtig? Und Fabel zuckt
ratlos die Schultern.
Krefeld. Die Haut ist dünn, die Nerven liegen blank noch vor dem
ersten Frost gibt es bereits reichlich Frust bei den Pinguinen. Das
durch den Meisterjubel übertönte Knirschen im KEV-Gebälk ist rund um
die Rheinlandhalle und die noch zu bauende Arena mittlerweile
unüberhörbar. Geräuschquellen gibt es viele: Beispielsweise die
Reibungen zwischen Geschäftsstelle und Sportlicher Leitung/Trainer.
Das Krachen unter dem Stichwort "Butch war kurz futsch" sprich das
Fernbleiben des Trainers bei der Pressekonferenz in der
Geschäftsstelle zeigt auch, dass man dies nun nicht mehr unter den
Teppich kehren kann oder will.
Oder Beispiel Gesellschafter: Ihre Gesichter wurden am Donnerstag
lang und länger manchmal ist es sinnvoll, für eine
Situationsbeschreibung eben nicht den Tag danach abzuwarten, sondern
die Eindrücke während des Debakels zu sammeln.
Geschäftsführer Wolfgang Schäfer verbrachte das letzte Drittel der
Pinguin-Demütigung in den Katakomben, mochte gar nicht mehr
hinsehen. Auch Generalbevollmächtigter Wilfrid Fabel konnte keine
gute Miene zum bösen Spiel machen. "So spielt man uns keine
Zuschauer in die Halle, weder in die alte, und erst recht nicht in
die neue ", polterte Fabel noch vor der Schluss-Sirene. Um dann
ratlos die Schultern zu zucken: "Aber was sollen wir machen?"
Auch irgendwie ratlos, aber erheblich aggressiver der sportlich
Verantwortliche: Gorings erboster Ausfall nach dem Spiel, mit dem er
mehr Zuspruch für die wankenden Pinguine-Akteure einfordern wollte,
wirkte überaus befremdlich. Sein "die Spieler brauchen gerade jetzt
die Unterstützung" mag zwar richtig sein gilt aber weit mehr für
Trainer als für kräftig zahlende Zuschauer.
Gorings Versuch, mit einem völlig verwirrenden "Drill-Training" am
Dienstag die Mannschaft aus dem negativen Rhythmus zu bringen, war
nicht erfolgreich. Müde, blass, schlicht "platt" waren die Pinguine
leichte Beute für die Haie und eine Beute, die sich nicht einmal
aufbäumte und wehrte.
Dieses dürfte indes leichter zu beheben sein, als die Schwächen
derer, die Gorings Stützpfeiler im neuen Team sein sollten.
Verteidiger Justin Kurtz steht völlig neben den Schlittschuhen, kann
seine Vorschusslorbeern in keinster Weise rechtfertigen. Kollege
Chris Kelleher müht sich, ist aber alles andere als eine tragende
Säule, Shayne Wright schlicht "blass".
Dramatische Folge dieser Schwachpunkte: Kein Druck von der "blauen
Linie" beim Überzahlspiel. Nur: "In dieser Liga entscheidet man die
meisten Spiele in Überzahl", so Co-Trainer Gary Clark.
Nun hat Goring schon Stürmer Terry Yake an "die Blaue"
zurückgezogen, um die Schwächen zu kompensieren. Doch "gepaart" mit
dem unsicheren Kurtz ist auch der von Goring in der letzten Woche
noch arg gescholtene Yake überfordert. Andererseits: Was will Goring
tun? Er muss den Wackelkandidaten Eiszeit geben, denn er kann sie
nicht mehr austauschen, muss auf steigende Form hoffen.
Es ist der "Wurm drin", bei den Pinguinen. Und das Knirschen im
Gebälk ist ein untrügliches Zeichen, dass die Beteiligten lieber mit
ihren Händen auf die anderen zeigen, als die Hände zum Halten ihres
Teils zu nutzen.
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Pinguine-Abwehr ist ein aufgescheuchter Hühnerhaufen
In vier Spielen kassierte das Team 19
Gegentore, in sieben Spielen zuvor waren es nur elf. Ärger gibt es
um die Kleiderordnung.
