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2003/2004


 Kontakt zu den eigenen Fans nicht verlieren


Ohne Beaucage und Bertrand, aber mit Brandl so wollen die Krefeld Pinguine am Freitag die Hürde Hannover nehmen.

Krefeld. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos! Diese banale Aussage trifft auf den Deutschen Eishockey-Meister Krefeld Pinguine als Drittletzter der DEL zu, bevor er am Freitag (31.10.) um 20 Uhr gegen die Hannover Scorpions und Sonntag um 18.30 Uhr beim ERC Ingolstadt seine beiden letzten DEL-Spiele vor der Länderspielpause absolviert.
Da müssen einfach sechs Punkte her, will man den Kontakt zu den Play-off-Plätzen, aber was genau so wichtig ist, zu den eigenen Zuschauern nicht verlieren. Und ausgerechnet in dieser brenzligen Situation muss Trainer Butch Goring auf sein bisher wichtigstes Faustpfand, die "french connection" (20 der 37 Tore), verzichten. Die Spielsperren für seinen besten Torjäger Marc Beaucage und den Top-Assistenten Eric Bertrand das Duo erzielte zusammen mehr als ein Viertel der insgesamt 37 Tore schmerzen und bringen dem Coach Aufstellungssorgen. Da muss er schon seinen erst für nach der Länderspielpause wieder vorgesehenen und noch nicht ganz genesenen alten Recken Thomas Brandl vorzeitig ins Spiel bringen, will er die Lücke zumindest ein wenig schließen.

Ob Brandls lädierte Schulter da mitspielt, bleibt abzuwarten. Egal, wie er es in den neu zu formierdenden Sturmreihen anstellt, er wird es schwer haben, vier Blöcke gegen die giftigen Scorpione zu stellen. Vielleicht muss Nachwuchsspieler Daniel Pietta aushelfen. Und im Tor? Marcus Janka in seinem dritten Einsatz oder wieder Robert Müller? Man darf davon ausgehen, dass Müller wieder zwischen den Pfosten steht, auch wenn Janka gegen Nürnberg und in Hamburg nicht schlecht gestanden hat. Im übrigen dürfen sich die Spieler von Sonntagabend an auf fünf freie Tage (3. bis 8. Nov.) freuen. Nur Robert Müller (Deutschland), Marcel Rodman (Slowenien) und Chris Kelleher (USA) haben Länderspiel-Aufgaben. Am 11. November steht dann mit dem Pokalspiel gegen Nürnberg Ice Tigers die nächste Aufgabe an, am Freitag, 14. November geht es in der DEL mit dem Spiel in Frankfurt weiter.

Da sollten sich die Akteure in den kommenden beiden Spielen überlegen, ob sie diese freien Tage durch vermeidbare Niederlagen aufs Spiel setzen. Denn irgendwann wird auch der sanftmütigste Pinguine in der Chefetage so gereizt, dass er zu unpopulären Maßnahmen greifen wird. Und die können dann nur heißen "freie Tage" opfern und trainieren. Aber soweit muss es ja nicht kommen.

Von Walther Lenders

 

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2003/2004


 Erstes Saison-Drittel verpatzt


"Uns laufen die Zuschauer weg", sagt KEV-Geschäftsführer Schäfer nach den ersten 16 Spielen.

Krefeld. Wie lange können es sich die Pinguine-Verantwortlichen noch leisten, in Meisterschafts-Euphorie zu schwelgen und die Augen vor der Realität verschließen? Die harte Realität: Sechs Punkte aus den letzten zehn Spielen, Platz zwölf in der Tabelle, gar Platz 13 in der Torschützenliste, beängstigender Zuschauerschwund, angekündigte Fanproteste, ein immer nervöser reagierender Sportdirektor/Trainer Butch Goring. Und wie reagiert die Pinguine-Führung darauf? Mit Gesprächen. Pinguine-Boss Wilfrid Fabel: "Ich war einige Tage nicht da. Ich werde ein Gespräch mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden suchen und die Thematik ansprechen."
Die Dramatik der Situation offensichtlich besser erkannt hat Geschäftsführer Wolfgang Schäfer: "Uns laufen die Zuschauer weg. Gegen Nürnberg haben wir schon draufgelegt, was gegen Hannover passiert, daran wage ich gar nicht zu denken." Das Argument der Zuschauerflaute hat im übrigen bereits Doug Mason und Chris Valentine das Amt gekostet. Das kann Butch Goring wohl nicht passieren. Er ist mit einem Vertrag ohne Klauseln als Sportdirektor und Trainer bis 2005 ausgestattet, und er hat dazu noch Optionen für weitere Jahre. Und damit alle sportliche Macht. "Ich will mich nicht in meiner Arbeit von den Unwägbarkeiten der Tabelle abhängig machen", verdeutlichte Goring im Sommer, warum er auf einem langfristigen Kontrakt bestanden hatte. Gegen den erklärten Widerstand einiger "Erfahrener" in der Pinguin-Teppichetage wie Geschäftsführer Wolfgang Schäfer, denn bereits bei den Vorgängern hatte dies hohe Abfindungen gekostet.

Schwachpunkt dabei: "Seine Mannschaft", für deren Zusammenstellung und Leistung er die Verantwortung übernommen hat, bleibt hinter allen Erwartungen zurück. Goring, aber auch die Krefeld Pinguine und ihre Fans, sind auf Gedeih und Verderben (nur noch eine Ausländer-Lizenz frei) auf diese Mannschaft, die sichtbar nicht das Format des Meisterteams hat, angewiesen.

Und da heißt es: Ärmel hochkrempeln, arbeiten, arbeiten. Und da trifft es sich gut, dass nach den beiden Wochenendspielen die Länderspielpause (zwölf Tage) kommt. Irritierend allerdings: Derzeit hat Trainer Butch Goring in dieser Phase für eine Woche eine USA-Reise angekündigt . . .

Von Walther Lenders und Thomas Klein

 

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 KREFELD PINGUINE

Häufiger so orientierungslos wie Lanier wirkten die Pinguine Freitagabend insgesamt in der Partie gegen Nürnberg.
Pinguine gegen Nürnberg lange Zeit enttäuschend

Erst nach einem 1:3-Rückstand wachte das Team von Butch Goring auf, erkämpfte sich den Ausgleich, um am Ende doch nach Penalty mit 3:4 den Kürzeren zu ziehen.

Krefeld. So ein Pech! Da hatten sich die Krefeld Pinguine nach schwachem Start durch eine engagierte Leistung auf 3:3 herangekämpft und mussten den Zusatzpunkt beim Penalty-Schießen doch den Nürnberg Ice Tigers überlassen. Steve Larouche war der Glückliche, der als einziger bei den zehn geschossenen Penaltys traf: Endstand 3:4. Die Krefeld Pinguine begannen die wichtige Heimpartie gegen die Nürnberg Ice Tigers zeitweise wie eine Nachwuchsmannschaft. In den ersten zehn Minuten wurden sie nach Strich und Faden ausgespielt und hätten deutlicher als nur 0:1 in Rückstand geraten können.
Das Team von Meistertrainer Butch Goring spielte zumindest im ersten Drittel oft nur eine Statistenrolle gegen die agilen und kombinationssicheren Nürnberger. Und doch holte es ein 1:1, weil die "French Connection" wieder einmal glänzte (16.). Eric Bertrand bediente Robert Guillet und der hatte keine Mühe, den Nürnberger Torhüter Michaud auszuspielen.

Die kalte Dusche kam dann eingangs des zweiten Abschnitts, als der Tscheche Marian Cesar in der 21. und 24. Minute das Franken-Team mit 3:1 in Führung brachte. Entnervt verließ Nationaltorhüter Robert Müller daraufhin das Krefelder Gehäuse und machte erstmals in dieser Saison Platz für Markus Janka. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste das spielbestimmende Team in der Rheinlandhalle und führten zu Recht. Erst als die Krefelder von der 35. Minute an auf Kampf und Einsatz umschalteten, wurden sie zum gleichwertigen Gegner. Die Nürnberger stellten zwar weiterhin das technisch versiertere Team, aber die Mannen von Butch Goring wusste nun mit ihrer kämpferischen Note die Partie auszugleichen.

"Wir wollen euch kämpfen sehen", erscholl es anfangs in der Rheinlandhalle, und die Stimmung war auf dem Nullpunkt beim Stande von 1:3. Erst als Eigengewächs Adrian Grygiel in der 46. Minute auf 2:3 verkürzen konnte, wurden die 3 116 Fans, die zuvor mit zahlreichen hämischen Rufen eher den Gegner als die eigene Mannschaft unterstützt hatten, wach und standen wieder hinter den Pinguinen. Und in der 55. Minute fiel dann in Überzahl der erlösende 3:3Ausgleichstreffer. Chris Herperger war der Torschütze, bedient von den schwachen Abwehrspielern Shayne Wright und Justin Kurtz. Von jetzt an spielten nur noch die Krefelder, belagerten in den letzten fünf Minuten permanent das Nürnberger Gehäuse, doch der erlösende Siegtreffer wollte in der regulären Spielzeit nicht mehr fallen.

Für diese engagierte Leistung, wozu die Goring-Schützlinge allerdings die "Brechstange" auspacken mussten, gab es dann am Ende noch verhaltenen Beifall von den Rängen. "Wir haben uns zuletzt immer selber ein Loch gegraben und sind erst danach besser geworden", resümierte Pinguine-Coach Butch Goring, "wir müssen einfach selbstbewusster werden, mehr Emotionen über 60 Minuten zeigen, um Erfolg zu haben."

