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Name:
Andreas Raubal
Nummer: 30
geb. am: 28.09.1974
Nationalität: Deutsch
Grösse: 180 cm
Gewicht: 90 kg
Vorjahr: Krefeld Pinguine
Allrounder Andi Raubal spielt nun schon im dritten Jahr in der Seidenstadt.
Bevor er sich im Sommer 2001 den Pinguinen anschloss hatte er seine gesamte
Karriere bei seinem Heimatverein SC Riessersee verbracht. Am 28.09.1974
wurde der 180 cm große und 90 kg schwere Defensivstratege in
Garmisch-Patenkirchen geboren und durchlief bei dem bayerischen
Traditionsverein alle Jugendmannschaften. Im Jahr 1991/92 gab er mit 5
Einsätzen in der zweiten Liga Süd sein Debüt im Profiteam. Dabei blieb er
noch ohne Punkte oder Strafen. Im Jahr darauf konnte er seine Ausbeute schon
auf 25 Spiele, wenn auch noch immer ohne Punkte mit 4 Strafminuten,
steigern. 1993/94 stieg der Verein und mit ihm Andi in der Oberliga Süd ab.
In den 39 Einsätzen, die er hier absolvierte, kam er auch auf seine ersten
Punkte im Profiteam: 2 Vorlagen konnte er verbuchen. Außerdem stehen in
seiner Statistik 36 Strafminuten. 1994/95 Spielte der SCR dann auch durch
Neuordnung der Ligen wegen der Einführung der DEL in der nun bestehenden 1.
Liga Süd. Seine 3 Tore und 5 Punkte bei 88 Strafminuten in 52 Partien
sorgten unter anderem für den sportlichen Erfolg, der nötig war, um bei der
nun folgenden DEL-Erweiterung berücksichtigt zu werden. Da man sowohl
sportlich als auch wirtschaftlich die notwendigen Voraussetzungen erfüllte
kam auch Andi Raubal zu seiner ersten Erfahrung in der höchsten deutschen
Liga. In der Saison 1995/96 absolvierte er mit dem SCR 50 Partien. Dabei kam
er auf ein Tor, 3 Punkte und 42 Strafminuten. Verheerend gestaltete sich
allerdings damals in einem der schwächsten Teams der Liga seine +/- Wertung.
Mit -20 schloss der mit damals erst 22 Jahren sehr junge Verteidiger die
Saison ab. Da der SCR die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Liga
nicht mehr erfüllen konnte und Andi seinem Verein weiterhin treu blieb war
das Abenteuer DEL für ihn schon nach einem Jahr vorläufig beendet. Wieder in
der ersten Liga Süd konnte er jetzt allerdings die gesammelten Erfahrungen
in besseres Scoring umsetzen. 15 Punkte (7 Tore) in 51 Spielen und 17 Punkte
(5 Tore) in 56 Spielen lauteten in den folgenden beiden Jahren seine
Statistiken und er wurde damit zu einem offensiv durchaus guten
Zweitligaverteidiger. Auch 1998/99 konnte er mit diesmal 8 Toren und 14
Punkten bei mit 83 Strafminuten sehr robuste Spielweise in 59 Einsätzen
überzeugen. Damit war zwar die Zeit seiner ganz großen offensiven Werte
vorbei, doch er konzentrierte sich zunehmend auf sein Defensivspiel. In den
kommenden beiden Jahren kam er auf jeweils 47 Spiele. 4 Toren und 9 Punkten
im Jahr 1999/2000 folgten 12 Punkte und ein Tor in seiner letzten
Zweitligasaison. Seine soliden defensiven Leistungen dabei überzeugten das
KEV-Management und so wechselte er mit 27 Jahren in die Seidenstadt und
damit zurück in die DEL. Hier machte er sich als vorzüglicher Teamplayer
einen Namen. Oft wurde er zwischen Angriff und Verteidigung hin und her
geschoben und wurde da eingesetzt, wo es Bedarf gab. Dabei lieferte er auch
auf der ungewohnten Position im Sturm immer grundsolide Leistungen mit viel
Engagement ab. Ein Tor erzielte er bei 5 Punkten in seinen 54 Matches. Seine
Leistungen waren gut genug, um ihm eine Vertragsverlängerung einzubringen
und so wurde auch er ein wichtiger Mosaikstein im Meisterteam. Wiederum
überzeugte er durch eine sehr professionelle Einstellung und hervorragendes
Defensivspiel in der vierten Reihe. Ein Tor und 3 Punkte konnte er in den 52
Spielen der regulären Saison in seiner Statistik vermerken. Doch seine beste
Leistung rief auch er in den Playoffs ab. Zwar blieb er auch hier in 13
Spielen ohne Punkt, doch er bildete mit Lanier und Stas ein unglaublich
solides defensives Gespann. Ohne Gegentor blieben die Drei und konnten damit
die ihnen zugeteilte Aufgabe vollauf erfüllen. Durch diese Leistungen
verdiente er sich eine weitere Verlängerung seines Vertrages, der nun
vorerst bis 2004 läuft.
