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2003/2004


4:5 - böse Überraschung für die Pinguine in Freiburg



Der Deutsche Meister strauchelte beim Tabellenletzten Wölfe Freiburg. Bei der Niederlage im Breisgau spielten die Krefelder zu undiszipliniert.

Freiburg/Krefeld. Das war ein böses Erwachen für den Deutschen Meister. Ausgerechnet beim Aufsteiger und Tabellenletzten Wölfe Freiburg gab es eine saftige Schlappe. Nach einer 3:1-Führung der Krefelder stand das Team von Trainer Butch Goring am Ende auf der Verliererseite. Und den Grund für diese Schlappe lieferten die Krefelder selber, denn ihre Strafzeiten führte zu vier Überzahltoren der Gastgeber, die den ersten Heimsieg überschwänglich feierte. Damit verpassten die Pinguine die Möglichkeit, sich in der Spitzengruppe der DEL festzusetzen und fielen auf den siebten Platz zurück. Die Gastgeber konnten durch den Sieg die rote Laterne an Ingolstadt abgeben.

Sechs Punkte hatte Goring vor dem Wochenende gefordert. Den ersten verlor das Team von Kapitän Steffen Ziesche schon am Freitag beim 3:2-Penaltysieg über die Frankfurter Lions, aber die drei Zähler aus Freiburg waren eigentlich fest eingeplant. Doch die Gastgeber zeigten von Beginn an, dass sie wenig Respekt vor dem Meister hatten, und versuchten, den KEV mit Disziplin und ruhigem Spiel zu stoppen.
Und das klappte, weil Schiedsrichter Gerhard Lichtecker kleinlich pfiff und sich die Krefelder nicht darauf einstellten. Zudem waren gestern erneut die Spezial-Teams nicht die Stärke der Krefelder. Vier Überzahltore der Wölfe bedeuteten letztlich den K.o. des KEV. Obendrein klappte das bisher so gute Unterzahlspiel am Sonntag einfach nicht.

Dabei schien zuerst alles nach Gorings Plan zu laufen. Zwar war das 0:1 nach 53 Sekunden durch den Ex-Düsseldorfer Leo Stefan nicht einkalkuliert, doch dann kamen die Pinguine durch Treffer von Rob Guillet (8.), Steffen Ziesche (22.) und Eric Bertrand (25.) zu einer 3:1-Führung. Doch dann nutzten die Wölfe Strafzeiten gegen Wright, Luongo und zweimal Yake zu Treffern und zur 4:3-Führung.

Guillet konnte in der 39. Minute zwar noch einmal zum 4:4 ausgleichen ebenfalls in Überzahl doch als Daniel Kunce auf der Strafbank saß und auch noch mit zehn Minuten Disziplinarstrafe wegen Meckerns in die Kühlbox musste, witterten die Wölfe Morgenluft. Leo Stefan besorgte die 5:4-Führung die mit Händen und Klauen verteidigt wurde. Nicht unverdient, dieser Überraschungssieg.

Bei den Krefeldern war am Sonntag niemand in Galaform. Für Trainer Goring heißt es nun, sein Team vor dem Heimspiel gegen Spitzenreiter Eisbären Berlin am Freitag (18.30 Uhr) wieder auf Vordermann zu bringen.



Statistik
Wölfe Freiburg - Krefeld Pinguine 5:4 (1:1, 3:3, 1:0)
Pinguine: Müller Kurtz/Wright, Kunce/Kelleher, Luongo/Dück Bertrand/Beaucage/Guillet, Grygiel/Yake/Appel, Ziesche/Lanier/Raubal, Rodman/Pietta
Tore: 1:0 (0:53) Stefan (Bedrich), 1:1 (7:08) Guillet (Yake/Appel), 1:2 (21:11) Ziesche (Kurtz/Lanier), 1:3 (24:01) Bertrand (Beaucage/Guillet), 2:3 (26:35), Bousquet (Steingroß), 3:3 (31:04) Slivchenko (Stas), 4:3 (37:36) Khaidarov (Ravil/Stas), 4:4 Guillet (Bertrand/Beaucage), 5:4 (46:13) Stefan (Coqueux/Olivier)
Zuschauer: 2900
Strafminuten: Freiburg 12, Krefeld 22 plus 10 Min. Disziplinar-strafe für Kunce


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KEV: Chance verpasst


Pinguine Cheftrainer Butch Goring zeigte sich nach der Schlappe in Freiburg enttäuscht.

