Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Terry Yake
Nummer: 27
geb. am: 22.10.1968
Nationalität: Kanada
Grösse: 178 cm
Gewicht: 83 kg
Vorjahr: Nürnberg Ice Tigers












Der heute 34-jährige Terry Yake wurde am 22.10.1968 in New Westminster, British Columbia (Kanada) geboren. Der mit 178 cm Körpergröße und 83 kg Gewicht eher kleine Center begann seine Juniorenkarriere bei den Brandon Wheat Kings in der WHL. Dort absolvierte er von 1984-88 insgesamt 226 Spiele, in denen er 296 Punkte (126 Tore) erreichte. Diese Zahlen überzeugten die Hartfort Whalers derart, dass sie ihn – trotz seiner für NHL-Verhältnisse sehr geringen Körpergröße - 1987 in der 4. Runde an Position 81 drafteten. Schon in seinem ersten Profijahr, 1988/89 wusste er im Whalers-Farmteam in Binghampton (AHL) mit 95 Punkten (39 Toren) in 75 Spielen derart zu überzeugen, dass man ihn für 2 Spiele in die NHL rief. Dennoch dauerte es bis zur Saison 1992/93, bis er sich wirklich in der NHL durchsetzen konnte. Insgesamt spielte er in AHL und IHL zwischen 1988 und 2001 510 reguläre Saisonspiele für Binghampton, Springfield, Denver, Milwaukee, Rochester, Worcester und Portland, in denen er auf glänzende 201 Tore und 564 Punkte kam. Außerdem stand er hier in insgesamt 58 Playoff-Spielen auf dem Eis, in denen er mit 27 Toren und 66 Punkten ebenfalls mehr als überzeugen konnte.

In der NHL kam er im selben Zeitraum auf 403 Spiele in der regulären Saison für Hartford, Anaheim, Toronto, St. Louis und Washington. Dabei schoss er 77 Tore und konnte 197 Punkte verbuchen. Hinzu kamen in 32 Playoff-Spielen weitere 4 Tore und 8 Punkte. Außerdem zeigte sich Terry in seiner gesamten Nordamerika-Karriere als sehr fairer Spieler, der nie auch nur in die Nähe der 100-Strafminuten-Marke kam. Im Sommer 2001 sah er dann keine großen Chancen mehr in der NHL und wagte den Schritt nach Europa. Bei den Moskitos Essen war er DER Stareinkauf und wusste prompt zu überzeugen. Obwohl sein Team zu den schlechtesten der Liga zählte und eigentlich nie zu überzeugen wusste brachte Terry seine Leistung. 49 Punkte aus nur 51 Spielen brachten ihn in die Top-20 DEL Scorer, obwohl er nicht alle Spiele bestritten hatte. Selbstverständlich war er damit auch Essener Topscorer. Außerdem bedeuteten seine 19 Tore teamintern Rang zwei. Auch seine +/- war mit -4 bei den besseren in einem Essener Team, in dem nur 5 Spieler in dieser Statistik positiv abschlossen.

Nach dem Abstieg der Moskitos schloss sich Yake den Nürnberg Ice Tigers an. Auch hier avancierte er auf Anhieb zum Topscorer – übrigens vor dem ebenfalls nach Krefeld wechselnden Rob Guillet. In 50 Spielen lautete seine Ausbeute 46 Punkte, was immerhin Platz 9 in der ligaweiten Scorerwertung bedeutete. Außerdem belegte er mit 14 Toren wiederum den zweiten Platz der teaminternen Torjägerwertung. Auch sein Defensivverhalten war, das beweist eine +/- von +7 durchaus gut. Aufgrund vieler Verletzungen in Tigers-Team während der Saison musste er enorm viel arbeiten, was darin resultierte, dass er in den Playoffs körperlich nicht mehr fit war und nichts zuzusetzen hatte. Auch deshalb verlängerten die Ice Tigers seinen Vertrag nicht und so entschied er sich, unter Butch Goring, auf den er große Stücke hält, zu spielen und Unterschrieb für ein Jahr zuzüglich einer Vereins-Option bei den Pinguinen.

Spielweise

Terry ist ein Spieler, über den man als Eishockeyliebhaber ins Schwärmen kommen könnte. Er ist offensiv unglaublich begabt und das zeigt er teilweise in einer Art, dass die Gegenspieler nur staunend zusehen können, wie er mit der Scheibe an ihnen vorbei zieht. Allerdings lebt er nicht von Talent allein, sondern ist auch mittlerweile enorm erfahren und hat eine gute Spielübersicht. Damit kann er die entsprechende Spielsituation immer sehr gut einschätzen und seine Mitspieler mit seinem hervorragenden Passspiel in Szene setzen. Die Antwort auf die Frage, ob er mehr Torjäger oder mehr Spielmacher sei muss auch der Fachmann in letzter Konsequenz schuldig bleiben, denn Terry vereint Komponenten beider Spielertypen in sich. Er kann wie gesagt hervorragende Pässe spielen und das Spiel aufziehen, er verfügt aber auch über einen überdurchschnittlichen Abschluss. Von ihm kann man also Tore und Vorlagen gleichermaßen erwarten, wobei er vielleicht einen Tick mehr zum Vorbereiter tendiert. Außerdem ist er ein guter Bullyspieler und erfüllt trotz aller offensiver Ausrichtung auch seine Defensivaufgaben gut und gewissenhaft.

Das planen die Trainer

Terry wird eine der beiden Topreihen führen. Dabei soll er, wenn dieser wieder fit ist, ein Paar mit Chris Herperger bilden, wobei sich wohl um den dritten Posten in der Reihe die Youngster Grygiel, Rodman und Appel streiten werden. Zu Saisonbeginn allerdings sind die Coaches zu Umstellungen gezwungen, so dass Rob Guillet aus der French Connection heraus genommen und an Terrys Seite gestellt wird. Dritter Mann dieser Reihe dürfte zu Saisonbeginn Marcel Rodman sein.

Selbstverständlich ist Terry als eine der absoluten Säulen des Überzahlspiels gefragt und soll auch hier mit seiner Technik, seinem Spielwitz und seiner Übersicht für Durchschlagskraft sorgen. Doch auch im Unterzahlspiel rechnet man fest mit Yake und das spricht, betrachtet man Gorings Taktik im vergangenen Jahr, als er hier eigentlich fast nur Defensivspezialisten einsetzte, für das starke Zweiwegespiel des Centers.

Die Gerüchte einiger (vielleicht auch selbsternannter) Fachleute, er sei kein Führungsspieler, kann das Trainerteam ganz offensichtlich nicht bestätigen, denn sie sprachen ihm viel Vertrauen aus, indem sie ihm ein „A“ auf die Brust gaben und ihn damit zu einem ganz exponierten Spieler im Team machten.


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