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Name:
Jonas Lanier
Nummer: 28
geb. am: 24.02.82
Nationalität: Deutsch
Grösse: cm
Gewicht: kg
Vorjahr: KEV
Nach Steffen Ziesche spielt mit Jonas Lanier ein zweiter „Berliner Jung’“
beim KEV. Der am 24.02.1982 geborene Center und Rechtsaußen war ein
Nutznießer der Co-Operation zwischen den beiden Stadtrivalen aus der
Hauptstadt, der Eisbären und der Capitals. In der Nachwuchsförderung hat man
sich geeinigt, dass Jugendspieler beider Vereine sowohl bei den Young
Capitals in der Regionalliga, als auch bei den Eisbären Juniors in der
Oberliga zum Einsatz kommen können. Genau dies machte sich Jonas zu Nutze,
denn in der Saison 2000/01 konnte er sich zunächst über das Oberliga-Team
der Eisbären für die DEL qualifizieren. Durch seine starke Leistung mit
einem Tor und 4 Punkten in den ersten 6 Saisonspielen machte er den
damaligen Berliner Coach Chris Valentine auf sich aufmerksam. Dieser holte
ihn in die DEL und Jonas zahlte das Vertrauen mit Leistung zurück. Ganze 44
Einsätze meist in der vierten Reihe der Caps, die damals noch ein Starteam
unter anderem auch mit einem weiteren aktuellen Krefelder (Rob Guillet) und
einem ehemaligen KEV-Star (Petri Liimatainen) stellten, konnte er in seine
Statistik aufnehmen. 2 Treffer gelangen ihm dabei, eine weitere Vorlage
schraubte seine Punktausbeute auf 3 und er konnte neben nur 4 Strafminuten
eine +/- von +1 verbuchen. Auch in den Playoffs kam er zu 4 Spielen, ohne
jedoch zählbar in Erscheinung zu treten. Außerdem kam er 8 Mal für die Young
Capitals in den Regionalligaplayoffs zum Einsatz und konnte in 8 Spielen 7
Tore und 16 Punkte erzielen. Im Sommer kam es dann zu großen Turbulenzen
beim Hauptstadtclub und nur knapp und sehr spät bekam man die Lizenz für die
DEL. Folglich ging man mit einem wesentlich schwächeren Team an den Start
und spielte fortan anstatt um die Meisterschaft gegen den Abstieg. Jonas
nutzte die Chance, die sich für ihn daraus ergab, und spielte eine
wesentlich größere Rolle im Team. 57 Spiele, 4 Tore, 9 Punkte, 10
Strafminuten und hervorragende +1 in einem Team, in dem das „Minus“ in
dieser Statistik überwog, lautete seine Bilanz. Insgesamt hervorragende
Werte für den damals 19-jährigen. In der Abstiegsrunde konnte Jonas dann
nicht mehr viel bewegen, denn das Team ließ sich zunehmend hängen, als immer
klarer wurde, dass die Lizenz nicht wieder errungen werden könnte und keiner
konnte von ihm als Junior verlangen, die Mannschaft schon zu führen.
Folglich kam er in 7 Spielen nur auf 2 Strafminuten und -4 ohne jeden Punkt.
Nach der Saison unterschrieb er einen Vertrag in Oberhausen, doch auch das
dortige Team musste den Spielbetrieb einstellen und erneut stand Jonas ohne
Verein da. Aber der damalige KEV –Coach Valentine, der ihn ja schon in
Berlin in die DEL geholt hatte, zögerte nicht lange und holte ihn in die
Seidenstadt. Kaum einer erwartete sich viel von dem späten Zugang, doch
schon bald konnte er sich als Center der vierten Reihe einen Namen machen.
Er spielte mit viel Einsatz, defensiv bombensicher und stark am Bully. Doch
seine wahre Stärke deckte erst Butch Goring nach dem Trainerwechsel auf: Er
mauserte sich zu einem überragenden Unterzahl-Spieler und konnte hier einen
guten Teil dazu beitragen, dass der KEV das beste Penaly-Killing der
Playoffs hatte. Damit trug der junge Mann einen sehr großen Anteil am
sensationellen Titelgewinn, wenn er auch eher einer der stillen Helden war
und nicht so sehr gefeiert wurde wie Brandner, Purdie, Müller oder Ziesche.
Dennoch, mit Jonas Lanier hat der KEV einen hervorragenden Spieler für die
vierte Reihe und ein großes Talent in seinen Reihen und Goring beeilte sich,
seinen Vertrag per Option um ein Jahr bis 2004 zu verlängern.
Spielweise
Jonas ist ein sehr junger Spieler, der aber trotz seiner mangelnden
Erfahrung schon erstaunlich abgeklärt ist. Besonders im vergangen Jahr und
speziell seit der Amtsübernahme Butch Gorings nahm er eine rasante und
extrem positive Entwicklung und konnte vor allem in der Defensive absolut
überzeugen. Erstaunlich für einen Spieler seines Alters verfügt er über ein
sehr starkes Stellungsspiel und kann so das Eis gut kontrollieren. Technisch
ist er zwar kein Jahrhunderttalent, aber er verfügt über ein solides Skating,
ein ebensolches Passspiel und einen Schuss der den Anforderungen der Liga
zwar durchaus genügt, aber keinesfalls heraussticht.
Er ist ein absoluter Zweiwegestürmer und hat seine wohl größte Stärke, das
bewies er spätestens in den Playoffs, im Unterzahlspiel. Torerfolge oder
große Zahlen im Scoring wird man von wohl zumindest mittelfristig nicht von
ihm zu sehen bekommen, aber er wird auch selten bei Gegentoren auf dem Eis
zu finden sein. In der vergangenen Saison beispielsweise hatte er trotz
durchaus nicht zu wenig Eiszeit in der +/- Wertung in beiden Kategorien, +
und – die niedrigsten Werte im Team, in den Playoffs war er sogar bei gar
keinem Gegentor auf dem Eis! Was dem Mr. Zuverlässig des KEV allerdings noch
fehlt, das sind einige Kilo Muskelmasse, denn eigentlich ist er zu leicht
für die DEL. Ein Gewicht wie Adrian Grygiel (85 kg) oder gar noch etwas mehr
täte ihm sicher nicht schlecht.
Das planen die Trainer
Jonas spielt im Konzept der Trainer eine durchaus gewichtige Rolle. So soll
er selbstverständlich wieder im Unterzahlspiel zum Einsatz kommen und hier
nach Möglichkeit an seine überragenden Playoffleistungen anknüpfen. Doch
auch bei Gleichzahl auf dem Eis wird er mit seiner Reihe genügend
Einsatzmöglichkeiten bekommen, denn die Coaches halten sowohl auf ihn, als
auch auf Pascal Appel große Stücke. Appel wird auch zunächst sein Partner
sein, wobei die Dritte Position in der Reihe wohl Kapitän Steffen Ziesche
einnehmen wird. Über die Reihenzusammenstellung wenn Brandl und Herperger
wieder fit sind ist noch nicht entschieden, vermutlich bleibt es aber
zunächst zumindest bei dem Paar Lanier/Appel.
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