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0:1 in Ingolstadt: Kein Tor - Kein Punkt

Torhüter Robert Müller und der Pfosten hielten das Spiel in Ingolstadt lange Zeit offen. In der 46. Minute traf ERC-Angreifer Camron Mann zum Tor des Tages. Mit der 0:1 Niederlage geht es jetzt in die zweiwöchige Länderspielpause.

Ingolstadt. Ob Trainer Bill Stewart sich das so vorgestellt hat, als er vom verstärkten Training seiner Special-Teams sprach? Die Abteilung „Unterzahl“ jedenfalls durfte gleich im ersten Abschnitt mächtig ran, denn ihre Mannschaftskollegen sorgten dafür, dass die Pinguine ganze 20 Strafminuten in 20 Spielminuten überstehen mussten. Herausragend dabei – wieder einmal - Torhüter Robert Müller, dessen Fangkünste nur einmal nicht ausreichten, doch Fergusons Schuss wurde von des „Keepers bestem Freund“, dem Torpfosten, abgewehrt. Bis auf eine Chance durch Marc Beaucage und eine erfolgreiche Abwehrschlacht war von den Pinguinen nichts zu sehen.
Aber immerhin gelang es, die desaströse Bilanz des Hinspiels, als man mit 0:5 unterging und alle Tore in Unterzahl kassierte, aufzupolieren. Genau diese Schwäche hatte Trainer Stewart durch vermehrte Disziplin erst gar nicht aufkommen lassen wollen. Doch da hatte wohl auch die verlängerte Konzentrationsphase mit der um einen Tag vorgezogenen Anreise nichts bewirkt.

Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Pinguine keineswegs wirkungsvoller. Allerdings konnten sie zumindest in Sachen Strafzeiten die Partei ausgeglichen gestalten: vier für Ingolstadt, vier für Rob Guillet. Ansonsten lief es wie gehabt: Panther gegen Robert Müller.

Dieses schien sich auch im Schlussdrittel fortzusetzen. Doch plötzlich tauchte Alexander Selivanov vor dem starken Ingolstädter Keeper Waite auf, vergab jedoch diese Riesenchance. Aber dann kam, was kommen musste: Im Gegenzug war auch Robert Müller machtlos, als die KEV-Abwehr nicht endgültig klären konnte und Tallaire hinter dem Tor mustergültig Camaron Mann bedienen konnte. Dessen Schlagschuss bedeutete den Treffer des Tages, und nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Abstiegsplatz.

Wie erwartet werden die Pinguine die heute verstreichende Frist für die Vereinsoptionen bei sieben Spielern – darunter die Topscorer der „French Connection“ oder Marcel Rodmann – nicht nutzen. Man wolle erst nach der Spielzeit verhandeln, hieß es. Verständlich, schwebt doch noch zum einen das Damokles-Schwert Absteig über den Pinguinen, und zum anderen sind weder verfügbares Budget noch Vorstellungen des kommenden Trainers oder gar das sportliche Konzept des Klubs geklärt.

Andererseits bedeutet diese Vertagung aber auch, dass sich die Cracks neben der Aufgabe Klassenerhalt eben auch um neue Engagements kümmern werden. Was die Aufgabe für Trainer Bill Stewart wahrscheinlich nicht erleichtern wird. Zumal unter der Woche schon durchgesickert war, dass man sich eben doch schon mit dem eine oder anderen Spieler – Stichwort Alexander Selivanov – für die nächste Spielzeit einig sei.

STATISTIK

ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine 1:0 (0:0,0:0,1:0)
Tore: 1:0 (45:34) Mann (Tallaire)
Schiedsrichter: Vogel (München)
Zuschauer: 4207
Strafminuten: ERC 6, KEV 16+10 für Kelleher

Samstag - 31.1.2004
 

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Stewart ist ein halbes Tor besser

Der neue Trainer der Pinguine möchte heute in Ingolstadt punkten, damit das Team mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause gehen kann.

Krefeld. Den Fortschritt misst er in halben Toren: Je um 0,5 Treffer habe man sich statistisch gesehen in der Anzahl der erzielten und kassierten verbessert im Vergleich zum Saisonschnitt, listet Pinguin-Trainer Bill Stewart die Bilanz seiner ersten beiden Spiele auf. Er sei zufrieden, sagt der Kanadier vor dem Gastspiel in Ingolstadt (Freitag, 19.30 Uhr), der letzten Begegnung vor der Länderspielpause. "Wir haben vier von sechs Punkten gegen das viertbeste Team der Liga geholt, darauf kann man aufbauen."
Aufbauen, das heißt für ihn idealerweise mit einem Erfolgserlebnis in die Pause gehen. Daher fuhr er auch kurzfristig schon gestern mit dem Team in die Audi-Stadt. "So eine lange Busreise im Winter am Spieltag ist eine Vorbereitung für eine Niederlage. Genau das aber wollen wir nicht." Positiv denken, Schritt für Schritt vorwärts diese Trainerphilosophie lebt Stewart vor. Akribisches Arbeiten mit ellenlangem Videostudium ist ein Bestandteil. "Man muss sich auf die Kleinigkeiten konzentrieren und daran feilen, nicht den Blick auf die Gesamtsituation richten", erläutert der mittlerweile dritte Mann in der Trainerkabine der Pinguine. Beispielsweise an Details im Überzahlspiel oder an der schlicht nicht vorhandenen Schussbereitschaft seiner Verteidiger. "Nur 14 in zwei Spielen, das ist einfach nicht genug."

Aber er will auch nicht am Kurzurlaub seiner Spieler bis Donnerstag rütteln obwohl manche Stammtischexperten im Pinguin-Umfeld ein Streichen als Strafmaßnahme für schwache Leistung forderten. "Die Spieler brauchen diese paar Tage, um nach fünf Monaten psychischem Stress aufgrund des Misserfolgs einen klaren Kopf für die entscheidende Phase zu bekommen."

Dass danach der selbst ernannte Fitness-Fanatiker eine Woche lang mit seiner Leidenschaft bei den Akteuren Leiden schaffen will, daran lässt er keinen Zweifel. Schließlich spricht seine Analyse eine deutliche Sprache: "Wir haben eine Mannschaft mit Bereitschaft, aber fragwürdiger Fitness. Wir brauchen aber beides."

Nicht gerade eine Freundlichkeit in Richtung seiner beiden Vorgänger. Zumindest Haralds Vasiljevs hätte indes gern einmal mit der Besetzung gespielt, die Stewart nun zur Verfügung hat. Bis auf Verteidiger Paul Dyck (Beinbruch) kann die Bestbesetzung auflaufen. Die "Lückenbüßer" George Zajankala versucht jetzt in Hamburg sein Glück und Michail Kozhevnikov (Straubing) sind außen vor. Nur einen "Neuen" will Stewart ins Team bringen: den "Winner". "Wir müssen nach den Misserfolgen der letzten Monate wieder lernen zu gewinnen", sagt der Coach.

Freitag - 30.1.2004

Von Thomas Klein
 

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Vier Punkte ziemlich sind "pfundig"


KEV-Goalie Robert Müller entdeckt an der 3:4-Niederlage gegen Nürnberg Positives.

Krefeld. "Vier von sechs Punkten gegen die starken Nürnberger, das ist doch schon pfundig", zeigte sich Nationaltorhüter Robert Müller nach der 3:4-Penalty-Niederlage von Nürnberg keineswegs enttäuscht. Aber er hadert auch ein wenig: "Nach der 3:1-Führung hätten es auch drei Punkte sein können. Aber wir sind wieder ein Team, das zu kämpfen bereit ist. Und das ist wichtig." Und auch Kapitän Steffen Ziesche ist sicher: "Wir haben wieder Tritt gefasst und zeigen mehr Engagement. Mit dieser Einstellung sind wir auch am Freitag bei den heimstarken Ingolstädtern nicht chancenlos."
Wichtig für beide war, dass das Team wieder Charakter zeigt, zu kämpfen bereit ist. Durch die Pinguine-Kabine weht also endlich ein frischer Wind. Das ist deutlich zu spüren, sowohl beim Training als auch bei den Spielen. Ein frischer Wind, den der neue Trainer Bill Stewart aus Kanada mitgebracht hat, und der sicherlich auch eisig werden könnte, wenn die Mannschaft nicht spurt. Müller, Ziesche und Co., die aus dem Meisterteam geblieben sind, atmen wieder frei durch, ahnen aber auch wie Robert Müller: "Das war jetzt nur der Anfang. Die Hauptarbeit kommt nach der Länderspielpause. Dann müssen wir beißen, und auch wieder unser Publikum versöhnen."

Der Nationalgoalie, weiterhin die Nummer 1, hat dankbar angenommen, dass ihm Nationaltrainer Hans Zach eine schöpferische Pause gönnt. "Hans hat mir gesagt, dass ich mich ganz auf den Klassenerhalt mit Krefeld und auf die Weltmeisterschaft konzentrieren soll." So kann Robert Müller nach dem Freitagspiel in Ingolstadt einige Tage in seine Heimatstadt Rosenheim fahren, ehe dann am kommenden Mittwoch wieder die Pflicht in Krefeld mit der Vorbereitung auf die restlichen Spiele ruft.

Zum neuen Trainer Bill Stewart, unter dem er schon zwei Jahre in Mannheim gearbeitet hatte und damals als zweiter Torhüter Deutscher Meister geworden war, meinte Müller: "Genau der richtige Mann zu diesem Zeitpunkt. Ich bin sicher, mit ihm packen wir es. Ich weiß, wie hart Stewart arbeiten kann. Aber das kommt uns sicherlich zu Gute, wenn es in den Schlussspurt geht. Es wäre falsch, wenn wir uns da was vormachen würden. Zwischen dem 13. Februar (gegen Freiburg) und dem letzten Saisonspiel am 7. März (gegen Iserlohn) gibt es für uns Pinguine knochenharte Wochen. Aber es wäre auch schon hammerhart, wenn der Meister in den Abstieg rutschen würde. Aus diesem Grunde habe ich auch mal den Mund aufgemacht. Wenn`s geholfen hat dann Schwamm drüber."

Donnerstag - 29.1.2004

Von Walther Lenders
 
 

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Knappes 3:4 n.P. bei den Ice Tigers


Die stark verbesserten Pinguine ließen sich noch einen 3:1-Vorsprung im letzten Drittel abjagen und unterlagen im Penaltyschießen mit 3:4 bei den Nürnberg Ice Tigers.

Krefeld. Pech gehabt: Die Krefeld Pinguine konnten trotz einer 3:1- Führung den Erfolg vom Sonntag gegen die Nürnberg Ice Tigers nicht wiederholten und mussten sich im Penaltyschießen mit 3:4 geschlagen geben. Weder Marc Beaucage, Robert Guillet, Alexander Selivanov noch Marcel Rodman konnten Nürnbergs Schlussmann Frederic Chabot überwinden. Auf der Gegenseite musste Robert Müller die Penaltys von Martin Jiranek und Petr Fical passieren lassen.
Aufgrund der spielerischen Überlegenheit war der Erfolg der Ice Tigers verdient. Für die Pinguine war es aber ein wichtiger Punkt, zumal Play-down-Konkurrent Hannover in Köln mit 1:2 verlor. Obwohl das Pinguine-Team bis auf den verletzten Paul Dyck bis zur Abreise nach Nürnberg komplett schien, musste Trainer Bill Stewart erneut umstellen. Chris Herperger sah stündlich Vaterfreuden entgegen, blieb zu Hause, und um 14.31 Uhr kam Töchterchen Alexa gesund und munter zur Welt. Zu spät für den Kanadier, noch nach Nürnberg zu reisen.

Stewart beorderte Marcel Rodman zu Terry Yake und Alexander Selivanov. Was mögen die Zauberworte Bill Stewarts gewesen sein, der aus dem phlegmatischen Haufen Eishockeyspieler unter Butch Goring und dem verworrenen Team unter Haralds Vasiljevs ein kämpferisch hellwaches Team gemacht hat? Der am Samstag verpflichtete "Banden-Profi" hat die zuletzt schwachen Stars nicht nur an der Ehre gepackt, sondern in ihnen auch wieder Spiel- und Kampfbereitschaft geweckt.

