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Name:
Rob Guillet
Nummer: 22
geb. am: 22.02.1972
Nationalität: Kanadisch
Grösse: 180 cm
Gewicht: 80 kg
Vorjahr: Nürnberg Ice Tigers
Guillet, Beaucage, Bertrand: Die frankokanadische Fraktion des KEV soll für
offensive Power sorgen. Der DEL-erfahrenste dieses Trios ist der am
22.02.1972 in Montreal, Quebec (Kanada) geborene Robert Guillet
(ausgesprochen: „Gijee“). Der 180 cm große und mit nur 80 kg für einen
Eishockeyspieler eher leichte Rechtsaußen begann seine Karriere in Longueuil
in der QMJHL, einer der größten kanadischen Juniorenligen. Schon seine erste
Juniorensaison 1989/90, in der er mit 72 Punkten und 32 Toren in 69 Spielen
für einen Neuling hervorragende Statistiken erzielte, brachte ihm eine
vergleichsweise hohe Ziehung im Draft ein. Obwohl er die „magischen“ Sechs
Fuß Körpergröße (etwa 1,83 m) nicht erreicht und damit eigentlich als „zu
klein“ für die NHL gilt, sicherten sich die Montreal Canadiens bereits in
der 3. Runde des 1990er Drafts am Position 60 seine Rechte. Seine
Juniorenkarriere setzte Rob noch zwei weitere Jahre fort und kam in
insgesamt 205 Spielen von 1989-92 auf 143 Tore und 277 Punkte. Außerdem
bewiesen seine 332 Strafminuten in diesem Zeitraum, dass er auch durchaus
bereit ist, physisch zu spielen. Nach einem kurzen Gastspiel in der ECHL
spielte er sich auch schnell in die AHL, wo er in 4 Jahren von 1992-96 239
Partien absolvierte. In diesen kam er auf 89 Tore und 178 Punkte. Dennoch
gaben ihm die Canadiens keine Chance in der NHL und folglich entschied er
sich, eine neue Chance in der alten Welt zu suchen. Er wechselte nach
Italien und schloss sich dem HC Milan an. Dort spielte er mit dem HC in 3
Wettbewerben: In der italienischen Liga dominierte er nach belieben und
konnte mit 9 Toren, 19 Punkten und +20 aus 9 Spielen nicht nur über 2 Punkte
pro Spiel, sondern auch eine Fabel-+/- verbuchen. In der Alpenliga gehörte
er mit 33 Toren, 59 Punkten und +16 in 39 Spielen ebenfalls zu den
dominanten Spielern und auch im Europapokal wusste er mit 8 Punkten und 5
Toren aus 6 Spielen zu überzeugen. Folglich wurde man in der Schweiz auf ihn
aufmerksam und so folge ein Jahr in Luzern in der Nationalliga B, wo er mit
39 Toren aus 40 Spielen (73 Punkte) wiederum fast ein Tor pro Spiel
erzielte. Erneut ging es für ihn weiter und die Capitals aus Berlin
sicherten sich seine Dienste. Hier entwickelte er sich nicht nur zu einem
der besten und konstantesten Torjäger der DEL – in 154 Spielen über drei
Jahre brachte er es auf 45 Tore und 114 Punkte, er entwickelte sich auch zum
KEV-Schreck, traf er doch in schöner Regelmäßigkeit gegen die Pinguine. Doch
nach den finanziellen Problemen des Hauptstadtclubs sah er sich gezwungen zu
wechseln und die Augsburger Panther griffen zu. Zusammen mit Marc Beaucage,
der auch jetzt sein Mannschaftskamerad ist, wirbelte er die Liga
durcheinander und kam auf ganze 28 Tore und 54 Punkt aus 55 Spielen. Damit
wurde er nicht nur Augsburger Topscorer, er kam auch unter die Top-10 der
Ligascorer und lag gleichauf mit Christoph Brandner! Auch seine +/- war mit
+17 sehr überzeugend! Diese Leistung brachte ihm einen hoch dotierten
Vertrag in Nürnberg ein und so wechselte er erneut. Wiederum gehörte er zu
den besten Scorern, belegte teamintern Platz 2 hinter Terry Yake und
erreichte eine hervorragende +22 in der +/- Wertung. Wegen großer
Verletzungsprobleme im Tigers-Team musste er über weite Teile der Saison
Doppelschichten fahren und so konnte er sich in den Playoffs, als die
körperliche Frische fehlte, nicht wie gewohnt in Szene setzen. Deshalb und
aus Sparzwängen heraus verlängerten die Nürnberger seinen Vertrag nicht. Die
Pinguine griffen dankbar zu und die Aussicht, mit seinem Freund Marc
Beaucage wiedervereint zu sein und unter Butch Goring zu spielen waren die
Hauptargumente dafür, dass er am Niederrhein einen Jahresvertrag plus
KEV-Option auf eine weitere Saison unterzeichnete.
Spielweise
Rob ist der klassische Torjäger, der jede Chance zum Torerfolg zu kommen zu
nutzen versucht. Von der technischen Seite her ist er ein Allrounder, der
keine Schwächen besitzt. Sein Skating ist zwar nicht überragend, das heißt
er ist keiner, der über das Eis fegt wie Grygiel oder Rodman, aber er ist
ein sehr intelligenter Läufer, der genau weiß, wo er hinzugehen hat. So
spart er sich viele unnötige Laufwege und ist – ähnlich wie bei der Fabel
vom Hasen und Igel – einfach schon da, wenn der schnellere Gegner erst
angelaufen kommt. Er verfügt auch über ein gutes, wenn auch nicht
überragendes Passspiel. Wenn eine Eigenschaft an ihm heraussticht, so ist
dies sein Abschluss. Er kann unglaublich schnell und präzise abziehen und
hat einfach die Instinkte eines Torjägers.
Durch seine große Erfahrung verfügt er über ein gutes Stellungsspiel, das
ihn sowohl gefährlich in der Offensive mach, als auch sehr sicher in der
Defensive. Hier kommt auch wieder seine Spielintelligenz und Antizipation
zum Tragen. Echte Schwächen sucht man bei ihm, wie gesagt, vergebens.
Das planen die Trainer
Eigentlich ist Rob fest an der Seite von Beaucage und Bertrand eingeplant.
Doch so lange Chris Herperger verletzt ist wird er hier von Adrian Grygiel
vertreten und soll selbst an der Seite von Terry Yake für die nötige
Durchschlagskraft sorgen. Er ist, wenn auch technisch ein guter Spieler,
nicht für den Spielaufbau oder dergleichen Dinge in erster Linie zuständig,
sondern soll dafür sorgen, dass die Scheibe den Weg am gegnerischen Keeper
vorbei findet. Natürlich soll er auch hinten für Sicherheit sorgen, doch das
versteht sich für ihn allein durch seine oben beschriebene Spielintelligenz
ohnehin von selbst.
Im Überzahlspiel ist Rob absolut gesetzt und wird hier einer der absoluten
Schlüsselspieler werden. In Unterzahl wird er weniger eingesetzt werden.
Hier sollen sich andere, defensivere Spieler bewähren, so dass er sich
erholen und danach wieder für Tore sorgen kann.
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