Krefeld. Die Nacht war unruhig, der Morgen trist selbst wenn die
Sonne am Wochenende wieder lachen soll. Bei den Pinguinen lacht
keiner. Zu ernst ist die Lage, zumal die Wolken weiter Wasser
tanken. Das reinigende Gewitter steht noch bevor. Die Lage nach der
2:6-Pleite gegen die Haie und dem Morgentraining: Analyse der
Fehlerquellen. Tenor im Team: Ein Ende der Niederlagenserie und in
Kassel gewinnen. Trainer Butch Goring beobachtete mit ernstem
Gesicht in erster Linie die Abwehrarbeit. Mal sehen, ob es geholfen
hat. Vier Niederlage in Folge mit 11:19-Toren und der Rausschmiss
aus den Play-off-Plätzen haben dem Meister mächtig zugesetzt. Was
tobt da für ein Virus in der Pinguine-Abwehr?
In den ersten sieben Begegnungen kassierte das Team nur elf
Gegentreffer und dabei mitgerechnet ist der "Ausreißer" gegen die
Hamburg Freezers mit gleich fünf Gegentoren. Da war Butch Goring
noch voll des Lobes über die Abwehr und das Defensivverhalten in
Unterzahl.
Die Diskrepanz zum Ist-Stand kann der Trainer offensichtlich auch
nicht erklären. Erkenntnis der Analyse ist hingegen: Immer wenn die
Pinguine frühe Gegentore kassieren, kommen sie in Schwierigkeiten
und verlieren. Das war bei den Niederlagen in den vergangenen vier
Spielen so.
Am Sonntag in Kassel wird das Team in gleicher Besetzung auflaufen
wie gegen Köln, denn lediglich Chris Kelleher hat sich die Hand
verstaucht,. Wichtig dürfte erneut das erste Drittel sein.
Co-Trainer Gary Clark: "Darüber haben wir gesprochen. Wir müssen
endlich selber in Führung gehen, und nicht wieder so dumme und
vermeidbare Tore kassieren wie zuletzt."
Aber selbst bei einem Sieg in Kassel gibt es im Innenverhältnis bei
den Pinguinen reichlich Klärungsbedarf. Anlass war die
Kleiderordnung. Goring coachte gegen die Haie in einem brauen Anzug.
Wegen der Fernseh-Übertragung hatte die Geschäftsführung die
Personen auf der Spielerbank angewiesen, die offizielle Klubkleidung
zu tragen. Der Meistertrainer und vierfacher Stanleycup-Gewinner
Goring ignorierte dies offensichtlich.
Die Verantwortlichen um Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Schulz,
der bei den letzten Niederlage aufgrund einer Geschäftsreise
verhindert war, sind nun gefordert: Verbesserung des
Innenverhältnisses, mehr Disziplin und Ordnung, Einhaltung der
Anweisungen.
Ansonsten könnte es dem Eishockeymeister passieren, dass er die
Play-off verpasst. Auch wenn es bis dahin noch 41 Spiele sind. Da
wäre es gut, wenn sich die Gewitterwolken schnell entladen würden.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
2:6-Schlappe: Pinguine mit Pfiffen verabschiedet
Die konfusen Gastgeber waren am Donnerstag vor 3 710 Zuschauern nur
noch ein Schatten früherer Tage.
Krefeld. "Ich dachte, wir hätten den Tiefpunkt schon hinter uns.
Aber jetzt sind wir noch weiter gerutscht. Ich hoffe, dass wir den
Boden erreicht haben", sagte der enttäuschte KEV-Trainer Butch
Goring nach der Partie. Es war ein total verkorkster Eishockey-Abend
für den Deutschen Meister aus Krefeld. Gegen den Finalgegner Kölner
Haie gab es eine deprimierende 2:6 (1:2, 0:2, 1:2)-Niederlage.
Das Spiel der Krefelder trieb den Fans teilweise die Zornesröte ins
Gesicht. Die Pinguine wurden in einer gewiss nicht hochklassigen
Partie von ihren Gästen aus der Domstadt teilweise zu Statisten
degradiert. Viele Anhänger, die noch im April bei den tollen
Meisterschaftsspielen die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt
hatten und begeistert waren, schienen das Debakel wohl vorausgeahnt
zu haben: 3 710 Zuschauer waren für dieses rheinische Spitzenduell
eine dürftige Kulisse.
Der KEV, der nach dieser Niederlage aus den Play-off-Plätzen heraus
fiel, wird es schwer haben, den verlorenen Boden wieder gut zu
machen, und die Herzen seiner Fans muss er erst wieder zurück
erobern. Der Einzige, der einem gestern leid tun konnte, war
Meister-Torhüter Robert Müller. Er ist derzeit gewiss nicht in
Bestform und hätte es verdient gehabt, dass ihn Trainer Butch Goring
nach deutlichem Rückstand vorzeitig erlöste.