Selbst ein unglücklicher Rückstand durch Stephané Julien (6.), Müller war die Sicht versperrt, brachte das Team nicht aus dem Konzept. Gut gestaffelt in der Abwehr, verschafften sich die Krefelder immer wieder durch Konter Entlastung. Chris Luongo, nutzte ein 5:3-Überzahlspiel mit dem Ausgleichstreffer. Die Nürnberger erspielten sich im Mittelabschnitt zwar optische Vorteile, doch ihre Schüsse verpufften oder wurden eine Beute des ausgezeichneten Robert Müller. Und dann hieß es plötzlich 2:1 für die Pinguine, als Marcel Rodman, der Dienstag wieder ein Aktivposten war, abzog und Frederic Chabot mit einem trockenen Schuss aus dem Handgelenk überwand.

Und noch einmal mussten drei Krefelder gegen fünf Nürnberger eine bange Minute überstehen. Kurz vor der Drittelsirene landete ein Rodman-Schuss am Pfosten. Als Justin Kurtz bei Krefelder Unterzahl das 3:1 erzielte, war ein zweiter Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers greifbar nahe. Doch die Nürnberger setzten alles auf eine Karte und wurden belohnt. Das 3:2 durch Robert Tomik (44.) fiel, als Shayne Wright auf der Straf bank war. Noch unglücklicher war der 3:3-Ausgleich durch Konstantin Firsanov, als Chris Kelleher dem Youngster den Puck praktisch vor den Schläger spielte.

SPIEL-STATISTIK

Nürnberg Tigers ­- Krefeld Pinguine 4:3 (1:1, 0:1, 2:1/1:0) n.P.
Pinguine: Müller -­ Kelleher/ Kurtz, Dück/Kunce, Wright/Luongo ­ Bertrand/Beaucage/Guillet, Rodman/Yake//Selivanov, Ziesche/Ustorf/Grygiel, Appel/ Lanier/Zajankala.
Tore: 1:0 (5:16) Julien (Jiranek), 1:1 (13:30) Luongo (Kelleher/ Bertrand), 1:2 (33:32) Rodman (Yake), 1:3 (43:30) Kurtz (Ustorf), 2:3 (44:06) Tomik (Stastny/Fical), 3:3 (51:36) Firsanov (Rumrich), Penalty: Jiranek.
Schiedsrichter: Danny Kurmann (Schweiz)
Zuschauer: 3214
Strafminuten: Nürnberg 12 plus 10 Disziplinarstrafe für Firsanov, Krefeld 24

Artikel von Mittwoch - 28.1.2004

Walther Lenders
 

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Hellwach - aber Führung verspielt

Die Pinguine ließen sich einen 3:1-Vorsprung abjagen und unterlagen im Penaltyschießen mit 3:4.

Krefeld. Pech gehabt: Die Krefeld Pinguine konnten trotz einer 3:1- Führung den Erfolg vom Sonntag gegen die Nürnberg Ice Tigers nicht wiederholten und mussten sich im Penaltyschießen mit 3:4 geschlagen geben.
Weder Marc Beaucage, Robert Guillet, Alexander Selivanov noch Marcel Rodman konnten Nürnbergs Schlussmann Frederic Chabot überwinden. Auf der Gegenseite musste Robert Müller die Penaltys von Martin Jiranek und Petr Fical passieren lassen. Aufgrund der spielerischen Überlegenheit war der Erfolg der Ice Tigers verdient. Für die Pinguine war es aber ein wichtiger Punkt, zumal Play-down-Konkurrent Hannover in Köln mit 1:2 verlor. Obwohl das Pinguine-Team bis auf den verletzten Paul Dyck bis zur Abreise nach Nürnberg komplett schien, musste Trainer Bill Stewart erneut umstellen. Chris Herperger sah stündlich Vaterfreuden entgegen, blieb zu Hause, und um 14.31x0fUhr kam Töchterchen Alexa gesund und munter zur Welt. Zu spät für den Kanadier, noch nach Nürnberg zu reisen. Stewart beorderte Marcel Rodman zu Terry Yake und Alexander Selivanov.

Was mögen die Zauberwort Bill Stewarts gewesen sein, der aus dem phlegmatischen Haufen Eishockeyspieler unter Butch Go ring und dem verworrenen Team unter Haralds Vasiljevs ein kämpferisch hellwaches Team gemacht hat? Der am Samstag verpflichtete Banden-Profi` hat die zuletzt schwachen Stars nicht nur an der Ehre gepackt, sondern in ihnen auch wieder Spiel- und Kampfbereitschaft geweckt. Selbst ein unglücklicher Rück stand durch Stephané Julien (6.), Müller war die Sicht versperrt, brachte das Team nicht aus dem Konzept. Gut gestaffelt in der Ab wehr, verschafften sich die Krefelder immer wieder durch Konter Entlastung. Chris Luongo, nutzte ein 5:3-Überzahlspiel mit dem Ausgleichstreffer.

Die Nürnberger erspielten sich im Mittelabschnitt zwar optische Vorteile, doch ihre Schüsse verpufften oder wurden eine Beute des ausgezeichneten Robert Müller. Und dann hieß es plötzlich 2:1 für die Pinguine, als Marcel Rodman, der gestern wieder ein Aktivposten war, abzog und Frederic Chabot mit einem trockenen Schuss aus dem Handgelenk überwand. Und noch einmal mussten drei Krefelder gegen fünf Nürnberger eine bange Mi nute überstehen. Kurz vor der Drittelsirene landete ein Rodman-Schuss am Pfosten.

Als Justin Kurtz bei Krefelder Unterzahl das 3:1 erzielte, war ein zweiter Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers greifbar nahe. Doch die Nürnberger setzten alles auf eine Karte und wurden belohnt. Das 3:2 durch Robert Tomik (44.) fiel, als Shayne Wright auf der Strafbank war. Noch unglücklicher war der 3:3-Ausgleich durch Konstantin Firsanov, als Chris Kelleher dem Youngster den Puck praktisch vor den Schläger spielte.

Nürnberg Tigers ­- Krefeld Pinguine 4:3 (1:1, 0:1, 2:1/1:0) n.P.

Pinguine: Müller ­ Kelleher/ Kurtz, Dück/Kunce, Wright/Lu ongo ­ Bertrand/Beaucage/Guil let, Rodman/Yake//Selivanov, Ziesche/Ustorf/Grygiel, Appel/ Lanier/Zajankala

Tore:
1:0 (5:16) Julien (Jiranek),
1:1 (13:30) Luongo (Kelleher/ Bertrand),
1:2 (33:32) Rodman (Yake),
1:3 (43:30) Kurtz (Ustorf),
2:3 (44:06) Tomik (Stastny/Fical)
3:3 (51:36) Firsanov (Rumrich), Penalty Jiranek

Zuschauer: 3214

Schiedsrichter: Danny Kurmann (Schweiz)

Strafminuten: Nürnberg 12 plus 10 Disziplinarstrafe für Firsanov, Krefeld 24

Walther Lenders
 

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3:2 gegen Ice Tigers - Stewart versöhnte die Fans

Der neue Trainer der Pinguine feierte beim Debüt einen 3:2-Erfolg gegen Nürnberg. Tore von Bertrand, Appel und Beaucage.

Krefeld. Aufatmen in der Rheinlandhalle: Der 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)-Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers brachte gleich mehrfache Erleichterung. Die enttäuschten Fans, die mit Protestaktionen und Flugblättern vor dem Spiel ihrer Verärgerung freien Lauf ließen, standen spätestens zum zweiten Spielabschnitt wieder für ihre Mannschaft ein, forderten nach dem knappen, aber verdienten Sieg die Ehrenrunde., und applaudierten. Mit dem Sieg haben die Pinguine wieder drei Punkte Vorsprung auf den Play-down-Platz und Konkurrent Hannover. Und Neu-Trainer Bill Stewart, der eingangs ins Pfeifkonzert eingeschlossen worden war, wurde freundlich verabschiedet.
"Das war endlich wieder eine kämpferisch ordentliche Leistung", fasste Fanprojekt-Leiter "Ömmes" Jaegers zusammen. Und Schiri-Altinternationaler Jupp Kompalla attestierte: "Wenn das Team so weiterkämpft, dann ist der Abstieg kein Thema." Selbst Nürnbergs Coach Greg Poss zollte Lob: "Krefeld hat sich den Sieg verdient, weil es in einem guten Spiel die Torchancen besser genutzt hat." Alles richtig gemacht? Mitnichten! Für Bill Stewart, der vor dem Spiel seinem neuen Team tüchtig ins Gewissen geredet hatte, beginnt erst heute die Arbeit gegen den Abstieg. Aber er ist sich sicher: "Das packen wir."

Der neue Coach, der nach Aussage von Kapitän Steffen Ziesche schon bei seinem Antritt am frühen Nachmittag Respekt bei den Teamkollegen eingeheimst hatte, ließ Sonntag noch alles beim Alten. Zumindest was die Zusammenstellung des Teams betraf, warf nur ein waches Auge auf die individuellen Leistungen. Nach dem Spiel lobte er dann auch: "Ich habe bei meiner Ankunft eine Gruppe von Einzelspielern vorgefunden, die keinen Erfolg hatten. Heute haben sie alles getan, um diesen Erfolg zu bekommen."

Nach einem ausgeglichen ersten Drittel mit Toren von Eric Bertrand (5). und dem Nürnberger Guy Lehoux (12.) in Überzahl spielten die Pinguine endlich wieder einmal ein ordentliches Mitteldrittel. Pascal Appel, gestaltete es zudem mit seinem Solo zum 2:1 nach 34 Minuten sogar erfolgreich. Im Schlussabschnitt sorgte Marc Beaucage mit dem 3:1 (55.) erst einmal für etwas Sicherheit, ehe die Pinguine in der Schlussminute doch noch einmal zittern musste, als Kevin Dahl 24 Sekunden vor Spielende auf 3:2 verkürzte. Doch Kampfgeist und ein gestern wieder herausragender Robert Müller hielten den knappen Erfolg fest. Da spendete auch Ex-Trainer Haralds Vasiljevs auf der Tribüne spontan Beifall.

Artikel vom 26.1.2004

Von Walther Lenders
 

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Bill Stewart - Zwei Bier, ein Sieg und dann nach Nürnberg

Bill Stewart hatte am 13. Januar um Auflösung seines Vertrages in Mannheim gebeten. Der manchmal etwas exzentrische 46-Jährige, der 2000 nach Mannheim kam, führte die Adler 2001 zum Titel, war 2002 Vizemeister und stand mit dem Team in der letzten Saison im Halbfinale.

Krefeld. Der 1957 in Toronto geborene Familienvater bestritt 274 NHL-Spiele, war von 1986 bis 1995 Trainer und Spieler in Italien. 1998 bekam er nach Erfolgen in den unteren Ligen einen Vertrag beim NHL-Klub New York Islanders, gewann in der OHL die Meisterschaft, ehe er in die DEL wechselte. Ob Bill Stewart über das Saisonende hinaus bei den Pinguinen bleiben wird, hängt auch vom Verlauf der nächsten Spiele und Wochen in Krefeld ab.
Den ersten Sieg unter seiner Regie bezeichnete er als Arbeitssieg mit gutem Kampf im zweiten und letzten Drittel. "Jetzt trinke ich zwei Bier, dann wird gut geschlafen, und morgen bereiten wir uns auf das Spiel am Dienstag in Nürnberg vor. Ich danke für die freundliche Aufnahme in Krefeld. Wir haben uns den Sieg verdient."
 

