Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Alexander Dück
Nummer: 72
geb. am: 22.04.1980
Nationalität: Deutsch
Grösse: 183 cm
Gewicht: 90 kg
Vorjahr: Schwenninger Wild Wings












Der „Lehrling“ in der Verteidigung des KEV heißt Alexander Dück. Der mit 23 Jahren noch sehr junge Verteidiger, der am 22.04.1980 in Karaganda in Kasachstan geboren wurde, aber über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügt, kam vom ehemaligen Ligakonkurrenten Schwenninger Wild Wings zum Meister. Nachdem er in jungen Jahren nach Deutschland kam begann er seine Karriere beim ERC Schwenningen in der Jugend. Hier gehörte der 185cm große und 83 kg schwere Defensivspezialist zu den talentiertesten Spielern und rückte folgerichtig als 17-Jähriger zur Saison 1997/98 in die zweite Mannschaft des SERC auf, die damals in der 2. Liga Süd, der heutigen Oberliga, spielte. Seine Leistungen in den 27 Partien dieses Jahres, in denen er auf 2 Tore, 5 Punkte und 12 Strafminuten kam, bewirkten zweierlei: Erstens konnte er sich damit für die Juniorennationalmannschaft qualifizieren und absolvierte bei der dazugehörigen Weltmeisterschaft im Jahr 1998 6 Spiele für Deutschland, in denen er mit einem Tor, 3 Punkten und 8 Strafminuten – vor allem jedoch aufgrund seiner Defensivstärke – zu den absoluten Stützen des Teams zählte.

Zweitens aber, und das war für ihn sicherlich noch wichtiger, spielte er sich in den Notizblock des damaligen Schwenninger Trainers Ron Ivany, der ihn in die erste Mannschaft beförderte. Somit kam er zu seinen ersten Profieinsätzen, 10 an der Zahl, und konnte dabei sogar mit einem Assist seinen ersten Punkt verbuchen. Den Rest der Saison sammelte er Spielpraxis bei den Junioren, um dann im folgenden Jahr, also der Saison 1999/2000 voll anzugreifen. Der neue Trainer Rich Chernomaz schenkte ihm das Vertrauen und er kam in einem Wild Wings-Team, das trotz großer Vorschußlorbeeren schwer enttäuschte und die Playoffs klar verpasste, zu 27 Einsätzen, in denen er zwar keine Punkte verbuchen konnte, aber durchaus gute Leistungen vor allem in der Defensive ablieferte. Seine +/- war mit -1 im Teamvergleich durchaus gut und er kam ohne jede Strafe aus. In der Abstiegsrunde kam er dann vermehrt zum Einsatz und verbuchte in 8 Spielen zwar eine +/- von -6, dafür aber seinen zweiten DEL-Assist, sowie 4 Strafminuten. Da er aber noch etwas Entwicklungszeit brauchte und man ihm keine volle Saison über 60 Spiele zutraute sammelte der junge Mann immer wieder Spielpraxis bei den Junioren. Seine Bilanz von 13 Toren und 16 Punkten aus 22 Spielen spricht bei einem so defensiv ausgelegten Spieler wie ihm für seine Überlegenheit in dieser Liga.

So ging er in sein drittes Profijahr und dieses sollte sein bislang bestes werden! In einer Mannschaft der jungen Wilden mit Spielern wie M. Goc, Greilinger oder auch seinem Neu-Mannschaftskollegen in Krefeld, Markus Janka spielte er eine starke Saison. Über die volle Distanz von 60 Spielen kam er zum Einsatz, verbuchte dabei zwei Tore, 9 Punkte und 36 Strafminuten bei -7. Seine Leistung brachte ihn sogar ins Blickfeld von Bundestrainer Zach, doch in den folgenden beiden Jahren und in einem immer schwächer werdenden Wings-Team, das Topspieler wie Goc, Augusta, Schlegel oder MacKay verlor, konnte auch er seine Leistung nicht halten. Zwei Tore und 4 Punkte aus den 119 Spielen der beiden letzten Jahre stehen für ihn zu Buche. Außerdem 53 Strafminuten und -23. Er musste einfach für einen jungen Spieler zu viel Verantwortung übernehmen und war dieser Situation – noch – nicht gewachsen. In Krefeld unterschrieb er nach dem Rückzug der Wings einen Jahresvertrag, den die Pinguine per Option um eine weitere Saison verlängern können.

Spielweise

Alex ist ein sehr schneller und guter Skater, der mit durchschnittlichen Fähigkeiten in Hinsicht auf Passspiel und Schuss ausgestattet ist. Er setzt allerdings die vorhandenen offensiven Talente nur selten ein, da er von der Ausrichtung ein sehr defensiv veranlagter Spieler ist, der bereit ist, für das Team sehr hart zu arbeiten und den persönlichen Erfolg hinter dem der Mannschaft anzustellen. Er ist ein Spieler, der seinen Körper im Spiel gut einsetzt und so die gegnerischen Stürmer vom eigenen Tor fernhält oder auch einmal durch einen durchaus guten Check aus dem Spiel nimmt. Er ist äußerst ehrgeizig und fällt sowohl auf als auch neben dem Eis durch sehr professionelle Einstellung auf. Außerdem ist er bereit, hart an sich zu arbeiten, um sich stetig zu verbessern. Für die ganz gehobenen Anforderungen der Liga fehlt es ihm, für einen jungen Spieler selbstverständlich, vor allem an Erfahrung, was sich manchmal in leichten Schwächen im Stellungsspiel oder der Übersicht äußert.

Das planen die Trainer

Zunächst wird Alexander ein Duo mit dem sehr erfahrenen Chris Luongo bilden. Dabei soll er seine defensiven Stärken weiter ausbauen und das Selbstvertrauen finden, sich noch mehr ins Spiel einzubringen. Auch soll er die nötigen Erfahrungen sammeln, um in Drucksituationen besser zurecht zu kommen. Allerdings wäre er, sollte ein weiterer Verteidiger verpflichtet werden, der erste, der um seinen Stammplatz bangen müsste und würde dann wohl zunächst überzähliger 7. Verteidiger, der mit limitierter Eiszeit auskommen und sich vor allem im Training aufdrängen müsste. Zunächst ist er weder für das Über- noch das Unterzahlspiel vorgesehen, wobei es allerdings in erster Linie an ihm selbst liegt, sich durch gute und zuverlässige Leistungen für diese wichtigen Spielsituationen zu empfehlen, ähnlich wie dies beispielsweise ein Jonas Lanier im Meisterjahr tat.

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