SPIEL-STATISTIK

Krefeld Pinguine - Nürnberg Ice Tigers 3:4 (1:1, 0:2, 2:0, 0:1) n.P.
Pinguine: Müller (ab. 24. Janka) - Kurtz/Wright, Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher -Bertrand/Beaucage/Guillet, Appel/Yake/Herperger, Grygiel/Lanier/Raubal, Rodman/Ziesche/Dück
Tore: 0:1 (4:04) Rumrich, 1:1 (15:58) Guillet (Bertrand/Luongo), 1:2 (20:57) Cisar, 1:3 (23:4) Cisar, 2:3 (45:05) Grygiel (Kurtz), 3:3 (54:38) Herperger (Wright, Kurtz), 3:4 Larouche.
Zuschauer: 3 116
Schiedsrichter: Awizus (Bad Kissingen)
Strafminuten: Krefeld 26, Nürnberg 22

Von Walther Lenders
 

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2003/2004


 Ein Wochenende der Wahrheit

Eishockeymeister Krefeld Pinguine muss Freitag gegen Nürnberg und dann in Hamburg Farbe bekennen.

Krefeld. "Wir stehen vor einem sehr, sehr wichtigen Wochenende", ließ Pinguine-Trainer Butch Goring gestern wissen. Ein Satz, der auch schon vor den beiden letzten Spielen gefallen war, und die derzeit brenzlige Situation des Deutschen Meisters beschreibt. Platz zwölf mit zwei Punkten Abstand zu den Play-off-Plätzen, das vorletzte Wochenende vor der Länderspielpause (3. bis 14. November), die Spiele gegen Nürnberg Freitag in der Rheinlandhalle (20 Uhr) und am Sonntag bei den Hamburg Freezers (14.30 Uhr) werden voraussichtlich, wie auch Goring äußerte, auf längere Sicht richtungsweisend sein.
Dass Butch Goring sich mit den drei Punkten zwei in Iserlohn, einer gegen die DEG vom letzten Wochenende im Prinzip zufrieden gab, zeigt auf, dass die Ansprüche derzeit nicht allzu hoch sind. Darum heißt auch die Devise "dranbleiben", denn Top-Leistungen kann man von dem Team derzeit nicht erwarten. Zudem fehlt immer noch die Harmonie und das Zusammenspiel, darüber hinaus ist man bei den so genannten "special-teams" bei Über- und Unterzahl nicht konstant genug. Zudem hängen einige Akteure, wie die Abwehrspieler Justin Kurtz, Shayne Wright und die Stürmer Marcel Rodman und Terry Yake noch beträchtlich hinter den Erwartungen zurück.

Personelle Sorgen hat Goring nicht, denn bis auf den verletzten Thomas Brandl sind alle Akteure einsatzbereit. "Von der zweiten Offensivreihe mit Terry Yake, Marcel Rodman und Chris Herperger erwarte ich mehr Tordrang. Sie hat bei fünf gegen fünf erst ein einziges Tor erhielt", analysiert der Coach. Zufrieden stellt in der Offensive eigentlich nur die "french-connection".

Gegner Nürnberg Ice Tigers gehört bisher zu den positiven Überraschungen der Liga. Er rangiert auf Platz vier, hat auch auswärts schon gut gepunktet. Mit 14 neuen Spielern hat Trainer Greg Poss, der zuvor bei den Iserlohn Roosters arbeitete, das Team verjüngt und schneller gemacht. Davon haben auch die Pinguine profitiert, denn Rob Guillet und Terry Yake spielten in der letzten Saison noch auf Nürnberger Seite. Die Bilanz sieht nicht sonderlich gut aus, denn von den letzten sechs Heimspielen konnten die Pinguine nur eines für sich entscheiden. Aber diesmal muss es klappen, denn noch tiefer nach unten darf der Meister nicht fallen. An einen neuen Spieler denkt Goring nach eigener Aussage derzeit nicht. "Es sei denn, wir finden einen, der ständig 30 Tore in der Saison macht und bezahlbar ist." Aber daran glaubt auch der Trainer nicht.

Von Walther Lenders

 

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2003/2004


Bloß nicht noch tiefer rutschen


Nach knapp einem Viertel der Saison sind die Krefeld Pinguine (noch) nicht im Soll. Kann ein neuer Torjäger helfen?

Krefeld. Am Freitag wird für die Krefeld Pinguine mit dem Spiel gegen die Nürnberg Ice Tigers das erste Viertel der Spielzeit 2003/04 abgeschlossen. Kein guter Saisonauftakt, denn der Deutsche Meister liegt auf Platz zwölf, und mit 16 Punkten deutlich hinten den Erwartungen zurück. Sechs Niederlagen aus den letzten sieben Spielen haben die Talfahrt des Meisters bewirkt. Doch noch herrscht keine Alarmstimmung, denn der Abstand zu den begehrten Play-off-Plätzen beträgt derzeit "nur" zwei Punkte.
Trainer Butch Goring und sein Team wissen allerdings, dass man den Kontakt zu den vorderen Plätzen nicht zu weit abreißen lassen darf. "Wichtig ist, dass wir nach fünf Niederlagen wieder gepunktet haben", glaubt Nationaltorhüter Robert Müller an das Team, weiß aber auch, "in den nächsten Spielen müssen wir höllisch aufpassen.

Ob er damit seine Vorderleute meint? Es waren zuletzt fast nur persönlichen Fehler, die zu den Gegentoren führten. Und hier sind vor allem die beiden Abwehrspieler Shayne Wright und Justin Kurtz zu nennen, die derzeit unter ihren Möglichkeiten spielen. Vielleicht sollte Goring dieses "Pärchen" trennen.

Allerdings wäre es falsch, die Talfahrt nur der Abwehr zuzuschieben. Mit lediglich 32 Treffern stellen die Pinguine den zweitschwächsten Angriff hinter Ingolstadt (29 Tore). Auch gegen die DEG Metro Stars war es die schlechte Chancenauswertung, die vor allem im ersten Spielabschnitt auffiel. Lediglich der frühere Düsseldorfer Marc Beaucage mit sieben und sein Ex-Nürnberger Kollege Rob Guillet vier Treffer sind im Soll.

Zusammen mit Eric Bertrand (drei Tore) bilden beide die "french connection", der bisher einzig überzeugenden Sturmreihe der Pinguine. Da klingt der Ruf nach einem neuen, treffsicheren Stürmer verständlich. Aber den Pinguinen fehlt das Geld für einen hochkarätigen Topstürmer. Und nur ein solcher würde helfen. Also müssen die Krefelder in dieser Saison andere Tugenden wie Teamwork und Kampfkraft zeigen, um zum Erfolg zu kommen.

In diese Beurteilung passt auch, dass Nationaltrainer Hans Zach in den Kader für die nächsten Länderspiele nur Torhüter Robert Müller eingeplant hat. Ansonsten ist kein Pinguin im Aufgebot zu finden.

Von Walther Lenders

 

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6. Dezmeber 2004: Pinguine-Tag


An der neuen Arena an der Westparkstraße wird am 14. November der Grundstein gelegt. Betrieb startet am Nikolaustag 2004.

Krefeld. Nachdem vor einigen Wochen der erste Spatenstich für die Arena "König Palast Krefeld" an der Westparkstraße gegenüber der Rheinlandhalle erfolgte (die WZ berichtete), ist mittlerweile mit dem Baugrubenaushub begonnen worden. Noch im Laufe dieses Monats werden erste Stützen und Fertigteile montiert. Der Geschäftsführer der Krefelder Bau-GmbH, Hubertus Hirsch: "Damit kann wie geplant am 14. November der Grundstein gelegt werden."
Bei der Beauftragung der "Hochtief-Construction-AG" als Generalunternehmer hat die Krefelder Bau-GmbH vertraglich vereinbart, dass bei der Beauftragung von Nachunternehmern auch regionale Unternehmen aufzufordern sind. Als erstes Ergebnis dieser Vereinbarung wird das Krefelder Bauunternehmen Karl Heuck aus Linn den Auftrag für die Rohbauarbeiten mit einem Volumen von etwa zwei Millionen Euro erhalten.

Am Nikolaustag 2004 soll der "König Palast Krefeld" in Betrieb gehen. Die Arena wird 116 Meter breit, 93 Meter tief und 19 Meter hoch und damit eines der größten Gebäude in Krefeld. Fassade und Dach sollen ab 1. März gebaut werden, parallel läuft dann der technische und Innenausbau. Die Gesamtinvestition wird von der Bau-GmbH mit 29,6 Millionen Euro beziffert.

Die GmbH ist Bauherr und Investor für die neue Mehrzweckhalle. Als Architekten zeichnet das Büro Rhode, Kellermann und Wawrosky aus Düsseldorf verantwortlich, für die Landschaftsplanung sind es Rheims und Partner aus Krefeld. Primär wird die dreistöckige Halle für Eishockey genutzt, darüber hinaus für Großveranstaltungen aller Art, Tagungen, Kongresse, Aus-stellungen, andere Sportveranstaltungen, Konzerte. Der Umbau ist innerhalb von zwölf Stunden möglich. Das Fassungsvermögen liegt bei 8000 Zuschauern, bei Einbeziehung des Innenraums bei 9000.

Insgesamt gibt es 2500 Stehplätze, 24 Logen, einen Business-Club für 440 Besucher und 5500 Sitzplätze. Je nach Zugkraft einer Veranstaltung ist die Halle durch mobile Vorrichtungen auch abtrennbar. Ein Teil der Tribünen ist mobil, so dass für Veranstaltungen ein erhebliches Potenzial an multifunktional nutzbarer Fläche entstehen kann. Parkplätze werden sowohl im Vorfeld der Halle an der Westparkstraße als auch im Zusammenhang mit der benachbarten Niederrheinhalle sowie an der Girmesgath hergerichtet.

Das Finanzierungskonzept ruht auf vier Säulen. Die Banken geben einen durch eine Bürgschaft der Stadt für die Bau GmbH gedeckten Kredit von 14,5 Millionen, die Stadt selbst gibt einen Zuschuss von 6,1 Millionen und die Bau-GmbH investiert 3,3 Millionen Euro. Betreiber und Pächter ist die Seidenweberhaus-GmbH. Die bringt über die Vergabe von Nutzungsrechten und das Marketing der Halle, den Verkauf der Logen und Business-Seats den "Rest" auf.
 