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Bill Stewart heuert in Krefeld an

Berlin (dpa) - Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) vermeldet ihren fünften Trainer-Wechsel der Saison. Bei Titelverteidiger Krefeld Pinguine ist der Kanadier Bill Stewart Cheftrainer. Er löste nach sechs Niederlagen nacheinander Haralds Vasiljevs ab und soll die auf Rang zwölf abgerutschten Rheinländer vor dem Abstieg retten.
Der 46-jährige Stewart war erst am 13. Januar als Trainer beim Liga-Konkurrenten Adler Mannheim ausgeschieden.

Krefeld hat zum zweiten Mal in dieser Saison auf schwache Leistungen des Teams reagiert. Der 51 Jahre alte Lette Vasiljevs hatte am 12. Dezember 2003 das Amt von Meistertrainer Butch Goring übernommen. Neben Krefeld und Mannheim, wo inzwischen der 114fache Nationalspieler Helmut de Raaf amtiert, wurde der Trainerposten auch beim Tabellenletzten Wölfe Freiburg und bei den Iserlohn Roosters zum Schleudersitz. In Freiburg kam nach der Rekordserie von 18 Niederlagen Horst Valasek für den zum Sportdirektor aufgestiegenen Thomas Dolak. Iserlohn entließ Dave Whistle nach vier Niederlagen hintereinander und verpflichtete Doug Mason.

«Wir haben alle Anstrengungen unternommen, um einen Mann zu finden, der uns vor dem drohenden Abstieg bewahren kann», sagte Wolfgang Schäfer, Geschäftsführer der KEV-Pinguine. Unter Vasiljevs, der in den Nachwuchs-Trainerstab des Vereins zurück kehrt, waren insgesamt neun von elf Spielen verloren worden. «Leider haben Teile der Mannschaft dem Trainer nicht den nötigen Respekt entgegengebracht und die notwendige professionelle Arbeitseinstellung an den Tag gelegt. Der Wechsel an der Bande ist daher als Schutz von Haralds Vasiljevs zu verstehen», hieß es in der Presseerklärung des Vereins.

Stewart wurde zunächst bis zum Saisonende verpflichtet. Er war seit Juli 2000 in Mannheim und führte die Adler 2001 zum deutschen Meistertitel. In der Amtszeit des Kanadiers, aber ohne sein Mitwirken, war in Mannheim Nationalmannschaftskapitän Stefan Ustorf Ende Oktober vom sportlichen Management ausgebootet worden. Ustorf ging daraufhin nach Krefeld, wo sich nun die Wege wieder kreuzen.

 

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Pressemitteilung Krefeld Pinguine
Krefeld, 24. Januar

Wir erhielten soeben folgende Pressemitteilung der Krefeld Pinguine mit der Überschrift “Bill Stewart neuer Pinguine-Coach”: “Mit sofortiger Wirkung ist Bill Stewart neuer Trainer bei den Krefeld Pinguinen. Angesichts der sportlichen Talfahrt sahen sich die Verantwortlichen der KEV Pinguine Eishockey GmbH gezwungen, eine erneute personelle Veränderung vorzunehmen. Geschäftsführung und Aufsichtsrat sind der Meinung, dass nur noch ein ´harter Hund´ in der Lage ist, mit der derzeitgen Mannschaft die Play-downs zu vermeiden. ´Abstieg´ ist bei den Krefeld Pinguinen ein Fremdwort und wird es auch bleiben. Bill Stewart wird bereits beim morgigen Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers (Beginn: 18.30 Uhr) an der Bande stehen und zwar zuletzt Trainer der Adler Mannheim. Bis Saisonende wechselt er zu den Krefeld Pinguinen. Die Krefeld Pinguine danken Haralds Vasiljevs ausdrücklich für seine Arbeit in den letzten Wochen und die Bereitschaft, kurzfristig die Mannschaft zu trainieren und zu coachen. Leider haben Teile der Mannschaft dem Trainer nicht den nötigen Respekt entgegengebracht und die notwendige professionelle Arbeitseinstellung an den Tag gelegt. Der Wechsel an der Bande ist daher als ´Schutz´ von Haralds Vasiljevs zu verstehen. ´Ich möchte nicht, dass Haralds seinen guten Ruf aufs Spiel setzt, weil Teile der Mannschaft nicht mit dem Herzen bei der Sache sind. Er hat uns in der Vergangenheit unterstützt, wie er es hoffentlich auch in Zukunft tun wird´ , so Geschäftsführer Wolfgang Schäfer.”
 

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Vertrackt: Kommt Öst oder Ihnacak?

Trainer Haralds Vasiljevs muss Platz machen für den dritten Trainer in dieser Saison.

Krefeld. Spätestens mit dem Signal, das Robert Müller am Donnerstag bei den Hamburg Freezers via Kamera gegeben hatte, liefen gestern bei den Pinguine die Drähte heiß. Müller hatte nach dem Debakel seine Kollegen teilweise angegriffen und stellte nach der 2:7-Pleite bei den Hamburg Freezers frustriert fest: "Das ganze ist eine Charaktersache." Der Schuss zielte auf die Mitspieler, den Treffer allerdings kassierte Trainer Haralds Vasiljevs.
Der Lette ist Angestellter auf Zeit, seine Ablösung steht bevor. Pinguine-Boss Wilfrid Fabel sagte gestern: "Es ist offensichtlich leider so, dass er Probleme mit dem kanadischen Teil der Mannschaft hat." Ein Trainer müsse die Fähigkeit haben, ein Team so zu motivieren, dass es funktioniere. Das tun die Pinguine offensichtlich nicht. Bei einer härteren Gangart hätte Vasiljevs durchaus die volle Unterstützung der Führung gehabt. Zumal dort die Unruhestifter im Team offensichtlich ausgemacht sind.

Wie immer gestaltete sich die Suche nach einem neuen Trainer schwierig in solch sportlicher Lage - zudem ist die Situation bei den beiden Top-Kandidaten mitunter vertrackt. Für einen der Kandidaten, Peter Ihnacak, ehemaliger Pinguine-Crack (bis 1997), hätte ein Debüt als Trainer bei den Pinguinen am Sonntag in der Rheinlandhalle besonderen Charme. Immerhin war die erste Trainerstelle des 46-jährigen Kanadiers bei eben jenen Nürnberg Ice Tigers, mit denen er 1999 Vizemeister wurde. Allerdings soll er sich geziert haben, anzunehmen. Fabel wollte das gestern nicht bestätigen. Ganz fremd mag ihm das nicht vorgekommen sein. Denn Ihnacak soll bereits gezögert haben, als ihm die Aufgabe angeboten worden war, als Goring entlassen worden war. Zuletzt war der ehemalige NHL-Crack Trainer in Wartestellung, ehe er vor zwei Wochen beim KEV `81 bei der DNL-Mannschaft aushalf.

Eine mögliche Verpflichtung Ihnacaks enthält eine weitere Pikanterie. Denn das Verhältnis Fabel-Ihnacak war offenbar so stark belastet, dass Fabel einst verkündet: "Unter meiner Führung wird Ihnacak nie Trainer in Krefeld." Hintergrund war eine Indiskretion Ihnacaks nach einem Gespräch mit Fabel, als es um seine Zukunft ging. Zeigt die drohende (Abstiegs-)Not neue Wege auf?

Möglich, aber nicht zwingend logisch. Denn es gibt einen weiteren, mittlerweile wohl aussichtsreicheren Kandidat mit Olle Öst. Der Schwede hat als sportlicher Direktor bei den Hannover Scorpions einen Zwei-Jahres-Vertrag vor Saisonbeginn unterschrieben, ist mittlerweile aber beurlaubt. Bis zum Saisonende wurde er mit einer fünfstelligen Summe abgefunden. In der neuen Saison hat er aber einen gültigen Vertrag. Womöglich kommt den Scorpions die Offerte der Pinguine gelegen. Neben einer Vertragsauflösung müssen die Niedersachsen auch darüber entscheiden, ob sie einen Mann zum Konkurrenten ziehen lassen. Immerhin wird die Entscheidung um die Teilnahme an den Play-down zwischen beiden Teams fallen. Aufgrund solch schwieriger Sachlage fiel gestern auch keine Entscheidung.

Derweil bemüht sich Vasiljevs nach den bitteren Niederlagen gegen Köln (2:5) und in Hamburg (2:7) sein Team wieder auf Vordermann zu bringen. Personell kann der Lette bis auf Robert Guillet (bis Dienstag gesperrt) und Paul Dyck (Beinbruch) auf den kompletten Kader zurückgreifen. Doch neben den sichtbaren Konzentrationsmängeln und konzeptlosem Spiel scheint auch unsolider Lebenswandel einiger Spieler Anlass für die mitunter desolate Leistung zu sein.

Derweil proben die Fans den Aufstand, wollen nicht mehr geschlossen das Team Sonntag gegen Nürnberg unterstützen. Das Team spiele ohne jeglichen Stolz und Charakter Eishockey. Von der Krtik ausgenommen seien nur wenige Spieler, etwa Robert Müller.

Von Stephan Esser und Walther Lenders
 

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Wenn die Spieler nicht zusammen passen

Wie sich zeigt, ist das "Watscheln" der Pinguine in Sachen Sportlicher Leiter alles andere als abgestimmt.

Krefeld. Wie der Herr, so's G'scherr? Auf dem Eis passten, so der Rundfunk-Eishockey-Papst Eddie Körper zur KEV-Malaise, "keine vier Spieler zusammen bei den Pinguinen". Es sei also kaum verwunderlich, dass nichts Konstruktives zusammen liefe. Droht nun das auch abseits des Eises? Oder besser, noch mehr als schon bisher? Denn ein gehandelter Kandidat für die Position des Sportlichen Leiters macht deutlich, wie wenig abgestimmt doch das "Watscheln" der Pinguine ist.
Zur Erinnerung: Zum durchaus machtbewussten Geschäftsführer Wolfgang Schäfer holte vor wenigen Tagen plötzlich ausgerechnet dessen Mentor, Generalbevollmächtigter Wilfrid Fabel, öffentlich Holger Rathke heran. Der Ex-Geschäftsführer des Liga-Konkurrenten Kölner Haie und designierte König-Palast-Chef beeilte sich zwar, die Brisanz klein zu reden, doch dürften Konflikte vorprogrammiert sein.

Und in dieses Spannungsfeld soll nun auch noch der bis Saisonende in Köln tätige Gerhard Brunner als Sportdirektor stoßen. So jedenfalls dem Vernehmen nach der Wunsch einer Gesellschaftergruppe um Ex-Aufsichtsrat Hugo Hendricks.

Fabel holt Rathke, Hendricks will Brunner nur, beide gelten laut Kölner Medien als "spinnefeind"! Da braucht man gar nicht erst die "Beiträge" von Platzhirsch Wolfgang Schäfer oder des neuen Trainers oder der neuen Spieler abzuwarten - die derzeitigen Chaostage dürften angesichts solch abgestimmter Vorgehensweisen und solider Informationen im Vorfeld wohl garantiert in die Verlängerung gehen.

Von Thomas Klein
 

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Müller greift an: "Charakterlosigkeit"

Der Torhüter der Pinguine war nach der 2:7-Niederlage bei den Hamburg Freezers fuchsteufelswild auf seine Kollegen.

Krefeld. Es war ein wenig wie der letzte Fingerzeig, als Brad Purdie den Schlusspunkt setzte. Sieben Minuten vor dem Ende legte er auf Vorarbeit von Dan Lambert bei der 2:7 (0:1, 3:0, 4:1)-Niederlage der Krefeld Pinguine bei den Hamburg Freezers den Finger ganz tief in die offene Wunde. Gedemütigt vom ehemaligen Mitspieler-Duo Purdie/Lambert taumelt der Meister schneller als ihm lieb ist Richtung Abstiegs-Abgrund.
Am Sonntag gerieten die Pinguine nach einer 2:0-Führung durch individuelle Fehler im Mit teldrittel und fünf Gegentore der Kölner Haie auf die Verliererstraße. In Hamburg hielt die 1:0-Führung durch Adrian Grygiel (6.) bis zur 26.Minute, ehe innerhalb von 200 Sekunden aus der Führung ein 1:3-Rückstand wurde.

