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2004


Frankfurt nimmt "M-Wort" nicht in den Mund
veröffentlicht: 13.04.04 - 12:46

Nach dem 4:3-Siegtor durch Martin Reichel kannte der Frankfurter Jubel keine Grenzen mehr. Foto: AP
Berlin (rpo). Die erste deutsche Meisterschaft ist für die Frankfurt Lions in greifbarer Nähe. Nach dem 4:3-Erfolg nach Verlängerung im dritten Playoff-Finalspiel bei den Eisbären Berlin scheint es allerdings so, als sei ganz Frankfurt damit beschäftigt, auf die Euphoriebremse zu treten.
Manager Lance Nethery verordnete seinen Profis sogar einen Maulkorb: "Wir spielen hier nicht gegen Krankenschwestern aus der Uniklinik. Wir nehmen das 'M-Wort' nicht in den Mund."
Dabei ist das "M-Wort", die Meisterschaft also, seit Ostermontag das Thema schlechthin für die Überraschungsmannschaft der Saison. "Ganz ehrlich, ich hatte nicht einmal daran geglaubt, dass wir ins Finale einziehen", gestand Nethery. Vor Saisonbeginn gab es auch wenig Anlass zur Hoffnung. Als sportlicher Absteiger hielt Frankfurt in der vergangenen Spielzeit lediglich wegen des wirtschaftlichen DEL-Ausstiegs der Schwenninger Wild Wings die Klasse.
Jetzt trennt die Mannschaft von Trainer Rich Chernomaz nur noch ein Sieg vom größten Triumph der Vereinsgeschichte. Das 4:3-Siegtor von Nationalspieler Martin Reichel in der zehnten Minute der Verlängerung bescherte den Lions eine 2:1-Führung in der "best of five"-Serie und den ersten Matchball am kommenden Freitag (19.30 Uhr/live bei Premiere) vor eigenem Publikum. "Jetzt haben wir es selbst in der Hand und wollen die Serie am Freitag beenden. Darauf werden wir alles fokussieren", sagte Reichel.
Chernomaz wie einst in Köln
In der Praxis wird das so aussehen, dass Chernomaz für Spiel vier mit akribischer Arbeit einen "60-Minuten-Plan" aushecken wird. Ein mögliches Spiel fünf am Sonntag in Berlin wollen die Lions unbedingt vermeiden. Bereits vor zwei Jahren erlebte Chernomaz als Trainer der Kölner Haie ein vergleichbare Dramaturgie. In der Finalserie gegen die Adler Mannheim vergaben die Haie bei einer 2: 1-Führung in eigener Halle den ersten Matchball und sicherten sich erst in Spiel fünf in Mannheim den Titel. "Das ist Vergangenheit", sagt Chernomaz.
Berlins Trainer Pierre Page unterdessen trägt demonstrativen Optimismus zur Schau. "Wir werden in Frankfurt gewinnen", kündigt der Kanadier an. Tatsache ist, dass die Eisbären in einen kollektiven Schockzustand versetzt worden sind, auch wenn alle Beteiligten nach der ersten Heimniederlage in den Playoffs um Gelassenheit bemüht waren. Allen voran Page: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, hatten 42 Chancen in drei Dritteln. Das ist gut."
Aber es genügte nicht, um Frankfurts überragenden Schlussmann Ian Gordon entscheidend zu überwinden. "Der war heute unglaublich", sagte Eisbären-Kapitän Ricard Persson. Trotz der 2:0-Führung durch Steve Walker (8.) und Kelly Fairchild (22.) blieben die Lions dank Gordon im Spiel und erzielten durch Mike Harder (24.) und Jesse Belanger (29.) den Ausgleich. Auch die erneute Führung der Gastgeber durch Florian Keller (35.) egalisierte Frankfurt durch Michael Bresagk (49.).
Die Gesichter der Berliner sprachen Bände. Wenn es bei dem ein oder anderen zu einem Lächeln reichte, dann wirkte es gequält. Nicht nur Page, auch die Spieler klammerten sich an Durchhalteparolen. "Am Freitag geht es wieder bei Null los. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen", forderte Florian Keller. Der Lerneffekt dürfte allerdings verpuffen, sollte Berlin auch am Freitag seine Chancen nicht nutzen.
 

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Eisbären entsetzt - Frankfurt Meisterschafts-Favorit

Berlin (dpa) - Als die Berliner Eisbären mit hängenden Köpfen in die Kabine schlichen, feierten die Frankfurt Lions so überschwänglich, als hätten sie ihre erste deutsche Eishockey- Meisterschaft schon in der Tasche.
Doch nur wenige Minuten nach dem dramatischen 4:3-Sieg nach Verlängerung mischte sich in den riesigen Jubel nüchterne Entschlossenheit, den entscheidenden dritten Sieg einzufahren. «Es ist noch nichts entschieden», sagte der überragende Frankfurter Torhüter Ian Gordon im Wellblechpalast und nahm damit die spätere Warnung seines Trainers Rich Chernomaz vorweg. Dass 7000 Lions-Fans in der heimischen Eissporthalle angesichts der 2:1-Führung dennoch den Titel erwarten, ist Chernomaz klar. Entsprechend stellte er fest: «Der Druck liegt bei beiden Mannschaften.»

Doch nach dem ersten Auswärtssieg in Berlin seit 27 Monaten sind die Lions jetzt Favorit, zumal sie daheim in den diesjährigen Playoffs noch nicht verloren haben. Dagegen müssen die erstmals in den Playoffs richtig geforderten Eisbären nun zwei Mal hintereinander gewinnen, wenn sie die fest eingeplante erste gesamtdeutsche Meisterschaft nicht verspielen wollen. «Frankfurt hat zwei Chancen, wir wollen zwei Chancen», sagte Eisbären-Trainer Pierre Pagé.

Gordon hält die Hauptstädter nach wie vor für einen gefährlichen Rivalen. «Sie sind so tief besetzt. Es ist noch ein langer Weg für uns», erklärte der Keeper. Der 28 Jahre alte Kanadier, der im Viertelfinale schon die Kölner Haie zur Verzweiflung gebracht hatte, mochte das Lob für seine große Leistung nicht annehmen: «Nicht ich allein habe das Spiel gewonnen, sondern das gesamte Team.» Dagegen gab Berlins Nationaltorhüter Oliver Jonas eine insgesamt unglückliche Figur ab.

Auch beim Siegtreffer in der 70. Minute fand der Puck auf verschlungenen Pfaden den Weg ins Tor. Ein Schuss von Paul Stanton prallte von Jonas an den Rücken seines Mannschaftskollegen Rob Leask, Martin Reichel stocherte nach - und irgendwie flog die Scheibe über die Linie. «Keine Ahnung, Hauptsache der Puck war drin», meinte Reichel, den Bundestrainer Hans Zach auch dringend für die Weltmeisterschaft in Tschechien benötigt.

Pagé mochte seinen Schlussmann, der sich im Tor stets mit dem Kanadier Rich Parent abwechselt, nicht öffentlich kritisieren. «Sie haben zwei glückliche Tore gemacht, so sind halt die Playoffs», sagte Pagé lakonisch. Mehr störte ihn, dass seine anfangs klar überlegene Mannschaft einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gab und die nötige Geduld vermissen ließ.

Detlef Kornett, der Europa-Chef des amerikanischen Eisbären- Gesellschafters Philip Anschutz, hatte dagegen etwas anderes beobachtet: «Wir haben Schwierigkeiten mit einer körperlich störenden Spielweise, wie Frankfurt sie anwendet.» Von mangelndem Kampfgeist wollte Pagé nichts wissen: «Wie erklärt man sonst 42:19 Chancen?»

