Spielberichte
 2006

 

Samstag, 11.03.2006

Wir sind Play Off
Wer hätte das gedacht? Mit einem überzeugenden 4:2-Sieg (1:1/1:0/2:1) über die Ingolstädter Panther sicherten sich die Krefeld Pinguine den achten Tabellenplatz und damit die Teilnahme an den Play-offs.

Das Spiel kann schnell abgehandelt werden, denn es dominierte nachher das Geschehen abseits des Eises. Von der ersten Sekunde an präsentierten sich die Pinguine als „Wir-sind-Play-offs“-Team. Schon in der ersten Spielminute waren drei Hochkaräter für die Pinguine zu verbuchen. Erster Jubel aber erst in der zehnten Spielminute, als Kapitän Chris Herperger in Unterzahl das 1:0 markierte. Nur 58 Sekunden später nutzten die Gastgeber allerdings ihr Überzahlspiel und kamen durch Jakub Ficenec zum 1:1-Ausgleich. So dann auch der erste Pausenstand.

Im zweiten Durchgang dauerte es knapp neun Minuten, bis die Statistiker in der Spalte „Tore“ wieder einen Eintrag vornehmen durften. Pinguine-Stürmer Ivo Jan verwandelte die Vorlagen von Richard Pavlikovsky und Dave Tomlinson zur Krefelder 2:1-Führung. Das war’s dann auch schon im zweiten Drittel. Im Schlußabschnitt drehten die Schwarz-Gelben aber dann so richtig auf. In der 52. Spielminute verwandelte Rob Guillet nach Vorlagen von Andy Hedlund und Chris Herperger ein Überzahlspiel zum 3:1. Und keine 90 Sekunden später war es wieder der Kapitän selbst, der die Vorentscheidung herbeiführte. Wieder in Unterzahl markierte Chris Herperger das 4:1. Das 2:4 in der 56. Minute durch Ingolstadts Cameron Mann war nur noch Ergebniskorrektur.

Mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme, selbst ein abgebrühter Profi wie Robert Müller freute sich ein Loch in den Bauch und feierte ausgelassen mit seinen Mitspielern den Einzug in die Play-offs. Während in Krefeld die Fans am Radio ihre eigenen Play-off-Feiern starteten, zauberten in Ingolstadt die mitgereisten Fans und das Team echtes Eishockey-Feeling in die Saturn-Arena. Die Mannschaft bedankte sich ehrlich und überschwänglich bei ihren Fans., und Robert Müller ließ später wissen, dass man nun größere Ziele vor Augen hat.
Ein Highlight für die Pinguine-Fans war aber schon vor Spielbeginn die Begrüßung durch die Ingolstädter Gastgeber. Diese bedankten sich in feinster Eishockeymanier für den Empfang in Krefeld im Januar. Bei der Aufstellung durften die schwarz-gelben Anhänger ihr Team nach „Heimspiel-Art“ begrüßen, und auch sonst feierten Ingolstädter und Krefelder ein schönes Eishockeyfest, bei dem sich die Pinguine-Anhänger als gern gesehene Gäste fühlen durften. Nach der Partie folgte sogar noch eine After-Game-Party im Umlauf der Arena. Aus Krefelder Sicht ein mehr als gelungener Abend und allgemein ein blendendes Beispiel für die Zunft der Eishockeyfans. Daher ein dickes Lob in Richtung Ingolstadt!

Für die Krefeld Pinguine steht am kommenden Sonntag noch das letzte Rundenspiel gegen die Füchse aus Duisburg an. Zwar ist die Play-off-Teilnahme mittlerweile gesichert, da aber nun das Play-off-Fieber in Krefeld grassiert, dürfte es eine stimmungsreiche Partie im KönigPalast werden (Spielbeginn ist 14.30 Uhr).

Info: Dauerkartenbesitzer können sich nach dem Sonntagspiel an den Kassen des KönigPalast ihre Play-off-Karten sichern. Die Dauerkarte muß vorgelegt werden. Am Montag können dann Play-off-Karten in der Geschäftsstelle der Krefeld Pinguine, im Megastore und an den Kassen des KönigPalast erworben werden. Auswärtige Interessenten können sich über das bundesweite Ticketsystem bedienen.

Quelle: KEV.de

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 2006

 

Freitag, 10.03.2006

Wir sind Play Off

Sie haben es geschafft! Die Krefeld Pinguine haben - entgegen aller vor und während der Saison geäußerten „Expertenmeinungen“ - nach zwei Jahren Durststrecke wieder die Play-offs in der DEL erreicht. Durch einen sensationellen und hoch verdienten 4:2-Sieg bei den Ingolstädter Panthern sicherte sich die Mannschaft von Trainer Teal Fowler bereits am Freitag Abend den Einzug unter die Top acht der Hauptrunde.

ImageGegner im Viertelfinale sind die Eisbären aus Berlin, die einen Spieltag vor Schluss nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen sind. In einem von den Pinguinen dominierten Match an der Donau war es wieder einmal der Kapitän höchstpersönlich, der mit zwei Treffern in Unterzahl (!) zum Matchwinner avancierte. Richard Pavlikovsky (zum 1:2) und Rob Guillet (zum 1:3) erzielten die weiteren Treffer für die Schwarz-Gelben, die aufgrund zahlreicher guter Chancen sogar noch höher hätten gewinnen können. Die erste Play-off-Partie findet nun am kommenden Mittwoch im Berliner Wellblechpalast statt (19.30 Uhr). Ihren ersten Play-off-Auftritt vor heimischem Publikum haben die Pinguine dann am kommenden Freitag im KönigPALAST. Für die Play-offs gilt: Dauerkarten-Besitzer haben Vorkaufsrecht auf ihre angestammten Plätze. Bereits unmittelbar nach dem Match gegen Duisburg am Sonntag können Saisonticketinhaber die Karten für die ersten beiden Viertelfinal-Begegnungen gegen Vorlage ihrer Dauerkarte an den Kassen des KönigPALAST erwerben. Dauerkarten-Besitzer, die am Sonntag keine Gelegenheit haben, ihre Play-off-Tickets zu erwerben, können diese in der kommenden Woche zu den üblichen Geschäftszeiten kaufen. Der Vorverkauf der Einzelkarten beginnt am Montag, 13. März, in der Zeit von 10 – 18.30 Uhr. Hierfür werden die Geschäftsstelle der Krefeld Pinguine, der „Mega Store“ und die Kasse 4 des KönigPALAST geöffnet sein. Die Termine (Viertelfinale): 15., 17. (Heimspiel), 19., 21. (Heimspiel), 23./24., 26. (Heimspiel) und 28. März 2006.

Quelle: Krefeld-Pinguine.de

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 2006

Donnerstag, 09.03.2006

Pinguine heiß auf den Endspurt!