In der ausverkauften ColorLine-Arena in Hamburg boten die Pinguine eine ansehnliche Leistung im ersten Drittel. Die Führung war daher nicht unverdient. Grygiel lenkte einen abgefälschter Schuss von Kapitän Steffen Ziesche ins Netz. Die Gastgeber bestimmten dann das zweite Drittel eindeutig. Der Ex-Krefelder Dan Lambert leitete das Unheil ein, das über die Pinguine hereinbrach, mit seinem Tor zum 1:1-Ausgleich (26). Robert Müller war dabei die Sicht versperrt. Als wenig später Shayne Wright den Puck über den Schläger springen ließ, bedankte sich Andrew Schneider mit dem Tor zum 2:1. Es war der x-te Fehler Wrights, der zur tragischen Figur in der Krefelder Abwehr wird.

Aber es kam noch schlimmer: Denn als Stefan Ustorf auf der Strafbank saß, konnte Plachta nach einem abgefälschten Schuss von Brad Purdie ungehindert das 3:1 markieren. Im Schlussdrittel waren die aufgerissenen Dämme nicht mehr zu stopfen. Innerhalb von 54 Sekunden stellten die Hamburger auf 5:1. Torhüter Robert Müller war fuchsteufelswild, griff seine Kollegen vor laufender Kamera an und sprach von Charakterlosigkeit. Er wollte sich zwischenzeitlich auswechseln lassen, wurde zurückgeschickt: Ich mache weiter, aber so etwas habe ich noch nicht mitgemacht. Ich werde bis zum Ende bemüht sein, meine beste Leistung zu zeigen. Dazu bin ich Sportler. Das ist auch eine Sache der Ehre.

Am Sonntag kommen die Nürnberg Ice Tigers in die Rheinlandhalle. Ob dann noch Haralds Vasiljevs an der Bande steht ­- obwohl er das Debakel mit neun Niederlage aus elf Spielen unter seiner Führung nicht alleine zu verantworten hat?

STATISTIK

Hamburg Freezers -­ Krefeld Pinguine 7:2 (0:1, 3:0, 4:1)
Pinguine: Müller -­ Kurtz/Kelleher, Wright/Kozhevnikov, Kunce/Dück, Raubal/Luongo ­- Selivanov/Herperger/Yake, Rodman/Beaucage/Bertrand, Grygiel/Ustorf/Ziesche, Zajankala/ Lanier/Appel
Tore: 0:1 (5:06) Grygiel (Ziesche/ Kelleher), 1:1 (25:34) Lambert (Hynes/Fearns), 2:1 (26:48) Schneider (Greig/Purdie), 3:1 (28:54) Plachta (Purdie), 4:1 (43:12) Greig (Schneider/Purdie), 5:1 (44:06) Abstreiter (Francz/Washburn), 5:2 (44:30) Luongo (Rodman/Beaucage), 6:2 (47:48) Fearns (Hynes), 7:2 (52:31) Purdie (Lambert/Schneider)
Schiedsrichter: Lichtnecker (Lengries)
Zuschauer: 12521
Strafminuten: Hamburg 6, Krefeld 10

Walther Lenders

 

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2004


Ustorf kommt zurück, Guillets Sperre reduziert

Die Pinguine stehen am Donnerstag vor einer schweren Aufgabe bei den Hamburg Freezers.

Krefeld. Können die Krefeld Pinguine dem Beispiel der Adler Mannheim mit dem 3:1-Sieg von Dienstag folgen, und am Donnerstag die Hamburg Freezers auf die Verliererstraße schicken? Ein Wunsch, den sicherlich nicht nur Trainer Haralds Vasiljevs und die Mannschaft haben, sondern auch die ganze Krefelder Fangemeinde. Personell hat sich die Situation vor dem Gastspiel in der Color Line Arena (19.30 Uhr bei Premiere) leicht verbessert, denn mit Stefan Ustorf kommt ein erfahrener und kämpferisch starker Spieler ins Team zurück.
Doch Vasiljevs hat auch Sorgen: Mit Ersatztorhüter Markus Janka, Abwehrspieler Shayne Wright (beide Leistenprobleme) und Stürmer Pascal Appel (Schulter) fehlen ihm verletzungsbedingt drei Akteure.
Schwerwiegender ist jedoch der weitere Ausfall von Robert Guillet. Dessen Strafmaß wurde gestern vor dem DEL-Schiedsgericht von sechs auf vier Spiele verringert. Guillet kann am kommenden Dienstag beim Spiel in Nürnberg wieder mitspielen. "Es ist mir unerklärlich, wie Guillet einem einhändigen Stockschlag eine so schwere Verletzung verursachen kann", versteht Geschäftsführer Wolfgang Schäfer auch nach der Reduzierung die Strafe nicht.

Gerne würde Vasiljevs gegen die starken hanseatischen "Kühlschränke" mit vier Blöcken spielen, doch er muss wieder umstellen, kann wohl nur drei komplette Blöcke aufbieten. Belebung dürfte Stefan Ustorf bringen, der nach seiner Fußverletzung wieder fit ist und zusammen mit Steffen Ziesche und Adrian Grygiel die deutsche Reihe bildet.

Im ersten Block, der "french-connection" muss Marcel Rodman noch ein Spiel für den gesperrten Guillet neben Marc Beaucage und Eric Bertrand aushelfen. Für den zweiten, spielerisch starken Sturm sind Alexander Selivanov, Chris Herperger und Terry Yake verantwortlich.

Rückblickend auf das bittere zweite Drittel gegen die Kölner Haie mit 0:5 am letzten Sonntag fordert Vasiljevs vor allem von seiner Abwehr mehr Konzentration. "Drei Gegentoren ging einen Kette von Fehlern voraus. Das darf so erfahrenen Spielern nicht passieren. Ich erwarte, dass wir in den verbleibenden vier Spielen vor der Länderspielpause noch punkten", gibt sich der Trainer zuversichtlich. Und fügt hinzu: "Damit könnten wir in Hamburg schon anfangen."

Von Walther Lenders
 

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Schiedsgericht reduziert Sperre von Guillet

Der Top-Stürmer der Krefeld Pinguine kann durchatmen: Seine Sperre von sechs Spielen wurde auf vier heruntergesetzt.

Krefeld. Das Schiedsgericht der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hat am Mittwoch die Strafe gegen Rob Guillet von Meister Krefeld Pinguine von ursprünglich sechs auf vier Spiele reduziert. Die Geldstrafe von 1800 Euro bleibt unverändert. Guillet hatte im Meisterschaftsspiel gegen die Augsburger Panther am 9. Januar seinen Gegenspieler Rick Girard mit einem Stockschlag an der rechten Hand schwer verletzt.
Artikel vom: 21.01.2004
 

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Ustorf machte alles mit

Der angeschlagene Nationalspieler will Donnerstag in Hamburg unbedingt dabei sein. Die Stimmung bei den Pinguinen hat sich verbessert.

Krefeld. "Ich denke, dass ich dabei bin", gibt sich Stefan Ustorf nach seiner Fußverletzung optimistisch. Dienstag absolvierte er das komplette Programm. Trainer Haralds Vasiljevs sah es mit Freude: "Ich bin zufrieden. Alle haben tüchtig mitgezogen, es herrscht auch nach der Niederlage gegen Köln eine positive Stimmung." Die Krefeld Pinguine sind, so auch Kapitän Steffen Ziesche, bereit und heiß darauf, noch vor der Länderspielpause ihre kritische Tabellensituation (Platz zwölf) zu verbessern.

Erste Gelegenheit dazu gibt es am Donnerstag, wenn in der Color-Line-Arena in Hamburg um 19.30 Uhr - Live-Übertragung bei Premiere - die Aufgabe gegen die Hamburg Freezers ansteht.

Diese trumpften zwar in der neuen Hamburger "Kühlkammer" in diesem Jahr besonders selbstbewusst auf, aber jede Serie geht einmal zu Ende. Gerne hätte Vasiljevs Donnerstag schon seinen Torjäger Rob Guillet dabei, aber der ist gesperrt. Mittwoch soll vor dem Schiedsgericht der DEL der Einspruch der Pinguine gegen das harte Urteil (sechs Spiele) verhandelt werden, das vom Disziplinarausschuss aufgrund einer Videoaufzeichnung nachträglich verhängt worden war.
Krefeld bezieht sich dabei vor allem darauf, dass Schiedsrichter Oswald aus Bad Wörishofen den angeblichen Stockschlag des Krefelders gegen den Augsburger Rick Girard deutlich gesehen und nicht geahndet hat. Die Pinguine rechnen mit einer erheblichen Strafminderung.

Der Geschäftsführer der Pinguine, Wolfgang Schäfer, hatte in den beiden letzten Tagen ganz andere Aufgaben. Er bearbeitete mit der Seidenweberhaus-AG das neue Ticketsystem für den König Palast, und ließ sich das System vom Hersteller erläutern. In Kürze soll der Vertrag zwischen Betreiber und den Pinguinen abgeschlossen werden. Schließlich wird die neue Arena in weniger als elf Monaten eröffnet.

Die letzten Spiele vor der Länderspielpause: Donnerstag in Hamburg, am Sonntag, 18.30 Uhr in der Rheinlandhalle gegen Nürnberg, Dienstag, 27. Januar in Nürnberg (19.30) und Freitag, 30. Januar, in Ingolstadt (19.30 Uhr).

Von Walther Lenders
 

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ETC Crimmitschau: Alptraum für KEV

Am Donnerstag geht die Reise nach Hamburg.

Krefeld. "Liebe Eishockeyfans! Wir begrüßen Sie zum ersten Spiel im neuen König Palast Krefeld. Gegner der Pinguine im Spiel der 2. Bundesliga ist der ETC Crimmitschau." Die Ankündigung des Stadionsprechers in der halb vollen Arena ein Alptraum, der jedem Krefelder Eishockeyfan derzeit das Blut in den Adern gefrieren lässt. Und trotzdem eine Vorstellung, mit der sich der amtierende Deutsche Meister ernsthaft befassen muss. Denn spätestens nach der bitteren 2:5-Heimniederlage gegen die Kölner Haie schrillen bei den Pinguinen endgültig die Alarmglocken.
14 Spieltage vor Ende der Doppelrunde 2003/04 sind die Pinguine endgültig in der Abstiegszone gelandet, haben auf den 13. Platz, der in die Play-downs das Auftaktspiel in der Rheinlandhalle gegen Freiburg wäre am 10. März führt, nur noch drei Punkte Abstand.

Da ist es fast schon müßig festzustellen, dass die Krefeld Pinguine den schlechtesten Tabellenstand eines Deutschen Meisters seit Einführung der DEL haben. Ratlosigkeit auch bei den Gesellschaftern, die nach der Niederlage gegen Köln den Dialog mit Trainer Haralds Vasiljevs suchten. Schließlich hatten sie mit Alexander Selivanov und Stefan Ustorf personell noch zweimal hochkarätig nachgelegt, und sich bei der Verletzungsmisere mit George Zajankala und Michail Kozhevnikov auch noch personell ergänzt.

Vasiljevs, der bisher aus neun Spielen nur zwei Siege einfahren konnte, hat noch keine Einheit geformt. Vielleicht fehlt auch der Draht. Auf jeden Fall ist festzustellen, dass ein personell gut bestücktes Pinguine-Team kaum ein produktives Spielsystem erkennen lässt. Vor allem die fehlende Bindung zwischen Abwehr und Angriff ist die Achillesferse der Krefelder.
Für Haralds Vasiljevs, der nach der sich andeutenden Rückkehr von Stefan Ustorf (Fußverletzung) mit Abwehrspieler Paul Dyck voraussichtlich nur noch einen verletzungsbedingten Ausfall hat, brennt die Frage unter den Nägeln, ob die Klage gegen das harte Urteil für Rob Guillet (sechs Spiele Sperre für Stockschlag) nicht aufgehoben oder gemindert werden kann. Aber die DEL lässt sich Zeit, hat noch nicht verhandelt.