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2003/2004


Grünes Licht für Stürmer?


Zuerst Jubel, dann etwas Frust, am Ende doch Zufriedenheit: Die rund 200 Düsseldorfer Fans lebten den rheinischen Schlager später in Polizeibegleitung auf dem Heimweg aus. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

Krefeld. Vor dem Spiel hatte es eine große Sympathiebekundung für eine beispielhafte Fan-Aktion gegeben. Der 14-jährige Pinguine-Fan Niko, der im Klinikum wegen Nierenkrebs behandelt wird, hatte von den Ärzten "Stadion-Erlaubnis" erhalten. Die Fans machten mit Wunderkerzen und aufmunternden Gesängen Mut. Nicht kommentieren wollte Pinguine-Chef Wilfrid Fabel die Tagung mit der sportlichen Führung am letzten Freitag.
Es sickerte aber durch, dass Trainer Goring offensichtlich doch grünes Licht für eine weitere Spieler-Verpflichtung erhalten soll. An einen dringend benötigten Torjäger ist dabei gedacht. Goring selber dementierte vehement jegliche Absicht, Krefeld zu verlassen. "Das sind alles nur Gerüchte, an denen nichts dran ist", ließ der Pinguine-Coach wissen.

 

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Aufholjagd gegen DEG halbwegs belohnt


Mit einem furiosen Endspurt holten die Krefeld Pinguine nach einem 0:3-Rückstand gegen die DEG ein 3:3, verloren aber nach Penalty den Zusatzpunkt.

Krefeld. Das war ein glücklicher Punkt. Im Rheinischen Duell gegen die DEG Metro Stars hatte der Gast aus der Landeshauptstadt bis zur 58. Minute drei Punkte mit einer 3:1-Führung sicher, dann schafften die Krefeld Pinguine innerhalb von 60 Sekunden noch durch zwei Treffer den 3:3-Ausgleich. Beim Penaltyschießen fehlte dann offensichtlich die Konzentration, um noch den Zusatzpunkt zu schaffen, den sich die Gäste aufgrund des Spielverlaufes verdient hatten.
Es wurde erneut deutlich, dass sich die Krefeld Pinguine spielerisch noch mächtig steigern müssen, wenn sie wieder die Play-off-Plätze erreichen wollen. Sechs Punkte hatte Trainer Butch Goring nach den fünf Niederlagen in Folge von diesem Wochenende erwartet, drei wurden es nur. Leistungsmäßig hatten die Krefelder auch nicht mehr verdient, benötigten in beiden Spielen auch etwas Glück, um Rückstände in letzter Sekunde noch ausgleichen zu können.

Mehr als die Hälfte des Spieles war schon vorbei, ehe der erste Torschrei kam. Zwar verhalten, denn nur knapp 200 Düsseldorfer Fans unter den 5048 Zuschauern durften jubeln, als Pat Mikesch in Überzahl eine Vorlage von Daniel Kreutzer zur DEG-Führung nutzen konnte. Lange Gesichter auf den Tribünen, als Abwehrspieler Justin Kurtz mit einem verhängnisvollen Fehler das 2:0 durch Trond Magnussen einleitete. Der Norweger konnte alleine auf und davon ziehen und auch Torhüter Robert Müller versetzen.

Früh verließen zahlreiche enttäuschte Zuschauer die Rheinlandhalle, als Daniel Kreutzer gar auf 3:0 für die Gäste erhöhte (43.). Die Pinguine, vorher spielerisch den Gästen unterlegen, zeigten nun zumindest Moral, kämpften endlich um jeden Puck und wurden in der Schlussphase auch belohnt. Das 3:1 durch den Ex-Düsseldorfer Marc Beaucage brachte die DEG noch nicht aus dem Tritt, als aber in der Schlussphase auch die Gangart der Pinguine etwas rustikaler wurde, schlich sich Nervosität bei den Gäste ein und Chris Luongo (58.) mit einem Distanzschuss und Marc Beaucage praktisch mit der letzten Kraftanstrengung 60 Sekunden später sorgten noch für den überraschenden 3:3-Ausgleich.

Bei den abschließenden Penaltys traf dann nur noch Beaucage, Wright, Guillet, Yake und Appel scheiterten. Die DEG hatte mit Pellegrims und Keutzer zumindest zwei Torschützen und kassierten den Zusatzpunkt. Zufrieden sein konnte Trainer Butch Goring nicht mit der Leistung seines Teams, denn lediglich in kämpferischer Hinsicht ist eine Besserung zu verzeichnen. Es fehlt das spielerische Verständnis und der Feinschliff.

SPIEL-STATTISTIK

Krefeld Pinguine - DEG Metro Stars 3:4 (0:0, 0:2, 3:1/0:1) nach Penaltyschießen
Pinguine: Müller - Kurtz/Wright, Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher - Bertrand/Beaucage/Guillet, Herperger/Yake/Rodman, Grygiel/Lanier/Raubal, Appel/Ziesche/Dück
Tore: 0:1 (35:06) Mikesch (Kreutzer/Pellegrims), 0:2 (38:29) Magnussen, 0:3 (42:24) Kreutzer (Mikesch/Tory), 1:3 (43:37) Beaucage (Guillet/Bertrand), 2:3 57:47) Luongo (Grygiel), 3:3 (58:57) Beaucage (Guillet/Kelleher), 3:4 Penalty Kreutzer
Zuschauer: 5 048 Schiedsrichter: Harald Deubert (Bad Kissingen)
Strafminuten: Krefeld 12, Düsseldorf 12

Von Walther Lenders

 

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Endlich: Sieg in Iserlohn - Guillet behielt die Nerven

Die Pinguine setzten sich mit 4:3 im Penaltyschießen bei den Iserlohn Roosters durch.

Iserlohn. Die Serie von fünf Niederlagen beendeten die Krefeld Pinguine gestern bei den Iserlohn Roosters. Doch nicht mit drei Punkten sondern mit einem mühsamen 4:3 (1:0, 1:2, 1:1, 1:0)-Penalty-Sieg. Zufrieden können die Krefelder erst sein, wenn sie Sonntag (18.30 Uhr) in der Rheinlandhalle gegen die DEG Metro Stars siegen, die am Freitag Augsburg mit 7:1 deklassierten.
Kämpferisch zeigte das Team von Trainer Butch Goring gestern zeitweise eine ansprechende Leistung, spielerisch blieb es allerdings einiges schuldig. Zudem machten sich die Pinguine durch völlig unnötige Strafen das Leben selber schwer, mussten einen 2:0 Vorsprung im Mittelabschnitt wieder hergeben und waren am Ende froh, dass sie nach dem 2:3 Rückstand durch ein Tor von Chris Kelleher (57.) noch den Ausgleich schafften. Beim Penalty-Schießen waren Torhüter Robert Müller, der erneut glänzend hielt, und Robert Guillet, der zwei Penaltys verwandelte, die Matchwinner. Insgesamt waren auf jeder Seite sechs Penaltys notwendig, weil beide Teams zweimal trafen. King und Bartolone für Iserlohn, sowie Guillet und Yake.

Der Auftakt war typisch für ein Team das zuletzt so oft in Rückstand geraten war. Kaum Bewegung nach vorne, nur Absicherung. Erst als die Pinguine spürten, dass die Gastgeber spielerisch nicht besser konnten, wagten sie sich nach vorne. Abwehrspieler Chris Kelleher erzielte bei Überzahl die Führung (9.). Zum Ende des Drittels wurden die Pinguine leichtsinnig, mussten eine 3:5 Unterzahl überstehen.

Als Chris Herperger auf 2:0 (30.) erhöhte, schien alles gelaufen. Doch dann zerstörten die Roosters durch zwei Treffer erst einmal die Hoffnungen. Kurios der 2:2-Ausgleich als Bryan Adams in Überzahl einen Puck an Freund und Feind vorbei hob und die Scheibe sich in der allerletzten Drittelsekunde ins lange Eck senkte. Henderson (49.) und erneut Kelleher markierten die weiteren Tor zum 3:3.

Pinguine Trainer Butch Goring sagte: "Heute zählten nur die Punkte." Iserlohns Trainer Doug Mason meinte: "Ich habe in der Schweiz vergessen, wie die Schiedsrichter in Deutschland sein können", kommentierte er ironisch die Strafzeitenflut.

SPIEL-STATISTIK

Iserlohn Roosters - Krefeld Pinguine 3:4 (0:1, 2:1, 0:1/0:1)
Pinguine: Müller - Kurtz/Wright, Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher - Bertrand/Beaucage/Guillet, Herperger/Yake/Rodman, Grygiel/Lanier/Raubal, Dück/Ziesche/ Appel
Tore: 0:1 (8:20) Kelleher (Ziesche/Beaucage, 0:2 (29:02) Herperger (Rodman), 1:2 (32:21) King (Black), 2:2 (40:00) Adams, 3:2 (48:49) Henderson (Cipolla/Black), 3:3 (56:02) Kelleher (Yake/Kurtz),
Penaltyschießen: Guillet
Zuschauer: 3 002 Schiedsrichter: Chvatal (Waldkraiburg)
Strafminuten: Iserlohn 18, Krefeld 22

Von Walther Lenders

 

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2003/2004


NHL: Duell Brandner gegen Ehrhoff

Schon nach wenigen Tagen sollten sich zwei deutsche Meister in Nordamerika beim Abenteuer NHL auf dem Eis begegnen.