Krefeld. Platz sieben mit Blick nach unten anstatt Platz drei mit Kontakt zur Spitze: Der Deutsche Eishockey-Meister Krefeld Pinguine hat ein Wochenende mit dürftigen zwei Punkten (3:2-Penaltysieg gegen Frankfurt) hinter sich, über das Trainer Butch Goring noch lange nachdenken wird. "Ich bin sehr enttäuscht von der Leistung meiner Mannschaft. Uns mangelte es vor allem an Disziplin, vor allem fehlte die Konzentration ab der 30. Minute.
Die 4:5-Niederlage beim Aufsteiger und bisherigen Tabellenletzten Wölfe Freiburg hat den ansonsten coolen Eishockey-"Guru" richtig in Rage gebracht.

Das werden seine Schützlinge unter der Woche auf dem Eis zu spüren bekommen. Goring wollte auch keine Entschuldigungen gelten lassen, erwartet einfach von seiner routinierten Truppe mehr Leistungsbereitschaft und mehr Cleverness. "Unser Unterzahlspiel, bisher eine Stärke der Pinguine, war diesmal sehr dürftig", klagte der Coach, "das muss am Freitag besser werden, auch wenn es gegen den Tabellenführer Berlin geht." So denkt auch Kapitän Steffen Ziesche: "Wir hatten es in der Hand, nach der 3:1-Führung weitere Tore zu schießen. Das haben wir versäumt, und sind bestraft worden." Zum Glück gab es keine weiteren Verletzten.

Butch Goring weiß: "Wenn wir gegen Berlin nicht gewinnen, rutschen wir möglicherweise unter die Play-off-Plätze. Und das kann nicht unser Ziel sein." Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer sieht die Niederlage von Freiburg aus einer anderen Sicht: "Das kostet uns einige hundert Zuschauer. Wenn wir als Tabellenzweiter oder Dritter die Eisbären erwarten würden, wäre das Publikumsinteresse sicherlich größer. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir am Freitag bei der Neuauflage der Halbfinale-Paarung aus den letzten Play-offs ein Topspiel sehen werden." Vertrauen also in die Führungs-Qualitäten von Goring, aber auch ein Anstoß für das Team zur Wiedergutmachung.

Schäfer weiß aber auch: "Eine Niederlage, auch gegen den Aufsteiger, verzeihen die Fans, aber es darf nur ein einmaliger Ausrutscher sein, ansonsten bekommen wir die Quittung trotz des Meistertitels schnell zu spüren."Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft das auch kapiert.

Von Walther Lenders

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    Ziesches Overtüre und Schlussakkord



    Der Pinguine-Kapitän traf beim 5:2-Pokalerfolg gegen Hamburg in der ersten und in der letzten Minute.

    Krefeld. Der Pokal im Eishockey hat auch im zweiten Jahr noch keine Akzeptanz gefunden. Gerade mal 672 Fans wollten am Dienstag trotz halbierter Preis den DEL-Vergleich in der zweiten Runde zwischen den Krefeld Pinguinen und den Hamburg Freezers sehen. Dabei hatte das Duell nach der peinlichen 0:5-Niederlage der Krefelder vor neun Tagen gegen die Hanseaten durchaus seinen Reiz. Am Ende zogen die Pinguine mit einem 4:2 (2:2, 2:0, 0:0)-Erfolg in die dritte Runde ein. Einige personelle Änderungen gegenüber dem Punktspiel gab es auf beiden Seiten. Bei den Pinguinen stand Markus Janka für Robert Müller im Tor, bei Hamburg erhielt Christian Künast den Vorzug vor Boris Rousson.
    Zudem bekam Nachwuchsspieler Daniel Pietta bei den Pinguinen ordentlich Eiszeit und zeigte neben Terry Yake und Pascal Appel eine ordentliche Leistung. Als Coach fungierte bei den Krefeldern, wie schon bei den Testspielen Co-Trainer Gary Clark, während Butch Goring seine Schützlinge von der Haupttribüne aus beobachtete.