Mit der Rückkehr zur "French Connection" mit Guillet, Beaucage und Bertrand wäre ein Silberstreifen in Sicht. Vier Spiele stehen noch vor der Länderspielpause (30.1. bis 13.2.) an. Das erste steigt am Donnerstag bei den Hamburg Freezers.

Von Walther Lenders

 

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KEV-Pinguine bloß Futter für die Haie

Am Ende blieb den Fans allein der Ärger: Mit 2:5 (2:9, 0:5, 0:0) blamierte sich der amtierende Meister in der Rheinlandhalle. Anfangs hatten die Anhänger noch gefeiert.

Krefeld. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Innerhalb von etwas mehr als einer Stunde durchlebten die Krefelder Eishockeyfans die ganze Palette der Gefühle. Am Ende blieb dann Frust, Traurigkeit oder Empörung und Ärger, je nach Gefühlslage. Die 2:5 (2:0, 0:5, 0:0)-Niederlage gegen die Kölner Haie war für das Krefelder Eishockey eine Demütigung, an der Trainer, Mannschaft und Pinguine-Gesellschaft sicherlich noch lange zu knabbern haben. "So spielt der Meister", klang es gegen 19 Uhr, als das Team von Trainer Haralds Vasiljevs nach dem ersten Drittel mit 2:0 führte. Nicht einmal unverdient, denn die beiden Tore durch Marc Beaucage und Jonas Lanier in der 19. Spielminute waren der Lohn für kämpferisches Eishockey und viel Einsatz.
Doch dann hatten die Pinguine wohl vergessen, dass noch 40 Spielminuten anstanden. "Wir sind im zweiten Drittel in der Kabine geblieben", versuchte sich Haralds Vasiljevs später in Galgenhumor und fügte an: "Das war ein totaler Blackout in diesem Mittelabschnitt." Und in der Tat kann man es treffender kaum sagen, denn was sich zwischen der 22. und 40. Spielminuten auf dem Eis der Rheinlandhalle abspielte, hatte von Krefelder Seite wenig mit DEL-Eishockey und mannschaftlicher Leistung zu tun. Hinten offen wie ein Scheunentor, nach vorne harmlos wie eine Anfängertruppe, überließ man den Gäste praktisch alle Initiative.

Körperlich versuchten einige, noch dagegen zu halten, doch vom Kopf und der Ausführung her gab es da überhaupt keinen Lichtblick. Lediglich die Fans hielten tapfer durch, waren zumindest bis zum 2:4 noch immer auf Seiten ihrer schwarz-gelben Cracks, die gestern diesen Namen nicht verdienten. Beim 2:1 (22.) durch Jeremy Adduono pennte die Abwehr, beim 2:2 durch Eduard Lewandowski eine Minute später ließ Torhüter Müller den Puck leichtfertig passieren, und beim 2:3 durch Andreas Morczinietz schlief erneut die Abwehr. Vielleicht wäre noch ein Funken Hoffnung geblieben, hätte Alexander Selivanov mutterseelenalleine in der 35. Minute noch einmal getroffen, doch der Meister war gestern nicht einmal bereit, Gastgeschenke der Kölner anzunehmen. So nahm das Debakel seinen Lauf und Mickey Elick kam in der 38. Minute sogar zu einem Unterzahltor für die Haie. Da war das 5:2 durch Adduano in der 40. Minute nur noch ein weiterer Stich ins Herz des Meisters.

Das letzte Drittel wurde dann von beiden Teams nahezu körperlos heruntergespielt, und Haie-Trainer Hans Zach hatte dann leichtes Spiel, sein Team mit Lob für die engagierte Leistung zu überschütten.

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Kölner Haie 2:5 (2:0, 0:5, 0:0)
Pinguine: Müller - Kurtz/Kelleher, Wright/Kozhevnikov, Kunce/Dück, Luongo - Herperger/Yake/Selivanov, Bertrand/Beaucage/Ziesche, Rodman/Lanier/Grygiel, Appel/Zajankala/Raubal
Tore: 1:0 (18:26) Beaucage (Ziesche/Bertrand), 2:0 (18:52) Lanier (Grygiel/Rodman), 2:1 (21:18) Adduono (Stefan/Dessner), 2:2 (22:17) Lewandowski (Lüdemann), 2:3 (27:19) Morczinietz (Stefan/Adduono), 2:4 (37:39) Elick (Lewandowski/Boos), 2:5 (39:46) Adduono (Schlegel)
Schiedsrichter: Dahle (Berlin)
Zuschauer: 3 638 Strafminuten: Krefeld 12, Köln 14

Von Walther Lenders

 

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2004


Berliner Fans auf erfolgloser Mission

Die Fans der Berliner Eisbären können offenbar nicht genug vom Eishockey bekommen. Am Nachmittag hatten sie einen 3:1-Erfolg ihres Teams bei den DEG Metro Stars bejubelt und machten sich dann auf zum Rhein-Derby in die Rheinlandhalle, um dort die Pinguine gegen die Haie zu unterstützen - mit wenig Erfolg.

Krefeld. Viel Aufregung und höchste Sicherheitsstufe herrschten vor dem Spiel, schließlich hatte sich Ministerpräsident Peer Steinbrück angekündigt. Rund zehn Minuten vor Spielbeginn hatte er die Halle betreten mit großem Sicherheitspersonal im Gefolge, dazu die lokale Politik-Prominenz. Dann ging`s gleich aufs Eis. Dort überreichte Pinguine-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer dem Ministerpräsidenten ein Meister-Trikot der Pinguine.
Olaf Merkel, Tennis-Trainer bei Blau-Weiß Krefeld und Pinguine-Dauergast, sagte vor dem Spiel zum möglichen Aufstieg des Teams in die Tennis-Bundesliga: "Ich möchte das schon gerne. Ich denke, in drei bis vier Tagen ist die Entscheidung gefallen."
 

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2004


Die Pinguine können doch noch punkten

Bei den Kassel Huskies kämpften sich die Krefelder bis ins Penalty-Schießen, um dann doch noch mit 2:3 gegen einen der Mitkonkurrenten zu unterliegen.

Kassel. Das erste Drittel und das nach einhelliger Meinung aller DEL-Trainer so ungeheuer wichtige erste Tor all dies gehörte den Pinguinen. Kaum von der Strafbank gekommen war es Chris Herperger, der 20 Sekunden vor der Pausensirene einen Konter mit einem fulminanten Schlagschuss zur nicht unverdienten 1:0-Führung für die Krefelder abschloss. Die hatten sich dieses Pausengeschenk auch verdient, denn sie boten die gefälligeren Spielzüge, wirkten als die etwas bessere Mannschaft von zwei Teams, deren Tabellenstand man auf dem Eis ablesen konnte.

Und zunächst setzte sich dies auch im Mittelabschnitt fort. Doch es setzte sich auch etwas anderes fort: die individuellen Fehler und Konzentrationsschwächen in der Pinguin-Abwehr. Denn fast aus heiterem Himmel stand es plötzlich 1:1. Nationalstürmer Serikow stand zur Überraschung der Krefelder völlig ungedeckt vor KEV-Torhüter Robert Müller und ließ diesem keine Chance (26.).
Und wie schon in den letzten Begegnungen gerieten die Pinguine nun mächtig ins Schwimmen. Die Strafzeit des Ex-Huskies im KEV-Dress Shayne Wright nutzten die Platzherren durch Brousseau, um mit 2:1 in Front zu ziehen (34.).
Erst nach einigem "Schlucken" rappelten sich die Pinguine wieder auf. Sie kamen nach der "Auszeit" wieder zurück ins Spiel und durch Appel, Bertand oder Kelleher zu Ausgleichschancen.

Im Schlussdrittel wurde die Partie unterhaltsamer, sprich spannender, denn die Gäste drückten nun. Verteidiger Daniel Kunce hatte genau so wenig Glück mit einem Schlagschuss wie Marc Beaucage bei seinem Solo.
"Die Yakes, Beaucages, Herpergers oder Selivanovs müssen das Tor machen", so hatte noch am Donnerstag Trainer Vasiljevs seine Stars in die Pflicht genommen. Und nach 52 Minuten erhörte auch Alexander Selivanov seinen Coach. Von Terry Yake bedient markierte der Russe den verdienten 2:2-Ausgleich.

Obwohl, hätte Kassels Wahlberg nur eine Minute zuvor stärkere Nerven bei seiner Chance gegen Robert Müller gezeigt, dann wäre auch dieser Treffer nur Ergebniskosmetik gewesen. Auch kurz nach dem Ausgleich war Fortuna ein KEV-Fan, denn Stefan Retzer zielte zu genau und hämmerte den Puck präzise ans Lattenkreuz.

Im achten Penalty-Schießen der Pinguine setzte es dann die dritte Siason-Niederlage, denn Marc Beaucage konnte Robitailles Treffer in der zweiten Runde der Strafschüsse nicht mehr ausgleichen.

Statistik

Kassel Huskies - Krefeld Pinguine 3:2 n.P. (0:1, 2:0, 0:1. 1:0)
Pinguine: Müller Kurtz/Kelleher, Rauball/Luongo, Wright/Kozhevnikov, Kunce/Dück Herperger/Yake/Selivanov, Ziesche/Rodmann/Zajankala, Bertrand/Beaucage
Tore: 0:1 (19:38) Herperger (Grygiel/Ziesche), 1:1 Serikow (Wahlberg), 2:1 (33:06) Brousseau (Dury), 2:2 (51:04) Selivanov (Yake), 3:2 Robitaille (Penalty)
Zuschauer: 4 123
Schiedsrichter: Awizus (Berlin)
Strafminuten: Krefeld 4, Kassel 4

Von Thomas Klein
 

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2004


Wunschteam erneut gesprengt

"Wir brauchen die Punkte nötiger als die", sagt Pinguine-Coach Haralds Vasiljevs vor den beiden Wochenendspielen.

Krefeld. Er gibt sich trotzig. "Wir brauchen die Punkte nötiger als die", sagt Pinguin-Coach Haralds Vasiljevs vor den beiden Spielen heute in Kassel und am Sonntag um 18.30 Uhr in der Rheinlandhalle gegen Köln. Wofür das will der Lette zwar nicht aussprechen, aber zweifelsohne kann man sich beim noch amtierenden Meister einfach keine weiteren Niederlagen erlauben. Zu verheerend wäre das Bild, das die Pinguine dann böten. Aber schon wieder ist das Wunsch-Team gesprengt. Denn zu den verletzten Dyck und Ustorf er spielt möglicherweise am Sonntag gesellt sich nun noch Rob Guillet aufgrund seiner Sechs-Spiele-Sperre wegen Stockschlags. Damit fehlt Alt-Trainer Gorings French-Connection der Torjäger.

Andererseits können die anderen Akteure "vorspielen", denn zu Marc Beaucage und Eric Bertrand will Vasiljevs wechselnde Cracks stellen. Apropos "Vorspielen": Pinguin-Boss Wilfrid Fabel hatte zwar erst am Sonntag vor laufender Kamera abgewiegelt "In Sachen Trainer tut sich bis zum letzten Spieltag nichts" -, aber dies war wohl eher eine "extreme Dehnung" der Darstellung.
Denn: "Natürlich sondieren wir den Markt. Die Verpflichtung des Trainers für die kommende Saison hat für die Planungen absolute Priorität", muss Geschäftsführer Wolfgang Schäfer nun auf Nachfrage einräumen.