Die Fans der Nordtribüne zeigten dafür ein feines Gespür und
skandierten: "Außer Müller könnt ihr alle gehn!" Eine herbe
Aufforderung, sicher. Aber die Feldspieler waren einfach nicht in
der Lage, den Haien Paroli zu bieten. Sie verloren viele Zweikämpfe,
waren oft mental nicht auf dem Eis, und so war die Frage nach dem
Sieger der Revanche-Partie eigentlich schon früh entschieden. Schon
in der dritten Minute kassierten die Pinguine nach den vielen Pannen
der letzten Spiele wieder so ein saudummes Tor. Eduard Lewandowski
mogelte den Puck mit Hilfe des Krefelder Abwehrspielers Chris
Kellerher ins eigene Gehäuse.
Terry Yake schaffte zwar den Ausgleich, doch noch vor der
Drittelpause gingen die Kölner erneut durch einen vermeidbaren
Treffer von Ron Pasco in Führung. Eigentlich war nach den beiden
Toren von Alex Hicks im Mittelabschnitt alles entschieden. 1:4, das
sagte alles. Und so musste der arme Robert Müller im
Schlussabschnitt noch zwei weitere Treffer kassieren, und lediglich
ein Schlagschuss von Erik Bertrand (48.) war für den KEV ein
winziger Lichtblick. Jetzt muss nach dieser Schlappe ein Ruck durch
die Mannschaft gehen und am Sonntag bei den heimstarken Huskys aus
Kassel die Wende zum Positiven kommen. Gestern wurden die Pinguine,
was selten vorkommt, mit einem Pfeifkonzert verabschiedet.
Krefeld Pinguine - Kölner Haie 2:6 (1:2, 0:2, 1:2)
Pinguine: Müller Kurtz/Wright, Kunce/Dück, Luongo/Kelleher Bertrand/Beaucage/Guillet,
Yake/HerpergerAppel, Raubal/Lanier/Grygiel, Ziesche, Rodman Tore:
0:1 (2:28) Lewandowsky, 1:1 (14:04) Yake/Rodman, 1:2 (19:41) Pasco,
1:3 (33:53) Hicks, 1:4 (35:52) Hicks, 2:4 (47:02) Bertrand/Guillet,
2:5 (47:38) Morczinietz, 2:6 (48:39) Elick.
Zuschauer: 3 710 Strafminuten: KEV 14, Köln 12
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Fabel weiß nichts von einem neuen Sponsor
Wer hat an der Uhr gedreht? Am Donnerstagabend gab es so manche
"Ungereimtheiten" auf dem Eis und abseits des Eises.
Krefeld. Sie stockte und trat über längere Strecken auch auf der
Stelle die Stadionuhr in der Rheinlandhalle tat es den Pinguinen
gleich. Im ersten Drittel hatte sie nach fünf Minuten und 52
Sekunden "die Nase voll" und streikte. Im zweiten Abschnitt, gerade
erst wieder ans Laufen gebracht, mochte sie sich nach fünf Minuten
und 44 Sekunden sich nicht mehr bewegen. Aber dann stieg die Uhr
anders als die Cracks auf dem Eis wieder voll ein ins Geschehen und
blieb auf Puckhöhe.
Viel mehr aber interessierte die Fans das Tagesgespräch um einen
neuen "Supersponsor" für die Pinguine. Irgendwie gefiel es ihm auch
aber leider musste er es ins Reich der Fabel verweisen. 1,2
Millionen sollten nach einem Zeitungsbericht ein Sponsor für den KEV
aufwenden sollen. Die Geste des Generalbevollmächtigten Wilfried
Fabel sprach Bände: Kräftigstes "Vogelzeigen." "Ich würde meterhoch
springen. Aber leider gibt es nicht einmal einen Hauch von einem
solchen Ansatz. Es wäre zu schön." Fabel dementierte auch, dass es
in dem immer undurchsichtiger werdenden Dunstkreis rund um die
Pinguine eine solche oder ähnliche Entwicklung gäbe. "Das wüsste
ich, insbesondere in einer solchen Größenordnung."
Stellt sich nun die Frage, wer ein Interesse daran haben könnte,
eine "Ente" zu platzieren. Denn vom Himmel gefallen dürfte sie nicht
sein. Bei den immer sichtbarer werdenden Rissen und Machtkämpfen in
der Pinguine Idylle gibt es jedoch gleich eine Handvoll
Verdächtiger. Es wird spannend, auch abseits des Eises.
