Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Chris Herperger
Nummer: 12
geb. am: 24.02.1974
Nationalität: Kanadisch
Grösse: 183 cm
Gewicht: 92 kg
Vorjahr: Manitoba Moose












Immer noch wechseln relativ selten Spieler in die DEL, die noch im Jahr zuvor in der NHL, der besten Liga der Welt auf dem Eis standen. Einer dieser Spieler ist Chris Herperger. Noch in der Vorsaison absolvierte der 182 cm große und 93 kg schwere Center und Linksaußen 27 Spiele für die Atlanta Thrashers und ist damit einer der namenhaftesten Neuzugänge der Liga.

Am 24.02.1974 wurde er in Easterhazy, Saskatchewan (Kanada) geboren und begann seine Karriere bei den Swift Current Broncos in der WHL. Dort spielte er von 1990-93 insgesamt 2 ½ Saisons. Dann gab man ihn an die Seattle Thunderbirds ab, wo er bis 1995 wiederum 2 ½ Jahre spielte. In seiner Juniorenkarriere absolvierte er alles in allem 278 Einsätze, in denen er auf 137 Tore und 277 Punkte kam. Dies brachte ihm eine Ziehung in der 10. Runde des 1992er Drafts ein, als sich die Philadelphia Flyers seine Rechte an Position 223 sicherten. In der Saison 1994/95 absolvierte er seine ersten Partien in der AHL. In diesen 4 Spielen blieb er noch ohne Punkt und in den folgenden beiden Jahren kam er für die Hershey Bears und die Baltimore Bandits auf 134 Matches, in denen er mit 29 Toren und 66 Punkten erfolgreich war. Doch an diesem Punkt suchte er eine neue Erfahrung und so tat er, was viele kanadische Spieler tun: Er schloss sich Team Kanada an und setzte sich hier sowohl als Scorer als auch als physisch harter Spieler in Szene. 63 Spiele, 20 Tore, 50 Punkte und 102 Strafminuten lautete seine Bilanz. Nach dieser Erfahrung ging er zurück in die IHL und über Indianapolis kam er 1998/99 in die Organisation der Chicago Blackhawks. In Cleveland spielte er 73 Spiele, in denen er sowohl 22 Tore und 48 Punkte als auch 122 Strafminuten verbuchen konnte. Diese Werte brachten ihm die ersten Einsätze bei den Blackhawks ein und er betrat 9 Mal, noch ohne Punkte, NHL-Eis. Dennoch waren seine Leistungen gut genug, dass er sich bereits nach 9 Partien der folgenden Saison (Norfolk Admirals, ein Tor, 6 Punkte, 9 Strafminuten) wieder in die NHL gespielt hatte und nun blieb er für die komplette Saison in der besten Liga der Welt. Er erarbeitete sich in diesen 61 Einsätzen einen Ruf als starker dritte Reihe Spieler und konnte nebenbei 10 Tore und 25 Punkte verbuchen, wobei er mit nur 20 Strafminuten äußerst fair war. Doch seine Leistungen waren so gut, dass er sich einen besseren Vertrag versprach, als ihm Chicago anbot und so wechselte er als free agent nach Ottawa. Für die Senators absolvierte er eine weitere komplette Saison mit 72 Einsätzen, 4 Toren und 13 Punkten in der vierten Reihe. Dennoch gab man ihn nach der Saison nach Atlanta ab, wo er allerdings direkt zu Saisonbeginn Probleme mit einer Verletzung (einer Gehirnerschütterung) hatte. Dennoch kam er zu den erwähnten 27 Spielen mit 4 Toren und 5 Punkten. Erneute Verletzungen warfen ihn zurück und er wurde in die AHL zu den Chicago Wolves abgegeben. Im Januar tauschte man dann seine Rechte nach Vancouver und in deren Farmteam, den Manitoba Moose spielte er weitere 15 Spiele, ehe ihn eine erneute Gehirnerschütterung außer Gefecht setzt und seine Saison beendete. Schon hier, bei den Moose, spielte er zusammen mit seinem krefelder Teamgefährten Justin Kurtz und da seine Chancen auf ein weiteres NHL-Engagement eher gering erschienen Griff Butch Goring zu und lotste sie im Paket zum amtierenden Meister. In Krefeld unterzeichnete Chris einen Jahresvertrag, der eine Option der Pinguine auf eine weitere Saison einschließt.

Spielweise

Chris ist ein Allrounder, der in allen technischen Kategorien auf sehr hohem Niveau steht ohne irgendwo zu überragen oder abzufallen. Er ist schneller und flüssiger Skater, kann gut mit der Scheibe umgehen und verfügt über gut ausgeprägte Torjägerqualitäten. Er ist einer der erfahrensten Spieler im Team und diese Erfahrung hilft ihm vor allem in der Rückwärtsbewegung. Er kann sich schnell auf wechselnde Spielsituationen einstellen und sich dementsprechend auf dem Eis positionieren. Dieses gute Stellungsspiel macht ihn zu einem hervorragenden Defensivspieler. Er verfügt über eine sehr gute Übersicht, die er verbunden mit den technischen Fertigkeiten, in ein hervorragendes Passspiel umzusetzen versteht. Chris ist ein absoluter Teamspieler, der, obwohl mit guten Instinkten und allem was ein überdurchschnittlicher Scorer braucht ausgestattet, den Mannschaftserfolg über den eigenen stellt. Dies resultiert in einem starken 2-Wege-Spiel. Das heißt, dass er aus einer bombensicheren Position in der Defensive heraus ein gutes Offensivverhalten einzubringen versteht und sich in den entsprechenden Situationen einschaltet. Er ist ein kämpferischer Spieler, der sich trotz aller Meriten für keinen Zweikampf zu schade ist. Außerdem ist er enorm flexibel einsetzbar und spielt alle drei Stürmerpositionen annähernd gleich gut, was ihn zu einem wichtigen Spieler macht wenn es z.B. darum geht, bei Verletzungen Umstellungen vornehmen zu müssen.

Das planen die Trainer

Nach seiner Verletzung wird Chris vermutlich ein Gespann mit Terry Yake bilden, so dass Rob Guillet in die „French Connection“ zu Beaucage und Bertrand zurückkehren kann. Wer der dritte Spieler in dieser Reihe sein wird ist noch nicht klar. Entweder ein noch zu verpflichtender starker Ausländer oder aber derjenige aus der Gruppe Rodman, Grygiel, Appel, der bis dahin am meisten überzeugen und sich die Position verdienen konnte. Dabei ruht sicherlich einige Verantwortung und ebenso viele Erwartungen auf Chris’ Schultern, denn er soll einerseits den offensiven Yake absichern, sich andererseits aber auch in den entsprechenden Situationen einschalten und für die nötige offensive Durchschlagskraft sorgen. Fest eingeplant ist er insbesondere in Über- und Unterzahl und soll hier für Durchschlagskraft im ersten und für Stabilität im zweiten Fall sorgen.

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