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Pressemitteilungen
2004 |
Pinguine: Statt Play-off Zündstoff satt
Am Donnerstag tagt die Gesellschafter-Versammlung der Pinguine im
Krefelder Hof. Welche Marschrichtung schlägt der "Klub der klugen
Köpfe" ein?
Krefeld. Das Spiel ist aus. Schlusssirene in der Rheinlandhalle. 4:2
gegen Iserlohn. Ende der Vorstellung? Mitnichten. Während im Vorjahr
die Saison im Freudentaumel der Meisterfeier endete, macht die
verkorkste jetzige Spielzeit der Krefeld Pinguine allen Beteiligten
des Eishockey-Unternehmens zu schaffen. Bringt da der KönigPalast
die Rettung? Wer steuert künftig das Pinguin-Schiff? Fragen über
Fragen. Doch bei den Pinguinen herrscht derzeit offiziell
Funkstille. Aber hinter vorgehaltener Hand gibt es einen
vielstimmigen Chor. Die Westdeutsche Zeitung beantwortet die
brennendsten Fragen anhand des Gesellschafter-Geflüsters.
Bleibt Cheftrainer Bill Stewart oder muss er seinen Hut nehmen? Was
wird aus seinem Assistenten Gary Clark? Wer sind die Alternativen?
Beide werden nicht mehr für die Pinguine arbeiten. Clark gilt als zu
blass, Stewart als zu teuer und "eine Nummer zu groß" für einen
Sparkurs. Derzeit gibt es wohl noch keine einhellige Meinung, wie
ein Nachfolger profiliert sein sollte. Nordeuropa könnte
möglicherweise Nordamerika ablösen.
Nach Ende der vorigen Saison gab es einen nie zuvor erlebten
Aderlass und Verlust an Homogenität bei den Pinguinen. Und nun? Wie
ist der momentane Stand der Dinge? Wer bleibt? Wer heuert neu an?
Sicher ist, dass es eine noch größere Wechselwelle geben wird. An
der Spitze der Abschuss-Liste dürften die Altstars Chris Luongo oder
Terry Yake stehen. Aber selbst Justin Kurz könnte die Hälfte seines
Zwei-Jahres-Vertrages einbüßen. Offiziell gibt es immer noch nichts
in Sachen Neuzugänge, relativ verlässlich fremdbestätigt sind Scott
King (Iserlohn), Guy Lehoux (Nürnberg) sowie die Verlängerung von
Alexander Selivanov.
Wer ist verantwortlich für Spielerverpflichtungen?
Derzeit tummelt sich dort vor allem Ex-Aufsichtsrat Hugo Hendricks.
Eine andere Gesellschafter-Fraktion konsultiert lieber Ex-Manager
Rüdiger Noack, doch genau diese beiden sind sich alles andere als
"grün". Zumindest im letzten Jahr war auch noch Aufsichtsrat-Chef
Wolfgang Schulz in diesem Segment aktiv. Folge: Kölns
Nationalspieler Andreas Morcinietz durfte sich über gleich drei
unabgesprochene Krefelder Kontaktversuche wundern.
Kann sich angesichts des Minus in der KEV-Kasse (rund 600 000 Euro)
die Vereinsführung teure Spieler, vielleicht sogar schillernde Stars
überhaupt leisten? Welche Auswirkungen wird der neue KönigPalast auf
die Zukunftsplanungen haben?
Die Pinguine müssen einen mächtigen Spagat wagen. Manche
Gesellschafter fordern rigorosen Sparkurs, andere müssen einräumen,
dass ein Sparkurs im Unterhaltungsgeschäft auch keinen Erfolg
sichert. Und die zusätzlichen Plätze in der neuen Arena lassen sich
nicht mit schlechterem Sport füllen
Wie werden KönigPalast mit der Seidenweberhaus GmbH als
"Dach-Organisation" und die KEV Pinguine zusammenarbeiten? Wer hat
wo das Sagen?
Die Pinguine werden wohl die Bereiche Organisation, Kartenverkauf,
Security etc. an das Hallenmanagement abgeben. Das macht Sinn, denn
die Halle muss dies ja eh für andere Veranstaltungen bereitstellen.
Kritisch und strittig wird es bei Vermarktung der Werbung in der
Halle werden. Zankapfel: Wer erhält welchen Anteil für welche
Leistung? Zündstoff auch: Mit Holger Rathke (KönigPalast) und
Schäfer (Pinguine) arbeiten dann zwei DEL erprobte Geschäftsführer
im Krefelder Eishockey. Irgendwie überdimensioniert. Noch ein
Problemfall: Eine nicht zuschauerträchtige Pinguin-Mannschaft
schmälert auch den "Gewinn" der Arena. Eine Einflussnahme erscheint
daher nachvollziehbar, doch verzichten die Pinguin-Gesellschafter
auf ihre Macht?
Dienstag - 09.03.2004
Von Jochen Schmitz und Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Königsweg in den neuen Palast?
Frust und Unsicherheit herrschen nach Abschluss einer verkorksten
Saison bei den Eishockeyfans. Tenor: "Endlich ist Schluss."
Krefeld. Ostermontag, 21. April 2003: Was viele, viele nicht mehr
für möglich gehalten haben, ist Wirklichkeit geworden. Der Krefelder
Theaterplatz bebt, ein Meer aus Schwarz und Gelb feiert. Die
Krefelder Eishockey-Fans sind seit einigen Minuten Meister-Fans. Der
Platz verwandelt sich zu späterer Stunde in einen Hexenkessel: Die
Spieler der Krefeld Pinguine sind vom entscheidenden "Spiel der
Spiele" in Köln zurückgekommen und feiern mit den Fans nach 51
Jahren den Titel Deutscher Eishockeymeister. Sie halten die
Meistertrophäe 2003 hoch Krefeld ist ein schwarz-gelbes Tollhaus!
Sonntag, 7. März 2004: Das hat man in der altehrwürdigen
Rheinlandhalle auch noch nicht erlebt: Mit Beginn des Spieles
skandieren die nur 3050 Fans: "Nur noch 60 Minuten." "Am Ende waren
wir alle froh, dass es vorbei war", ist der allgemeine Tenor nach
der Schlusssirene.. "Es" ist die Saison 2003/2004, vorbei war sie
nach dem 4:2-Sieg der Krefeld Pinguine gegen die Iserlohn Roosters.
Platz zehn in der DEL-Tabelle. Die ist bald Geschichte und etwas für
Statistiker. Was in Krefeld bleibt, ist der Frust und vor allem die
Unsicherheit vieler Fans des noch amtierenden Eishockey-Meisters
darüber, wie es weitergeht.
"Zum Glück ist diese Horrorsaison endlich vorbei", spricht Mariana
Minten (47) vielen Anhängern aus der Seele und hakt die Saison ab,
in die der KEV als Deutscher Meister gegangen war. Die Erwartungen,
sagt sie, seien einfach nicht erfüllt worden. Mariana Minten hat
auch Gründe ausgemacht: "Die Spieler haben sich nicht genug Mühe
gegeben. Spielerisch war das zu lasch. Diese Saison fühlen wir uns
vera . . ." Klaus Minten (46) ergänzt: "Durch die ganzen
Trainerwechsel kommt noch mehr Unruhe in den Verein."
"Finden die Krefeld Pinguine einen Königsweg in die nächste
Saison?", fragen sich die Fans. Zumal im Dezember die Pinguine aus
der Rheinlandhalle in den neuen König Palast umziehen werden. "Ist
nicht so schön, wenn da weniger als 3000 statt möglicher 8000
Zuschauer zu den Spielen kommen", befürchtet Dominik. Der 14-Jährige
trägt am Sonntag wieder das Brandner-Trikot mit der Nummer 29 aus
der Meistersaion. "Es hätte sich nicht gelohnt, in dieser Saison ein
Neues zu holen."
"Die Saison da sind sich wohl alle Fans einig war eine
Gurken-Saison", sagt Wolfhard Petzold, Pressesprecher von Messer
Griesheim und Pinguine-Fan. Die Saison sei eine einzige Kette von
unglücklichen Umständen gewesen: "Nicht die richtige
Spielermischung, Verletzungspech und Trainerwechsel." Er hofft auf
die nächste Saison: "Hoffentlich lockt die neue Arena viele
Zuschauer." An den Vereinsstrukuren sollte sich einiges ändern: "Ein
sportlicher Leiter sollte sich um neue Spieler und die Betreuung des
Kaders kümmern. Hoffentlich hat der Verein aus seinen Fehler
gelernt." "Den Trainer behalten, der die Pinguine schließlich vor
den Playdowns bewahrt hat" würde Carla Sanders (60) und schlägt vor,
den Kader zu erneuern. "Die Spieler müssen ausgewechselt werden."
Dienstag - 09.03.2004
Von Thorsten Krüger und Karl-Gerhard Deußen
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Pressemitteilungen
2004 |
Letzter Auftritt für Bill Stewart?
Emotionaler Schlussakkord nach dem 4:2-Sieg des Eishockeymeisters
Krefeld Pinguine Sonntagabend in der Rheinlandhalle. Quo vadis, KEV?
Krefeld. Das war`s! Die Eishockey-Spielzeit 2003/04 endete Sonntag
für die Krefeld Pinguine mit einem 4:2 (1:1, 2:1, 1:0)-Erfolg über
die Iserlohn Roosters. Damit nehmen die Pinguine zum Abschluss den
zehnten Rang ein. Highlight in einer über weite Strecken
freundschaftlich geführten Partie war die letzte Spielminute, als
Kapitän Steffen Ziesche mit einem Solo den 4:2-Endstand herstellte.
Da wurden Erinnerungen wach, denn eben dieser Steffen Ziesche hatte
im Vorjahr in der Köln Arena mit dem Treffer zum 3:1 die Deutsche
Meisterschaft abgesichert. Die weiteren Tore erzielten Jonas Lanier
(2) und Marc Beaucage.
In einem waren sich nach dem Spiel gegen Iserlohn alle einig
Pinguine, Gesellschafter und Fans: Gott sei Dank, die Saison 2003/04
ist vorbei. Ein Waterloo, sprich Abstieg, ist dem Krefelder
Eishockey erspart geblieben, doch das Meistersilber von 2003 hat
viel Staub angesetzt und lässt sich auch nicht mehr aufpolieren. Die
Krefelder, seit 1995 DEL-Ligist, stehen in der ewigen DEL-Tabelle an
dritter Stelle hinter Köln und Mannheim, standen sieben Mal in den
Play-offs.
Aber hoppla, so tief und schmerzhaft wie in dieser Spielzeit sind
sie noch nicht abgerutscht. Als Meister in vielen Stadien verhöhnt,
dümpelte das Team mit drei Trainern durch eine Saison mit vielen
Ecken und Kanten und holte sich oft eine blutige Nase. Am Ende waren
alle froh, dass es nicht noch schlimmer kam. Doch während die
meisten Spieler ihre Koffer packen und nur ein geringer Teil des
Kaders im Spätsommer wieder kommen wird, stehen für die
Verantwortlichen der KEV Pinguine Eishockey GmbH schwere Wochen an.
Auf rund 600 000 Euro ist das Minus der beiden letzten Spielzeiten
angewachsen, und um eine Bereinigung der Finanzen ringen die
Gesellschafter am Donnerstag auf einer eminent wichtigen
Versammlung.
Doch nicht nur die Bewältigung der Vergangenheit steht an, die
Zukunft erscheint mit sinkenden Sponsorengeldern, Zuschauereinbußen
und der Notwendigkeit, ein neues starkes Team für den Start im König
Palast im Dezember aufzustellen, unbedingt erforderlich.
Hilfestellung soll und will die Seidenweberhaus GmbH als neuer
Hausherr des König Palasts geben. Einige Aufgabengebiete, darunter
das Ticketsystem, Werbung, Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit
sollen übergeben werden. Allerdings gibt es noch Vertragsmodalitäten
zu klären, denn die Pinguine wollen sich nicht so einfach die
Bestimmung und Verantwortung über das Krefelder Eishockey aus der
Hand nehmen lassen. Am Ende der Saison feierten die 3050 Fans
gestern mit der Mannschaft den Saison-Kehraus. Dabei wurden auch
Trikots der beiden Krefelder Eishockey-Idole Ulli Jansen und des
leider vor kurzem verstorbenen Lothar Kremershof zur Erinnerung und
zum Gedenken unter dem Hallendach verewigt.
In der letzten Pressekonferenz dieser Saison hörte sich die sehr
emotionale Verabschiedung von Cheftrainer Bill Stewart schon fast
wie ein leiser Abschied an. Auf Nachfrage betonte der Kanadier, dass
er auf das ihm zugesagte Gespräch mit der Vereinsführung immer noch
warte.