Die Krefeld Pinguine sind heiß auf den Hauptrunden-Endspurt in der DEL. Am Freitag Abend gastiert die Mannschaft von Trainer Teal Fowler in Ingolstadt, am Sonntag gastieren die Duisburger Füchse im KönigPALAST. Fowler will sich gar nicht erst auf Rechenspiele einlassen. „Wir wollen bei den Panthern gewinnen“, benennt der Coach die Zielsetzung. Bereits am Donnerstag reist das Team nach Ingolstadt, um sich optimal auf das Duell beim Tabellenzweiten vorbereiten zu können. Nicht mit dabei sind Daniel Kunce und Daniel Pietta. Kunce laboriert nach wie vor an den Folgen einer Schulterverletzung, Pietta muss mit einer schweren Grippe das Bett hüten. „Wir müssen schauen, ob sie vielleicht am Sonntag einsetzbar sind. Aber wir werden kein Risiko eingehen“, meinte Fowler, der zumindest wieder auf den zuletzt gesperrten Dave Tomlinson zurück greifen kann. Aller Voraussicht nach benötigen die Krefeld Pinguine noch drei Punkte aus den letzten beiden Spielen, um für die Play-offs qualifiziert zu sein. „Selbst beim Einkaufen und beim Bäcker wünschen mir die Leute Glück, das ist der helle Wahnsinn“, freute sich Fowler über die aufmunternden Worte der Krefelder Anhänger in den letzten Tagen. Offenbar dürfte der KönigPALAST am Sonntag gegen Duisburg gut gefüllt sein, nach bisherigem Stand lief der Vorverkauf gut. In einigen Kategorien sind nur noch wenige Karten zu haben.

Quelle: Krefeld-Pinguine.de

 

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 2004

 

Krefeld Pinguine - Grissly Adams Wolfsburg
Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge haben die Kr
efeld Pinguine am Dienstag Abend wieder in die Erfolgsspur zurück gefunden. Vor knapp 3.900 Zuschauern im KönigPalast besiegt die Mannschaft von Trainer Bob Leslie die Grizzly Adams aus Wolfsburg mit 4:2. Die Tore für die Schwarz-Gelben erzielten Justin Kurtz, Paul Dyck, Adrian Grygiel und Scott King. Durch die gleichzeitige Niederlage der Augsburger Panther rangieren die Krefelder nun wieder auf einem Play-off-Platz. Am kommenden Freitag (19.30 Uhr) erwarten die Pinguine den Tabellenletzten Hannover Scorpions im KönigPalast.
 

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 2004

 
Kölner Haie - Krefeld Pinguine
Der Jahreswechsel hat den Krefeld Pinguinen bisher noch kein Glück gebracht. Am Sonntag unterlagen die Schwarz-Gelben vor 13.290 Zuschauern in der KölnArena den gastgebenden Haien mit 1:3. Lediglich Rob Guillet traf für die Gäste aus der Seidenstadt. Schon am Dienstag geht es für die Pinguine mit einem Heimspiel weiter. Um 19.30 Uhr gastieren die Grizzly Adams Wolfsburg im KönigPalast.
 

1. Drittel:

Das erste Spiel der Krefeld Pinguine im Jahre 2005 am Sonntagabend bei den Kölner Haien begann denkbar schlecht. Nach nur 42 Sekunden musste Krefelds Schlussmann Robert Müller zum ersten Mal hinter sich greifen. Dave McLlwain hatte sich die Scheibe hinter dem Krefelder Tor geangelt, sein Pass vor das Gehäuse landete direkt auf dem Schläger von Jean-Yves Roy, der nur noch zum 1:0 für die Haie einschieben musste. Wer dachte, dass sich die Pinguine dadurch aus dem Konzept bringen lassen würde, hatte sich getäuscht. Denn die Gäste spielten mit den munter stürmenden Hausherren gut mit. Es entwickelte sich mit zunehmender Zeit ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams durchaus passable Chancen zu verzeichnen hatten. Allerdings hatten die Haie die klareren Möglichkeiten, weil sie alleine bis zur 16. Minute fünf mal in Überzahl ran durften, davon sogar zweifach mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Müller und seine Vorderleute mussten Schwerstarbeit verrichten und taten dies auch bravourös. Den Haien sollte kein weiterer Treffer vor der ersten Pause mehr gelingen. Sie hatten sogar Glück, dass Scott King einen Schlenzer eine Minute vor dem Wechsel nur knapp neben das Tor semmelte. Für die ohne den nach wie vor gesperrten Verteidiger Shayne Wright angetretenen Pinguine ist hier noch alles drin….

2. Drittel:

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnittes feierten auch die Pinguine ihre Power-play-Premiere im neuen Jahr. Und gleichzeitig auch den ersten Treffer in 2005. Tom Preissing hatte von der Blauen Linie abgezogen, KEC-Keeper Chris Rogles ließ den Puck nach vorne abprallen, Rob Guillet schaltete am schnellsten und beförderte das Spielgerät anschließend über die Linie (23.). Was den ganz in schwarz gekleideten Gästen natürlich Auftrieb geben sollte. Allerdings blieb eine weitere Überzahlsituation der Krefelder ungenutzt. Gefährlich kamen die Haie in der 29. Minute vor das Tor von Robert Müller. Zwei Kölner hatten nur noch Guy Lehoux und Müller vor sich, doch der Krefelder Keeper konnte den Schlenzer des Haie-Verteidigers John Coleman gerade so eben noch parieren. Auch ein weiteres Power-play der Haie brachte wenig Gefahr für die Krefelder, die selber ab der 14. Minute für zwei Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis standen. Doch auch hier blieb der Erfolg aus, weil Rob Guillets Schlagschuss aus vier Metern nur hauchdünn am rechten Pfosten vorbeizog (36.). Eine ähnlich gute Chance vergab auf der anderen Seite Eduard Lewandowski nach einem Konter der Haie, die im zweiten Drittel auf jeden Fall große Probleme mit den immer agiler agierenden Pinguinen hatten. Insgesamt kann man sagen, dass die Krefelder bisher durchaus zu gefallen wissen. Viele Chancen der Haie lassen sie nicht zu, selber wirken die Angriffe der Schwarz-Gelben zu jeder Zeit gefährlich. Zwingende Möglichkeiten auf beiden Seiten blieben im zweiten Drittel allerdings Mangelware.

3. Drittel:

Vor 13.290 Zuschauern in der KölnArena, darunter knapp 1.200 aus der Seidenstadt, machten die Pinguine auch im Schlussdrittel zunächst das Spiel. Unterbrochen wurden die Offensivbemühungen der Krefelder jedoch durch eine Strafzeit gegen Steve Brulé nach gut drei gespielten Minuten. Eigentlich strahlten die Haie bei ihrer Überzahl kaum Gefahr aus, doch in der 45. Minute war Müller zum zweiten Mal geschlagen. Die Scheibe gelangte zu Stéphane Julien, der einen beherzten Schlagschuss aus nur drei Metern Entfernung in den rechten oberen Winkel setzte. Müller hatte keine Chance bei diesem Gegentreffer. Frustrierend war an diesem Rückstand vor allen Dingen, dass es eigentlich die Pinguine hätten sein müssen, die die Überzahlsituation bekommen hätten müssen. Nur wenige Sekunden vor Brulés Strafzeit hatte ein Kölner den Puck über die Banden befördert, doch der Schiedsrichter hatte wohl gesehen, dass ein Pinguin-Spieler den Puck noch abgefälscht hatte. Die Vorentscheidung fiel in der 50. Minute. Gerade einmal sechs Sekunden agierten die Haie in Überzahl (Preissing saß nach Foul gegen Boos draußen), da gelang Mirko Lüdemann das 3:1. Sein Schuss saß ebenfalls wie der von Julien rechts oben im Giebel. Ohne dem Schiedsrichter die Schuld an den Gegentoren geben zu wollen, aber Herr Roland Aumüller pfeift nicht gerade gegen die Haie, um es mal vorsichtig zu formulieren. Es fällt ein wenig auf, dass von den Pinguinen begangene Fouls eher geahndet werden als die der Haie. Eine gute Möglichkeit, noch mal zum Anschluss zu kommen, hatte Guy Lehoux in der 55. Minute. Doch Chris Rogles blieb nach einem Gestochere am kurzen Pfosten Sieger. Es blieb daher bei dem Resultat, das einmal mehr vermeidbar gewesen wäre, da man sich mindestens als ebenbürtig präsentierte.

