Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Daniel Kunce
Nummer: 15
geb. am: 17.07.1971
Nationalität: Deutsch
Grösse: 186 cm
Gewicht: 93 kg
Vorjahr: Krefeld Pinguine












„Offense wins games, Defense wins Championships“. Diese beinahe an Sepp Herberger erinnernde kanadische Eishockeyweisheit spricht wie kaum etwas anderes für die Stärke des am 17.07.1971 im Tschechischen Sumperk geborenen deutschen Nationalspielers. Immerhin war er zusammen mit Paul Dyck die defensive Säule des Meisterteams von 2003. Die Stärke des Schussgewaltigen Defensivstrategen liegt trotz aller Qualitäten nach Vorne eindeutig im eigenen Drittel. Kaum einer in der Liga versteht es, so gut vor dem eigenen Tor „aufzuräumen“ wie der 186 cm große und 93 kg schwere 32-jährige. Über Olmütz kam der junge Daniel während der Saison 1990/91 zum ESV Kaufbeuren, wo er, zusammen mit dem KEV, in die Bundesliga aufstieg. Bald hatte er sich als feste Größe in der Liga etabliert und konnte in zwei Bundesligajahren für den ESV in 85 Spielen 15 Tore und 45 Punkte verbuchen. Dies brachte ihm einen Vertrag beim aufstrebenden Münchener Verein Hedos ein, und er wechselte im Sommer 1993 in die bayerische Metropole. Wirklich glücklich wurde er jedoch an der Isar nicht und schon nach 21 Spielen kehrte er zu seinem alten Verein in die Provinz zurück. Insgesamt absolvierte er in der Saison 1993/94 41 Partien, in denen er 5 Tore und 12 Punkte erreichte. Diesmal sollte er länger bleiben und verließ den ESVK erst im Sommer 1997 nach drei weiteren vollständigen DEL-Spielzeiten mit 134 Spielen, 23 Toren und 55 Punkten. Außerdem verabschiedete er sich mit einer starken +/- Bilanz von +12 aus seiner letzten Saison in Richtung Nürnberg. Sein zweiter Anlauf bei einem Großstadtverein sollte erfolgreicher verlaufen als der erste und Daniel wurde fast zu einer nürnberger Institution. Vier Jahre trug er das Ice Tigers-Dress und konnte sich gar mit einem überraschend starken Team im Jahr 1999 für das Finale der DEL qualifizieren. Allerdings spielte Deutschland zu diesem Zeitpunkt in der B-Gruppe und die dazugehörige B-WM war so terminiert, dass das DEL-Finale erst danach ausgetragen werden konnte. Daniel hatte das unglaubliche Pech, sich spät im Turnier so schwer zu verletzen, dass er für das DEL-Finale ausfiel. Wer weiß, vielleicht hätte eine mit ihm Verstärkte nürnberger Defensive den Mannheimer Adlern besser Paroli geboten, so jedoch verlor man in einem dramatischen Finale mit 3-2 Spielen gegen den Serienmeister und die Schale ging statt an die Noris in die Quadratestadt. Nach zwei weiteren Jahren Nürnberg suchte er nach 197 Spielen, 24 Toren, 65 Punkten, 265 Strafminuten und +19 eine neue Herausforderung und wechselte in die Seidenstadt. In 111 Spielen inklusive Playoffs konnte er seitdem die Pinguine-Verteidigung zu einem Bollwerk machen. 10 Tore, 33 Punkte, 80 Strafminuten und +13 drücken nur einen Teil des Wertes aus, den der Mann mit der Erfahrung aus 5 Weltmeisterschaften, 2 Olympischen Spielen, sowie zwei olympischen Qualifikationsturnieren (insgesamt 45 Spiele, 5 Tore, 11 Punkte, 75 Strafminuten, +1) für die Pinguine hat. Er ist einer der Leader auf dem Eis und besonders in Unterzahl unverzichtbar. Seine Zuverlässigkeit spielte eine große Rolle dabei, dass er sich nun, 4 Jahre nach dem ersten Versuch, den Traum von der Meisterschaft erfüllen konnte und dabei mithalf, Krefeld in ein Meer schwarz-gelber Freude zu verwandeln.

Vorläufig läuft der Vertrag der „Nummer 15“ bis 2004, eine Verlängerung aber dürfte, konstante Leistungen vorausgesetzt, alles andere als ausgeschlossen sein …

Spielweise

Daniel ist einer der defensivstärksten Spieler im Team. Er ist kein überragender Techniker, macht aber durch seine physische Präsenz und seine hervorragende Einstellung dies mehr als wett. Er ist ein absoluter Abräumer in der Verteidigung, der es versteht, gegnerische Stürmer vor dem eigenen Tor wegzudrängen oder durch hartes Körperspiel einzuschüchtern. Er ist einer der Spieler, die den Mannschaftserfolg über alles stellen und sich diesem jederzeit und absolut klaglos unterordnen. Dennoch ist er in der Lage, einen guten ersten Pass aus der eigenen Zone heraus zu spielen, wenn auch spektakuläre Risikopässe von seiner Seite nicht kommen. Zwar verfügt er über einen hervorragenden und vor allem enorm harten Schlagschuss, denkt aber in erster Linie defensiv, sodass er selten durch viele Punkte oder Tore von sich Reden macht. Riskante Schüsse, die das Risiko in sich tragen, geblockt zu werden und so einen Konter einzuleiten wird man von ihm selten bis nie zu sehen bekommen. Lieber spielt er in einem solchen Fall einen sicheren Pass oder die Scheibe einfach tief, damit man sich neu formieren kann und defensiv stabil bleibt.

Das planen die Trainer

Daniel ist eine der Säulen des Teams. Der Nationalverteidiger wird die bombensichere Verteidigung des letzten Jahres weiterhin an der Seite von Paul Dyck bilden und somit für die notwendige Stabilität in der Hintermannschaft sorgen. Auch im Unterzahlspiel ist er gesetzt und soll hier mit seiner physischen Präsenz, seiner Erfahrung und seinem Stellungsspiel dafür sorgen, dass die Unterzahlquote weiterhin im oberen Bereich der Liga bleibt.

Im Überzahlspiel soll er zunächst einmal ausprobiert werden, ob es dabei bleibt hängt von zweierlei ab: Erstens, wie er sich dabei bewährt und zweitens von der Frage, ob noch ein weiterer offensivstarker Blueliner verpflichtet wird, der dann natürlich die Position an der blauen Linie ausfüllen würde.

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