    Beide Teams lieferten gestern über weite Strecken nur Soft-Eishockey, vermieden die harten Zweikämpfe und ließen den Puck laufen. Zumindest in der Anfangsphase merkte man den Krefeldern an, dass sie um Revanche für die 0:5-Schlappe gegen die ohne fünf Stammkräfte spielenden Hamburger bemüht waren. Kapitän Steffen Ziesche eröffnete den Torreigen bereits nach 57 Sekunden, und in der zehnten Minute legte Robert Guillet zum 2:0 nach. Dann waren die Freezers am Zuge und kamen durch Treffer von Robert House (12.) und dem Ex-Krefelder Dan Lambert (15.) zum Ausgleich.

    Im Mittelabschnitt hatten die Pinguine wieder das bessere Ende für sich. Shayne Wright versenkte einen Schuss von der blauen Linie zur 3:2-Führung (28.). Thomas Brandl lenkte einen Abpraller zum 4:2 (37.) ins Netz und Kapitän Steffen Ziesche setzte mit seinem zweiten Tor den Schlussakkord zum 5:2 (60.)-Erfolg.



    Statistik
    Krefeld Pinguine - Hamburg Freezers 5:2 (2:2, 2:0, 1:0)
    Pinguine: Janka Kurtz/Wright, Kunce/Dück, Luongo/Kelleher Bertrand/Beaucage/Guillet, Pietta/Yake/Appel, Grygiel/Lanier/Raubal, Ziesche/Brandl/Rodmann
    Tore: 1:0 (0:57) Ziesche (Kunce/Rodman), 2:0 (10:47) Guillet (Beaucage/Bertrand), 2:1 (11:54) House (Schneider/Purdie), 2:2 (14:46) Lambert (Abstreiter), 3:2 (27:12) Wright (Ziesche/Kurtz), 4:2 (36:48) Brandl (Rodman/Luongo), 5:2 (59:26) Ziesche (Brandl/Yake)
    Zuschauer: 672
    Schiedsrichter: Deubert (Bad Kissingen)
    Strafminuten: Krefeld 8, Hamburg 8


    Von Walther Lenders

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    Beaucage erlöste die Fans gegen Ingolstadt

    Der Center traf zum 2:0 gegen Ingolstadt ins leere Tor. Nach dem Null-Punkte Wochenende heimsten die Pinguine jetzt zwei Siege ein.

    Krefeld. Zwei positive Aspekte zeitigten die beiden Wochenendsiege der Krefeld Pinguine: dem 0:2 vom Freitag in Hannover ließen die Pinguine Sonntagabend vor 3 142 Zuschauern erneut ein 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) gegen den ERC Ingolstadt folgen. Neu-Ingolstädter und Meisterspieler Günter Oswald wurde vor dem Spiel geehrt, kam aber nur zu Kurzeinsätzen, weil seine Verletzung noch nicht auskuriert ist.
    Mit sechs Punkten erfüllten die Pinguine das vorgegebene Soll von Trainer Butch Goring. Und mit Robert Müller, der zweimal ohne Gegentor (shut-out) blieb, stellen sie den besten Torhüter der DEL. Spielerisch allerdings blieb der Meister auch gestern beim 2:0-Erfolg gegen Ingolstadt einiges schuldig. Letztlich zählen die Punkte und der Tabellenstand die Krefelder sind mit elf Punkten auf dem Vormarsch: Platz fünf.

    Die Begegnung in der Rheinlandhalle war ein Spiel ohne spielerische Höhepunkte, bei dem beide Teams ihre technischen Mängel offenbarten. Das Engagement, an dem es nicht mangelte, konnte die vielen Fehler, die sich auf beiden Seiten einschlichen, nicht übertünchen. Wie bereits am Freitag in Hannover, gingen die Pinguine früh Führung. Terry Yake hielt geschickt den Schläger in einen Scharfschuss von Pascal Appel und überwand den ansonsten sicheren Jimmy Waite im Ingolstädter Tor mit 1:0 (6.). Die Pinguine hätten sich den Abend leichter machen können, wären sie bei den drei Überzahlspielen konzentrierter gewesen, doch alles blieb nur Stückwerk.

