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Pressemitteilungen
2004 |
0:1 in Ingolstadt: Kein Tor - Kein Punkt
Torhüter Robert Müller und der Pfosten hielten das Spiel in
Ingolstadt lange Zeit offen. In der 46. Minute traf ERC-Angreifer
Camron Mann zum Tor des Tages. Mit der 0:1 Niederlage geht es jetzt
in die zweiwöchige Länderspielpause.
Ingolstadt. Ob Trainer Bill Stewart sich das so vorgestellt hat, als
er vom verstärkten Training seiner Special-Teams sprach? Die
Abteilung „Unterzahl“ jedenfalls durfte gleich im ersten Abschnitt
mächtig ran, denn ihre Mannschaftskollegen sorgten dafür, dass die
Pinguine ganze 20 Strafminuten in 20 Spielminuten überstehen
mussten. Herausragend dabei – wieder einmal - Torhüter Robert
Müller, dessen Fangkünste nur einmal nicht ausreichten, doch
Fergusons Schuss wurde von des „Keepers bestem Freund“, dem
Torpfosten, abgewehrt. Bis auf eine Chance durch Marc Beaucage und
eine erfolgreiche Abwehrschlacht war von den Pinguinen nichts zu
sehen.
Aber immerhin gelang es, die desaströse Bilanz des Hinspiels, als
man mit 0:5 unterging und alle Tore in Unterzahl kassierte,
aufzupolieren. Genau diese Schwäche hatte Trainer Stewart durch
vermehrte Disziplin erst gar nicht aufkommen lassen wollen. Doch da
hatte wohl auch die verlängerte Konzentrationsphase mit der um einen
Tag vorgezogenen Anreise nichts bewirkt.
Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Pinguine keineswegs
wirkungsvoller. Allerdings konnten sie zumindest in Sachen
Strafzeiten die Partei ausgeglichen gestalten: vier für Ingolstadt,
vier für Rob Guillet. Ansonsten lief es wie gehabt: Panther gegen
Robert Müller.
Dieses schien sich auch im Schlussdrittel fortzusetzen. Doch
plötzlich tauchte Alexander Selivanov vor dem starken Ingolstädter
Keeper Waite auf, vergab jedoch diese Riesenchance. Aber dann kam,
was kommen musste: Im Gegenzug war auch Robert Müller machtlos, als
die KEV-Abwehr nicht endgültig klären konnte und Tallaire hinter dem
Tor mustergültig Camaron Mann bedienen konnte. Dessen Schlagschuss
bedeutete den Treffer des Tages, und nur noch einen Punkt Vorsprung
auf den Abstiegsplatz.
Wie erwartet werden die Pinguine die heute verstreichende Frist für
die Vereinsoptionen bei sieben Spielern – darunter die Topscorer der
„French Connection“ oder Marcel Rodmann – nicht nutzen. Man wolle
erst nach der Spielzeit verhandeln, hieß es. Verständlich, schwebt
doch noch zum einen das Damokles-Schwert Absteig über den Pinguinen,
und zum anderen sind weder verfügbares Budget noch Vorstellungen des
kommenden Trainers oder gar das sportliche Konzept des Klubs
geklärt.
Andererseits bedeutet diese Vertagung aber auch, dass sich die
Cracks neben der Aufgabe Klassenerhalt eben auch um neue Engagements
kümmern werden. Was die Aufgabe für Trainer Bill Stewart
wahrscheinlich nicht erleichtern wird. Zumal unter der Woche schon
durchgesickert war, dass man sich eben doch schon mit dem eine oder
anderen Spieler – Stichwort Alexander Selivanov – für die nächste
Spielzeit einig sei.
STATISTIK
ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine 1:0 (0:0,0:0,1:0)
Tore: 1:0 (45:34) Mann (Tallaire)
Schiedsrichter: Vogel (München)
Zuschauer: 4207
Strafminuten: ERC 6, KEV 16+10 für Kelleher
Samstag - 31.1.2004
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Pressemitteilungen
2004 |
Stewart ist ein halbes Tor besser
Der neue Trainer der Pinguine möchte heute in Ingolstadt punkten,
damit das Team mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause
gehen kann.
Krefeld. Den Fortschritt misst er in halben Toren: Je um 0,5 Treffer
habe man sich statistisch gesehen in der Anzahl der erzielten und
kassierten verbessert im Vergleich zum Saisonschnitt, listet
Pinguin-Trainer Bill Stewart die Bilanz seiner ersten beiden Spiele
auf. Er sei zufrieden, sagt der Kanadier vor dem Gastspiel in
Ingolstadt (Freitag, 19.30 Uhr), der letzten Begegnung vor der
Länderspielpause. "Wir haben vier von sechs Punkten gegen das
viertbeste Team der Liga geholt, darauf kann man aufbauen."
Aufbauen, das heißt für ihn idealerweise mit einem Erfolgserlebnis
in die Pause gehen. Daher fuhr er auch kurzfristig schon gestern mit
dem Team in die Audi-Stadt. "So eine lange Busreise im Winter am
Spieltag ist eine Vorbereitung für eine Niederlage. Genau das aber
wollen wir nicht." Positiv denken, Schritt für Schritt vorwärts
diese Trainerphilosophie lebt Stewart vor. Akribisches Arbeiten mit
ellenlangem Videostudium ist ein Bestandteil. "Man muss sich auf die
Kleinigkeiten konzentrieren und daran feilen, nicht den Blick auf
die Gesamtsituation richten", erläutert der mittlerweile dritte Mann
in der Trainerkabine der Pinguine. Beispielsweise an Details im
Überzahlspiel oder an der schlicht nicht vorhandenen
Schussbereitschaft seiner Verteidiger. "Nur 14 in zwei Spielen, das
ist einfach nicht genug."
Aber er will auch nicht am Kurzurlaub seiner Spieler bis Donnerstag
rütteln obwohl manche Stammtischexperten im Pinguin-Umfeld ein
Streichen als Strafmaßnahme für schwache Leistung forderten. "Die
Spieler brauchen diese paar Tage, um nach fünf Monaten psychischem
Stress aufgrund des Misserfolgs einen klaren Kopf für die
entscheidende Phase zu bekommen."
Dass danach der selbst ernannte Fitness-Fanatiker eine Woche lang
mit seiner Leidenschaft bei den Akteuren Leiden schaffen will, daran
lässt er keinen Zweifel. Schließlich spricht seine Analyse eine
deutliche Sprache: "Wir haben eine Mannschaft mit Bereitschaft, aber
fragwürdiger Fitness. Wir brauchen aber beides."
Nicht gerade eine Freundlichkeit in Richtung seiner beiden
Vorgänger. Zumindest Haralds Vasiljevs hätte indes gern einmal mit
der Besetzung gespielt, die Stewart nun zur Verfügung hat. Bis auf
Verteidiger Paul Dyck (Beinbruch) kann die Bestbesetzung auflaufen.
Die "Lückenbüßer" George Zajankala versucht jetzt in Hamburg sein
Glück und Michail Kozhevnikov (Straubing) sind außen vor. Nur einen
"Neuen" will Stewart ins Team bringen: den "Winner". "Wir müssen
nach den Misserfolgen der letzten Monate wieder lernen zu gewinnen",
sagt der Coach.
Freitag - 30.1.2004
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Vier Punkte ziemlich sind "pfundig"
KEV-Goalie Robert Müller entdeckt an der 3:4-Niederlage gegen
Nürnberg Positives.
Krefeld. "Vier von sechs Punkten gegen die starken Nürnberger, das
ist doch schon pfundig", zeigte sich Nationaltorhüter Robert Müller
nach der 3:4-Penalty-Niederlage von Nürnberg keineswegs enttäuscht.
Aber er hadert auch ein wenig: "Nach der 3:1-Führung hätten es auch
drei Punkte sein können. Aber wir sind wieder ein Team, das zu
kämpfen bereit ist. Und das ist wichtig." Und auch Kapitän Steffen
Ziesche ist sicher: "Wir haben wieder Tritt gefasst und zeigen mehr
Engagement. Mit dieser Einstellung sind wir auch am Freitag bei den
heimstarken Ingolstädtern nicht chancenlos."
Wichtig für beide war, dass das Team wieder Charakter zeigt, zu
kämpfen bereit ist. Durch die Pinguine-Kabine weht also endlich ein
frischer Wind. Das ist deutlich zu spüren, sowohl beim Training als
auch bei den Spielen. Ein frischer Wind, den der neue Trainer Bill
Stewart aus Kanada mitgebracht hat, und der sicherlich auch eisig
werden könnte, wenn die Mannschaft nicht spurt. Müller, Ziesche und
Co., die aus dem Meisterteam geblieben sind, atmen wieder frei
durch, ahnen aber auch wie Robert Müller: "Das war jetzt nur der
Anfang. Die Hauptarbeit kommt nach der Länderspielpause. Dann müssen
wir beißen, und auch wieder unser Publikum versöhnen."
Der Nationalgoalie, weiterhin die Nummer 1, hat dankbar angenommen,
dass ihm Nationaltrainer Hans Zach eine schöpferische Pause gönnt.
"Hans hat mir gesagt, dass ich mich ganz auf den Klassenerhalt mit
Krefeld und auf die Weltmeisterschaft konzentrieren soll." So kann
Robert Müller nach dem Freitagspiel in Ingolstadt einige Tage in
seine Heimatstadt Rosenheim fahren, ehe dann am kommenden Mittwoch
wieder die Pflicht in Krefeld mit der Vorbereitung auf die
restlichen Spiele ruft.
Zum neuen Trainer Bill Stewart, unter dem er schon zwei Jahre in
Mannheim gearbeitet hatte und damals als zweiter Torhüter Deutscher
Meister geworden war, meinte Müller: "Genau der richtige Mann zu
diesem Zeitpunkt. Ich bin sicher, mit ihm packen wir es. Ich weiß,
wie hart Stewart arbeiten kann. Aber das kommt uns sicherlich zu
Gute, wenn es in den Schlussspurt geht. Es wäre falsch, wenn wir uns
da was vormachen würden. Zwischen dem 13. Februar (gegen Freiburg)
und dem letzten Saisonspiel am 7. März (gegen Iserlohn) gibt es für
uns Pinguine knochenharte Wochen. Aber es wäre auch schon
hammerhart, wenn der Meister in den Abstieg rutschen würde. Aus
diesem Grunde habe ich auch mal den Mund aufgemacht. Wenn`s geholfen
hat dann Schwamm drüber."
Donnerstag - 29.1.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Knappes 3:4 n.P. bei den Ice Tigers
Die stark verbesserten Pinguine ließen sich noch einen 3:1-Vorsprung
im letzten Drittel abjagen und unterlagen im Penaltyschießen mit 3:4
bei den Nürnberg Ice Tigers.
Krefeld. Pech gehabt: Die Krefeld Pinguine konnten trotz einer 3:1-
Führung den Erfolg vom Sonntag gegen die Nürnberg Ice Tigers nicht
wiederholten und mussten sich im Penaltyschießen mit 3:4 geschlagen
geben. Weder Marc Beaucage, Robert Guillet, Alexander Selivanov noch
Marcel Rodman konnten Nürnbergs Schlussmann Frederic Chabot
überwinden. Auf der Gegenseite musste Robert Müller die Penaltys von
Martin Jiranek und Petr Fical passieren lassen.
Aufgrund der spielerischen Überlegenheit war der Erfolg der Ice
Tigers verdient. Für die Pinguine war es aber ein wichtiger Punkt,
zumal Play-down-Konkurrent Hannover in Köln mit 1:2 verlor. Obwohl
das Pinguine-Team bis auf den verletzten Paul Dyck bis zur Abreise
nach Nürnberg komplett schien, musste Trainer Bill Stewart erneut
umstellen. Chris Herperger sah stündlich Vaterfreuden entgegen,
blieb zu Hause, und um 14.31 Uhr kam Töchterchen Alexa gesund und
munter zur Welt. Zu spät für den Kanadier, noch nach Nürnberg zu
reisen.