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Artikel vom 13.04.04 12:44
 

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Sonntags jetzt frühes Bully

Die Krefeld Pinguine und der KönigPalast haben sich darauf verständigt, künftig die Heimspiele sonntags generell um 14.30 Uhr, die Wochentagsspiele um 19.30 Uhr auszutragen.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine und der KönigPalast haben sich darauf verständigt, künftig die Heimspiele sonntags generell um 14.30 Uhr, die Wochentagsspiele um 19.30 Uhr auszutragen. Damit ist die Zielsetzung verbunden, verstärkt Familien anzusprechen. Das neue Familienticket im Sitzplatzbereich kostet 17 euro; pro Erwachsener plus 6 euro; für jedes begleitende Kind (maximal drei Kinder). Familientickets sind nur an der Tageskasse erhältlich, der Vorrat ist begrenzt.
Derweil sind die Dauerkartenpreise im KönigPalast festgelegt: Sitzplatz, Kategorie 1 - 410 euro; (Tagespreis: 35 euro; ), Kategorie 2 - 320 euro; ( 27 euro; ), Kategorie 3 - 260 euro; (22 euro; ), Kategorie 4 - 200 euro; (17 euro; ), Stehplatz regulär 140 euro; (12 euro; ) Stehplatz ermäßigt 70 euro; (6 euro; ). Der Beginn des Dauerkartenverkaufs im KönigPalast wird frühzeitig bekannt gegeben

 

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Der KönigPalast bietet zudem 200 Business Seats an.


Krefeld. Neben der mit den Krefeld Pinguinen beschlossenen Koordination der Vermarktung sämtlicher Werbeflächen im KönigPalast hat das Management der neuen Krefelder Multifunktionsarena zwölf von 22 Logen vermietet, vier weitere sind fest optioniert. Business Club-Partnerschaften für die 200 Business Seats, werden für ab 1 400 Euro je Business Seat angeboten.
Die Partnerschaft beinhaltet:

den/die persönlichen Business Seat(s) bei allen Heimspielen der Krefeld Pinguine
das Firmenlogo auf den gepolsterten Sitzen
VIP-Parkplatz und reservierten Tisch im Business Club ab dem Erwerb von mind. vier Seats
Zugang zum Business Club inkl. abwechslungsreichen Buffet
Logopräsenz bei der Partnerdarstellung auf dem Videowürfel, auf einer Werbetafel im Business-Club sowie in der KönigPalast-Publikation im Rahmen einer Darstellung des Business Club
Weitere Infos: www.koenigpalast.de
 

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Guillet bleibt beim KEV

Robert Guillet, kanadischer Torjäger, wird auch die nächsten zwei Jahre für die Krefeld Pinguine auf Torejagd gehen.

Krefeld. Der 32-jährige Stürmer, der 2003 aus Nürnberg nach Krefeld kam, erzielte in der abgelaufenen Saison 24 Tore, womit er der beste Torjäger des KEV war, und gab dazu 16 Vorlagen. Macht also 40 Scorerpunkte. Rob Guillet, der 44 Spiele in Krefeld absolvierte und dann für die dortigen Play-offs in die Schweiz nach Lausanne wechselte, fühlt sich nach eigenen Angaben in Krefeld wohl.
In der letzten Spielzeit bildete er zusammen mit Marc Beaucage und Eric Bertrand die "French connection", die als erfolgreichste Angriffsreihe der Pinguine rund ein Drittel der Tore erzielte. Sie zerfällt aber. Beaucage wechselt zu den Frankfurt Lions, Bertrand ist bisher noch ohne Vertrag.

Dienstag - 06.04.2004
 

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Eintrittspreise werden nicht erhöht

Die Krefeld Pinguine und die Seidenweberhaus GmbH als Betreibergesellschaft des KönigPalast Krefeld haben jetzt eine gemeinsame Vermarktung definiert und beschlossen.

Krefeld. Vor allem im Zusammenhang mit dem Umzug der Krefeld Pinguine in ihre neue Heimspielstätte ab dem kommenden Dezember werden die Vermarktung sämtlicher Werbeflächen in der Arena sowie etwaige Kooperationen ab sofort vom Management des KönigPalasts koordiniert. Entschieden ist auch dies: Die Eintrittspreise für Pinguin-Heimspiele im KönigPalast werden gegenüber denen in der Rheinlandhalle nicht erhöht. Vielmehr sind in einigen Ticketkategorien sogar Preissenkungen geplant!
Im KönigPalast wird es bei Eishockey-Veranstaltungen insgesamt vier unterschiedliche Sitzplatz-Ticketkategorien geben. Dabei wird der teuerste Sitzplatz mit 35 Euro um vier Euro unter der teuersten Preiskategorie in der Rheinlandhalle liegen. Die weiteren Preise für Sitzplatz-Tickets im KönigPalast: 27, 22 und 17 Euro.

Stehplätze in der Rheinlandhalle für 13 Euro, bzw. 11 Euro erhältlich kosten im KönigPalast einheitlich 12 Euro. Der Preis für Jugendkarten wird unverändert 6 Euro betragen. Dauerkarten für die insgesamt 13 DEL-Heimspiele der Krefeld Pinguine im KönigPalast in der Saison 2004/2005 werden im Vergleich zur Rheinlandhalle sogar etwas günstiger angeboten.

Eine komplette Übersicht über die Ticketkategorien und -preise im KönigPalast wird nach Abschluss des Anlegens der Bestuhlungspläne veröffentlicht, der Start des Ticketverkaufs ist spätestens im Juni vorgesehen.

Dienstag - 06.04.2004
 

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Selivanov bleibt, Lehoux kommt


Der Lieblingsstürmer der Pinguine-Fans geht auch in der neuen Saison auf Torejagd. Führungscrew holt drei neue Spieler.

Krefeld. Das Warten hat ein Ende, die KEV-Fans können aufatmen. Ihr Lieblingsstürmer Alexander Selivanov geht auch weiterhin in Krefeld auf Torejagd. Und dies gleich bis 2006. Und sollte er dann noch erfolgreich sein, können die Pinguine noch ein weiteres Jahr bis 2007 mit dem russischen Topspieler verlängern. Der Publikumsliebling, der in der abgelaufenen Saison 30 Spiele für Krefeld absolvierte und dabei auf 25 Scorerpunkte (14 Tore und elf Vorlagen) kam, bekannte: "Ich fühle mich in Krefeld wohl und bleibe gerne hier."
Da die Krefelder noch drei weitere Spieler auf einen Schlag melden können, füllt sich der Pinguine-Hort so langsam, und es formt sich das Team für die nächste Spielzeit. Guy Lehoux (Foto/32 Jahre), unterschrieb gestern einen Zwei-Jahresvertrag. Er kommt von den Nürnberg Ice Tigers, kam dort in 41 Saisonspielen auf drei Treffer und 18 Vorlagen. Vom österreichischen Erstligaklub Graz 99er wechselt der 28-jährige Slowene Ivo Jan. Er war nicht nur mit 34 Toren und 16 Vorlagen der beste Grazer Torjäger, er trug sich auch als zweitbester Schütze in der ersten Liga ein. Ivo Jan war in der Spielzeit 1999/2000 bei den Revier Löwen Oberhausen in der DEL.

Der Vierte im Bunde ist der 23-jährige Stürmer Florian Schnitzer vom Zweitligisten Straubing Tigers. Schnitzer kam bei 45 Spielen zu fünf Treffern und elf Vorlagen und heuert in Krefeld als Förderlizenz-Spieler an. Jan und Schnitzer erhalten einen Jahresvertrag mit einer weiteren einjährigen Option für die Pinguine. Gesucht werden jetzt noch ein starker Mittelstürmer und ein Abwehrspieler. Hinzu kommen noch Förderlizenzspieler. Weiterhin offen ist aber auch die Trainerfrage für die Saison 2004/05 sowie die Besetzung des Postens "Sportlicher Leiter".

