Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Jonas Lanier
Nummer: 28
geb. am: 24.02.82
Nationalität: Deutsch
Grösse: cm
Gewicht: kg
Vorjahr: KEV












Nach Steffen Ziesche spielt mit Jonas Lanier ein zweiter „Berliner Jung’“ beim KEV. Der am 24.02.1982 geborene Center und Rechtsaußen war ein Nutznießer der Co-Operation zwischen den beiden Stadtrivalen aus der Hauptstadt, der Eisbären und der Capitals. In der Nachwuchsförderung hat man sich geeinigt, dass Jugendspieler beider Vereine sowohl bei den Young Capitals in der Regionalliga, als auch bei den Eisbären Juniors in der Oberliga zum Einsatz kommen können. Genau dies machte sich Jonas zu Nutze, denn in der Saison 2000/01 konnte er sich zunächst über das Oberliga-Team der Eisbären für die DEL qualifizieren. Durch seine starke Leistung mit einem Tor und 4 Punkten in den ersten 6 Saisonspielen machte er den damaligen Berliner Coach Chris Valentine auf sich aufmerksam. Dieser holte ihn in die DEL und Jonas zahlte das Vertrauen mit Leistung zurück. Ganze 44 Einsätze meist in der vierten Reihe der Caps, die damals noch ein Starteam unter anderem auch mit einem weiteren aktuellen Krefelder (Rob Guillet) und einem ehemaligen KEV-Star (Petri Liimatainen) stellten, konnte er in seine Statistik aufnehmen. 2 Treffer gelangen ihm dabei, eine weitere Vorlage schraubte seine Punktausbeute auf 3 und er konnte neben nur 4 Strafminuten eine +/- von +1 verbuchen. Auch in den Playoffs kam er zu 4 Spielen, ohne jedoch zählbar in Erscheinung zu treten. Außerdem kam er 8 Mal für die Young Capitals in den Regionalligaplayoffs zum Einsatz und konnte in 8 Spielen 7 Tore und 16 Punkte erzielen. Im Sommer kam es dann zu großen Turbulenzen beim Hauptstadtclub und nur knapp und sehr spät bekam man die Lizenz für die DEL. Folglich ging man mit einem wesentlich schwächeren Team an den Start und spielte fortan anstatt um die Meisterschaft gegen den Abstieg. Jonas nutzte die Chance, die sich für ihn daraus ergab, und spielte eine wesentlich größere Rolle im Team. 57 Spiele, 4 Tore, 9 Punkte, 10 Strafminuten und hervorragende +1 in einem Team, in dem das „Minus“ in dieser Statistik überwog, lautete seine Bilanz. Insgesamt hervorragende Werte für den damals 19-jährigen. In der Abstiegsrunde konnte Jonas dann nicht mehr viel bewegen, denn das Team ließ sich zunehmend hängen, als immer klarer wurde, dass die Lizenz nicht wieder errungen werden könnte und keiner konnte von ihm als Junior verlangen, die Mannschaft schon zu führen. Folglich kam er in 7 Spielen nur auf 2 Strafminuten und -4 ohne jeden Punkt. Nach der Saison unterschrieb er einen Vertrag in Oberhausen, doch auch das dortige Team musste den Spielbetrieb einstellen und erneut stand Jonas ohne Verein da. Aber der damalige KEV –Coach Valentine, der ihn ja schon in Berlin in die DEL geholt hatte, zögerte nicht lange und holte ihn in die Seidenstadt. Kaum einer erwartete sich viel von dem späten Zugang, doch schon bald konnte er sich als Center der vierten Reihe einen Namen machen. Er spielte mit viel Einsatz, defensiv bombensicher und stark am Bully. Doch seine wahre Stärke deckte erst Butch Goring nach dem Trainerwechsel auf: Er mauserte sich zu einem überragenden Unterzahl-Spieler und konnte hier einen guten Teil dazu beitragen, dass der KEV das beste Penaly-Killing der Playoffs hatte. Damit trug der junge Mann einen sehr großen Anteil am sensationellen Titelgewinn, wenn er auch eher einer der stillen Helden war und nicht so sehr gefeiert wurde wie Brandner, Purdie, Müller oder Ziesche. Dennoch, mit Jonas Lanier hat der KEV einen hervorragenden Spieler für die vierte Reihe und ein großes Talent in seinen Reihen und Goring beeilte sich, seinen Vertrag per Option um ein Jahr bis 2004 zu verlängern.

Spielweise

Jonas ist ein sehr junger Spieler, der aber trotz seiner mangelnden Erfahrung schon erstaunlich abgeklärt ist. Besonders im vergangen Jahr und speziell seit der Amtsübernahme Butch Gorings nahm er eine rasante und extrem positive Entwicklung und konnte vor allem in der Defensive absolut überzeugen. Erstaunlich für einen Spieler seines Alters verfügt er über ein sehr starkes Stellungsspiel und kann so das Eis gut kontrollieren. Technisch ist er zwar kein Jahrhunderttalent, aber er verfügt über ein solides Skating, ein ebensolches Passspiel und einen Schuss der den Anforderungen der Liga zwar durchaus genügt, aber keinesfalls heraussticht.

Er ist ein absoluter Zweiwegestürmer und hat seine wohl größte Stärke, das bewies er spätestens in den Playoffs, im Unterzahlspiel. Torerfolge oder große Zahlen im Scoring wird man von wohl zumindest mittelfristig nicht von ihm zu sehen bekommen, aber er wird auch selten bei Gegentoren auf dem Eis zu finden sein. In der vergangenen Saison beispielsweise hatte er trotz durchaus nicht zu wenig Eiszeit in der +/- Wertung in beiden Kategorien, + und – die niedrigsten Werte im Team, in den Playoffs war er sogar bei gar keinem Gegentor auf dem Eis! Was dem Mr. Zuverlässig des KEV allerdings noch fehlt, das sind einige Kilo Muskelmasse, denn eigentlich ist er zu leicht für die DEL. Ein Gewicht wie Adrian Grygiel (85 kg) oder gar noch etwas mehr täte ihm sicher nicht schlecht.

Das planen die Trainer

Jonas spielt im Konzept der Trainer eine durchaus gewichtige Rolle. So soll er selbstverständlich wieder im Unterzahlspiel zum Einsatz kommen und hier nach Möglichkeit an seine überragenden Playoffleistungen anknüpfen. Doch auch bei Gleichzahl auf dem Eis wird er mit seiner Reihe genügend Einsatzmöglichkeiten bekommen, denn die Coaches halten sowohl auf ihn, als auch auf Pascal Appel große Stücke. Appel wird auch zunächst sein Partner sein, wobei die Dritte Position in der Reihe wohl Kapitän Steffen Ziesche einnehmen wird. Über die Reihenzusammenstellung wenn Brandl und Herperger wieder fit sind ist noch nicht entschieden, vermutlich bleibt es aber zunächst zumindest bei dem Paar Lanier/Appel.


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