Stewart beorderte Marcel Rodman zu Terry Yake und Alexander
Selivanov. Was mögen die Zauberworte Bill Stewarts gewesen sein, der
aus dem phlegmatischen Haufen Eishockeyspieler unter Butch Goring
und dem verworrenen Team unter Haralds Vasiljevs ein kämpferisch
hellwaches Team gemacht hat? Der am Samstag verpflichtete
"Banden-Profi" hat die zuletzt schwachen Stars nicht nur an der Ehre
gepackt, sondern in ihnen auch wieder Spiel- und Kampfbereitschaft
geweckt.
Selbst ein unglücklicher Rückstand durch Stephané Julien (6.),
Müller war die Sicht versperrt, brachte das Team nicht aus dem
Konzept. Gut gestaffelt in der Abwehr, verschafften sich die
Krefelder immer wieder durch Konter Entlastung. Chris Luongo, nutzte
ein 5:3-Überzahlspiel mit dem Ausgleichstreffer. Die Nürnberger
erspielten sich im Mittelabschnitt zwar optische Vorteile, doch ihre
Schüsse verpufften oder wurden eine Beute des ausgezeichneten Robert
Müller. Und dann hieß es plötzlich 2:1 für die Pinguine, als Marcel
Rodman, der Dienstag wieder ein Aktivposten war, abzog und Frederic
Chabot mit einem trockenen Schuss aus dem Handgelenk überwand.
Und noch einmal mussten drei Krefelder gegen fünf Nürnberger eine
bange Minute überstehen. Kurz vor der Drittelsirene landete ein
Rodman-Schuss am Pfosten. Als Justin Kurtz bei Krefelder Unterzahl
das 3:1 erzielte, war ein zweiter Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers
greifbar nahe. Doch die Nürnberger setzten alles auf eine Karte und
wurden belohnt. Das 3:2 durch Robert Tomik (44.) fiel, als Shayne
Wright auf der Straf bank war. Noch unglücklicher war der
3:3-Ausgleich durch Konstantin Firsanov, als Chris Kelleher dem
Youngster den Puck praktisch vor den Schläger spielte.
SPIEL-STATISTIK
Nürnberg Tigers - Krefeld Pinguine 4:3 (1:1, 0:1, 2:1/1:0) n.P.
Pinguine: Müller - Kelleher/ Kurtz, Dück/Kunce, Wright/Luongo
Bertrand/Beaucage/Guillet, Rodman/Yake//Selivanov, Ziesche/Ustorf/Grygiel,
Appel/ Lanier/Zajankala.
Tore: 1:0 (5:16) Julien (Jiranek), 1:1 (13:30) Luongo (Kelleher/
Bertrand), 1:2 (33:32) Rodman (Yake), 1:3 (43:30) Kurtz (Ustorf),
2:3 (44:06) Tomik (Stastny/Fical), 3:3 (51:36) Firsanov (Rumrich),
Penalty: Jiranek.
Schiedsrichter: Danny Kurmann (Schweiz)
Zuschauer: 3214
Strafminuten: Nürnberg 12 plus 10 Disziplinarstrafe für Firsanov,
Krefeld 24
Artikel von Mittwoch - 28.1.2004
Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Hellwach - aber Führung verspielt
Die Pinguine ließen sich einen 3:1-Vorsprung abjagen und unterlagen
im Penaltyschießen mit 3:4.
Krefeld. Pech gehabt: Die Krefeld Pinguine konnten trotz einer 3:1-
Führung den Erfolg vom Sonntag gegen die Nürnberg Ice Tigers nicht
wiederholten und mussten sich im Penaltyschießen mit 3:4 geschlagen
geben.
Weder Marc Beaucage, Robert Guillet, Alexander Selivanov noch Marcel
Rodman konnten Nürnbergs Schlussmann Frederic Chabot überwinden. Auf
der Gegenseite musste Robert Müller die Penaltys von Martin Jiranek
und Petr Fical passieren lassen. Aufgrund der spielerischen
Überlegenheit war der Erfolg der Ice Tigers verdient. Für die
Pinguine war es aber ein wichtiger Punkt, zumal Play-down-Konkurrent
Hannover in Köln mit 1:2 verlor. Obwohl das Pinguine-Team bis auf
den verletzten Paul Dyck bis zur Abreise nach Nürnberg komplett
schien, musste Trainer Bill Stewart erneut umstellen. Chris
Herperger sah stündlich Vaterfreuden entgegen, blieb zu Hause, und
um 14.31x0fUhr kam Töchterchen Alexa gesund und munter zur Welt. Zu
spät für den Kanadier, noch nach Nürnberg zu reisen. Stewart
beorderte Marcel Rodman zu Terry Yake und Alexander Selivanov.
Was mögen die Zauberwort Bill Stewarts gewesen sein, der aus dem
phlegmatischen Haufen Eishockeyspieler unter Butch Go ring und dem
verworrenen Team unter Haralds Vasiljevs ein kämpferisch hellwaches
Team gemacht hat? Der am Samstag verpflichtete Banden-Profi` hat die
zuletzt schwachen Stars nicht nur an der Ehre gepackt, sondern in
ihnen auch wieder Spiel- und Kampfbereitschaft geweckt. Selbst ein
unglücklicher Rück stand durch Stephané Julien (6.), Müller war die
Sicht versperrt, brachte das Team nicht aus dem Konzept. Gut
gestaffelt in der Ab wehr, verschafften sich die Krefelder immer
wieder durch Konter Entlastung. Chris Luongo, nutzte ein
5:3-Überzahlspiel mit dem Ausgleichstreffer.
Die Nürnberger erspielten sich im Mittelabschnitt zwar optische
Vorteile, doch ihre Schüsse verpufften oder wurden eine Beute des
ausgezeichneten Robert Müller. Und dann hieß es plötzlich 2:1 für
die Pinguine, als Marcel Rodman, der gestern wieder ein Aktivposten
war, abzog und Frederic Chabot mit einem trockenen Schuss aus dem
Handgelenk überwand. Und noch einmal mussten drei Krefelder gegen
fünf Nürnberger eine bange Mi nute überstehen. Kurz vor der
Drittelsirene landete ein Rodman-Schuss am Pfosten.
Als Justin Kurtz bei Krefelder Unterzahl das 3:1 erzielte, war ein
zweiter Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers greifbar nahe. Doch die
Nürnberger setzten alles auf eine Karte und wurden belohnt. Das 3:2
durch Robert Tomik (44.) fiel, als Shayne Wright auf der Strafbank
war. Noch unglücklicher war der 3:3-Ausgleich durch Konstantin
Firsanov, als Chris Kelleher dem Youngster den Puck praktisch vor
den Schläger spielte.
Nürnberg Tigers - Krefeld Pinguine 4:3 (1:1, 0:1, 2:1/1:0) n.P.
Pinguine: Müller Kelleher/ Kurtz, Dück/Kunce, Wright/Lu ongo
Bertrand/Beaucage/Guil let, Rodman/Yake//Selivanov, Ziesche/Ustorf/Grygiel,
Appel/ Lanier/Zajankala
Tore:
1:0 (5:16) Julien (Jiranek),
1:1 (13:30) Luongo (Kelleher/ Bertrand),
1:2 (33:32) Rodman (Yake),
1:3 (43:30) Kurtz (Ustorf),
2:3 (44:06) Tomik (Stastny/Fical)
3:3 (51:36) Firsanov (Rumrich), Penalty Jiranek
Zuschauer: 3214
Schiedsrichter: Danny Kurmann (Schweiz)
Strafminuten: Nürnberg 12 plus 10 Disziplinarstrafe für Firsanov,
Krefeld 24
Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
3:2 gegen Ice Tigers - Stewart versöhnte die Fans
Der neue Trainer der Pinguine feierte beim Debüt einen 3:2-Erfolg
gegen Nürnberg. Tore von Bertrand, Appel und Beaucage.
Krefeld. Aufatmen in der Rheinlandhalle: Der 3:2 (1:1, 1:0,
1:1)-Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers brachte gleich mehrfache
Erleichterung. Die enttäuschten Fans, die mit Protestaktionen und
Flugblättern vor dem Spiel ihrer Verärgerung freien Lauf ließen,
standen spätestens zum zweiten Spielabschnitt wieder für ihre
Mannschaft ein, forderten nach dem knappen, aber verdienten Sieg die
Ehrenrunde., und applaudierten. Mit dem Sieg haben die Pinguine
wieder drei Punkte Vorsprung auf den Play-down-Platz und Konkurrent
Hannover. Und Neu-Trainer Bill Stewart, der eingangs ins
Pfeifkonzert eingeschlossen worden war, wurde freundlich
verabschiedet.
"Das war endlich wieder eine kämpferisch ordentliche Leistung",
fasste Fanprojekt-Leiter "Ömmes" Jaegers zusammen. Und
Schiri-Altinternationaler Jupp Kompalla attestierte: "Wenn das Team
so weiterkämpft, dann ist der Abstieg kein Thema." Selbst Nürnbergs
Coach Greg Poss zollte Lob: "Krefeld hat sich den Sieg verdient,
weil es in einem guten Spiel die Torchancen besser genutzt hat."
Alles richtig gemacht? Mitnichten! Für Bill Stewart, der vor dem
Spiel seinem neuen Team tüchtig ins Gewissen geredet hatte, beginnt
erst heute die Arbeit gegen den Abstieg. Aber er ist sich sicher:
"Das packen wir."
Der neue Coach, der nach Aussage von Kapitän Steffen Ziesche schon
bei seinem Antritt am frühen Nachmittag Respekt bei den Teamkollegen
eingeheimst hatte, ließ Sonntag noch alles beim Alten. Zumindest was
die Zusammenstellung des Teams betraf, warf nur ein waches Auge auf
die individuellen Leistungen. Nach dem Spiel lobte er dann auch:
"Ich habe bei meiner Ankunft eine Gruppe von Einzelspielern
vorgefunden, die keinen Erfolg hatten. Heute haben sie alles getan,
um diesen Erfolg zu bekommen."
Nach einem ausgeglichen ersten Drittel mit Toren von Eric Bertrand
(5). und dem Nürnberger Guy Lehoux (12.) in Überzahl spielten die
Pinguine endlich wieder einmal ein ordentliches Mitteldrittel.
Pascal Appel, gestaltete es zudem mit seinem Solo zum 2:1 nach 34
Minuten sogar erfolgreich. Im Schlussabschnitt sorgte Marc Beaucage
mit dem 3:1 (55.) erst einmal für etwas Sicherheit, ehe die Pinguine
in der Schlussminute doch noch einmal zittern musste, als Kevin Dahl
24 Sekunden vor Spielende auf 3:2 verkürzte. Doch Kampfgeist und ein
gestern wieder herausragender Robert Müller hielten den knappen
Erfolg fest. Da spendete auch Ex-Trainer Haralds Vasiljevs auf der
Tribüne spontan Beifall.
Artikel vom 26.1.2004
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Bill Stewart - Zwei Bier, ein Sieg und dann nach Nürnberg
Bill Stewart hatte am 13. Januar um Auflösung seines Vertrages in
Mannheim gebeten. Der manchmal etwas exzentrische 46-Jährige, der
2000 nach Mannheim kam, führte die Adler 2001 zum Titel, war 2002
Vizemeister und stand mit dem Team in der letzten Saison im
Halbfinale.
Krefeld. Der 1957 in Toronto geborene Familienvater bestritt 274
NHL-Spiele, war von 1986 bis 1995 Trainer und Spieler in Italien.
1998 bekam er nach Erfolgen in den unteren Ligen einen Vertrag beim
NHL-Klub New York Islanders, gewann in der OHL die Meisterschaft,
ehe er in die DEL wechselte. Ob Bill Stewart über das Saisonende
hinaus bei den Pinguinen bleiben wird, hängt auch vom Verlauf der
nächsten Spiele und Wochen in Krefeld ab.
Den ersten Sieg unter seiner Regie bezeichnete er als Arbeitssieg
mit gutem Kampf im zweiten und letzten Drittel. "Jetzt trinke ich
zwei Bier, dann wird gut geschlafen, und morgen bereiten wir uns auf
das Spiel am Dienstag in Nürnberg vor. Ich danke für die freundliche
Aufnahme in Krefeld. Wir haben uns den Sieg verdient."