Damit haben die Pinguine zurzeit 15 Spieler unter Vertrag. Es sind: Tor: Robert Müller, Markus Janka; Abwehr: Alexander Dück, Paul Dyck, Justin Kurtz, Shayne Wright, Daniel Kunce, Rainer Köttstorfer, Guy Lehoux; Angriff: Alexander Selivanov, Chris Herperger, Scott King, Adrian Grygiel, Ivo Jan, Florian Schnitzer. Noch nicht unterschrieben haben: Rob Guillet, Eric Bertrand und Steffen Ziesche.

Freitag - 02.04.2004

Von Walther Lenders
 

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Scott King ist ein Pinguin

Der Ex-Tölzer und Ex-Iserlohner unterschrieb in Krefeld für ein Jahr plus Option.

Krefeld. Die Krefelder Pinguine haben mit Scott King ihre erste Neuverpflichtung für die nächste Saison getätigt. Der achtbeste Scorer der letztem Saison (18 Treffer, 31 Vorlagen) erhält einen ein Jahresvertrag mit einer Jahres-Option. Der kanadische Center spielte zuletzt zwei Jahre für die Iserlohn Roosters und davor für den EC Bad Tölz.
 

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Saisonkarte für 13 Spiele

Der König Palast wächst, Eröffnung ist Anfang Dezember. Doch bis dahin spielen die Krefeld Pinguine in der Rheinlandhalle.

Krefeld. Für die erste Hälfte der DEL-Saison 2004/2005 bieten sie für die Heimspiele eine Saisonkarte an. Sie umfasst die Hälfte der 26 Heimspiele. Saisonstart ist am 17. September. Die Preise sind gegenüber der letzten Saison unverändert. Über die Modalitäten für die zweite Saisonhälfte Preise und Kartenarten mit den Heimspielen im König Palast kann die Seidenweber GmbH als Betreiber der Sportstätte frühestens Ende April Auskunft geben.

 

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Eisbären vor Final-Einzug

Berlin (dpa) - Die Eisbären Berlin stürmen weiter im Eiltempo durch die Playoffs um die deutsche Eishockey-Meisterschaft, das Halbfinale zwischen den Hamburg Freezers und den Frankfurt Lions geht dagegen in die Verlängerung.
Die Eisbären können nach dem 4:1 beim ERC Ingolstadt schon in eigener Halle den dritten und entscheidenden Sieg zum Einzug in die Finalserie einfahren. Den ersten Vergleich hatte das beste Vorrundenteam 6:3 gewonnen, zuvor hatte der Vizemeister von 1998 die DEG Metro Stars glatt mit vier Siegen ausgeschaltet. Die Frankfurt Lions schafften nach dem 1:3 in Hamburg dagegen mit einem 4:1-Heimerfolg den 1:1-Ausgleich. Somit gibt es nach der dritten Begegnung in Hamburg ein viertes Spiel in Frankfurt.

Zwei Tage nach dem 6:3-Heimerfolg erwischten die spielerisch überlegenen Eisbären auch in Ingolstadt einen Blitzstart. Mark Beaufait schob in der achten Minute den Puck aus Nahdistanz ein und durchkreuzte mit seinem fünften Playoff-Tor erneut die geplante Defensivtaktik der Gastgeber. In eigener Halle hatten die Berliner nach nur zweieinhalb Minuten 2:0 geführt und mussten auch nach dem zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich nur kurz bangen. Denis Pederson sorgte in Ingolstadt kurz vor der ersten Drittelpause sogar für das vermeintliche 0:2, der erstmals amtierende Video-Torrichter erkannte den per Schlittschuh erzielten Treffer jedoch nicht an.

Auch der Ausgleich durch Glenn Goodall (25.) nach einem Fehler von Pederson brachte den Favoriten nicht aus dem Konzept. Darryl Shannon mit einer Direktabnahme (27.) und David Roberts (29.) sorgten durch einen Doppelschlag sofort wieder für klare Verhältnisse gegen den ERC und seinen entzauberten Torhüter Jimmy Waite. Vor 4681 Fans vergaben die Gastgeber dagegen danach ihre wenigen guten Chancen und schienen mit zunehmender Spieldauer zu resignieren.

«Es hat den Anschein, dass der Tank bei Ingolstadt ein bisserl leer ist», urteilte vor dem letzten Drittel Bundestrainer Hans Zach, der mit den Kölnern Haien im Viertelfinale an Frankfurt gescheitert war. Überraschungsteam Ingolstadt hatte die Nürnberg Ice Tigers in sechs knappen Begegnungen ausgeschaltet. Doch gegen die Eisbären war nach dem 1:4 durch Pederson (44.) nichts mehr zu holen. «Sie haben unglaublich viel Selbstvertrauen und großes Talent», sagte Zach lobend, wollte die Berliner aber nicht als Titelanwärter küren.

Frankfurt ging wie schon beim 1:3 in Hamburg durch Dwayne Norris (6.) in Führung. Der bei einer 5:3-Überzahl erzielte Treffer war bereits das fünfte Playoff-Tor von Norris. In Überzahl kassierten die Hessen jedoch den Ausgleich durch Dave Tomlinson (29.), nachdem Topscorer Pat Lebeau ein Fehlpass unterlaufen war. Doch Jason Young (34.) und David Sulkovsky (38.) münzten die leichte Überlegenheit der Gastgeber vor 7000 Zuschauern schnell wieder in eine verdiente Führung um. Im Schlussabschnitt setzte erneut der momentan in Galaform spielende Norris (56.) den Schlusspunkt.

Artikel vom 28.03.04 16:53
 

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Eisbären kämpfen gegen ihr Halbfinal-Trauma

Berlin, 25. März

Auch wenn sie es nicht gerne hören: Die Eisbären Berlin kämpfen im Halbfinale gegen den ERC Ingolstadt nicht nur gegen das Überraschungsteam der DEL, sondern auch gegen ihre eigene Vergangenheit. Denn die Berliner haben ein Halbfinal-Trauma. "Wir sind mental stärker, wir haben aus den Erfahrungen des letzten Jahres gelernt", behauptet Eisbären-Trainer Pierre Page vor dem ersten Halbfinale am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Oberbayern. Im Vorjahr war der Topfavorit in der Vorschlussrunde am krassen Außenseiter und späteren Meister Krefeld Pinguine gescheitert und hatte zum dritten Mal in vier Anläufen den Sprung in die Endspielserie verpasst.

Der Tabellensiebte Ingolstadt, der im Viertelfinale Mitfavorit Nürnberg Ice Tigers ausschaltete, will das Krefelder Kunststück wiederholen. Stürmer Günter Oswald, vor einem Jahr noch mit den Pinguinen Meister, warnt die Berliner: "Wir haben eine sehr starke Defensive und einen überragenden Torwart. Wir werden wieder harten Beton anrühren." Die Mauertaktik der Bayern fürchtet auch Page, der in Berlin modernes Offensiv-Eishockey predigt. "Sie spielen sehr, sehr defensiv´, sagt der Kanadier: "Viel wird vom Schiedsrichter abhängen, denn Ingolstadt agiert viel mit Halten und Haken." Wie im Vorjahr aus dem Rhythmus bringen lassen wollen sich die Eisbären diesmal auf keinen Fall. Das einfache Rezept: "Wir befassen uns überhaupt nicht mit dem Gegner. Wir schauen nur auf uns", sagt Stürmer David Roberts: "Das ist der Unterschied zum letzten Jahr." Gegen die Berliner Torfabrik setzt der Außenseiter, wie die Eisbären in Bestbesetzung, wieder auf seinen Goalie Jimmy Waite, der gegen Nürnberg überragende Leistungen bot. "Waite-klasse" ist in Ingolstadt seit der Viertelfinalserie zum Schlagwort geworden. "Er ist das Herzstück der Mannschaft", lobt Oswald: "Ein guter Torwart ist in den Playoffs unglaublich wichtig."