Krefeld. Doch am dritten Spieltag lief nur Ex-Pinguine-Torjäger Christoph Brandner für seine Minnesota Wild gegen die San José Sharks auf. Verteidiger Christian Ehrhoff war nicht im Kader. Dafür gelang Brandner im dritten Spiel sein erstes Tor, als er die Wild vor 18 569 Zuschauern im heimischen Xcel Energy Center in Führung brachte. Pech für den Österreicher: Nach der ersten Drittelsirene stand es schon 1:3, zudem saß Brandner beim dritten Gegentreffer in der Kühlbox. Und sein Team konnte nur noch auf 2:3 verkürzen.
San José gewann im fünften Duell in Minnesota zum ersten Mal und feierte auch gleich den ersten Saisonsieg. Nach drei Spielen holten beide Teams nur einen Sieg.
 

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Neuer Sturm gegen Tor-Flaute

Trainer Goring stellt Rodman zu Yake und Herperger. Die Pinguine spielen am Freitag (17.10.) in Iserlohn.

Krefeld. "Ich habe nach den letzten Trainingseindrücken die Ansicht, dass die Mannschaft heiß auf dieses Wochenende ist", sagt Pinguine-Trainer Butch Goring zuversichtlich vor den beiden wichtigen Spielen in Iserlohn (Freitag, 19.30 Uhr) und gegen die DEG Metro Stars (Sonntag, 18.30 Uhr) in der Rheinlandhalle. Goring bekannte aber auch: "Es ist ein richtungsweisendes Wochenende für uns." Folgen Niederlage sechs und sieben, dann kann der Meister auf lange Sicht Abschied nehmen vom Anspruch Play-off-Ränge. Für sein Fernbleiben bei der Pressekonferenz in der vergangenen Woche entschuldigte sich der Trainer: "Es war eine Irritation. Das wird nicht wieder vorkommen."
Die kommenden Spiele seien eine besondere Herausforderung. "Wir haben in den letzten Spielen mehr komische Gegentore erhalten als man sonst in einer Saison bekommt", so Goring und spielt dabei auf durch Schläger und Schlittschuhe abgefälschte Pucks an, die den Weg ins Tor fanden. Da kommt die Begegnung gegen die Iserlohn Roosters gerade recht, um solcherlei Missgeschick abzustellen. "Ich hoffe nicht, dass uns so etwas noch mal passiert, außer, wenn wir danach Meister werden", sagt Goring scherzend auf die 1:8-Pleite der Pinguine beim letzten Gastspiel angesprochen. Es war das letzte Rundenspiel vor den Meister-Play-off der vergangenen Saison.

Die Iserlohner sind heimstark und werden unter ihrem neuen Trainer Doug Mason sicherlich besonders motiviert sein. Bei den Iserlohnern stehen mit Chris Bartolone und Kapitän Lars Brüggemann zwei Ex-Krefelder im Team, die zu Masons Zeit bei den Pinguinen beim Holland-Kanadier in Ungnade gefallen waren. Goring erwartet von seiner neu formierten zweiten Angriffsreihe mit Terry Yake, Chris Herperger und Marcel Rodman, dem neuen Mann in dieser Linie, mehr Offensive und Laufbereitschaft. "Sie müssen unsere Paradereihe entlasten und Tore erzielen", fordert er. Immerhin haben die Pinguine die zweitwenigsten Tore aller DEL-Ligisten erzielt.

Möglicherweise kann Paul Dyck nach der langen Verletzungspause bereits heute wieder gegen sein früheres Team auflaufen. "Das wäre wichtig, auch für seinen Partner Daniel Kunce", glaubt Goring. Das letzte Wort über den Einsatz hat allerdings Dyck nach Rücksprache mit den Ärzten. Thomas Brandl wird erst nach der Länderspielpause Mitte November wieder mit spielen können.

Von Walther Lenders

 

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Ziesche: Im Team braucht nichts gekittet zu werden

Die sportliche Talfahrt mit fünf Niederlagen sorgt für Unruhe rund um die Pinguine. Die WZ sprach mit Kapitän Steffen Ziesche.

Krefeld. Können die Krefeld Pinguine die Niederlagenserie stoppen und wieder punkten? Diese Frage beschäftigt die Fans, Mannschaft und Verantwortliche der Pinguine vor den Spielen gegen die Tabellennachbarn Iserlohn (Freitag, 19.30 Uhr in Iserlohn) und Düsseldorf (Sonntag, 18.30 Uhr Rheinlandhalle). Iserlohn hat auf Platz zehn 14 Punkte, Düsseldorf wie Krefeld auf Platz elf 13 Punkte. Bevor die beiden sportlichen Aufgaben anstehen, wird es morgen ein von Pinguine-Boss Wilfrid Fabel angeregtes Treffen mit dem Aufsichtsrat unter Leitung von Wolfgang Schulz, Geschäftsführer Wolfgang Schäfer und dem Sportdirektor und Trainer Butch Goring um 12 Uhr geben. Themen die sportliche Situation und andere Probleme. Die WZ sprach im Vorfeld mit Kapitän Steffen Ziesche über die Situation.
Frage: Vor Jahresfrist standen die Pinguine in ähnlicher Situation. Damals hatte das Team unter Chris Valentine nach zwölf Spieltagen 14, heute 13 Punkte. Geht es jetzt, wie im Oktober 2002, aufwärts? Steffen Ziesche: Ich hoffe es, und das Team hofft es. Und natürlich die Fans. Jede Saison läuft anders, aber es stimmt, damals standen wir mächtig unter Druck. Und heute auch.

Frage: Mit fünf Siegen ging es seinerzeit wieder aufwärts. Ist daran jetzt zu denken? Ziesche: Es wäre schön, wenn uns das auch diesmal gelingen würde. Aber so weit will ich nicht denken. Wir müssen an diesem Wochenende punkten, und ich bin sicher, das schaffen wir auch.

Frage: Wie ist die Stimmung im Team? Ziesche: Es ist manches falsch in das Team hineininterpretiert worden. Wir haben keine Grüppchenbildung, sind eine Mannschaft. Wir arbeiten hart, wir wollen gewinnen. Das steht erst einmal ganz oben.

Frage: Und der Teamgeist? Ziesche: Wir hatten am Dienstag einen gemeinsamen Bowlingabend. Der war lange geplant, kam natürlich gerade recht. Aber es war kein Abend, um etwas zu kitten, sondern nur um noch mehr Gemeinschaftsgefühl zu finden. Es war ein netter Abend, mal ohne Arbeit auf dem Eis.

Frage: Hat er dazu beigetragen, den sportlichen Tiefpunkt zu überwinden? Ziesche: Das hoffe ich doch. Den Tiefpunkt hatten wir gegen Köln. Es soll keine Entschuldigung sein, doch das sehr harte Training zwei Tage vor dem Spiel hatte uns sehr zugesetzt. Wir waren im Kopf nicht frei, hatten müde Beine. Aber das liegt hinter uns, wir blicken nach vorne.

Frage: Das Team hat den zweitschwächsten Angriff, gemessen an den erzielten Toren. Viele Torchancen wurden vergeben, dazu wurde die Abwehr löchrig. Wie kann man das abstellen? Ziesche: Alle müssen sich steigern. Jeder Spieler ist gefragt, egal wo er spielt. Aber ich habe gespürt, dass diese Bereitschaft auch da ist. Ich denke, jetzt liegt es alleine an uns, wieder nach oben zu kommen.

Frage: Wie entscheidend sind die beiden Spiele für den weiteren Saisonverlauf? Ziesche: Mit Blick auf die Tabelle zumindest ganz wichtig. Mein Wunsch ist, in Iserlohn zu punkten und dann mit unseren Fans im Rücken am Sonntag auch die DEG zu schlagen.

Von Walther Lenders
 

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Großalarm bei Pinguinen

Die sportliche Bilanz mit dem Fehlstart liegt auf dem Tisch. Jetzt ist die Zeit der Gesprächsrunden eingeläutet. Elefantenrunde tagt am Wochenende.

Krefeld. Nur 13 Punkte aus zwölf Spielen, ein Torverhältnis von 24:30, Platz zwölf in der Tabelle und sinkende Zuschauerzahlen bei den Heimspielen: Die Krefeld Pinguine haben nach ihrer Deutschen Meisterschaft im April 2003 einen klassischen Fehlstart hingelegt. Ungewöhnlich? Nein!
Wie sich die Bilder gleichen. Auch in der vergangenen Spielzeit sah die Bilanz nur unwesentlich anders aus: Nach zwölf Spielen rangierten die Pinguine mit 14 Punkten und 21:33-Tore ebenfalls fernab der Play-off-Ränge. Damals, im Oktober 2002, Trainer Chris Valentine stand in der Kritik, hatte aber Rückendeckung der Gesellschafter und des Aufsichtsrates, folgten aus den nächsten sechs Spielen fünf Siege. Ein goldener Oktober führte die Pinguine wieder nach oben in die Play-off-Plätze.

Doch wie aus der aktuellen, misslichen Situation sich befreien, lautet die Kardinalfrage, auf die Trainer, Mannschaft, Geschäftsführung und Gesellschafter Antworten geben müssen. Pinguine-Boss Wilfrid Fabel hatte nach der blamablen 2:6-Niederlage gegen die Kölner Haie am vergangenen Donnerstag formuliert: "Wir wollen attraktives Eishockey. Und das mit Meistertrainer Butch Goring."

Der Coach, nach den fünf Niederlagen in Folge natürlich in Sorge, ließ seine Cracks gestern erstmals an dem üblicherweise freien Montag antreten und trainieren. Eine Maßnahme, die auch auf eine härtere Gangart hinweist. Denn es gibt viel zu tun. Mit nur 24 Toren haben die Pinguine hinter Ingolstadt die schlechteste Trefferquote, Überund Unterzahlspiel funktionieren nicht, die Pinguine haben keine guten "Special-Teams" mehr auf dem Eis.