    Das änderte sich auch nicht im Mittelabschnitt. Pinguine-Torhüter Robert Müller rückte dafür mehr in den Blickpunkt, weil die Ingolstädter etwas fleißiger und engagierter waren, als ihre Krefelder Kollegen. Aber auf den 22-jährigen Nationaltorhüter ist Verlass, und er blieb auch die dominierende Persönlichkeit auf dem Eis, als die Ingolstädter im Schlussabschnitt vehement auf den Ausgleich drängten. Vielleicht wäre die große Anspannung gewichen, hätte Jimmy Waite bei einem Yake-Schuss (51.) nicht noch zufällig den linken Schoner dazwischen gehabt. So lebte die Begegnung immer mehr von der Spannung.

    Doch zu früh 90 Sekunden vor Schluss nahmen die Ingolstädter ihren Keeper aus dem Tor. Marc Beaucage nahm aus dem eigenen Drittel Maß und schob die Scheibe ins leere Tor. Das war die Entscheidung in einer Begegnung, die aufzeigte, dass beide Trainer noch viel Arbeit haben, bis ihre Teams auch spielerisch überzeugen können.


    SPIEL-STATISTIK
    Krefeld Pinguine - ERC Ingolstadt 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)
    Pinguine:Müller-Kurtz/Wright,Kunce/Luongo,Kelleher/Dück-Bertrand/Beaucage/Guillet, Grygiel/Yake/Appel, Ziesche/Lanier/Raubal, Brandl, Rodmann.
    Tore: 1:0 (5:18) Yake (Appel/Ziesche), 2:0 (58:30) Beaucage (Kelleher)
    Schiedsrichter: Sander (Peiting) Zuschauer: 3 142
    Strafminuten: Krefeld 6, Ingolstadt 10


    Von Walther Lenders

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    Gorings Rechnung ging in Hannover auf

    Die Krefeld Pinguine wieder in der Erfolgsspur. Mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) gewann der Meister Freitag bei den Scorpions. Sonntag kommt der ERC Ingolstadt.

    Hannover. Der Meister ist wieder in der Spur. Mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) gewannen die Krefeld Pinguine Freitagabend bei den Hannover Scorpions und schoben sich damit in der DEL auf den siebten Tabellenplatz vor. Die beiden Treffer lieferte die "French-Connection", denn Marc Beaucage erzielte das 1:0 in der 5. Minute und Eric Bertrand markierte das 2:0 in der 54. Minute. Held des Abends war einmal mehr KEV-Torhüter Robert Müller, der sich über den ersten "Shutout" der Saison freute.
    Meistertrainer Butch Goring hatte im Vorfeld schon angekündigt: "Diesmal gibt es nicht so viele Tore wie üblich." Bisher lag der Schnitt in den Begegnungen beider Teams bei sechs Treffern. Allerdings wäre die Rechnung diesmal nicht ohne Robert Müller aufgegangen, denn der Pinguine-Keeper war der absolut bester Akteur im Icehouse in Mellendorf. Auch die Abwehr stand.

    Personell gab es einige Veränderungen. Thomas Brandl spielte erstmals nach seiner Verletzungspause. Dafür fehlte Abwehrspieler Paul Dyck verletzungsbedingt (Knie). Getrennt hat man sich vom 22-jährigen Toni Bader. Der Vertrag wurde aufgelöst. Trainer Goring sah keine Zukunft für den Abwehrspieler.