Vor dem Hintergrund des bereits rasant rotierenden Spielerkarussells erscheint Fabels Zeitplan wahrlich praxisfern. Denn wer soll das neue Team zusammen stellen? Wessen fachliches Know-how bietet die Grundlage für die Entscheidung, beispielsweise die am Monatsende auslaufenden Optionen mit den Top-Scorern Beaucage oder Guillet zu nutzen, oder eben nicht? "Im Augenblick entscheiden das der Aufsichtsrat, Herr Fabel und ich", sagt Schäfer und betont, dass man auch Experten wie Trainer Vasiljevs oder Ex-Manager Rüdiger Noack einhole.

Der ehemalige Sportliche Leiter aber betont nachdrücklich, dass er "nur in seiner Freizeit am Wochenende für das nötige Scouting als Hilfe und als Berater im Einzelfall zur Verfügung stehe". "Die große Linie, das angestrebte Spielsystem, die langfristige Konzeption einer Mannschaft, der gezielte Zukauf von Leuten mit den zuvor dem Team noch fehlenden Fähigkeiten das kann nur aus dem Verein selber kommen."

Folglich stellt sich die Frage also erneut, wer dieses nun bei den Pinguinen tun soll? Denn nach Gutdünken Spieler zu verpflichten, die dann nicht zum noch fehlenden Trainer und dessen Philosophie passen dieses Missverständnis kann man sich nicht leisten. Dokumentiert die Tabelle doch die Folgen einer gescheiterten, weil nicht konzeptionellen Einkaufspolitik gnadenlos.

Konzeptionell wäre, Trainer und Team aufeinander abzustimmen womit freilich Fabels vollmundig angekündigter Zeitplan endgültig Makulatur wäre. Doch wäre das schlimm?

Die Eishockey GmbH legt Klage gegen das Urteil des DEL-Diziplinarausschusses sechs Spiele Sperre für Guillet ein.

Von Thomas Klein

 

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2004


Schock: Guillet für sechs Spiele gesperrt

Der kanadische Topstürmer der Pinguine fehlt nach einem Foul mit Verletzungsfolge gegen den Augsburger Girard in den nächsten Wochen. Zudem muss er 1800 € Strafe zahlen.

Krefeld. Mit Verwunderung haben die Verantwortlichen der Krefeld Pinguine das Strafmaß gegen Robert Guillet zur Kenntnis genommen. Der kanadische Stürmer wurde vom DEL-Disziplinarauschuss für sechs ! Spiele gesperrt und erhielt eine Geldstrafe von 1800 Euro. Das Strafmaß verwundert, da ein gezielter Schlag von Guillet gegen seinen Gegenspieler Rick Girard (Augsburger Panther) nach Studium der Videoaufzeichnung nicht erkennbar war. Die Pinguine hatten in Augsburg 1:4 verloren.

Eine lange Schlange bildete sich gestern Nachmittag in den Geschäftsräumen der AOK: Autogrammstunde mit den Spielern vom Deutschen Eishockey-Meister Krefeld Pinguine. Trotz der momentanen Krise waren die Unterschriften der Müller, Ziesche und Co., sowie von Trainer Haralds Vasiljevs sehr begehrt. Eine Stunde lang schrieben sich die Spieler die Finger wund. Am Freitag geht die DEL-Runde weiter mit der Partie in Kassel, Sonntag kommen die Kölner Haie in die Rheinlandhalle. Schwere Aufgaben im Kampf gegen ein mögliches Abstiegsduell. Der Alptraum der Vereinsspitze und aller Anhänger.

Der Pinguine-Store, Evertstraße 45, führt vom 19. bis 31. Januar eine Fan-Aktion durch. Für die Mitglieder der offiziellen KEV-Fanclubs gibt es beim Kauf oder bei der Bestellung von KEV-Fanartikeln einen Rabatt von 10 Prozent.
 

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2004


Die "Krux" mit dem Nachwuchs

Viele Titel bei den Jugend-Teams des KEV 81 garantieren keine Erfolge auf höherer Ebene.

Krefeld. Kaum ist die Misere der "Alt-Pinguine" nicht mehr übersehbar, da kommt er wieder, der Schrei nach den jungen, hungrigen Spielern aus der eigenen Jugend, die es den "satten Söldnern" zeigen sollen. Realistisch? "Unsinn, man kann doch nicht erwarten, dass Kinder die Arbeit von erfahrenen Profis machen", schmettert Pinguin-Coach Haralds Vasiljevs solche Gedanken ab. Der Lette, als langjähriger Jugendtrainer beim KEV alles andere als "Jugend feindlich", will keine "Kids" als Notnägel eines maroden Schiffes einbauen.
"Da würden wir statt 0:1 mit 0:4 oder noch höher verlieren. Wem wäre damit gedient?" Zudem ist das mit dem eigenen Nachwuchs so eine Sache. Denn obwohl der KEV 1981, Träger der Jugendarbeit unterhalb der DEL-GmbH Krefeld Pinguine, seit Jahren Top-Nachwuchsklub in NRW ist und auch bundesweit zur Spitze zählt, ist der Ertrag für die erste Mannschaft überaus mager.

Haufenweise Titel bei Bambinis und Knaben, Platz drei in der höchsten Nachwuchsklasse DNL in der letzten Saison aber in die DEL schafften es in den letzten zehn Jahren nur ganze zwei Akteure: Adrian Grygiel und Christian Ehrhoff. Supertalent Ehrhoff hätte mit seiner kompromisslosen Zielstrebigkeit wahrscheinlich auch von Sylt aus den Weg in die NHL geschafft. Bezeichnend: Aus den Jugendjahrgängen 1982 bis 1984 spielt nach eigenem Bekunden mit Kreutzmann nur noch ein weiterer KEV-Junior Kreutzmann beim Zweitligisten Duisburg oberklassig. Die Allermeisten haben das Handtuch geworfen, manche "murmeln" in der vierten und fünften Liga.

"Das ist unser Problem", muss Jugendobmann Jochen Herbst mit einem Schulterzucken eingestehen. "Es liegt aber auch daran, dass im Deutschen Eishockey mit 18 Jahren Schluss ist. Bundestrainer Hans Zach meint, mit 17 Jahren müssten die Spieler komplett ausgebildet und DEL tauglich sein. Wir wollen eine Verlängerung auf mindestens 19 Jahre erreichen, damit die Jungs mehr Zeit haben."

Nachvollziehbar, denn nicht jeder 17-Jährige ist bereit, beispielsweise die Schullaufbahn für eine mögliche Karriere im Profisport zu opfern, wie es Ehrhoff tat. Und auch viele Trainer tun sich schwer damit, dies zu empfehlen was angesichts der Arbeitslosenzahlen und des hohen Verletzungsrisikos durchaus nachvollziehbar ist. Aber wer mit 18 Jahren sich in einer Profi-Liga bewähren will, der muss schon einige Jahre unter Profi-Bedingungen trainiert haben.

Für den alten Kämpen Rüdiger Noack wird oft das Wichtigste bei der Nachwuchsarbeit vergessen: persönliche Betreuung abseits des Trainings. "Es fehlt an der Einbindung in ein Konzept, das sportliche, berufliche und persönliche Entwicklung umfasst." Auch er kann den "Stammtisch-Parolen" nichts abgewinnen.

"Die DNL-Jungs hätten selbst bei unterklassigen Klubs einen Stammplatz. Ehrhoff saß in Duisburg anfangs auf der Bank, und die waren damals dritte Liga." Seine Konsequenz: "Man muss auch im Nachwuchs Geld anfassen, die eigenen Talente an sich binden, bevor sie ein anderer Klub wegkauft." Manchmal aber liegt es auch an der nicht passenden Chemie, wenn Talente nicht den Aufstieg schaffen. Davon kann Haralds Vasiljevs aus eigener Erfahrung ein Lied singen.

Sein Sohn Herberts passte nicht in das "Größer-Schwerer-Stärker"-System des Defensiv-Fanatikers Mike Zettel, wurde als Bundesliga untauglich abgeschoben um dann ausgerechnet in der körperbetonten NHL Karriere zu machen.
 

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0:1 gegen Eisbären - Abstieg jetzt ein Thema

Man stelle sich vor: Der amtierende Meister steigt ab. Doch nach der 0:1-Pleite gegen die Eisbären Berlin müssen die Pinguine ein neues Saisonziel ausgeben und das heißt Klassenerhalt.

Krefeld. "Zu" manchmal lässt sich ein Spiel in einem einzigen kleinen Wörtchen zusammen fassen. Zu harmlos im Angriff, zu langsam in der Abwehr, zu unpräzise im Zuspiel waren die Krefeld Pinguine beim Kampf um die letzte, auch schon eher theoretische Chance auf die Play-off-Teilnahme gegen die überaus cleveren Berliner Eisbären. Auch beim Tor des Tages ging es "zu": Eisbär Sven Felski war zu schnell für den zu langsamen Pinguin-Verteidiger Chris Luongo, verlud den Routinier nach Strich und Faden und markierte einen sehenswerten Treffer (17.).
"Ein Fehler hat uns den Sieg gekostet", schimpfte Trainer Haralds Vasiljevs nach dem Spiel. Wohl wahr, denn seine Pinguine waren eben nicht fähig, auch nur einen einzigen Treffer zu erzielen. Zu einfallslos im Aufbau, zu ungefährlich vor dem Tor, zu inkonsequent im Abwehrverhalten die Reihe der "zu" ließe sich beliebig erweitern. Der eigene Trainer setzte gar noch einen drauf. "Was wir geboten haben, war zu wenig, um eine solche Beton-Abwehr zu knacken", schimpfte der Lette. Mit der Berliner Besetzung in der Abwehr könne man fast eine Partie im Alleingang entscheiden.

Seine Abwehr sei schlicht zu langsam, konstatierte Vasiljevs im Gegenzug. Und erst einmal in Fahrt, tat er das, was er von seinen Verteidigern vergeblich gefordert hatte: Er schoss scharf: "Wir haben das immer wieder geübt, aber bei Überzahl schießt keiner dieser Herren von der Blauen Linie, aber nur dann hätte die Stürmer auch mehr Raum." Oder Aufbauspiel: "Wir trainieren das Gegenteil, im Spiel aber laufen die immer wieder hinter das Tor, und warten auf den Stürmer, der die Scheibe abholt. Das ist Uralt-Stil", wetterte der Lette.

Allerdings muss er sich wiederum sagen lassen, dass die Aufgabe eines Trainers gerade das Abstellen von Fehlern ist. Zumindest kämpferisch vermochten die Pinguine indes zu gefallen. Auch Möglichkeiten gab es einige: Aber Terry Yake (14.), Shayne Wright (32.) oder Chris Herperger (40./53.) vergaben. Ansonsten aber hatte man eigentlich nie das Gefühl, dass den Pinguinen gar noch die Wende gelänge. "Das Tor war wie versiegelt", kommentierte Vasiljevs diese wenigen sehenswerten Aktionen.

Zumeist bestimmte Tristesse das Bild. Einzig der Jubel um Meisterspieler Darryl Shannon vor dem Anpfiff zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der Fans. Obwohl: Genau diese Erinnerung an große Zeiten machte den tiefen Fall der Pinguine umso deutlicher.

Spiel-Statistik

Krefeld Pinguine - Eisbären Berlin 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)
Pinguine: Müller - Kurtz/Luongo, Wright/Kozhevnikov, Kelleher/Dück - Guillet/Yake/Rodman, Ziesche/Herperger/Selivanov, Appel/Lanier/Raubal, Bertrand/Zajankala.
Tore: 0:1 (16:21) Felski
Zuschauer: 2 613
Schiedsrichter: Müller (Schierke)
Strafminuten: Krefeld 6, Berlin 12

Von Thomas Klein
 

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2004


Etliche Strafen setzten die Pinguine schachmatt

Zwei neue Spieler zauberte Krefelds Trainer Haralds Vasiljevs beim Gastspiel in Augsburg aus dem Hut. Der Sieg aber ging mit 4:1 an die Augsburger Panther.

