Unser Team der Saison
2003/2004


Name: Eric Bertrand
Nummer: 17
geb. am: 16.04.1975
Nationalität: Kanadisch
Grösse: 185 cm
Gewicht: 93 kg
Vorjahr:












Coach Butch Goring legt Wert auf ehrliche Arbeit auf dem Eis, kombiniert mit gutem Skating. Dieses Paket scheint er in Eric Bertrand gefunden zu haben. Der am 16.04.1975 in St. Ephrem, Quebec (Kanada) geborene Linksaußen begann seine Juniorenkarriere, wie es sich für einen Jungen aus Quebec eigentlich fast gehört, in der QMJHL, der Juniorenliga der französischen Provinz Kanadas. Dort spielte er drei Jahre, von 1992-95 bei den Granby Bisons. Dabei bewies er eigentlich nicht die Qualitäten eines großen Scorers und konnte in 180 Partien lediglich 91 Punkte (35 Tore) verbuchen. Doch er zeigte eine andere Qualität, die in der besten Liga der Welt, der NHL, gern gesehen ist: Er bewies, körperlich hart spielen zu können, was seine insgesamt 501 Strafminuten beweisen. Da er außerdem mit 185 cm Größe und 93 kg Gewicht durchaus Gardemaß aufweist gefiel dies den New Jersey Devils, die sich seine Rechte im 1994er Draft in Runde 8, an Position 247 sicherten. So begann er seine Profikarriere im Jahr 1995 beim Devils-Farmteam Albany. Hier bewies er sich weiterhin als „tough guy“ und konnte drei Jahre in Folge um die, bzw. teils deutlich über 200 Strafminuten verbuchen. Doch heimlich, still und leise verbesserte er auch sein technisches Spiel und wurde mehr und mehr zu einem guten Scorer. Bis 1998 konnte er seine Punktausbeute von 29 über 43 auf 49 steigern. Seinen Durchbruch feierte er dann in der Saison 98/99. Immer noch in Albany gab man ihm jetzt eine mehr auf spielerische Elemente ausgelegte Rolle. Seine Strafzeiten gingen folglich von 256 auf nur noch 160 Minuten zurück. Zugleich verbesserte er sich in allen offensiven Kategorien teils erdrutschartig. 34 Tore (gegenüber 20 im Vorjahr), 31 Assists (Vorjahr 29) und 65 Punkte in 78 Spielen bedeuteten für ihn die große Chance. Die Devils waren auf ihn aufmerksam geworden und so bekam er die Chance, sich auf NHL-Eis zu beweisen. Doch in 5 Spielen beim „großen Club“ konnte er nicht punkten und so gab man ihn ab. Dennoch sollte dies nicht seine letzte Chance gewesen sein. Über die Stationen Philadelphia Phantoms (AHL, 15 Spiele, 3 Tore, 6 Assists, 9 Punkte) und Milwaukee (IHL, 27/7/9/16) kam er zu den Atlanta Thrashers. Weitere 8 Einsätze konnte er hier in der besten Liga der Welt verbuchen, doch 4 Strafminuten waren das einzige zählbare Resultat. So ging sein Weg zur neuen Saison weiter und er lief noch einmal bei einem neuen Team in der NHL auf. Die Montreal Canadiens gaben ihm für 3 Spiele eine weitere Chance, doch wieder konnte er sich nicht zählbar in Szene setzen. Also spielte er den Großteil der Saison, 66 Partien, bei den Quebec Citadelles und konnte hier 21 Tore und 42 Punkte erzielen. Doch die Perspektive in der NHL schien gering und so ging er nach Europa. Bracknell in der britischen Superleague war seine erste Station. Hier absolvierte er 8 Spiele mit 7 Punkten, um sich danach den Kölner Haien anzuschließen. In 27 Spielen der regulären Saison kam er auf 11 Punkte (5 Tore). Nach einigen harten Aktionen zu Beginn, für die er Strafen bekam, stellte er sein Spiel schnell um und erwies sich als intelligenter Spieler. Nur 34 Strafminuten waren das Ergebnis und in den Playoffs war er mit seiner Präsenz ein integraler Bestandteil des Teams, das völlig überraschend – unter anderem zum Leidwesen des KEV – Meister wurde. Hans Zach aber setzte auf andere Spielertypen und so ging Eric zurück nach Nordamerika. In 67 Einsätzen bei den Hershey Bears wurde er Topscorer des Teams mit 19 Toren und 59 Punkten. Dabei bewies er, dass er auch die technischen Fertigkeiten hat, das Spiel aufzuziehen und machte damit Meistcoach Goring aufmerksam und so kam es, dass Eric für mindestens ein Jahr – er hat einen Jahresvertrag – die frankokanadische Fraktion der Pinguine um Beaucage und Guillet verstärkt.

Spielweise

Eric ist ein dominanter Skater, der durch seine Schnelligkeit sowohl Lücken in der Offensive reißen, als auch solche in der Defensive stopfen kann. Er ist ein absoluter Kämpfer, der sich in jeder Hinsicht in den Dienst des Teams stellt und alle ihm zugedachten Aufgaben erfüllt. Hinzu kommt, dass er seinen sehr kräftigen Körper gerne und sehr gut einsetzt und damit für viel Respekt bei den Gegnern sorgt. Vom Typ her ist ein sogenannter „Power Forward“, das bedeutet, dass er nicht unbedingt das technische Spiel eines Terry Yake oder Marc Beaucage pflegt, sondern durch seine starke Physis und sein gutes Skating immer da ist, wo es weh tut. Er positioniert sich gerne vor dem Tor, um hier auf Abpraller zu warten, Schüsse abzufälschen oder einfach dem Torwart die Sicht zu nehmen. Auch an den Banden ist er zu arbeiten bereit und geht insgesamt keinem Zweikampf aus dem Weg. Er ist ein absoluter Teamspieler, der sich gerne und willig in den Dienst seiner Mitspieler stellt und sich selbst nicht herausstellt. Obwohl er durchaus in der Lage ist, dazwischen zu hauen und sich auch für Schlägereien und dergleichen keineswegs zu schade ist weiß er sehr gut, wie weit er gehen darf. Er spielt intelligent und bekommt dadurch erstaunlich wenige Strafen. Defensiv ist er sehr solide und durchaus in der Lage, offensivere Mitspieler abzusichern.

Das planen die Trainer

Für Eric läuft alles ganz klar auf die „French Connection“ mit Marc Beaucage und Rob Guillet hinaus, wenn auch letzterer erst hinzustoßen wird, wenn Chris Herperger wieder zurück ist. Bis dahin wird der dritte Mann der Reihe der junge Adrian Grygiel sein. Eric wird in der Frankokanadischen Reihe in erster Linie für die Arbeit zuständig sein und die Lücken für seine Mitstreiter reißen, sowie seine läuferische Klasse dafür nutzen, Zeitig genug in der Defensive zu sein, um hier mögliche Lücken zu füllen. Dabei soll er aber auch durch seine wuchtige Art vor das Tor ziehen und selber den Erfolg suchen. Im Überzahlspiel ist er fest eingeplant und wird vermutlich auch in Unterzahl Eiszeit bekommen.


[zurück]