Nach dem Training hatten Goring und Clark ein Gespräch mit Geschäftsführer Wolfgang Schäfer, bei dem Irritationen ausgeräumt wurden. Bei dem Gespräch vereinbart wurde auch eine Gesprächsrunde mit der Mannschaft. Auch Kapitän Steffen Ziesche war gestern zu einer Visite bei der Geschäftsführung. Darüber hinaus soll eine "Elefantenrunde" mit Pinguine-Boss Wilfrid Fabel, sportlicher Leitung, Geschäftsführung und Aufsichtsrat nach Rückkehr des Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Schulz am Wochenende stattfinden.

Gary Clark: "Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, dann wird sich sicherlich manches leichter gestalten." Personell wird sich gegenüber dem letzten Wochenende wenig ändern. Thomas Brandl und Paul Dyck sind zwar auf dem Eis, aber bis zum kommenden Wochenende dürfte ein Einsatz zu früh kommen.

Wegen der Teilnahme der Pinguine am Spengler-Cup wurden folgende Spiele verlegt: in Nürnberg (26.12. auf 27.1.), gegen DEG (28.12 auf 2.3.), in Iserlohn (30.12. auf 18. 11.). Das Pokalspiel gegen Nürnberg am 11. November ist um 20 Uhr.

Von Walther Lenders
 

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2003/2004


Wer bremst den Fahrstuhl?

Das war der "fünfte Streich" der Pinguine - mit 1:3 verloren die Krefelder bei den Kassel Huskies und rutschten auf den drittletzten Tabellenplatz ab.

Kassel. Die Talfahrt des Deutschen Meisters geht weiter. Bei den Kassel Huskies setzte es am Sonntag Abend mit 1:3 (1:1, 0:0, 0:2) die fünfte Niederlage in Folge. Damit rutschte das Team von Trainer Butch Goring in der Tabelle auf den zwölften Platz ab, hat jetzt nur noch Freiburg und Ingolstadt hinter sich. Zwei Drittel lang hielten die Krefelder im Aue-Stadion vor 4 125 Zuschauern mit einem zwischenzeitlichen 1:1 noch mit, mussten sich aber mit zwei Toren im Schlussabschnitt geschlagen geben. Dabei hatte das Pinguine-Team entgegen der letzten Niederlagen endlich einmal kein schnelles Gegentor kassiert. Dennoch gerieten die Krefelder in Rückstand.
Ein abgefälschte Schuss von Ted Cordwell (14.) traf die Krefelder wie ein Keulenschlag. Doch im Auftaktdrittel stimmte die Moral, denn Rob Guillet konnte eine Kombination der "French-Connection" zum 1:1 (19.) abschließen. Hoffnung keimte auf, als auch der Mittelabschnitt ohne Rückstand verlief, obwohl Kassel die besseren Chancen hatte. Doch stets war Torhüter Robert Müller zur Stelle, wenn es brenzlig wurde.

Das Unheil kam im letzten Spielabschnitt. Bei einem Schuss von Nick Naumenko bei Überzahl der Huskies war ein Krefelder Schläger dazwischen, der Puck trudelte unhaltbar an Robert Müller vorbei zum 1:2 ins Krefelder Gehäuse. Als dann der Österreicher Matthias Trattnig, am Sonntag der beste Stürmer auf dem Eis des Aue-Stadions, in der zum 3:1 (47.) traf, war das Spiel entschieden. Den Pinguinen fehlte, wie schon in den letzten Begegnungen, die Kraft, aber auch das Spielvermögen, sich noch einmal auf zu bäumen.

Nimmt man das Schussverhältnis mit 31:26 für Kassel und notiert auch noch zwei Pfostenschüsse, so geht der Sieg für die Hessen in Ordnung.
Pinguine-Trainer Butch Goring war trotz der Niederlage nicht unzufrieden. "Es war ein gutes Spiel, das über zwei Drittel ausgeglichen war. Ich bin zufrieden mit unseren Anstrengungen." Axel Kammerer, Trainer der Huskies, sagte: "Wir hatten die bessere Kampfmoral und auch die entsprechend gute Einstellung."

Für die arg gebeutelten Pinguine geht es jetzt am Freitag zu den unter ihrem neuen Trainer Doug Mason gestern mit 6:3 gegen Hannover siegreichen Iserlohn Roosters, ehe am Sonntag dann das Nachbarduell gegen die DEG Metro Stars in der Rheinlandhalle ansteht. Beide Gegner zogen gestern in der Tabelle an den Krefeldern vorbei.

Statistik
Kassel Huskies - Krefeld Pinguine 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)
Pinguine: Müller Kurtz/Kunce, Luongo/Kelleher, Wright Bertrand/Beaucage/Guillet, Herperger/Yake/Rodman, Ziesche/Lanier/Raubal, Grygiel/Appel/Dück
Tore: 1:0 (13:45) Crowley (Walberg), 1:1 (18:07) Guillet (Bertrand/Beaucage), 2:1 (44:10) Naumenko (Robitaile/Serikow), 3:1 (46:30) Trattnig (Serikow/Walberg)
Zuschauer: 4 125
Schiedsrichter: Gerhard Müller (Schierke)
Strafminuten: Kassel 8, Krefeld 12
 

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Das eigenwillige Spiel mit den Händen

Es knistert bei den Pinguinen: Geschäftsführung und Trainer sind sich nicht mehr grün, Gesellschafter ohnmächtig? Und Fabel zuckt ratlos die Schultern.

Krefeld. Die Haut ist dünn, die Nerven liegen blank noch vor dem ersten Frost gibt es bereits reichlich Frust bei den Pinguinen. Das durch den Meisterjubel übertönte Knirschen im KEV-Gebälk ist rund um die Rheinlandhalle und die noch zu bauende Arena mittlerweile unüberhörbar. Geräuschquellen gibt es viele: Beispielsweise die Reibungen zwischen Geschäftsstelle und Sportlicher Leitung/Trainer. Das Krachen unter dem Stichwort "Butch war kurz futsch" sprich das Fernbleiben des Trainers bei der Pressekonferenz in der Geschäftsstelle zeigt auch, dass man dies nun nicht mehr unter den Teppich kehren kann oder will.

Oder Beispiel Gesellschafter: Ihre Gesichter wurden am Donnerstag lang und länger manchmal ist es sinnvoll, für eine Situationsbeschreibung eben nicht den Tag danach abzuwarten, sondern die Eindrücke während des Debakels zu sammeln.
Geschäftsführer Wolfgang Schäfer verbrachte das letzte Drittel der Pinguin-Demütigung in den Katakomben, mochte gar nicht mehr hinsehen. Auch Generalbevollmächtigter Wilfrid Fabel konnte keine gute Miene zum bösen Spiel machen. "So spielt man uns keine Zuschauer in die Halle, weder in die alte, und erst recht nicht in die neue ", polterte Fabel noch vor der Schluss-Sirene. Um dann ratlos die Schultern zu zucken: "Aber was sollen wir machen?"

Auch irgendwie ratlos, aber erheblich aggressiver der sportlich Verantwortliche: Gorings erboster Ausfall nach dem Spiel, mit dem er mehr Zuspruch für die wankenden Pinguine-Akteure einfordern wollte, wirkte überaus befremdlich. Sein "die Spieler brauchen gerade jetzt die Unterstützung" mag zwar richtig sein gilt aber weit mehr für Trainer als für kräftig zahlende Zuschauer.

Gorings Versuch, mit einem völlig verwirrenden "Drill-Training" am Dienstag die Mannschaft aus dem negativen Rhythmus zu bringen, war nicht erfolgreich. Müde, blass, schlicht "platt" waren die Pinguine leichte Beute für die Haie und eine Beute, die sich nicht einmal aufbäumte und wehrte.
Dieses dürfte indes leichter zu beheben sein, als die Schwächen derer, die Gorings Stützpfeiler im neuen Team sein sollten. Verteidiger Justin Kurtz steht völlig neben den Schlittschuhen, kann seine Vorschusslorbeern in keinster Weise rechtfertigen. Kollege Chris Kelleher müht sich, ist aber alles andere als eine tragende Säule, Shayne Wright schlicht "blass".
Dramatische Folge dieser Schwachpunkte: Kein Druck von der "blauen Linie" beim Überzahlspiel. Nur: "In dieser Liga entscheidet man die meisten Spiele in Überzahl", so Co-Trainer Gary Clark.
Nun hat Goring schon Stürmer Terry Yake an "die Blaue" zurückgezogen, um die Schwächen zu kompensieren. Doch "gepaart" mit dem unsicheren Kurtz ist auch der von Goring in der letzten Woche noch arg gescholtene Yake überfordert. Andererseits: Was will Goring tun? Er muss den Wackelkandidaten Eiszeit geben, denn er kann sie nicht mehr austauschen, muss auf steigende Form hoffen.

Es ist der "Wurm drin", bei den Pinguinen. Und das Knirschen im Gebälk ist ein untrügliches Zeichen, dass die Beteiligten lieber mit ihren Händen auf die anderen zeigen, als die Hände zum Halten ihres Teils zu nutzen.

Von Thomas Klein

 

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Pinguine-Abwehr ist ein aufgescheuchter Hühnerhaufen

In vier Spielen kassierte das Team 19 Gegentore, in sieben Spielen zuvor waren es nur elf. Ärger gibt es um die Kleiderordnung.

Krefeld. Die Nacht war unruhig, der Morgen trist selbst wenn die Sonne am Wochenende wieder lachen soll. Bei den Pinguinen lacht keiner. Zu ernst ist die Lage, zumal die Wolken weiter Wasser tanken. Das reinigende Gewitter steht noch bevor. Die Lage nach der 2:6-Pleite gegen die Haie und dem Morgentraining: Analyse der Fehlerquellen. Tenor im Team: Ein Ende der Niederlagenserie und in Kassel gewinnen. Trainer Butch Goring beobachtete mit ernstem Gesicht in erster Linie die Abwehrarbeit. Mal sehen, ob es geholfen hat. Vier Niederlage in Folge mit 11:19-Toren und der Rausschmiss aus den Play-off-Plätzen haben dem Meister mächtig zugesetzt. Was tobt da für ein Virus in der Pinguine-Abwehr?
In den ersten sieben Begegnungen kassierte das Team nur elf Gegentreffer und dabei mitgerechnet ist der "Ausreißer" gegen die Hamburg Freezers mit gleich fünf Gegentoren. Da war Butch Goring noch voll des Lobes über die Abwehr und das Defensivverhalten in Unterzahl.