SPIEL-STATISTIK
Krefeld Pinguine - Iserlohn Roosters 4:2 (1:1, 2:1, 1:0)
Pinguine: Janka - Kurtz/Kelleher, Luongo/Wright, Dück/Kunce -
Bertrand/Beaucage/Rodman, Grygiel/Yake/Selivanov, Ziesche/Lanier/Appel,
Raubal
Tore:
1:0 (2:35) Lanier (Ziesche/Kunce),
1:1 (08:41) Adams (Bartolone/Higgins),
2:1 (23:53) Lanier (Yake/Rodman),
2:2 (31:56) King (Brüggemann/Bartolone),
3:2 (39:55) Beaucage (Wright/Selivanov),
4:2 (59:27) Ziesche (Luongo/Yake)
Zuschauer: 3 050
Schiedsrichter: Müller (Schierke)
Strafminuten: Krefeld 12, Iserlohn 18
Montag - 08.03.2004
Von Walther Lenders und Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Pinguine in Mannheim unter Wert geschlagen
Das letzte Auswärtsspiel der Saison verlor der Deutsche
Eishockey-Meister bei den Adlern mit 2:5 (0:2, 1:0, 1:3). Morgen
Saisonfinale gegen Iserlohn.
Mannheim. Sonntag werden sich nach dem Spiel gegen die Iserlohn
Roosters, das um 19 Uhr beginnt und mit einer kurzen Verabschiedung
der Mannschaft endet, die Tore der Rheinlandhalle für den
Spielbetrieb bis Mitte September schließen. Für Pinguine-Trainer
Bill Stewart war es schon ein besonderes Gefühl, mit seinem Team bei
den Adlern zu spielen, wo er drei Jahre Coach war und zwei
Meisterschaften holte.
Nachdem er schon an der Bande sehr emotional gecoacht hatte und
seine Akteure immer wieder antrieb, brachen bei der Pressekonferenz
alle Dämme. Ich bin sehr erregt, stotterte der ansonsten hart
gesottene Coach und verließ mit Tränen in den Augen vorzeitig die
Pressekonferenz. Wären nicht die dummen Fehler im ersten Abschnitt
gewesen, die Pinguine hätten durchaus mithalten können.
Doch zwei Überzahltore der Adler brachten eine 2:0-Führung. Zuerst
war es Robert Hock, der auf Vorlage von Ron Kennedy das 1:0
erzielte, als es eine Bankstrafe gegen Krefeld sechs Mann auf dem
Eis gab. Dann folgte nach Strafe gegen Marc Beaucage das 2:0 durch
Tomas Martinec. Doch die dezimierten Gäste vom Niederrhein - es
fehlten Robert Müller und Rob Guillet (beide in der Schweiz) sowie
Chris Herperger und Stefan Ustorf (verletzt) - kamen trotzdem ins
Spiel zurück.
Im Mittelabschnitt war Krefeld sogar überlegen und es folgte der
Anschlusstreffer durch Marc Beaucage (22.), nachdem Eric Bertrand
die Vorarbeit geleistet hatte. Terry Yake mit Pfosten schuss (34.)
und Alexander Selivanov, der knapp scheiterte, hätten sogar den
Ausgleich erzielen müssen. Den schaffte aber Pascal Appel nach
feinem Zuspiel von Steffen Ziesche (42.). Doch die Kräfte schwanden
und auch den dritten Treffer markierten die Adler (49.) in Überzahl
durch Dave Edgerton, als gleich zwei Krefelder in der Kühlbox saßen.
Den K.o. erhielten die Pinguine dann durch das 4:2 von Jason
Podollan (52.). Das fünfte Tor der Mannheimer 23 Sekunden vor
Spielende durch Chris Joseph war nur noch Statistik. Allerdings muss
die Niederlage trotz des deutlichen Ergebnisses als unglücklich
bezeichnet werden, denn die Krefelder hatten mehr Torchancen,
kassierten drei Unterzahltore, und Markus Janka konnte trotz
ordentlicher Leistung den erfahrenen Robert Müller im Tor nicht
ersetzen.
SPIEL-STATISTIK
Adler Mannheim - Krefeld Pinguine 5:2 (2:0, 0:1, 3:1)
Pinguine: Janka - Kurtz/Kelle her, Luongo/Wright, Dück/Kunce -
Bertrand/Beaucage/Rodman, Grygiel/Yake/Selivanov, Appel/Lanier/Ziesche
Raubal.
Tore:
1:0 (12:52) Hock,
2:0 (16:55) Martinez,
2:1 (21:22) Beaucage (Bertrand/Kurtz),
2:2 (41:25) Appel (Ziesche/Dück),
3:2 (48:18) Edgerton,
4:2 (51:13) Podollan,
5:2 (59:37) Joseph
Zuschauer: 5700
Schiedsrichter: Roland Aumüller (Ottobrunn)
Strafminuten: Mannheim 6 plus je 10 Disz. für Plante und Podollan,
Krefeld 14 plus je 10 Disz.- für Wright und Yake.
Samstag- 06.03.2004
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Pressemitteilungen
2004 |
Ärger bei den Pinguinen bis zur letzten Sirene
Der Abschied von Robert Müller entzweit Trainer Bill Stewart und
seinen Agenten - denn Jaro Tuma berät auch den Torhüter.
Krefeld. Auf zum letzten Gefecht: Die Krefeld Pinguine, Deutscher
Meister 2003, werden am Sonntag Abschied von einer Saison nehmen,
die wenig Erfreuliches, dafür umso mehr Ärger und Kosten gebracht
hat. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Ohne Play-off, zum Glück
aber auch ohne Play-down, könnten die Pinguine die beiden letzten
Spiele am Freitag in Mannheim (19.30 Uhr) und Sonntag gegen Iserlohn
Roosters (19 Uhr) locker abspulen. "Just for fun" sozusagen. Doch da
spielt Trainer Bill Stewart nicht mit, der in den letzten Tagen
schon genug Kröten schlucken musste.
Zuerst ließ ihn sein Team in Köln mit einer miserablen Leistung beim
1:4 im Stich. Dann wurde Robert Müller nach Basel ausgeliehen ohne
Stewart davon vorher in Kenntnis zu setzen. Pikanterie: Müllers
Berater ist zugleich auch Stewarts Manager. Der trennte sich
daraufhin von seinem bisherigen Agenten Jaro Tuma, weil dieser ihn
nicht informiert hatte.
Zu guter Letzt hatte Stewart auf ein Gespräch mit dem Aufsichtsrat
gehofft, das bis gestern Mittag nicht stattgefunden hatte.
Doch Stewart, der im zehnten Jahr seiner Trainer-Tätigkeit erstmals
auf eine Play-off-Teilnahme verzichten muss, ist ein erfahrener
Coach, der die Zügel auch in solchen Situationen nicht schleifen
lässt. "Ich will gewinnen, und das nicht nur, weil ich vor Krefeld
in Mannheim war, sondern weil ich immer gewinnen will."
Zum Show-down am Sonntag gegen Iserlohn meinte er: "Die Fans haben
ein Recht darauf, engagiertes Eishockey zu sehen. Das verlange ich
von meiner Mannschaft."
Dabei kann Stewart, der am 24. Januar sein Amt an der Bande der
Pinguine angetreten hatte, trotz aller Misslichkeiten auf eine gute
Bilanz blicken. In elf Spielen hat er von 33 möglichen immerhin 19
Punkte gewonnen. Hoch gerechnet auf die Saison wären dies rund 90
Punkte und ein sicherer Play-off-Platz.
Am Freitag in Mannheim fehlt neben Torhüter Robert Müller und
Stürmer Robert Guillet (beide in der Schweiz) auch Stefan Ustorf mit
einer Fußprellung. Der ehemalige Adler-Kapitän, während der Saison
in Mannheim ausgebootet, hätte gerne gegen seinen früheren Klub
gespielt. Chris Herperger hingegen kann nach überstandener
Magen-Darm-Grippe wieder auflaufen.
Am Sonntag nach dem Spiel gegen Iserlohn (19 Uhr) verabschiedet sich
das Team von den Fans. Danach werden die Trikots der beiden
Eishockey-Idole Ulli Jansen und des verstorbenen Lothar Kremershof
einen Ehrenplatz unterm Hallendach neben dem Karel Lang-Trikot
erhalten.
Freitag - 5.3.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Basel leiht deutschen Nationalkeeper Müller aus
Krefeld (dpa) - Der deutsche Meister Krefeld Pinguine hat
Auswahltorhüter Robert Müller für drei bevorstehende
Relegations-Spiele in der schweizer Liga A an den EHC Basel
ausgeliehen.
Müller soll die Baseler in den Spielen gegen Lausanne, Rapperswil
und Kloten vor dem Abstieg bewahren. Sollte nach diesen drei Spielen
Basel noch realistische Chancen haben, sich den Ligaerhalt zu
sichern, kann das Engagement von Spiel zu Spiel verlängert werden.
Krefeld hatte schon zwei Spieltage vor Abschluss der DEL-Runde den
Einzug in die Playoffs verpasst, so dass in den bedeutungslosen
letzten Partien Ersatztorhüter Markus Janka das Krefelder Tor hütet.
Artikel vom 03.03.04 18:44
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Pressemitteilungen
2004 |
Stärkere Verzahnung mit Pinguinen?
Für die Youngsters des KEV 81 beginnt der Spaß am Eishockey
Play-off-Zeit am Samstag (20 Uhr) und Sonntag (12 Uhr) mit den
Heimspielen gegen die Kölner Jung Haie.
Krefeld. Schaffen die Youngsters des KEV 81 gegen die Kölner Jung
Haie das Halbfinale, steigt am kommenden Dienstag das erste Finale
in der Rheinlandhalle. "Ich hoffe, dass wir eine tolle Unterstützung
durch die Fans haben", sagte KEV-Vorstandsmitglied Heinz Joosten,
der zuversichtlich ist, dass das Team von Peter Ihnacak das Finale
erreichen kann.
Eine stärkere Verzahnung mit den Pinguinen wünscht sich der KEV und
hat dafür ein Positionspapier ausgearbeitet. Ein Eckpunkt ist die
Überlegung, dass der Trainer des DNL-Teams auch Co-Trainer bei den
Pinguinen ist.
Dazu soll eine Fördergruppe mit rund zwölf Spielern eingerichtet
werden Talente fürs Profi-Team. Das mit Grygiel und Ehrhoff in den
letzten zehn Jahren nur zwei Eigengewächse den Sprung ins Profiteam
geschafft hätten, sei eine nicht zufrieden stellende Bilanz, meinte
Joosten.
Es gelte den Wettbewerbsvorteil, den Krefeld mit der bundesweit
anerkannten Jugendarbeit und seinen Trainern (Vasiljevs, Ihnacak,
Lang) gegenüber anderen DEL-Klubs hat, zu optimieren. Mit
bescheidenen finanziellen Mitteln (200 000 Euro) mischt der KEV im
Konzert der Großen kräftig mit.
Das zeigt ein Blick in die DNL-Scorer-Liste: Fünf KEV-er stehen auf
den ersten sechs Plätzen: 1. Philip Gogulla (77 P.), 2. Nils
Liesegang (70), 4. Philip Louven (66), 5. Martin Schymainski (64),
6. Daniel Pietta (63). Allein der Mannheimer Gawlik (69) mogelte
sich auf Platz drei.
Mittwoch - 3.3.2004
Krefeld Pinguine
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2004 |
Treffer von Beaucage reichte
Die Pinguine siegte gestern Abend mit 1:0 im Rhein-Derby gegen die
DEG Metro Stars.
Krefeld. Krefeld gegen Düsseldorf jahrelang ein Kassenmagnet mit
sportlich hohem Stellenwert. Doch gestern war das anders in der
Rheinlandhalle. Nur 3x0f069 Zuschauer wollten das Rheinderby sehen.
Der Grund: Für beide Teams war sechs Tage vor dem Ende der
Doppelrunde die Luft raus. Die DEG Metro Stars haben die Play-off
seit Sonntag sicher, die Krefelder haben die Chance zur
Titelverteidigung längst versäumt. Und so fehlte dem Derby Brisanz
und Glanz.
Die Krefelder mussten, wie gestern berichtet, auf Top-Torjäger
Robert Guillet verzichten. Der mit 24 Treffern beste Torjäger der
Pinguine hatte kurzfristig beim Schweizer Erstligisten HC Davos für
die Play-off angeheuert. Guillet kann heute bereits in Davos
spielen.
Auf ein ähnliches Engagement hatte auch Torhüter Robert Müller in
Basel gehofft. Doch in der schweizerischen Rheinstadt zog man das
Angebot für Müller zurück, weil die Saison dort praktisch gelaufen
ist. Jetzt hofft der Nationaltorhüter, das er sich beim EV Landshut
für die Ende April beginnende Weltmeisterschaft fit halten kann.