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Butch war kurz futsch
Der Pinguine-Trainer fehlte am Mittwoch bei der Pressekonferenz. Er
habe nichts davon gewusst, sagte er. Am Donnerstag steigt die
Neuauflage des Meisterfinals gegen Haie.
Krefeld. Im April haben die Duelle zwischen den Krefeld Pinguinen
und den Kölner Haien um den Meistertitel die Massen elektrisiert,
sorgten für prallgefüllte Hallen. Am Donnerstag steigt eine
Neuauflage dieses rheinischen Derbys (19.30 Uhr) in der
Rheinlandhalle mit weit weniger Aufmerksamkeit, es ist ein
DEL-Punktspiel wie viele andere auch. So mag es noch bis vor kurzem
gewesen sein. Doch durch teilweise mäßige Leistungen in den
bisherigen zehn Spielen haben beide Teams sich zahlreiche Sorgen ins
Haus gespielt. Das ist vor allem an der Tabellensituation abzulesen:
die Pinguine auf Platz acht, die Haie einen Rang dahinter. In sofern
ist die Reihenfolge aus dem April gewahrt.
Aber nicht nur das Tabellenbild ist weit von den Erwartungen in der
Führungsetage in beiden Klubs entfernt. Sowohl den Pinguinen, wie
den Haien steht intern das Wasser bis zum Halse Gezänk und
Kompetenzgerangel sorgen für spiegelglattes Eis vor allem hinter den
Kulissen. Haie-Trainer Hans Zach erklärte vor vier Tagen vor
laufender Kamera: "Über meine Zukunft bei den Haien spreche ich nur
mit dem Alleingesellschafter Heinz-Hermann Göttsch", und düpierte
damit Geschäftsführer Holger Rathke.
Ob da Pinguine-Trainer Butch Goring nicht nachstehen wollte? Es ist
seit langem kein Geheimnis, dass er die Rückendeckung der
Geschäftsführung bei seinen personellen Forderungen vermisst. Kein
Geld lautet das Argument der Gegenseite. Und da passte es ins Bild
der beginnenden Sprachlosigkeit zwischen den Parteien, dass der
Cheftrainer und Sportdirektor gestern nicht zur Pressekonferenz
erschienen war.
"Butch ist futsch" wurde da geflachst. Trainer-Assistent Gary Clark,
der verspätet eintraf, beeilte sich, zu erklären: "Butch ist zum
Flughafen, seine Eltern abholen, die aus Amerika zu Besuch kommen."
Doch so weit war er noch gar nicht unterwegs. Goring saß in seinem
Auto, unweit der Geschäftsstelle. Er sei nicht über den Termin
informiert gewesen, erklärte er. Was auch immer da durch die Faxe
gesurrt ist, oder eben nicht.
Vor jedem Wochenende stellte sich Goring bisher regelmäßig der
Öffentlichkeit, um über die Situation im Kader und die Einschätzung
der Gegner zu sprechen. Das ist Job des Trainer, der des
Sportdirektor ist es, dafür zu sorgen, dass der Termin stattfindet.
Die Mannschaft hatte den Groll ihres Trainers im übrigen schon einen
Tag früher zu spüren bekommen, denn Goring ließ seine Cracks nach
drei Pleiten (Freiburg 4:5, Berlin 4:5, Augsburg 1:3) im Training
ackern: laufen, laufen, laufen.
Clarks Erklärungen zum Treffen mit den Haien waren wenig
erschöpfend. Fest steht, dass Paul Dyck und Thomas Brandl
verletzungsbedingt fehlen, alle anderen Akteure sind fit.
Ersatztorhüter hinter Robert Müller ist Markus Janka, die Youngster
Daniel Pietta und der Duisburger Rainer Köttstorfer sind nicht
dabei. Ob es Umstellungen im Team gibt, bleibt bis zum Anpfiff das
Geheimnis von Goring.
Vielleicht mag ein Sieg gegen die Haie die aufziehenden düsteren
Wolken über den Pinguinen wieder ein wenig lichten.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Pinguine oder Haie: Wer darf nach oben blicken?
Ob Nationaltrainer Hans Zach oder Meistercoach Butch Goring beide
haben derzeit Sorgenfalten beim Kampf um die wichtigen
Play-off-Plätze.