Die Diskrepanz zum Ist-Stand kann der Trainer offensichtlich auch nicht erklären. Erkenntnis der Analyse ist hingegen: Immer wenn die Pinguine frühe Gegentore kassieren, kommen sie in Schwierigkeiten und verlieren. Das war bei den Niederlagen in den vergangenen vier Spielen so.

Am Sonntag in Kassel wird das Team in gleicher Besetzung auflaufen wie gegen Köln, denn lediglich Chris Kelleher hat sich die Hand verstaucht,. Wichtig dürfte erneut das erste Drittel sein. Co-Trainer Gary Clark: "Darüber haben wir gesprochen. Wir müssen endlich selber in Führung gehen, und nicht wieder so dumme und vermeidbare Tore kassieren wie zuletzt."

Aber selbst bei einem Sieg in Kassel gibt es im Innenverhältnis bei den Pinguinen reichlich Klärungsbedarf. Anlass war die Kleiderordnung. Goring coachte gegen die Haie in einem brauen Anzug. Wegen der Fernseh-Übertragung hatte die Geschäftsführung die Personen auf der Spielerbank angewiesen, die offizielle Klubkleidung zu tragen. Der Meistertrainer und vierfacher Stanleycup-Gewinner Goring ignorierte dies offensichtlich.

Die Verantwortlichen um Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Schulz, der bei den letzten Niederlage aufgrund einer Geschäftsreise verhindert war, sind nun gefordert: Verbesserung des Innenverhältnisses, mehr Disziplin und Ordnung, Einhaltung der Anweisungen.

Ansonsten könnte es dem Eishockeymeister passieren, dass er die Play-off verpasst. Auch wenn es bis dahin noch 41 Spiele sind. Da wäre es gut, wenn sich die Gewitterwolken schnell entladen würden.

Von Walther Lenders

 

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2003/2004


2:6-Schlappe: Pinguine mit Pfiffen verabschiedet

Die konfusen Gastgeber waren am Donnerstag vor 3 710 Zuschauern nur noch ein Schatten früherer Tage.

Krefeld. "Ich dachte, wir hätten den Tiefpunkt schon hinter uns. Aber jetzt sind wir noch weiter gerutscht. Ich hoffe, dass wir den Boden erreicht haben", sagte der enttäuschte KEV-Trainer Butch Goring nach der Partie. Es war ein total verkorkster Eishockey-Abend für den Deutschen Meister aus Krefeld. Gegen den Finalgegner Kölner Haie gab es eine deprimierende 2:6 (1:2, 0:2, 1:2)-Niederlage.
Das Spiel der Krefelder trieb den Fans teilweise die Zornesröte ins Gesicht. Die Pinguine wurden in einer gewiss nicht hochklassigen Partie von ihren Gästen aus der Domstadt teilweise zu Statisten degradiert. Viele Anhänger, die noch im April bei den tollen Meisterschaftsspielen die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt hatten und begeistert waren, schienen das Debakel wohl vorausgeahnt zu haben: 3 710 Zuschauer waren für dieses rheinische Spitzenduell eine dürftige Kulisse.

Der KEV, der nach dieser Niederlage aus den Play-off-Plätzen heraus fiel, wird es schwer haben, den verlorenen Boden wieder gut zu machen, und die Herzen seiner Fans muss er erst wieder zurück erobern. Der Einzige, der einem gestern leid tun konnte, war Meister-Torhüter Robert Müller. Er ist derzeit gewiss nicht in Bestform und hätte es verdient gehabt, dass ihn Trainer Butch Goring nach deutlichem Rückstand vorzeitig erlöste.

Die Fans der Nordtribüne zeigten dafür ein feines Gespür und skandierten: "Außer Müller könnt ihr alle gehn!" Eine herbe Aufforderung, sicher. Aber die Feldspieler waren einfach nicht in der Lage, den Haien Paroli zu bieten. Sie verloren viele Zweikämpfe, waren oft mental nicht auf dem Eis, und so war die Frage nach dem Sieger der Revanche-Partie eigentlich schon früh entschieden. Schon in der dritten Minute kassierten die Pinguine nach den vielen Pannen der letzten Spiele wieder so ein saudummes Tor. Eduard Lewandowski mogelte den Puck mit Hilfe des Krefelder Abwehrspielers Chris Kellerher ins eigene Gehäuse.

Terry Yake schaffte zwar den Ausgleich, doch noch vor der Drittelpause gingen die Kölner erneut durch einen vermeidbaren Treffer von Ron Pasco in Führung. Eigentlich war nach den beiden Toren von Alex Hicks im Mittelabschnitt alles entschieden. 1:4, das sagte alles. Und so musste der arme Robert Müller im Schlussabschnitt noch zwei weitere Treffer kassieren, und lediglich ein Schlagschuss von Erik Bertrand (48.) war für den KEV ein winziger Lichtblick. Jetzt muss nach dieser Schlappe ein Ruck durch die Mannschaft gehen und am Sonntag bei den heimstarken Huskys aus Kassel die Wende zum Positiven kommen. Gestern wurden die Pinguine, was selten vorkommt, mit einem Pfeifkonzert verabschiedet.

Krefeld Pinguine - Kölner Haie 2:6 (1:2, 0:2, 1:2)
Pinguine: Müller Kurtz/Wright, Kunce/Dück, Luongo/Kelleher Bertrand/Beaucage/Guillet, Yake/HerpergerAppel, Raubal/Lanier/Grygiel, Ziesche, Rodman Tore: 0:1 (2:28) Lewandowsky, 1:1 (14:04) Yake/Rodman, 1:2 (19:41) Pasco, 1:3 (33:53) Hicks, 1:4 (35:52) Hicks, 2:4 (47:02) Bertrand/Guillet, 2:5 (47:38) Morczinietz, 2:6 (48:39) Elick.

Zuschauer: 3 710 Strafminuten: KEV 14, Köln 12

Von Walther Lenders

 

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2003/2004


Fabel weiß nichts von einem neuen Sponsor

Wer hat an der Uhr gedreht? Am Donnerstagabend gab es so manche "Ungereimtheiten" auf dem Eis und abseits des Eises.

Krefeld. Sie stockte und trat über längere Strecken auch auf der Stelle die Stadionuhr in der Rheinlandhalle tat es den Pinguinen gleich. Im ersten Drittel hatte sie nach fünf Minuten und 52 Sekunden "die Nase voll" und streikte. Im zweiten Abschnitt, gerade erst wieder ans Laufen gebracht, mochte sie sich nach fünf Minuten und 44 Sekunden sich nicht mehr bewegen. Aber dann stieg die Uhr anders als die Cracks auf dem Eis wieder voll ein ins Geschehen und blieb auf Puckhöhe.
Viel mehr aber interessierte die Fans das Tagesgespräch um einen neuen "Supersponsor" für die Pinguine. Irgendwie gefiel es ihm auch aber leider musste er es ins Reich der Fabel verweisen. 1,2 Millionen sollten nach einem Zeitungsbericht ein Sponsor für den KEV aufwenden sollen. Die Geste des Generalbevollmächtigten Wilfried Fabel sprach Bände: Kräftigstes "Vogelzeigen." "Ich würde meterhoch springen. Aber leider gibt es nicht einmal einen Hauch von einem solchen Ansatz. Es wäre zu schön." Fabel dementierte auch, dass es in dem immer undurchsichtiger werdenden Dunstkreis rund um die Pinguine eine solche oder ähnliche Entwicklung gäbe. "Das wüsste ich, insbesondere in einer solchen Größenordnung."

Stellt sich nun die Frage, wer ein Interesse daran haben könnte, eine "Ente" zu platzieren. Denn vom Himmel gefallen dürfte sie nicht sein. Bei den immer sichtbarer werdenden Rissen und Machtkämpfen in der Pinguine Idylle gibt es jedoch gleich eine Handvoll Verdächtiger. Es wird spannend, auch abseits des Eises.

Von Thomas Klein

 

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2003/2004


Butch war kurz futsch

Der Pinguine-Trainer fehlte am Mittwoch bei der Pressekonferenz. Er habe nichts davon gewusst, sagte er. Am Donnerstag steigt die Neuauflage des Meisterfinals gegen Haie.

Krefeld. Im April haben die Duelle zwischen den Krefeld Pinguinen und den Kölner Haien um den Meistertitel die Massen elektrisiert, sorgten für prallgefüllte Hallen. Am Donnerstag steigt eine Neuauflage dieses rheinischen Derbys (19.30 Uhr) in der Rheinlandhalle mit weit weniger Aufmerksamkeit, es ist ein DEL-Punktspiel wie viele andere auch. So mag es noch bis vor kurzem gewesen sein. Doch durch teilweise mäßige Leistungen in den bisherigen zehn Spielen haben beide Teams sich zahlreiche Sorgen ins Haus gespielt. Das ist vor allem an der Tabellensituation abzulesen: die Pinguine auf Platz acht, die Haie einen Rang dahinter. In sofern ist die Reihenfolge aus dem April gewahrt.