 

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 2004

 

Krefeld Pinguine - Frankfurt Lions
Die Negativserie der Krefeld Pinguine hält an. Am Donnerstag Abend unterlag die Mannschaft von Trainer Bob Leslie den Frankfurt Lions mit 3:4. Vor knapp 5.500 Zuschauern im KönigPalast reichten zwei Treffer durch Scott King sowie Rob Guillet nicht aus, um den amtierenden Deutschen Meister zu bezwingen. Zum ersten Spiel im neuen Jahr treten die Pinguine am Sonntag bei den Kölner Haien an (18.30 Uhr). Die zuletzt gesperrten Stürmer Alexander Selivanov und Chris Herperger sind dann wieder mit von der Partie. Am kommenden Montag wird der DEL-Disziplinarausschuss über das Strafmaß für den ebenfalls gesperrten Verteidiger Shayne Wright (Matchstrafe in Augsburg) entscheiden. Die Pinguine rechnen mit einer milden Strafe, so dass Wright am 4. Januar im Heimspiel gegen Wolfsburg wieder im Kader steht.

 

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 2004

 
Augsburger Panther - Krefeld Pinguine
Ein ganz bitterer Abend für die Krefeld Pinguine. Am Dienstagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Bob Leslie vor 3.732 Zuschauern bei den Augsburger Panthern mit 0:4. Die dritte Niederlage in Folge forderte zudem ihre „Opfer“, da ausgerechnet die Krefelder Topscorer Alexander Selivanov und Chris Herperger nach ihren Spieldauer-Disziplinarstrafen, sowie Verteidiger Shayne Wright nach einer Matchstrafe am Donnerstag im Heimspiel gegen Frankfurt gesperrt sind. Sollten Ivo Jan und Rainer Köttstorfer wie bisher ebenfalls weiter ausfallen, müssen die Pinguine am Donnerstag sogar auf einen kompletten Block verzichten.

Spielbericht:

1. Drittel: Im erwartungsgemäß bitter kalten Curt-Frenzel-Stadion zu Augsburg spielten die Pinguine von Beginn an recht forsch auf. Bereits nach 12 Sekunden prüfte Scott King AEV-Keeper Jean-Francois Labbé mit einem beherzten Handgelenkschuss. Auf der anderen Seite wurde es noch gefährlicher. Manuel Kofler wurde mit einem Pass perfekt in Szene gesetzt und lief alleine auf Robert Müller zu. Doch der Krefelder Nationalkeeper blieb Sieger. So auch in der 4. Minute gegen den Rückhandschlenzer von Augsburgs Stürmer Francois Fortier. In einer Power-play-Situation für die Hausherren bekam Fortier das Spielgerät am langen Pfosten aufgelegt, doch Müller parierte glänzend. Den Torschrei hatte das Augsburger Publikum kurz danach auf den Lippen. Rick Girard kurvte durch die Krefelder Verteidigungszone, wurde aber nicht angegriffen, so dass der Angreifer plötzlich ganz alleine vor Müller aufkreuzte. Mit einem super Reflex fischte Müller die Scheibe noch so gerade aus dem Winkel. Doch auch die Pinguine hätten im Gegenzug in Führung gehen müssen. Rob Guillet drang quer in die Augsburger Zone ein, doch Labbé meisterte den Schussversuch des Franko-Kanadiers ebenfalls stark (7.). Die Partie verflachte danach ein wenig, das Spiel fand mehr oder minder in der neutralen Zone statt. Nach dem dann Steve Brulé aus kürzester Distanz knapp an Labbé scheiterte, wurde es auch wieder vor Müller gefährlich. Björn Barta feuerte innerhalb von wenigen Sekunden zwei beherzte Schlagschüsse ab, doch der Krefelder Keeper parierte abermals großartig (16.). 1:01 Minuten vor Schluss des Auftaktdrittels war der Rosenheimer allerdings machtlos. Hinter dem eigenen Tor agierten die Pinguine zu nachlässig, Francois Methot passte den Puck einfach mal vor den Pinguin-Kasten und dort stand Francois Fortier genau richtig, um die Scheibe in den rechten oberen Winkel zu setzen. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Noch ist hier alles drin, da der AEV trotz seiner Führung nicht gerade überzeugen kann. Jedoch muss von den Gästen auch einiges mehr kommen. Warten wir es ab.

2. Drittel: Der zweite Abschnitt war gerade einmal acht Sekunden alt, da durften die Pinguine erstmals komplette zwei Minuten in Überzahl ran. Fast über die gesamte Dauer mit einem Mann mehr auf dem Eis belagerten die ganz in schwarz gekleideten Krefelder den Augsburger Kasten. Doch Tom Preissings Knaller von der Blauen Linie konnte Labbé ebenso parieren wie den abgefälschten Schuss von Chris Herperger und Steve Brulés Kurzdistanzschlenzer (21., 22.). Die Pinguine wurden nun mutiger, was ihre Offensivbemühungen anbelangte, der AEV dagegen wirkte in den ersten Minuten des zweiten Drittels ein wenig konfus. Was die Pinguine trotz einiger schön vorgetragenen Angriffe allerdings nicht für sich zu nutzen wussten. Wie so oft, sollte sich das rächen. Nach dem auch Alexander Selivanov an Labbé gescheitert war, setzte Manuel Kofler einen Konter an Müller zum 2:0 vorbei ins Netz (29). Es kam noch schlimmer für die Pinguine. Bei eigener Überzahl und nur 1:05 Minuten nach dem 2:0 musste Müller zum dritten Mal hinter sich greifen. Shawn Carter hieß diesmal der Torschütze (29.). Bitter allemal, da Krefeld zuvor ein wahres Schussfeuerwerk auf Labbé abgefeuert hatte und Steffen Ziesche nur hauchdünn am Pfosten gescheitert war. Auch im darauf folgenden Power-play der Schwarz-Gelben rückte Labbé immer wieder in den Mittelpunkt. Was die Mannschaft von Trainer Bob Leslie auch versuchte – immer wieder stand entweder Labbé wie ein Fels in der Brandung, oder aber die Pinguine zielten aus besten Positionen am Tor vorbei. Auf der anderen Seite hätte der gerade von der Strafbank zurück gekehrte Steve Bancroft fast das 0:4 aus Sicht der Krefelder erzielt, doch der Kanadier schob die Scheibe am leeren Tor sowie dem bereits geschlagenen Müller vorbei. Dass sich die Gäste hier im zweiten Abschnitt ein optisches Übergewicht erspielten, mag kein Trost sein. Wie schon gegen Köln im letzten Heimspiel war vor dem gegnerischen Kasten einfach der Wurm drin. Das mussten kurz vor dem Ende auch Rob Guillet (37.) und Tom Preissing (38.) erfahren, die mit ihren „Hochkarätern“ ebenfalls an Labbé scheiterten. Eine Sekunde vor dem Ende des Drittels – bei angezeigter Strafe für den AEV (Arendt) - ging es noch hoch her. Selivanov geriet mit Ronny Arendt aneinander. Beide rauften, was das Zeug hielt. Auch die restlichen Akteure auf dem Eis „tauchten ihre Meinungen aus“. Schiri Heiko Dahle schickte danach zur Verwunderung beider Teams sowohl Steve Bancroft und Ronny Arendt auf Augsburger Seite sowie bei den Pinguinen Chris Herperger und Alexander Selivanov mit 5 + Spieldauer unter die Dusche. Hier sind sich alle einig: Vier völlig überzogene Strafen für beide Mannschaften. Damit fehlen „Seli“ und „Herp“ definitiv am Donnerstag gegen Frankfurt. Wahrscheinlich kann den Krefeldern im Schlussdrittel nur noch ein schneller Treffer helfen, wenn sie hier noch was holen wollen. Doch ohne die beiden Stürmer dürfte das schwer werden….

