Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Rob Guillet
Nummer: 22
geb. am: 22.02.1972
Nationalität: Kanadisch
Grösse: 180 cm
Gewicht: 80 kg
Vorjahr: Nürnberg Ice Tigers







 




Guillet, Beaucage, Bertrand: Die frankokanadische Fraktion des KEV soll für offensive Power sorgen. Der DEL-erfahrenste dieses Trios ist der am 22.02.1972 in Montreal, Quebec (Kanada) geborene Robert Guillet (ausgesprochen: „Gijee“). Der 180 cm große und mit nur 80 kg für einen Eishockeyspieler eher leichte Rechtsaußen begann seine Karriere in Longueuil in der QMJHL, einer der größten kanadischen Juniorenligen. Schon seine erste Juniorensaison 1989/90, in der er mit 72 Punkten und 32 Toren in 69 Spielen für einen Neuling hervorragende Statistiken erzielte, brachte ihm eine vergleichsweise hohe Ziehung im Draft ein. Obwohl er die „magischen“ Sechs Fuß Körpergröße (etwa 1,83 m) nicht erreicht und damit eigentlich als „zu klein“ für die NHL gilt, sicherten sich die Montreal Canadiens bereits in der 3. Runde des 1990er Drafts am Position 60 seine Rechte. Seine Juniorenkarriere setzte Rob noch zwei weitere Jahre fort und kam in insgesamt 205 Spielen von 1989-92 auf 143 Tore und 277 Punkte. Außerdem bewiesen seine 332 Strafminuten in diesem Zeitraum, dass er auch durchaus bereit ist, physisch zu spielen. Nach einem kurzen Gastspiel in der ECHL spielte er sich auch schnell in die AHL, wo er in 4 Jahren von 1992-96 239 Partien absolvierte. In diesen kam er auf 89 Tore und 178 Punkte. Dennoch gaben ihm die Canadiens keine Chance in der NHL und folglich entschied er sich, eine neue Chance in der alten Welt zu suchen. Er wechselte nach Italien und schloss sich dem HC Milan an. Dort spielte er mit dem HC in 3 Wettbewerben: In der italienischen Liga dominierte er nach belieben und konnte mit 9 Toren, 19 Punkten und +20 aus 9 Spielen nicht nur über 2 Punkte pro Spiel, sondern auch eine Fabel-+/- verbuchen. In der Alpenliga gehörte er mit 33 Toren, 59 Punkten und +16 in 39 Spielen ebenfalls zu den dominanten Spielern und auch im Europapokal wusste er mit 8 Punkten und 5 Toren aus 6 Spielen zu überzeugen. Folglich wurde man in der Schweiz auf ihn aufmerksam und so folge ein Jahr in Luzern in der Nationalliga B, wo er mit 39 Toren aus 40 Spielen (73 Punkte) wiederum fast ein Tor pro Spiel erzielte. Erneut ging es für ihn weiter und die Capitals aus Berlin sicherten sich seine Dienste. Hier entwickelte er sich nicht nur zu einem der besten und konstantesten Torjäger der DEL – in 154 Spielen über drei Jahre brachte er es auf 45 Tore und 114 Punkte, er entwickelte sich auch zum KEV-Schreck, traf er doch in schöner Regelmäßigkeit gegen die Pinguine. Doch nach den finanziellen Problemen des Hauptstadtclubs sah er sich gezwungen zu wechseln und die Augsburger Panther griffen zu. Zusammen mit Marc Beaucage, der auch jetzt sein Mannschaftskamerad ist, wirbelte er die Liga durcheinander und kam auf ganze 28 Tore und 54 Punkt aus 55 Spielen. Damit wurde er nicht nur Augsburger Topscorer, er kam auch unter die Top-10 der Ligascorer und lag gleichauf mit Christoph Brandner! Auch seine +/- war mit +17 sehr überzeugend! Diese Leistung brachte ihm einen hoch dotierten Vertrag in Nürnberg ein und so wechselte er erneut. Wiederum gehörte er zu den besten Scorern, belegte teamintern Platz 2 hinter Terry Yake und erreichte eine hervorragende +22 in der +/- Wertung. Wegen großer Verletzungsprobleme im Tigers-Team musste er über weite Teile der Saison Doppelschichten fahren und so konnte er sich in den Playoffs, als die körperliche Frische fehlte, nicht wie gewohnt in Szene setzen. Deshalb und aus Sparzwängen heraus verlängerten die Nürnberger seinen Vertrag nicht. Die Pinguine griffen dankbar zu und die Aussicht, mit seinem Freund Marc Beaucage wiedervereint zu sein und unter Butch Goring zu spielen waren die Hauptargumente dafür, dass er am Niederrhein einen Jahresvertrag plus KEV-Option auf eine weitere Saison unterzeichnete.

Spielweise

Rob ist der klassische Torjäger, der jede Chance zum Torerfolg zu kommen zu nutzen versucht. Von der technischen Seite her ist er ein Allrounder, der keine Schwächen besitzt. Sein Skating ist zwar nicht überragend, das heißt er ist keiner, der über das Eis fegt wie Grygiel oder Rodman, aber er ist ein sehr intelligenter Läufer, der genau weiß, wo er hinzugehen hat. So spart er sich viele unnötige Laufwege und ist – ähnlich wie bei der Fabel vom Hasen und Igel – einfach schon da, wenn der schnellere Gegner erst angelaufen kommt. Er verfügt auch über ein gutes, wenn auch nicht überragendes Passspiel. Wenn eine Eigenschaft an ihm heraussticht, so ist dies sein Abschluss. Er kann unglaublich schnell und präzise abziehen und hat einfach die Instinkte eines Torjägers.

Durch seine große Erfahrung verfügt er über ein gutes Stellungsspiel, das ihn sowohl gefährlich in der Offensive mach, als auch sehr sicher in der Defensive. Hier kommt auch wieder seine Spielintelligenz und Antizipation zum Tragen. Echte Schwächen sucht man bei ihm, wie gesagt, vergebens.

Das planen die Trainer

Eigentlich ist Rob fest an der Seite von Beaucage und Bertrand eingeplant. Doch so lange Chris Herperger verletzt ist wird er hier von Adrian Grygiel vertreten und soll selbst an der Seite von Terry Yake für die nötige Durchschlagskraft sorgen. Er ist, wenn auch technisch ein guter Spieler, nicht für den Spielaufbau oder dergleichen Dinge in erster Linie zuständig, sondern soll dafür sorgen, dass die Scheibe den Weg am gegnerischen Keeper vorbei findet. Natürlich soll er auch hinten für Sicherheit sorgen, doch das versteht sich für ihn allein durch seine oben beschriebene Spielintelligenz ohnehin von selbst.

Im Überzahlspiel ist Rob absolut gesetzt und wird hier einer der absoluten Schlüsselspieler werden. In Unterzahl wird er weniger eingesetzt werden. Hier sollen sich andere, defensivere Spieler bewähren, so dass er sich erholen und danach wieder für Tore sorgen kann.

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