Aber nicht nur das Tabellenbild ist weit von den Erwartungen in der Führungsetage in beiden Klubs entfernt. Sowohl den Pinguinen, wie den Haien steht intern das Wasser bis zum Halse Gezänk und Kompetenzgerangel sorgen für spiegelglattes Eis vor allem hinter den Kulissen. Haie-Trainer Hans Zach erklärte vor vier Tagen vor laufender Kamera: "Über meine Zukunft bei den Haien spreche ich nur mit dem Alleingesellschafter Heinz-Hermann Göttsch", und düpierte damit Geschäftsführer Holger Rathke.
Ob da Pinguine-Trainer Butch Goring nicht nachstehen wollte? Es ist seit langem kein Geheimnis, dass er die Rückendeckung der Geschäftsführung bei seinen personellen Forderungen vermisst. Kein Geld lautet das Argument der Gegenseite. Und da passte es ins Bild der beginnenden Sprachlosigkeit zwischen den Parteien, dass der Cheftrainer und Sportdirektor gestern nicht zur Pressekonferenz erschienen war.

"Butch ist futsch" wurde da geflachst. Trainer-Assistent Gary Clark, der verspätet eintraf, beeilte sich, zu erklären: "Butch ist zum Flughafen, seine Eltern abholen, die aus Amerika zu Besuch kommen." Doch so weit war er noch gar nicht unterwegs. Goring saß in seinem Auto, unweit der Geschäftsstelle. Er sei nicht über den Termin informiert gewesen, erklärte er. Was auch immer da durch die Faxe gesurrt ist, oder eben nicht.

Vor jedem Wochenende stellte sich Goring bisher regelmäßig der Öffentlichkeit, um über die Situation im Kader und die Einschätzung der Gegner zu sprechen. Das ist Job des Trainer, der des Sportdirektor ist es, dafür zu sorgen, dass der Termin stattfindet. Die Mannschaft hatte den Groll ihres Trainers im übrigen schon einen Tag früher zu spüren bekommen, denn Goring ließ seine Cracks nach drei Pleiten (Freiburg 4:5, Berlin 4:5, Augsburg 1:3) im Training ackern: laufen, laufen, laufen.

Clarks Erklärungen zum Treffen mit den Haien waren wenig erschöpfend. Fest steht, dass Paul Dyck und Thomas Brandl verletzungsbedingt fehlen, alle anderen Akteure sind fit. Ersatztorhüter hinter Robert Müller ist Markus Janka, die Youngster Daniel Pietta und der Duisburger Rainer Köttstorfer sind nicht dabei. Ob es Umstellungen im Team gibt, bleibt bis zum Anpfiff das Geheimnis von Goring.

Vielleicht mag ein Sieg gegen die Haie die aufziehenden düsteren Wolken über den Pinguinen wieder ein wenig lichten.

Von Walther Lenders

 

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2003/2004


Pinguine oder Haie: Wer darf nach oben blicken?

Ob Nationaltrainer Hans Zach oder Meistercoach Butch Goring beide haben derzeit Sorgenfalten beim Kampf um die wichtigen Play-off-Plätze.

Krefeld. Diesmal geht es nicht um die Deutsche Meisterschaft. Aber Brisanz und Spannung gibt es auch am Donnerstag vor dem großen rheinischen Duell zwischen den Krefeld Pinguinen und den Kölner Haien. Die beiden Finalisten, die sich im April fünf super spannende Spiele geliefert hatten, agieren derzeit alles andere als meisterlich. 2:5 verloren die Haie in Kassel, 1:3 die Pinguine in Augsburg. Nach zehn Spieltagen im Mittelfeld auf Platz acht und neun, fristen beide ein eher bescheidenes Dasein in der DEL. Aber das ist nichts Ungewöhnliches in der ersten Saisonphase, und deshalb gibt es weder in der Kölnarena noch in der Rheinlandhalle große Aufregung oder Nervosität.
Beide Trainer, Butch Goring bei Meister Krefeld und Hans Zach bei Vizemeister Köln, vertrösten ihre Fans auf bessere Zeiten, die schon beim nächsten Spiel, denkbar übermorgen, möglicherweise aber erst nach einer weiteren Durststrecke, anbrechen werden. Meistercoach Butch Goring sucht in harter Kleinarbeit die Wege zur Verbesserung und Stabilität. Nur mit Kampf und Einsatz, Tugenden, die eigentlich selbstverständlich sein sollen, lässt sich kaum mehr Leistung erreichen. "Wir müssen bei den "special-teams" besser und sicherer werden", hält er das Überund Unterzahlspiel für relevant. "Wenn wir einmal zwei Tore zurückliegen, dann ist es sehr, sehr schwer, das aufzuholen", hatte Goring auch in Augsburg schon früh die böse Ahnung, dass er und sein Team mit leeren Händen nach Hause fahren würden.

Deshalb predigt er immer wieder: "Vermeidet unnötige Strafen", und war in Augsburg stinksauer, als Shayne Wright im ersten Drittel gleich dreimal in die Kühlbox musste. Wright durfte sich dann zwei Drittel abkühlen. Aber gegen Köln wird der routinierte Abwehrspieler ebenso wieder gebraucht wie der junge Paul Dück, der Wright ersetzte. Meister-Pinguin Paul Dyck alias "Mister Zuverlässig" fehlt weiter. Er hat noch zwei Wochen Eisverbot. Und beim Überzahlspiel wurde zuletzt gegen die Eisbären deutlich, wie sehr echte "Blueliner" fehlen. Bei Überzahl fehlen die Mannen mit den präzisen Schlagschüssen von der blauen Linie, wie man sie von Mario Doyon, Dan Lambert, Andy Roach oder von früher Petri Liimatainen in Erinnerung hat. Aber gegen die Haie wird wohl eines entscheidend sein: "Welches Team findet besser ins Spiel und hat die bessere Tagesform?"

Von Walther Lenders

 

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2003/2004


Die Pinguine rutschten abermals aus

Vor dem "Meister-Duell" gegen die Haie sind die Krefelder Eishockey-Cracks gestrauchelt: In Augsburg erlitten sie gestern Abend eine 1:3-Niederlage.

Krefeld/Augsburg. Die Krefeld Pinguine purzelten am Sonntag (5.10.) nach einem punktloses Wochenende am zehnten Spieltag der DEL wieder einen Platz tiefer. Nach der 1:3 (1:3, 0:0, 0:0)-Niederlage von Augsburg konnte mit Platz acht der letzte Play-off-Platz (noch) hauchdünn gehalten werden. Nach der dritten Niederlage in Folge ist das Team von Trainer Butch Goring noch längst nicht in Tritt. Da ist es nur ein kleiner Trost, dass auch der Finalgegner der letzten Spielzeit, die Kölner Haie, nach dem ersten Fünftel der DEL-Saison völlig von der Rolle ist, und der hoch vorgewettete Titelfavorit Adler Mannheim ebenfalls schwächelt.
War das Freitagsspiel gegen die Eisbären Berlin auf Grund der starken Offensivleistung beider Mannschaft noch ansehnlich, so ließen sich die Pinguine im Curt-Frentzel-Stadion in Augsburg gestern schon frühzeitig das Fell über die Ohren ziehen. Und wieder waren es die Abwehrfehler, die in der Anfangsphase für den frühen Rückstand sorgten. Ein Doppelschlag durch Barta und Moeser in der dritten Minute, und 14 Sekunden nach dem Anschlusstreffer von Marc Beaucage gleich das 1:3 durch Arendt die Partie in der Fuggerstadt war praktisch früh entschieden.

Deutlich wurde in Augsburg, dass Trainer Butch Goring trotz der Genesung von Chris Herperger immer noch nur eine durchschlagskräftige Angriffsreihe mit der "French-Connection" zur Verfügung hat.
>Aber was nach der Abwanderung aller letztjährigen Torjäger schwerer wiegt als die (erwartete) Angriffschwäche, sind die eklatanten Abwehrfehler. Mag es an Unkonzentriertheit liegen oder daran, dass Goring immer wieder neue Abwehrpärchen zusammenfügen will. Die Fehler werden hinten gemacht. So ließ er Shayne Wright nach drei unnötigen Fouls im ersten Drittel für die weiteren 40 Spielminuten auf der Spielerbank "schmoren", setzte stattdessen den jungen Alexander Dück ein.

Bei den vielen Fehlern kann auch der in der Anfangsphase der Saison so glänzende Torhüter Robert Müller nichts ausrichten, wenn die Schüsse, wie gestern in Augsburg, von Schlittschuh (erstes Tor) und Schläger (dritter Treffer) unerreichbar abgefälscht werden. Da muss vorher konsequenter abgewehrt werden. Goring beschönigte dann auch nichts und meinte: "Drei frühe Tore von Augsburg, game over. Das war schwer aufzuholen." Und er bekannte zudem: "Der Gegner war schneller und auch etwas besser. Es gab nur wenige Momente, in denen wir wie ein gutes Hockeyteam ausgesehen haben. Es gibt viel Arbeit."
 

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2003/2004


Heimspiel gegen Nürnberg

Krefeld. "Mit einem Heimspiel und Nürnberg als Gegner können wir leben", meinte Pinguine-Geschäftsführer zur Auslosung des Viertelfinales im DEB-Pokal. Auch Trainer Butch Goring hält die Aufgabe direkt nach der Länderspielpause am Dienstag, 11. November, für passend: "Ich freue mich, dass wir ein Heimspiel haben, und Nürnberg ist ein guter Gegner." Kapitän Steffen Ziesche hält das Duell für eine reizvolle Aufgabe, bei der Krefeld ins Halbfinale kommen kann. Doch seine Gedanken waren gestern mehr bei der Sonntagsaufgabe in Augsburg: "Es gibt noch einige Fehler abzustellen, aber ich bin zuversichtlich."
 

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Dicke Patzer bestraft: 4:5

Die Pinguine verloren am Freitag Abend gegen den Tabellenzweiten Eisbären Berlin, weil sie sich grobe Schnitzer in der Abwehr erlaubten. Gutes Debüt von Herperger.