3. Drittel: Nach dem Herperger und Selivanov nach ihren Spieldauerstrafen bekanntlich in der Kabine bleiben mussten, formierte Leslie die erste Reihe neu. Neben Steve Brulé gesellten sich Scott King und Rob Guillet. Das allerdings nutzte nicht viel. Denn als die Krefelder wieder in Unterzahl gerieten, traf Rick Girard zum 4:0 für den AEV. Girard drückte die Scheibe nach einem Schuss von der Blauen Linie mit aller Kraft über die Linie, die Störversuche der Krefelder Abwehr blieben erfolglos (45.). Genauso wie die beiden folgenden Überzahlsituationen der Gäste. Das weitere Bemühen war den Pinguinen zwar nicht abzusprechen, doch nach dem Ausscheiden ihrer beiden Angreifer wirkten die Angriffsbemühungen eher mäßig. In der 53. Minute gab es eine erneute Keilerei. Shayne Wright und der Ex-Krefelder Rob Busch ließen die Fäuste fliegen und konnten Sekunden lang von den Linesmen nicht getrennt werden. Immer wieder landeten die Kontrahenten jeweils mächtige Treffer beim Gegenüber. Wright und Busch mussten logischerweise ebenfalls unter die Dusche. Wobei Bush „nur“ eine Spieldauer aufgebrummt bekam, Wright allerdings eine Matchstrafe kassierte, weil er sich offenbar mit dem von Bush entrissenen Helm zur Wehr gesetzt hatte. Die Nummer 51 der Pinguine fehlt nun mindestens zwei Spiele. Wie lange genau, darüber wird der DEL-Disziplinarausschuss in den kommenden Tagen entscheiden. Eishockey wurde nach den vielen Unterbrechungen zwar noch gespielt, doch auf beiden Seiten passierte im Anschluss nicht mehr viel. Unter dem Strich bleibt festzuhalten: Wieder einmal präsentierten sich die Krefelder zwar agil und optisch überlegen, doch die Torausbeute war mangelhaft. Mindestens drei Treffer hätten die Krefelder erzielen können bzw. müssen….Doch daraus wurde leider nichts.

 

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 2004

 

Krefeld Pinguine - Kölner Haie
Die Krefeld Pinguine beenden das Jahr 2004 ohne einen Sieg gegen die Kölner Haie. Im dritten Vergleich der beiden Teams setzte es am Sonntag Abend vor der Rekordkulisse von 8.188 Zuschauern (ausverkauft) im KönigPalast eine 2:4-Niederlage. Trotz zahlreicher Chancen für das Team von Trainer Bob Leslie trafen nur Chris Herperger und Alexander Selivanov auf Seiten der Schwarz-Gelben. Am Dienstag geht es für die Krefelder nach Augsburg. Zwei Tage später gastieren die Frankfurt Lions zum letzten Spiel des Jahres im KönigPalast.

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 2004

 

DEG Metro Stars - Krefeld Pinguine
 

Mit der Revanche für die 1:7-Schlappe in der Rheinlandhalle wurde es nichts. Am Donnerstag Abend verloren die Krefeld Pinguine bei den DEG Metro Stars mit 1:3. Trotz einer guten Leistung - besonders im ersten Drittel - schafften es die Pinguine nicht, mehr als einen Treffer gegen die Düsseldorfer zu erzielen. Lediglich Steve Brulé war esim Schlussdrittel vorbehalten, den zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss zu markieren. Am 2. Weihnachtstag geht es für die Schwarz-Gelben direkt ins nächste Derby. Dann sind die Köner Haie im KönigPalast zu Gast. Bis dahin wünschen wir allen Fans ein frohes Weihnachtsfest....!!

Spielbericht:

1. Drittel: Ohne den an einer Gehirnerschütterung laborierenden Stürmer Ivo Jan mussten die Krefeld Pinguine am Donnerstag Abend bei den DEG Metro Stars antreten. Auch die Düsseldorfer mussten auf vier Stammkräfte verzichten. Was man gleich zu Beginn der Partie merkte, denn die Pinguine ergriffen die Initiative. Steve Brulé, Chris Herperger (1.) sowie Rob Guillet (2.) gaben die ersten Warnschüsse in Richtung DEG-Kasten ab, wo diesmal Alexander Jung für den kranken Andrej Trefilov das Tor hütete. Auf der anderen Seite rettete Robert Müller vor dem einschussbereiten Daniel Kreutzer (3.) und Matt Herr (5.). Im Gegenzug verpasste erst Guillet und danach Rainer Köttstorfer in nur wenigen Sekunden den Führungstreffer. Der hätte spätestens nach einem wunderschönen Solo von Alexander Selivanov fallen müssen. Der Russe setzte sich gegen drei Düsseldorfer durch, tauchte frei vor Jung auf, doch Selivanovs Rückhandschlenzer war zu unplatziert (8.). Zwei „Hochkaräter“ für die deutlich besseren Krefelder vergaben im Anschluss Scott King und wenige Momente später Rob Guillet (12.). Zwei Mal lag Jung bereits geschlagen am Boden, doch die Pinguin-Stürmer kamen freistehend nicht richtig hinter die Scheibe. Das hätte die Führung bedeuten müssen!!!!! Das sollte es an dicken Tor-Chancen in einem hervorragenden Eishockeyspiel an der Brehmstraße zunächst einmal gewesen sein. Erst, als die DEG zum ersten Mal in Überzahl kam (Herperger musste runter), wurde es vor Müller brenzlig. Und der zu befürchtende Treffer für die DEG fiel auch. Tommy Jakobsen wurde an der Blauen Linie hervorragend frei gespielt und zog aus fünf Metern per Schlagschuss in den linken oberen Winkel ab. Müller hatte keine Chance (17.). Ein ärgerlicher Treffer, denn Jakobsens Gegenspieler Steffen Ziesche war zuvor beim Versuch des Störens weg gerutscht. Auch die Krefelder bekamen noch ein Power-play zugesprochen, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Im Gegenteil: DEG-Stürmer Andy Schneider hätte bei einem Break fast sogar das 0:2 aus Sicht der Pinguine erzielt. Mit dem 1:0 geht aber trotzdem die Mannschaft mit einem Vorsprung in die Kabine, die das schwächere Team darstellt. Hoffen wir, dass die Pinguine im zweiten Drittel ihre Chancen endlich in Tore ummünzen. 