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Pressemitteilungen
2004 |
Bill Stewart heuert in Krefeld an
Berlin (dpa) - Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) vermeldet ihren
fünften Trainer-Wechsel der Saison. Bei Titelverteidiger Krefeld
Pinguine ist der Kanadier Bill Stewart Cheftrainer. Er löste nach
sechs Niederlagen nacheinander Haralds Vasiljevs ab und soll die auf
Rang zwölf abgerutschten Rheinländer vor dem Abstieg retten.
Der 46-jährige Stewart war erst am 13. Januar als Trainer beim
Liga-Konkurrenten Adler Mannheim ausgeschieden.
Krefeld hat zum zweiten Mal in dieser Saison auf schwache Leistungen
des Teams reagiert. Der 51 Jahre alte Lette Vasiljevs hatte am 12.
Dezember 2003 das Amt von Meistertrainer Butch Goring übernommen.
Neben Krefeld und Mannheim, wo inzwischen der 114fache
Nationalspieler Helmut de Raaf amtiert, wurde der Trainerposten auch
beim Tabellenletzten Wölfe Freiburg und bei den Iserlohn Roosters
zum Schleudersitz. In Freiburg kam nach der Rekordserie von 18
Niederlagen Horst Valasek für den zum Sportdirektor aufgestiegenen
Thomas Dolak. Iserlohn entließ Dave Whistle nach vier Niederlagen
hintereinander und verpflichtete Doug Mason.
«Wir haben alle Anstrengungen unternommen, um einen Mann zu finden,
der uns vor dem drohenden Abstieg bewahren kann», sagte Wolfgang
Schäfer, Geschäftsführer der KEV-Pinguine. Unter Vasiljevs, der in
den Nachwuchs-Trainerstab des Vereins zurück kehrt, waren insgesamt
neun von elf Spielen verloren worden. «Leider haben Teile der
Mannschaft dem Trainer nicht den nötigen Respekt entgegengebracht
und die notwendige professionelle Arbeitseinstellung an den Tag
gelegt. Der Wechsel an der Bande ist daher als Schutz von Haralds
Vasiljevs zu verstehen», hieß es in der Presseerklärung des Vereins.
Stewart wurde zunächst bis zum Saisonende verpflichtet. Er war seit
Juli 2000 in Mannheim und führte die Adler 2001 zum deutschen
Meistertitel. In der Amtszeit des Kanadiers, aber ohne sein
Mitwirken, war in Mannheim Nationalmannschaftskapitän Stefan Ustorf
Ende Oktober vom sportlichen Management ausgebootet worden. Ustorf
ging daraufhin nach Krefeld, wo sich nun die Wege wieder kreuzen.
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Pressemitteilungen
2004 |
Pressemitteilung Krefeld Pinguine
Krefeld, 24. Januar
Wir erhielten soeben folgende Pressemitteilung der Krefeld Pinguine
mit der Überschrift “Bill Stewart neuer Pinguine-Coach”: “Mit
sofortiger Wirkung ist Bill Stewart neuer Trainer bei den Krefeld
Pinguinen. Angesichts der sportlichen Talfahrt sahen sich die
Verantwortlichen der KEV Pinguine Eishockey GmbH gezwungen, eine
erneute personelle Veränderung vorzunehmen. Geschäftsführung und
Aufsichtsrat sind der Meinung, dass nur noch ein ´harter Hund´ in
der Lage ist, mit der derzeitgen Mannschaft die Play-downs zu
vermeiden. ´Abstieg´ ist bei den Krefeld Pinguinen ein Fremdwort und
wird es auch bleiben. Bill Stewart wird bereits beim morgigen
Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers (Beginn: 18.30 Uhr) an der
Bande stehen und zwar zuletzt Trainer der Adler Mannheim. Bis
Saisonende wechselt er zu den Krefeld Pinguinen. Die Krefeld
Pinguine danken Haralds Vasiljevs ausdrücklich für seine Arbeit in
den letzten Wochen und die Bereitschaft, kurzfristig die Mannschaft
zu trainieren und zu coachen. Leider haben Teile der Mannschaft dem
Trainer nicht den nötigen Respekt entgegengebracht und die
notwendige professionelle Arbeitseinstellung an den Tag gelegt. Der
Wechsel an der Bande ist daher als ´Schutz´ von Haralds Vasiljevs zu
verstehen. ´Ich möchte nicht, dass Haralds seinen guten Ruf aufs
Spiel setzt, weil Teile der Mannschaft nicht mit dem Herzen bei der
Sache sind. Er hat uns in der Vergangenheit unterstützt, wie er es
hoffentlich auch in Zukunft tun wird´ , so Geschäftsführer Wolfgang
Schäfer.”
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Pressemitteilungen
2004 |
Vertrackt: Kommt Öst oder Ihnacak?
Trainer Haralds Vasiljevs muss Platz machen für den dritten Trainer
in dieser Saison.
Krefeld. Spätestens mit dem Signal, das Robert Müller am Donnerstag
bei den Hamburg Freezers via Kamera gegeben hatte, liefen gestern
bei den Pinguine die Drähte heiß. Müller hatte nach dem Debakel
seine Kollegen teilweise angegriffen und stellte nach der 2:7-Pleite
bei den Hamburg Freezers frustriert fest: "Das ganze ist eine
Charaktersache." Der Schuss zielte auf die Mitspieler, den Treffer
allerdings kassierte Trainer Haralds Vasiljevs.
Der Lette ist Angestellter auf Zeit, seine Ablösung steht bevor.
Pinguine-Boss Wilfrid Fabel sagte gestern: "Es ist offensichtlich
leider so, dass er Probleme mit dem kanadischen Teil der Mannschaft
hat." Ein Trainer müsse die Fähigkeit haben, ein Team so zu
motivieren, dass es funktioniere. Das tun die Pinguine
offensichtlich nicht. Bei einer härteren Gangart hätte Vasiljevs
durchaus die volle Unterstützung der Führung gehabt. Zumal dort die
Unruhestifter im Team offensichtlich ausgemacht sind.
Wie immer gestaltete sich die Suche nach einem neuen Trainer
schwierig in solch sportlicher Lage - zudem ist die Situation bei
den beiden Top-Kandidaten mitunter vertrackt. Für einen der
Kandidaten, Peter Ihnacak, ehemaliger Pinguine-Crack (bis 1997),
hätte ein Debüt als Trainer bei den Pinguinen am Sonntag in der
Rheinlandhalle besonderen Charme. Immerhin war die erste
Trainerstelle des 46-jährigen Kanadiers bei eben jenen Nürnberg Ice
Tigers, mit denen er 1999 Vizemeister wurde. Allerdings soll er sich
geziert haben, anzunehmen. Fabel wollte das gestern nicht
bestätigen. Ganz fremd mag ihm das nicht vorgekommen sein. Denn
Ihnacak soll bereits gezögert haben, als ihm die Aufgabe angeboten
worden war, als Goring entlassen worden war. Zuletzt war der
ehemalige NHL-Crack Trainer in Wartestellung, ehe er vor zwei Wochen
beim KEV `81 bei der DNL-Mannschaft aushalf.
Eine mögliche Verpflichtung Ihnacaks enthält eine weitere
Pikanterie. Denn das Verhältnis Fabel-Ihnacak war offenbar so stark
belastet, dass Fabel einst verkündet: "Unter meiner Führung wird
Ihnacak nie Trainer in Krefeld." Hintergrund war eine Indiskretion
Ihnacaks nach einem Gespräch mit Fabel, als es um seine Zukunft
ging. Zeigt die drohende (Abstiegs-)Not neue Wege auf?
Möglich, aber nicht zwingend logisch. Denn es gibt einen weiteren,
mittlerweile wohl aussichtsreicheren Kandidat mit Olle Öst. Der
Schwede hat als sportlicher Direktor bei den Hannover Scorpions
einen Zwei-Jahres-Vertrag vor Saisonbeginn unterschrieben, ist
mittlerweile aber beurlaubt. Bis zum Saisonende wurde er mit einer
fünfstelligen Summe abgefunden. In der neuen Saison hat er aber
einen gültigen Vertrag. Womöglich kommt den Scorpions die Offerte
der Pinguine gelegen. Neben einer Vertragsauflösung müssen die
Niedersachsen auch darüber entscheiden, ob sie einen Mann zum
Konkurrenten ziehen lassen. Immerhin wird die Entscheidung um die
Teilnahme an den Play-down zwischen beiden Teams fallen. Aufgrund
solch schwieriger Sachlage fiel gestern auch keine Entscheidung.
Derweil bemüht sich Vasiljevs nach den bitteren Niederlagen gegen
Köln (2:5) und in Hamburg (2:7) sein Team wieder auf Vordermann zu
bringen. Personell kann der Lette bis auf Robert Guillet (bis
Dienstag gesperrt) und Paul Dyck (Beinbruch) auf den kompletten
Kader zurückgreifen. Doch neben den sichtbaren Konzentrationsmängeln
und konzeptlosem Spiel scheint auch unsolider Lebenswandel einiger
Spieler Anlass für die mitunter desolate Leistung zu sein.
Derweil proben die Fans den Aufstand, wollen nicht mehr geschlossen
das Team Sonntag gegen Nürnberg unterstützen. Das Team spiele ohne
jeglichen Stolz und Charakter Eishockey. Von der Krtik ausgenommen
seien nur wenige Spieler, etwa Robert Müller.
Von Stephan Esser und Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Wenn die Spieler nicht zusammen passen
Wie sich zeigt, ist das "Watscheln" der Pinguine in Sachen
Sportlicher Leiter alles andere als abgestimmt.
Krefeld. Wie der Herr, so's G'scherr? Auf dem Eis passten, so der
Rundfunk-Eishockey-Papst Eddie Körper zur KEV-Malaise, "keine vier
Spieler zusammen bei den Pinguinen". Es sei also kaum verwunderlich,
dass nichts Konstruktives zusammen liefe. Droht nun das auch abseits
des Eises? Oder besser, noch mehr als schon bisher? Denn ein
gehandelter Kandidat für die Position des Sportlichen Leiters macht
deutlich, wie wenig abgestimmt doch das "Watscheln" der Pinguine
ist.
Zur Erinnerung: Zum durchaus machtbewussten Geschäftsführer Wolfgang
Schäfer holte vor wenigen Tagen plötzlich ausgerechnet dessen
Mentor, Generalbevollmächtigter Wilfrid Fabel, öffentlich Holger
Rathke heran. Der Ex-Geschäftsführer des Liga-Konkurrenten Kölner
Haie und designierte König-Palast-Chef beeilte sich zwar, die
Brisanz klein zu reden, doch dürften Konflikte vorprogrammiert sein.
Und in dieses Spannungsfeld soll nun auch noch der bis Saisonende in
Köln tätige Gerhard Brunner als Sportdirektor stoßen. So jedenfalls
dem Vernehmen nach der Wunsch einer Gesellschaftergruppe um
Ex-Aufsichtsrat Hugo Hendricks.
Fabel holt Rathke, Hendricks will Brunner nur, beide gelten laut
Kölner Medien als "spinnefeind"! Da braucht man gar nicht erst die
"Beiträge" von Platzhirsch Wolfgang Schäfer oder des neuen Trainers
oder der neuen Spieler abzuwarten - die derzeitigen Chaostage
dürften angesichts solch abgestimmter Vorgehensweisen und solider
Informationen im Vorfeld wohl garantiert in die Verlängerung gehen.
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Müller greift an: "Charakterlosigkeit"
Der Torhüter der Pinguine war nach der 2:7-Niederlage bei den
Hamburg Freezers fuchsteufelswild auf seine Kollegen.
Krefeld. Es war ein wenig wie der letzte Fingerzeig, als Brad Purdie
den Schlusspunkt setzte. Sieben Minuten vor dem Ende legte er auf
Vorarbeit von Dan Lambert bei der 2:7 (0:1, 3:0, 4:1)-Niederlage der
Krefeld Pinguine bei den Hamburg Freezers den Finger ganz tief in
die offene Wunde. Gedemütigt vom ehemaligen Mitspieler-Duo
Purdie/Lambert taumelt der Meister schneller als ihm lieb ist
Richtung Abstiegs-Abgrund.