Augsburg. Augsburg war für das "Häuflein der Aufrechten", das die Krefeld Pinguine derzeit stellen, keine Reise wert. Die drei Punkte blieben am Freitag Abend in der Fuggerstadt, und zu den vielen Verletzten gesellt sich am Sonntag beim Premiere-Spiel gegen die Eisbären aus Berlin (14.30 Uhr Rheinlandhalle) auch noch der gesperrte Torjäger Marc Beaucage (Spieldauer). Überraschend tauchte beim Warmlaufen der Pinguine ein neuer Akteur mit der Nummer 53 auf. Dann stellte sich heraus, dass da der Ex-DEL-Crack Georg Zajankala (31), ein geborener Kanadier mit deutschem Pass, ins Trikot der Krefeld Pinguine geschlüpft war.
Erste Kontakte hatten die Krefelder auf Grund der immer dramatischer werdenden Personalnot am Donnerstag in Richtung Kanada geknüpft, wo Zajankala lebt. Der Ex-Hannoveraner setzte sich ins Flugzeug, kam gestern nach München und von dort aus direkt ins Mannschaftshotel.
Damit konnte Krefelds Trainer zuerst zumindest drei komplette Blöcke aufs Augsburger Eis schicken, denn am Mittwoch hatte auch der 22-jährige Michael Kozhevnikov als Abwehrspieler bei den Pinguinen angeheuert, um die Lücke von sieben verletzten Stammspielern ein bisschen schließen zu können.

Doch Vasiljevs hatte die Rechnung ohne den 33-jährigen Schiedsrichter Oswald aus Bad Wörishofen und Disziplinlosigkeiten seiner eigenen Spieler gemacht. Oswald belegte die Krefelder reihenweise mit Strafen, schwächte das stark dezimierte Team der Pinguine ausschlaggebend für den weiteren Verlauf . Und das war schließlich auch die Entscheidung.

Nachdem sich die Pinguine im ersten Drittel beim 1:1 noch achtbar aus der Affäre gezogen hatten, löste eine Fünf-Minuten Strafe plus Spieldauerstrafe für Marc Beaucage wegen Stockschlags (gegen Bob Wren) die Misere aus. Fast zehn Minuten konnten sich die Krefelder dann noch gegen die Überzahl -dabei zwei Minuten mit drei gegen fünf wehren, doch dann erlahmten die Kräfte.

Die Folge: zwei gegnerische Tore im Mitteldrittel. Aus. Den K.o. versetzte dann Marc Savard dem Gast mit dem 4:1 (47.). Am Ende herrschten nur noch Frust und Unbeherrschtheit bei den Pinguinen.

Statistik

Augsburg Panther - Krefeld Pinguine 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
Pinguine: Müller Wright/Kurtz, Raubal/Luongo, Dück/Kozhevnikov Guillet/Beaucage/Rodman, Zajankala/Lanier/Appel, Yake/Herperger/Ziesche
Tore: 1:0 (17:30) Wren (Miner), 1:1 (18:38) Guillet (Beaucage/Wright), 2:1 (28:40) Moeser (Girard/Savard), 3:1 (39:19) Delisle (Rau/Kofler), 4:1 (46:20) Savard (Barta/Carter)
Zuschauer: 4516
Strafzeiten: Augsburg 12, Krefeld 25 plus Spieldauer Beaucage und 10 Minuten Herperger


 

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2004


Kozhevnikov soll Abwehr verstärken

Die Pinguine spielen am Freitag bei den Augsburg Panthers.

Krefeld. Pinguine-Trainer Haralds Vasiljevs mochte am Donnerstag noch so viel rechnen, wie er wollte. Er kam immer nur bis zur Zahl 15. Nur so viele einsetzbare Spieler gab sein geschundener Kader her. Damit muss er am Wochenende auskommen, und das gegen die zwei torgefährlichsten Teams der Liga: Am Freitag bei den Augsburger Panther (19.30 Uhr) und Sonntag (14.30 Uhr) gegen die Berliner Eisbären in der Rheinlandhalle. Die Hiobsbotschaften reißen bei den Pinguinen nicht ab. Zu den fünf Dauerverletzten (Dyck, Kunce, Ustorf, Kelleher und Grygiel) muss Vasiljevs auch noch auf den zuletzt stärksten und erfolgreichsten Stürmer Alexander Selivanov verzichten.
Der Russe hat eine schwere Knieprellung, laboriert auch noch an Schulter-Beschwerden. "Das trifft uns wie ein Hammer", meinte Vasiljevs zum neuerlichen Ausfall.
Wegen der Verletzungen der Abwehrspieler Kunce, Dyck und Kelleher haben die Pinguine den 22-jährige Michael Kozhevnikov von den Straubing Tigers bis Ende Januar verpflichtet. Der robuste Abwehrspieler (33 Spiele, drei Tore vier Vorlagen) war schon in der Jugend bei den Krefeldern, wartete in der Saison 2000/01 aber vergebens auf einen Einsatz bei den Pinguinen in der DEL.

Vasiljevs freute sich, dass der Wechsel von Kozhevnikov, der Deutscher ist und als Förderlizenzspieler geführt wird, so unkompliziert geklappt hat und bedankte sich dafür beim Straubinger Trainer Kevin Goudet. Für Kozhevnikov ist das Debüt heute in Augsburg ein besonderes Spiel. Immerhin spielte er bei den Panthers, ehe er nach Straubing wechselte.

Vasiljevs würde gerne auch noch einen jungen Stürmer holen. Eine Entscheidung fällt erst heute. Da keine Ausländer-Lizenz mehr frei ist, müssen sich die Bemühungen auf deutsche Spieler beschränken. "Aber der Markt ist wie rasiert", meinte Vasiljevs.
Erleichtert ist der Lette, das mit Chris Herperger und Alexander Dück zwei Spieler wieder ins Team rücken. Und ganz vage Hoffnung besteht auch bei Eric Bertrand, der mit einem Vollvisier spielen möchte, wenn er nach seiner Kieferoperation die notwendigen Manschette bekommt.

Dass der Gegner Augsburg seine letzten Heimspiele verloren hat, tröstet den Pinguine-Coach nicht. "Die können mit vier Blöcken spielen, ich bin heilfroh, wenn ich drei Reihen zusammen bekomme", appelliert er an den Kampfgeist seiner Spieler. Mit etwas Galgenhumor meint er: "Wenn wir von den ausstehenden 18 Spielen 15 gewinnen, sind wir in den Play-offs."

Folgender Kader ist für Freitag zu erwarten: Müller Luongo/Kurtz, Wright/Dück, Kozhevnikov/Raubal Guillet/Beaucage/Bertrand, Yake/Herperger/Ziesche, Rodman/Lanier/Appel.

Von Walther Lenders
 

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2004


35 000 Euro für Goring

Krefeld. Die Trennung von Meistertrainer Butch Goring habe die Krefeld Pinguine 35 000 Euro an Abfindung für den am 5. Januar 2004 aufgelösten Vertrag gekostet. "Damit sind alle Verpflichtungen abgegolten, der Vertrag ist im beiderseitigen Einvernehmen gelöst," sagte Geschäftsführer Wolfgang Schäfer am Donnerstag. Ausschlaggebend für die Einigung war auch der Wunsch von Butch Goring, wieder in die Staaten zu gehen. "Wir haben uns freundschaftlich getrennt. und fair verhandelt", sagte Schäfer.
Aufgrund der vertraglich fixierten Doppelfunktion Gorings als Trainer und Sportdirektor konnten die Pinguine die Abfindung drücken, weil Goring zurück in die Staaten wollten und daher den Krefeldern entgegenkommen musste.

 

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2004


Sieben haben einen Vertrag

Krefeld. Nach den Spielen in Augsburg und gegen die Eisbären wächst die Gewissheit, ob es für die Pinguine zu den Play-off reichen wird. Wenn nicht, kann die Planung für die neue Saison beginnen. Für die stehen sieben Spieler aus dem jetzigen Kader unter Vertrag: Paul Dyck, Daniel Kunce, Justin Kurtz, Chris Herperger, Robert Müller, Shayne Wright und Daniel Pietta. Für sieben Akteure haben die Pinguine eine Option für 2004/05:
Marcel Rodman, Alexander Dück, Markus Janka, Terry Yake, Marc Beaucage, Pascal Appel und Robert Guillet. Die Vertrage von Stefan Ustorf, Alexander Selivanov, Chris Kelleher, Andreas Raubal, Adrian Grygiel, Jonas Lanier, Chris Luongo, Steffen Ziesche sind ohne Option gefasst.

 

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2004


Vasiljevs sieht Silberstreifen am Horizont

"Ich hoffe, dass wir jetzt wieder nach vorne blicken können", sagte Pinguine-Trainer Haralds Vasiljevs, und ist zuversichtlich, dass sich der Personalstand bessert. "Ich denke, dass wir am Freitag in Augsburg zumindest wieder mit drei Abwehr- und drei Sturmblöcken antreten können."

Krefeld. "Die Abwehr hat mir Sorgen gemacht", sagte der Lette, sieht jetzt aber einen Silberstreif am Horizont, selbst wenn Paul Dyck (Beinbruch) und Daniel Kunce (Schulter) noch länger ausfallen. Denn die Blessuren, die sich Chris Luongo und Justin Kurtz gegen Frankfurt zugezogen hatten, sind auskuriert. Einem Einsatz beider steht nichts im Wege, hinzu kommt, dass Alexander Dück, nach auskurierter Grippe zurück ins Team kehrt.
Auch im Angriff ist erste Entwarnung angesagt. Chris Herperger wird Donnerstag wieder aufs Eis gehen. Einen Versuch starten will auch Eric Bertrand, der eine passende Manschette für seinen Kiefer bekommen hat. Klappt es, dann will er morgen spielen. "Ich brenne darauf, wieder einzusteigen." Fehlen werden dann noch Adrian Grygiel (Knie) und Stefan Ustorf (Fuß), die wohl noch zwei Wochen pausieren müssen.

Freitag geht es in aller Frühe in die Fuggerstadt. Dort müssen die Panther nach ihrer Niederlage gegen Mannheim schon gewinnen, wollen sie in den Play-off-Rängen bleiben.
 

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2004


Goring: Vertrag bei den Pinguinen aufgelöst

Die Krefeld Pinguine haben ihren Arbeitsvertrag mit Butch Goring Dienstag (6.1.) aufgelöst. Die Auflösung des Vertrages erfolgte in beiderseitigem Einvernehmen und zu akzeptablen, den Etat nicht übermäßig strapazierenden, finanziellen Konditionen.

Krefeld. Die Rede ist von rund 160 000 Euro. Butch Goring verbrachte den Jahreswechsel in New York und kehrte zu Beginn des neuen Jahres noch einmal nach Krefeld zurück, um die Formalitäten zu erledigen und letzte Gespräche zu führen. Bei der Trennung, bei der auch private Gründe eine Rolle spielten, hat man sich darauf geeinigt, die freundschaftlichen Kontakte weiterzuführen. Zudem wird Butch Goring in Spielerangelegenheiten nützliche Tips aus Nordamerika geben.
 

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2004


Pech hält an: Paul Dyck erlitt Beinbruch

Die knüppelharte Partie der Krefeld Pinguine gegen Frankfurt blieb nicht ohne Folgen. Kapitän Steffen Ziesche: "Wir haben derzeit die Seuche."

Krefeld. Komplimente machen noch keine Punkte diese bittere Erkenntnis mussten die Krefeld Pinguine am Sonntag nach der 2:3-Niederlage gegen die Frankfurt Lions ziehen. Zumindest hatten die Krefelder Fans erkannt, dass auf dem Eis der Rheinlandhalle ein stark dezimiertes Team stand, das als geschlossen auftretende Einheit Unterstützung von den Rängen verdiente habe. Trainer Haralds Vasiljevs, der den Spielern gestern einen freien Tag gönnte, hat den Blick schon auf das nächste Wochenende gerichtet. "Mit Chris Herperger, Jonas Lanier und Alexander Dück, die alle krank sind, rechne ich am Freitag in Augsburg wieder."
Fehlen werden indes auf jeden Fall Stefan Ustorf (Fußverletzung), Daniel Kunce (Schulterverletzung), Eric Bertrand (Kieferoperation) und Adrian Grygiel (Knieverletzung). Und der Coach musste eine weiterte bittere Pille schlucken. Paul Dyck hat sich beim Aufprall gegen die Bande im ersten Drittel das Wadenbein gebrochen. Er wird fast zwei Monate ausfallen. Chris Kelleher, der nach einem Drittel mit einer leichten Gehirnerschütterung aussetzen musste, soll nach einigen Tagen Ruhe wieder mitmachen können.