2. Drittel: Auch zu Beginn des zweiten Abschnittes waren es die Gäste aus der Seidenstadt, die spielerisch deutlich besser waren und sich ein optisches Übergewicht erspielten. Doch dicke Chancen blieben zunächst aus. In einer weiteren Power-play-Situation für die Pinguine vergab Chris Herperger zwei richtig dicke Möglichkeiten (5.), als er vor Jung die Scheibe nicht über die Linie bringen konnte. Mehr allerdings brachte die Mannschaft von Trainer Bob Leslie in dieser Phase nicht zustande. Glück hatte Krefeld, als ein Schuss von Klaus Kathan gefährlich nah in Richtung Torlinie rutschte (26.). Müller war der Puck zwischen den Armen durch geflattert. Düsseldorf besann sich in der Folgezeit lediglich darauf, über Konter zum Erfolg zu gelangen. Und die bekamen sie auch. Daniel Kreutzer lief im Anschluss an eine Riesenchance von Paul Dyck alleine auf Müller zu, doch der Krefelder Nationalgoalie blieb Sieger in dieser Eins-gegen-Eins-Situation (29). Da Rainer Köttstorfer in dieser Szene Kreutzer noch gefoult hatte, musste der „Lange“ auf die Strafbank gehen. Das Penaltykilling der Pinguine lief zwar gut, doch gerade als Köttstorfer zurück kehrte, musste Paul Dyck auf dem Sünderbänkchen Platz nehmen. 27 Sekunden später traf es auch noch Tom Preissing, so dass die Krefelder 1:33 Minuten mit drei gegen fünf Feldspielern verteidigen mussten. Doch die DEG kam nicht richtig zum Zuge, da das Krefelder Penaltykilling und Robert Müller (gegen Sulzer) überragend waren. Einfach super, wie die Schwarz-Gelben diese brenzlige Situation überstanden. Klar, dass das Kraft kostete. Quasi aus dem Nichts heraus fiel das 2:0 für die DEG. Deren Verteidiger Martin Ullrich spazierte über das ganze Eis, sein Schuss aus der Halbdistanz wurde von einem Krefelder Defender noch abgefälscht, so dass Müller das Spielgerät zwischen den Beinen hindurch ging (36.). Den „Düssis“ gab dieser Treffer das nötige Selbstvertrauen, die Pinguine fingen plötzlich an zu schwimmen. Müller rettete gegen Schneider (38.) und Thomas Jörg (38.). Zu allem Überfluss schickte der sonst eigentlich sehr souverän leitende Schiri Frank Awizus Rob Guillet nach einem Revanchefoul auf die Strafbank. Den Ellebogencheck zuvor von Eric Dandenault hatte Awizus offenbar übersehen. Sein Fehler machte der Berliner Unparteiische allerdings zehn Sekunden später wieder gut, in dem er Tommy Jakobsen ebenfalls relativ unberechtigt runter schmiss. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch auf beiden Seiten, doch ein Treffer wollte nicht mehr fallen. Eigentlich unfassbar, dass die Krefelder in einem mittlerweile ausgeglichenen Match mit 0:2 im Rückstand liegen. Heute ist hier eigentlich mehr drin. Warten wir es ab….ein Drittel ist ja noch zu spielen und da war der KEV in letzter Zeit richtig gut drauf…. 


3. Drittel: Der Schlussabschnitt war gerade 24 Sekunden alt, als der vor dem DEG-Gehäuse frei stehende Steve Brulé plötzlich einen Pass von Alex Selivanov mit der Hand annahm und kurz darauf Jung mit einem herrlichen Rückhandschlenzer zum 1:2-Anschlusstreffer überwinden konnte. Es war bereits der dritte Treffer Brulés an der Brehmstraße. Im Hinspiel beim 3:2-Sieg der Pinguine hatte der Franko-Kanadier schon zwei Tore erzielt. Also ein Auftakt nach Maß für die ganz in schwarz angetretenen Gäste, die auch in der Folgezeit ihr Heil in der Offensive suchten. Doch alle Bemühungen endeten zunächst irgendwie darin, dass die Krefelder zwar gefährlich vor Jung auftauchten, doch die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte einfach. Die neue Regel sollte auch diesmal nicht vor den Pinguinen halt machen. In der 50. Minute bugsierte Justin Kurtz die Scheibe unabsichtlich über die Bande – und musste logischerweise für zwei Minuten runter. Auch Daniel Kunces Stockschlag bleib von Awizus nicht ungeahndet, so dass es mal wieder drei gegen fünf hieß. Das dauerte nur sieben Sekunden, doch als Kurtz wieder zurück kehrte, unterlief auch Wright der Lapsus, das Spielgerät aus der Rundung zu befördern. Also wieder eine Zweiminuten-Strafe gegen die Pinguine, die nun 1:44 Minuten mit zwei Mann weniger auf dem Eis agieren mussten. Doch auch hier passierte den Pinguinen unglaublicher Weise nichts, da die DEG einfach nicht in den Spielfluss gelangte. Die Sekunden verronnen und die kräftemäßig Krefelder nun durch die Unterzahlsituationen mächtig angeschlagenen Krefelder fanden in der Schlussphase nicht mehr so richtig zu ihrem Spiel. Es war schon frustrierend mit ansehen zu müssen, wie eine eigentlich bessere Mannschaft sich das Leben durch Strafzeiten – ob zu unrecht oder nicht – selber schwer machte. 50 Sekunden vor dem Ende nahmen die Pinguine eine Auszeit und Robert Müller verließ im Anschluss daran seinen Kasten. Doch es sollte nicht sein. Trotz aller Bemühungen schafften es die Krefelder nicht, noch das 2:2 zu erzielen, obwohl Steve Brulé eine dicke Chance versiebte (60.). 24 Sekunden vor dem Ende schob Matt Herr noch das 3:1 für die DEG ins leere Krefelder Tor…! Nach zwei Siegen eine höchst unnötige Niederlage der Krefelder….Jetzt heißt es am zweiten Weihnachtstag Köln zu schlagen.

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 2004

 

Nürnberg ICE Tigers - Krefeld Pinguine
Die Krefeld Pinguine haben sich schon vor dem Weihnachtsfest selber beschenkt. Und zwar mit sechs Punkten am Wochenende! Nach dem Sieg am vergangenen Freitag über die Eisbären Berlin gelang den Schwarz-Gelben bei Spitzenreiter Nürnberg Ice Tigers am Sonntag ein sensationeller 3:2-Erfolg. Matchwinner war einmal mehr Pinguin-Keeper Robert Müller, der haufenweise Chancen der Gastgeber vereitelte. Insgesamt gilt das Lob allerdings der gesamten Mannschaft, die vom Torhüter über die Verteidigung bis hin zum Sturm eine überragende Leistung erbrachte. Am 23. Dezember spielen die Pinguine in Düsseldorf

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 2004

 

Krefeld Pinguine - Eisbären Berlin
Robert Müller war beim 2:1-Sieg der Krefeld Pinguine gegen die Eisbären Berlin am Freitag Abend die Person, um die sich alles drehte. Der Nationalgoalie verlängerte auf der einen Seite seinen Vertrag bis zum Ende der Saison 2006/2007, auf der anderen Seite zeigte der Krefelder Schlussmann gegen die Spree-Städter, wie wertvoll er für die Schwarz-Gelben ist. Quasi im Alleingang rettete der 24-Jährige Ausnahmekönner den knappen Erfolg seiner Mannschaft beim ersten DEL-Spiel im KönigPalast. Knapp 7.600 Fans waren begeistert. Neben Müller ragte vor allen Dingen Stürmer Chris Herperger heraus. Der Kanadier markierte die beiden so wichtigen Treffer für sein Team, dass sich durch den Sieg gegen die Eisbären auf den siebten Tabellenplatz katapultierte. Am Sonntag (18.30 Uhr) treten die Krefelder bei Spitzereiter Nürnberg Ice Tigers an.

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 2004

 
Bittere Penaltyniederlage in Wolfsburg
Erst 0:2 zurück gelegen, dann vier Tore in Folge erzielt und am Ende wieder zwei Treffer kassiert. Den letzten nur 13 Sekunden vor Schluss. Am Freitag unterlagen die Krefeld Pinguine bei Aufsteiger Grizzly Adams Wolfsburg mit 4:5 nach Penaltyschießen. Eine überaus bittere Niederlage für die Schwarz-Gelben, die das Match in der Autostadt über weite Strecken diktierten und eigentlich drei Zähler verdient gehabt hätten. Wie schon vor einigen Wochen in Hamburg beim 3:4 stand das Glück nicht auf Seiten der Krefelder. Am Sonntag sind die Pinguine spielfrei. Am Freitag, 17. Dezember, feiern sie dann ihre DEL-Heimpremiere im KönigPalast gegen die Eisbären aus Berlin.