Die Geduld der Eishockey-Fans wird in Krefeld in dieser Saison
reichlich strapaziert. Was die Zuschauer nach der äußerst schwachen
Leistung vom Sonntag in Köln gestern zu sehen bekamen, war nicht
gerade attraktives Eishockey. Das lag aber nicht nur an den
Krefeldern, sondern auch an den hauptsächlich auf Schonung bedachten
Landeshauptstädtern. Das torlose erste Drittel war noch mit
kämpferischen Elementen gespickt, danach wurde ein Gang
zurückgeschaltet. Die Führung für die Pinguine erzielte Mark
Beaucage (27.) bei Überzahl nach gutem Zuspiel von Chris Kelleher.
Wenig später hätte die Krefelder den Vorsprung erhöhen müssen, als
sie eine 5:3-Überzahl hatten. Doch das Zuspiel blieb stümperhaft und
die DEG überstand auch weitere Unterzahlspiele, weil die Pinguine
viel zu überhastet und unkonzentriert abschlossen.
Im Schlussabschnitt wurde es aufgrund des knappen Ergebnisses
spannend, die Zuschauer mögen bei vielen Torraumszenen auf ihre
Kosten gekommen sein. Am Ende blieb es beim 1:0-Sieg der Pinguine,
die nun noch die Chance haben, mit den Spielen in Mannheim (Freitag)
und gegen Iserlohn (Sonntag) zum Abschluss der Doppelrunde auf Platz
zehn vorzurücken. Bester Krefelder war einmal mehr Robert Müller.
Pinguine-Trainer Bill Stewart meinte: Im ersten Drittel haben wir
gut geschlafen. Nachher haben wir besser gekämpft. Mit einem Blick
auf die Begegnung bei seinem Ex-Klub, sagte er: Mein großes Spiel
kommt am Freitag in Mannheim.
Statistik
Krefeld Pinguine - DEG Metro Stars 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)
Pinguine: Müller Kurtz/Kelle her, Luongo/Wright, Dück/Kunce
Bertrand/Beaucage/Rod man, Grygiel/Yake/Selivanov, Ziesche/Ustorf/Appel,
Lanier, Raubal
Tore: 1:0 (26:34) Beaucage (Kelleher/Bertrand)
Zuschauer: 3069
Schiedsrichter: Chvatal (Waldkraiburg)
Strafminuten: Krefeld 14, Düsseldorf 16
Walther Lenders
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2004 |
Vorfreude und Frustbewältigung
Der Eishockey in Düsseldorf und Krefeld hatte diesmal völlig
unterschiedliche Vorzeichen. Die Metro Stars fiebern Play-offs
entgegen, die Pinguine hoffen nur auf die neue Saison.
Düsseldorf/Krefeld. Frustbewältigung bei den Krefeld Pinguinen und
pure Vorfreude bei den DEG Metro Stars. Unterschiedlicher kann die
Stimmungslage der rheinischen Rivalen drei Spieltage vor dem Ende
der Vorrunde in der Deutschen Eishockey Liga und vor dem heutigen
Duell nicht sein. Als Deutscher Meister legte Krefeld eine
Katastrophensaison hin, die schlechter kaum sein konnte, die
Play-downs wurden nur knapp vermieden.
Düsseldorf erreichte nach langer Durststrecke zum Ende der 90er
Jahre nun zum zweiten Mal nach der Rückkehr ins Eishockey-Oberhaus
vor vier Jahren die Play-offs.
"Das war das erklärte Ziel für diese Saison. Die Mannschaft hat
gezeigt, dass sie da hin gehört. Aber Vorrundensiege wie gegen ein
Topteam aus Berlin sind nur Momentaufnahmen. In den Play-offs geht
es von Neuem los", sagt Michael Komma, der bei den Metro Stars als
Trainer und Manager doppelt gefordert ist. Seit Oktober 2001 steht
Komma als hauptverantwortlicher Trainer bei dem Traditionsklub an
der Bande und ist dienstältester Coach in der DEL.
Der 39-jährige Bad Tölzer gilt in der Liga als Eigenbrötler und
macht auch vor ungewöhnlichen Entscheidungen nicht halt. Eine seiner
Maxime ist, dass die Mannschaft für die künftige Saison spätestens
im Winter stehen muss. Anders lief es diesmal auch nicht: 18
Spielerverträge bei den Metro Stars sind für die Spielzeit 2004/2005
fix. Michael Komma geriet zwischenzeitlich in die Diskussion, als
Düsseldorf auf Rang neun abgerutscht war und die Play-off-Teilnahme
auf der Kippe stand.
"Ich habe die Mannschaft gekauft und bin dafür verantwortlich",
sagte der Coach damals, aber auch: "Ich habe Vertrauen in das Team.
Und das wurde gerechtfertigt. In einem sehr wichtigen Spiel hat die
Mannschaft ihr Potenzial abgerufen und Berlin geschlagen. Da kann
man nur stolz sein", so Komma. Gegner im Play-off-Viertelfinale
werden sehr wahrscheinlich auch wieder die Eisbären Berlin als
Klassenprimus sein und dem haben die Düsseldorfer schon vorab einen
heißen Tanz angekündigt.
Mehr ein bemühter, denn ein heißer Tanz dürfte das heutige
niederrheinische Duell in Krefeld werden. Denn nur eine
Straßenbahnfahrt weiter westlich ist alles ganz anders. Fragezeichen
statt Ausrufezeichen. Zwar zählt man auch in Krefeld die letzten
Spiele bis zum Vorrunden-Ende, aber nur, um endlich die
frustrierende Pleitensaison der Pinguine abhaken zu können. Ganz
anders auch die Konstellationen in Sachen Trainer und Spieler.
Nur sechs Akteure haben einen Vertrag für die nächste Spielzeit, und
derzeit ist völlig unklar, wer denn eigentlich die Mannschaft für
die Wiedergutmachungs-Saison zusammenstellen wird. Auch wer sie
führen soll, steht in den Sternen. Trainer Bill Stewarts
33-Tage-Kontrakt endet nächste Woche. Die Mission Klassenerhalt ist
ihm geglückt.
Aber ob der exzentrische Kanadier seinen unverhohlenen Machtanspruch
- "es kann nur einen geben, der im Sport entscheidet, und das bin
ich!" - bei der eher biederen Führungsetage der Pinguine durchsetzen
kann? Seinen unbedingten Willen zum Erfolg dokumentiert Stewart, der
in Nordamerika schon einmal einen ukrainischen Verteidiger im
Bus-Kofferraum an der amerikanischen Einwanderungsbehörde vorbei zum
Spiel einschmuggelte, in jedem Statement überaus deutlich.
Unklar ist auch, mit welcher Strategie, welcher Konzeption und
welchem Etat der Klub in die Spielzeit gehen will, die auch den
Wechsel in den 8000 Zuschauer fassenden neuen König Palast bringt.
Nicht dementiert werden 600 000 Euro Verluste aus dem Meisterrunde
dem jetzigen Pleitejahr. Sparen wäre jetzt angesagt, aber da legt
Trainer Stewart schon einmal den Finger in die nächste Wunde: "Eine
neue schönere Halle bekommt man nicht mit schlechterem Sport voll."
Dienstag - 2.3.2004
Von Rainer Wallasch und Thomas Klein
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2004 |
Stewart und das Dilemma
Nach der blamablen Vorstellung im Derby bei den Haien, folgt am
heutigen Dienstag das nächste "Nachbarschaftsspiel" gegen die DEG
Metro Stars - die sind in den Play-off, die Pinguine vor dem
Feierabend.
Krefeld. Mehr und mehr verlagert sich das Geschehen bei den
Pinguinen in die "oberen Regionen". Zum einen bei den Spielern. "Mit
noch drei Saisonspielen ist so eine Partie wie in Köln ein
Kopfproblem", ärgert sich Trainer Bill Stewart noch immer. Er sei "angep
. . . t, aber dies positiv", versucht der Kanadier trainertypisch
die Kurve zu kriegen. Aber mit der Beschreibung des "Hobbyspieles"
in Köln hat Stewart die Marschroute für das Niederrhein-Derby heute
gegen die DEG Metro Stars (20 Uhr) in der Rheinlandhalle vorgegeben.
"Wir müssen mit der richtigen Einstellung auflaufen, nicht nur
anwesend sein. Gerade jetzt können die Spieler zeigen, ob sie
Charakter haben, oder nur ohne Anstrengung die letzte Woche über die
Bühne bringen wollen." Und dann kommt der Nachdruck zum Appell. "Bei
mir wird es keine Spieler ohne Charakter geben, wenn ich nächstes
Jahr hier Trainer sein sollte." Wie wirkungsvoll dieser Nachdruck
sein kann, daran wird ebenfalls in den "oberen Etagen" der Pinguine
gerungen.
Stewart macht seit Wochen deutlich, dass er gerne bleiben möchte.
Hängt indes sofort ein großes "aber" daran. "Nur wenn klare
Absprachen und Konzepte von allen befolgt werden." Bei den Pinguinen
stehe eine "komplette Neudefinition der Aufgaben und Verantwortungen
an sowohl im Sport als auch in der Organisation." Und Stewart lässt
keinen Zweifel daran, dass in Sachen Sport nur einer dann das sagen
hätte: Bill Stewart. Dafür signalisiert er in Sachen Vertragsdauer
durchaus Verständnis für die "Abfindungsvertrags-Meister" (vier
Trainer in zwei Jahren) aus der Teppich-Etage der Pinguine. Er
wolle, wie in Mannheim, immer nur Jahresverträge diesmal indes mit
einer Option auf seiner Seite. Was irgendwie aber auch nach
Zwei-Jahresvertrag klingt.
Wie gut Stewarts Karten wirklich sind? Schwer zu sagen, denn mit der
kritiklosen "Machtübergabe" an einen fordernden Trainer hat die GmbH
in Goring-Zeiten böse Schiffbruch erlitten. Aber kann man
andererseits das Risiko eingehen, und erneut das Sprichwort von den
vielen (Amateur)Köchen zu bestätigen suchen? Stewart demonstriert
unübersehbar die selbstbewusste Stärke des Fachmannes.
Das kann er ungestört tun, denn er sucht als einziger der
Pinguin-Oberen den Weg in die Öffentlichkeit. Und so ist auch seine
Sicht der Dinge für die kommende Spielzeit die einzige, die greifbar
und nachvollziehbar ist. Daher ist es auch Stewart, der verkünden
kann, dass Torhüter Robert Müller nicht für die letzten drei Spiele
nach Lugano wechseln wird. Im Augenblick hat Stewart schon teilweise
seine Wunschkonstellation.
Dienstag - 02.03.2004
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Schlechteste Leistung unter Stewarts Regie
Die Krefeld Pinguine spielten "wie ein Hobby-Team" und gingen am
Sonntag gegen die Kölner Haie mit 1:4 unter.
Köln. "Wir haben heute gespielt wie eine Hobbytruppe", tadelte
Trainer Bill Stewart seine Mannschaft. "Kein Kampf, kein Herz, so
darf man nicht spielen, auch wenn man außerhalb der Play-off ist",
sagte der Pinguine-Trainer nach der blamablen Vorstellung bei der
1:4 (1:1, 0:2, 0:1)-Niederlage gegen die Kölner Haie. "Es war die
schlechteste Leistung unter meiner Führung." Das wollte der
siegreiche Kollege der Domstädter, Hans Zach, nicht auf sich sitzen
lassen. Er sprach von einer kämpferisch herausragenden Leistung
seines dezimierten Teams.
"Uns fehlten zu Beginn sieben Stammspieler. Nach dem ersten Drittel
musste wir auch auf Torjäger Dave McLlwain verzichten."
Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. Die 16 370 Zuschauer
in der KölnArena sahen einen aufopferungsvollen Kampf des kleinen
Haie-Aufgebots und eine miserable Vorstellung der Pinguine. Shayne
Wright, Chris Luongo, Terry Yake aber auch Marc Beaucage und Robert
Guillet waren gestern nicht einen Pfifferling wert. Alle Versuche
der Krefelder, den Haien Paroli zu bieten, scheiterten, weil sich
kein Pinguin quälen wollte. Den Klassenerhalt vom Freitag hatten
einige wohl zu ausgiebig gefeiert.
Das Debakel in Köln begann bereits in der ersten Minute, als Marc
Beaucage bei einem Angriff der Kölner im Mittelabschnitt stehen
blieb, Andreas Morczinetz auf Jean-Yves Roy spielte, und dieser
Robert Müller keine Chance ließ. In Überzahl konnte Alexander
Selivanov auf Vorlage von Terry Yake ausgleichen, aber danach wurde
das Angriffsspiel der Pinguine immer durchschaubarer.