Krefeld. Diesmal geht es nicht um die Deutsche Meisterschaft. Aber
Brisanz und Spannung gibt es auch am Donnerstag vor dem großen
rheinischen Duell zwischen den Krefeld Pinguinen und den Kölner
Haien. Die beiden Finalisten, die sich im April fünf super spannende
Spiele geliefert hatten, agieren derzeit alles andere als
meisterlich. 2:5 verloren die Haie in Kassel, 1:3 die Pinguine in
Augsburg. Nach zehn Spieltagen im Mittelfeld auf Platz acht und
neun, fristen beide ein eher bescheidenes Dasein in der DEL. Aber
das ist nichts Ungewöhnliches in der ersten Saisonphase, und deshalb
gibt es weder in der Kölnarena noch in der Rheinlandhalle große
Aufregung oder Nervosität.
Beide Trainer, Butch Goring bei Meister Krefeld und Hans Zach bei
Vizemeister Köln, vertrösten ihre Fans auf bessere Zeiten, die schon
beim nächsten Spiel, denkbar übermorgen, möglicherweise aber erst
nach einer weiteren Durststrecke, anbrechen werden. Meistercoach
Butch Goring sucht in harter Kleinarbeit die Wege zur Verbesserung
und Stabilität. Nur mit Kampf und Einsatz, Tugenden, die eigentlich
selbstverständlich sein sollen, lässt sich kaum mehr Leistung
erreichen. "Wir müssen bei den "special-teams" besser und sicherer
werden", hält er das Überund Unterzahlspiel für relevant. "Wenn wir
einmal zwei Tore zurückliegen, dann ist es sehr, sehr schwer, das
aufzuholen", hatte Goring auch in Augsburg schon früh die böse
Ahnung, dass er und sein Team mit leeren Händen nach Hause fahren
würden.
Deshalb predigt er immer wieder: "Vermeidet unnötige Strafen", und
war in Augsburg stinksauer, als Shayne Wright im ersten Drittel
gleich dreimal in die Kühlbox musste. Wright durfte sich dann zwei
Drittel abkühlen. Aber gegen Köln wird der routinierte Abwehrspieler
ebenso wieder gebraucht wie der junge Paul Dück, der Wright
ersetzte. Meister-Pinguin Paul Dyck alias "Mister Zuverlässig" fehlt
weiter. Er hat noch zwei Wochen Eisverbot. Und beim Überzahlspiel
wurde zuletzt gegen die Eisbären deutlich, wie sehr echte "Blueliner"
fehlen. Bei Überzahl fehlen die Mannen mit den präzisen
Schlagschüssen von der blauen Linie, wie man sie von Mario Doyon,
Dan Lambert, Andy Roach oder von früher Petri Liimatainen in
Erinnerung hat. Aber gegen die Haie wird wohl eines entscheidend
sein: "Welches Team findet besser ins Spiel und hat die bessere
Tagesform?"
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Die Pinguine rutschten abermals aus
Vor dem "Meister-Duell" gegen die
Haie sind die Krefelder Eishockey-Cracks gestrauchelt: In Augsburg
erlitten sie gestern Abend eine 1:3-Niederlage.
Krefeld/Augsburg. Die Krefeld Pinguine purzelten am Sonntag (5.10.)
nach einem punktloses Wochenende am zehnten Spieltag der DEL wieder
einen Platz tiefer. Nach der 1:3 (1:3, 0:0, 0:0)-Niederlage von
Augsburg konnte mit Platz acht der letzte Play-off-Platz (noch)
hauchdünn gehalten werden. Nach der dritten Niederlage in Folge ist
das Team von Trainer Butch Goring noch längst nicht in Tritt. Da ist
es nur ein kleiner Trost, dass auch der Finalgegner der letzten
Spielzeit, die Kölner Haie, nach dem ersten Fünftel der DEL-Saison
völlig von der Rolle ist, und der hoch vorgewettete Titelfavorit
Adler Mannheim ebenfalls schwächelt.
War das Freitagsspiel gegen die Eisbären Berlin auf Grund der
starken Offensivleistung beider Mannschaft noch ansehnlich, so
ließen sich die Pinguine im Curt-Frentzel-Stadion in Augsburg
gestern schon frühzeitig das Fell über die Ohren ziehen. Und wieder
waren es die Abwehrfehler, die in der Anfangsphase für den frühen
Rückstand sorgten. Ein Doppelschlag durch Barta und Moeser in der
dritten Minute, und 14 Sekunden nach dem Anschlusstreffer von Marc
Beaucage gleich das 1:3 durch Arendt die Partie in der Fuggerstadt
war praktisch früh entschieden.
