Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Justin Kurtz
Nummer: 6
geb. am: 14.01.1977
Nationalität: Kanadisch
Grösse: 183 cm
Gewicht: 85 kg
Vorjahr: Manitoba Moose












Große Teile der offensiven Last aus der Verteidigung heraus werden wohl beim Meister auf Justin Kurtz ruhen. Sicher haben auch Chris Luongo, Shayne Wright und Daniel Kunce ihre offensiven Qualitäten, aber als der offensiv beste Pinguin-Defender erscheint die „Nummer 6“. Der 182 cm große und 83 kg schwere Kanadier aus Winnipeg, Manitoba begann seine Karriere bei den Brandon Wheat Kings in der WHL. Hier spielte er von 1993-97 immerhin vier Jahre. Dabei machte er sich einen Namen als offensivstarker Blueliner, der auch einen starken physischen Einschlag ins Spiel bringt. In seinen beiden letzten Juniorenjahren lag er deutlich über einem Punkt pro Spiel. Schon 1995 überzeugten seine Qualitäten die Winnipeg Jets und der Traum, vom Team aus der Heimatstadt gedraftet zu werden ging für ihn in Erfüllung. In der 4. Runde an Position 84 sicherten sich diese seine Rechte. Allerdings kam er nie in Winnipeg zum Einsatz, denn das Franchise wanderte nach Phoenix und Justins Rechte wurden an die Vancouver Canucks abgegeben. Seine erste Profistation waren die Las Vegas Thunder aus der IHL. Hier absolvierte er 1997/98 63 Einsätze. Dabei konnte er für einen „Rookie“ hervorragende Statistiken verbuchen und brachte es auf 11 Tore und 11 Assists. Außerdem Spielte er 4 Partien in der regulären Saison und 6 Playoffspiele für die Saint John Flames in der AHL. In diesen Spielen konnte er keine Punkte erzielen. Nach dem Wechsel in die Organisation der Vancouver Canucks musste er sich zunächst in deren zweiten Farmteam, den Louisiana Ice Gators in der ECHL, beweisen. Allerdings konnte er in den ersten 6 Spielen dort ein Tor und 5 Punkte erreichen und qualifizierte sich damit für das höhere Farmteam, die Manitoba Moose in der AHL. In 38 Saisonspielen kam er auf 4 Tore und 10 Punkte. Auch in den folgenden zwei Jahren blieb er bei den Moose und arbeitete dort auf die NHL hin. 135 Spiele absolvierte er in diesem Zeitraum und kam auf 11 Tore und 48 Punkte. Außerdem musste er 158 Strafminuten absitzen, was sicher für ein robustes Körperspiel spricht. Hinzu kamen 15 Einsätze in den Playoffs mit 2 Toren, 5 Punkten und 12 Strafminuten.

Sein ganz großer Durchbruch erfolgte dann 2001/02. In 52 Spielen bei den Moose kam er auf satte 39 Punkte (10 Tore) und gehörte damit zu den punktbesten Verteidigern der Liga! Durch diese starke Leistung überzeugte er das Management des NHL-Teams aus Vancouver und diese gaben ihm die ersehnte Bewährungschance in der besten Liga der Welt. 27 Einsätze mit 3 Toren und 8 Punkten lassen sich sicherlich ohne Übertreibung als hervorragende Bilanz bezeichnen. Dennoch spielte er die Playoffs wieder im Farmteam und kam in Manitoba in 7 Spielen auf 4 Assists. Auch in der folgenden Saison überging man den Neu-Krefelder und er bewies sich weiterhin als einer der offensivstärksten Verteidiger der AHL. Wieder 39 Punkte mit 11 Toren aus 71 Spielen lautete seine beeindruckende Bilanz und auch seine Strafzeiten blieben mit 65, ebenso wie in den zwei Saisons zuvor, absolut im Rahmen. Auch in den Playoffs konnte er seine Leistung bestätigen und konnte in 14 Spielen 3 Tore und 7 Punkte verbuchen. Dadurch wurde er zu Butch Gorings absolutem Wunschspieler und diese Wertschätzung spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, dass er neben Shayne Wright der einzige Neuzugang ist, der mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wurde.

Spielweise

Justin ist ein technisch hervorragender Spieler. Er ist läuferisch stark, verfügt über eine gute Scheibenbehandlung, ein gutes Passspiel und einen starken Schuss. Außerdem ist er ein Spieler, der mit seinem Kampfgeist zu überzeugen weiß und keinem Zweikampf aus dem Weg geht. Er liebt es, seinen Körper im Spiel intensiv einzusetzen und somit die gegnerischen Stürmer in Schach zu halten. Er ist über seine Karriere gesehen eigentlich kein Spieler, der durch übermäßig viele Strafzeiten auffiel, allerdings bleibt abzuwarten, wie seine physische Spielweise bei der strengeren Regelauslegung der DEL bewertet wird.

Justin verfügt über viel Übersicht und Spielintelligenz und kann schon eine Menge Erfahrung – unter anderem ja auch aus der NHL – in die Waagschale werfen.

Das planen die Trainer

Justin ist ganz klar der Nr. 1 Verteidiger und wird, natürlich wie immer vorbehaltlich schwerer Verletzungen, die zum Umstellen zwingen würden, ein Gespann mit Shayne Wright bilden. Diese erste Verteidigung soll einen großen Teil der offensiven Last von hinten heraus tragen, denn die anderen Defender sind generell eher defensiv ausgerichtet. Auf Justin kommt sicherlich viel Arbeit zu, denn er wird in den Special Teams voll eingeplant und soll insbesondere im Überzahlspiel der „Quaterback“ werden, der das Spiel von der blauen Linie aufzieht und in Personalunion als „Hauptkanoier“ von dort für Tore sorgen. Durch seine Erfahrung und Übersicht soll er das Spiel von hinten heraus kontrollieren und den Spielrhythmus bestimmen.
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