Mit den drei weiteren Toren der Kölner Haie waren die Krefelder noch
gut bedient. Bezeichnend, dass Guillet und Beaucage bei
Pinguine-Überzahl mit unnötigen Stürmerfouls alle Vorteile aus der
Hand gaben.
Wie man es macht, zeigte Andreas Morczinetz mit dem 2:1 (24.). Der
24-jährige Stürmer der Haie will Köln offensichtlich verlassen, und
zeigt Interesse an einem Wechsel nach Krefeld. Zum Schluss ließ sich
auch der bis dahin noch gute Robert Müller im Tor anstecken und
verhalf den Kölnern nach dem 3:1 durch Jeff Dessner zum vierten Tor
(58.).
Statistik
Kölner Haie - Krefeld Pinguine: 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
Pinguine: Müller Kurtz/Kelleher, Luongo/Wright, Dück/Kunce, Raubal
Guillet/Beaucage/Bertrand Yake/Herperger/Selivanov, Grygiel/Ustorf/Rodman,
Appel/Lanier/Ziesche
Tore:
1:0 (0:41) Roy (Morczinietz/McLlwain),
1:1 (17:08) Selivanov (Yake/Ustorf),
2:1 (27:37) Morczinietz (Adduono),
3:1 (37:26) Dessner (Furchner/Pasco),
4:1 (57:34) Lewandowski (Blank/Schlegel)
Zuschauer: 16 370
Schiedsrichter: Bertolotti (Schweiz)
Strafminuten: Köln 18, Krefeld 16
Montag - 1.3.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Schnee-Chaos - aber Pinguine gerettet
Kassel Huskies steckten im Stau: Anpfiff in der Rheinlandhalle am
Freitag erst um 21.10 Uhr. Der KEV ist nach 5:2-Sieg am Ziel.
Krefeld. 19 Uhr am Freitag Abend in der Rheinlandhalle: Als hätte
Wilfrid Fabel nur darauf gewartet. Gerade hatte der
Generalbevollmächtigte der Krefeld Pinguine rund 100 Jungunternehmer
aus Krefeld begrüßt, da verbreitete sich an der Westparkstraße mit
Windeseile die Nachricht, dass der Bus mit dem Tross der Kassel
Huskies im Stau steckt. Für den begeisterten Tischtennisspieler
Fabel die Gelegenheit, sich aus dem Staub zu machen, um die
Mannschaft von Rheintreu Bockum III das ist sein Team in einem
Spitzenspiel der 1. Kreisklasse gegen Schiefbahn zu unterstützen.
Fabel spielt an vier.
Also: Ab nach Bockum, raus aus den feinen Klamatten, rein ins
Tischtennis-Dress, zwei Spiele gewonnen und pünktlich zum Anpfiff
wieder an Ort und Stelle. "7:0 ist es ausgegangen. Wir haben die
Spitze verteidigt und sind auf dem Weg in die Kreisliga. Ich fühle
mich prima, von mir aus kann es los gehen", sprach Fabel, trank ein
Pils, und als um 21.09 die Begegnung angepfiffen wurde, saß der gute
Mann schon wieder auf seinem Stammplatz.
Alles schon mal da gewesen? Ja. 1998 war es, als ein Spiel des KEV
gegen Nürnberg mit großer Verspätung begann. KEV-Geschäftsführer
Wolfgang Schäfer erinnert sich: " Ich glaube, es ging auf
Mitternacht zu, als alles vorbei war." Schäfer war froh, dass
gestern im Prinzip nicht mehr viel auf dem Spiel stand, so dass auch
die Zuschauer die 70-minütige Verzögerung mit großer Gelassenheit in
Kauf nahmen. DEL-Spielleiter und Geschäftsführer Gernot Tripcke
hatte telefonisch angeordnet, dass spätestens um 21.30 angepfiffen
werden müsse.
Ansonsten sei eine Spielverlegung unumgänglich. Der DEL-Mann wartete
auf dem Flughafen in München selbst auf eine Maschine nach
Düsseldorf. Ansonsten bleibt es ein Geheimnis, warum die Kasseler
trotz der Unbilden des Wetters und der chaotischen
Straßenverhältnisse so spät in Richtung Niederrhein aufbrachen. Die
Pinguine spielten zwar unter Protest, aber all das spielte im
Verlauf des Abends keine große Rolle mehr.
Denn um 21.40 Uhr stand am Freitag definitiv fest: Der Deutsche
Eishockey-Meister ist auch in der neuen Saison erstklassig. Denn
Hannover unterlag den Iserlohn Roosters und hat auch theoretisch
keine Chance mehr, die Pinguine abzufangen.
Die Krefelder beherrschten gestern über weite Strecken des ersten
Akts den Gegner und gingen durch ein Tor von Selivanov in Führung
(9.). Kurz vor dem Ende der ersten 20 Minuten fiel der überraschende
Ausgleich für die Gäste. Zu einem Zeitpunkt, als es eher nach einem
2:0 aussah. Nach drei Minuten und sechs Sekunden im zweiten Drittel
sorgte Daniel Kunce für das 2:1 der Gastgeber, die im drittletzten
Heimspiel nur noch 2 280 Zuschauer sehen wollten. "Zu wenig", wie
Wilfrid Fabel sagt, "um in der neuen Saison die ganz großen
finanziellen Sprünge zu machen." Noch einmal glich der Gast zum 2:2
aus. Nur Strohfeuer.
Denn das dritte Drittel stand ganz im Zeichen von Robert Guillet,
der mit seinen Saisontreffern 22, 23 und 24 die Weichen auf Sieg
stellte 5:2. Geschafft!
Statistik
Krefeld Pinguine - Kassel Huskies 5:2 (1:1, 1:1, 3:0)
Pinguine: Müller Kurtz/Kelleher, Luongo/Wright, Dück/Kunce, Raubal
Guillet/Beaucage/ Yake/Herperger/Selivanov, Grygiel/Ustorf/Rodman,
Appel/Lanier/Ziesche
Tore:
1:0 (8:19) Selivanov (Kurtz),
1:1 (18:55) Loth,
2:1 (23:06) Kunce (Yake/Herperger),
2:2 (33:35) Peterson,
3:2 (44:24) Guillet (Wright/Beaucage),
4:2 (46:35) Guillet,
5:2 (59:38), Guillet (Beaucage).
Zuschauer: 2 280
Schiedsrichter: Dahle (Berlin)
Strafminuten: KEV 18 /Kassel 14
Von Jochen Schmitz und Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Sieg bedeutet endgültige Rettung
Pinguine wollen heute gegen die Huskies aus Kassel alles klar
machen. Hält sich Robert Müller im Vorfeld der WM in der Schweiz
fit?
Krefeld. In Play-off-Manier sollen sich die Krefeld Pinguine aus der
misslichen Saison verabschieden. Das ist der Wunsch von Trainer Bill
Stewart, und das können die Mannen um Torhüter-Ass Robert Müller
noch in drei Heimspielen beweisen. Heute gegen die Huskies aus
Kassel (20 Uhr) sind noch einmal alle gefordert, denn den Pinguinen
genügt vielleicht schon ein winziges Pünktchen, um ganz sicher die
Play-downs gegen Freiburg zu vermeiden. Bei einem Sieg auch Penalty
aber ist definitiv alles klar. Zehn Punkte Vorsprung und ein
erheblich besseres Torverhältnis haben die Krefelder vor dem
Vorletzten Hannover.
Coach Bill Stewart hat seine Pinguine noch einmal in die Pflicht
genommen, was am letzten Wochenende bei zwei Niederlagen versäumt
wurde. Hannover trifft heute Abend übrigens auf Iserlohn. Personell
gibt es nur eine geringfügige Änderung. Weil Eric Bertrand aus
familiären Gründen voraussichtlich nicht dabei ist, sollen Steffen
Ziesche, Marcel Rodmann oder Adrian Grygiel abwechselnd zu Marc
Beaucage und Robert Guillet in die "French Connection" wechseln,
bleiben aber auch in ihrer Stammreihe. Damit muss Stewart seine
Blöcke mit drei Abwehrpärchen und vier Sturmreihen nicht umstellen.
Der Coach hat weiterhin den Ehrgeiz, den "Schlittenhunden" bei der
Endabrechnung den zehnten Tabellenplatz abzujagen. Dazu wäre ein
Sieg heute Voraussetzung.
Während die Saison für die Pinguine am 7. März mit der Partie gegen
Iserlohn enden wird, ist für National-Torhüter Robert Müller noch
längst nicht Schluss. Er muss sich für die am 24. April in
Tschechien beginnende Weltmeisterschaft fit halten. Eine Möglichkeit
wäre, als ausländischer Gastspieler in der Schweiz bei der
Play-off-Runde tätig zu werden. "Es liegen Anfragen vor, aber es
gibt noch keine konkrete Zusage. Auf jeden Fall wäre es für mich
schon ein Anreiz und eine Ehre, dort im Wettkampf Spielpraxis zu
behalten", nähme der "Sportler des Jahres" von Krefeld ein Angebot
sofort an. Neben Müller wird voraussichtlich auch Daniel Kunce von
Bundestrainer Hans Zach eingeladen.
Freitag - 27.02.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Bill Stewart: Die Uhr tickt
Der amtierende Trainer lässt keinen Zweifel an seiner Irritation.
Mit ihm habe noch niemand über personelle Dinge der kommenden
Spielzeit gesprochen.
Krefeld. Nein, über Personen wolle er sich nicht äußern, aber
dennoch lässt der amtierende Pinguine-Trainer Bill Stewart keinen
Zweifel an seiner Irritation. Mit ihm habe noch niemand über
personelle Dinge der kommenden Spielzeit oder Kaderzusammensetzung
gesprochen, sagt Stewart, "aber es sei allerhöchste Zeit, denn die
Saison endet in ein paar Tagen. Die Uhr tickt."
Das sei aber generell gemeint, bemüht sich der Kanadier um
"politische Korrektheit". Und nur generell sei auch zu verstehen,
dass man doch erst ein Fundament, sprich eine sportliche Planung
bräuchte, bevor man auf Spielersuche ginge. Um dann aber wieder den
Finger in die Wunde zu legen: "Wenn man vier Trainer in zwei Jahren
hat, dann ist das verdammt teuer und ein nicht sehr gerader Weg."
Allgemeinplätze? Es könnte so klingen, doch beobachtet man das
Geschehen genauer, dann ist Stewarts Forderung nach "nur einer
einzigen Hand am Lenkrad" hochaktuell bei den Pinguinen.
Stewarts tiefsinnige Gedanken ("Wenn mehrere steuern, fährt der
Karren in den Graben") werde auch durch Branchengeflüster gestützt.
Am Rande des Spiels Köln gegen Kassel habe er gehört, dass sich bei
einem interessanten Spieler gleich drei Pinguinevertreter unabhängig
voneinander gemeldet hätten. Unfairerweise wird leider solches
Engagement in der Branche als unprofessionell angesehen. Aber dies
sei nur generell zu verstehen. Genauso wie die Tatsache, dass es
einige gute Spieler im Team gäbe, die gerne blieben, aber eben
nicht, "wenn Bill bleibt".
Über Letzteres soll sein Berater am Montag mit Aufsichtsrats-Chef
Wolfgang Schulz sprechen. Bleibt zu hoffen, dass bis dahin nicht
einige andere schon "goldene Wasserhähne" gekauft haben.
Freitag - 27.02.2004
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Pressemitteilungen
2004 |
Aus für die "French-Connection"
Die Sturmreihe der Pinguine mit den Franko-Kanadiern Bertrand,
Beaucage und Guillet hat keine Zukunft in Krefeld.
Krefeld. Nach den beiden Niederlagen gegen Augsburg (4:5) und in
Berlin (1:3) brauchen die Pinguine selbst Aschermittwoch nicht
traurig sein denn den Klassenerhalt haben sie praktisch geschafft.
Der bittere Weg in die Relegation gegen Freiburg wird ihnen bei zehn
Punkten Vorsprung gegenüber Konkurrent Hannover erspart bleiben. Mit
einem Sieg am Freitag gegen den Tabellenzehnten Kassel hofft Trainer
Bill Stewart letzte theoretische Zweifel auszuräumen.
Gleichwohl ziehen dunkle Wolken auf. Als Pinguine-Geschäftsführer
Wolfgang Schäfer vor einem Jahr im Meisterrausch anmerkte: "Der
Titel kommt ein Jahr zu früh", konnte kaum einer ahnen, mit welchen
Schwierigkeiten die Pinguine elf Monate später zu kämpfen haben.
Das schlechte Abschneiden bisher, und der Umstand bereits den
dritten Trainer in dieser Saison unter Vertrag zu haben, spiegelt
nicht einmal die größten Sorgen wider. Neben der sportlichen Misere
sind auch die Finanzen in eine Schieflage geraten.