Wie in Ingolstadt, wo die 4681 Karten für das Heimspiel am Sonntag innerhalb von 90 Minuten verkauft waren, herrscht auch in Hamburg Eishockey-Euphorie. Zum Halbfinal-Auftakt am Freitag gegen die Frankfurt Lions erwarten die Freezers zum 17. Mal in dieser Saison eine mit 12.759 Zuschauern ausverkaufte ColorLine Arena - und eine weitere Brutto-Einnahme von knapp einer halben Million Euro. Durch den Halbfinaleinzug ist das ursprünglich erwartete Saisonminus von 700.000 Euro schon fast ausgeglichen, der Sprung ins Finale könnte den Hamburgern sogar ein kleines Plus bescheren. Die Runde der letzten Vier soll für die Hanseaten ohnehin nur Durchgangsstation sein. "Wir wollen den Titel", sagt der Ex-Frankfurter Robert Francz. Und Geschäftsführer Boris Capla ergänzt: "Die Playoffs sind wie eine Bergbesteigung. Wir haben erst das erste Basislager erreicht." Der Vorrundendritte setzt vor allem auf die geballte Playoff-Erfahrung in den eigenen Reihen. Gleich elf Spieler waren schon deutscher Meister. Einzig Wayne Hynes fehlt wegen eines Innenbandrisses.

"Die Freezers haben die ausgebuffteste Truppe der DEL, noch erfahrener als die Eisbären", meint auch Frankfurts Manager Lance Nethery und warnt seine "Löwen" vor allem vor Verteidiger Peacock, der schon fünf Tore auf dem Konto hat: "Er hat in den Playoffs immer seine beste Zeit." Sein Team sieht der frühere Mannheimer Meistermacher in der Außenseiterrolle: "In Hamburg erwartet jeder den Endspieleinzug, wir hoffen nur darauf." Ersetzen müssen die Hessen Nationalspieler Martin Reichel, der mit einer schweren Schulterprellung ausfällt und möglicherweise auch auf die Teilnahme an der WM in Tschechien verzichten muss. Auch Verteidiger Daniel Peters fehlt mit Jochbein- und Nasenbeinbruch. (TL)

Quelle Hockeyweb.de

 

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Eisbären als erstes Team im Playoff-Halbfinale

Berlin (dpa) - Mit der makellosen Bilanz von vier Siegen zogen die Eisbären Berlin als erstes DEL-Team ins Playoff-Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Der achtfache Meister aus Düsseldorf blieb auf der Strecke.
Das beste Team der Vorrunde aus der Hauptstadt kam vor 5789 Zuschauern bei den DEG Metro Stars zu einem 3:2-Erfolg, der nach den drei vorangegangenen Siegen den Einzug in die nächste Runde bedeutete. Damit stießen die Berliner zum fünften Mal in ihrer Vereinsgeschichte ins Halbfinale vor.

Die Frankfurt Lions bauten ihre Viertelfinal-Bilanz gegen die Kölner Haie nach dem 3:0 vom Dienstag auf 3:1 aus, genauso wie die Hamburg Freezers gegen gegen Mannheim. Die Adler kassierten vor 5500 Zuschauern gegen Hamburg eine 1:4-Niederlage. In einer sehr fairen Partie brauchte der ERC Ingolstadt das Penalty-Schießen für einen 4:3-Erfolg über die Nürnberg ICE Tigers. Damit steht es in der Zwischenbilanz zwischen beiden Teams 2:2. Hannover steuert nach dem dritten Sieg gegen Freiburg auf den Klassenerhalt zu.

Mit ihrem Sieg an der Brehmstraße feierten die Berliner Eisbären ein Jubiläum. Ihr Sieg war der 25. Erfolg im 43. Playoff-Spiel. Gleich zu Beginn machten sie klar, dass sie nicht etwa noch ein weiteres Spiel riskieren wollten, auch wenn das noch Einnahmen in der eigenen Halle garantiert hätte. Die selbstbewussten Berliner gingen nach 8 Minuten durch Sven Felski in Führung.

Zwar durfte Tommy Jacobsen ausgleichen, als die Berliner Keith Aldrigde und Yvon Corriveau auf der Strafbank saßen, aber Aldrigde stellte den alten Abstand umgehend wieder her und Steve Walker brachte die Eisbären endgültig auf die Erfolgsspur. Marcus Thuresson brachte die DEG zwar noch einmal heran und die Berliner «wackelten» leicht, ließen sich den Sieg aber nicht mehr nehmen. Auch die Herausnahme des Torhüters zwei Minuten vor Schluss nützte der DEG nichts mehr.

Den einzigen Sieg ohne Gegegentor feierte Frankfurt vor 6700 Zuschauern und steuert damit deutlich auf Halbfinal-Kurs. Der Vizemeister aus Köln ist jetzt seit 210 Minuten ohne Torerfolg und hat wahrscheinlich nur noch geringe Chancen, das Blatt zu wenden. David Sulkovsky, der DEL-Topscorer Patrick Lebeau und Peter Ratchuk machten die Treffer für die Lions. Köln fehlte weiterhin der beste Stürmer David McLlwain, der andere Haie-Torjäger Alex Hicks ist nach seinem Fußbruch noch lange nicht in Form.

Auch die Hamburg Freezers stehen mit jetzt 3:1-Erfolgen auf dem Sprung ins Halbfinale. Vor 5500 Zuschauern gingen die Gastgeber durch Andrew Roach zwar in Führung, aber Shane Peacock, Jacek Plachta, Steve Washburn und Paul Manning machten alles klar. Die Spielentscheidung fiel innerhalb von 49 Sekunden als Hamburg aus dem Unentschieden einen 3:1-Vorsprung gemacht hatte und das 2:1 sogar in Unterzahl erzielte.

In der Abstiegsrunde sieht alles nach dem Klassenerhalt für die Hannover Scorpions aus. Ihre Bilanz gegen Freiburg lautet jetzt 3:1. Am Dienstag waren die Scorpions in Freiburg vor 4372 Zuschauern mit 4:0 erfolgreich. Der Sieger muss in der Abstiegsrunde ohne Verteidiger Peter Jacobsson auskommen. Die Ligenleitung sperrte ihn wegen eins Fouls am Freiburger Jiri Zelenka für acht Spiele. Zelenka hatte bei einem Stockschlag in der ersten Partie am 12. März einen dreifachen Kieferbruch erlitten und erstattete inzwischen wegen vorsätzlicher Körperverletzung Strafanzeige gegen Jakobsson.

Das Spiel stand unter Ligenaufsicht, verlief aber weitgehend fair. Hannover kassierte 16 Minuten, Freiburg 12 plus zehn Minuten Disziplinarstrafe für Ravil Chaidarow.

