Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Paul Dyck
Nummer: 3
geb. am: 15.04.1971
Nationalität: Kanadisch
Grösse: 185 cm
Gewicht: 90 kg
Vorjahr: Krefeld Pinguine












Einer der Hauptfaktoren für die sensationelle Meisterschaft der Pinguine war die unglaublich stabile Defensive insbesondere in den Playoffs, sowie das beste Unterzahlspiel der Liga. Als Muster dieser Stabilität galt schnell die Verteidigungsreihe um Daniel Kunce und Paul Dyck. Der Kanadier aus Steinbach, Manitoba machte über die komplette Saison nicht durch große offensive oder spielerische Qualitäten auf sich aufmerksam, weshalb er teilweise in die Kritik geriet, doch letztlich mußte auch der größte Kritiker die Leistung des am 15.04.1971 geborenen 32-Jährigen anerkennen. Die Karriere des mit 183 cm Größe und 90 kg Gewicht sehr kräftigen Defenders begann in der WHL bei den Moose Jaw Warriors, wo er in zwei Jahren von 1989-91 einen starken defensiven Part spielte und im zweiten Jahr sogar durch 53 Punkte in 72 Spielen offensiv auf sich aufmerksam machen konnte. Im Sommer 1991 gefielen diese Eigenschaften den Pittsburgh Penguins und sie sicherten sich seine Rechte in der 11. Draftrunde an Position 236. Sofort startete er seine Profikarriere in Muskegon (IHL) und zog ein Jahr später mit dem Team nach Cleveland um. Vier Jahre spielte er für diese Franchise und machte sich einen Namen als Defensivspezialist, der mit wenigen Strafminuten – immer unter 70 Minuten – und einem mit bis zu 27 Punkten auch soliden offensiven Einschlag sehr effektiv für das Team arbeitet. Doch im Sommer 1995 kam er über die Detroit Vipers nach Kansas City, wo er sein Spiel noch etwas defensiver gestaltete. In der Mitte der Saison 1996/97 wurde er von den Blades wiederum weiter gereicht. Er wechselte nach Houston, wo er sich über 4 ½ Saisons als absolute Stütze des Teams etablierte. Mit weiterhin eher geringem Scoring entwickelte er sich immer mehr zur defensiven „Mauer“ und stellte folgerichtig gar einen neuen Rekord für das Franchise in Houston auf. Eine +/- Statistik von +40 hatte bis dato nie ein Spieler im Aeroes-Trikot erreicht! Außerdem machte er sich in der texanischen Metropole einen Namen als sehr umgänglicher und offener Spieler. Auch diese charakterlichen Qualitäten bewogen den damaligen Iserlohner Coach Poss dazu, ihn zu den Roosters in die DEL zu holen. Dieses Vertrauen zahlte er mit Leistung zurück und avancierte auch hier zum defensiv stabilsten Verteidiger des Teams. Sein +/- Wert von 0 war der beste im Team und wenn er auch nicht als offensive „Waffe“ zu bezeichnen war, so konnten sich seine drei Tore und 14 Punkte dennoch durchaus sehen lassen. Diese starke Leistung machte die Pinguine aufmerksam, die einen Ersatz für Phil von Stefenelli suchten. Einige Krefelder Fans versprachen sich zu diesem Zeitpunkt eine spektakulärere und offensivere Verpflichtung. Dadurch wurde er wie bereits erwähnt teilweise kritisiert, weil er offensiv zu wenig für das Spiel täte. Doch Paul ließ sich nicht beirren und blieb bei seiner defensiven Ausrichtung. Drei Tore und acht Punkte war seine Ausbeute, seine +/- von +2 lag im oberen Drittel des Teams. Der ganz große Durchbruch für ihn im Team der Pinguine kam dann, wie bereits erwähnt, in den Playoffs. Paul spielte unglaublich solide, körperlich hart, aber fair, mit gutem Stellungsspiel und teilweise sogar guten offensiven Aktionen, wenn auch die Ausbeute bei „nur“ zwei Assists lag, trug er einen großen Teil zur Meisterschaft bei. All dies überzeugte auch Butch Goring, denn dieser entschied sich früh, den Vertrag der „Nummer 3“ der Pinguine um zwei weitere Jahre zu verlängern. Bis 2005 wird er nun das Schwarz-Gelbe Dress tragen und die Defensive zum Bollwerk machen.

Spielweise

Paul ist ein insgesamt unspektakulärer Spieler, der weder über die eine überragende Stärke verfügt, noch über eine unübersehbare Schwäche. Er ist ein Allrounder, der von allem etwas kann. Er ist ein solider Skater, spielt unspektakuläre, aber sichere Pässe und ist durchaus in der Lage zu schießen, wenn er auch kein begnadeter Kanonier vom Schlage eines Ehrhoff oder Lambert ist. Er bringt eine sehr gute kämpferische Einstellung mit und verhält sich auf wie neben dem Eis sehr professionell. Er ist zuverlässig in der Defensive und geht fast widerwillig mit nach vorne. Er ist bereit und in der Lage, vor dem eigenen Tor aufzuräumen und versteht es, durch gutes Stellungsspiel die Räume eng zu machen. Paul ist ein klassischer Defensivverteidiger der die Rolle so interpretiert, wie sie verstanden wurde, bevor Bobby Orr den Part des Offensivverteidigers „erfand“. Persönliche Statistiken zählen für ihn eigentlich nicht, denn er mißt sich und seine Leistung in erster Linie am Erfolg des gesamten Teams.

Das planen die Trainer

Spezielle Planungen gibt es mit Paul eigentlich nicht. Sollte nichts unvorhergesehenes oder langwierige Verletzungen, die zu Umstellungen zwingen, passieren, so wird das Erfolgsgespann Kunce/Dyck aus der Vorsaison bestehen bleiben. Auch was seinen Einsatz in den Special Teams angeht wird sich aller Voraussicht nach nichts ändern: Im Unterzahlspiel ist Paul gesetzt, im Powerplay läßt er offensivstärkeren Spielern den Vortritt. Paul ist ein sehr erfahrender Spieler und wird als einziger verbliebener Ausländer des Meisterteams (!) eine Führungsrolle im Team übernehmen müssen.

Viele trauten ihm daher zu, Kapitän des Teams zu werden, doch letztlich wurde dies Steffen Ziesche. Dennoch bekam Paul den Vertrauensbeweis von Butch Goring und bekam eines der beiden „A“ ’s auf die Brust, sicher auch ein Zeichen, wie wichtig er für das Team ist und welch zentrale Rolle er in den Planungen einnimmt.
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