Deutlich wurde in Augsburg, dass Trainer Butch Goring trotz der
Genesung von Chris Herperger immer noch nur eine
durchschlagskräftige Angriffsreihe mit der "French-Connection" zur
Verfügung hat.
>Aber was nach der Abwanderung aller letztjährigen Torjäger schwerer
wiegt als die (erwartete) Angriffschwäche, sind die eklatanten
Abwehrfehler. Mag es an Unkonzentriertheit liegen oder daran, dass
Goring immer wieder neue Abwehrpärchen zusammenfügen will. Die
Fehler werden hinten gemacht. So ließ er Shayne Wright nach drei
unnötigen Fouls im ersten Drittel für die weiteren 40 Spielminuten
auf der Spielerbank "schmoren", setzte stattdessen den jungen
Alexander Dück ein.
Bei den vielen Fehlern kann auch der in der Anfangsphase der Saison
so glänzende Torhüter Robert Müller nichts ausrichten, wenn die
Schüsse, wie gestern in Augsburg, von Schlittschuh (erstes Tor) und
Schläger (dritter Treffer) unerreichbar abgefälscht werden. Da muss
vorher konsequenter abgewehrt werden. Goring beschönigte dann auch
nichts und meinte: "Drei frühe Tore von Augsburg, game over. Das war
schwer aufzuholen." Und er bekannte zudem: "Der Gegner war schneller
und auch etwas besser. Es gab nur wenige Momente, in denen wir wie
ein gutes Hockeyteam ausgesehen haben. Es gibt viel Arbeit."
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Heimspiel gegen Nürnberg
Krefeld. "Mit einem Heimspiel und
Nürnberg als Gegner können wir leben", meinte
Pinguine-Geschäftsführer zur Auslosung des Viertelfinales im
DEB-Pokal. Auch Trainer Butch Goring hält die Aufgabe direkt nach
der Länderspielpause am Dienstag, 11. November, für passend: "Ich
freue mich, dass wir ein Heimspiel haben, und Nürnberg ist ein guter
Gegner." Kapitän Steffen Ziesche hält das Duell für eine reizvolle
Aufgabe, bei der Krefeld ins Halbfinale kommen kann. Doch seine
Gedanken waren gestern mehr bei der Sonntagsaufgabe in Augsburg: "Es
gibt noch einige Fehler abzustellen, aber ich bin zuversichtlich."
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Dicke Patzer bestraft: 4:5
Die Pinguine verloren am Freitag
Abend gegen den Tabellenzweiten Eisbären Berlin, weil sie sich grobe
Schnitzer in der Abwehr erlaubten. Gutes Debüt von Herperger.
Krefeld. Ein Eishockey-Leckerbissen mit leicht unangenehmem
Nachgeschmack sahen 5 009 Zuschauer am Freitag in der
Rheinlandhalle. Die Eisbären Berlin entführte mit einem 5:4 (3:2,
1:1, 1:1)-Sieg die drei Punkte. Sie stellten das ausgereiftere Team
und verstanden es, die Krefelder Abwehrfehler, gerade im
Auftaktdrittel, schonungslos auszunutzen. Am Ende blieb der
kraftvolle Endspurt der Pinguine, die vier Mal einen
Zwei-Tore-Vorsprung aufholen mussten, ohne Belohnung. Aber es gab
nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Willi Schimm viel Beifall
von den Rängen. Ein Zeichen, dass auch die Zuschauer mit diesem
teils hochklassigen Spiel zufrieden waren, auch wenn das Happy-End
fehlte.
Die Eisbären waren auf Revanche für die Halbfinal-Niederlagen in den
Play-offs aus, legten los wie die Feuerwehr. Die Krefelder kamen
ihnen mit einigen Abwehrspielern entgegen. Nach 16 Minuten schien
die Vorentscheidung mit dem 3:1 durch Rob Shearer gefallen zu sein,
denn zwei Überzahltore und ein Break nach einem verhängnisvollen
Fehler von Chris Kelleher deuteten auf einen klaren Sieg der Gäste
aus der Hauptstadt hin. Lediglich das Überzahltor von Marc Beaucage
ließ die Pinguine-Fans hoffen. Doch die Pinguine bäumten sich noch
einmal auf, verkürzten auf 2:3 (16.) durch Pascal Appel.