    Der Meistercoach, der sich nach dem knappen Sieg an der Leine sichtlich erleichtert zeigte, meinte: "Wir mussten dieses Spiel unbedingt gewinnen," Und der Champion gewann, egal wie. Die Pinguine standen in der Abwehr fest und konnten sich auf Robert Müller verlassen. Hannover spielte zu brav, versuchte es erst im letztem Abschnitt mit Härte und Druck, doch zu spät. Der frühe Treffer von Marc Beaucage hatte lange Bestand. Die beste Chance der Scorpions hatte der Ex-Pinguin Patrik Augusta, doch er scheiterte an Müller. Ganz blass war der ehemalige Krefelder Jeff Christian. Als die Pinguine in der 43. Minute für fast zwei Minuten mit fünf gegen drei spielten, zeigte sich erneut die Überzahlschwäche. Eine unglaubliche Schwäche.

    Sicher stand das Goring-Team hingegen bei Unterzahl. Nachdem Bertrand in der 54. Minute den Puck an Ilpo Kahanen vorbei zum 2:0 "eingelöffelt" hatte, war die Partie entschieden. Ein etwas glücklicher Sieg, denn Hannover hatte die größeren Spielanteile.

    Sonntag kommt der ERC Ingolstadt in die Rheinlandhalle (18.30 Uhr). Dann wollen die Pinguine den Wunsch ihres Trainers erfüllen, und das erste Sechs-Punkte-Wochenende abschließen. Keine leichte Aufgabe, denn die Panther aus der Audi-Stadt haben personell stark aufgerüstet.

    WZ Newsline vom 21.09.2003
     

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    Thomas Brandl vor Comeback gegen Hannover

    Nach einer langwierigen Rückenverletzung kehrt der Routinier am kommenden Wochenende in den Pinguine-Sturm zurück.

    Krefeld. Lang ist es her, seit Thomas Brandl die Schlittschuhe für ein Punktspiel der Pinguine schnüren konnte. Nur von der Bande aus durfte der Mittelstürmer den Triumphmarsch seiner Kollegen zum Titel unterstützen. Eine langwierige Rückenverletzung hatte Brandl schon vor den Play-off außer Gefecht gesetzt. Und auch zu Beginn der neuen Saison war der 34-jährige wieder der "Seuchenvogel". Erst krachte ihm in der Vorbereitung ein Puck ins Gesicht, dann holte er sich eine Prellung im Knie. Doch nun soll er so Coach Butch Goring heute in Hannover wieder im Pinguin-Dress auf Punktjagd gehen.

    Wobei dies in Hannover oder besser gesagt in der Wedemark, denn dorthin sind die Scorpions nach finanziellem Knatsch mit der Preussag Arena wieder gezogen gar nicht so einfach sein dürfte. Denn obwohl die Niedersachsen allein schon aus Kapazitätsgründen (nur noch Platz für 3 800 Zuschauer) den Gürtel enger schnallen musste, haben die Scorpione gefährliche Stachel.

    Darunter zwei in Krefeld bestens bekannte. Patrick Augusta, "Ecke" Nummer drei des "magischen Dreiecks" im Meisterteam und nicht in bester Eintracht aus Krefeld geschieden, sowie Jeff Christian, den ehemaligen KEV-Torjäger, ebenfalls nicht gerade mit Krefeld "im Reinen". Zudem stehen mit Olle Öst und Gunnar Leidborg zwei Eishockey-Füchse aus Schweden an der Bande, die nichts lieber tun, als ihren kanadischen Kollegen zu zeigen, wie gut skandinavisches Hockey ist. Was Pinguine-Coach Butch Goring nicht wirklich einschüchtern kann. "Wir wollen sechs Punkte", lässt der Kanadier keinen Zweifel aufgrund der schwachen Leistungen vom letzten Wochenende zu

    Was bedeutet, dass die Pinguine auch am Sonntag (18.30 Uhr) in der Rheinlandhalle gegen Ingolstadt als Sieger vom Eis gehen müssen. "Das sind beides Mannschaften, die sich Hoffnungen auf die Play-off machen, aber nicht unbedingt zum Favoritenkreis gehören." Dagegen müsse Siege her. Weitere Schlappen seien "auch wegen der Zuschauer" nicht erlaubt, so Goring.