Spielweise
Andi ist ein durchaus erfahrener Spieler, wenn er auch den größten Teil
dieser Erfahrungen in Liga 2 Sammelte. Doch es reicht aus, um ihn zu einem
sehr zuverlässigen Spieler zu machen, den man grundsätzlich in jeder
Situation und in Sturm wie Verteidigung bedenkenlos ins Getümmel werfen
kann. Er ist ein Spieler, der in der Technik nirgendwo herausragt. Er
verfügt über solide Fähigkeiten im Skating, einen brauchbaren Schuss und
eine ausreichend gute Stocktechnik. Als gelernter (Defensiv-)Verteidiger ist
er natürlich insgesamt, auch wenn er als Stürmer aufgestellt wird, ein sehr
defensiver Spieler, der in erster Linie an die Sicherung des eigenen Tores
denkt. Dabei kann er ein brauchbares Stellungsspiel und ein sehr gut
ausgeprägtes Körperspiel in die Waagschale werfen. Andi ist ein äußerst
einsatzwilliger Spieler, der für das Team alles tut. Insbesondere die
„schmutzige“ Arbeit an den Banden, aber auch durchaus das Aufräumen vor dem
eigenen Tor sind Aufgaben, die er ohne zu murren übernimmt. Auch setzt er
sich klaglos auf die Bank, wenn der Trainer anderen Spielern das Vertrauen
schenkt. Es lässt sich eigentlich kaum vorstellen, dass von ihm auch nur die
geringste Unruhe, die leiseste Missfallenskundgebung in Richtung Trainer
oder dergleichen ausgeht. Zusammenfassend kann man sagen, dass ein noch
besserer Teamspieler als Andi Raubal wohl kaum vorstellbar wäre und allein
darin liegt schon ein enormer Wert.
Das planen die Trainer
Eine wirkliche Planung gibt es mit ihm nicht, denn er wird immer da zum
Einsatz kommen, wo es Lücken gibt. Generell ist mit ihm wohl wieder als
Außen in der vierten Reihe zu rechnen, wobei die Partner wohl Lanier und
dazu Appel, Ziesche oder vielleicht auch Grygiel heißen dürften. Es ist aber
generell alles vorstellbar. Bei Verletzungen könnte er als Verteidiger
aushelfen, es ist möglich, dass er auf der Bank sitzt oder dass er als
vollwertiger Stürmer eingesetzt wird. Die Trainer sind jedenfalls froh,
einen so professionellen und vielseitigen Spieler zu haben, der ihnen für
die lange Saison bei allen Eventualitäten eine größere Planungssicherheit
und Variantenvielfalt gibt. Sicher hat aber Butch Goring nicht vergessen,
welch gute Leistungen Andi speziell in den Playoffs der letzten Saison
geboten hat.
In den Special Teams wird er nicht zum Einsatz kommen, da hier entweder die
guten Scorer (in Überzahl) oder aber die Spezialisten oder besonders
talentierten Spieler (in Unterzahl) gefragt sind.
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