Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Markus Janka
Nummer: 35
geb. am: 21.03.1980
Nationalität: Deutsch
Grösse: 177 cm
Gewicht: 76 kg
Vorjahr: Regensburg/Kassel












Zweiter Torwart im Team der Pinguine ist der am 21.03.1980 geborene Markus Janka, der damit etwas über drei Monate älter ist als sein Kollege im Tor, Robert Müller. Der 177 cm große und 70 kg schwere Förderlizenzler begann seine Karriere 1996/97 in der 1. Liga Süd in Geretsried. Zwei Mal kam er nur zum Einsatz und war nur der dritte Keeper im Team. Dies änderte sich, jetzt allerdings in der 2. Liga Süd, in der folgenden Saison, als er schon auf 22 Spiele kam, in denen er sogar seinen ersten Punkt (ein Assist) verbuchen konnte und mit 10 Strafminuten bedacht wurde. 1998/99 dann avancierte er, immer noch in der 2. Liga Süd, zum absoluten Stammkeeper und konnte mit seinen Leistungen in 41 Einsätzen auch den Trainerstab des Junioren-Nationalteams überzeugen. Dieser holte ihn in die Mannschaft und Markus kam bei der Junioren-WM 1999 zu 6 Einsätzen. Dabei konnte er eine gute Fangquote von 90,8% aufweisen.

In der Saison 1999/2000 kehrte er noch einmal zu seinem Stammverein TUS Geretsried zurück, der jetzt, nach der Reform der Ligen in der Regionalliga spielte. Wiederum war er absoluter Stammkeeper und kam 49 Mal zum Einsatz. Dabei konnte er in der Dritten Saison in Folge eine Vorlage verbuchen. Weitere Statistische Daten aus dieser Saison waren ein Gegentorschnitt von 3,06 und 12 Strafminuten. Im Sommer 2000 wagte er dann den Schritt in die DEL und wechselte zu den Schwenninger Wild Wings. Hier war er zweiter Keeper hinter Ian Gordon, kam aber dennoch auf Anhieb zu 16 Einsätzen. Dabei wusste er durchaus zu überzeugen, wenn auch seine Statistik mit einer Fangquote von 87,6% und einem Gegentorschnitt von 4,15 auf den ersten Blick anderes vermuten lassen. Doch man muss hier die Qualität des Kaders vor ihm, der im unteren Drittel der Liga rangierte, in Erwägung ziehen. Auch der wesentlich erfahrenere Gordon konnte mit 89,6% und 3,15 keine überragenden Statistiken erreichen. Ganz nebenbei konnte Markus seine kleine Serie weiter ausbauen und im vierten Jahr in Folge eine Vorlage verbuchen. Diese Serie riss zwar im zweiten Schwenninger Jahr, doch er konnte sich in beiden anderen maßgeblichen Statistiken deutlich verbessern. Seine Fangquote nach 14 Einsätzen lag mit starken 90,4% sogar über der des ersten Keepers Gordon und auch der Gegentorschnitt war mit 3,15 stark verbessert. Seine Leistungen waren so gut, dass er sich sogar in den Kader der A-Nationalmannschaft spielen konnte. Bei der Weltmeisterschaft 2002 kam er zwar nicht zum Einsatz, saß aber immerhin bei zwei Spielen als zweiter Keeper auf der Bank. Nun suchte er eine neue Herausforderung und schloss sich den Kassel Huskies an. Bei diesen allerdings zogen sich die Probleme im Team und insbesondere im Tor durch die komplette Saison und selbst ein NHL-Star wie Rich Parent, der noch im Jahr zuvor die Iserlohn Roosters fast im Alleingang auf Platz 10 geführt hatte, kam nicht zurecht. So war es kein Wunder, dass Markus’ Statistiken bei nur 5 Einsätzen nicht überragend waren. 87% Fangquote und ein Schnitt von 3,24 Gegentoren lautete die Bilanz. Außerdem kam er per Förderlizenz in Regensburg zum Einsatz, wo er in 20 Partien einen Gegentorschnitt von 2,89 erreichte. Als im Sommer die Pinguine auf der Suche nach einem guten und nach Möglichkeit jungen Deutschen Keeper als Backup für Robert Müller waren kam man sehr schnell auf Markus, so dass beim Meister jetzt neben dem Stammkeeper der Nationalmannschaft auch ein weiterer Torwart mit Länderspielerfahrung das Tor hütet. Es ist angedacht, dass er in etwa der Hälfte der Spiele in Duisburg Spielpraxis per Förderlizenz sammelt. Dann soll sein Platz auf der Pinguin-Bank, ebenfalls per Förderlizenz, vom Duisburger Ersatzkeeper Tim Schnelle eingenommen werden. Zunächst läuft Markus Vertrag am Niederrhein bis 2004, allerdings hält der KEV eine Option auf gleich zwei zusätzliche Jahre, so dass er bis 2006 im schwarz-gelben Dress auflaufen könnte.