Artikel vom 16.03.04 22:55
 

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Sperre für Jacobsson

Der Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat heute den Spieler Peter Jakobsson von den Hannover Scorpions für acht Spiele gesperrt. Darüber hinaus wurde Jakobsson eine Geldstrafe in Höhe von 2.400 Euro auferlegt. Jakobsson hatte im Play-Down-Spiel gegen die Wölfe Freiburg am 12. März seinem Gegenspieler Jiri Zelenke mit einem Stockschlag ins Gesicht schwere Verletzungen zugefügt. Des Weiteren wurde gegen den Ingolstädter Spieler Jakub Ficenec vom Disziplinarausschuss keine weitere Strafe ausgesprochen. Ficenec hatte im zweiten Play-off Spiel gegen die Nürnberg Ice Tigers am 12. März eine Matchstrafe wegen Checks gegen den Kopf mit Verletzungsfolge erhalten. Nach Ansicht der Videoaufzeichnungen hatte sich dieser Tatbestand nicht bestätigt. Die automatische Strafe von einem Spiel hat Ficenec bereits am Sonntag verbüßt und ist am morgigen Dienstag wieder spielberechtigt. Darüber hinaus wurden die vom jeweiligen Gegner beantragten Verfahren gegen Guy Lehoux (Nürnberg Ice Tigers) und Jason Podollan (Adler Mannheim) eingestellt. (Quelle: DEL)

 

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Brutales Playoff: Freiburg beklagt fünf Verletzte

Freiburg (dpa) - Die Freiburger Wölfe müssen im weiteren Abstiegs-Playoff gegen die Hannover Scorpions auf fünf Spieler verzichten.
Jiri Zelenka (dreifacher Kieferbruch), Daniel Willaschek (Schultereckgelenksprengung), Petr Korinek (Lungenriss), Petr Mares (Schlüsselbeinfraktur) und Henrik Hölscher (Verdacht auf Milzriss) wurden in den bisherigen drei Partien gegen Hannover verletzt. «Das hat mit Eishockey nichts mehr zu tun», sagte Wölfe-Chef Wolfgang Kunkler nach dem dritten Spiel der Playoff-Serie.

Hannover hatte dieses Spiel mit 2:1 in der Verlängerung gewonnen und führt nun mit 2:1. Vier Siege sind zum Klassenerhalt nötig. «So etwas Brutales habe ich noch nicht erlebt. Wenn es nicht so wichtig wäre, würde ich meine Mannschaft zurückziehen, um die Spieler zu schützen», sagte Kunkler. Hannover verpflichtete extra für die Playoffs den amerikanischen Motivationstrainer Chris Hamilton.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hatte sich mit dem Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey-Liga zu einem Gespräch über Maßnahmen gegen Scorpions-Verteidiger Peter Jakobsson verabredet. Mit einem Stockschlag hatte der Schwede Freiburgs Stürmer Jiri Zelenka gleich dreifach den Kiefer gebrochen, woraufhin sich dieser einer mehrstündigen Operation unterziehen musste. Zelenka hat inzwischen Strafanzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung gegen Jakobsson erstattet. Das vierte Spiel der Serie in Freiburg wurde unter Liga-Aufsicht gestellt.

Artikel vom 15.03.04 17:20
 

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DEG und Haie vor frühem Playoff-Aus

Berlin (dpa) - In den rheinischen Eishockey-Hochburgen wird gezittert: Den achtmaligen deutschen Meistern aus Düsseldorf und Köln droht in den Playoffs 2004 schon im Viertelfinale das Aus.
Den DEG Metro Stars helfen gegen die Eisbären Berlin nach drei Niederlagen nur noch Siege, die Haie wollen bei den Frankfurt Lions unbedingt einen 1:3-Rückstand vermeiden. Titelverteidiger Krefeld Pinguine hatte die Playoffs verpasst.

Ein Jahr nach der Final-Enttäuschung gegen Krefeld gab sich Kölns Trainer Hans Zach trotz der 0:3-Heimpleite und mittlerweile 150 Minuten ohne Torerfolg gegen die Lions gelassen wie immer. «Wir stecken noch lange nicht auf. Ich gehe nach wie vor von einer langen Serie aus, in der Frankfurt nun die etwas besseren Karten besitzt», sagte Zach trotz der höchsten Heimniederlage in dieser Saison.

Auch im vorigen Jahr hatten sich die Haie im Viertelfinale erst nach sieben Spielen gegen die Kassel Huskies durchgesetzt, dabei allerdings gleich das erste Heimspiel verloren. Zudem hat Frankfurt seine kleine Krise offenbar überwunden und ist mit überragenden Einzelkönnern wie DEL-Topscorer Pat Lebeau besetzt. Derzeit präsentiert sich jedoch vor allem die Defensive um Torhüter Ian Gordon in Topform.

«Sie schlagen uns mit unseren eigenen Waffen. So wie wir viele Gegner frustriert haben, machen sie es jetzt mit uns», stellte Zach fest. Köln fehlt weiterhin der beste Stürmer David McLlwain, der andere Torjäger Alex Hicks ist nach seinem Fußbruch noch lange nicht wieder in Topform. Lions-Trainer Rich Chernomaz will vom Halbfinale aber noch nichts wissen: «Wir sind weiter Außenseiter.»

Die DEG Metro Stars wollen sich zunächst nur in ein fünftes Spiel in Berlin retten. Trainer Michael Komma kündigte nach dem 0:3 am Sonntag in Berlin an: «Wir werden unseren Kampfgeist in die Waagschale werfen. Die Mannschaft hat Charakter und wird noch einmal alles versuchen.»

Doch die individuell wesentlich stärker besetzten Eisbären scheinen mit den hart erarbeiteten ersten beiden Siegen die Moral der Düsseldorfer Routiniers gebrochen zu haben und wollen mit dem insgesamt 25. Playoff-Erfolg zum fünften Mal ins Halbfinale einziehen. «Die Düsseldorfer stehen unter enormem Druck. Wir wollen schon am Dienstag unseren großen psychologischen Vorteil nutzen», kündigte Kapitän Ricard Persson an, der beim ersten Besuch an der Brehmstraße das 4:3-Siegtor in der Verlängerung erzielt hatte.

Die Chance, auf eigenem Eis die Viertelfinal-Serien auszugleichen, besitzen der fünfmalige Meister Adler Mannheim gegen die Hamburg Freezers und der ERC Ingolstadt gegen die Nürnberg Ice Tigers.

Autor:
Artikel vom 15.03.04 12:54

 

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Dritter Eisbären-Sieg - Ingolstadt und Mannheim hoffen

Berlin (dpa) - Titelfavorit Eisbären Berlin kann für das Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft planen.
Der Vorrundensieger gewann mit 3:0 auch sein drittes Playoff-Viertelfinale gegen die DEG Metro Stars und kann das Weiterkommen am Rhein perfekt machen. Dagegen kassierten die Nürnberg Ice Tigers und die Hamburg Freezers nach zwei Siegen daheim die ersten Niederlagen. Nürnberg verlor 2:3 gegen den ERC Ingolstadt, Hamburg unterlag Adler Mannheim 0:3.

Zittern müssen die Kölner Haie. Der Vizemeister mit Bundestrainer Hans Zach unterlag 0:1 und 0:3 gegen die Frankfurt Lions und liegt nun mit 1:2 im Rückstand. Damit benötigen die Haie mindestens einen Auswärtserfolg, um doch noch die vier zum Weiterkommenden erforderlichen Siege zu schaffen. Dwayne Norris (4.), David Gosselin (24.) und Jason Young (51.) trafen vor 14 475 enttäuschten Zuschauern. Die zu harmlosen Haie, die seit 150 Minuten auf ein Tor warten, konnten den überragenden Lions-Torhüter Ian Gordon erneut nicht bezwingen.

Mit dem 4:3 nach Verlängerung in Düsseldorf hatten die Eisbären wohl den Grundstein für das Weiterkommen gelegt. Kapitän Ricard Persson nutzte in der 75. Minute ein Überzahlspiel zum ersten «Sudden Death»-Tor in den laufenden Playoffs. Zuvor hatte die DEG einen Spieler zu viel auf dem Eis. Steve Walker (6.), Denis Pederson (14.) und Mark Beaufait (52.) brachten die überlegenen Hauptstädter auf Siegkurs. Allerdings fehlt den Eisbären voraussichtlich für den Rest der Saison Rob Leask. Der 33 Jahre alte Nationalverteidiger erlitt eine Adduktoren-Verletzung.