1. Drittel: Im eiskalten Wolfsburger Eispalast, der ein wenig an das Mellendorfer Icehouse erinnert, passierte in den ersten sieben Minuten der Partie relativ wenig. Im Powerplay der Pinguine schlenzte Justin Kurtz aus aussichtsreicher Position knapp vier Meter vor dem Wolfsburger Gehäuse knapp am rechten Pfosten vorbei (4.), die Grizzly Adams selber kamen - ebenfalls in Überzahl - durch den Ex-Krefelder David Musial gefährlich vor den von Robert Müller gehüteten Kasten (4.). Spannend wurde es in der Folgezeit. Tom Preissing hatte seinen ersten Treffer für die Pinguine auf dem Schläger, doch der US-Boy verfehlte das leere Tor, Chris Herpergers Nachschuss fischte Marek Mastic, der für den noch leicht verletzten Marc Seliger zwischen den Pfosten stand, noch so eben von der Linie (8.). Die Schwarz-Gelben blieben in einem nun spannender werdenden ersten Abschnitt das Team mit den besseren Chancen. Herperger (10.), Alex Selivanov per Schlagschuss (11.) sowie innerhalb von nur wenigen Sekunden Scott King, Rob Guillet und Steve Brulé scheiterten an Mastic (14.). Das waren ganz dicke Chancen!! Diese vergebenen Gelegnheiten der Pinguine sollten sich rächen. Bei einer angezeigten Strafe für Chris Herperger konterten die Hausherren, einen beherzten Schuss von Ivan Ciernik konnte Müller zwar noch gerade zur Seite abwehren, gegen den Nachschuss von Christoph Paepke war der Nationalgoalie allerdings machtlos. Zweieinhalb Minuten später war die Pinguin-Abwehr erneut nicht im Bilde, als Jan Zurek unbedrängt durch die Krefelder Zone kurvte und auch noch Müller aussteigen ließ. Dass die Krefelder hier nach den ersten 20 Minuten mit 0:2 zurück liegen, ist höchst unnötig. Denn auch die Wolfsburger Defensive präsentiert sich alles andere als sattelfest. Leider sind die Pinguine bisher etwas zu offensiv und laufen zu oft in Konter der Gastgeber. Mit ein wenig Glück sollte hier aber was zu holen sein. Warten wir es ab.

2. Drittel: Bedingt durch den 0:2-Rückstand machten die Pinguine auch zu Beginn des zweiten Drittels mächtig Druck. Im Prinzip spielten sie Einbahnstraßen-Hockey, doch zwingende Gelegenheiten ergaben sich abgesehen von einem Selivanov-Alleingang (26.) nicht. Bis Ivo Jan zur Stelle war. Selivanov hatte den Slowenen bei Vier gegen Vier schön frei gespielt, Jan wurde hinter dem Tor nicht angegriffen und versuchte es auf eigene Faust. Mit Erfolg. Sein Rückhand-Schlenzer landete genau im rechten oberen Winkel (27.), Wolfsburgs Goalie Mastic blickte nur verdutzt hinterher. Der Krefelder Treffer wurde vom Stadionsprecher noch nicht einmal durch gesagt, da rappelte es nur sieben (!!!) Sekunden wieder im Gehäuse der Grizzly Adams. Einen groben Awehrschnitzer nahm Vadim Slivchenko dankend an und vollendete aus nur drei Metern per Schlagschuss zum 2:2-Ausgleich. Es war der zweite Saisontreffer des Ukrainers. Das Spiel war damit also wieder offen und Scott King hatte in der folgenden Powerplay-Situation die Riesenchance, sogar das 3:2 für die Pinguine zu erzielen. Doch sein Schuss landete knapp über dem Tor (29.). Wolfsburg blieb in der Folge dennoch weiterhin bei Kontern gefährlich. Zu einem solchen setzte Christoph Paepke bei Krefelder Überzahl an. Der Stürmer lief über das die gesamte Fläche alleine auf Müller zu, doch glücklicherweise semmelte Paepke über das Tor. Dann folgte der Auftritt von Verteidiger Daniel Kunce, der bei einem Konter seinen Gegenspieler stehen ließ und vor das Tor passte, wo erst Rob Guillet verzog, Scott King allerdings einen weiteren Nachschuss in die Maschen beförderte (39.). Das Spiel war jetzt endgültig gedreht. Im letzten Drittel starten die Pinguine in Unterzahl, weil Steffen Ziesche die Scheibe aus der Rundung beförderte. Diese neue Regel kennen die Pinguine ja nur zu gut. Man erinnere sich an die Hamburg-Niederlage…! Dennoch ist hier weiterhin alles drin. Die Moral ist einmal mehr intakt. Bleibt zu hoffen, dass im Schlussabschnitt nichts mehr anbrennt. Sicher sein kann man sich hier heute wirklich nicht.

3. Drittel: Die Pinguine überstanden die Unterzahlsituation zu Beginn des Schlussabschnittes schadlos. Allerdings verpuffte ihr eigenes, zweifaches Powerplay im Anschluss ebenfalls ziemlich wirkungslos und Wolfsburgs Jan Zurek hätte sogar fast zum Ausgleich getroffen (44.). Meisterspieler David Musial vergab im Anschluss daran nach einem Alleingang einen weiteren Hochkaräter, weil Robert Müller noch so eben die Beine zusammen bekam (47.). Wie wichtig das Bullyspiel im Eishockey ist, zeigte sich in der 49. Minute. Ivo Jan gewann das Bully vor dem generischen Kasten, die Scheibe gelangte zu Justin Kurtz, der bediente Adrian Grygiel und der Youngster zimmerte einen Schlagschuss in Richtung Mastic, der chancenlos blieb, weil Jan mittlerweile vor das Tor gestürmt war und so Grygiels Schuss unhaltbar zum 2:4 abfälschte. Jan war es auch, der kurze Zeit später aus der Halbdistanz abzog, doch die Scheibe landete - von Mastics Schulter abgeprallt - auf dem Tornetz (51.). Was folgte, war der Schock auf der anderen Seite. Wolfsburgs Todd Simon „spazierte“ relativ unbedrängt durch die Krefelder Zone und zog kurz hinter der Blauen Linie einfach Mal ab – und der Puck zappelte im Netz (54.). Der sonst wieder überragend postierte Robert Müller sah bei diesem Treffer nicht gerade glücklich aus, rutschte ihm die Scheibe doch durch die Beine. Nun begann eine Abwehrschlacht, weil auch Scott King knapp drei Minuten vor dem Ende noch auf die Strafbank wanderte. 28 Sekunden vor dem Ende – als King wieder zurück auf dem Eis war - nahmen die Hausherren dann noch Keeper Mastic zugunsten eines weiteren Feldpspielers vom Eis – und wurden dafür belohnt. 13 Sekunden vor dem Ende markierte Todd Simon den 4:4-Ausgleichstreffer. Der Stürmer stand goldrichtig am langen Pfosten, an dem zuvor sein Teamkamerad Xavier Delisle mit einem Schlagschuss gescheitert war. Frust pur für die Pinguine, die schon in Hamburg drei Sekunden vor dem Ende ein bitteres Gegentor, damals verloren sie 3:4, schlucken mussten. Im Penaltyschießen parierte Müller zwar gegen Karabin, Simon und Geisberger, doch für die Pinguine trafen lediglich Scott King. Damit war die Niederlage der Schwarz-Gelben in Wolfsburg perfekt. Bitter, denn drei Punkte wären auch hier verdient gewesen, doch erneut blieb den über weite Strecken besseren Seidenstädtern das Glück auf fremden Eis verwehrt. Tore: 1:0 (16:24) Paepke (Ciernik), 2:0 (18:50) Zurek (Ciernik, Samendinger), 2:1 (26:16) Jan (Selivanov, Kurtz – 4:4), 2:2 (26:23) Slivchenko (King – 4:4), 2:3 (38:26) King (Guillet, Kunce), 2:4 (48:44) Jan (Grygiel, Kurtz), 3:4 (53:26) Simon (Musial, Delisle), 4:4 (59:47) Simon (Delisle – 6:5), 5:4 (60:00) Suchan (Penalty) Strafminuten: 26 + SD Ciernik - 20 Zuschauer: 1. 986 Schiedsrichter: Roland Seckler (Geretsried)