Die KEV Pinguine Eishockey GmbH steht deshalb im zehnten Jahr ihres
Bestehens vor den schwersten Entscheidungen. Durch den Minus-Vortrag
aus der letzten Saison und dem Verlust der laufenden Spielzeit droht
das Loch in der Kasse auf rund 600 000 Euro anzuwachsen. Auf der
nächsten Gesellschafter-Sitzung am 11. März wird daher auch über die
Zukunft des Krefelder Eishockeys entschieden.
Und auch darüber, wie die kommende Mannschaft aussehen soll, mit der
die Pinguine in den König Palast umziehen und auf besseren Zeiten
setzen. Sieben Spieler aus dem aktuellen Kader haben einen Vertrag
über die Saison hinaus: Torhüter Robert Müller, die Abwehrspieler
Shayne Wright, Justin Kurtz und Paul Dyck und Daniel Kunce sowie die
Stürmer Adrian Grygiel und Chris Herperger.
Die Verhandlungen mit Alexander Selivanov und Jonas Lanier sind so
weit gediehen, dass ihr Bleiben positiv entschieden ist. Selbst wenn
die deutschen Spieler Kapitän Steffen Ziesche, Andreas Raubal und
Alexander Dück verlängern würden, müssten die Pinguine rund zehn
neue Akteure verpflichten.
Sicher ist, das die "French-Connection" keine Zukunft bei den
Pinguinen hat. Allein Center Marc Beaucage kann sich Hoffnung
machen, nicht durchs Rost zu fallen. Gehen müssen neben Eric
Bertrand, Robert Guillet auch Terry Yake, Chris Luongo, Marcel
Rodman und Pascal Appel. Spekulationen, ehemalige Meisterspieler, ob
Dan Lambert, Brad Purdie oder gar Christoph Brandner, kämen an die
leeren Futtertöpfe der Pinguine zurück, werden sich kaum realisieren
lassen.
Und da steht noch die Frage nach dem neuen Trainer im Raum. Bill
Stewart ist zu teuer. Kanadische Trainer stehen eigentlich nicht auf
der Wunschliste der Pinguine auch wenn der Coach der am Freitag in
Krefeld gastierenden Kassel Huskies, Mike McParland (45), hinter
vorgehaltener Hand genannt wird.
Mittwoch - 25.02.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Eisbären ließen nur Ehrentreffer zu
Die Pinguine brachten sich durch individuelle Fehler bei den
Eisbären Berlin auf die Verliererstraße beim 1:3. Somit gab es keine
Punkte am Wochenende.
Berlin. Zwei Schritte vorwärts und zwei Schritte zurück. Nach einer
Karnevals-Nullnummer watscheln die Pinguine weiter durch die
Abstiegszone und vergaben durch eine völlig verdiente 1:3 (0:1, 0:2,
1:0)-Niederlage bei den Berliner Eisbären die Chance, sich vorzeitig
aus dem Überlebenskampf in der DEL zu befreien. Und nun musste auch
Bill Stewart die Dinge mit ansehen, die schon die beiden ersten
Trainer an der Bande zur Verzweiflung und um den Job brachten.
Am Freitag bei der Heimschlappe gegen Augsburg war es Verteidiger
Justin Kurtz, dessen dummes Foul in den Schluss-Sekunden die Vorlage
für Augsburgs Siegtreffer war. Gestern Verteidiger-Kollege Chris
Kelleher, dem nicht nur ein "feindlicher Assist gelang" sondern auch
das, was man gemeinhin einen "Big Point" nennt, wenn man ihn denn
selber erzielt. Nach fünf Minuten war er unbedrängt hinter dem
eigenen Tor und spielte einen Musterpass vier Meter vor den eigenen
Kasten auf Berlins Sven Felski, der artig Danke sagte und
vollendete.
Doch zunächst wehrten sich die Pinguine. Justin Kurtz (12.) und
Alexander Selivanov (16.) ließen jedoch die guten Chancen zum nicht
unverdienten Ausglich aus, denn Rich Parent im Berliner Tor hatte
einen ganz starken Tag erwischt. Nach der ersten Pause dürfte dann
Trainer Stewart sein schütteres Haar raufen. Terry Yake leistete
sich in der Mittelzone ein an sich schon überflüssiges Foul, das er
clevererweise aber noch genau vor den Augen des Schiedsrichters
platzierte.
Die Strafzeit nutzen die Berliner im Stil einer Klassemannschaft.
Kühl und klar kombinierten sie, bis Nachwuchsverteidiger Antons zum
2:0 (23.) einschießen konnte. Ironischerweise war es erneut Terry
Yake, der mit seiner Strafzeit Nummer drei die besten
Pinguine-Chancen einleitete. Denn als er auf der Strafbank saß,
scheiterten Adrian Grygiel und Eric Bertrand bei Breaks nur knapp
(26.) Doch dann war der Krefelder Kampfgeist gebrochen. Walkers 3:0
(37.) war die statistische Dokumentation des Geschehens auf dem Eis.
Den Ehrentreffer durfte dann Verteidiger Shayne Wright bei Überzahl
von der blauen Linie markieren (42.). Bezeichnend das Resümee von
Bill Stewart: "Ich habe ein gutes Spiel mit der Scheibe gesehen."
Was man eher als Anleihe aus der Sprache von Arbeitszeugnissen
verstehen sollte, nach dem Motto "Aber ohne Scheibe . . ." Und
Stewart zum Zweiten: "Wir waren gut in der Mittelzone." Meinend:
"Aber vor den beiden Toren . . ."
STATISTIK
Eisbären Berlin - Krefeld Pinguine 3:1 (1:0, 2:0, 0:1)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Luongo/Wright, Dück/Kunce, Raubal
- Guillet/Beaucage/Bertrand, Yake/Herperger/Selivanov, Grygiel/Ustrof/Rodman,
Appel/LanierZiesche
Tore:
1:0 (4:40) Felski,
2:0 (22:21) Antons (DuPont/Keller),
3:0 (36:07) Walker (Persson/Shearer),
3:1 (41:13) Wright
Zuschauer: 4 500
Schiedsrichter: Aumüller (Planegg)
Strafminuten: Berlin 12, Krefeld 10 + 10 Disziplinarstrafe für
Luongo
Montag - 23.02.2004
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Pressemitteilungen
2004 |
Eisbären steuern Pole-Position an
Berlin (dpa) - Die Eisbären Berlin steuern in der Deutschen
Eishockey-Liga zum dritten Mal auf Rang eins nach der Vorrunde zu.
Die Hauptstädter gewannen 3:1 gegen Titelverteidiger Krefeld
Pinguine und dürften bei nur noch vier ausstehenden Spielen und zehn
Punkten Vorsprung auf die Frankfurt Lions kaum von der begehrten
Pole-Position zu verdrängen sein. Dies würde ihnen in den Playoffs,
die am 9. März beginnen, in entscheidenden Spielen stets den
Heimvorteil bescheren. Meister Krefeld hat dagegen keine Chance mehr
auf das Weiterkommen.
Sieben der acht Viertelfinal-Plätze sind praktisch fest vergeben.
Auch Ex-Meister Adler Mannheim ist die Qualifikation dank des 3:1
über die Nürnberg Ice Tigers wohl nicht mehr zu nehmen. Nürnberg
hatte mit dem 2:1 im Spitzenspiel über die Hamburg Freezers als
viertes Team nach Berlin, den Frankfurt Lions und den Hanseaten den
Sprung in die Playoffs geschafft.
Der ERC Ingolstadt ist trotz des 1:2 bei Pokalfinalist Kassel
Huskies höchstwahrscheinlich ebenso dabei wie Vizemeister Kölner
Haie nach dem 1:3 bei den Freiburger Wölfen. Das Schlusslicht kam
immerhin schon zum vierten Heimsieg nacheinander, Köln liegt sieben
Punkte vor den neuntplatzierten Augsburger Panthern.
Augsburg und die DEG Metro Stars machen in den kommenden beiden
Wochen den letzten Playoff-Teilnehmer untereinander aus. Düsseldorf
hat nach dem 7:0 über den Tabellen-Vorletzten Hannover Scorpions
weiter drei Punkte mehr als die Panther und noch ein Spiel mehr zu
absolvieren. Tommy Jakobsen (2.) und Torjäger Daniel Kreutzer (3.)
legten früh die Basis für den höchsten Saisonsieg. Die Scorpions
kassierten ihre höchste Saisonpleite.
Augsburg rang den Tabellen-Zweiten aus Frankfurt nach einem
spannenden Schluss-Drittel mit 4:3 nieder. Rick Girard schoss den
Siegtreffer (56.) und sorgte nach dem in letzter Minute erkämpften
5:4 in Krefeld für ein Sechs-Punkte-Wochenende nach zuvor fünf
Niederlagen.
Im Abstiegskampf entging den Iserlohn Roosters mit dem 3:4 in
Hamburg ein wichtiger Punkt. Matchwinner war einmal mehr
Freezers-Torjäger Bobby House (49.). Vor 12 759 Zuschauern in der
ausverkauften Color-Line-Arena lieferten sich beide Teams in der 28.
Minute eine Massenschlägerei. Trotz der Niederlage besitzt Iserlohn
noch einen komfortablen Vorsprung auf Hannover, das aller
Voraussicht nach gegen Freiburg um den Klassenerhalt spielen wird.
Artikel vom 22.02.04 20:58
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Pressemitteilungen
2004 |
Bittere 4:5 Schlappe für die Pinguine
In der Schlussminute kamen die Gäste aus Augsburg Freitagabend zum
Siegtreffer. Ein Glück, dass auch Hannover verlor.
Krefeld. Bitter, bitter. Nach drei Siegen in Folge gab es
Freitagabend gegen die Augsburger Panther eine 4:5 (3:2, 0:2,
1:1)-Niederlage. Damit sind die Krefelder immer noch nicht ganz aus
dem Schneider, denn es droht immer noch das Relegationsspiel gegen
Freiburg, wenngleich die Hannover Scorpions als Vorletzter nach
einer Niederlage gegen Mannheim keinen Boden gut machen konnten. Für
beide Teams war es gestern eine wichtige Partie. Die Gäste aus
Augsburg wollten ihre letzte Chance auf das Erreichen der Play-off
nutzen, und die Krefeld Pinguine brauchten die Zähler, um endlich
das Abstiegsgespenst zu vertreiben.
Beide Teams boten auch ein engagiertes und schnelles Spiel. Und die
2 953 Zuschauer wurden durch Tore belohnt. Augsburg zeigte, warum es
von Trainer Benoip Laporte bei Überzahl so brandgefährlich ist,
während die Krefelder gestern Abend bei Fünf gegen Fünf ihre besten
Szenen hatten. Schon nach zehn Sekunden klingelte es im Kasten von
Robert Müller, der gestern nicht seinen besten Tag erwischt hatte.
Der Augsburger Francois Fortier lief der unaufmerksamen
Pinguine-Abwehr auf und davon, umkurvte Robert Müller und erzielte
per Bauerntrick das 1:0 für die Gäste. Dann allerdings kam die große
Zeit der "French-Connection".
Drei blitzsaubere Treffer gingen auf das Konto der Franco-Kanadier.
Zuerst war es Robert Guillet, der auf Vorlage von Marc Beaucage in
der fünften Minute den Ausgleich erzielte. Dann lief es umgekehrt.
In der 8. Minute bediente Guillet Kollege Beaucage mustergültig, und
die Pinguine führten 2:1. Erneut war es eine Unaufmerksamkeit in der
Krefelder Abwehr (14.), die zum 2:2-Ausgleichstreffer führte, aber
Torjäger Guillet zeigte sich gestern in Schusslaune und sorgte in
der 18. Minute mit seinem zweiten Treffer für die 3:2-Pausenführung
der Krefelder.
Der Mittelabschnitt ging ganz klar an die Gäste. Mit zwei
Überzahltreffern durch Marc Savard in der 29. Minute und Shawn
Carper in der 32. Minute drehten sie den Spieß herum.
>Im Schlussdrittel kämpfte sich das Team von Bill Stewart wieder ins
Spiel zurück. Die Pinguine arbeiteten verbissener, gewannen mehr
Zweikämpfe und wurden auch belohnt (51). Justin Kurtz traf mit dem
ersten Überzahltor der Krefelder zum 4:4-Ausgleich.
Und dann mussten die Pinguine in der letzten Spielminute eine
bittere Pille schlucken. Gerade war eine Strafzeit für Kurtz
abgelaufen, als Savard den 5:4-Siegtreffer für die Gäste erzielte 31
Sekunden vor Schluss.
Samstag - 21.02.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Augsburg und dann aufatmen?
Am Freitag können die Pinguine durch einen Sieg in der
Rheinlandhalle fast das Thema Abstieg abhaken. Doch schon wartet das
nächste Thema: Wie geht`s dann weiter?
