Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Andreas Raubal
Nummer: 30
geb. am: 28.09.1974
Nationalität: Deutsch
Grösse: 180 cm
Gewicht: 90 kg
Vorjahr: Krefeld Pinguine












Allrounder Andi Raubal spielt nun schon im dritten Jahr in der Seidenstadt. Bevor er sich im Sommer 2001 den Pinguinen anschloss hatte er seine gesamte Karriere bei seinem Heimatverein SC Riessersee verbracht. Am 28.09.1974 wurde der 180 cm große und 90 kg schwere Defensivstratege in Garmisch-Patenkirchen geboren und durchlief bei dem bayerischen Traditionsverein alle Jugendmannschaften. Im Jahr 1991/92 gab er mit 5 Einsätzen in der zweiten Liga Süd sein Debüt im Profiteam. Dabei blieb er noch ohne Punkte oder Strafen. Im Jahr darauf konnte er seine Ausbeute schon auf 25 Spiele, wenn auch noch immer ohne Punkte mit 4 Strafminuten, steigern. 1993/94 stieg der Verein und mit ihm Andi in der Oberliga Süd ab. In den 39 Einsätzen, die er hier absolvierte, kam er auch auf seine ersten Punkte im Profiteam: 2 Vorlagen konnte er verbuchen. Außerdem stehen in seiner Statistik 36 Strafminuten. 1994/95 Spielte der SCR dann auch durch Neuordnung der Ligen wegen der Einführung der DEL in der nun bestehenden 1. Liga Süd. Seine 3 Tore und 5 Punkte bei 88 Strafminuten in 52 Partien sorgten unter anderem für den sportlichen Erfolg, der nötig war, um bei der nun folgenden DEL-Erweiterung berücksichtigt zu werden. Da man sowohl sportlich als auch wirtschaftlich die notwendigen Voraussetzungen erfüllte kam auch Andi Raubal zu seiner ersten Erfahrung in der höchsten deutschen Liga. In der Saison 1995/96 absolvierte er mit dem SCR 50 Partien. Dabei kam er auf ein Tor, 3 Punkte und 42 Strafminuten. Verheerend gestaltete sich allerdings damals in einem der schwächsten Teams der Liga seine +/- Wertung. Mit -20 schloss der mit damals erst 22 Jahren sehr junge Verteidiger die Saison ab. Da der SCR die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Liga nicht mehr erfüllen konnte und Andi seinem Verein weiterhin treu blieb war das Abenteuer DEL für ihn schon nach einem Jahr vorläufig beendet. Wieder in der ersten Liga Süd konnte er jetzt allerdings die gesammelten Erfahrungen in besseres Scoring umsetzen. 15 Punkte (7 Tore) in 51 Spielen und 17 Punkte (5 Tore) in 56 Spielen lauteten in den folgenden beiden Jahren seine Statistiken und er wurde damit zu einem offensiv durchaus guten Zweitligaverteidiger. Auch 1998/99 konnte er mit diesmal 8 Toren und 14 Punkten bei mit 83 Strafminuten sehr robuste Spielweise in 59 Einsätzen überzeugen. Damit war zwar die Zeit seiner ganz großen offensiven Werte vorbei, doch er konzentrierte sich zunehmend auf sein Defensivspiel. In den kommenden beiden Jahren kam er auf jeweils 47 Spiele. 4 Toren und 9 Punkten im Jahr 1999/2000 folgten 12 Punkte und ein Tor in seiner letzten Zweitligasaison. Seine soliden defensiven Leistungen dabei überzeugten das KEV-Management und so wechselte er mit 27 Jahren in die Seidenstadt und damit zurück in die DEL. Hier machte er sich als vorzüglicher Teamplayer einen Namen. Oft wurde er zwischen Angriff und Verteidigung hin und her geschoben und wurde da eingesetzt, wo es Bedarf gab. Dabei lieferte er auch auf der ungewohnten Position im Sturm immer grundsolide Leistungen mit viel Engagement ab. Ein Tor erzielte er bei 5 Punkten in seinen 54 Matches. Seine Leistungen waren gut genug, um ihm eine Vertragsverlängerung einzubringen und so wurde auch er ein wichtiger Mosaikstein im Meisterteam. Wiederum überzeugte er durch eine sehr professionelle Einstellung und hervorragendes Defensivspiel in der vierten Reihe. Ein Tor und 3 Punkte konnte er in den 52 Spielen der regulären Saison in seiner Statistik vermerken. Doch seine beste Leistung rief auch er in den Playoffs ab. Zwar blieb er auch hier in 13 Spielen ohne Punkt, doch er bildete mit Lanier und Stas ein unglaublich solides defensives Gespann. Ohne Gegentor blieben die Drei und konnten damit die ihnen zugeteilte Aufgabe vollauf erfüllen. Durch diese Leistungen verdiente er sich eine weitere Verlängerung seines Vertrages, der nun vorerst bis 2004 läuft.