 

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Grandiose Abschiedsparty und Vertragsverlängerungen
Es war ausgerechnet der aus der Jugend des KEV stammende Adrian Grygiel, der das letzte Tor in der Rheinlandhalle schoss. Es sollte der Siegtreffer beim 3:2-Erfolg der Krefeld Pinguine über die Adler Mannheim sein. 6.252 Zuschauer feierten am Freitagabend eine nicht enden wollende Abschiedsparty zu Ehren der "alten Dame". Dazu hatten sie auch allen Grund, denn das Match war hochklassig, die Pinguine drehten ein 0:2 nach dem ersten Abschnitt im zweiten Durchgang in ein 3:2. Publikumsliebling Grygiel erzielte nicht nur den entscheidenden Treffer, sondern bereitete den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich von Justin Kurtz mit einem atemberaubenden Solo mustergültig vor. Für die Kulisse gab es kein Halten mehr, als im Anschluss an das Spiel die Vertragsverlängerungen von Verteidiger Daniel Kunce und dem Sportlichen Leiter Franz Fritzmeier bekannt gegeben wurden. Beide bleiben weitere zwei Jahre in Krefeld.Tore: 0:1 (8:54) Hecht (Aab, Groleau), 0:2 (9:47) Healey (Kelly, Podollan), 1:2 (22:09) Selivanov (Kurtz - 5:4), 2:2 (24:36) Kurtz (Grygiel, Schnitzer), 3:2 (28:20) Grygiel Zuschauer: 6.252 - Strafminuten: 10 - 16 - Schiedsrichter: Vogl (Thanning)

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3. Drittel:
Rob Guillet konnte trotz seiner Handgelenkverletzung (nicht Gesicht) im Schlussdurchgang weiter machen. Doch die Augen richteten sich zunächst auf Robert Müller. Der Krefelder Keeper musste drei Mal in höchster Not gegen Craig Johnson und Brendon Reid (44.) sowie gegen den einschussbereiten Jim Dowd (48.) retten. Auf der Gegenseite scheiterte Selivanov mit einem Alleingang an Rousson (45.). In Unterzahl prüfte Steffen Ziesche den Hamburger Goalie (48.) mit einem satten Schuss. Die wohl größte Chance der Gastgeber im letzten Abschnitt hatte Dave Tomlinson, der alleine vor Müller auftauchte, doch sein Versuch, den Nationalkeeper mit einem Beinschuss zu bezwingen, scheiterte (50.). Dann kam da, was kommen musste. Die Pinguine wurden Leidtragende der neuen Regelausregelung, dass auch Spieler zwei Minuten bekommen, wenn sie die Scheibe ins Publikum schießen. Erst musste Brulé runter, nur 23 Sekunden später erwischte es Scott King. Beide hatten den Puck bei einem Befreiungsschlag aus der Rundung befördert. Doch trotz der zweifachen Überzahl gelang den Hamburgern kein Treffer, weil die Pinguine bis zum Umfallen kämpften. Es sah alles nach einem 3:3-Remis aus, doch dann rückte sich Schiri Heiko Dahle elf Sekunden vor Schluss selber ins Rampenlicht, als er Shayne Wright wegen angeblichen Beinstellens auf die Strafbank schickte. Eine mehr als fragwürdige Entscheidung, denn erstens sah Wrights Aktion nicht nach Foul aus und zudem lassen die Schiedsrichter das Spiel gerade am Ende einer Parte eigentlich ohne Strafen laufen….Es sollte sich rächen. Die Pinguine verloren das Bully in ihrer Zone, die Scheibe gelangte zu Dave Tomlinson und der schob das Spielgerät Müller durch die Beine – exakt drei Sekunden vor Schluss!!! Unfassbares Pech für die Pinguine, die sich hier als ebenbürtiger Gegner präsentierten und frustriert in die Kabine flüchteten…!

Tore:
1:0 (0:56) House (Tomlinson, van Impe – 5:4),
1:1 (9:32) Kurtz (King, Ziesche – 5:4),
2:1 (23:53) Purdie (House, Tomlinson),
3:1 (26:12) Reid (Dowd, Johnson),
3:2 (28:20) Selivanov (Brulé),
3:3 (36:25) Brulé (Kurtz, Herperger),
4:3 (59:57) Tomlinson (5:4)
Strafminuten: 6 – 14
 Zuschauer: 12.803
Schiedsrichter: Dahle


 

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3:1-Sieg über Iserlohn

Mit einem 3:1-Erfolg am Freitag Abend über die Iserlohn Roosters haben sich die Krefeld Pinguine vorerst auf einen Play-off-Platz katapultiert. Held des Spiels war Adrian Grygiel, der zwei der drei Krefelder Treffer beisteuerte. Besonders sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:1, ein wuchtiger Schlenzer in den Winkel, erfreute das Krefelder Publikum. Den Schlusspunkt vor 2.855 Zuschauern in der Rheinlandhalle setzte Rob Guillet mit einem "empty-net-Goal". Am Sonntag (14.30 Uhr) gastieren die Pinguine bei den Hannover Scorpions.

 

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Aufholjagd in Hannover wurde nicht belohnt

Die Krefeld Pinguine mussten nach zwei Siegen in Folge bei den Hannover Scorpions vor 5.850 Zuschauern am Sonntag Mittag eine Niederlage nach Penalty-Schießen hinnehmen. Nach 25:59 gespielten Minuten lagen die Pinguine schon mit 0:3 zurück, wobei der Neuzugang auf Seiten der Scorpions, Alexander Serikow, einen Einstand nach Maß hatte und für zwei Treffer verantwortlich zeichnete. Ein Doppelpack wiederum von Rob Guillet brachte die Pinguine auf 2:3 im Mitteldrittel heran. Nach Selivanovs Treffer zum 3:3 in der 47. Minute schienen sich beide Mannschaften mit dem Remis zufrieden zu geben. Im Shootout traf für die Schwarz-Gelben lediglich Ivo Jan, auf Seiten der Scorpions Ex-Pinguin Augusta und mit dem Gamewinner Morczinietz.

 

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Glücklos im ersten Penaltyschießen

Seinen Einstand als neuer Trainer der Krefeld Pinguine hatte sich Bob Leslie sicherlich anders vorgestellt. Am Dienstag Abend unterlag seine Mannschaft gegen die Augsburger Panther mit 4:5 nach Penaltyschießen. Zwar drehten die Schwarz-Gelben einen 1:3-Rückstand im letzen Drittel noch in eine 4:3-Führung, doch im Power-play schafften die mit nur drei Reihen angetretenen Panther kurz vor Schluss noch den 4:4-Ausgleich. Nach dem beide Mannschaften in der ersten Penaltyrunde jeweils zwei Mal trafen, gelang Jean-Francois Methot im Anschluss der entscheidende Treffer. Am Freitag gastieren die Nürnberg Ice Tigers in der Rheinlandhalle.