Auch nach dem erneuten Doppel-Vorsprung der Eisbären mit dem 4:2
(29.) durch Denis Pederson, steckten die Krefelder nicht auf,
kämpfte sich erneut heran, als Robert Guillet auf 3:4 (42.)
verkürzte. Eine 5:3-Überzahl konnten die Pinguine allerdings nicht
zum Ausgleich nutzen. Turbulent wurde es vor dem Eisbären Tor in der
45. Minute, doch ein Konter nach einem Fehler von Adrian Grygiel
führte zum 5:3 durch Keith Aldridge.
Doch jetzt zeigten die Pinguine Moral, kämpften sich durch Shayne
Wright erneut heran: 4:5 (57.) doch der Ausgleich blieb ihnen
verwehrt. Ein letzter Kraftakt in der Schlussminute, als Torhüter
Müller für einen sechsten Feldspieler rausging. Als der Berliner
Florian Busch auf die Strafbank musste, weil er den Puck mit der
Hand weggeschlagen hatte, spielten die Krefelder sechs gegen vier 20
Sekunden lang. Doch die Uhr tickte unaufhaltsam, die Eisbären
brachten den Sieg über die Zeit.
Einen guten Einstand gab nach langer Verletzungspause Chris
Herperger, Lob kassierte auch der trickreiche Terry Yake. Beide
Trainer lobten das Spiel und sprachen von einer für die frühe Saison
sehr guten Partie.
Statistik
Krefeld Pinguine - Eisbären Berlin 4:5 (2:3, 1:1, 1:1)
Pinguine: Müller Kurtz/Wright, Kunce/Dück, Luongo/Kelleher Bertrand/Beaucage/Guillet,
Herperger/Yake/Appel, Ziesche/Lanier/Raubal, Grygiel/Rodman/ Pietta
Tore: 0:1 (1:13) Fairchild (Keller); 0:2 (4:08) Shearer
(Walker/Busch); 1:2 (7:23) Beaucage (Guillet/Luongo); 1:3 (15:19)
Shearer (Bergen); 2:3 (16:27) Appel (Herperger/Grygiel); 2:4 (28:02)
Pederson (Fairchild); 3:4 (32:09) Guillet (Beaucage/Kurtz); 3:5
(44:55) Aldridge (Shearer); 4:5 (56:32) Wright (Kurtz/Herperger)
Zuschauer: 5 009
Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)
Strafminuten: Krefeld 10, Berlin 14
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Pinguinen fehlen Führungsspieler
Die Saison der Deutschen Eishockey
Liga hat für die Vereine im Rheinland nicht gerade optimal begonnen.
DEG-Trainer Komma fordert eine deutliche Steigerung.
Düsseldorf/Krefeld. Die Deutsche Eishockey Liga hat in der noch
jungen Saison bereits für einige Kapriolen gesorgt, nicht nur, weil
die DEG Metro Stars (11.) und Vizemeister Kölner Haie (10.) momentan
in den Tabellen-Niederungen herumdümpeln, sondern auch beim
aktuellen Deutschen Meister, den Krefeld Pinguinen, wechseln Licht
und Schatten in schneller Folge. Zuletzt gab es eine schmerzhafte
4:5-Niederlage gegen Aufsteiger Freiburg. Düsseldorf konnte sich
zwar steigern, trotzdem setzte es eine 1:3-Pleite gegen Mannheim.
"Es gibt sogar noch Mannschaften, die hinter uns stehen. Gegen
Ingolstadt und Hannover wird es auch deshalb besonders schwer, denn
beide wollen weiter nach oben", beschreibt der Düsseldorfer Coach
Michael Komma die Ausgangslage vor den nächsten beiden Spieltagen.
"Wir haben zwar aus den letzten drei Spielen sechs Punkte geholt,
aber unser Saisonstart war einfach miserabel. Wir müssen uns weiter
steigern", fordert der 38-jährige Trainer und Manager der DEG, der
nach wie vor fest im Sattel sitzt.
Der Deutsche Meister Krefeld Pinguine rangiert nach acht Spieltagen
in der Tabelle noch vor den beiden rheinischen Rivalen Köln und
Düsseldorf, doch auch in der Rheinlandhalle ist man alles andere als
sorgenfrei. Trainer Butch Goring würde gerne seinen Spielerkader
weiter ausdünnen (Toni Bader musste schon gehen) und schielt nach
neuen Akteuren, doch dafür gibt es weder Möglichkeiten noch Geld.