Am Sonntag gerieten die Pinguine nach einer 2:0-Führung durch
individuelle Fehler im Mit teldrittel und fünf Gegentore der Kölner
Haie auf die Verliererstraße. In Hamburg hielt die 1:0-Führung durch
Adrian Grygiel (6.) bis zur 26.Minute, ehe innerhalb von 200
Sekunden aus der Führung ein 1:3-Rückstand wurde.
In der ausverkauften ColorLine-Arena in Hamburg boten die Pinguine
eine ansehnliche Leistung im ersten Drittel. Die Führung war daher
nicht unverdient. Grygiel lenkte einen abgefälschter Schuss von
Kapitän Steffen Ziesche ins Netz. Die Gastgeber bestimmten dann das
zweite Drittel eindeutig. Der Ex-Krefelder Dan Lambert leitete das
Unheil ein, das über die Pinguine hereinbrach, mit seinem Tor zum
1:1-Ausgleich (26). Robert Müller war dabei die Sicht versperrt. Als
wenig später Shayne Wright den Puck über den Schläger springen ließ,
bedankte sich Andrew Schneider mit dem Tor zum 2:1. Es war der x-te
Fehler Wrights, der zur tragischen Figur in der Krefelder Abwehr
wird.
Aber es kam noch schlimmer: Denn als Stefan Ustorf auf der Strafbank
saß, konnte Plachta nach einem abgefälschten Schuss von Brad Purdie
ungehindert das 3:1 markieren. Im Schlussdrittel waren die
aufgerissenen Dämme nicht mehr zu stopfen. Innerhalb von 54 Sekunden
stellten die Hamburger auf 5:1. Torhüter Robert Müller war
fuchsteufelswild, griff seine Kollegen vor laufender Kamera an und
sprach von Charakterlosigkeit. Er wollte sich zwischenzeitlich
auswechseln lassen, wurde zurückgeschickt: Ich mache weiter, aber so
etwas habe ich noch nicht mitgemacht. Ich werde bis zum Ende bemüht
sein, meine beste Leistung zu zeigen. Dazu bin ich Sportler. Das ist
auch eine Sache der Ehre.
Am Sonntag kommen die Nürnberg Ice Tigers in die Rheinlandhalle. Ob
dann noch Haralds Vasiljevs an der Bande steht - obwohl er das
Debakel mit neun Niederlage aus elf Spielen unter seiner Führung
nicht alleine zu verantworten hat?
STATISTIK
Hamburg Freezers - Krefeld Pinguine 7:2 (0:1, 3:0, 4:1)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Wright/Kozhevnikov, Kunce/Dück,
Raubal/Luongo - Selivanov/Herperger/Yake, Rodman/Beaucage/Bertrand,
Grygiel/Ustorf/Ziesche, Zajankala/ Lanier/Appel
Tore: 0:1 (5:06) Grygiel (Ziesche/ Kelleher), 1:1 (25:34) Lambert (Hynes/Fearns),
2:1 (26:48) Schneider (Greig/Purdie), 3:1 (28:54) Plachta (Purdie),
4:1 (43:12) Greig (Schneider/Purdie), 5:1 (44:06) Abstreiter (Francz/Washburn),
5:2 (44:30) Luongo (Rodman/Beaucage), 6:2 (47:48) Fearns (Hynes),
7:2 (52:31) Purdie (Lambert/Schneider)
Schiedsrichter: Lichtnecker (Lengries)
Zuschauer: 12521
Strafminuten: Hamburg 6, Krefeld 10
Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Ustorf kommt zurück, Guillets Sperre reduziert
Die Pinguine stehen am Donnerstag vor einer schweren Aufgabe bei den
Hamburg Freezers.
Krefeld. Können die Krefeld Pinguine dem Beispiel der Adler Mannheim
mit dem 3:1-Sieg von Dienstag folgen, und am Donnerstag die Hamburg
Freezers auf die Verliererstraße schicken? Ein Wunsch, den
sicherlich nicht nur Trainer Haralds Vasiljevs und die Mannschaft
haben, sondern auch die ganze Krefelder Fangemeinde. Personell hat
sich die Situation vor dem Gastspiel in der Color Line Arena (19.30
Uhr bei Premiere) leicht verbessert, denn mit Stefan Ustorf kommt
ein erfahrener und kämpferisch starker Spieler ins Team zurück.
Doch Vasiljevs hat auch Sorgen: Mit Ersatztorhüter Markus Janka,
Abwehrspieler Shayne Wright (beide Leistenprobleme) und Stürmer
Pascal Appel (Schulter) fehlen ihm verletzungsbedingt drei Akteure.
Schwerwiegender ist jedoch der weitere Ausfall von Robert Guillet.
Dessen Strafmaß wurde gestern vor dem DEL-Schiedsgericht von sechs
auf vier Spiele verringert. Guillet kann am kommenden Dienstag beim
Spiel in Nürnberg wieder mitspielen. "Es ist mir unerklärlich, wie
Guillet einem einhändigen Stockschlag eine so schwere Verletzung
verursachen kann", versteht Geschäftsführer Wolfgang Schäfer auch
nach der Reduzierung die Strafe nicht.
Gerne würde Vasiljevs gegen die starken hanseatischen "Kühlschränke"
mit vier Blöcken spielen, doch er muss wieder umstellen, kann wohl
nur drei komplette Blöcke aufbieten. Belebung dürfte Stefan Ustorf
bringen, der nach seiner Fußverletzung wieder fit ist und zusammen
mit Steffen Ziesche und Adrian Grygiel die deutsche Reihe bildet.
Im ersten Block, der "french-connection" muss Marcel Rodman noch ein
Spiel für den gesperrten Guillet neben Marc Beaucage und Eric
Bertrand aushelfen. Für den zweiten, spielerisch starken Sturm sind
Alexander Selivanov, Chris Herperger und Terry Yake verantwortlich.
Rückblickend auf das bittere zweite Drittel gegen die Kölner Haie
mit 0:5 am letzten Sonntag fordert Vasiljevs vor allem von seiner
Abwehr mehr Konzentration. "Drei Gegentoren ging einen Kette von
Fehlern voraus. Das darf so erfahrenen Spielern nicht passieren. Ich
erwarte, dass wir in den verbleibenden vier Spielen vor der
Länderspielpause noch punkten", gibt sich der Trainer
zuversichtlich. Und fügt hinzu: "Damit könnten wir in Hamburg schon
anfangen."
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Schiedsgericht reduziert Sperre von Guillet
Der Top-Stürmer der Krefeld Pinguine
kann durchatmen: Seine Sperre von sechs Spielen wurde auf vier
heruntergesetzt.
Krefeld. Das Schiedsgericht der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hat
am Mittwoch die Strafe gegen Rob Guillet von Meister Krefeld
Pinguine von ursprünglich sechs auf vier Spiele reduziert. Die
Geldstrafe von 1800 Euro bleibt unverändert. Guillet hatte im
Meisterschaftsspiel gegen die Augsburger Panther am 9. Januar seinen
Gegenspieler Rick Girard mit einem Stockschlag an der rechten Hand
schwer verletzt.
Artikel vom: 21.01.2004
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Pressemitteilungen
2004 |
Ustorf machte alles mit
Der angeschlagene Nationalspieler will Donnerstag in Hamburg
unbedingt dabei sein. Die Stimmung bei den Pinguinen hat sich
verbessert.
Krefeld. "Ich denke, dass ich dabei bin", gibt sich Stefan Ustorf
nach seiner Fußverletzung optimistisch. Dienstag absolvierte er das
komplette Programm. Trainer Haralds Vasiljevs sah es mit Freude:
"Ich bin zufrieden. Alle haben tüchtig mitgezogen, es herrscht auch
nach der Niederlage gegen Köln eine positive Stimmung." Die Krefeld
Pinguine sind, so auch Kapitän Steffen Ziesche, bereit und heiß
darauf, noch vor der Länderspielpause ihre kritische
Tabellensituation (Platz zwölf) zu verbessern.
Erste Gelegenheit dazu gibt es am Donnerstag, wenn in der
Color-Line-Arena in Hamburg um 19.30 Uhr - Live-Übertragung bei
Premiere - die Aufgabe gegen die Hamburg Freezers ansteht.
Diese trumpften zwar in der neuen Hamburger "Kühlkammer" in diesem
Jahr besonders selbstbewusst auf, aber jede Serie geht einmal zu
Ende. Gerne hätte Vasiljevs Donnerstag schon seinen Torjäger Rob
Guillet dabei, aber der ist gesperrt. Mittwoch soll vor dem
Schiedsgericht der DEL der Einspruch der Pinguine gegen das harte
Urteil (sechs Spiele) verhandelt werden, das vom
Disziplinarausschuss aufgrund einer Videoaufzeichnung nachträglich
verhängt worden war.
Krefeld bezieht sich dabei vor allem darauf, dass Schiedsrichter
Oswald aus Bad Wörishofen den angeblichen Stockschlag des Krefelders
gegen den Augsburger Rick Girard deutlich gesehen und nicht geahndet
hat. Die Pinguine rechnen mit einer erheblichen Strafminderung.
Der Geschäftsführer der Pinguine, Wolfgang Schäfer, hatte in den
beiden letzten Tagen ganz andere Aufgaben. Er bearbeitete mit der
Seidenweberhaus-AG das neue Ticketsystem für den König Palast, und
ließ sich das System vom Hersteller erläutern. In Kürze soll der
Vertrag zwischen Betreiber und den Pinguinen abgeschlossen werden.
Schließlich wird die neue Arena in weniger als elf Monaten eröffnet.
Die letzten Spiele vor der Länderspielpause: Donnerstag in Hamburg,
am Sonntag, 18.30 Uhr in der Rheinlandhalle gegen Nürnberg,
Dienstag, 27. Januar in Nürnberg (19.30) und Freitag, 30. Januar, in
Ingolstadt (19.30 Uhr).
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
ETC Crimmitschau: Alptraum für KEV
Am Donnerstag geht die Reise nach Hamburg.
Krefeld. "Liebe Eishockeyfans! Wir begrüßen Sie zum ersten Spiel im
neuen König Palast Krefeld. Gegner der Pinguine im Spiel der 2.
Bundesliga ist der ETC Crimmitschau." Die Ankündigung des
Stadionsprechers in der halb vollen Arena ein Alptraum, der jedem
Krefelder Eishockeyfan derzeit das Blut in den Adern gefrieren
lässt. Und trotzdem eine Vorstellung, mit der sich der amtierende
Deutsche Meister ernsthaft befassen muss. Denn spätestens nach der
bitteren 2:5-Heimniederlage gegen die Kölner Haie schrillen bei den
Pinguinen endgültig die Alarmglocken.
14 Spieltage vor Ende der Doppelrunde 2003/04 sind die Pinguine
endgültig in der Abstiegszone gelandet, haben auf den 13. Platz, der
in die Play-downs das Auftaktspiel in der Rheinlandhalle gegen
Freiburg wäre am 10. März führt, nur noch drei Punkte Abstand.
Da ist es fast schon müßig festzustellen, dass die Krefeld Pinguine
den schlechtesten Tabellenstand eines Deutschen Meisters seit
Einführung der DEL haben. Ratlosigkeit auch bei den Gesellschaftern,
die nach der Niederlage gegen Köln den Dialog mit Trainer Haralds
Vasiljevs suchten. Schließlich hatten sie mit Alexander Selivanov
und Stefan Ustorf personell noch zweimal hochkarätig nachgelegt, und
sich bei der Verletzungsmisere mit George Zajankala und Michail
Kozhevnikov auch noch personell ergänzt.
Vasiljevs, der bisher aus neun Spielen nur zwei Siege einfahren
konnte, hat noch keine Einheit geformt. Vielleicht fehlt auch der
Draht. Auf jeden Fall ist festzustellen, dass ein personell gut
bestücktes Pinguine-Team kaum ein produktives Spielsystem erkennen
lässt. Vor allem die fehlende Bindung zwischen Abwehr und Angriff
ist die Achillesferse der Krefelder.
Für Haralds Vasiljevs, der nach der sich andeutenden Rückkehr von
Stefan Ustorf (Fußverletzung) mit Abwehrspieler Paul Dyck
voraussichtlich nur noch einen verletzungsbedingten Ausfall hat,
brennt die Frage unter den Nägeln, ob die Klage gegen das harte
Urteil für Rob Guillet (sechs Spiele Sperre für Stockschlag) nicht
aufgehoben oder gemindert werden kann. Aber die DEL lässt sich Zeit,
hat noch nicht verhandelt.