Krefeld. Kanadische Trainer haben ihre typischen Verhaltensweisen.
Auch wenn Bill Stewart am Dienstag nach dem 3:2-Arbeitssieg gegen
Hannover noch etwas angefressen wirkte, so mühte er sich vor dem
Spiel gegen Augsburg (Freitag 20 Uhr, Rheinlandhalle) wieder um den
positiv vorausblickenden Aspekt. "Wir waren gut, ich bin zufrieden,
aber gegen die Panther müssen wir noch einen halben Schritt
schneller sein als gegen Hannover. Die sind offensiv überaus
gefährlich."
Statt möglicher Einzelkritik gab es Sonderlob für Einzelne wie
Adrian Grygiel, der für Stewart "an die Tür der Nationalmannschaft
klopft". Und dann gibt es ja immer noch Statistiken, die die
positive Entwicklung verdeutlichen: 41 Schüsse habe man im
Durchschnitt abgegeben, 26 gab es gegen die Pinguine, "da wollen wir
aber noch runter auf 24", so Stewart.
Also alles in Butter? Nicht, wenn man genau hinhört. Denn Stewarts
Forderung ("Wir müssen für viel mehr Betrieb vor dem gegnerischen
Tor sorgen") ist nur die in eine Handlungsanweisung umformulierte
Kritik der letzten Spielweisen. Ebenso wie das "wenn wir gegen eine
bessere Mannschaft spielen, dann müssen wir in der Abwehr besser
sein".
Der Begegnung am Sonntag bei den Berliner Eisbären will Stewart bis
Samstag keine großen Gedanken widmen. Genauso wenig so jedenfalls
seine Worte wie den Dingen nach dem erreichten Klassenerhalt. "Ich
habe einen Vertrag für fünf Wochen unterschrieben." Was wohl auch
erklärt, warum der KEV-Trainer noch seinen alten Trainingsanzug der
Mannheimer Adler tragen muss. Aber wie alle Branchenkenner sieht der
Kanadier die Verantwortlichen der Pinguine im selbst geschaffenem
Entscheidungsdruck.
Deren Aussage "wir verhandeln nicht, bevor der Klassenerhalt nicht
gesichert ist" bringt sie in Zugzwang. Beispiel Stewarts Meinung,
wann man denn die Verträge mit deutschen Spielern abschließen müsse:
"Gestern!" Der Kanadier betont zwar stets, dass alles seine
persönliche Meinung sei, "aber zu allererst müsse man einen Plan,
ein Konzept für die Zukunft haben."
Dies scheint auch Bedingung für seine Entscheidung zu sein. Sein
Argument liegt in seinem Fingerzeig: "Die Arena da drüben. Dafür
musst du auch ein Top-Produkt haben, sonst kriegt man die Halle
nicht voll." Wie war das noch mit dem halben Schritt schneller als
die Gegner?
Freitag - 20.02.2004
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Kelleher erlöste die Pinguine
Nach dem 3:2-Sieg gegen Hannover vergrößert sich für Krefeld der
Abstand zum Playdown-Platz auf zehn Punkte.
Krefeld. Aufatmen bei den Krefeld Pinguinen. Mit einem 3:2 (0:0,
1:1, 2:1)-Sieg über den Tabellenvorletzten Hannover Scorpions hat
das Team von Trainer Bill Stewart den Abstand zu den
Relegationsplätzen auf zehn Punkte vergrößert. Das müsste eigentlich
für den Klassenerhalt reichen. Am Freitag kommten die Augsburger
Panther und vielleicht gibt es dann einen weiteren Pinguine-Sieg.
Man spürte in der Anfangsphase förmlich den Druck, der in dieser
Partie zwischen den Krefeld Pinguinen und den Hannover Scorpions
lag.
Krefeld konnte sich bei einem Sieg vorzeitig den Klassenerhalt
sichern, für Hannover war es die letzte Chance, die drohenden
Play-downs zu vermeiden. So bestimmte viel Nervösität das
Eingangsdrittel und beide Mannschaften wussten aus den zahlreichen
Chancen, die sich ihnen boten, kein Kapital zu schlagen.
Die beste Gelegenheit hatte der gestern herausragende Hannoveraner
Stürmer Patrik Augusta, als er mit einem fulminanten Schuss in der
achten Minute nur den Pfosten traf. Intensiver aber auch
interessanter wurde das Spiel im Mittelabschnitt. Das 0:1 durch den
Ex-Pinguin Augusta (28.) weckte die Krefelder förmlich auf, und
danach bestimmten sie auch das Geschehen. Belohnt wurden sie erst in
der 35. Minute, als Daniel Kunce mit einem Schlagschuss den
Ausgleich markierte.
Beide Torhüter hatten erneut reichlich Gelegenheit, sich mit guten
Paraden auszuzeichnen. Im Schlussabschnitt legten die Krefelder dann
einen Zahn zu und wurden gleich belohnt. Nachdem Rob Guillet mit
einem Schlagschuss am guten Hannoveraner Torhüter Ilpo Kauhanen
gescheitert war, konnte sein Sturmkollege Marc Beaucage mit einem
Kunstschlag aus der Luft die 2:1-Führumg erzielen.
Aber die Scorpions gaben sich noch längst nicht geschlagen und
wiederum war es Patrik Augusta, der in der 47. Minute bei Hannovera
ner Überzahl den 2:2 Gleichstand erzielte. Damit wuchs die Spannung
und es war klar, wer das nächste Tor schießen würde, der durfte auch
den Sieg feiern.
Das waren zum Glück für die 2219 Krefelder Zuschauer die Pinguine.
Die Stadionuhr zeigte die 50. Minute, als Chris Kelleher mit einem
Schlagschuss von der blauen Linie aus erfolgreich war. Da kannte der
Jubel auf der Spielerbank und auf den Rängen keine Grenzen. Danach
allerdings musste weiter gezittert werden, denn die Scorpions gaben
sich nicht geschlagen.
Jetzt zeigte sich wieder, welch ausgezeichneter Torhüter Robert
Müller ist, der bei einigen brenzligen Situationen sein Können
zeigte. Am Ende hielt die Pinguine-Abwehr und das Team von Bill
Stewart konnte die geforderte Ehrenrunde liefern: "Hannover war
anfangs die bessere Mannschaft. Robert Müller hat heute wieder ein
großes Spiel geliefert. Unser Spiel war es heute nicht, aber wir
haben gewonnen", so Stewart.
SPIEL-STATISTIK
Krefeld Pinguine - Hannover Scorpions 3:2 (0:0, 1:1, 3:2)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Luongo/Wright, Dück/Kunce,
Raubal Guillet/Beaucage/Bertrand, Yake/Herperger/Selivanov,
Rodman/Ustorf/Grygiel, Appel/Lanier/Ziesche
Tore:
0:1 (27:38) Augusta (Öberg),
1:1 (34:35) Kunce (Rodman/Grygiel),
2:1 (41:04) Beaucage (Guillet/Luongo),
2:2 (46:23) Augusta (Öberg),
3:2 (49:33) Kel leher (Luongo/Beaucage)
Zuschauer: 2219
Schiedsrichter: Martin Reichert (Memmingen)
Strafminuten: Krefeld 10 + 10 Disziplinarstrafe Bertrand / Hannover
14 + 10 Disziplinatsrafe Augusta
Mittwoch - 18.02.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Alles eine Frage des Charakters
Pinguine-Trainer Bill Stewart setzt im "Sechs-Punkte-Spiel" gegen
Hannover Dienstagabend auf den neuen Geist in seiner Mannschaft.
Krefeld. In der Sportlersprache nennt man Begegnungen wie das
heutige Eishockey-Match zwischen den Krefeld Pinguinen und den
Hannover Scorpions "Sechs-Punkte-Spiel" (20 Uhr, Rheinlandhalle).
Gewinnen die Pinguine, dann schaffen sie mit dem dritten Sieg in
Folge zehn Punkte Abstand zu den Relegationsplätzen. Holen sich die
Scorpions die drei Punkte, dann dürfen sie als derzeitiger
Vorletzter der Liga wieder Hoffnung und Luft schöpfen und bringen
die Krefelder abermals in Bredouille. Der Punktestand vor der
Begegnung: Krefeld hat als Elfter 52 Punkte, Hannover als 13. sieben
Zähler weniger: 45.
"Es ist eine Frage des Charakters und der Einstellung", sagt Trainer
Bill Stewart und verbindet damit die Hoffnung, dass sein Team die
Erfolge vom Wochenende (4:0 über Freiburg, 4:1 in Frankfurt)
vergisst und sich voll und ganz nur auf diese wichtige Partie
konzentriert. Dabei ist es ihm völlig egal, mit welcher Taktik die
Hannoveraner in der Rheinlandhalle antreten. "Mein Team muss die
Punkte wollen und fordern", erwartet der Coach, dass die Pinguine in
Konzentration und Eifer keinen Deut nachlassen.
Verändern will Stewart im Mannschaftsbild wenig oder gar nichts.
Alle sind gesund und fit. Die Blöcke spielen so wie am letzten
Wochenende. Gedanken macht sich der Coach für das Überzahlspiel, das
noch nicht so erfolgreich ist, wie er es sich das vorstellt: "In
Überzahl ist bei uns noch zu wenig Bewegung im Spiel." Lob spendete
er hingegen für das in Frankfurt ausgezeichnete Unterzahlspiel
seiner Pinguine, wie überhaupt die Defensive in allen bisherigen
fünf Begegnungen unter Stewarts Regie gute Arbeit ablieferte.
21 Punkte von 30 möglichen hat sich Stewart als Ziel bis zum
Saisonende (7. März) gesetzt. Sechs davon hat sein Team bereits
geholt, drei weitere könnten heute dazu kommen. "Das ist
realistisch", hält er seine Wunschvorstellung nicht für übertrieben.
Und da ist ja auch noch das Freitag-Heimspiel gegen Augsburg, das
auch noch zum Fünfer-Pack gehören könnte, mit dem man die
Abstiegsängste wohl endgültig abschüttelte.
Auch Kapitän Steffen Ziesche glaubt: "Wenn wir Hannover bezwingen,
dann dürfen wir wieder etwas freier durchatmen. Wir brauchen diesen
Sieg, und wir werden ihn holen."
Dienstag - 17.02.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Sportlerwahl 2003 - "Schwarz-gelb sind meine Farben"
Der Torhüter der Krefeld Pinguine über Trainer Stewart, Lernphasen
und die richtige Ausfahrt im Kreisverkehr des Profisports.
Krefeld. "Wir sind jetzt wieder in einer Position, in der wir an uns
glauben", sagte Robert Müller vor wenigen Tagen. Da waren die
Erfolge gegen Freiburg und Frankfurt noch nicht eingefahren. Bewirkt
hat das offenbar Bill Stewart, sein neuer Trainer bei den Krefeld
Pinguinen. Dass auch einem wie Nationaltorhüter Müller, bodenständig
und selbstbewusst, im Dickicht des Misserfolgs der Durchblick
vernebelt wird, gehört zu jenen Erfahrungen, die für den 23-jährigen
Torhüter der Pinguine nicht einfach unter der Überschrift
Rückschläge abgehakt werden.
"Das sind Lernphasen für einen Sportler, die unheimlich wichtig
sind." Dabei ist Stewart jener Mann, vor dem er noch vor fast zwei
Jahren Reißaus genommen hatte. Zu wenig durfte er unter ihm in
Mannheim spielen. Das war in Krefeld anders. Und das mit dem Erfolg
auch. Im vergangenen Jahr: Da parierte Müller reihenweise unhaltbare
Schüsse bis ins Finale der deutschen Meisterschaft hinein und
brachte vom letzten Spiel in Köln voller Stolz den Meisterpokal mit
nach Krefeld. Er war der große Rückhalt eines furios aufspielenden
Teams. Auch dafür wählten ihn die Leser der Westdeutschen Zeitung
zum "Sportler des Jahres" 2003. Im Kreisverkehr des Profisports hat
Robert Müller bisher stets die richtige Ausfahrt genommen, auch wenn
er schon früh nach dem Titelgewinn erkannt hatte: "Ich weiß, dass es
für mich viel schwerer wird."
Als "Hexer" Karel Lang, der 1991 von den Lesern der WZ zum "Sportler
des Jahres" gewählt worden war, irgendwann im Winter 2001/2002 mit
seinem mehr als 20 Jahre jüngeren Kollegen Kontakt aufgenommen
hatte, um ihm die Position im Tor der Pinguine nahe zu legen,
"brauchte ich nicht lange nachzudenken", sagte Müller. "Die Trikots
sind meine Farben. Schwarz-gelb finde ich gut." Und irgendwie habe
immer schon eine besonderer Beziehung zwischen ihm und den
Krefeldern in der Rheinlandhalle bestanden. "Ich habe schon Applaus
bekommen, als ich noch im gegnerischen Tor stand."