Kapitän Steffen Ziesche, selbst gerade wieder fit, beklagt: "Derzeit haben wir die Seuche." Den Gedanken an die Play-offs will Haralds Vasiljevs freilich noch nicht ganz wegwischen. "Solange noch eine theoretische Chance da ist, wollen wir daran glauben und dafür kämpfen." Traurig und wütend war Vasiljevs jedoch Montag nach Ansicht des Spiel-Videos. "Das Foul an Kelleher war absichtlich. Wäre das gerecht bestraft worden, hätte das Spiel anders laufen können. Es waren schon einige unverständliche Entscheidungen, unter denen wir gelitten haben." Doch Vasiljevs hat die Marschroute für die nächsten Spiele ausgegeben. "Wir trainieren ganz normal weiter, es gibt kein Ausruhen." Selbst wenn sich die Reihen gelichtet haben.

Gleichwohl beginnt Dienstag die Vorbereitung für die beiden nächsten Spiele in Augsburg am Freitag und Sonntag gegen die Eisbären Berlin (14.30 Uhr). Danach dürfte endgültig klar sein, wie es um die Chance, die Play-off noch zu erreichen, bestellt ist. Die Hoffnung bleibt.

Von Walther Lenders

 

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2004


Pinguine gegen Frankfurt vom Glück verlassen

Ohne acht Stammspieler unterlagen die Krefelder Sonntag nach hartem Kampf den Frankfurt Lions mit 2:3-Toren. Ab jetzt heißt es: Kampf gegen den Abstieg.

Krefeld. Während die Pinguine-Fans noch jubelten, und die Mannschaft hoch leben lassen wollte, flossen in der Kabine einige Tränen. Ohnmächtige Wut hatte das "Häuflein der Aufrechten" gepackt, nachdem eine spannende und bis zum Schlusspfiff brisante und fesselnde Partie gegen die Frankfurt Lions abgepfiffen war. Doch war die 2:3-Niederlage schon bitter, so sind die Folgen für die Pinguine und das Krefelder Eishockey schwerwiegender. Das Schielen nach den Play-off-Plätzen ist vorbei, statt nach oben müssen die Krefelder jetzt nach unten blicken, denn das Play-down zwischen dem Letzten und Vorletzten ist näher als die Play-off der ersten Acht nur noch sieben Punkte.
Der "Geist von Davos" war nach dem 4:3-Sieg in Freiburg auch in der Rheinlandhalle zu spüren, denn vom Engagement, der Kampfbereitschaft und der Moral des Vasiljevs-Teams kann man nur den Hut ziehen. Als Schiedsrichter Michael Langer, der sich häufig den Zorn der Zuschauer zuzog, das Spiel anpfiff, hatten die Pinguine gerade mal drei komplette Blöcke auf dem Eis. Doch die Hoffnung, mit diesen gegen den personell besser gestellten Tabellenzweiten (20 Spieler) bestehen zu können, erhielt schnell einen Dämpfer.

In der sechsten Minute musste Chris Kelleher nach einem bösen Foul an der Bande mit Gehirnerschütterung vom Eis und wenig später folgte ihm der Abwehr-Kollege Paul Dyck, der mit Bänderdehnung im Fuß, ebenfalls nach Foul, in die Kabine musste. Da waren es nur noch drei Verteidiger, und Andreas Raubal sorgte zumindest dafür, dass Haralds Vasiljevs noch zwei Pärchen in die Defensive schicken konnte.

Die 1:0-Führung durch Kapitän Steffen Ziesche aus der siebten Minute brachten die Pinguine noch über die erste Drittelpause, und auch nach dem 1:1-Ausgleich durch einen für Robert Müller unhaltbar abgefälschten Schuss des Frankfurters Lebeau blieben die Pinguine gut im Rennen. Aber dann brach im Schlussabschnitt das Unglück über die Pinguine herein, als Harder das 2:1 erzielte und Patrick Lebeau wenig später das 3:1 markierte.

Doch jetzt zeigte die Rumpfmannschaft von Vasiljevs den in den letzten Monaten oft vermissten Biss und Kampfgeist, mobilisierte die letzten Kräfte und kam durch Robert Guillet zum 2:3-Anschlusstreffer. Nun "kochte" die Halle, die Fans trieben die Pinguine nach vorne, und fast wäre kurz vor dem Schlusspfiff das Aufbäumen noch belohnt worden. Doch Frankfurts Torhüter Ian Gordon fischte einen Scharfschuss von Robert Guillet 39 Sekunden vor dem Abpfiff aus dem Winkel.

Der Blick auf die Tabelle brachte erst später die Ernüchterung. Ab jetzt ist der Kampf gegen den Abstieg angesagt.

STATISTIK

Krefeld Pinguine - Frankfurt Lions 2:3 (1:0, 0:1, 1:2)
Pinguine: Müller - Luongo/Kurtz, Wright/Kelleher, Dyck - Guillet/Beaucage/Rodman, Ziesche/Yake/Selivanov, Appel/Lanier/Raubal
Tore: 1:0 (6:40) Ziesche (Beaucage/Selivanov), 1:1 (23:03) Lebeau (Norris/Klenner) 1:2 (43:08) Harder (Bouchard/Lebeau), 1:3 (47:03) Lebeau (Belanger/Stanton), 2:3 (51:30) Guillet (Yake)
Zuschauer: 3 155
Schiedsrichter: Langer (Zweibrücken)
Strafminuten: Krefeld 10, Frankfurt 20

Von Walther Lenders
 

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2004


Stimmen zum Spiel: KEV - Frankfurt

Vasisljevs sprach vom Davoser Geist und Frankfurts Coach Chernomaz von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft.

Krefeld. Die Pinguine feierten Versöhnung mit ihren Fans. Nur selten ist eine Niederlage wohl so in der Rheinlandhalle "bejubelt" worden, wie das 2:3 gegen die Frankfurt Lions. Während die Akteure mit hängenden Köpfen und von den Lippen ablesbaren derben Flüchen nach dem Abpfiff übers Eis schlichen, spendeten die Fans "standing ovations" sie waren schlicht beeindruckt vom Kampfgeist des letzten Pinguin-Aufgebotes.
"Wir haben aus Davos das ,an die Grenze gehen` mitgebracht, das haben wir auch heute bewiesen", kommentierte Trainer Haralds Vasiljevs die Energieleistung. Um noch einen "drauf zu setzen": "Die Jungs sind bereit, in die Verlängerung zu gehen", meinte er, was allerdings sein Gegenüber Rich Chernomaz dankend ablehnte. Nach dieser "unglaublichen Leistung der Pinguine" war er schlicht glücklich über die Punkte. Worüber der KEV-Coach genau das Gegenteil war, aber "für Kampf und Einsatz bekommt man in der DEL keine Punkte".

Der Knackpunkt sei das zweite Drittel gewesen, als sich seine Mannschaft fragte, ob sie das Tempo durchhalten könne. Mit dem Rücken zur Wand und der Niederlage vor Augen, da gab es für die kleine Schar der Aufrechten kein Bangen mehr: Sie kämpften, erhielten zwar keine Punkte, aber Applaus Fans. Im Profisport auch eine Währung.

Von Thomas Klein

 

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2004


Der Geist von Davos beflügelte Pinguine


Von wegen schlappe Pinguine nach den Strapazen des Spenglercups in Davos: Der 4:3-Sieg von Freiburg war freilich hart umkämpft. Sonntag kommt Frankfurt.

Freiburg. Das erste von 20 Spielen auf dem dornenreichen Weg in die Play-off-Runde hat damit ein glückliches Ende gefunden. Sonntag könnte der KEV nachlegen, wenn die Frankfurt Lions als Tabellenzweiter in der Rheinlandhalle zu Gast sind. Das Ausfall-Pech trifft die Pinguine derzeit knüppeldick. Nachdem bereits Stefan Ustorf, Daniel Kunce, Eric Bertrand und Adrian Grygiel aus Krankheits- oder Verletzungsgründen nicht mit nach Freiburg fahren konnten, musste vor dem Spiel auch noch Chris Herperger wegen einer Magen/Darmgrippe pausieren.
So hatte Trainer Haralds Vasiljevs exakt nur drei Spielreihen zur Verfügung. Hinzu kamen die Strapazen durch die Teilnahme am Spenglercup. Die gastgebenden Wölfe hingegen traten mit breiter Brust an, hatten sie doch am letzten Sonntag als Schlusslicht den DEL-Tabellenführer Berlin in der Franz-Siegel-Halle glatt mit 10:5-Toren vom Eis gefegt.

Doch allen Unkenrufen zum Trotz, dass der jeweilige deutsche Spenglercup-Teilnehmer nach dem Turnier in der Davoser Höhenluft in ein "Loch" fallen würde, konnte das Team von Trainer Haralds Vasiljevs das erste Drittel nicht nur offen halten, sondern auch noch in Führung gehen.

Alexander Selivanov nutzte schon der zweiten Minute eine Unachtsamkeit von Wölfe-Torhüter Haas zum 1:0 für die Krefelder. Der Russe hätte sich viel Zusatzlob verdienen können, hätte er in der 28. Minute einen an Steffen Ziesche verschuldeten Penalty verwandelt. Und dann konnten die Krefelder doch noch über das 2:0 jubeln, denn Justin Kurtz traf von der blauen Linie aus.

Doch die Freude bei den Schwarz-Gelben währte nicht lange, denn nur 76 Sekunden später gelang Jiri Zelanka der Anschlusstreffer für die Gastgeber. Und dann kam es noch schlimmer, weitere 69 Sekunden danach führte der erste Patzer von Robert Müller zum Ausgleich durch Ravil Khaidarov. Der Meisterkeeper ließ einen harmlosen Schlenzer passieren.

Im letzten Abschnitt drehten die Wölfe zuerst noch einmal mächtig auf. Und Torjäger Dany Bouquest zeigte den Krefeldern dann, wie man einen Alleingang erfolgreich abschließt (46. Min.). Doch das beim Spengler-Turnier gefestigte Krefelder Team kämpfte sich noch einmal zurück, erzielte in der 49. Minute durch Terry Yake den 3:3-Ausgleich.

Und dann war es wohl der "Geist vom Spenglercup", der allerletzte Kräfte mobilisierte. Denn 27 Sekunden vor Spielende hämmerte Chris Luongo nach Zuspiel von Marc Beaucage den Puck zum 4:3-Sieg für die Pinguine ins Freiburger Netz. Ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg im Breisgau.

STATISTIK
Freiburger Wölfe-Krefeld Pinguine 3:4 (0:1, 2:1, 1:2)
Pinguine: Müller Kurtz/Luongo, Dyck/Wright, Kelleher/Dück Guillet/Beaucage/Rodman, Ziesche/Yake/Selivanov, Appel/Lanier/Raubal
Tore: 0:1 (1:59) Selivanov (Ziesche/Dyck), 0:2 (34:01) Kurtz (Appel/Lanier), 1:2 (35:17) Zelenka (Sandner/Hölscher), 2:2 (36:08) Khaidarov, 3:2 (45:34) Bousquet (Stas/Slivchenko), 3:3 (48:10) Yake (Lanier/Selivanov), 3:4 (59:33) Luongo (Beaucage/Rodman)
Schiedsrichter: Sandner (Peiting)
Zuschauer: 3.330
Strafzeiten: Freiburg 10, Krefeld 12 Minuten