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Name:
Marc Beaucage
Nummer: 16
geb. am: 14.02.1973
Nationalität: Kanadisch
Grösse: 180 cm
Gewicht: 82 kg
Vorjahr: DEG Metro Stars
Center Marc Beaucage bildet einen Eckpfeiler der KEV-Offensive der Saison
2003/04. Am 14.02.1973 wurde der 180 cm große und 82 kg schwere
Offensivspezialist in Trois Rivières, Quebec (Kanada) geboren. Bei den Laval
Titans in der QMJHL spielte er von 1990-94 eine sehr erfolgreiche
Juniorenkarriere. In insgesamt 247 Partien in diesen 4 Jahren kam er auf 105
Tore und 252 Punkte. Trotz dieser durchaus guten Werte wurde er nie
gedraftet und spielte so zunächst noch ein Jahr in der Collegeliga CIAU, wo
er auf deutlich über 2 Punkte pro Spiel kam und sein Studium beendete. Im
Sommer 97 wagte er schon in jungen Jahren den großen Schritt nach Europa und
spielte die Saison 97/98 in Italien. Hier absolvierte er für Courmaosta 45
Matches. Dabei kam er auf 39 Tore und 76 Punkte, was immerhin fast 2 Punkte
pro Spiel bedeutete! Mit diesem Selbstvertrauen ausgestattet kehrte er nach
Nordamerika zurück und versuchte, sich über die AHL in die NHL zu spielen.
Für Fredericton und Quebec kam er auf 207 Spiele in 3 Jahren. Insgesamt
konnte er sich aber, nach einer guten Rookie-Saison mit 51 Punkten,
letztlich nicht durchsetzen. 63 Tore schoss er in dieser Zeit und erreichte
116 Punkte. An diesem Punkt sah er keine Chance mehr auf die NHL und spielte
sogar kurzzeitig mit dem Gedanken, seine Karriere zu beenden und in seinem
erlernten Beruf als Lehrer aktiv zu werden. Doch dann stellten die
ehemaligen Augsburger Panther Pierre Rioux und Sam Groleau den Kontakt
zwischen ihm und der Führung ihres Clubs her. Die Panther bemühten sich um
Marc und dieser überlegte nicht lange und probierte es noch einmal in der
alten Welt. Diese Entscheidung stellte sich als goldrichtig heraus, denn er
fand hier seinen kongenialen Partner Rob Guillet. Zusammen mit dem jetzigen
Kölner Andreas Morczinietz wirbelten die beiden die Liga durcheinander. Marc
übernahm dabei den Part des Spielmachers und erreichte in 60 Spielen 52
Punke. 35 Assists gingen mit 17 Toren einher und Marc konnte eine starke +/-
von +13 erreichen. Seine Bullyquote war mit 53% durchaus gut und auch sonst
übernahm er eine Führungsrolle im Team. Die „schrecklichen Zwillinge“
Beaucage und Guillet führten den Außenseiter Augsburg in die Playoffs und in
diesen 3 Spielen kam Beaucage auf 2 Assits. Diese starken Leistungen sorgten
dafür, dass die halbe Liga hinter ihm her war und das Rennen machten die DEG
Metrostars. Diese gaben ihm einen Zwei-Jahresvertrag und Marc zahlte das
entgegengebrachte Vertrauen zunächst mit Leistung zurück. Lange Zeit war er
nicht nur bester Torjäger, sondern auch bester Scorer des Teams, doch mit
der Zeit wurde sein Verhältnis zu Trainer Komma immer schlechter. Die von
diesem bevorzugte defensive Spielweise lag Marc nicht und der Streit
eskalierte so weit, dass Komma seinen Topstürmer in den Playoffs weitgehend
auf der Bank versauern ließ und ihm die Freigabe erteilte. Dennoch wurde
Marc letztlich zweitbester DEG-Scorer mit 34 Punkten und war sogar bester
Torjäger mit 21 Einschüssen. Damit bewies er dass er sowohl die Rolle des
Vorbereiters – wie in Augsburg – als auch die des Goalgetters erfüllen kann.
Außerdem kam er wiederum auf eine hervorragende +/- von +10 (Platz 4
Teamintern) und bestätigte damit auch hier den guten Wert aus Augsburg. Auch
erwies er sich mit 56% nicht nur als guter, sondern hervorragender
Bullyspieler. Die Hoffnung, unter Butch Goring wieder mehr Spaß am Eishockey
zu bekommen und erneut mit Rob Guillet die Liga aufzumischen gab für ihn den
Ausschlag, einen Jahresvertrag plus Pinguin-Option auf eine weitere Saison
beim Meister zu unterschreiben.
Spielweise
Marc ist ein unheimlich talentierter Spieler, der technisch alles mitbringt,
was man als Topspieler der DEL braucht. Er ist ein guter Skater, verfügt
über ein dominantes Stickhandling, ein überdurchschnittliches Passspiel und
einen hervorragenden Abschluss. Auch hat er das Gespür für die Situation,
das man einfach nicht lernen kann. Er versteht es, instinktiv seine Chancen
in der Offensive zu sehen und diese dann auch zu nutzen. Dabei bleibt es
aber nicht bei der Intuition alleine, sondern er verfügt zusätzlich über
enorm viel Übersicht, so dass er es versteht, seine Mitspieler in Szene zu
setzen. Die Frage, ob er ein Spielmacher oder ein Torjäger ist lässt sich
bei ihm nicht eindeutig beantworten. Eigentlich vereint er beides auf sich,
denn er kann das Spiel aufziehen und seine Mitspieler in Szene setzen, aber
auch selber den Abschluss suchen, wo er brandgefährlich ist. Anschaulich
illustriert wird dies dadurch, dass er vor zwei Jahren bester Augsburger
Vorlagengeber, im letzten Jahr bester Düsseldorfer Torjäger war. Er ist
stark am Bully und gehört in dieser Kategorie seit zwei Jahren zur Elite der
Liga. Insgesamt ist er ein eher offensiv ausgerichteter Spieler, der das
defensive Spiel weniger liebt. Dennoch ist er dazu bereit und in der Lage
und bringt auch in dieser Hinsicht gute, wenn auch vielleicht keine
überragenden, Leistungen.
Das planen die Trainer
Marc wird zu Saisonbeginn mit Eric Bertrand stürmen und an ihrer Seite wird
wohl Adrian Grygiel eine Bewährungschance in der Scoring line bekommen. Doch
wenn Chris Herperger seine Verletzung auskuriert hat und an seine
angestammte Position an der Seite von Terry Yake zurückkehrt, dann wird nach
den Plänen der Coaches die „French Connection“ geboren. Dann wird Marc mit
Rob Guillet wiedervereint und im Trio mit Eric Bertrand die Liga
durcheinander wirbeln wie die zwei dies einst in Augsburg als „schreckliche
Zwillinge“ taten. Dabei wird Marc zwar nicht ganz von defensiven Aufgaben
entbunden, soll sich aber dennoch primär um offensive Akzente bemühen. In
Überzahl ist er absolut gesetzt und wird in diesen Situationen extrem viel
Eiszeit bekommen. In Unterzahl aber wird man ihm Pausen gönnen, da es im
Team genug Defensivstrategen gibt, die diese Rolle noch besser als er
beherrschen.
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