Müller steht wahrlich nicht im Verdacht des plumpen Einschmeichelns
bei den Fans. Das hat er nicht nötig. In der jetzigen Krise der
Mannschaft ist Müller der einzige, dem uneingeschränkte Sympathie
zuteil wird. Zumal seine Anhänger genau wissen, dass die
Zusammenarbeit mit dem verehrten Torhüter eine auf Zeit ist. Der
Traum NHL nagt an Müller. Irgendwann wird er den Platz zwischen den
beiden Pfosten auf dem Eis im zukünftigen König Palast verlassen.
Bis 2005 hat er einen Vertrag in Krefeld. "Und den erfülle ich",
sagte er, ohne dabei zu den Washington Capitals zu schielen, die ihn
gedraftet haben und bei denen er bereits im Camp mittrainiert hat.
Sollte sich denn der Traum NHL in naher Zukunft oder auch später
erfüllen, kennt Müller auch seinen Platz nach der Karriere. In
Rosenheim sei er. "Dort bin ich geboren, dort lebt meine Familie und
dort sind auch noch Freunde." Und dort hat er auch seine Frau Jenny
kennen gelernt, der er wenige Wochen nach dem Gewinn der
Meisterschaft das Ja-Wort gegeben hat. Vor allem aber findet er in
Rosenheim offenbar jene Muße und Ausgeglichenheit, die ihm den Job
allein im Angesicht der heranfliegenden Pucks bewältigen lässt. "Als
Torhüter hast du großen mentalen Stress. Damit musst du fertig
werden." Gerade dafür braucht er sein Rosenheim drei Monate in jedem
Sommer.
ROBERT MÜLLER ÜBER ...
Rosenheim ... ist mein Geburtsort und die wichtigste Stadt in meinem
Leben.
Der Spengler-Cup . . . hat nachhaltig Eindruck hinterlassen. Auch
weil uns als deutscher Mannschaft so viel Sympathien entgegen
gebracht worden sind.
Mein erstes Länderspiel . . . war, glaube ich, beim Swiss-Cup 1998
gegen die Schweiz.
Am 21. April 2003 . . . sind wir Meister geworden.
Das Märchen Meisterschaft . . . ist ein unvergessliches Erlebnis.
Die Monate danach . . . waren sehr schön, sind jetzt aber in den
Hintergrund gerückt.
Mit dem "lockeren" Butch sind wir Meister geworden. Der andere Butch
. . . hat seine Lockerheit nicht bewahrt.
"Robert hilft" war eine Aktion . . . die der Aids-Hilfe sehr
geholfen hat und die ich jederzeit wieder machen würde.
Ich habe die Rückennummer 80, weil . . . ich in dem Jahr geboren
wurde.
Wenn Mannheim der FC Bayern München des Eishockeys ist, dann ist
Krefeld . . . . der VfL Bochum.
Mein größter Fehler ist, dass . . . ich manchmal zu naiv bin.
Jenny . . . ist meine große Liebe und Stütze.
Mein größter Traum ist . . . in der NHL zu spielen.
HANS ZACH ÜBER ...
. . . den Robert Müller Sportler des Jahres 2003, über den Torhüter
des Deutschen Eishockey-Nationalteams: "Er ist Sportler durch und
durch. Robert Müller lebt Eishockey zu 100 Prozent. Er hat in seinen
jungen Jahren bereits viele Höhen und Tiefen durchgemacht. Das macht
ihn stark. Charakterlich ist Robert Müller ein einwandfreier
Mensch." Ein tolles Lob vom Bundestrainer!
SEINE ERFOLGE
Deutscher Meister 2001 mit Mannheim,
Deutscher Meister 2003 mit den Krefeld Pinguinen
Deutscher Vizemeister 2002 mit Mannheim
Viermal Bayrischer Jugendmeister mit Rosenheim
Viertelfinale Olympische Spiele 2002 Salt Lake City
Viertelfinale WM 2002 in Schweden
Viertelfinale WM 2001 in Deutschland
Dienstag - 17.02.2004
Von Stephan Esser
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Pressemitteilungen
2004 |
Die Rettung für den Meister naht
Mit einem überraschenden 4:1-Sieg kehrten die Krefeld Pinguine aus
Frankfurt zurück. Am Dienstag kommt der Tabellennachbar aus
Hannover. Dann könnte schon eine Vorentscheidung in Sachen Play-down
fallen.
Frankfurt. Als großes Event hatten die Frankfurter Lions das auf
Samstag vorverlegte Heimspiel gegen den Gast vom Niederrhein
angekündigt. Es wurde auch ein Erlebnis, allerdings nicht für die 6
500 Lions-Fans, sondern für die mitgereisten 200 Krefelder Anhänger.
Als Schiedsrichter Petr Chvatal kurz vor 22 Uhr das Spiel des
Tabellenzweiten Frankfurt gegen den Deutschen Meister abpfiff,
sorgte das 1:4 auf der Stadionuhr für lange Gesichter beim
Tabellenzweiten. Der Siegesjubel fand in der Krefelder Ecke statt.
Trainer Bill Stewart, der während des Spiels permanent den
obligatorischen Kaugummi traktiert hatte, lächelte verhalten,
klatschte seine Spieler ab und genoss sichtlich das überraschende
Ergebnis. Mit seiner Ankündigung, eine zweite Partie innerhalb von
24 Stunden störe nicht, behielt er recht. Nach der biederen
Vorstellung vom Freitag beim 4:0 gegen Freiburg war ein solches
Husarenstück sicher nicht zu erwarten.
Der sich immer mehr zum Retter mausernde Kanadier darf für sich in
Anspruch nehmen, bisher alles richtig gemacht zu haben. Ein
Wochenende mit sechs Punkten da müssen die Eishockeyfans lange
nachdenken. Es war am 19. und 21. September 2003, als mit dem 2:0 in
Hannover und dem 2:0 gegen Ingolstadt die volle Punkte-Ernte in die
Scheuer gefahren werden konnte.
Diesmal musste lediglich Torhüter Robert Müller einen kleinen
Schönheitsfehler bilanzieren und auf den zweiten "Shut-Out" in Folge
verzichten, aber bevor er den einzigen Gegentreffer in der
Frankfurter Halle am Ratsweg durch Peter Ratchuk bei Krefelder
Unterzahl kassierte, hatte er 109 Minuten lang seinen Kasten sauber
gehalten, und war einmal mehr der große Rückhalt. Die "French-Connection",
am Freitag gegen Freiburg noch blass und ohne Fortune, lief in
Frankfurt zu großer Form auf.
Torjäger Robert Guillet war der Angriffs-Held, denn, nachdem er in
der 10. Minute den Treffer von Stefan Ustorf erstes Tor für den KEV
zusammen mit Robert Müller vorbereitet hatte, schickte er die Löwen
mit zwei Toren zum 0:2 (43.) und 1:3 (50.) auf die Verliererstraße.
Guillet düpierte den bis dahin überragenden Ian Gordon, der die
Gastgeber bei etlichen gestoppten Alleingängen der Krefelder lange
im Spiel gehalten hatte. Den Rest besorgte Alexander Selivanov in
der 58. Minute mit dem 4:1 mitten in die Schluss-Offensive der
Frankfurter hinein.
Die klaren Torchancen hatten, das musste auch Lions-Trainer Rich
Chernomaz anerkennen, die Pinguine. Aber der Sieg ist ein Verdienst
des gesamten Teams, denn die oft gescholtene Abwehr stand erneut
sicher und meist souverän. Hervorragend war das Unterzahlspiel.
Selbst bei Drei gegen Fünf behielten die Gäste die Übersicht, ließen
in Unterzahl nur den einen Treffer durch Ratchuk zu.
Können die Pinguine Dienstag gegen den Abstiegs-Konkurrenten
Hannover Scorpions (20 Uhr) und am Freitag gegen die Augsburger
Panther punkten, dürfte sich das Thema Abstieg vorzeitig erledigt
haben.
SPIEL-STATISTIK
Frankfurt Lions - Krefeld Pinguine 1:4 (0:1, 0:0, 1:3)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Dyck/Wright, Dück/Kunce, Luongo/Raubal
- Guillet/Beaucage/Yake, Ustorf/Herperger/Selivanov, Appel/Ziesche/Grygiel/Lanier,
Rodman
Tore:
0:1 (9:46) Ustorf (Guillet, Müller),
0:2 (42:20) Guillet (Bertrand, Luongo),
1:2 (45:00) Ratchuk (Young, Norris)
1:3 (49:28) Guillet (Beaucage, Luongo),
1:4 (57:31) Selivanov
Zuschauer: 6 700
Schiedsrichter: Chvatal (Waldkraiburg)
Strafminuten: Frankfurt 20, Krefeld 22 plus 10 Disz. für Ustorf
Sonntag - 15.02.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Ungefährdeter 4:0 Sieg gegen Freiburg
Die Krefeld Pinguine haben sich durch ein 4:0 gegen das
DEL-Schlusslicht Freiburg Luft im Abstiegskampf verschafft.
Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben den Kampf um den Klassenerhalt
in der DEL erfolgreich aufgenommen. Gegen das Tabellenschlusslicht
Wölfe Freiburg gab es vor 2 849 Zuschauern in der Krefelder
Rheinlandhalle den erwarteten 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)-Sieg. Damit haben
die Krefelder das erste der zehn zu "Überlebensspielen"
hochstilisierten Restbegegnungen positiv gestaltet und den Abstand
zu den Hannover Scorpions auf dem 13. Tabellenplatz auf vier Punkte
ausdehnen können. Allerdings kann man die Bewertung des Spieles nur
als schwach einstufen.
Zum einen waren die Gäste aus dem Breisgau alles andere als ein
gleichwertiger Gegner, aber auch die Pinguine, die sich in der
Länderspielpause angeblich konditionell und spielerisch verbessert
haben, blieben vieles schuldig. Das Team von Trainer Bill Stewart
bekleckerte sich gegen das schwache Team aus dem Schwarzwald
wahrlich nicht mit Ruhm, so dass die Zuschauer meist nur Magerkost
erlebten. Das Positive der Partie war allerdings, dass die Krefelder
mit einem Minimum an Kraftaufwand den glatten Sieg einfuhren und
deshalb Samstag um 20 Uhr bei den Frankfurt Lions relativ frisch
antreten können. Dann allerdings müssen sie wesentlich mehr als
gestern zeigen, wenn sie zu Punkten kommen wollen. Und das hat
Stewart ja angekündigt, der mindestens 21 von 30 möglichen Zählern
einholen will.
Im ersten Spielabschnitt gab es trotz drückender Überlegenheit der
Krefelder viel Gewurschtel vor dem Freiburger Tor. Und wenn die
Pinguine einmal in aussichtsreicher Position standen, dann zeigte
der Wölfe-Torhüter Rostislav Haas sein Können. Aber auch der tapfere
Keeper war machtlos, als Alexander Selivanov in der 19. Minute bei
fünf gegen drei Überzahl das 1:0 und 63 Sekunden später bei fünf
gegen vier das 2:0 markierte. Auch der dritte Krefelder Treffer
durch Eric Bertrand in der 38. Minute fiel bei Überzahlspiel der
Pinguine. Auf den vierten Treffer mussten die Zuschauer dann bis zur
44. Minute warten, ehe Terry Yake eine gute Aktion nach Vorlage von
Chris Luongo erfolgreich abschließen konnte.
Am Ende durfte sich Pinguine Torhüter Robert Müller über einen
Shut-out mit dem 4:0-Erfolg freuen und die Zuschauer spendeten artig
Beifall. Bei den Krefeldern fielen gestern vor allem positiv der
spielfreudige Stefan Ustorf und der clevere zweifache Torschütze
Alexander Selivanov auf. Allerdings muss das Spiel der Pinguine
wesentlich druckvoller und konsequenter werden, will man die
Abstiegsplätze in den nächsten Begegnungen deutlich hinter sich
lassen. Bereits am Dienstag kommt mit den Hannover Scorpions der
Tabellenvorletzte in die Rheinlandhalle. Dann müssen sich Trainer
Bill Stewart und seine Akteure aber etwas mehr einfallen lassen.
STATISTIK
Krefeld Pinguine - Wölfe Freiburg 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Luongo/Wright, Dück/Kunce, Raubal
- Guillet/Beaucage/Bertrand, Yake/Herperger/Selivanov, Rodman/Ustorf/Grygiel,
Appel/Lanier/Ziesche
Tore:
1:0 (18:25) Selivanov (Ustorf/Herperger),
2:0 (19:28) Selivanov (Herperger/Ustorf),
3:0 (37:53) Bertrand (Luongo/Guillet),
4:0 (43:27) Yake (Herperger/Selivanov)
Zuschauer: 2 849
Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörishofen)
Strafminuten: Krefeld 12, Freiburg 16
Samstag - 14.02.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Ist in 24 Tagen wirklich alles vorbei?