Der fünfmalige Meister Mannheim und Ingolstadt haben die beiden restlichen Viertelfinal-Paarungen dagegen wieder spannend gemacht. Zwei Tage nach dem 0:1 auf eigenem Eis und großer Ratlosigkeit in der Offensive knackten Devin Edgerton (21.) und René Corbet (35.) die starke Abwehr der Freezers, Mike Kennedy traf gegen die müde und unkonzentriert wirkenden Gastgeber zum Endstand ins leere Tor (59.)

Ingolstadt meldete sich nach der 2:5-Heimpleite im Derby gegen Nürnberg zurück. Nach der frühen Führung der Franken durch Greg Leeb (2.) wendeten Thomas Schinko (6.), Yves Racine (7.) und Phil von Steffenelli (20.) die Partie. Nürnbergs diesmal schwacher Torhüter Fréderic Chabot musste nach dem ersten Drittel Alfie Michaud Platz machen. Den lange Zeit gehemmt wirkenden Gastgebern gelang nur noch der Anschluss durch Thomas Greilinger (43.).

In der Abstiegsrunde sind die Hannover Scorpions nach dem dritten von maximal sieben Spielen gegen die Wölfe Freiburg wieder in der Vorhand. Zwei Tage nach dem 2:6 in Freiburg feierten die Scorpions einen 2:1-Heimsieg nach Verlängerung. Matchwinner war David Haas mit einem Überzahltor nach 71:06 Minuten. Zdenek Nedved (11.) hatte zunächst für Hannovers Führung gesorgt, zum Ausgleich traf Dany Bousquet (54.). Der mit 33 Treffern beste DEL-Torjäger wird den Neuling zur kommenden Saison Richtung Kassel Huskies verlassen.

Artikel vom 14.03.04 21:43

 

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Wolfgang Schulz: Es geht weiter im Krefelder Eishockey

Nach der "Elefantenrunde" im Krefelder Hof ist auch klar, dass die Pinguine wieder einen sportlichen Leiter engagieren. Kommt Simioni für Stewart?

Krefeld. Vier Stunden lang debattierten und diskutierten die Gesellschafter der KEV Pinguine Eishockey GmbH am Donnerstag im Krefelder Hof über die Zukunft des Krefelder Eishockeys und um deren Gestaltung. Noch ohne schlüssiges Ergebnis. Doch es gibt Lösungsmöglichkeiten, deren Durchführung geprüft werden sollen. Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz zur WZ: "Auf jeden Fall geht es im Krefelder Eishockey weiter, wenn auch mit neuen Strukturen."
Die offizielle Presseerklärung des Vereins lautete folgendermaßen: "Die Gesellschafter der KEV Pinguine Eishockey GmbH haben auf ihrer gestrigen Versammlung die Situation der Krefeld Pinguine eingehend erörtert und Überlegungen angestellt, wie das Krefelder Eishockey wieder in besseres Fahrwasser gesteuert werden kann.

Alle notwendigen Entscheidungen hierzu werden erst in einer weiteren Versammlung nach den Osterferien Mitte April getroffen." Noch einmal Aufsichtsratsvorsitzender Schulz: "Ich kann keine Details verraten, aber in punkto Pinguinezukunft gilt, dass wir wieder mit einem kompetenten sportlichen Leiter arbeiten werden. Das Experiment mit Trainer und Co.-Trainer ist gescheitert. Mit dem Aufbau der neuen Mannschaft werden wir allerdings nicht bis zur nächsten Versammlung warten."

Auch für die Abdeckung der Defizite der beiden letzten Spielzeiten sind Lösungsmodelle angedacht. Schließlich soll mit dem Umzug in den KönigPalast ab Dezember 2004 die erste Hälfte der Saison wird noch in der Rheinlandhalle mir 13 Heimspielen abgewickelt ein neuer Zeitabschnitt des Krefelder Eishockeys beginnen.

Und dazu soll wieder eine starke, wenn auch kostengünstigere Mannschaft circa eine halbe Million Euro wird eingespart gestellt werden. Derweil hat Trainer Bill Stewart nach einem letzten Gespräch mit Wolfgang Schulz seine Koffer gepackt, im Krefelder Hof ausgecheckt und fliegt heute zurück nach Kanada.

Ob er zurück kehren wird, ist sehr fraglich. In der Trainerfrage ist man in der Führungscrew offensichtlich sehr unterschiedlicher Meinung. Heiß gehandelt wird Mario Simioni (zur Zeit in Dänemark tätig), aber auch mit Stewart steht noch eine letzte Gesprächsrunde aus. Stewarts Assistent Gary Clark hat derweil noch reichlich zu tun.

Bis Ende März wird der Co-Trainer das Pensum mit den verbliebenen 15 Pinguinen absolvieren: "Wir wechseln Eisund Trockentraining, lassen Videoanalysen einfließen", versucht Clark Abwechslung in die "Nachspielzeit" zu bringen. Danach ist für ihn die Zeit in der Seidenstadt abgelaufen.

Samstag - 13.03.2004

Von Walther Lenders

 

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DEL: DEG-Niederlage zum Playoff-Auftakt

veröffentlicht: 11.03.04 - 09:34

Die erste Runde in den DEL-Playoffs endete mit Siegen der Heimmannschaften. Foto: AP
Neuss (rpo). Der erste Spieltag der Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) endete mit Erfolgen der Heimmannschaften. Dem Spitzenreiter der Vorrunde, die Eisbären Berlin, schlugen die DEG Metro Stars mit 5:3; die Kölner Haie gewannen zuhause ebenso wie die Nürnberg Ice Tigers und die Hamburg Freezers.
Den Berlinern glückte trotz eines 0:2-Rückstandes ein gelungener Start in die Playoffrunde. Beim 5:3 (1:2, 2:1, 2:0) gegen die DEG Metro Stars bewiesen die Eisbären viel Nervenstärke und machte den Sieg im Schlussdrittel klar.

"Unsere Emotionen haben uns übermannt", sagte Trainer Pierre Page. Schon nach acht Minuten schlugen vier Zwei-Minuten-Strafen sowie eine Spieldauer-Diziplinarstrafe gegen Nationalspieler Sven Felski zu Buche. "Man kann reden und reden, aber er muss von selbst dahinter kommen, wie es geht", ärgerte sich der Kanadier über den erfolgreichsten Eisbären-Torjäger aller Zeiten, der sich mit einem überflüssigen Stockcheck selbst disqualifizierte und deshalb auch in Spiel zwei gesperrt ist.

Die Playoff-Spiele der ersten Runde

Immerhin gelang den Berlinern ein "großes Comeback", wie Page feststellte: "Die gleichen Emotionen haben uns im letzten Drittel schließlich zum Sieg getragen." DEG-Trainer Michael Komma, der als früherer Berliner Preusse Schmährufe von den Rängen über sich ergehen lassen musste, nahm die unnötige Niederlage nicht zu tragisch, obwohl den Gegentoren vier und fünf individuelle Fehler vorausgegangen waren. Kampf und Einstellungen hätten gestimmt, sagte der Tölzer. So müsse man in die Playoffs gehen.

Köln, Nürnberg und Hamburg gewinnen

Mit Heimsiegen starteten auch der achtmalige deutsche Meister Kölner Haie, die Nürnberg Ice Tigers und die Hamburg Freezers ins Playoff-Viertelfinale. Köln setzte sich mit 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) gegen die Frankfurt Lions durch, Hamburg schlug DEL-Rekordmeister Mannheimer Adler 5:2 (2:0, 1:1, 2:1). Erst im Penaltyschießen erlöste Steve Larouche die Nürnberger mit seinem Siegtreffer zum 2: 1, nachdem zuvor auch die Verlängerung beim 1:1 (1:0, 0:1, 0:0, 0:0) das Spiel gegen den ERC Ingolstadt nicht hatte entscheiden können.

