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Name:
Alexander Dück
Nummer: 72
geb. am: 22.04.1980
Nationalität: Deutsch
Grösse: 183 cm
Gewicht: 90 kg
Vorjahr: Schwenninger Wild Wings
Der „Lehrling“ in der Verteidigung des KEV heißt Alexander Dück. Der mit 23
Jahren noch sehr junge Verteidiger, der am 22.04.1980 in Karaganda in
Kasachstan geboren wurde, aber über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügt,
kam vom ehemaligen Ligakonkurrenten Schwenninger Wild Wings zum Meister.
Nachdem er in jungen Jahren nach Deutschland kam begann er seine Karriere
beim ERC Schwenningen in der Jugend. Hier gehörte der 185cm große und 83 kg
schwere Defensivspezialist zu den talentiertesten Spielern und rückte
folgerichtig als 17-Jähriger zur Saison 1997/98 in die zweite Mannschaft des
SERC auf, die damals in der 2. Liga Süd, der heutigen Oberliga, spielte.
Seine Leistungen in den 27 Partien dieses Jahres, in denen er auf 2 Tore, 5
Punkte und 12 Strafminuten kam, bewirkten zweierlei: Erstens konnte er sich
damit für die Juniorennationalmannschaft qualifizieren und absolvierte bei
der dazugehörigen Weltmeisterschaft im Jahr 1998 6 Spiele für Deutschland,
in denen er mit einem Tor, 3 Punkten und 8 Strafminuten – vor allem jedoch
aufgrund seiner Defensivstärke – zu den absoluten Stützen des Teams zählte.
Zweitens aber, und das war für ihn sicherlich noch wichtiger, spielte er
sich in den Notizblock des damaligen Schwenninger Trainers Ron Ivany, der
ihn in die erste Mannschaft beförderte. Somit kam er zu seinen ersten
Profieinsätzen, 10 an der Zahl, und konnte dabei sogar mit einem Assist
seinen ersten Punkt verbuchen. Den Rest der Saison sammelte er Spielpraxis
bei den Junioren, um dann im folgenden Jahr, also der Saison 1999/2000 voll
anzugreifen. Der neue Trainer Rich Chernomaz schenkte ihm das Vertrauen und
er kam in einem Wild Wings-Team, das trotz großer Vorschußlorbeeren schwer
enttäuschte und die Playoffs klar verpasste, zu 27 Einsätzen, in denen er
zwar keine Punkte verbuchen konnte, aber durchaus gute Leistungen vor allem
in der Defensive ablieferte. Seine +/- war mit -1 im Teamvergleich durchaus
gut und er kam ohne jede Strafe aus. In der Abstiegsrunde kam er dann
vermehrt zum Einsatz und verbuchte in 8 Spielen zwar eine +/- von -6, dafür
aber seinen zweiten DEL-Assist, sowie 4 Strafminuten. Da er aber noch etwas
Entwicklungszeit brauchte und man ihm keine volle Saison über 60 Spiele
zutraute sammelte der junge Mann immer wieder Spielpraxis bei den Junioren.
Seine Bilanz von 13 Toren und 16 Punkten aus 22 Spielen spricht bei einem so
defensiv ausgelegten Spieler wie ihm für seine Überlegenheit in dieser Liga.
So ging er in sein drittes Profijahr und dieses sollte sein bislang bestes
werden! In einer Mannschaft der jungen Wilden mit Spielern wie M. Goc,
Greilinger oder auch seinem Neu-Mannschaftskollegen in Krefeld, Markus Janka
spielte er eine starke Saison. Über die volle Distanz von 60 Spielen kam er
zum Einsatz, verbuchte dabei zwei Tore, 9 Punkte und 36 Strafminuten bei -7.
Seine Leistung brachte ihn sogar ins Blickfeld von Bundestrainer Zach, doch
in den folgenden beiden Jahren und in einem immer schwächer werdenden
Wings-Team, das Topspieler wie Goc, Augusta, Schlegel oder MacKay verlor,
konnte auch er seine Leistung nicht halten. Zwei Tore und 4 Punkte aus den
119 Spielen der beiden letzten Jahre stehen für ihn zu Buche. Außerdem 53
Strafminuten und -23. Er musste einfach für einen jungen Spieler zu viel
Verantwortung übernehmen und war dieser Situation – noch – nicht gewachsen.
In Krefeld unterschrieb er nach dem Rückzug der Wings einen Jahresvertrag,
den die Pinguine per Option um eine weitere Saison verlängern können.
Spielweise
Alex ist ein sehr schneller und guter Skater, der mit durchschnittlichen
Fähigkeiten in Hinsicht auf Passspiel und Schuss ausgestattet ist. Er setzt
allerdings die vorhandenen offensiven Talente nur selten ein, da er von der
Ausrichtung ein sehr defensiv veranlagter Spieler ist, der bereit ist, für
das Team sehr hart zu arbeiten und den persönlichen Erfolg hinter dem der
Mannschaft anzustellen. Er ist ein Spieler, der seinen Körper im Spiel gut
einsetzt und so die gegnerischen Stürmer vom eigenen Tor fernhält oder auch
einmal durch einen durchaus guten Check aus dem Spiel nimmt. Er ist äußerst
ehrgeizig und fällt sowohl auf als auch neben dem Eis durch sehr
professionelle Einstellung auf. Außerdem ist er bereit, hart an sich zu
arbeiten, um sich stetig zu verbessern. Für die ganz gehobenen Anforderungen
der Liga fehlt es ihm, für einen jungen Spieler selbstverständlich, vor
allem an Erfahrung, was sich manchmal in leichten Schwächen im
Stellungsspiel oder der Übersicht äußert.
Das planen die Trainer
Zunächst wird Alexander ein Duo mit dem sehr erfahrenen Chris Luongo bilden.
Dabei soll er seine defensiven Stärken weiter ausbauen und das
Selbstvertrauen finden, sich noch mehr ins Spiel einzubringen. Auch soll er
die nötigen Erfahrungen sammeln, um in Drucksituationen besser zurecht zu
kommen. Allerdings wäre er, sollte ein weiterer Verteidiger verpflichtet
werden, der erste, der um seinen Stammplatz bangen müsste und würde dann
wohl zunächst überzähliger 7. Verteidiger, der mit limitierter Eiszeit
auskommen und sich vor allem im Training aufdrängen müsste. Zunächst ist er
weder für das Über- noch das Unterzahlspiel vorgesehen, wobei es allerdings
in erster Linie an ihm selbst liegt, sich durch gute und zuverlässige
Leistungen für diese wichtigen Spielsituationen zu empfehlen, ähnlich wie
dies beispielsweise ein Jonas Lanier im Meisterjahr tat.
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