Mit der Rückkehr zur "French Connection" mit Guillet, Beaucage und
Bertrand wäre ein Silberstreifen in Sicht. Vier Spiele stehen noch
vor der Länderspielpause (30.1. bis 13.2.) an. Das erste steigt am
Donnerstag bei den Hamburg Freezers.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
KEV-Pinguine bloß Futter für die Haie
Am Ende blieb den Fans allein der Ärger: Mit 2:5 (2:9, 0:5, 0:0)
blamierte sich der amtierende Meister in der Rheinlandhalle. Anfangs
hatten die Anhänger noch gefeiert.
Krefeld. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Innerhalb von etwas
mehr als einer Stunde durchlebten die Krefelder Eishockeyfans die
ganze Palette der Gefühle. Am Ende blieb dann Frust, Traurigkeit
oder Empörung und Ärger, je nach Gefühlslage. Die 2:5 (2:0, 0:5,
0:0)-Niederlage gegen die Kölner Haie war für das Krefelder
Eishockey eine Demütigung, an der Trainer, Mannschaft und
Pinguine-Gesellschaft sicherlich noch lange zu knabbern haben. "So
spielt der Meister", klang es gegen 19 Uhr, als das Team von Trainer
Haralds Vasiljevs nach dem ersten Drittel mit 2:0 führte. Nicht
einmal unverdient, denn die beiden Tore durch Marc Beaucage und
Jonas Lanier in der 19. Spielminute waren der Lohn für kämpferisches
Eishockey und viel Einsatz.
Doch dann hatten die Pinguine wohl vergessen, dass noch 40
Spielminuten anstanden. "Wir sind im zweiten Drittel in der Kabine
geblieben", versuchte sich Haralds Vasiljevs später in Galgenhumor
und fügte an: "Das war ein totaler Blackout in diesem
Mittelabschnitt." Und in der Tat kann man es treffender kaum sagen,
denn was sich zwischen der 22. und 40. Spielminuten auf dem Eis der
Rheinlandhalle abspielte, hatte von Krefelder Seite wenig mit
DEL-Eishockey und mannschaftlicher Leistung zu tun. Hinten offen wie
ein Scheunentor, nach vorne harmlos wie eine Anfängertruppe,
überließ man den Gäste praktisch alle Initiative.
Körperlich versuchten einige, noch dagegen zu halten, doch vom Kopf
und der Ausführung her gab es da überhaupt keinen Lichtblick.
Lediglich die Fans hielten tapfer durch, waren zumindest bis zum 2:4
noch immer auf Seiten ihrer schwarz-gelben Cracks, die gestern
diesen Namen nicht verdienten. Beim 2:1 (22.) durch Jeremy Adduono
pennte die Abwehr, beim 2:2 durch Eduard Lewandowski eine Minute
später ließ Torhüter Müller den Puck leichtfertig passieren, und
beim 2:3 durch Andreas Morczinietz schlief erneut die Abwehr.
Vielleicht wäre noch ein Funken Hoffnung geblieben, hätte Alexander
Selivanov mutterseelenalleine in der 35. Minute noch einmal
getroffen, doch der Meister war gestern nicht einmal bereit,
Gastgeschenke der Kölner anzunehmen. So nahm das Debakel seinen Lauf
und Mickey Elick kam in der 38. Minute sogar zu einem Unterzahltor
für die Haie. Da war das 5:2 durch Adduano in der 40. Minute nur
noch ein weiterer Stich ins Herz des Meisters.
Das letzte Drittel wurde dann von beiden Teams nahezu körperlos
heruntergespielt, und Haie-Trainer Hans Zach hatte dann leichtes
Spiel, sein Team mit Lob für die engagierte Leistung zu
überschütten.
STATISTIK
Krefeld Pinguine - Kölner Haie 2:5 (2:0, 0:5, 0:0)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Wright/Kozhevnikov, Kunce/Dück,
Luongo - Herperger/Yake/Selivanov, Bertrand/Beaucage/Ziesche,
Rodman/Lanier/Grygiel, Appel/Zajankala/Raubal
Tore: 1:0 (18:26) Beaucage (Ziesche/Bertrand), 2:0 (18:52) Lanier (Grygiel/Rodman),
2:1 (21:18) Adduono (Stefan/Dessner), 2:2 (22:17) Lewandowski
(Lüdemann), 2:3 (27:19) Morczinietz (Stefan/Adduono), 2:4 (37:39)
Elick (Lewandowski/Boos), 2:5 (39:46) Adduono (Schlegel)
Schiedsrichter: Dahle (Berlin)
Zuschauer: 3 638 Strafminuten: Krefeld 12, Köln 14
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Berliner Fans auf erfolgloser Mission
Die Fans der Berliner Eisbären können offenbar nicht genug vom
Eishockey bekommen. Am Nachmittag hatten sie einen 3:1-Erfolg ihres
Teams bei den DEG Metro Stars bejubelt und machten sich dann auf zum
Rhein-Derby in die Rheinlandhalle, um dort die Pinguine gegen die
Haie zu unterstützen - mit wenig Erfolg.
Krefeld. Viel Aufregung und höchste Sicherheitsstufe herrschten vor
dem Spiel, schließlich hatte sich Ministerpräsident Peer Steinbrück
angekündigt. Rund zehn Minuten vor Spielbeginn hatte er die Halle
betreten mit großem Sicherheitspersonal im Gefolge, dazu die lokale
Politik-Prominenz. Dann ging`s gleich aufs Eis. Dort überreichte
Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer dem Ministerpräsidenten
ein Meister-Trikot der Pinguine.
Olaf Merkel, Tennis-Trainer bei Blau-Weiß Krefeld und
Pinguine-Dauergast, sagte vor dem Spiel zum möglichen Aufstieg des
Teams in die Tennis-Bundesliga: "Ich möchte das schon gerne. Ich
denke, in drei bis vier Tagen ist die Entscheidung gefallen."
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Pressemitteilungen
2004 |
Die Pinguine können doch noch punkten
Bei den Kassel Huskies kämpften sich
die Krefelder bis ins Penalty-Schießen, um dann doch noch mit 2:3
gegen einen der Mitkonkurrenten zu unterliegen.
Kassel. Das erste Drittel und das nach einhelliger Meinung aller
DEL-Trainer so ungeheuer wichtige erste Tor all dies gehörte den
Pinguinen. Kaum von der Strafbank gekommen war es Chris Herperger,
der 20 Sekunden vor der Pausensirene einen Konter mit einem
fulminanten Schlagschuss zur nicht unverdienten 1:0-Führung für die
Krefelder abschloss. Die hatten sich dieses Pausengeschenk auch
verdient, denn sie boten die gefälligeren Spielzüge, wirkten als die
etwas bessere Mannschaft von zwei Teams, deren Tabellenstand man auf
dem Eis ablesen konnte.
Und zunächst setzte sich dies auch im Mittelabschnitt fort. Doch es
setzte sich auch etwas anderes fort: die individuellen Fehler und
Konzentrationsschwächen in der Pinguin-Abwehr. Denn fast aus
heiterem Himmel stand es plötzlich 1:1. Nationalstürmer Serikow
stand zur Überraschung der Krefelder völlig ungedeckt vor
KEV-Torhüter Robert Müller und ließ diesem keine Chance (26.).
Und wie schon in den letzten Begegnungen gerieten die Pinguine nun
mächtig ins Schwimmen. Die Strafzeit des Ex-Huskies im KEV-Dress
Shayne Wright nutzten die Platzherren durch Brousseau, um mit 2:1 in
Front zu ziehen (34.).
Erst nach einigem "Schlucken" rappelten sich die Pinguine wieder
auf. Sie kamen nach der "Auszeit" wieder zurück ins Spiel und durch
Appel, Bertand oder Kelleher zu Ausgleichschancen.
Im Schlussdrittel wurde die Partie unterhaltsamer, sprich
spannender, denn die Gäste drückten nun. Verteidiger Daniel Kunce
hatte genau so wenig Glück mit einem Schlagschuss wie Marc Beaucage
bei seinem Solo.
"Die Yakes, Beaucages, Herpergers oder Selivanovs müssen das Tor
machen", so hatte noch am Donnerstag Trainer Vasiljevs seine Stars
in die Pflicht genommen. Und nach 52 Minuten erhörte auch Alexander
Selivanov seinen Coach. Von Terry Yake bedient markierte der Russe
den verdienten 2:2-Ausgleich.
Obwohl, hätte Kassels Wahlberg nur eine Minute zuvor stärkere Nerven
bei seiner Chance gegen Robert Müller gezeigt, dann wäre auch dieser
Treffer nur Ergebniskosmetik gewesen. Auch kurz nach dem Ausgleich
war Fortuna ein KEV-Fan, denn Stefan Retzer zielte zu genau und
hämmerte den Puck präzise ans Lattenkreuz.
Im achten Penalty-Schießen der Pinguine setzte es dann die dritte
Siason-Niederlage, denn Marc Beaucage konnte Robitailles Treffer in
der zweiten Runde der Strafschüsse nicht mehr ausgleichen.
Statistik
Kassel Huskies - Krefeld Pinguine 3:2 n.P. (0:1, 2:0, 0:1. 1:0)
Pinguine: Müller Kurtz/Kelleher, Rauball/Luongo, Wright/Kozhevnikov,
Kunce/Dück Herperger/Yake/Selivanov, Ziesche/Rodmann/Zajankala,
Bertrand/Beaucage
Tore: 0:1 (19:38) Herperger (Grygiel/Ziesche), 1:1 Serikow
(Wahlberg), 2:1 (33:06) Brousseau (Dury), 2:2 (51:04) Selivanov (Yake),
3:2 Robitaille (Penalty)
Zuschauer: 4 123
Schiedsrichter: Awizus (Berlin)
Strafminuten: Krefeld 4, Kassel 4
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Wunschteam erneut gesprengt
"Wir brauchen die Punkte nötiger als die", sagt Pinguine-Coach
Haralds Vasiljevs vor den beiden Wochenendspielen.
Krefeld. Er gibt sich trotzig. "Wir brauchen die Punkte nötiger als
die", sagt Pinguin-Coach Haralds Vasiljevs vor den beiden Spielen
heute in Kassel und am Sonntag um 18.30 Uhr in der Rheinlandhalle
gegen Köln. Wofür das will der Lette zwar nicht aussprechen, aber
zweifelsohne kann man sich beim noch amtierenden Meister einfach
keine weiteren Niederlagen erlauben. Zu verheerend wäre das Bild,
das die Pinguine dann böten. Aber schon wieder ist das Wunsch-Team
gesprengt. Denn zu den verletzten Dyck und Ustorf er spielt
möglicherweise am Sonntag gesellt sich nun noch Rob Guillet aufgrund
seiner Sechs-Spiele-Sperre wegen Stockschlags. Damit fehlt
Alt-Trainer Gorings French-Connection der Torjäger.
Andererseits können die anderen Akteure "vorspielen", denn zu Marc
Beaucage und Eric Bertrand will Vasiljevs wechselnde Cracks stellen.
Apropos "Vorspielen": Pinguin-Boss Wilfrid Fabel hatte zwar erst am
Sonntag vor laufender Kamera abgewiegelt "In Sachen Trainer tut sich
bis zum letzten Spieltag nichts" -, aber dies war wohl eher eine
"extreme Dehnung" der Darstellung.
Denn: "Natürlich sondieren wir den Markt. Die Verpflichtung des
Trainers für die kommende Saison hat für die Planungen absolute
Priorität", muss Geschäftsführer Wolfgang Schäfer nun auf Nachfrage
einräumen.
Vor dem Hintergrund des bereits rasant rotierenden Spielerkarussells
erscheint Fabels Zeitplan wahrlich praxisfern. Denn wer soll das
neue Team zusammen stellen? Wessen fachliches Know-how bietet die
Grundlage für die Entscheidung, beispielsweise die am Monatsende
auslaufenden Optionen mit den Top-Scorern Beaucage oder Guillet zu
nutzen, oder eben nicht? "Im Augenblick entscheiden das der
Aufsichtsrat, Herr Fabel und ich", sagt Schäfer und betont, dass man
auch Experten wie Trainer Vasiljevs oder Ex-Manager Rüdiger Noack
einhole.