Tore: 0:1 (26:20) Felsner (Moeser, Methot), 1:1 (32:03) Schnitzer (Kurtz, King), 1:2 (34:48) Barta (Methot, Arendt), 1:3 (37:57) Felsner (Moeser, Bancroft), 2:3 (45:34) Schnitzer (Guillet, King), 3:3 (51:32) Grygiel (Kurtz), 4:3 (53:56) Herperger (Selivanov, Kunce), 4:4 (55:20) Felsner (Moeser, Fortier), 4:5 (65:00) Methot (Penalty) - Zuschauer: 2.159 - Strafminuten: 12 - 14 - Schiedsrichter: Deubert (Bad Kissingen).
 

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Adler Mannheim - Krefeld Pinguine 2:4


1. Drittel:
Schon vor dem Spiel bekamen wir einen Anruf von Christian Ehrhoff aus Houston, wo der Ex-Krefelder mit den Cleveland Barons am Freitag und am Samstag Abend gegen die Houston Aeros mit Christoph Brandner antritt. "Ich wünsche meinem Ex-Team viel Glück. Die Saison ist noch lang und die Jungs werden bestimmt sie Play-offs schaffen. Man muss nur etwas Geduld haben", meinte Christian in Anspielung auf den momentanen Tabellenplatz: "Es kann sich noch so viel tun." Zum Spiel in Mannheim: Chris Herperger ist dabei. Er bildet heute - vorerst nur auf dem Papier - gemeinsam mit Alex Dück und Carsten Gosdeck den vierten Sturm. Vor 5.700 Fans im Mannheimer Friedrichspark wurden die Pinguine kalt erwischt. John Tripp staubte mit der ersten Torchance für die Adler ab (3.). Die Pinguine zeigten sich von dieser hundertprozentigen Quote der Gastgeber unbeeindruckt. In Überzahl setzte Rob Guillet einen "Strahl" rechts oben in den Winkel (8.), was die knapp 100 mitgereisten Krefelder Fans verständlicherweise zu Jubelstürmen animierte. So wie in der 13. Minute, als Scott King einen katastrophalen Torwartpatzer von Keeper Cristobal Huet, der die Scheibe hinter dem Kasten am Steve Brule vertendelte, ausnutzte. Mannheim zeigte sich geschockt, die Pinguine spielten sich kurz darauf den nächsten Hockkaräter heraus. Steffen Ziesche, traumhaft von Alex Selivanov in Szene gesetzt, hatte Huet schon ausgespielt, doch beim Schussversuch rutschte ihm die Scheibe vom Schläger. Für die Adler scheiterte Rene Corbet knapp (15.), im Gegenzug vernaschte Selivanov die Mannheimer Abwehrreihen, scheiterte aber an Huet. Im Mitteldurchgang starten die Krefelder in Unterzahl, weil Justin Kurtz noch 1:07 Sekunden in der Kühlbox sitzt. Bisher ist das, was die Pinguine hier abliefern, erste Sahne.

2. Drittel:
Wer dachte, die Adler würden mit Vollgas aus der Kabine kommen, der hatte sich mächtig getäuscht. Mannheim kam mit der Krefelder Spielweise zunächst überhaupt nicht zurecht. Der Lohn: Steve Brule hatte bei einem Konter nur noch einen Gegenspieler vor sich, legte sich die Scheibe auf die Vorhand und zog in die linke untere Ecke ab - 3:1 für die Pinguine (23.)! Die Adler jetzt völlig aus dem Tritt, Krefeld besser und mit gefährlichen Kontern. Einen solchen fuhren dann die Adler, Vitalij Aaab fuhr alleine auf Müller zu, der parierte super im Spagat (28.). Das gleiche aus der anderen Seite. In Unterzahl fuhr Alex Dück auf Huet zu, doch der bekam die Fanghand gerade noch hinter Dücks Schuss (32.). Auch die darauf folgende Unterzahl überstanden die Pinguine schadlos. Ebenfalls in Mannheimer Unterzahl setzte Christoph Ullmann zu einem Konter an, doch Müller zeigte sich wieder einmal enorm reaktionsschnell und begrub den Puck unter sich auf der Linie (36.). Dann doch der Anschlusstreffer für die Adler. Der bisher blasse NHL-Star Jochen Hecht, der den Puck genau unter die Latte zimmerte (37.). Direkt im Anschluss gab es Dresche. Wright hatte Hecht angeblich kurz vor dem Tor behindert, Hecht wehrte sich mit einem ziemlich unfairen Ellenbogen gegen Wright, der auch noch gleich von drei Mannheimern in die Mangel genommen wurde. Es folgte eine Rauferei zwischen Hecht und Wright, die allerdings keinen Sieger fand. Völlig unverständlich das Schiri Frank Awizus Wright zu der 5 + Spieldauerstrafe auch noch zwei Minuten aufbrummte, wodurch die Adler wieder in Überzahl kamen, nach dem Hecht und Wright duschen mussten. Doch die Pinguine blieben cool und überstanden die Unterzahl. Mehr noch. Sie trafen! Ein super Zuspiel von Selivanov bekam Sott auf den Schläger und der Stürmer schlenze die Scheibe links unten in den Kasten, genau 54 Sekunden vor Ende des Drittels. Wenn es so weiter geht, dann könnten hier drei Punkte heraus springen. Immer noch sind die Pinguine einen Tick besser als die Adler.

3. Drittel:
Im Schlussdurchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams. Mannheim wurde offensiver, die Pinguine mussten in der Defensive Schwerstarbeit verrichten. Doch auch die Gäste hatten ihre Chance. Rainer Köttstorfer traf mit einem Schlagschuss den Pfosten (49.), Andy Delmore zwang Müller zu einer weiteren Glanztat (50.), Selivanov scheiterte hauchdünn mit einem Bauerntrick (51.). Wahnsinn, was dann passierte - Podollan bekam einen Pass vor das Tor von Müller gespielt, die Zuschauer wähnten die Scheibe schon im Kasten, doch Müller - bereits auf dem Bogen liegend - schnappte das Geschoss mit der Fanghand weg. Unglaublicher Save! Es folgte eine weitere Unterzahl für Krefeld, doch die Pinguine retteten teilweise spektakulär vor dem eigenen Tor. Es blieb spannend, weil beide Mannschaften – bereits am Ende ihrer Kräfte – alles in die Waagschale warfen. Doch die Pinguine retteten den Sieg über die Zeit. Wirklich wahnsinn, wie man das Topteam der Liga hier im Griff hatte und völlig verdient drei gaaaaanz wichtige Punkte entführte. Hoch verdient war der Erfolg. Super Sieg!!!

Tore:
1:0 (2:28) Tripp (Healy, Plante),
1:1 (7:20) Guillet (Brule, Köttstorfer - 5:4),
1:2 (12:17) King (Brule Guillet),
1:3 (22:36) Brule (Guillet, Schnitzer),
2:3 (36:40) Hecht (Carciola, Podollan),
2:4 (39:06) King (Selivanov, Ziesche)
Strafminuten: 10 + 5 + 10 + 10 (=SD) Kelly + SD Hecht - 16 + 5 + SD Wright
Zuschauer: 5.700
Schiedsrichter: Awizus (Berlin)
 

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