Nürnbergs Trainer Greg Poss stellte bei seinen Schützlingen ebenfalls viel Nervosität in der Anfangsphase fest. Die legte sich auch nicht, als bereits nach 84 Sekunden das 1:0 durch Steve Larouche fiel. Der Vorrundensiebte ERC Ingolstadt entpuppte sich als gleichwertiger Gegner. "Beide Teams haben eine absolute Topleistung gebracht", lobte Gästetrainer Ron Kennedy das Auftreten seiner Mannschaft. Das Quäntchen Glück lag nach torloser Verlängerung im Penaltyschießen auf Seiten der Gastgeber. Erneut Larouche traf zum 2:1.

Souveräne Freezers schlagen Adler

Souverän setzten sich dagegen die Hamburg Freezers mit 5:2 gegen DEL-Rekordmeister Adler Mannheim durch. Die Hanseaten boten ihren Fans eine hervorragende Leistung und stellten mit einer hochverdienten 2:0-Führung nach dem ersten Drittel die Weichen auf Sieg. "Das war der Schlüssel zum Erfolg", sagte Mannheims Helmut de Raaf, dessen Playoff-Debüt als Trainer daneben ging.

Sein Gegenüber Dave King, der seinen Vertrag bei den Freezers noch immer nicht verlängert hat, fordert vor dem zweiten Duell im Mannheimer Friedrichspark dennoch mehr Konstanz: "Wir haben defensiv nicht sehr gut gespielt, aber Torhüter Boris Rousson war der Garant für den Sieg." Ärgerlich für Hamburg war die Tatsache, dass rund 1000 Plätze in der Color Line Arena leer blieben. Die Tickets waren an Sponsoren des Klubs gegangen und wegen Desinteresse verfallen. Zehntausend andere hätten die Partie gerne verfolgt, blieben aber ohne Karten.

Bei den Kölner Haien gab es beim 2:1 gegen die Frankfurt Lions Licht und Schatten. Der Sieg gibt der Mannschaft Selbstvertrauen und die Rückkehr von Stürmer Alex Hicks nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause zusätzliche Sicherheit. Ein Wermutstropfen war der Ausschluss von Nationalverteidiger Tino Boos nach einem Ellbogencheck gegen den Ex-Kölner Jason Young. Boos fehlt deswegen am Freitag in Spiel zwei (19.30 Uhr/live in Premiere).

Kölns Ex-Trainer und heutiger Lions-Manager Lance Nethery hatte das "erwartete Spiel" gesehen: wenig Torchancen, viel Defensive. Typisch Kölns Trainer Hans Zach eben. "Wir sind bereit, hart zu arbeiten. Die kommenden sechs Spiele werden genauso intensiv wie heute", so der Bundestrainer.

Scorpions besiegen Wölfe mit 5:2

Beim Playdown-Duell zwischen den Hannover Scorpions und dem Vorrunden-Schlusslicht Wölf Freiburg gingen die Gastgeber in der ebenfalls nach dem best-of-seven-Modus ausgetragenen Serie mit 1:0 in Front. Die Niedersachsen gewannen 5:2 (1:0, 2:1, 2:1).

Vor 4000 Zuschauern im Berliner Wellblechpalast wurden die Hausherren kalt erwischt, als Christian Brittig die DEG binnen 134 Sekunden bis zur zehnten Minute 2:0 in Front brachte. Nachdem Steve Walker (13.) und Kelly Fairchield (25.) für den Ausgleich sorgten, gelang den Gästen von Rhein durch Marcus Thuresson (27.) ein weiteres Mal die Führung. Danach dominierten die Berliner. Treffer von Walker (36.) sowie Micki DuPont (44.) und Alexander Barta (54.) machten den Sieg des DEL-Finalisten von 1998 perfekt.

In der Kölnarena wurde das Spiel schon im zweiten Drittel entschieden. Nach torlosem Auftakt gingen die im vergangenen Jahr erst im Finale an den Krefeld Pinguinen gescheiterten Haie durch Jeremy Adduono (22.) und Mirko Lüdemann (30.) 2:0 in Führung, für die Frankfurter gelang Patrick Lebeau (39.) lediglich der Ehrentreffer.

Keinerlei Zweifel am Sieg ließen die Hamburg Freezers aufkommen. Der Nachfolgeklub von Ex-Meister München Barons lag nach Treffern von Bobby House (16.), Darren Van Impe (18.) und Kent Fearns (31.) bereits 3:0 in Front, ehe Francois Groleau (34.) für die Mannheimer traf. Weitere Hamburger Tore von Shane Peacock (49.) und Dave Tomlinson (60.) besiegelten den Freezers-Sieg. Dazwischen konnte Jason Podollan (53.) vor 12.759 Zuschauern in der ausverkauften ColorLineArena nur noch das Ergebnis für Mannheim etwas verbessern.


 

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Drei-Stunden-Drama zum Auftakt der Playoffs

Berlin (dpa) - Mit einem Drama über fünf Akte und mehr als drei Stunden haben die Nürnberg Ice Tigers und der ERC Ingolstadt den passenden Auftakt für die Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga geliefert.
«Beide Mannschaften haben eine Topleistung gebracht. Es war unglaublich spannend. Das war echtes Playoff-Eishockey», kommentierte Ingolstadts Trainer Ron Kennedy trotz der 1:2-Niederlage nach Verlängerung und Penaltyschießen den Viertelfinal-Start.

Sein Nürnberger Kollege Greg Poss dachte schon an das zweite von maximal sieben Spielen. «Wir müssen sofort wieder Kräfte mobilisieren und weniger Chancen zulassen», forderte Poss. Matchwinner war Steve Larouche, der die schnelle Führung der Gastgeber erzielte und am Ende zwei Penaltys nacheinander verwandelte. Negativer Höhepunkt war eine Keilerei vor der zweiten Drittelpause, zuschauen müssen im zweiten Spiel wegen Sperren der Nürnberger Stéphane Julien und der Ingolstädter Yves Racine.

Auch die Nationalspieler Sven Felski von den Eisbären Berlin und Tino Boos von den Kölner Haien werden ihren Mannschaften am Freitag wegen Spieldauerdisziplinarstrafen fehlen. Eisbären-Coach Pierre Pagé zeigte sich trotz des 5:3-Sieges nach 0:2-Rückstand über die DEG Metro Stars erzürnt über die anfangs vielen Strafen gegen sein Team. «Wir müssen die Kontrolle und Disziplin behalten», sagte Pagé, gab aber auch zu: «Die Emotionen, die uns am Anfang geschadet haben, haben uns dann zum Sieg getragen.» Düsseldorfs Coach Michael Komma ärgerte sich über die fünf Gegentore, war aber ansonsten zufrieden: «Wir haben für unsere Verhältnisse fast perfekt gespielt. Wenn wir die Fehler abstellen, wird es wieder eng.»

Kölns Coach Hans Zach erwartet nach dem knappen 2:1-Erfolg über die Frankfurt Lions offenbar eine Serie über die volle Länge. «Die Zweikämpfe waren intensiv. So wird es auch die kommenden sechs Spiele laufen», erklärte der erleichterte Zach. Angesichts einer Palette Kölsch meinte der Nicht-Biertrinker grinsend: «Das ist viel zu wenig für mich.» Frankfurts Coach Rich Chernomaz forderte von seinen zuletzt schwächelnden Schützlingen, sich mehr Chancen zu erarbeiten.