Der ehemalige Sportliche Leiter aber betont nachdrücklich, dass er
"nur in seiner Freizeit am Wochenende für das nötige Scouting als
Hilfe und als Berater im Einzelfall zur Verfügung stehe". "Die große
Linie, das angestrebte Spielsystem, die langfristige Konzeption
einer Mannschaft, der gezielte Zukauf von Leuten mit den zuvor dem
Team noch fehlenden Fähigkeiten das kann nur aus dem Verein selber
kommen."
Folglich stellt sich die Frage also erneut, wer dieses nun bei den
Pinguinen tun soll? Denn nach Gutdünken Spieler zu verpflichten, die
dann nicht zum noch fehlenden Trainer und dessen Philosophie passen
dieses Missverständnis kann man sich nicht leisten. Dokumentiert die
Tabelle doch die Folgen einer gescheiterten, weil nicht
konzeptionellen Einkaufspolitik gnadenlos.
Konzeptionell wäre, Trainer und Team aufeinander abzustimmen womit
freilich Fabels vollmundig angekündigter Zeitplan endgültig
Makulatur wäre. Doch wäre das schlimm?
Die Eishockey GmbH legt Klage gegen das Urteil des
DEL-Diziplinarausschusses sechs Spiele Sperre für Guillet ein.
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Schock: Guillet für sechs Spiele gesperrt
Der kanadische Topstürmer der
Pinguine fehlt nach einem Foul mit Verletzungsfolge gegen den
Augsburger Girard in den nächsten Wochen. Zudem muss er 1800 €
Strafe zahlen.
Krefeld. Mit Verwunderung haben die Verantwortlichen der Krefeld
Pinguine das Strafmaß gegen Robert Guillet zur Kenntnis genommen.
Der kanadische Stürmer wurde vom DEL-Disziplinarauschuss für sechs !
Spiele gesperrt und erhielt eine Geldstrafe von 1800 Euro. Das
Strafmaß verwundert, da ein gezielter Schlag von Guillet gegen
seinen Gegenspieler Rick Girard (Augsburger Panther) nach Studium
der Videoaufzeichnung nicht erkennbar war. Die Pinguine hatten in
Augsburg 1:4 verloren.
Eine lange Schlange bildete sich gestern Nachmittag in den
Geschäftsräumen der AOK: Autogrammstunde mit den Spielern vom
Deutschen Eishockey-Meister Krefeld Pinguine. Trotz der momentanen
Krise waren die Unterschriften der Müller, Ziesche und Co., sowie
von Trainer Haralds Vasiljevs sehr begehrt. Eine Stunde lang
schrieben sich die Spieler die Finger wund. Am Freitag geht die
DEL-Runde weiter mit der Partie in Kassel, Sonntag kommen die Kölner
Haie in die Rheinlandhalle. Schwere Aufgaben im Kampf gegen ein
mögliches Abstiegsduell. Der Alptraum der Vereinsspitze und aller
Anhänger.
Der Pinguine-Store, Evertstraße 45, führt vom 19. bis 31. Januar
eine Fan-Aktion durch. Für die Mitglieder der offiziellen
KEV-Fanclubs gibt es beim Kauf oder bei der Bestellung von
KEV-Fanartikeln einen Rabatt von 10 Prozent.
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Pressemitteilungen
2004 |
Die "Krux" mit dem Nachwuchs
Viele Titel bei den Jugend-Teams des KEV 81 garantieren keine
Erfolge auf höherer Ebene.
Krefeld. Kaum ist die Misere der "Alt-Pinguine" nicht mehr
übersehbar, da kommt er wieder, der Schrei nach den jungen,
hungrigen Spielern aus der eigenen Jugend, die es den "satten
Söldnern" zeigen sollen. Realistisch? "Unsinn, man kann doch nicht
erwarten, dass Kinder die Arbeit von erfahrenen Profis machen",
schmettert Pinguin-Coach Haralds Vasiljevs solche Gedanken ab. Der
Lette, als langjähriger Jugendtrainer beim KEV alles andere als
"Jugend feindlich", will keine "Kids" als Notnägel eines maroden
Schiffes einbauen.
"Da würden wir statt 0:1 mit 0:4 oder noch höher verlieren. Wem wäre
damit gedient?" Zudem ist das mit dem eigenen Nachwuchs so eine
Sache. Denn obwohl der KEV 1981, Träger der Jugendarbeit unterhalb
der DEL-GmbH Krefeld Pinguine, seit Jahren Top-Nachwuchsklub in NRW
ist und auch bundesweit zur Spitze zählt, ist der Ertrag für die
erste Mannschaft überaus mager.
Haufenweise Titel bei Bambinis und Knaben, Platz drei in der
höchsten Nachwuchsklasse DNL in der letzten Saison aber in die DEL
schafften es in den letzten zehn Jahren nur ganze zwei Akteure:
Adrian Grygiel und Christian Ehrhoff. Supertalent Ehrhoff hätte mit
seiner kompromisslosen Zielstrebigkeit wahrscheinlich auch von Sylt
aus den Weg in die NHL geschafft. Bezeichnend: Aus den
Jugendjahrgängen 1982 bis 1984 spielt nach eigenem Bekunden mit
Kreutzmann nur noch ein weiterer KEV-Junior Kreutzmann beim
Zweitligisten Duisburg oberklassig. Die Allermeisten haben das
Handtuch geworfen, manche "murmeln" in der vierten und fünften Liga.
"Das ist unser Problem", muss Jugendobmann Jochen Herbst mit einem
Schulterzucken eingestehen. "Es liegt aber auch daran, dass im
Deutschen Eishockey mit 18 Jahren Schluss ist. Bundestrainer Hans
Zach meint, mit 17 Jahren müssten die Spieler komplett ausgebildet
und DEL tauglich sein. Wir wollen eine Verlängerung auf mindestens
19 Jahre erreichen, damit die Jungs mehr Zeit haben."
Nachvollziehbar, denn nicht jeder 17-Jährige ist bereit,
beispielsweise die Schullaufbahn für eine mögliche Karriere im
Profisport zu opfern, wie es Ehrhoff tat. Und auch viele Trainer tun
sich schwer damit, dies zu empfehlen was angesichts der
Arbeitslosenzahlen und des hohen Verletzungsrisikos durchaus
nachvollziehbar ist. Aber wer mit 18 Jahren sich in einer Profi-Liga
bewähren will, der muss schon einige Jahre unter Profi-Bedingungen
trainiert haben.
Für den alten Kämpen Rüdiger Noack wird oft das Wichtigste bei der
Nachwuchsarbeit vergessen: persönliche Betreuung abseits des
Trainings. "Es fehlt an der Einbindung in ein Konzept, das
sportliche, berufliche und persönliche Entwicklung umfasst." Auch er
kann den "Stammtisch-Parolen" nichts abgewinnen.
"Die DNL-Jungs hätten selbst bei unterklassigen Klubs einen
Stammplatz. Ehrhoff saß in Duisburg anfangs auf der Bank, und die
waren damals dritte Liga." Seine Konsequenz: "Man muss auch im
Nachwuchs Geld anfassen, die eigenen Talente an sich binden, bevor
sie ein anderer Klub wegkauft." Manchmal aber liegt es auch an der
nicht passenden Chemie, wenn Talente nicht den Aufstieg schaffen.
Davon kann Haralds Vasiljevs aus eigener Erfahrung ein Lied singen.
Sein Sohn Herberts passte nicht in das "Größer-Schwerer-Stärker"-System
des Defensiv-Fanatikers Mike Zettel, wurde als Bundesliga untauglich
abgeschoben um dann ausgerechnet in der körperbetonten NHL Karriere
zu machen.
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Pressemitteilungen
2004 |
0:1 gegen Eisbären - Abstieg
jetzt ein Thema
Man stelle sich vor: Der amtierende Meister steigt ab. Doch nach der
0:1-Pleite gegen die Eisbären Berlin müssen die Pinguine ein neues
Saisonziel ausgeben und das heißt Klassenerhalt.
Krefeld. "Zu" manchmal lässt sich ein Spiel in einem einzigen
kleinen Wörtchen zusammen fassen. Zu harmlos im Angriff, zu langsam
in der Abwehr, zu unpräzise im Zuspiel waren die Krefeld Pinguine
beim Kampf um die letzte, auch schon eher theoretische Chance auf
die Play-off-Teilnahme gegen die überaus cleveren Berliner Eisbären.
Auch beim Tor des Tages ging es "zu": Eisbär Sven Felski war zu
schnell für den zu langsamen Pinguin-Verteidiger Chris Luongo,
verlud den Routinier nach Strich und Faden und markierte einen
sehenswerten Treffer (17.).
"Ein Fehler hat uns den Sieg gekostet", schimpfte Trainer Haralds
Vasiljevs nach dem Spiel. Wohl wahr, denn seine Pinguine waren eben
nicht fähig, auch nur einen einzigen Treffer zu erzielen. Zu
einfallslos im Aufbau, zu ungefährlich vor dem Tor, zu inkonsequent
im Abwehrverhalten die Reihe der "zu" ließe sich beliebig erweitern.
Der eigene Trainer setzte gar noch einen drauf. "Was wir geboten
haben, war zu wenig, um eine solche Beton-Abwehr zu knacken",
schimpfte der Lette. Mit der Berliner Besetzung in der Abwehr könne
man fast eine Partie im Alleingang entscheiden.
Seine Abwehr sei schlicht zu langsam, konstatierte Vasiljevs im
Gegenzug. Und erst einmal in Fahrt, tat er das, was er von seinen
Verteidigern vergeblich gefordert hatte: Er schoss scharf: "Wir
haben das immer wieder geübt, aber bei Überzahl schießt keiner
dieser Herren von der Blauen Linie, aber nur dann hätte die Stürmer
auch mehr Raum." Oder Aufbauspiel: "Wir trainieren das Gegenteil, im
Spiel aber laufen die immer wieder hinter das Tor, und warten auf
den Stürmer, der die Scheibe abholt. Das ist Uralt-Stil", wetterte
der Lette.
Allerdings muss er sich wiederum sagen lassen, dass die Aufgabe
eines Trainers gerade das Abstellen von Fehlern ist. Zumindest
kämpferisch vermochten die Pinguine indes zu gefallen. Auch
Möglichkeiten gab es einige: Aber Terry Yake (14.), Shayne Wright
(32.) oder Chris Herperger (40./53.) vergaben. Ansonsten aber hatte
man eigentlich nie das Gefühl, dass den Pinguinen gar noch die Wende
gelänge. "Das Tor war wie versiegelt", kommentierte Vasiljevs diese
wenigen sehenswerten Aktionen.
Zumeist bestimmte Tristesse das Bild. Einzig der Jubel um
Meisterspieler Darryl Shannon vor dem Anpfiff zauberte ein Lächeln
auf die Gesichter der Fans. Obwohl: Genau diese Erinnerung an große
Zeiten machte den tiefen Fall der Pinguine umso deutlicher.
Spiel-Statistik
Krefeld Pinguine - Eisbären Berlin 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)
Pinguine: Müller - Kurtz/Luongo, Wright/Kozhevnikov, Kelleher/Dück -
Guillet/Yake/Rodman, Ziesche/Herperger/Selivanov, Appel/Lanier/Raubal,
Bertrand/Zajankala.
Tore: 0:1 (16:21) Felski
Zuschauer: 2 613
Schiedsrichter: Müller (Schierke)
Strafminuten: Krefeld 6, Berlin 12
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Etliche Strafen setzten die Pinguine schachmatt
Zwei neue Spieler zauberte Krefelds Trainer Haralds Vasiljevs beim
Gastspiel in Augsburg aus dem Hut. Der Sieg aber ging mit 4:1 an die
Augsburger Panther.
Augsburg. Augsburg war für das "Häuflein der Aufrechten", das die
Krefeld Pinguine derzeit stellen, keine Reise wert. Die drei Punkte
blieben am Freitag Abend in der Fuggerstadt, und zu den vielen
Verletzten gesellt sich am Sonntag beim Premiere-Spiel gegen die
Eisbären aus Berlin (14.30 Uhr Rheinlandhalle) auch noch der
gesperrte Torjäger Marc Beaucage (Spieldauer). Überraschend tauchte
beim Warmlaufen der Pinguine ein neuer Akteur mit der Nummer 53 auf.
