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Name:
Paul Dyck
Nummer: 3
geb. am: 15.04.1971
Nationalität: Kanadisch
Grösse: 185 cm
Gewicht: 90 kg
Vorjahr: Krefeld Pinguine
Einer der Hauptfaktoren für die sensationelle Meisterschaft der Pinguine war
die unglaublich stabile Defensive insbesondere in den Playoffs, sowie das
beste Unterzahlspiel der Liga. Als Muster dieser Stabilität galt schnell die
Verteidigungsreihe um Daniel Kunce und Paul Dyck. Der Kanadier aus
Steinbach, Manitoba machte über die komplette Saison nicht durch große
offensive oder spielerische Qualitäten auf sich aufmerksam, weshalb er
teilweise in die Kritik geriet, doch letztlich mußte auch der größte
Kritiker die Leistung des am 15.04.1971 geborenen 32-Jährigen anerkennen.
Die Karriere des mit 183 cm Größe und 90 kg Gewicht sehr kräftigen Defenders
begann in der WHL bei den Moose Jaw Warriors, wo er in zwei Jahren von
1989-91 einen starken defensiven Part spielte und im zweiten Jahr sogar
durch 53 Punkte in 72 Spielen offensiv auf sich aufmerksam machen konnte. Im
Sommer 1991 gefielen diese Eigenschaften den Pittsburgh Penguins und sie
sicherten sich seine Rechte in der 11. Draftrunde an Position 236. Sofort
startete er seine Profikarriere in Muskegon (IHL) und zog ein Jahr später
mit dem Team nach Cleveland um. Vier Jahre spielte er für diese Franchise
und machte sich einen Namen als Defensivspezialist, der mit wenigen
Strafminuten – immer unter 70 Minuten – und einem mit bis zu 27 Punkten auch
soliden offensiven Einschlag sehr effektiv für das Team arbeitet. Doch im
Sommer 1995 kam er über die Detroit Vipers nach Kansas City, wo er sein
Spiel noch etwas defensiver gestaltete. In der Mitte der Saison 1996/97
wurde er von den Blades wiederum weiter gereicht. Er wechselte nach Houston,
wo er sich über 4 ½ Saisons als absolute Stütze des Teams etablierte. Mit
weiterhin eher geringem Scoring entwickelte er sich immer mehr zur
defensiven „Mauer“ und stellte folgerichtig gar einen neuen Rekord für das
Franchise in Houston auf. Eine +/- Statistik von +40 hatte bis dato nie ein
Spieler im Aeroes-Trikot erreicht! Außerdem machte er sich in der
texanischen Metropole einen Namen als sehr umgänglicher und offener Spieler.
Auch diese charakterlichen Qualitäten bewogen den damaligen Iserlohner Coach
Poss dazu, ihn zu den Roosters in die DEL zu holen. Dieses Vertrauen zahlte
er mit Leistung zurück und avancierte auch hier zum defensiv stabilsten
Verteidiger des Teams. Sein +/- Wert von 0 war der beste im Team und wenn er
auch nicht als offensive „Waffe“ zu bezeichnen war, so konnten sich seine
drei Tore und 14 Punkte dennoch durchaus sehen lassen. Diese starke Leistung
machte die Pinguine aufmerksam, die einen Ersatz für Phil von Stefenelli
suchten. Einige Krefelder Fans versprachen sich zu diesem Zeitpunkt eine
spektakulärere und offensivere Verpflichtung. Dadurch wurde er wie bereits
erwähnt teilweise kritisiert, weil er offensiv zu wenig für das Spiel täte.
Doch Paul ließ sich nicht beirren und blieb bei seiner defensiven
Ausrichtung. Drei Tore und acht Punkte war seine Ausbeute, seine +/- von +2
lag im oberen Drittel des Teams. Der ganz große Durchbruch für ihn im Team
der Pinguine kam dann, wie bereits erwähnt, in den Playoffs. Paul spielte
unglaublich solide, körperlich hart, aber fair, mit gutem Stellungsspiel und
teilweise sogar guten offensiven Aktionen, wenn auch die Ausbeute bei „nur“
zwei Assists lag, trug er einen großen Teil zur Meisterschaft bei. All dies
überzeugte auch Butch Goring, denn dieser entschied sich früh, den Vertrag
der „Nummer 3“ der Pinguine um zwei weitere Jahre zu verlängern. Bis 2005
wird er nun das Schwarz-Gelbe Dress tragen und die Defensive zum Bollwerk
machen.
Spielweise
Paul ist ein insgesamt unspektakulärer Spieler, der weder über die eine
überragende Stärke verfügt, noch über eine unübersehbare Schwäche. Er ist
ein Allrounder, der von allem etwas kann. Er ist ein solider Skater, spielt
unspektakuläre, aber sichere Pässe und ist durchaus in der Lage zu schießen,
wenn er auch kein begnadeter Kanonier vom Schlage eines Ehrhoff oder Lambert
ist. Er bringt eine sehr gute kämpferische Einstellung mit und verhält sich
auf wie neben dem Eis sehr professionell. Er ist zuverlässig in der
Defensive und geht fast widerwillig mit nach vorne. Er ist bereit und in der
Lage, vor dem eigenen Tor aufzuräumen und versteht es, durch gutes
Stellungsspiel die Räume eng zu machen. Paul ist ein klassischer
Defensivverteidiger der die Rolle so interpretiert, wie sie verstanden
wurde, bevor Bobby Orr den Part des Offensivverteidigers „erfand“.
Persönliche Statistiken zählen für ihn eigentlich nicht, denn er mißt sich
und seine Leistung in erster Linie am Erfolg des gesamten Teams.
Das planen die Trainer
Spezielle Planungen gibt es mit Paul eigentlich nicht. Sollte nichts
unvorhergesehenes oder langwierige Verletzungen, die zu Umstellungen
zwingen, passieren, so wird das Erfolgsgespann Kunce/Dyck aus der Vorsaison
bestehen bleiben. Auch was seinen Einsatz in den Special Teams angeht wird
sich aller Voraussicht nach nichts ändern: Im Unterzahlspiel ist Paul
gesetzt, im Powerplay läßt er offensivstärkeren Spielern den Vortritt. Paul
ist ein sehr erfahrender Spieler und wird als einziger verbliebener
Ausländer des Meisterteams (!) eine Führungsrolle im Team übernehmen müssen.
Viele trauten ihm daher zu, Kapitän des Teams zu werden, doch letztlich
wurde dies Steffen Ziesche. Dennoch bekam Paul den Vertrauensbeweis von
Butch Goring und bekam eines der beiden „A“ ’s auf die Brust, sicher auch
ein Zeichen, wie wichtig er für das Team ist und welch zentrale Rolle er in
den Planungen einnimmt.
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