Davon hatten die Hamburg Freezers beim 5:2 über Adler Mannheim genug - zum Unwillen von Hamburgs Trainer Dave King allerdings auch die Kurpfälzer. «Wir waren in der Defensive nicht sehr gut und müssen konstanter spielen», forderte King. Mannheims Coach Helmut de Raaf, einst selbst ein Meister-Torhüter, lobte Freezers-Keeper Boris Rousson: «Er hat im richtigen Moment das Richtige getan.»

Vermutlich wegen der Fernseh-Übertragung vom Bayern-Spiel bei Real Madrid war zum Playoff-Start nur die Hamburger Color-Line-Arena mit 12 759 Besuchern ausverkauft. Allerdings blieben dort 800 Plätze frei, weil von Sponsoren erworbene Karten nicht genutzt wurden. Die Freezers-Fans durften zudem nicht mit den Profis feiern, die auf Geheiß ihres Clubs, solange nichts entschieden ist, sowohl auf die gemeinsame «Welle» als auch die «Raupe» auf dem Eis verzichten müssen.

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Artikel vom 11.03.04 11:29

 

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Grippale Gesellschafter sind nun gefragt

Vor dem großen Meeting Donnerstag im Krefelder Hof schwächelt die Führungs-Crew. Stewart-Assistent Gary Clark soll Trainingspläne erarbeiten.

Krefeld. "Arm am Beutel, krank am Herzen", beginnt Goethes Ballade vom Schatzgräber. Bezogen auf die Krefeld Pinguine trifft der Eingangssatz des Dichterfürsten zu, in der zweiten Zeile muss man die Krankheit des Herzens in eine starke Grippe umwandeln. Die große Frage vor der Gesundung der Pinguine-Finanzen ist derzeit, ob die Entscheidungsträger am morgigen Donnerstag von ihren Krankheiten genesen sind. Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz meldete Entwarnung, Pinguine-Macher Wilfrid Fabel auf dem Wege der Besserung, doch bei Geschäftsführer Wolfgang Schäfer wird sich frühestens heute herausstellen, ob ihm nach schwerer Grippe der Arzt den Weg zum Krefelder Hof erlaubt.
Obwohl das Sorgenbündel nach der total verkorksten Saison und vor dem angedachten Schulterschluss mit der Seidenweberhaus GmbH als Betreiber des kommenden KönigPalasts noch größer geworden ist, will sich die KEV Pinguine Eishockey GmbH auf dieser seit der Gründung 1995 wohl wichtigsten Versammlung erst einmal um die finanzielle Bereinigung kümmern. Die Last von rund 600 000 Euro minus drückt die zwölf Gesellschafter nieder. Denkbare Lösungsmöglichkeiten: neue Einlagen, Aufstockung des Gesellschafterkreises, Reduzierung der bisherigen Etatansätze, bzw. Einbindung der Seidenweberhaus GmbH.

Derweil gibt es rund um das sich auflösende Pinguine-Team weitere Irritationen. Co-Trainer Gary Clark ist beauftragt, Trainingspläne für den verbleibenden Rest des Kaders bis zum 21. März aufzustellen und auch das Training durchzuführen. Das ist rechtens, wenn auch unüblich, wenngleich die Spieler bis Ende April unter Vertrag stehen. Da gibt es sicherlich einige lange Gesichter, denn gewohnheitsmäßig haben die "Helden" aus USA und Kanada längst ihre Rückflüge über den großen Teich gebucht.

Mittwoch - 10.03.2004

Von Walther Lenders

 

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Nationalteam spielt im KönigPalast

Top-Events in Krefelds neuer Sportarena.

Krefeld. Das alljährliche "DEL-All-Star-Game" zwischen der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft und einem Auswahlteam der besten Liga-Profis findet in der Saison 2005/2006 im KönigsPalast statt. Darauf haben sich DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke und KönigPalast-Manager Holger Rathke jetzt geeinigt. Das "DEL-All-Star-Game" gehört zu den Höhepunkten der Saison. Im laufenden Spieljahr wurde das Top-Event in Ingolstadt veranstaltet, für die kommende Saison ist Hamburg als Austragungsort ausgewählt worden.
Der besondere sportliche Reiz des Duells Anfang Februar 2006 in Krefeld: es ist zugleich der letzte Test des Nationalteams unter Bundestrainer Hans Zach vor den Olympischen Spielen im italienischen Turin. "Ich freue mich sehr, dass es uns trotz zahlreicher Mitbewerber gelungen ist, dieses Highlight im Olympia-Jahr nach Krefeld zu holen", strahlte Holger Rathke, "es ist ein erstes Ergebnis unserer Bemühungen, den KönigsPalast auch außerhalb der Heimspiele der Pinguine als Eishockey-Standort zu etablieren."

Schon ein Jahr vor dem "DEL-All-Star-Game" soll Krefeld Schauplatz eines Eishockey-Länderspiels werden. Entsprechende Verhandlungen zwischen dem Deutschen Eishockey-Bund und dem KönigPalast werden nach Abschluss der Eishockey-WM in Prag im Mai konkretisiert.

Mittwoch - 10.03.2004
 

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Renaissance der Eishockey-Jugend ?

Kühne Gedanken beim Forum des Fördervereins.

Krefeld. Das Vorhaben klingt gut, das Ziel erst recht aber trotzdem hat es ein "Gschmäckle", wenn die Pinguine nach einer in allen Bereichen verkorksten Saison plötzlich die Krefelder Eishockey-Jugend wiederentdecken. Bei einem Forum des Krefelder Förderverein (KFV) im "Haus Kleinlosen" überraschte Pinguin-Gesellschafter Hugo Hendricks mit der Aussage, ab Mai bereits mit dem Einbau von aktuellen Nachwuchsspielern der DNL in den Kader des DEL-Teams zu beginnen. "Das haben wir Gesellschafter beschlossen."
Irgendwie in einem rollierenden Verfahren sollen dann aus einer Gruppe von fünf bis acht Jugendlichen immer wieder einige in die vierte Reihe der Profimannschaft geführt werden. Auf dieses "Konzept" müsse sich auch ein Trainer festlegen lassen, so Hendricks. Bill Stewart habe beispielsweise erklärt, "dass er nicht mit jungen Leuten arbeiten will", so Hendricks. Was zumindest für Krefelder Journalisten überraschend ist.

Hatte doch der Kanadier immer wieder betont, dass der Schlüssel zum DEL-Erfolg die jungen deutschen Spieler seien. Aber möglicherweise gab es da auch ein Missverständnis. Denn fraglos lässt sich ein Bill Stewart ebenso wie andere DEL-Trainer nicht per Vorstandsbeschluss eine Jugendquote für die Mannschaftsaufstellung aufzwingen. Aber: Sportliche Betreuung über das ganze Jahr, Hilfen und Förderung bei der Schulausbildung, Trainingsstrukturen, die Schule und Spitzensport ermöglichen: All dies kostet viel Mühen und vor allem Geld.

Nachwuchsförderung ist seit dem Wegfall der "Ausbildungsentschädigungen" ein überaus teures Vergnügen, ohne große wirtschaftliche Rendite. Dass die Pinguine ausgerechnet jetzt, wo man nach der Pleitensaison mit spitzestem Bleistift kalkulieren muss, die hehren Ziele der Nachwuchsförderung entdecken, dies könnte auch einen anderen Grund haben.

Mit dem Deckmäntelchen der Jugendförderung, so mag man hoffen, mehr Geduld beim zahlenden Publikum für eine nicht so starke Mannschaft zu ergattern. Was indes schon zu Zweitliga-Zeiten mit einer "Mannschaft mit Krefelder Herz" gründlich scheiterte. Es zählt eben nur Leistung, und für die braucht man Geduld keinen hektischen Aktionismus oder gar Beschlüsse am grünen Tisch.