Spielweise

Andi ist ein durchaus erfahrener Spieler, wenn er auch den größten Teil dieser Erfahrungen in Liga 2 Sammelte. Doch es reicht aus, um ihn zu einem sehr zuverlässigen Spieler zu machen, den man grundsätzlich in jeder Situation und in Sturm wie Verteidigung bedenkenlos ins Getümmel werfen kann. Er ist ein Spieler, der in der Technik nirgendwo herausragt. Er verfügt über solide Fähigkeiten im Skating, einen brauchbaren Schuss und eine ausreichend gute Stocktechnik. Als gelernter (Defensiv-)Verteidiger ist er natürlich insgesamt, auch wenn er als Stürmer aufgestellt wird, ein sehr defensiver Spieler, der in erster Linie an die Sicherung des eigenen Tores denkt. Dabei kann er ein brauchbares Stellungsspiel und ein sehr gut ausgeprägtes Körperspiel in die Waagschale werfen. Andi ist ein äußerst einsatzwilliger Spieler, der für das Team alles tut. Insbesondere die „schmutzige“ Arbeit an den Banden, aber auch durchaus das Aufräumen vor dem eigenen Tor sind Aufgaben, die er ohne zu murren übernimmt. Auch setzt er sich klaglos auf die Bank, wenn der Trainer anderen Spielern das Vertrauen schenkt. Es lässt sich eigentlich kaum vorstellen, dass von ihm auch nur die geringste Unruhe, die leiseste Missfallenskundgebung in Richtung Trainer oder dergleichen ausgeht. Zusammenfassend kann man sagen, dass ein noch besserer Teamspieler als Andi Raubal wohl kaum vorstellbar wäre und allein darin liegt schon ein enormer Wert.

Das planen die Trainer

Eine wirkliche Planung gibt es mit ihm nicht, denn er wird immer da zum Einsatz kommen, wo es Lücken gibt. Generell ist mit ihm wohl wieder als Außen in der vierten Reihe zu rechnen, wobei die Partner wohl Lanier und dazu Appel, Ziesche oder vielleicht auch Grygiel heißen dürften. Es ist aber generell alles vorstellbar. Bei Verletzungen könnte er als Verteidiger aushelfen, es ist möglich, dass er auf der Bank sitzt oder dass er als vollwertiger Stürmer eingesetzt wird. Die Trainer sind jedenfalls froh, einen so professionellen und vielseitigen Spieler zu haben, der ihnen für die lange Saison bei allen Eventualitäten eine größere Planungssicherheit und Variantenvielfalt gibt. Sicher hat aber Butch Goring nicht vergessen, welch gute Leistungen Andi speziell in den Playoffs der letzten Saison geboten hat.

In den Special Teams wird er nicht zum Einsatz kommen, da hier entweder die guten Scorer (in Überzahl) oder aber die Spezialisten oder besonders talentierten Spieler (in Unterzahl) gefragt sind.

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