Dann stellte sich heraus, dass da der Ex-DEL-Crack Georg Zajankala
(31), ein geborener Kanadier mit deutschem Pass, ins Trikot der
Krefeld Pinguine geschlüpft war.
Erste Kontakte hatten die Krefelder auf Grund der immer dramatischer
werdenden Personalnot am Donnerstag in Richtung Kanada geknüpft, wo
Zajankala lebt. Der Ex-Hannoveraner setzte sich ins Flugzeug, kam
gestern nach München und von dort aus direkt ins Mannschaftshotel.
Damit konnte Krefelds Trainer zuerst zumindest drei komplette Blöcke
aufs Augsburger Eis schicken, denn am Mittwoch hatte auch der
22-jährige Michael Kozhevnikov als Abwehrspieler bei den Pinguinen
angeheuert, um die Lücke von sieben verletzten Stammspielern ein
bisschen schließen zu können.
Doch Vasiljevs hatte die Rechnung ohne den 33-jährigen
Schiedsrichter Oswald aus Bad Wörishofen und Disziplinlosigkeiten
seiner eigenen Spieler gemacht. Oswald belegte die Krefelder
reihenweise mit Strafen, schwächte das stark dezimierte Team der
Pinguine ausschlaggebend für den weiteren Verlauf . Und das war
schließlich auch die Entscheidung.
Nachdem sich die Pinguine im ersten Drittel beim 1:1 noch achtbar
aus der Affäre gezogen hatten, löste eine Fünf-Minuten Strafe plus
Spieldauerstrafe für Marc Beaucage wegen Stockschlags (gegen Bob
Wren) die Misere aus. Fast zehn Minuten konnten sich die Krefelder
dann noch gegen die Überzahl -dabei zwei Minuten mit drei gegen fünf
wehren, doch dann erlahmten die Kräfte.
Die Folge: zwei gegnerische Tore im Mitteldrittel. Aus. Den K.o.
versetzte dann Marc Savard dem Gast mit dem 4:1 (47.). Am Ende
herrschten nur noch Frust und Unbeherrschtheit bei den Pinguinen.
Statistik
Augsburg Panther - Krefeld Pinguine 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
Pinguine: Müller Wright/Kurtz, Raubal/Luongo, Dück/Kozhevnikov
Guillet/Beaucage/Rodman, Zajankala/Lanier/Appel, Yake/Herperger/Ziesche
Tore: 1:0 (17:30) Wren (Miner), 1:1 (18:38) Guillet (Beaucage/Wright),
2:1 (28:40) Moeser (Girard/Savard), 3:1 (39:19) Delisle (Rau/Kofler),
4:1 (46:20) Savard (Barta/Carter)
Zuschauer: 4516
Strafzeiten: Augsburg 12, Krefeld 25 plus Spieldauer Beaucage und 10
Minuten Herperger
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Pressemitteilungen
2004 |
Kozhevnikov soll Abwehr verstärken
Die Pinguine spielen am Freitag bei den Augsburg Panthers.
Krefeld. Pinguine-Trainer Haralds Vasiljevs mochte am Donnerstag
noch so viel rechnen, wie er wollte. Er kam immer nur bis zur Zahl
15. Nur so viele einsetzbare Spieler gab sein geschundener Kader
her. Damit muss er am Wochenende auskommen, und das gegen die zwei
torgefährlichsten Teams der Liga: Am Freitag bei den Augsburger
Panther (19.30 Uhr) und Sonntag (14.30 Uhr) gegen die Berliner
Eisbären in der Rheinlandhalle. Die Hiobsbotschaften reißen bei den
Pinguinen nicht ab. Zu den fünf Dauerverletzten (Dyck, Kunce, Ustorf,
Kelleher und Grygiel) muss Vasiljevs auch noch auf den zuletzt
stärksten und erfolgreichsten Stürmer Alexander Selivanov
verzichten.
Der Russe hat eine schwere Knieprellung, laboriert auch noch an
Schulter-Beschwerden. "Das trifft uns wie ein Hammer", meinte
Vasiljevs zum neuerlichen Ausfall.
Wegen der Verletzungen der Abwehrspieler Kunce, Dyck und Kelleher
haben die Pinguine den 22-jährige Michael Kozhevnikov von den
Straubing Tigers bis Ende Januar verpflichtet. Der robuste
Abwehrspieler (33 Spiele, drei Tore vier Vorlagen) war schon in der
Jugend bei den Krefeldern, wartete in der Saison 2000/01 aber
vergebens auf einen Einsatz bei den Pinguinen in der DEL.
Vasiljevs freute sich, dass der Wechsel von Kozhevnikov, der
Deutscher ist und als Förderlizenzspieler geführt wird, so
unkompliziert geklappt hat und bedankte sich dafür beim Straubinger
Trainer Kevin Goudet. Für Kozhevnikov ist das Debüt heute in
Augsburg ein besonderes Spiel. Immerhin spielte er bei den Panthers,
ehe er nach Straubing wechselte.
Vasiljevs würde gerne auch noch einen jungen Stürmer holen. Eine
Entscheidung fällt erst heute. Da keine Ausländer-Lizenz mehr frei
ist, müssen sich die Bemühungen auf deutsche Spieler beschränken.
"Aber der Markt ist wie rasiert", meinte Vasiljevs.
Erleichtert ist der Lette, das mit Chris Herperger und Alexander
Dück zwei Spieler wieder ins Team rücken. Und ganz vage Hoffnung
besteht auch bei Eric Bertrand, der mit einem Vollvisier spielen
möchte, wenn er nach seiner Kieferoperation die notwendigen
Manschette bekommt.
Dass der Gegner Augsburg seine letzten Heimspiele verloren hat,
tröstet den Pinguine-Coach nicht. "Die können mit vier Blöcken
spielen, ich bin heilfroh, wenn ich drei Reihen zusammen bekomme",
appelliert er an den Kampfgeist seiner Spieler. Mit etwas
Galgenhumor meint er: "Wenn wir von den ausstehenden 18 Spielen 15
gewinnen, sind wir in den Play-offs."
Folgender Kader ist für Freitag zu erwarten: Müller Luongo/Kurtz,
Wright/Dück, Kozhevnikov/Raubal Guillet/Beaucage/Bertrand, Yake/Herperger/Ziesche,
Rodman/Lanier/Appel.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
35 000 Euro für Goring
Krefeld. Die Trennung von Meistertrainer Butch Goring habe die
Krefeld Pinguine 35 000 Euro an Abfindung für den am 5. Januar 2004
aufgelösten Vertrag gekostet. "Damit sind alle Verpflichtungen
abgegolten, der Vertrag ist im beiderseitigen Einvernehmen gelöst,"
sagte Geschäftsführer Wolfgang Schäfer am Donnerstag.
Ausschlaggebend für die Einigung war auch der Wunsch von Butch
Goring, wieder in die Staaten zu gehen. "Wir haben uns
freundschaftlich getrennt. und fair verhandelt", sagte Schäfer.
Aufgrund der vertraglich fixierten Doppelfunktion Gorings als
Trainer und Sportdirektor konnten die Pinguine die Abfindung
drücken, weil Goring zurück in die Staaten wollten und daher den
Krefeldern entgegenkommen musste.
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Pressemitteilungen
2004 |
Sieben haben einen Vertrag
Krefeld. Nach den Spielen in Augsburg und gegen die Eisbären wächst
die Gewissheit, ob es für die Pinguine zu den Play-off reichen wird.
Wenn nicht, kann die Planung für die neue Saison beginnen. Für die
stehen sieben Spieler aus dem jetzigen Kader unter Vertrag: Paul
Dyck, Daniel Kunce, Justin Kurtz, Chris Herperger, Robert Müller,
Shayne Wright und Daniel Pietta. Für sieben Akteure haben die
Pinguine eine Option für 2004/05:
Marcel Rodman, Alexander Dück, Markus Janka, Terry Yake, Marc
Beaucage, Pascal Appel und Robert Guillet. Die Vertrage von Stefan
Ustorf, Alexander Selivanov, Chris Kelleher, Andreas Raubal, Adrian
Grygiel, Jonas Lanier, Chris Luongo, Steffen Ziesche sind ohne
Option gefasst.
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Pressemitteilungen
2004 |
Vasiljevs sieht Silberstreifen am Horizont
"Ich hoffe, dass wir jetzt wieder nach vorne blicken können", sagte
Pinguine-Trainer Haralds Vasiljevs, und ist zuversichtlich, dass
sich der Personalstand bessert. "Ich denke, dass wir am Freitag in
Augsburg zumindest wieder mit drei Abwehr- und drei Sturmblöcken
antreten können."
Krefeld. "Die Abwehr hat mir Sorgen gemacht", sagte der Lette, sieht
jetzt aber einen Silberstreif am Horizont, selbst wenn Paul Dyck
(Beinbruch) und Daniel Kunce (Schulter) noch länger ausfallen. Denn
die Blessuren, die sich Chris Luongo und Justin Kurtz gegen
Frankfurt zugezogen hatten, sind auskuriert. Einem Einsatz beider
steht nichts im Wege, hinzu kommt, dass Alexander Dück, nach
auskurierter Grippe zurück ins Team kehrt.
Auch im Angriff ist erste Entwarnung angesagt. Chris Herperger wird
Donnerstag wieder aufs Eis gehen. Einen Versuch starten will auch
Eric Bertrand, der eine passende Manschette für seinen Kiefer
bekommen hat. Klappt es, dann will er morgen spielen. "Ich brenne
darauf, wieder einzusteigen." Fehlen werden dann noch Adrian Grygiel
(Knie) und Stefan Ustorf (Fuß), die wohl noch zwei Wochen pausieren
müssen.
Freitag geht es in aller Frühe in die Fuggerstadt. Dort müssen die
Panther nach ihrer Niederlage gegen Mannheim schon gewinnen, wollen
sie in den Play-off-Rängen bleiben.
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Pressemitteilungen
2004 |
Goring: Vertrag bei den Pinguinen aufgelöst
Die Krefeld Pinguine haben ihren Arbeitsvertrag mit Butch Goring
Dienstag (6.1.) aufgelöst. Die Auflösung des Vertrages erfolgte in
beiderseitigem Einvernehmen und zu akzeptablen, den Etat nicht
übermäßig strapazierenden, finanziellen Konditionen.
Krefeld. Die Rede ist von rund 160 000 Euro. Butch Goring verbrachte
den Jahreswechsel in New York und kehrte zu Beginn des neuen Jahres
noch einmal nach Krefeld zurück, um die Formalitäten zu erledigen
und letzte Gespräche zu führen. Bei der Trennung, bei der auch
private Gründe eine Rolle spielten, hat man sich darauf geeinigt,
die freundschaftlichen Kontakte weiterzuführen. Zudem wird Butch
Goring in Spielerangelegenheiten nützliche Tips aus Nordamerika
geben.
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Pressemitteilungen
2004 |
Pech hält an: Paul Dyck erlitt Beinbruch
Die knüppelharte Partie der Krefeld Pinguine gegen Frankfurt blieb
nicht ohne Folgen. Kapitän Steffen Ziesche: "Wir haben derzeit die
Seuche."
Krefeld. Komplimente machen noch keine Punkte diese bittere
Erkenntnis mussten die Krefeld Pinguine am Sonntag nach der
2:3-Niederlage gegen die Frankfurt Lions ziehen. Zumindest hatten
die Krefelder Fans erkannt, dass auf dem Eis der Rheinlandhalle ein
stark dezimiertes Team stand, das als geschlossen auftretende
Einheit Unterstützung von den Rängen verdiente habe. Trainer Haralds
Vasiljevs, der den Spielern gestern einen freien Tag gönnte, hat den
Blick schon auf das nächste Wochenende gerichtet. "Mit Chris
Herperger, Jonas Lanier und Alexander Dück, die alle krank sind,
rechne ich am Freitag in Augsburg wieder."