    Mit Ingolstadt haben die Pinguine allerdings einen überaus unangenehmen Gegenpart erwischt. Denn das Team aus der Audistadt ist das einzige der Liga, das mächtig aufgerüstet hat. Darunter auch "Pinguin-Meister" Günter Oswald. Der dürfte sich wohl mit der neuformierten Brandl-Reihe auseinander zu setzen haben, in der Marcel Rodman sowie künftig der noch verletzte Chris Herperger agieren wird.

    Terry Yake erhält mit Adrian Grygiel und Pascal Appel zwei "junge Wilde" an seine Seite, ansonsten bleiben die Formationen. Lediglich in der Abwehr steht ein Fragezeichen hinter dem erneut am Knie angeschlagenen Paul Dyck. Doch dies kann die Freude über die Rückkehr des Thomas Brandl nicht trüben, denn gerade im Angriff hat Goring kaum personellen Spielraum. Da kommt ein mit allen Wassern gewaschener Profi gerade recht.


    Für das Heimspiel der 2. Pokalrunde (23.9.) gegen die Hamburg Freezers (20 Uhr) sind die Eintrittspreise halbiert worden. Die Tickets sind im Vorverkauf. Mastercards und Dauerkarten berechtigen nicht zum Eintritt.

    Geburtstagskinder erhalten bei Heimspielen ein Präsent der Krefeld Pinguine. Wer genau am Tag eines Heimspiels seinen Geburtstag feiert und unter 16 Jahren alt ist, kann sich am Sprechertisch (Haupttribünenseite) melden.

    Von Thomas Klein

     

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    Die Pinguine produzierten gegen die Hamburg Freezers in der Abwehr reihenweise Fehler und spielten im Angriff zu harmlos und ohne Pep.


    Krefeld. Als das Debakel perfekt war, zeigten die Fans Galgenhumor, forderten nach dem 0:5 der Hamburger in der 56. Minute den Ausgleich. Vereinzelt waren auch Pfiffe zu hören, doch die Mehrzahl der 4 289 Zuschauer verschonten den Deutschen Meister beim zweiten Heimspiel nach einem äußerst schwachen Spiel und der 0:5 (0:1, 0:1, 0:3)-Pleite noch mit einem gellenden Pfeifkonzert.

    Dabei wurden die Meisterspieler vor der Begegnung geehrt mit einer Uhr und dem Meisterbuch. Die nach Hamburg gewechselten Dan Lambert und Brad Purdie wurde ebenfalls ausgezeichnet und mit Beifall bedacht, bedankten sich dann mit Top-Leistungen und insgesamt sechs Scorerpunkten. Doch diesmal gegen den Meister.

    Am Ende waren sich alle einig, die Heimschlappe war auch in der Höhe verdient. Damit blieben die Krefeld am zweiten Spielwochenende ohne Punktgewinn, denn schon am Freitag hatte es in Nürnberg eine 1:2-Niederlage gegeben. Blieb für die Optimisten nur der Trost, dass der Meister trotz der Schlappen auf Platz sechs immer noch das bestplatzierte Team im rheinischen Vergleich ist, weil Köln und die DEG derzeit auch weit hinter den Erwartungen liegen.

    Das Team von Meistertrainer Butch Goring wirkte schlapp. Womöglich fehlen aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit doch einige Trainingseinheiten. In der Abwehr zeigten sich die Pinguine löchrig wie ein Schweizer Käse, nach vorne hin spielten sie ohne Pep und Ideen. Bezeichend, dass es nur eine Handvoll Chancen während der ganzen 60 Spielminuten gab, und Hamburgs Torhüter Boris Rousson sich den Shut-out ohne große Anstrengungen holte. Gorings Bekenntniss: "Wir haben sehr viele Fehler gemacht", trifft nur bedingt den Kern, denn zumindest im Angriff kann nur der viele Fehler machen, der auch viel arbeitet.

    Das 0:1 (13.) Brad Purdie nutzte einen Fehler von Neuzugang Chris Kelleher zu einer Vorlage zum Torschützen Robert House nahmen die Fans noch gelassen. Doch als Robert Müller mit seinem einzigen Fehler er war noch der beste Krefelder das 0:2 (33.) durch Peter Abstreiter ermöglichte, ahnten die Fans Böses.