Zehn Spiele gegen den Abstieg muss der deutsche Eishockeymeister
bestehen, um den Super-Gau Play-down abzuwenden. Am Freitag ist
Auftakt gegen Schlusslicht Freiburg.
Krefeld. Jetzt zählen nur noch Punkte zehn Spiele bis zum Saisonende
innerhalb von 24 Tagen, zehn Spiele gegen den Abstieg. Ab Freitag
läuft für die Krefeld Pinguine der Count-down um die Zukunft des
Krefelder Eishockeys. Während gegenüber der Rheinlandhalle gewerkelt
wird, um den König Palast bis Dezember fertig zu stellen, kämpfen
die Pinguine in der alt-ehrwürdigen Rheinlandhalle ums Überleben des
Krefelder Eishockeys in der DEL. Denn dem Meister von 2003 drohen
knapp ein Jahr später nicht nur die Play-downs gegen den Gegner
Freiburg, es kann im schlimmsten Falle sogar der Absturz in die 2.
Bundesliga eintreten.
Und gleich zum Auftakt des Schlussspurts steigt die Nagelprobe heute
(20 Uhr) gegen den Tabellenletzten Wölfe Freiburg. "Wenn wir den
Tabellenletzten nicht schlagen, wen denn sonst", fragte
Publikumsliebling Robert Müller richtig. Ein Blick in die Statistik
erhärtet diese Aussage, denn die Breisgauer haben bisher erst drei
Auswärtspunkte mit einem Überraschungssieg in Hamburg zu Beginn der
Saison einfahren können.
Trainer Bill Stewart konzentriert die gesamte Aufmerksamkeit auf
diese wichtige Begegnung, wollte nicht einen Gedanken an die 24
Stunden später (Sa., 20 Uhr) in Frankfurt stattfindende Begegnung
verschwenden.
"Natürlich offensiv", formuliert er die Marschroute, aber wichtiger
als das Spielsystem sei für ihn, dass jeder Akteur sein bestes
Leistungsvermögen abrufe. Da lässt der akribisch arbeitende Trainer
keine Entschuldigung gelten.
"Wir waren in Unterund Überzahl zu schwach, haben zu wenig in der
neutralen Zone gearbeitet, waren nicht torhungrig genug", skizzierte
er, und fordert aus den letzten zehn Begegnungen 15 Überzahltore,
mehr Leidenschaft, aber auch viel Disziplin und Selbstbewusstsein.
"Im Training haben alle sehr gut mitgezogen. Wir haben die Fitness
verbessert, sind hungrig", sagte Stewart.
Personelle Änderungen gibt es gegenüber den letzten drei Spielen
unter seiner Regie nicht. Bis auf den Langzeit-Verletzten Paul Dyck
sind alle an Bord. Vor allem von der "French Connection" mit Eric
Bertrand, Robert Guillet und dem im Training gut aufgelegten Marc
Beaucage sowie der zweiten Reihe mit Terry Yake, Chris Herperger und
Alexander Selivanov erwartet er Effizienz und das seien Tore, Tore,
Tore.
Für die Abwehr lässt er das Urteil seiner beiden Vorgänger, sie sei
zu langsam, nicht gelten. "Sie machen einen guten Job." Aber wie
gesagt, alles andere als ein glatter Sieg gegen die auswärts
erfolgund glücklosen Freiburger wäre eine Riesenenttäuschung.
Freitag - 13.2.2004
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Pressemitteilungen
2004 |
Kölner Haie holen DEB-Pokal - 3:1 über Kassel
Jeffrey John MacLeod (l) von den Huskies nimmt den Kölner Sebastian
Furchner in den Schwitzkasten.
Köln (dpa) - Die Kölner Haie haben den deutschen Eishockey-Pokal
gewonnen und Bundestrainer Hans Zach den ersten nationalen Titel
seit elf Jahren beschert. Die Rheinländer siegten im Finale auf
eigenem Eis 3:1 (2:1, 1:0, 0:0) gegen die Kassel Huskies und
entschädigten sich für die 4:5-Finalniederlage im vorigen Jahr an
gleicher Stelle gegen Adler Mannheim.
Kassel schaffte es nicht, sich nach dem Verpassen der Playoffs in
der Deutschen Eishockey-Liga mit dem Cupsieg zu rehabilitieren und
muss sich mit 10 000 Euro Prämie trösten. Sieger Köln erhält 20 000
Euro. Der Pokal war in der vergangenen Saison erstmals seit 1988
wieder ausgespielt worden.
Die Kölner hätten schon nach 40 Sekunden in Führung gehen können,
der Puck blieb jedoch auf der Torlinie der Huskies liegen. Boris
Blank (12.) in Überzahl und Nationalmannschafts-Kollege Eduard
Lewandowski (14.) mit einem Solo in Unterzahl sorgten danach für die
ersten beiden Tore der Gastgeber. Vor 13 480 Zuschauern in der
Köln-Arena verkürzte Mikael Wahlberg (17.) für Kassel, das in der
DEL zwei der drei bisherigen Vergleiche gegen die Haie gewonnen
hatte.
Auch ohne Torjäger Alex Hicks, Nationalverteidiger Mirko Lüdemann
und Dan Bjornlie baute der Vizemeister seinen Vorsprung durch Leo
Stefan (32.) wieder aus. Bei einem weiteren Treffer soll Lewandowski
den Schlittschuh zu Hilfe genommen haben, das Tor zählte nicht.
Kassel, dass auf Nationalspieler Alexander Serikow und Sebastian
Jones verzichten musste, schaffte es in der durchschnittlichen
Partie nicht mehr, Zachs Mannschaft noch einmal in Gefahr zu
bringen.
Artikel vom 10.02.04 21:41
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Pressemitteilungen
2004 |
Müllers Appell an die Fans: "Wir brauchen Euch jetzt"
Der Torhüter der Pinguine strahlt vor den letzten zehn Spielen in
der DEL Optimismus aus. Auftakt ist am Freitag in der Rheinlandhalle
gegen Freiburg.
Krefeld. "Ich bin optimistisch. Wir haben es selber in der Hand,
dafür zu sorgen, dass der Abstieg für uns kein Thema wird." Robert
Müller, Publikums-Liebling der Krefeld Pinguine, weiß natürlich,
dass die Mannschaft gerade in den Heimspielen bisher nicht
überzeugte, die Konstanz vermissen ließ. Vor den letzten zehn
Spielen mit dem Auftakt am Freitag in der Rheinlandhalle gegen die
Wölfe Freiburg, richtete er gestern im Gespräch mit der WZ einen
Appell an die Fans.
"Wir brauchen die Fans jetzt mehr denn je", sagte er. Auch wenn die
Play-offs weg seien, "kämpfen wir für ein gutes Saisonende und
wollen unsere Fans nicht enttäuschen."
Dass der gewöhnlich stets zuvorkommende Rosenheimer auch mal grantig
sein kann, zeigte er nach einer blamablen 2:7-Niederlage in Hamburg.
Da redete er Fraktur und von Charakterschwäche im Team. Doch der
Nationalkeeper ist sicher: "Seither hat sich einiges geändert."
In den letzten drei Spielen (4:3-Erfolg gegen Nürnberg, 2:3 n.P. in
Nürnberg und 0:1 in Ingolstadt) habe das Team eine deutliche
Steigerung gezeigt. "Wir packen das. Da bin ich mir ganz sicher",
ist Müller auch von den Qualitäten von Bill Stewart, dem neuen
Trainer, überzeugt. Und er weiß, wovon er spricht. Schließlich hat
er in Mannheim einige Jahren unter Stewart gespielt: "Ich habe mich
gefreut, dass sich die Pinguine für ihn entschieden haben."
Müller dementierte Spekulationen, dass er nach der Saison in die
Schweiz wechseln würde. In Verbindung gebracht wurde er mit Zürich
und Langnau und mutmaßt, dass seine überzeugenden Leistungen beim
Spengler-Cup die Gerüchte bei den Eidgenossen ins Kraut schießen
ließen.
"Ich habe einen Vertrag in Krefeld bis 2005, und den werde ich auch
erfüllen. Allerdings freut es mich auch, wenn man interessant für
andere ist. Das lässt sich nicht verhehlen. Für uns geht es nun
darum, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu sichern."
Damit blickt Müller zugleich in die Zukunft: "Ich bin sicher, wir
bringen die Saison gut zu Ende, und wir werden auch weiterhin in der
DEL eine gute Rolle spielen."
Um auch die Zukunft über seine aktive Zeit hinweg im Blick zu haben,
jobbt Müller nebenbei beim Tönisberger Marketing-Unternehmen Neno,
und sucht Einblick in diese Branche. "Das macht richtig Spaß",
meinte der Nationaltorhüter.
Mittwoch - 11.2.2004
Von Stephan Esser und Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Stewart hat jetzt Qual der Wahl
Das Unternehmen Klassenerhalt der Krefelder Pinguine hat begonnen.
Cheftrainer Bill Stewart kann auf alle seine Stars setzen.
Krefeld. Der Countdown für das Krefelder Eishockey-Unternehmen
Klassenerhalt (Platz 12 mit 46 Punkten) ist angelaufen. Trainer Bill
Stewart hatte nahezu seinen kompletten Kader bei den ersten
Trainingseinheiten auf dem Eis der Rheinlandhalle. Lediglich der
verletzte Ersatzkeeper Markus Janka (Leiste) und der sich für
Slowenien im Länderspiel-Einsatz befindliche Marcel Rodman fehlen
derzeit im Pinguine-Kader. Rodman kommt am Montag hinzu. "Die Jungs
sind nach der kurzen Pause mit viel Intensität dabei. Heute haben
wir reichlich Über- und Unterzahl geprobt, und am Nachmittag gab es
eine weitere Trainingseinheit im Fitness-Studio", skizziert
Co-Trainer Gary Clark die Anforderungen an das Pinguine-Team. Und er
stellt fest: "Bill Stewart legt großen Wert auf die Schnelligkeit,
die Laufarbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres derzeitigen
Übungsprogramms."
Der neue Coach ist zuversichtlich, dass er am nächsten Freitag, wenn
das Saison-Finish mit dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Wölfe
Freiburg beginnt, ein Team aufbieten kann, das sich 100-prozentig
für den Klassenerhalt einsetzt und frühzeitig die Punkte zur
Vermeidung Abstiegsrunde (Letzter gegen Vorletzter nach dem Modus
"Best of Seven") einfahren wird. "Es ist schon von Vorteil, dass wir
im Augenblick nur einen Nationalspieler (Rodman) abstellen müssen
und damit sehr intensiv arbeiten können", hofft Stewart, dass es
keine Verletzten geben wird. Mit Eifer ist auch Stefan Ustorf dabei,
der die kurze Pause zu einem Besuch bei seiner Familie in den USA
genutzt hat. Heute und morgen gibt es jeweils eine Trainingseinheit
am Vormittag.
RESTPROGRAMM
14.2. Frankfurt - KEV
17.2. KEV - Hannover
20.2. KEV - Augsburg
22.3. Eisbären - KEV
27.2. KEV - Kassel
29.2. Köln - KEV
02.3. KEV - DEG
05.3. Mannheim - KEV
07.3. KEV - Iserlohn
Samstag - 07.02.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Arena: KEV und All-Star-Game 2006
Holger Rathke wurde Freitag als neuer Hallenmanager des
Königpalastes offiziell vorgestellt
Krefeld. Der Mann, der den Königpalast zu einem Veranstaltungsort
erster Güte entwickeln will und soll, ist Freitag offiziell in
Krefeld vorgestellt worden. Holger Rathke, zuletzt viereinhalb Jahre
als Geschäftsführer des Eishockey-Clubs Kölner Haie tätig, hat die
Anfänge der Köln-Arena hautnah miterlebt. Ab sofort ist er als
Hallenmanager für die Aufgabenbereiche Vermarktung,
Öffentlichkeitsarbeit, Organisation und Logistik verantwortlich.
Bereits jetzt steht das Eröffnungswochenende des Königpalastes an
der Westparkstraße in groben Zügen. Künstlernamen wie Pink, Dido und
André Rieu fielen gestern, als eine "rockige Geschichte" für die
Jugend am 4. Dezember und ein Konzert tags darauf für die "ältere
Jugend" genannt wurden. Am Nikolaustag ist ein Eishockey-Event KEV
gegen eine DEL-Auswahlmannschaft mit Ex-KEV-Stars wie Karel Lang
geplant.
Mit dem Management der Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Kati Witt wird
ebenfalls verhandelt. Am 1. Januar 2005 soll ihre |