Spielweise

Markus hinterließ schon in der Vorbereitung bis zu seiner Verletzung einen guten Eindruck und konnte schon hier das Vertrauen, das man als Nummer 2 in ihn setzte vollauf rechtfertigen. Er verfügt trotz insgesamt noch mangelnder Erfahrung über ein durchaus gutes Stellungsspiel. Er hat keine großen Schwächen, Stock- und Fanghand sind annähernd gleich stark und auch die Schoner setzt er gut und schnell ein. Von seiner Spielweise her ist vielleicht die Komponente des Butterfly-Stils ein kleines bisschen mehr ausgeprägt, wobei man ihn aber keineswegs als reinen Butterfly-Goalie bezeichnen kann. Er geht gerne auf die Schoner, allerdings nicht so früh wie manch anderer Keeper, versteht es aber auch, stehen zu bleiben, um Schusswinkel zu nehmen und dergleichen. Markus ist kein spielender Goalie, wie dies bei Robert Müller der Fall ist. Zwar geht er durchaus auch einmal aus dem Torraum heraus und spielt die Scheibe auch weiter, doch ist er hier längst nicht so aktiv, wie es eben bei Robert der Fall ist. Lieber bleibt er auf der Linie und spielt seinen Part konservativ und auf Sicherheit bedacht.

Das planen die Trainer

Wie viele Chancen er im Pinguin-Tor bekommen wird ist noch nicht abzusehen. Spielpraxis soll er in Duisburg sammeln und hier etwa die Hälfte der Saison spielen. Allerdings liegt es an ihm, sich aufzudrängen. Starke Leistungen im Farmteam und Training könnten ihm durchaus zu dem ein oder anderen Einsatz in der DEL verhelfen. Viel hängt in diesem Zusammenhang auch von seiner Form und der Robert Müllers ab. Ist Robert gut drauf und fit, dann wird er spielen und seien es auch alle Spiele. Sollte er aber einmal eine Schwächephase durchlaufen, dann könnte Markus zu einigen Einsätzen kommen, wenn er eben zu diesem Zeitpunkt eine gute Form vorweisen kann. Hier läge es dann an ihm, sich als Alternative aufzudrängen und es den Trainern schwer zu machen, ihn draußen zu lassen. Vielleicht könnte er dann Robert zu einigen Pausen verhelfen. Insgesamt erscheint vieles möglich, sowohl, dass er gar nicht spielt, als auch, dass er – wie in Schwenningen – auf 10-15 Einsätze kommen könnte, wobei letzteres sicher die unwahrscheinlichere Variante ist. Er soll sich entwickeln, soll hart an sich arbeiten und so mittelfristig zu einer echten Alternative werden. Nicht umsonst läuft sein Vertrag, rechnet man die Option mit, über theoretisch 3 Jahre.
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