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Name:
Chris Kelleher
Nummer: 44
geb. am: 23.03.1975
Nationalität: Kanadisch
Grösse: 183 cm
Gewicht: 95 kg
Vorjahr: Providence Bruins
Chris Kelleher, am 23.03.1975 in Cambridge, Massachusetts (USA) geboren,
geht in Krefeld in seine erste Europastation. Der mit 183 cm Körpergröße und
ganzen 95 kg Gewicht von der Statur her etwas an Teamkollegen Shayne Wright
erinnernde Verteidiger unterschrieb kurz nach Saisonbeginn und soll die
Defensive der Pinguine noch offensivstärker und variabler machen.
Obwohl er zu diesem Zeitpunkt in keiner der großen Juniorenligen wie OHL,
QMJHL und so weiter spielte, konnten seine Leistungen in seinen
Nachwuchsteams doch offenbar sehr überzeugen. Selten für einen Spieler, der
noch nie in einer wirklich starken Liga auflief sicherten sich die
Pittsburgh Penguins schon früh seine Rechte und zogen ihn bereits in der 5.
Runde des 1993er Drafts an Position 130.
Seine Karriere in höheren Ligen begann er dann in der Collegeliga NCAA, wo
er ab 1994, ganz in der Nähe seines Wohnortes, für die Boston University
spielte. Hier rechtfertigte er auf Anhieb die Einschätzung der
Penguins-Scouts, denn er gehörte er sofort zu den dominanten Verteidigern
und konnte schon in seiner Rookie-Saison starke 20 Punkte (3 Tore) in 35
Spielen verbuchen. Dabei zeigte er sich robust, wenn auch nicht unfair und
beendete die Saison mit 62 Strafminuten. Zur kommenden Saison, also 1995/96,
konnte er sich in allen statistischen Kategorien steigern und spielte 37
Spiele mit 7 Toren, 18 Assists und 25 Punkten bei nur noch 43 Strafminuten.
Diese Entwicklung blieb weiterhin bestehen, denn schon im folgenden Jahr
1996/97 wusste er sich erneut, diesmal noch deutlicher, zu steigern. 39
Einsätze gingen einher mit ganzen 10 Toren, 24 Assists und 34 Punkten. Dabei
fiel er mit 54 Strafminuten erneut nicht auf. Weder war er zu wenig
physisch, noch machte er durch viele dumme Strafen von sich Reden. Seine
Leistungen in dieser Saison wurden ganz besonders gewürdigt, als er in das
Second All-Star Team der NCAA east gewählt wurde, also zu den Top 4
Verteidigern dieser Liga gerechnet werden konnte. Noch für ein letztes Jahr
kehrte er im Sommer zur Boston University zurück. Wieder spielte er 37
Partien und konnte sein Scoring auf dem hohen Level des Vorjahres halten,
wenn es auch weniger Torerfolge zu bejubeln gab. Dennoch, trotz nur noch 4
Einschüssen überzeugte er mit nunmehr 26 Vorlagen und 30 Punkten vollauf.
Nur noch 40 Strafminuten hatte er abzusitzen und wurde erneut ins Second
All-Star Team NCAA east gewählt.
Jetzt wollte er sich im Profi-Eishockey versuchen und wechselte ins Farmteam
der Penguins, zu den Syracuse Crunch in die AHL. Hier reichte es 1998/99 für
45 Einsätze mir einem Tor, 5 Punkten und 43 Strafminuten. Trotz seiner
schwachen +/- von -20 gaben ihm die Penguins eine Chance in der NHL, wo er
eine Partie spielte. Allerdings musste er dennoch weiterhin in der AHL
spielen und kam in den folgenden zwei Saisons für die Wilkes Barry/Scanton
Penguins auf insgesamt 133 Spiele, 6 Tore, 31 Punkte, -6 und 77
Strafminuten. Als im Sommer 2001 sein Vertrag auslief nutzte er die Chance,
es bei seinem „hometeam“ zu versuchen. Er unterschrieb bei den Boston Bruins
und kam zunächst wieder in der AHL, in Providence, zum Einsatz. Durch gute
Leistungen mit 6 Toren, 19 Punkten, -8 und nur 14 Strafminuten konnte er
sich wieder für die NHL empfehlen und machte ein Spiel in Boston, wie schon
in Pittsburgh ohne Punkt oder Strafe. Im vergangenen Jahr war er punktbester
Defender in Providence, als er in 72 Eisätzen 8 Tore erzielte, 35 Punkte
einfuhr und bei 50 Strafminuten mit +5 die beste +/- seiner bisherigen
Karriere hinlegte.
In Krefeld läuft sein Vertrag zunächst bis 2004.
Spielweise
Chris ist ein rundherum hervorragend ausgebildeter Spieler. Er verfügt über
große schlittschutechnische Qualitäten, eine gute Stocktechnik, ein starkes
Passspiel und einen hervorragenden Schuss. Obwohl er nicht besonders groß
ist spielt er mit starkem physischen Einschlag, ohne dabei allerdings oft
über das Ziel hinaus zu schießen und Strafen zu kassieren. Er hat eine sehr
gute Spielübersicht und ist ein kampfstarker Spieler, der andere mitreißen
kann. Außerdem ist er erfahren genug, eine Führungsrolle zu übernehmen und
hat sich mit der Erfahrung auch ein gutes Stellungsspiel angeeignet.
Das planen die Trainer
Chris wird sozusagen die Rolle als 1b-Verteidiger im Team übernehmen. Er
wird ein Gespann mit dem erfahrenen Chris Luongo bilden und so dem nominell
ersten Paar Kurtz/Wright in nichts nachstehen. Chris soll dabei auch im
zweiten Powerplayblock die Position als „Quaterback“ ausfüllen und das Spiel
von der blauen Linie aus organisieren. Dabei soll er aber nicht nur die
Stürmer durch schnelle und harte Pässe in Position bringen, sondern auch
selbst den Erfolg aus der Distanz suchen und so dafür sorgen, dass man zwei
absolut gleichwertige Reihen in Überzahl auf das Eis bringen kann.
Auch in Unterzahl soll er eine Schlüsselposition einnehmen und durch Routine
und Physis für weitere Sicherheit sorgen.
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