Fehlen werden indes auf jeden Fall Stefan Ustorf (Fußverletzung),
Daniel Kunce (Schulterverletzung), Eric Bertrand (Kieferoperation)
und Adrian Grygiel (Knieverletzung). Und der Coach musste eine
weiterte bittere Pille schlucken. Paul Dyck hat sich beim Aufprall
gegen die Bande im ersten Drittel das Wadenbein gebrochen. Er wird
fast zwei Monate ausfallen. Chris Kelleher, der nach einem Drittel
mit einer leichten Gehirnerschütterung aussetzen musste, soll nach
einigen Tagen Ruhe wieder mitmachen können.
Kapitän Steffen Ziesche, selbst gerade wieder fit, beklagt: "Derzeit
haben wir die Seuche." Den Gedanken an die Play-offs will Haralds
Vasiljevs freilich noch nicht ganz wegwischen. "Solange noch eine
theoretische Chance da ist, wollen wir daran glauben und dafür
kämpfen." Traurig und wütend war Vasiljevs jedoch Montag nach
Ansicht des Spiel-Videos. "Das Foul an Kelleher war absichtlich.
Wäre das gerecht bestraft worden, hätte das Spiel anders laufen
können. Es waren schon einige unverständliche Entscheidungen, unter
denen wir gelitten haben." Doch Vasiljevs hat die Marschroute für
die nächsten Spiele ausgegeben. "Wir trainieren ganz normal weiter,
es gibt kein Ausruhen." Selbst wenn sich die Reihen gelichtet haben.
Gleichwohl beginnt Dienstag die Vorbereitung für die beiden nächsten
Spiele in Augsburg am Freitag und Sonntag gegen die Eisbären Berlin
(14.30 Uhr). Danach dürfte endgültig klar sein, wie es um die
Chance, die Play-off noch zu erreichen, bestellt ist. Die Hoffnung
bleibt.
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Pinguine gegen Frankfurt vom Glück verlassen
Ohne acht Stammspieler unterlagen die Krefelder Sonntag nach hartem
Kampf den Frankfurt Lions mit 2:3-Toren. Ab jetzt heißt es: Kampf
gegen den Abstieg.
Krefeld. Während die Pinguine-Fans noch jubelten, und die Mannschaft
hoch leben lassen wollte, flossen in der Kabine einige Tränen.
Ohnmächtige Wut hatte das "Häuflein der Aufrechten" gepackt, nachdem
eine spannende und bis zum Schlusspfiff brisante und fesselnde
Partie gegen die Frankfurt Lions abgepfiffen war. Doch war die
2:3-Niederlage schon bitter, so sind die Folgen für die Pinguine und
das Krefelder Eishockey schwerwiegender. Das Schielen nach den
Play-off-Plätzen ist vorbei, statt nach oben müssen die Krefelder
jetzt nach unten blicken, denn das Play-down zwischen dem Letzten
und Vorletzten ist näher als die Play-off der ersten Acht nur noch
sieben Punkte.
Der "Geist von Davos" war nach dem 4:3-Sieg in Freiburg auch in der
Rheinlandhalle zu spüren, denn vom Engagement, der Kampfbereitschaft
und der Moral des Vasiljevs-Teams kann man nur den Hut ziehen. Als
Schiedsrichter Michael Langer, der sich häufig den Zorn der
Zuschauer zuzog, das Spiel anpfiff, hatten die Pinguine gerade mal
drei komplette Blöcke auf dem Eis. Doch die Hoffnung, mit diesen
gegen den personell besser gestellten Tabellenzweiten (20 Spieler)
bestehen zu können, erhielt schnell einen Dämpfer.
In der sechsten Minute musste Chris Kelleher nach einem bösen Foul
an der Bande mit Gehirnerschütterung vom Eis und wenig später folgte
ihm der Abwehr-Kollege Paul Dyck, der mit Bänderdehnung im Fuß,
ebenfalls nach Foul, in die Kabine musste. Da waren es nur noch drei
Verteidiger, und Andreas Raubal sorgte zumindest dafür, dass Haralds
Vasiljevs noch zwei Pärchen in die Defensive schicken konnte.
Die 1:0-Führung durch Kapitän Steffen Ziesche aus der siebten Minute
brachten die Pinguine noch über die erste Drittelpause, und auch
nach dem 1:1-Ausgleich durch einen für Robert Müller unhaltbar
abgefälschten Schuss des Frankfurters Lebeau blieben die Pinguine
gut im Rennen. Aber dann brach im Schlussabschnitt das Unglück über
die Pinguine herein, als Harder das 2:1 erzielte und Patrick Lebeau
wenig später das 3:1 markierte.
Doch jetzt zeigte die Rumpfmannschaft von Vasiljevs den in den
letzten Monaten oft vermissten Biss und Kampfgeist, mobilisierte die
letzten Kräfte und kam durch Robert Guillet zum
2:3-Anschlusstreffer. Nun "kochte" die Halle, die Fans trieben die
Pinguine nach vorne, und fast wäre kurz vor dem Schlusspfiff das
Aufbäumen noch belohnt worden. Doch Frankfurts Torhüter Ian Gordon
fischte einen Scharfschuss von Robert Guillet 39 Sekunden vor dem
Abpfiff aus dem Winkel.
Der Blick auf die Tabelle brachte erst später die Ernüchterung. Ab
jetzt ist der Kampf gegen den Abstieg angesagt.
STATISTIK
Krefeld Pinguine - Frankfurt Lions 2:3 (1:0, 0:1, 1:2)
Pinguine: Müller - Luongo/Kurtz, Wright/Kelleher, Dyck - Guillet/Beaucage/Rodman,
Ziesche/Yake/Selivanov, Appel/Lanier/Raubal
Tore: 1:0 (6:40) Ziesche (Beaucage/Selivanov), 1:1 (23:03) Lebeau (Norris/Klenner)
1:2 (43:08) Harder (Bouchard/Lebeau), 1:3 (47:03) Lebeau (Belanger/Stanton),
2:3 (51:30) Guillet (Yake)
Zuschauer: 3 155
Schiedsrichter: Langer (Zweibrücken)
Strafminuten: Krefeld 10, Frankfurt 20
Von Walther Lenders
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Pressemitteilungen
2004 |
Stimmen zum Spiel: KEV - Frankfurt
Vasisljevs sprach vom Davoser Geist und Frankfurts Coach Chernomaz
von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft.
Krefeld. Die Pinguine feierten Versöhnung mit ihren Fans. Nur selten
ist eine Niederlage wohl so in der Rheinlandhalle "bejubelt" worden,
wie das 2:3 gegen die Frankfurt Lions. Während die Akteure mit
hängenden Köpfen und von den Lippen ablesbaren derben Flüchen nach
dem Abpfiff übers Eis schlichen, spendeten die Fans "standing
ovations" sie waren schlicht beeindruckt vom Kampfgeist des letzten
Pinguin-Aufgebotes.
"Wir haben aus Davos das ,an die Grenze gehen` mitgebracht, das
haben wir auch heute bewiesen", kommentierte Trainer Haralds
Vasiljevs die Energieleistung. Um noch einen "drauf zu setzen": "Die
Jungs sind bereit, in die Verlängerung zu gehen", meinte er, was
allerdings sein Gegenüber Rich Chernomaz dankend ablehnte. Nach
dieser "unglaublichen Leistung der Pinguine" war er schlicht
glücklich über die Punkte. Worüber der KEV-Coach genau das Gegenteil
war, aber "für Kampf und Einsatz bekommt man in der DEL keine
Punkte".
Der Knackpunkt sei das zweite Drittel gewesen, als sich seine
Mannschaft fragte, ob sie das Tempo durchhalten könne. Mit dem
Rücken zur Wand und der Niederlage vor Augen, da gab es für die
kleine Schar der Aufrechten kein Bangen mehr: Sie kämpften,
erhielten zwar keine Punkte, aber Applaus Fans. Im Profisport auch
eine Währung.
Von Thomas Klein
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Pressemitteilungen
2004 |
Der Geist von Davos beflügelte Pinguine
Von wegen schlappe Pinguine nach den Strapazen des Spenglercups in
Davos: Der 4:3-Sieg von Freiburg war freilich hart umkämpft. Sonntag
kommt Frankfurt.
Freiburg. Das erste von 20 Spielen auf dem dornenreichen Weg in die
Play-off-Runde hat damit ein glückliches Ende gefunden. Sonntag
könnte der KEV nachlegen, wenn die Frankfurt Lions als
Tabellenzweiter in der Rheinlandhalle zu Gast sind. Das Ausfall-Pech
trifft die Pinguine derzeit knüppeldick. Nachdem bereits Stefan
Ustorf, Daniel Kunce, Eric Bertrand und Adrian Grygiel aus
Krankheits- oder Verletzungsgründen nicht mit nach Freiburg fahren
konnten, musste vor dem Spiel auch noch Chris Herperger wegen einer
Magen/Darmgrippe pausieren.
So hatte Trainer Haralds Vasiljevs exakt nur drei Spielreihen zur
Verfügung. Hinzu kamen die Strapazen durch die Teilnahme am
Spenglercup. Die gastgebenden Wölfe hingegen traten mit breiter
Brust an, hatten sie doch am letzten Sonntag als Schlusslicht den
DEL-Tabellenführer Berlin in der Franz-Siegel-Halle glatt mit
10:5-Toren vom Eis gefegt.
Doch allen Unkenrufen zum Trotz, dass der jeweilige deutsche
Spenglercup-Teilnehmer nach dem Turnier in der Davoser Höhenluft in
ein "Loch" fallen würde, konnte das Team von Trainer Haralds
Vasiljevs das erste Drittel nicht nur offen halten, sondern auch
noch in Führung gehen.
Alexander Selivanov nutzte schon der zweiten Minute eine
Unachtsamkeit von Wölfe-Torhüter Haas zum 1:0 für die Krefelder. Der
Russe hätte sich viel Zusatzlob verdienen können, hätte er in der
28. Minute einen an Steffen Ziesche verschuldeten Penalty
verwandelt. Und dann konnten die Krefelder doch noch über das 2:0
jubeln, denn Justin Kurtz traf von der blauen Linie aus.
Doch die Freude bei den Schwarz-Gelben währte nicht lange, denn nur
76 Sekunden später gelang Jiri Zelanka der Anschlusstreffer für die
Gastgeber. Und dann kam es noch schlimmer, weitere 69 Sekunden
danach führte der erste Patzer von Robert Müller zum Ausgleich durch
Ravil Khaidarov. Der Meisterkeeper ließ einen harmlosen Schlenzer
passieren.
Im letzten Abschnitt drehten die Wölfe zuerst noch einmal mächtig
auf. Und Torjäger Dany Bouquest zeigte den Krefeldern dann, wie man
einen Alleingang erfolgreich abschließt (46. Min.). Doch das beim
Spengler-Turnier gefestigte Krefelder Team kämpfte sich noch einmal
zurück, erzielte in der 49. Minute durch Terry Yake den
3:3-Ausgleich.
Und dann war es wohl der "Geist vom Spenglercup", der allerletzte
Kräfte mobilisierte. Denn 27 Sekunden vor Spielende hämmerte Chris
Luongo nach Zuspiel von Marc Beaucage den Puck zum 4:3-Sieg für die
Pinguine ins Freiburger Netz. Ein glücklicher, aber nicht
unverdienter Sieg im Breisgau.
STATISTIK
Freiburger Wölfe-Krefeld Pinguine 3:4 (0:1, 2:1, 1:2)
Pinguine: Müller Kurtz/Luongo, Dyck/Wright, Kelleher/Dück Guillet/Beaucage/Rodman,
Ziesche/Yake/Selivanov, Appel/Lanier/Raubal
Tore: 0:1 (1:59) Selivanov (Ziesche/Dyck), 0:2 (34:01) Kurtz (Appel/Lanier),
1:2 (35:17) Zelenka (Sandner/Hölscher), 2:2 (36:08) Khaidarov, 3:2
(45:34) Bousquet (Stas/Slivchenko), 3:3 (48:10) Yake (Lanier/Selivanov),
3:4 (59:33) Luongo (Beaucage/Rodman)
Schiedsrichter: Sandner (Peiting)
Zuschauer: 3.330
Strafzeiten: Freiburg 10, Krefeld 12 Minuten
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