Krefeld. Ein Eishockey-Leckerbissen mit leicht unangenehmem Nachgeschmack sahen 5 009 Zuschauer am Freitag in der Rheinlandhalle. Die Eisbären Berlin entführte mit einem 5:4 (3:2, 1:1, 1:1)-Sieg die drei Punkte. Sie stellten das ausgereiftere Team und verstanden es, die Krefelder Abwehrfehler, gerade im Auftaktdrittel, schonungslos auszunutzen. Am Ende blieb der kraftvolle Endspurt der Pinguine, die vier Mal einen Zwei-Tore-Vorsprung aufholen mussten, ohne Belohnung. Aber es gab nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Willi Schimm viel Beifall von den Rängen. Ein Zeichen, dass auch die Zuschauer mit diesem teils hochklassigen Spiel zufrieden waren, auch wenn das Happy-End fehlte.

Die Eisbären waren auf Revanche für die Halbfinal-Niederlagen in den Play-offs aus, legten los wie die Feuerwehr. Die Krefelder kamen ihnen mit einigen Abwehrspielern entgegen. Nach 16 Minuten schien die Vorentscheidung mit dem 3:1 durch Rob Shearer gefallen zu sein, denn zwei Überzahltore und ein Break nach einem verhängnisvollen Fehler von Chris Kelleher deuteten auf einen klaren Sieg der Gäste aus der Hauptstadt hin. Lediglich das Überzahltor von Marc Beaucage ließ die Pinguine-Fans hoffen. Doch die Pinguine bäumten sich noch einmal auf, verkürzten auf 2:3 (16.) durch Pascal Appel.

Auch nach dem erneuten Doppel-Vorsprung der Eisbären mit dem 4:2 (29.) durch Denis Pederson, steckten die Krefelder nicht auf, kämpfte sich erneut heran, als Robert Guillet auf 3:4 (42.) verkürzte. Eine 5:3-Überzahl konnten die Pinguine allerdings nicht zum Ausgleich nutzen. Turbulent wurde es vor dem Eisbären Tor in der 45. Minute, doch ein Konter nach einem Fehler von Adrian Grygiel führte zum 5:3 durch Keith Aldridge.

Doch jetzt zeigten die Pinguine Moral, kämpften sich durch Shayne Wright erneut heran: 4:5 (57.) doch der Ausgleich blieb ihnen verwehrt. Ein letzter Kraftakt in der Schlussminute, als Torhüter Müller für einen sechsten Feldspieler rausging. Als der Berliner Florian Busch auf die Strafbank musste, weil er den Puck mit der Hand weggeschlagen hatte, spielten die Krefelder sechs gegen vier 20 Sekunden lang. Doch die Uhr tickte unaufhaltsam, die Eisbären brachten den Sieg über die Zeit.

Einen guten Einstand gab nach langer Verletzungspause Chris Herperger, Lob kassierte auch der trickreiche Terry Yake. Beide Trainer lobten das Spiel und sprachen von einer für die frühe Saison sehr guten Partie.

Statistik
Krefeld Pinguine - Eisbären Berlin 4:5 (2:3, 1:1, 1:1)
Pinguine: Müller Kurtz/Wright, Kunce/Dück, Luongo/Kelleher Bertrand/Beaucage/Guillet, Herperger/Yake/Appel, Ziesche/Lanier/Raubal, Grygiel/Rodman/ Pietta
Tore: 0:1 (1:13) Fairchild (Keller); 0:2 (4:08) Shearer (Walker/Busch); 1:2 (7:23) Beaucage (Guillet/Luongo); 1:3 (15:19) Shearer (Bergen); 2:3 (16:27) Appel (Herperger/Grygiel); 2:4 (28:02) Pederson (Fairchild); 3:4 (32:09) Guillet (Beaucage/Kurtz); 3:5 (44:55) Aldridge (Shearer); 4:5 (56:32) Wright (Kurtz/Herperger)
Zuschauer: 5 009
Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)
Strafminuten: Krefeld 10, Berlin 14

Von Walther Lenders

 

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Pinguinen fehlen Führungsspieler

Die Saison der Deutschen Eishockey Liga hat für die Vereine im Rheinland nicht gerade optimal begonnen. DEG-Trainer Komma fordert eine deutliche Steigerung.

Düsseldorf/Krefeld. Die Deutsche Eishockey Liga hat in der noch jungen Saison bereits für einige Kapriolen gesorgt, nicht nur, weil die DEG Metro Stars (11.) und Vizemeister Kölner Haie (10.) momentan in den Tabellen-Niederungen herumdümpeln, sondern auch beim aktuellen Deutschen Meister, den Krefeld Pinguinen, wechseln Licht und Schatten in schneller Folge. Zuletzt gab es eine schmerzhafte 4:5-Niederlage gegen Aufsteiger Freiburg. Düsseldorf konnte sich zwar steigern, trotzdem setzte es eine 1:3-Pleite gegen Mannheim.
"Es gibt sogar noch Mannschaften, die hinter uns stehen. Gegen Ingolstadt und Hannover wird es auch deshalb besonders schwer, denn beide wollen weiter nach oben", beschreibt der Düsseldorfer Coach Michael Komma die Ausgangslage vor den nächsten beiden Spieltagen.
"Wir haben zwar aus den letzten drei Spielen sechs Punkte geholt, aber unser Saisonstart war einfach miserabel. Wir müssen uns weiter steigern", fordert der 38-jährige Trainer und Manager der DEG, der nach wie vor fest im Sattel sitzt.

Der Deutsche Meister Krefeld Pinguine rangiert nach acht Spieltagen in der Tabelle noch vor den beiden rheinischen Rivalen Köln und Düsseldorf, doch auch in der Rheinlandhalle ist man alles andere als sorgenfrei. Trainer Butch Goring würde gerne seinen Spielerkader weiter ausdünnen (Toni Bader musste schon gehen) und schielt nach neuen Akteuren, doch dafür gibt es weder Möglichkeiten noch Geld. Die Ausländer-Lizenzen sind bis auf eine vergeben, deutsche Spieler sind zu teuer.

Da mag er feststellen, dass Alekander Dück und der Slowene Marcel Rodmann nicht seinen DEL-Ansprüchen genügen, er muss mit ihnen aber weiterarbeiten. Die Frist, Spieler zu tauschen, hat Goring selber in der Vorbereitung verkürzt, als er mit der Arbeit drei Wochen später begann als alle anderen Klubs. So klingt auch Gorings Anspruch: "Ich will wieder Meister werden" nicht mehr so nachhaltig.

Er bekennt, dass ihm zu wenig Führungsspieler zur Verfügung stehen. Für die Freitag-Partie gegen den Tabellenzweiten Eisbären Berlin (18.30 Uhr) hofft er nach der Freiburg-Pleite zumindest auf den Heimnymbus. Ob der allerdings für eine Neuauflage der Play-off-Halbfinalsiege reicht?

Von Rainer Wallasch und Walther Lenders

 

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2003/2004


Goring fängt an, aus zu sortieren

Pinguine-Trainer will Verteidiger Dück und Stürmer Rodman nicht mehr - aber auch Center Terry Yake steht in der Kritik.

Krefeld. Nach der 4:5-Pleite des deutschen Meister Krefeld Pinguine in Freiburg redet Pinguine-Trainer Butch Goring Klartext schließlich sollen am Freitag im Heimspiel (18.30 Uhr) gegen das Spitzenteam der Berliner Eisbären die drei Punkte in Krefeld bleiben. Dem Kanadier war noch Tage nach der Schlappe beim Aufsteiger der "dicke Hals" anzumerken. Die Folge er zieht die Konsequenz. Erstes Opfer ist Verteidiger Alexander Dück. Der erst zur neuen Saison aus Schwenningen gekommene Verteidiger ist "nicht in der Lage, auf DEL-Niveau zu spielen", lautet Gorings Urteil. Auf der Bank schmoren lassen wolle er ihn aber auch nicht. Im Klartext: Dück wird ausgemustert und soll den Klub verlassen.
Was sich schon seit einiger Zeit abzeichnete, denn Goring agierte, seit der Verletzung von Paul Dyck lieber mit nur fünf Verteidigern, als Dück aufs Eis zu lassen.
"Opfer" Nummer zwei ist Marcel Rodman. Der Slowene dem Vernehmen nach von der Teppichetage verpflichtet, ehe Goring sportlicher Leiter war habe alle Chancen gehabt. "Er hat Überzahl und mit Top-Nebenleuten gespielt", argumentiert Goring, der aus seiner Enttäuschung keinen Hehl macht. "Wenn man aufs Eis kommt, muss man daraus etwas machen. Wenn dann wenig kommt, darf man weniger aufs Eis", lautet Gorings Analyse.

Aber nicht nur die Jungen erfahren des Trainers Druck: "Terry Yake muss viel mehr zeigen, beweisen, dass er punkten und Tore schießen kann. Bisher war das viel zu wenig", krittelt Goring an einem NHL-erfahrenen Akteur herum. Schließlich erwarte man von Spielern, die die Ausländerstellen besetzen, wie Yake und Rodman, besonders viel.

Selbst Goalie Robert Müller geriet in Gorings Focus. "Ein schlechtes Penalty-Killing wie in Freiburg ist auch immer ein Zeichen für die Leistung des Torhüters. Aber er hat die Niederlage nicht verschuldet dafür aber viele unserer Siege."

Wenn es am Freitag gegen die Eisbären und am Sonntag zu den Augsburger Panthern geht, dann kann Terry Yake bei seiner "Bewährung" immerhin auf einen Helfer bauen: Chris Herperger soll zu seinem ersten Punktspiel an Yakes Seite mit Shooting-Star Pascal Appel auflaufen.

Gorings Überlegungen gehen hin zu Verstärkungen. Es seien interessante Akteure wie Christoph Sandner oder Frank Appel auf dem Markt. Stellt sich die Frage, ob nicht Gorings später Trainingsbeginn zu wenig Zeit ließ, um die Schwächen aufzudecken. Dann hätte das Ausmustern rechtzeitig vor der Lizenzierung der Spieler geschehen können.

Von Thomas Klein
 

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