Die Ausländer-Lizenzen sind bis auf eine vergeben, deutsche Spieler
sind zu teuer.
Da mag er feststellen, dass Alekander Dück und der Slowene Marcel
Rodmann nicht seinen DEL-Ansprüchen genügen, er muss mit ihnen aber
weiterarbeiten. Die Frist, Spieler zu tauschen, hat Goring selber in
der Vorbereitung verkürzt, als er mit der Arbeit drei Wochen später
begann als alle anderen Klubs. So klingt auch Gorings Anspruch: "Ich
will wieder Meister werden" nicht mehr so nachhaltig.
Er bekennt, dass ihm zu wenig Führungsspieler zur Verfügung stehen.
Für die Freitag-Partie gegen den Tabellenzweiten Eisbären Berlin
(18.30 Uhr) hofft er nach der Freiburg-Pleite zumindest auf den
Heimnymbus. Ob der allerdings für eine Neuauflage der
Play-off-Halbfinalsiege reicht?
Von Rainer Wallasch und Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2003/2004 |
Goring fängt an, aus zu sortieren
Pinguine-Trainer will Verteidiger
Dück und Stürmer Rodman nicht mehr - aber auch Center Terry Yake
steht in der Kritik.
Krefeld. Nach der 4:5-Pleite des deutschen Meister Krefeld Pinguine
in Freiburg redet Pinguine-Trainer Butch Goring Klartext schließlich
sollen am Freitag im Heimspiel (18.30 Uhr) gegen das Spitzenteam der
Berliner Eisbären die drei Punkte in Krefeld bleiben. Dem Kanadier
war noch Tage nach der Schlappe beim Aufsteiger der "dicke Hals"
anzumerken. Die Folge er zieht die Konsequenz. Erstes Opfer ist
Verteidiger Alexander Dück. Der erst zur neuen Saison aus
Schwenningen gekommene Verteidiger ist "nicht in der Lage, auf
DEL-Niveau zu spielen", lautet Gorings Urteil. Auf der Bank schmoren
lassen wolle er ihn aber auch nicht. Im Klartext: Dück wird
ausgemustert und soll den Klub verlassen.
Was sich schon seit einiger Zeit abzeichnete, denn Goring agierte,
seit der Verletzung von Paul Dyck lieber mit nur fünf Verteidigern,
als Dück aufs Eis zu lassen.
"Opfer" Nummer zwei ist Marcel Rodman. Der Slowene dem Vernehmen
nach von der Teppichetage verpflichtet, ehe Goring sportlicher
Leiter war habe alle Chancen gehabt. "Er hat Überzahl und mit
Top-Nebenleuten gespielt", argumentiert Goring, der aus seiner
Enttäuschung keinen Hehl macht. "Wenn man aufs Eis kommt, muss man
daraus etwas machen. Wenn dann wenig kommt, darf man weniger aufs
Eis", lautet Gorings Analyse.
Aber nicht nur die Jungen erfahren des Trainers Druck: "Terry Yake
muss viel mehr zeigen, beweisen, dass er punkten und Tore schießen
kann. Bisher war das viel zu wenig", krittelt Goring an einem
NHL-erfahrenen Akteur herum. Schließlich erwarte man von Spielern,
die die Ausländerstellen besetzen, wie Yake und Rodman, besonders
viel.
Selbst Goalie Robert Müller geriet in Gorings Focus. "Ein schlechtes
Penalty-Killing wie in Freiburg ist auch immer ein Zeichen für die
Leistung des Torhüters. Aber er hat die Niederlage nicht verschuldet
dafür aber viele unserer Siege."
Wenn es am Freitag gegen die Eisbären und am Sonntag zu den
Augsburger Panthern geht, dann kann Terry Yake bei seiner
"Bewährung" immerhin auf einen Helfer bauen: Chris Herperger soll zu
seinem ersten Punktspiel an Yakes Seite mit Shooting-Star Pascal
Appel auflaufen.
Gorings Überlegungen gehen hin zu Verstärkungen. Es seien
interessante Akteure wie Christoph Sandner oder Frank Appel auf dem
Markt. Stellt sich die Frage, ob nicht Gorings später
Trainingsbeginn zu wenig Zeit ließ, um die Schwächen aufzudecken.
Dann hätte das Ausmustern rechtzeitig vor der Lizenzierung der
Spieler geschehen können.
Von Thomas Klein
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