    Im letzten Abschnitt brachen bei den Pinguinen alle Dämme. Hinten offen wie ein Scheunentor, vorne harmlos und verzweifelt unbeholfen, brachten die Hanseaten immer wieder ins Spiel. Die Treffer von Jacek Plachta (42.), Andrew Schneider (44.) und Darren VanImpe (56.) waren die logische Folge. Da war der Schlusspfiff eine Erlösung.

     

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    Krefeld Pinguine - Hamburg Freezers 5:0 (1:0, 1:0, 3:0)
    Pinguine: Müller - Kurtz/Wright, Kunce/Dyck, Luongo/Kelleher - Bertrand/Beaucage/Grygiel, Guillet/Yake/Köttstörfer, Ziesche/Lanier/Appel, Rodman
    Tore: 0:1 (12:41) House (Purdie/Schneider), 0:2 (32:08) Abstreiter (Hynes/Lambert), 0:3 (41:10) Plachta (Greig/Lambert), 0:4 (43:02) Schneider (Purdie/Lambert), 0:5 (55:55) VanImpe (Abstreiter/Lambert)
    Zuschauer: 4 289 Schiedsrichter: Müller (Schierke)
    Strfafminuten: Krefeld 12, Hamburg 10

    WZ Artikel von 15.09.2003
     

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    2003/2004

    Eisbären Spitze - Krefeld, Köln, DEG und Hamburg verlieren
     

    Berlin (dpa) - Die Berliner Eisbären haben mit einem 4:2-Sieg in Köln souverän ihre Spitzenposition in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) behauptet. Meister Krefeld schwächelt schon zum Auftakt und unterlag gegen die Hamburg Freezers 0:5. Nach dem 4. Spieltag der DEL klafft in der Tabelle schon ein Loch von zehn Punkten zwischen Tabellenführer Berlin und Schlusslicht Düsseldorf.

    Die Eisbären knüpften an ihre souveräne Vorrunde in der vergangenen Saison an und gewannen beim deutschen Vizemeister Kölner Haie sicherer, als es der 4:2-Endstand aussagt. Die Gäste waren über die gesamte Spielzeit das bessere Team, ließen sich auch von einem kurzen Aufbäumen der Kölner nicht erschrecken und versetzten den Rheinländern durch den Treffer von Florian Busch 13 Sekunden vor dem Ende ins leere Tor den verdienten Knockout.

    Für Furore sorgen weiter die Frankfurt Lions. Der sportliche Absteiger der vergangenen Saison, der nur durch den Bankrott der Schwenninger Wild Wings in der DEL geblieben ist, hielt durch den dritten Erfolg und das 6:1 gegen DEG Metro Stars Tuchfühlung zu den Eisbären. Vor 5500 Zuschauern hatten die Lions die Düsseldorfer jederzeit fest im Griff.

    In dem mit Spannung erwartete Duell beim Titelverteidiger in Krefeld zeigten sich die Hamburg Freezers gut erholt von der 1:3- Pleite gegen Aufsteiger Freiburg und fügten dem Meister nach dem 1:2 in Nürnberg die zweite Niederlage in Serie zu. Die Gäste waren jederzeit Herr der Lage und deklassierten die Pinguine vor deren Publikum mit 5:0. Die Freiburger verloren nach dem 3:3-Zwischenstand noch mit 3:6 gegen die Hannover Scorpions.

    Nach dem Erfolgserlebnis vom Freitag gegen Meister Krefeld konnten die Nürnberg Ice Tigers auch am Sonntag überzeugen. In einer fairen Begegnung sorgte Marian Cisar zweieinhalb Minuten vor dem Ende für den 2:1-Erfolg bei den Kassel Huskies. Im einzigen Penaltyschießen des 4. Spieltages waren die Augsburger Panther glücklicher Sieger gegen die Iserlohn Roosters. Xavier Delisle setzte nach dem 2:2 nach 60 Minuten den entscheidenden Puck ins Gästetor.

     WZ - Artikel vom 14.09.03 21:21

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